[SE] Schon wieder Angsthase! Padjekalottvarianten statt Sarek

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  • Blahake

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    • 18.06.2014
    • 844

    • Meine Reisen

    Hallo Oesine, hallo Heiko,
    eigentlich komisch, dass ein kahlgefressenes Birkenwäldchen so idyllisch wirken kann, aber ich habe mich da tatsächlich sehr wohl gefühlt. Bin gespannt, ob wir diesen Sommer in den Norden kommen. Falls es später keine Flüge mehr geben sollte, können wir uns ja zusammentun und gemeinsam hochfahren. Du musst uns dann einsammeln, Oesine, weil Du am südlichsten wohnst.

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    • Blahake

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      • 18.06.2014
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      • Meine Reisen

      Hallo Danobaja,
      ja der Poncho kommt noch weiter zum Einsatz und erweist sich auch über seine normale Funktion bald als nützlich. Und nee, Krümel ist in diesem Falle unschuldig, obwohl er einem guten Schluck nie abgeneigt ist.

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      • Blahake

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        • 18.06.2014
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        Mittwoch, 26. August

        Sjnjuvtjudis


        Ich habe schon wieder zwölf Stunden gepennt, von Neun bis Neun! Gegen Sieben bin ich zwar kurz zu mir gekommen, war aber noch viel zu müde, um aufzustehen. Zwei Stunden später klappt es, zumal die Sonne kurz vorbeischaut und mich zu einem erweckenden Bad im Fluss lockt.

        Heute wird das Frühstück mit Heidelbeeren erweitert.

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        Die lassen sich noch im Trockenen pflücken, aber gerade als ich meine Sachen packen will, fängt es mal wieder an zu regen. Damit ich wieder ein nasses Zelt einpacken kann!

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        Mal wieder nasses Zelt!

        Ich folge dem Ufer des Sjpietjjavjåhkå und lande bald auf dem Padjelantaleden. Die Gisuris-Hütten sind 700 Meter in der „falschen“ Richtung ausgeschildert. Ich überlege kurz, ob ich diesen Abstecher mache, entscheide mich aber dagegen.

        Für den weiteren Weg will ich nicht dem Padjelantaleden folgen, sondern auf den Sjnjuvtjudis gehen. Mit Aussichtshügeln habe ich in den letzten Tagen schließlich überwiegend positive Erfahrungen gemacht. Von dort könnte ich dann über (den, die, das?) Rákkasbuollda in nördlicher Richtung nach Änonjálmme. Das habe ich 2015 auch schon gemacht. Damals bin ich ziemlich lange unten am Bach, der da aus dem Sjnjuvtjudisjávrásj kommt, langgegangen. Wahrscheinlich geht es aber weiter oben am Hang besser.

        Jetzt also erst mal auf den Sjnjuvtjudis hoch. Dazu verlasse ich den Padjelantaleden kurz nach der Brücke gleich wieder um mich schnurstracks Richtung Sjnjuvtjudis zu wenden. Nach einem kurzen Stück durch den lichten Wald erweist sich das wie erwartet als leichtes Unterfangen. Schöner, krautiger, leicht zu begehender Fjällboden, ohne Rinnen, sumpfige Stellen oder Felsen.

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        raus aus dem „Wald“

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        schnurstracks Richtung Sjnjuvtjudis

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        Blick zurück zum Kutjaure

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        Blick voraus zum Sjnjuvtjudis


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        Sjpietjjavjåhkå


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        nochmal Kutjaure

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        Rentier am Horizont...

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        ...und rangezoomt.

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        Der Niják schmückt sich mit einem Schneehäubchen.

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        Kutjaure mit Sallohaure

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        Kutjaure mit Sallohaure und mir

        Schließlich oben zeigt sich der kleine See unterhalb des Sjinjuvtjudis-Gipfels

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        und daneben ein astreiner Zeltplatz nebst Windschutzmauer:

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        @evernorth: Auch die ist nicht von mir!

        Aber noch ist es ja mitten am Tag und außerdem zieht gerade wieder Regen auf, also weiter!

        Kurz unter dem Gipfel habe ich einen schönen Blick auf den Áhkkájaure:

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        und so sieht der Panoramablick knapp unterm Gipfel aus:

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        Panorama mit Sallohaure, Kutjaure, Sjinjuvtjudis-See, Áhkkájaure, Áhkká und Sjnjuvtjudis
        ...
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        • Blahake

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          • 18.06.2014
          • 844

          • Meine Reisen

          ...
          Endlich ganz oben, kommt das schlechte Wetter zeitgleich mit mir an...

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          oben

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          die Regenwolken auch

          … was Krümel aber nicht weiter beeindruckt, er will sein Gipfelfoto...

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          … und bekommt gleich zwei.

          Dann sehen wir aber schleunigst zu, dass wir hier wieder runterkommen, das Wetter wird doch arg ungemütlich. Auf dieser Seite ist das Gelände allerdings nicht ganz so fluffig zu begehen.

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          Hier muss ich erst mal sehen, wo ich absteigen kann und wie ich am besten zum Sjnjuvtjudisjávrásj hinunterfinde. Inzwischen wird das Wetter immer mieser. Ich muss mir wärmere Klamotten aus dem Rucksack holen. Nervig, bei diesem Regen unter dem nassen Poncho rumzuwursteln und meine Finger sind schon ordentlich klamm. Damit bekomme ich die Schnallen am Rucksack kaum auf, so ein Mist! Meine Laune sinkt gerade ziemlich in den Keller.

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          Bääääh, alles nass!

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          Sjnjuvtjudisjávrásj

          Direkt ans Ufer komme ich von hier nicht, ich muss einen ordentlichen Schlenker im Gelände südlich des Sees machen.

          Hier fange ich dann an, einen Zeltplatz zu suchen, aber mir sagt mal wieder nichts zu.

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          Das liegt aber wahrscheinlich weniger am Gelände als an meiner Laune. Ich suche und mähre lange rum, gehe hin und her, bis ich dann endlich eine Stelle finde. Am Rákkásjåhkå in einer kleinen Senke. Ihr wisst schon – wegen Windschutz!

          Pünktlich zum Zeltaufbau fängt es natürlich wieder an zu regnen!

          Immerhin habe ich Blick auf den Gisuris-Gletscher:

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          Zeltplatz mit Gletscherblick

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          Der wird wegen erneuten Regens allerdings bald wieder durch die Zeltplane verdeckt.

          Heute ist es wieder ordentlich kalt, ich vermisse meine lange Wollunterhose, die ich zuhause gelassen habe. Das nächste Mal muss die wieder mit! Und überhaupt bin ich heute abend nicht gut drauf. Ausnahmsweise habe ich gerade keine Lust auf allein sein und mir ist kalt und bäääh und alles doof...

          Später am Abend wird es etwas besser, als die niedrig stehende Sonne schräg unter den Wolken durchscheint und schöne Lichtstimmungen zaubert, das versöhnt mich wieder etwas.

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          Und dann legt sie sich noch mal so richtig ins Zeug:

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          • oesine63
            Erfahren
            • 27.11.2013
            • 393

            • Meine Reisen

            Zitat von Blahake Beitrag anzeigen
            Hallo Oesine, hallo Heiko,
            eigentlich komisch, dass ein kahlgefressenes Birkenwäldchen so idyllisch wirken kann, aber ich habe mich da tatsächlich sehr wohl gefühlt. Bin gespannt, ob wir diesen Sommer in den Norden kommen. Falls es später keine Flüge mehr geben sollte, können wir uns ja zusammentun und gemeinsam hochfahren. Du musst uns dann einsammeln, Oesine, weil Du am südlichsten wohnst.
            An sich ein schöner Gedanke, das würde ich sehr gerne tun. Doch ich fürchte, damit müßt ihr euch gedulden, bis in in Rente bin. Über 2.800 km einfache Strecke, hmmmm, schließlich will ich auch noch eine Tour gehen

            Schöne Schlenker machst du da durch die Pampa - ich mach gerade gedanklich die Welle für dich

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            • Blahake

              Dauerbesucher
              • 18.06.2014
              • 844

              • Meine Reisen

              Na, dann machen wir das, wenn wir alle drei in Rente sind! Dann fahren wir am besten gleich mit einem Bus los und sammeln auf dem Weg lauter ODSler im Ruhestand auf, um dann eine gemeinsame Rentnertour durch Lappland zu machen.
              Zuletzt geändert von Blahake; 02.03.2021, 23:36.

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              • Blahake

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                • 18.06.2014
                • 844

                • Meine Reisen

                Donnerstag, 27. August

                Rákkasbuollda


                Heute morgen beim Aufwachen scheint die Sonne auf mein Zelt – – um fünf Minuten später auch gleich wieder zu verschwinden.

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                Kleine Wolkenlücken für kurze Sonnenphasen

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                Es ist wieder bzw. immer noch ordentlich kalt, und auch das Frühstück ist wie das Abendessen gestern nicht so richtig gemütlich. Das Thermometer zeigt immerhin 5 Grad, aber es weht ein lausig kalter Wind. Aber 5 Grad, das ist doch eigentlich Normaltemperatur, das bin ich doch gewohnt!? Da bin ich doch bisher immer mit klargekommen. Ich grübele weiter darüber nach, ob wohl das Zelt den Unterschied macht? Im VauDe habe ich immer vorn im Eingang gesessen, also noch weitgehend unter dem Innen- und Außenzelt. Hier hocke ich in meinem großen „Vorzelt“ unter nur einer Schicht. Und da zieht es auch noch kräftig rein. Jetzt lerne ich dazu und setze mich halt auch hier ins Innenzelt. Aber erstens scheint mir das trotzdem kühler, und zweitens kann ich jetzt nicht mehr gut rausschauen.

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ID: 3025683

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ID: 3025684

                Beim Zusammenpacken freue ich mich, dass es wenigstens nicht regnet. Aber – man ahnt es schon – pünktlich zum Zeltabbau ...

                Ja, lieber Wettergott, ich freue mich, dass ich jetzt ein Zelt habe, das ich auch bei Regen recht bequem auf- und abbauen kann. Aber das heißt doch nicht, dass ich das jetzt jedes Mal durchexerzieren will!!!

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ID: 3025685

                Rucksack gepackt – und prompt regnet es aufs Zelt!

                Heute bin ich gespannt, wie es sich hier oben auf dem Rákkasbuollda gehen lässt. Ich ahnte ja 2015 schon, dass ich da unten im Tal eher auf dem Holzweg war und es mir unnötig schwer gemacht hatte. Aber damals bin ich ja dafür mit einem Elchgeweih belohnt worden.

                Hier oben findet sich tatsächlich sehr bald ein astrein ausgelatschter Pfad

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ID: 3025686

                und nach einer Weile sogar doppelt ausgebaut:

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ID: 3025687

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ID: 3025688

                Sjnjuvtjudisjávrásj von der anderen Seite

                Beim Blick auf den Hang gegenüber kommt mir die Erkenntnis, dass ich wohl viel leichter einfach vom Sjinjuvtjudis nach Norden hinunter hätte gehen können.

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                sieht nach einem leichten Abstieg aus, da drüben

                Da wäre ich sogar fast einen Tag schneller gewesen. Andererseits ist das aber auch Wurst, weil ich die Zeit ja noch habe.

                Das Wetter wechselt weiterhin alle zehn Minuten von lausig-nasskalt...

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ID: 3025690

                … auf angenehm sonnig...

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                … und ich freue mich, dass ich mit meinem Poncho so schnell darauf reagieren kann, ohne jedes Mal den Rucksack absetzen zu müssen.

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                Bald kommt der Áhkkájaure in Sicht, noch ist es aber ein Stückchen bis dahin. Rechts zeigen sich ab und zu schöne Blicke auf Áhkká selbst.

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ID: 3025694

                Dubbeltoppen?

                Hier oben komme ich wirklich viel schneller voran, als damals im Tal. Ich marschiere flott voran und genauso flott rutsche ich auf einmal aus. Ehe ich mich versehe, lande ich auf dem Rücken. Verdutzt liege ich da und komme mir vor wie ein Käfer, den man auf selbigen gedreht hat. Zum Glück ist weiter überhaupt nichts passiert. Ich liege in einer weichen Matschpfütze, zudem hat mein Rucksack den Sturz abgefedert und der Poncho hat obendrein den Rucksack geschützt. So komme ich mit dem Schreck aber ohne jegliche Blessuren davon.

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                Nur etwas Schmutz auf dem Poncho – abwischen und fertig!

                Dennoch beschäftigt mich das ein bisschen. Was, wenn mir das in felsigem Gelände passiert wäre!?

                Ich lenke mich mit Heidelbeeren ab...

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                … und gehe – etwas vorsichtiger – weiter. Bald geht es einen ziemlich steilen, aber leicht zu bewältigenden Abhang hinunter, unten geht es abwechselnd durch lichten Birkenwald und sumpfige Stellen. Später komme ich an einem schönen Platz mit einem recht tiefen, aber ruhig fließenden Bach vorbei und bin versucht, hier für die Nacht zu bleiben. Aber es ist noch so früh am Tag und ich möchte eigentlich auch gerne wissen, ob die Storlule wieder fährt, und wenn, dann wann. Damit ich weiß, wann ich morgen am Anleger sein muss. Also stiefele ich noch weiter.

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                • Blahake

                  Dauerbesucher
                  • 18.06.2014
                  • 844

                  • Meine Reisen

                  ...
                  Bis zum Padjelantaleden ist es nicht mehr weit. Das Wetter hat sich deutlich gebessert, die Wolkenlücken sind größer und die Schauer seltener.

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                  Padjelantaleden

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                  Bald geht es über die Brücke und weiter im Wald. Am Bach kurz vor den Áhkkástugorna suche ich dann doch noch mal nach einem Zeltplatz. Denn an den Hütten möchte ich nicht übernachten und hier im Wald werde ich ansonsten kaum schöne Plätze finden, fürchte ich. Hier am Bach ist aber der einzige gute Platz schon mit einem Hilleberg belegt, alle anderen ebenen Stellen, die ich finden kann, sind so felsig, dass ich kaum einen Hering setzen könnte.

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ID: 3025707

                  zu felsig

                  Also gehe ich doch bis zu den Hütten weiter. Hier erfahre ich vom Stugvard und den Aushängen, dass die Storlule morgen um zehn nach Elf fährt und der Preis liegt bei fairen 300 Kronen.

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ID: 3025708

                  Eine weitere Option wäre für nur 50 Kronen mehr ein Helikopterflug.

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ID: 3025709

                  Spannend wäre das ja auch. Aber ich habe so auf die gute alte Storlule gehofft, dass ich ihr jetzt nicht untreu werden will. Zwar schippert sie mit dem Abstecher über Vaisaluokta eine ganze Stunde und vierzig Minuten über den See. Das ist lang. Aber doch irgendwie stilvoller und angemessener als so ein Fünf-Minuten-Ritt im Heli, oder?

                  Ich bin jetzt ganz froh, dass ich heute bis hierher gegangen bin. Denn sonst wüsste ich noch nicht, dass die Storlule wieder fährt, und wäre ich nach der Abfahrtszeit des anderen Bootes gegangen, würde ich sie um zwanzig Minuten verpassen. So kann ich morgen ganz gezielt um elf Uhr den Anleger anpeilen.

                  Die kleine Tochter des Stugvards, schätzungsweise zwischen drei und vier Jahren alt, flitzt hier übrigens in einem komplett zerrissenen alten Herrenunterhemd, dessen Fetzen ihr bis zu den Füßen reichen, aber den bloßen Hintern nicht bedecken, quietschfidel durch die Gegend. Und ich wandere im warmen Vliespulli.

                  Den Stugvard frage ich noch, ob er einen guten Zeltplatz in der Nähe kennt. Ich hoffe auf einen Platz am Seeufer, aber da sei es zu steinig, sagt er. Er empfiehlt mir stattdessen eine Stelle weiter oben im Birkenwald. Auf meine Frage, ob es da auch Wasser gäbe, erwähnt er einen „Micro-River“, der da fließt. Ich freue mich über den Tipp und denke mir im Stillen, dass man gar nicht gut Englisch sprechen muss, wenn man kreativ genug mit den Vokabeln umgeht, die man kennt.

                  Den empfohlenen Platz finde ich bald und er ist gar nicht so schlecht, wie ich befürchtet habe. Zwar im Wald statt am See, aber doch immerhin mit Teilblick auf Áhkkájaure und Áhkká, und auf den Hang, an dem ich letztes Jahr lang gewandert bin. Was will ich mehr?


                  Das Wetter ist weiterhin wechselhaft und ja, ungelogen – in dem Moment, als ich das Zelt aufbauen will...

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                  Mein Platz am „Micro-River“

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                  später sogar mit Regenbogen




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                  • DerNeueHeiko
                    Fuchs
                    • 07.03.2014
                    • 2189

                    • Meine Reisen

                    Zitat von Blahake Beitrag anzeigen
                    Na, dann machen wir das, wenn wir alle drei in Rente sind! Dann fahren wir am besten gleich mit einem Bus los und sammeln auf dem Weg lauter ODSler im Ruhestand auf, um dann eine gemeinsame Rentnertour durch Lappland zu machen.
                    Das klingt nach einem Plan - ODS-Rentner-Roadtrip zur Wanderung nach Lappland ;)

                    Dieses Jahr fahr ich dann (wenn mit dem Auto) eher nur bis Dalarna - Grövelsjön oder so. Da ist es auch schön. Und statt 2300km sind es nur 1400km (von hier...) Auch da muss ich aber nicht alleine fahren - ich hab so ganz grob Juli angepeilt...

                    Auch wenn ich da am Westrand vom Sarek, von wo du so schöne Bilder mitgebracht hast, auch unbedingt mal hin will

                    Viele Grüße,
                    Heiko

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                    • Blahake

                      Dauerbesucher
                      • 18.06.2014
                      • 844

                      • Meine Reisen

                      Zitat von DerNeueHeiko Beitrag anzeigen
                      Dieses Jahr fahr ich dann ... ich hab so ganz grob Juli angepeilt...
                      Ich trau' mich dieses Jahr noch gar nicht so recht zu planen. Wer weiß, wie die Reiseregeln im Sommer in Schweden sind. Vielleicht klappt es dann ja wieder relativ spontan mit der Wohnmobilanreise, so wie im letzten Jahr. Weiter Daumen drücken! 🍀

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                      • Blahake

                        Dauerbesucher
                        • 18.06.2014
                        • 844

                        • Meine Reisen


                        Freitag, 28. August

                        Zurück nach Ritsem


                        Gut geschlafen habe ich wieder. Hm, das war jetzt schon meine letzte Nacht im Fjäll für dieses Mal. Zwar werde ich noch eine Nacht in Ritsem bleiben, aber das zählt nicht. Die Tour ist schon wieder rum und ich bin ein bisschen schwermütig. Nach dem Frühstück sitze ich noch eine Weile auf dem Birkenstamm vor meinem Zelt rum und nehme gedanklich Abschied vom Fjell.

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                        Dann wird es Zeit, die Sachen zu packen und zum Anleger zu gehen.

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                        Die Sonne trügt - man beachte die frischen Regentropfen auf dem Zelt.

                        Am Anleger komme ich geradeso pünktlich an, aber ein Boot ist nicht zu sehen. Ich beobachte lange das gegenüberliegende Ufer und versuche zu erkennen, ob sich da was bewegt. Aber da tut sich nichts. Einen weißen Punkt kann ich entdecken, aber der bleibt, wo er ist. Na gut, nicht nervös werden, sie wird schon kommen. Ich hänge ein bisschen rum und genieße, dass die Sonne gerade wieder etwas länger scheint. Nach einer Weile sehe ich, dass sich der weiße Punkt nun doch etwas bewegt hat und nach einer weiteren Weile und mit höchster Zoomstufe:

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                        Da ist sie!

                        Bisher bin ich allein, damit hätte ich gar nicht gerechnet. Aber jetzt kommt noch eiligen Schrittes ein schmaler Wanderer. Er ist aus den USA und geht zum Nordkapp mit sehr leichtem Gepäck.

                        Von der Storlule gehen viele Wanderer an Land, die ich ein bisschen beneide. Dann geht es über Vaisaluokta nach Ritsem und ich genieße die lange Fahrt auf dem gemütlichen alten Boot als würdigen Abschluss für meine Tour.

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                        In Ritsem melde ich mich an, baue flugs mein Zelt auf, schmeiße die Waschmaschine an und gehe duschen. Und dann ist Zeit für Chips und Bier. Und für einen Videoanruf zuhause.

                        Die Rückfahrt morgen nach Luleå möchte ich über die SJ-App buchen, scheitere aber am selben Problem wie letztes Jahr: Nachdem ich meinen Sicherheitscode im online-Banking erfolgreich abgefragt habe, findet sich partout kein Feld, wo ich den dann eingeben kann. Also muss es wieder anders gehen. Ich hoffe, dass man immer noch direkt im Bus bezahlen kann und in Gällivare hoffe ich auf die Touriinfo, da konnte ich letztes Jahr ja auch das Zugticket kaufen. Abends schwätze ich noch mit einem erfahrenen Wanderer aus Ludwigsburg, der mir reichlich Tipps aus seinem Wanderleben in Schweden und Finnland gibt und mit einer sehr netten jungen Schwedin. Meinen restlichen Tabak, den ich nun nicht mehr brauche, werde ich an den Herren los. Der freut sich drüber und ich freue mich, dass ich den guten Stoff nicht wegwerfen muss.

                        Des nächtens bin ich kurz wach und schaue in den Himmel, letzte Chance auf Polarlichter, aber es ist stark bewölkt. Doch hinten am Horizont schimmert ein winziger grünlicher Gruß durch ein Wolkenlücke, als würde es mir zum Abschied zuzwinkern.


                        Samstag, 29. August

                        Nach Luleå


                        Das Ticket im Bus zu lösen, klappt zum Glück. Beim Umsteigen vom kleinen in den großen Bus in Stora Sjöfallet ergattere ich die Poolposition: oben vorne

                        Damit Krümel während der Fahrt einen guten Blick hat!

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                        In Gällivare hat die Touriinfo aber geschlossen, es ist ja Samstag. Mist, was mach' ich jetzt? Ich frage die junge Schwedin von gestern, die auch hier umsteigt, ob man wohl auch im Zug direkt lösen könne, aber sie meint, das ginge wohl eher nicht. Sie bietet mir aber an, das Ticket über ihre Swish-App für mich zu kaufen. Zum Glück habe ich bis auf drei Kronen noch genau den Betrag in bar, den das Ticket kostet. Als sie das Bargeld in der Hand hält, betrachtet sie es interessiert und sagt, sie hätte schon sehr lange keins mehr gesehen.

                        Wir sitzen auf der Bank vor dem Bahnhof und haben noch zwei Stunden Zeit, bis der Zug kommt. Ich nutze das, um ein paar Souvenirs und zwei Bier einzukaufen und ziehe sicherheitshalber noch etwas Bargeld aus dem ATM. Meinen Rucksack weiß ich solange sicher in ihrer Obhut. Wieder zurück unterhalte ich mich lange und gut mit ihr. Über die Vor- und Nachteile von Bargeld oder Karten- und online-Zahlungen, übers Wandern natürlich, aber auch alles Mögliche weitere. Als ich ihr ein Bier anbieten will, fällt mir ein, dass das hier vielleicht gar nicht erlaubt, ist – wie war das noch gleich in Schweden? Sie bestätigt mir, dass Trinken in der Öffentlichkeit „strictly forbidden“ ist. Schade, ich wollte mich doch wenigstens etwas dafür revanchieren, dass sie mir aus der Ticket-Klemme geholfen hat. Später im Zug, bekomme ich dann aber doch Gelegenheit dazu, obwohl sie sich nicht ganz sicher ist, ob der auch als Öffentlichkeit zählt, oder ob es hier erlaubt ist. Als echte Schwedin konsumiert sie übrigens reichlich Kautabak. Sie wundert sich, dass so viele Deutsche nach Schweden zum Wandern kommen, wir hätten doch die Alpen, und ich erkläre es ihr damit, dass wir die unberührte Natur und die Einsamkeit suchen. Sie kann sich gar nicht vorstellen, dass bei uns quasi jedes Seeufer verbaut ist und es kaum Ecken gibt, wo man nicht ständig Menschen trifft. Ich schlage ihr vor, auf Google Maps mal das Luftbild von Deutschland anzuschauen und angesichts des Gewimmels von Straßen und bebauten Flächen staunt sie doch sehr. Die Fahrt mit ihr ist wirklich kurzweilig, sie hat viele spannende Sachen zu erzählen und ich freue mich sehr über ihre Gesellschaft. Bald sind wir dann aber in Boden, wo sie umsteigt. Wenig später komme ich pünktlich in Luleå an, beziehe mein Hotelzimmer und gehe noch schnell Souvenirs, die ich in Gällivare nicht gefunden habe, und Unmengen an Salat kaufen. Dann ab unter die Dusche und in die Kiste, morgen muss ich früh raus.


                        Sonntag, 30. August

                        Nach Hause


                        Dass ich den Bus in Luleå nicht mit Bargeld bezahlen kann, habe ich ja vor Jahren schon leidvoll erfahren. Heute nimmt er aber wegen Corona auch keine Kreditkarte. Der Fahrer ist abgeschirmt, d.h. vorne kann man nicht einsteigen und innen ist zwei Meter hinter dem Fahrer ein Absperrband. Bezahlen kann man nur per App. Die Diskussion darüber läuft schon mit einem deutschen Ehepaar, als ich einsteige. Alle Versuche, klar zu machen, dass es nichts nützt, wenn wir die App laden, weil die ja so schnell keinen Zugang auf unsere Konten kriegen kann, helfen nichts. Der Fahrer weigert sich, uns zu befördern. Zum Glück hilft mir bzw. uns wieder eine freundliche schwedische Dame aus der Patsche und kauft uns drei Tickets. Jetzt bin ich erst recht froh, dass ich gestern noch Bargeld geholt habe. Obwohl sie beteuert, sie hätte sie uns sonst auch geschenkt. Ein Hoch auf schwedische Frauen!!!


                        Der Flieger nach Stockholm ist relativ leer, so dass sich Krümel über einen eigenen Sitzplatz freut.

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ID: 3026700

                        In Stockholm habe ich mehrere Stunden Aufenthalt und nutze die Zeit für ausgiebiges Shoppen und Telefonieren.

                        In Frankfurt werde ich wieder vom Flughafen abgeholt, wie so oft mit etwas Chaos, weil mein Liebster in der Kurzparkzone steht und wir Schwierigkeiten haben, uns zu finden. Da gibt’s gleich ein bisschen Aufregung beim Wiedersehen. Die Freude, als wir uns dann wieder in die Arme schließen, ist groß.

                        ENDE

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                        • Ljungdalen
                          Fuchs
                          • 28.08.2017
                          • 1462

                          • Meine Reisen

                          Vielen Dank (nochmal? hatte ich schon?) für den schönen Bericht! Muss endlich mal meinen schreiben... Teile sind zumindest schon vorbereitet... Gällivare - Suorva war am 31.8. - da sind wir uns ja noch fast entgegen gekommen...

                          Noch par Kommentare hierzu:
                          Zitat von Blahake Beitrag anzeigen
                          Die Rückfahrt morgen nach Luleå möchte ich über die SJ-App buchen, scheitere aber am selben Problem wie letztes Jahr: Nachdem ich meinen Sicherheitscode im online-Banking erfolgreich abgefragt habe, findet sich partout kein Feld, wo ich den dann eingeben kann.

                          ...

                          Als ich ihr ein Bier anbieten will, fällt mir ein, dass das hier vielleicht gar nicht erlaubt, ist – wie war das noch gleich in Schweden? Sie bestätigt mir, dass Trinken in der Öffentlichkeit „strictly forbidden“ ist. Schade, ich wollte mich doch wenigstens etwas dafür revanchieren, dass sie mir aus der Ticket-Klemme geholfen hat. Später im Zug, bekomme ich dann aber doch Gelegenheit dazu, obwohl sie sich nicht ganz sicher ist, ob der auch als Öffentlichkeit zählt, oder ob es hier erlaubt ist.

                          ...

                          Dass ich den Bus in Luleå nicht mit Bargeld bezahlen kann, habe ich ja vor Jahren schon leidvoll erfahren. ... Bezahlen kann man nur per App. Die Diskussion darüber läuft schon mit einem deutschen Ehepaar, als ich einsteige. Alle Versuche, klar zu machen, dass es nichts nützt, wenn wir die App laden, weil die ja so schnell keinen Zugang auf unsere Konten kriegen kann, helfen nichts.
                          SJ-App: verstehe ich nicht, bei mir funktioniert das, auch schon zumindest 2019. Ich sage am Ende "Zahlen mit Kreditkarte", gebe die Daten ein, die verbindet sich dann mit meiner Bank, da bestätige ich mit Passwort (alternativ mit mTAN, die ich mir in dem Moment schicken lassen kann, mache ich aber nie), dann heißt es "kurz warten, Daten werden übertragen" oder so - dann ist die SJ-App wieder da und sagt: OK, danke, ist bezahlt. Da muss ich nichts nochmal eingeben. Bank in D ist Targobank. Früher hatte ich mal Santander, hat auch funktioniert.

                          Luleå: da habe ich so eine schwedische App, die heißt MobiTime. Die fasst ganz viele "Länstrafiken" zusammen, nicht alle, aber der ganze Norden ist dabei, also isbd. Väster- und Norrbotten, sowie diverse Stadt-/Lokalverkehre, bspw. Luleå und Umeå. Bezahlen genauso wie in der SJ-App, funktioniert bei mir.

                          Bier im Zug: ist nicht erlaubt, außer im Speise-/Buffetwagen, wenn man es da gekauft hat. Mich hat auf der Strecke Stockholm-Malmö eine Zugbegleiterin drauf hingewiesen. Aber meine Bierdose (gekauft in Jokkmokk!) stand bereits leer dort

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                          • Fjellfex
                            Dauerbesucher
                            • 02.09.2016
                            • 551

                            • Meine Reisen

                            Mit diesem Bericht hast du erneut deine Anwartschaft auf den Literatur-Nobelpreis eindrucksvoll untermauert!
                            Und was heißt hier Angsthase! Besonders interessiert habe ich den Abschnitt Tarrekaise - Vaimok - Sårjås verfolgt, den kenne ich nämlich noch nicht. Beim Zelten habe ich allerdings immer gerne einen Wald in Reichweite, um bei Schlechtwetter in Deckung gehen zu können (Steinmauern langen mir nicht), aber da ist kein Wald. Da muss man schon eine unerschrockene Abenteuerin wie du sein, um in solche Regionen vorzudringen...
                            Hübsche Idee auch mit dem Rentnerbus. Auf dem Weg von oesine zu dir kommt der genau bei mir vorbei... wenn meine Knochen dann noch Touren hergeben, würde ich da auch gerne mitfahren.

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                            • toppturzelter
                              Fuchs
                              • 12.03.2018
                              • 1495

                              • Meine Reisen

                              Vielen Dank (ich glaub auch "nochmal") fuer den Bericht und die vielen Varianten. Ich bin meine Padjekalottstuecke auf verschiedenen Touren immer recht eintönig und gradlinig durchlaufen - spannend was man da mit kleinen Abstechern alles entdecken kann. Nicht nur den Abstecher zur Sårjåsjaure. Wie ich anderswo schonmal sagte: wer braucht da schon diesen Sarek...?

                              Bei dem Rentner-Bus-Trip bin ich dabei, wobei ich noch nicht sagen kann, wer dann auf wessen Weg wohnt Bis dahin gibt's bestimmt auch E-Wanderschuhe, dann wird das alles etwas leichter

                              OT: Bier im Zug und in der Öffentlichkeit ist nicht erlaubt, aber wenn man sich benimmt und sich von manchen wenigen Orten fernhält kommt man meist sehr weit.

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                              • Pfiffie
                                Fuchs
                                • 10.10.2017
                                • 1966

                                • Meine Reisen

                                Liebe Anne

                                Vielen Dank für diesen mal wieder hervorragenden Bericht, einige Stellen kamen mir doch sehr bekannt vor. Es ist doch immer wieder lustig wer aus dem Forum da oben so rum latscht, Fotos macht und getrocknete Krümel futtert. Das ist doch ein willkommener Virus. Ich bin gespannt wie die Geschichte 2021 bei dir weiter geht. Ein Jahr mit vielen Überraschungen

                                Grüße Maik
                                "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

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                                • Mortias
                                  Fuchs
                                  • 10.06.2004
                                  • 1013

                                  • Meine Reisen

                                  Jo wirklich (mal wieder ) ein sehr schöner und unterhaltsamer Bericht von Dir. Schade nur, dass er jetzt dann doch leider zu Ende ist. Aber hat mir sehr viel Spaß gemacht ihm immer regelmäßig zu folgen. War defintiv ne schöne Tour, die Du Dir rausgesucht hast.

                                  Übrigens kann ich es gut nachvollziehen, dass Du etwas nervös wurdest, als Du auf die Storlule gewartet hast. Kenne das von mir selbst ganz gut, dass ich gerne mal ein wenig unruhig werde, wenn ein Boot oder Bus nicht wie geplant rechtzeitig ankommt. Und zum anderen hatte ich bei Zugfahrten dort auch schon diverse Gespräche mit Schweden, in denen ich ihnen erläutert habe, warum ich so gerne in den Norden fahre (obwohl ich doch die Alpen quasi vor der Tür habe).

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                                  • vobo

                                    Erfahren
                                    • 01.04.2014
                                    • 470

                                    • Meine Reisen

                                    Jetzt darf ich mich ja auch noch standesgemäß für den schönen Bericht bedanken. Vielleicht diesmal unter dem Motto "Der Alte kanns nicht lassen "

                                    Auch im Jahre zwanzig zwanzig
                                    fährt Anne in den Norden
                                    mit dem Zug - das zieht sich
                                    doch Matthias(?) hilft das Taxi zu boarden.

                                    Von Kvikkjokk fast zur Luohttolahko gings auf Tour
                                    der Sturm zerrt nicht nur an der Frisur
                                    auch das neue Zelt wackelte stark
                                    so dass Krümel die Tour abbrach.

                                    Neu gestartet mit nur noch knapp 30 Kilo
                                    lags am Schlafsack oder dem Islay Mist?
                                    schmeckte die Fluppe am Vaimok nur so
                                    schön wenn man nicht allein ist!

                                    Miehtjavagge verlief im Regen
                                    aber vom Staddatjåhkkå wars zu sehen
                                    Konsul-Persson-Stuga und Sofie an den Seen
                                    danach durch Padjelanta auf den Stegen.

                                    Die chicen Sealskinz durfte jeder sehen,
                                    Draculas Poncho konnte auch gut wehen.
                                    Krümel ergab sich seinem Schicksal
                                    Dschungelolja und alte Geschichten - wieder mal.

                                    Dabei ist er doch der Herr im Haus
                                    sucht in Ritsem das Boot heraus
                                    nur beim Bezahlen wars immernoch ein Chaos
                                    der Tabak hat schließlich gebracht - Prost!

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                                      • 18.06.2014
                                      • 844

                                      • Meine Reisen

                                      Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
                                      Vielen Dank (nochmal? hatte ich schon?) für den schönen Bericht!
                                      Gerne
                                      Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
                                      Muss endlich mal meinen schreiben...
                                      Ja, mach' mal, ich will den lesen!
                                      Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
                                      ... SJ-App: verstehe ich nicht, bei mir funktioniert das, ...Da muss ich nichts nochmal eingeben. Bank in D ist Targobank. Früher hatte ich mal Santander, hat auch funktioniert.
                                      Ich schätze, das liegt daran, dass die DKB da zusätzlich zu Passwort und TAN die Extra-Schleife mit dem Sicherheitscode macht (war nicht immer so). Mit der scheint die SJ-App nicht kompatibel.

                                      Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
                                      Bier im Zug: ist nicht erlaubt
                                      Da haben wir ja noch mal Glück gehabt. 😅

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                                        • 18.06.2014
                                        • 844

                                        • Meine Reisen

                                        Zitat von Fjellfex Beitrag anzeigen
                                        ...eine unerschrockene Abenteuerin wie du sein...
                                        🤗🤩😊

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                                          Zitat von toppturzelter Beitrag anzeigen
                                          ...wer braucht da schon diesen Sarek...? ...
                                          Genau! 😅

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