[SE] Schon wieder Angsthase! Padjekalottvarianten statt Sarek

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  • Blahake

    Dauerbesucher
    • 18.06.2014
    • 844

    • Meine Reisen

    #61

    Sonntag, 16. August

    Neustart


    So, heute geht es also neu los. Ich habe mich inzwischen für die Variante Nordkalottleden – Miehtjevágge – Padjelantalden entschieden. Also zumindest zu 90 %

    Aber die letzten 10 % Unsicherheit haben noch Zeit bis Nunjes. Erst da muss ich entscheiden, ob ich doch auf Volkers Variante links abbiege oder weiter auf dem Padjelantaleden gehe. Mittags wiege ich also erneut mein Ränzlein …



    Oh, schon vier Kilogramm weggefuttert!?

    … und mache mich auf den Weg zum Boot.

    Am Anleger versüßt-sauert mir ein Johannisbeerstrauch die Wartezeit.




    Den Transfer übernimmt heute Helena, mit an Bord ist ein junges schwedisches Pärchen, die den Padjelantaleden gehen wollen.



    Helena erklärt uns, dass sie einen kleinen Umweg fahren muss, weil der Wind so stark ist. Die Bootsfahrt und der frische Wind um die Nase tun mir aber gerade richtig gut, das passt so gut zum Neustart, jetzt knatsche ich nicht mehr wegen meiner geplatzten Tour rum, sondern schaue nach vorne, jawoll!



    Jetzt wird nach vorne geschaut!

    Auf dem Padjelantaleden kommt mir dann natürlich Vieles bekannt vor. Aber langweilig ist es nicht, immerhin ist es acht Jahre her, dass ich hier war und ich freue mich, wenn ich an Stellen vorbeikomme, an die ich mich erinnere. Ob hier auch damals schon zwei Brücken parallel standen, weiß allerdings nicht mehr.



    Aber hier …



    … stand vor acht Jahren mein Zelt, allerdings ragte da noch ein Baumstamm quer über die Fläche, der bedrohlich über meinem Zelt schwebte:


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Padjelanta 122.jpg
Ansichten: 548
Größe: 2,44 MB
ID: 3012510

    Das Pärchen treffe ich öfters wieder, wir überholen uns gegenseitig beim Pause machen. Sie wollen heute bis Njunjes. An den schönen Stromschnellen gönne ich mir eine längere Kekspause.







    Das Wetter ist fein, sonnig mit ein paar Wolken, aber trocken. Der Wind pustet allerdings immer noch sehr kräftig. Ich muss an meinen Begleiter von der Herfahrt denken. Ob er jetzt wohl auf der Luohttoláhko ist und wie es ihm da ergeht? Hoffentlich geht es ihm gut!
    OT: Die Antwort, findet sich hier.





    Gegenüber am Hang kann ich die Stelle sehen, an der Volkers Route langgeht:





    Volkers Anstieg Richtung Pieskehaure

    Aber da zieht es mich bei diesem Wind gerade überhaupt nicht hin, ich will Windschutz!

    Bei den Hütten von Njunjes mache ich wieder Pause und überlege auch kurz, hier zu bleiben. Aber schöne Zeltplätze gibt es zumindest auf den ersten Blick nicht und auf Hütte habe ich keine Lust. Außerdem hätte man die wohl eh vorbuchen müssen. Daher mache ich mich frohen Mutes an den Anstieg des Njoammelgårttje. Wenn ich über den drüber bin, sollten sich doch windschützte Plätze am Fluß/See und im Wald finden, denke ich. Wenn nicht, kann ich ja bis zu den Tarrekaisestugan gehen.



    Blick zurück

    Im Aufstieg kommt mir ein älterer Schwede entgegen. Er rät mir, umzukehren und in Njunjes in den Hütten Schutz zu suchen, da ein Sturm käme. Wir unterhalten uns eine Weile, er meint, bis Tarrekaise sei es aber noch weit. Ich bin jetzt doch ein bisschen verunsichert. Er sieht durchaus erfahren aus und den Rat eines erfahrenen schwedischen Wanderers sollte man ernst nehmen, denke ich. Dass ausgerechnet ich in dieser Konversation die risikobereitere bin, ist schon ungewohnt. Dennoch bleibe ich bei meinem Plan, weil ich eigentlich keinen Zweifel daran habe, dass ich im Ernstfall Tarrekaise noch gut erreichen kann. Also ziehen wir beide weiter unseres Weges und er murmelt noch irgendwas wie „you should know what you do…“
    ...

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    • Blahake

      Dauerbesucher
      • 18.06.2014
      • 844

      • Meine Reisen

      #62
      ... Bald bin ich dann über die Anhöhe rüber und sehe im Tal vor mir tatsächlich ein vielversprechend bewaldetes Seeufer:



      Da sollte sich doch was finden lassen.

      Unten angekommen rieche ich Rauch und finde den ersten guten Lagerplatz schon mit etlichen Zelten belegt. Aber ein paar Hundert Meter weiter finde ich links im Birkenwald auf einer Halbinsel, die da in den See ragt, eine schöne, noch völlig unbewohnte Stelle, perfekt!

      Flugs ist das Zelt aufgebaut – klappt jetzt tatsächlich zunehmend besser und gerader.





      Steht doch wie ne Eins!

      Beim Wasserholen am See merke ich, dass der Platz wirklich perfekt ist. Kaum trete ich aus dem Wäldchen raus, bläst’s wieder wie doll. An meinem Zelt aber weht gerademal ein laues Lüftchen.





      Windiges Wasserholen

      Ich richte mich zufrieden weiter ein und verzehre mein leckeres Abendessen, heute gibt es Snabmakkaroner in Brühe mit Butter, Tomatenmark und getrockneten Tomaten:



      Die heiße Teekanne geht derweil ihrem Nebenjob als Sockentrockner nach:



      Gleich hab‘ ich warme, trockene Socken

      Dann wurstele ich noch im Vorzelt rum. Inzwischen ist es schon ziemlich duster, als ich den Eindruck habe, dass da neben den normalen Windgeräuschen draußen noch was anderes ist. Da knackt doch was im Unterholz!?

      Ach was „spinn‘ nicht rum“, denke ich und drehe mir eine Zigarette. Eigentlich rauche ich ja schon lange nicht mehr, aber manchmal mache ich Ausnahmen. Und mit Petra abends vor dem Zelt genüsslich eine zu schmöken - das hat mir so gut gefallen, dass ich mir für diese Tour doch tatsächlich ein Päckchen Tabak gekauft habe, um das abendliche Ritual nun auch allein zu zelebrieren. Mit dem Drehen bin ich allerdings komplett aus der Übung, es dauert, bis ich da was Rauchbares zusammenfrickele.

      Während ich da weiter frickele, höre ich aber wieder was. Jetzt lege ich meine Bastelarbeit doch beiseite und stecke mal den Kopf aus dem Zelt.

      Da ist nix.

      Dann drehe ich mich um und schaue über meine Zeltplane hinweg Richtung See -

      und dann steht da ein Elch!

      Reglos und starrt mich an!

      Ein Riesenvieh! Ich starre genauso reglos zurück. Aber das Herz klopft mir bis zum Hals. Das ist ein richtig großes Tier! Etwa zehn bis zwanzig Meter entfernt. Erst denke ich, es ist eine Elchkuh, aber dann kann ich doch das Geweih vor dem Hintergrund der Birkenzweige ausmachen. Holla, und was für eins!

      Wir starren uns weiterhin gegenseitig und reglos an. Das wird langsam ein bisschen bizarr hier. „Wer sich zuerst bewegt…“ Irgendwann denke ich, „So kann das nicht weitergehen“ und ziehe mich wieder ins Vorzelt zurück. Ich setze mit zittrigen Fingern meine Bastelarbeit fort – das funktioniert natürlich überhaupt nicht. Dann zücke ich meine Kamera, strecke den Kopf wieder aus dem Zelt und versuche, den Kerl auf ein Bild zu bannen. Das funktioniert aber wegen der Dunkelheit genauso wenig. Und anblitzen will ich ihn lieber nicht. Langsam finde ich die Situation immer skurriler. Irgendwann hat das kluge Tier ein Einsehen und geht seitlich ein paar Schritte. Und dann gemächlich und mit Pausen in großem Bogen am Ufer lang und um mein Zelt herum. Als er 180° herum gegangen ist, kann ich ihn im Profil sehr gut sehen. Er zeichnet sich als dunkle Silhouette vor dem Hintergrund ab. Mit einem Geweih wie gemalt, einem langen Felllappen am Hals und einem ordentlichen Buckel. Nicht nur ein großer, sondern wohl auch schon recht alter Hirsch. Er ist jetzt auf der Höhe des Weges, auf dem ich hergekommen bin. Keine Bäume zwischen uns, so dass ich ihn gut sehen kann. Hier bleibt er stehen und schaut zu mir rüber. Eine Weile spielen wir wieder „Wer sich zuerst bewegt“, dann zieht er ruhig von dannen.

      Mit immer noch klopfendem Herzen ziehe ich mich wieder ins Zelt zurück. Das war aufregend! Ich nehme meine Bastelarbeit wieder auf, führe sie diesmal erfolgreich zu Ende und lasse das Erlebte bei einer beruhigenden Zigarette Revue passieren. Das war schon irre, nicht beängstigend, aber doch ein bisschen unheimlich. Dieses große Tier im düsteren Wald und es war schon irgendwie komisch, wie wir uns da so angestarrt haben. Da knatsche ich rum, dass meine Tour im abenteuerlichen Sarek geplatzt ist und dann erlebe ich auf dem vermeintlich langweiligeren Padjelantaleden so’n Ding. Ich bin zunehmend versöhnt mit meiner Planänderung.







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      • Freedom33333
        Dauerbesucher
        • 09.09.2017
        • 637

        • Meine Reisen

        #63
        Es ist doch immer wieder toll, von solchen Tierbegegnungen zu lesen, vor allem wenn sie so anschaulich beschrieben sind. Das sind die Momente, die sich auf ewig einbrennen, die man nicht wieder vergisst. Einerseits ist der Drang, solche Momente festzuhalten, groß - und andererseits ist es doch schön, sich in solchen Momenten darauf besinnen zu können, es einfach zu erleben. Ich ertappe mich viel zu oft dabei, in einem tollen Moment als erstes die Kamera rausholen zu wollen, anstatt einfach den Moment aufzusaugen. Jedenfalls war eine Erkenntnis auf meiner letzten Tour, vielleicht das Mehrgewicht eines Fernglases in Kauf zu nehmen, einfach weil ich das eine mal 10min auf dem Boden rumlag und durch den Sucher meines Zoom-Objektivs geschaut habe, einfach nur um Tiere zu beobachten.

        Die Nervosität kann ich trotzdem gut nachvollziehen, ging mir (bei nahen Rentierherden) auch nicht anders.
        Bin gespannt wie es weitergeht, ich bin auf meiner Tour in Njunjes auf den Padjelantaleden geweschselt. Da hatte es aber weder Zelte noch Menschen Mitte September...
        Zuletzt geändert von Freedom33333; 13.01.2021, 22:20.

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        • toppturzelter
          Fuchs
          • 12.03.2018
          • 1495

          • Meine Reisen

          #64
          Ich könnte wetten, dass wir nicht nur auf der gleichen Halbinsel gezeltet haben, sondern auch dem gleichem Elch begegnet sind (mit zwei Wochen Abstand natuerlich). Bei mir noch auf dem Weg, aber ganz in der Nähe, und das gleiche ruhige anstarren, bevor er dann lostrottete. Andere Elche waren bisher immer aktiver auf der Flucht. Aber das wär auf dem Padjelanta wahrscheinlich zu anstrengend

          So nah am Zelt, und schon darin sitzend, ist es aber sicher nochmal was anderes. Und nah an einer meiner Sorgen, die ich immer wieder mal hab: dass ein Elch oder auch nur eine Rentierhorde nachts ueber mein Zelt huepft und mich dabei platttrampelt. Aber ich denk, dass wir fuer die dann erstmal nur ein grosser Stein sind, aus dem dann auf wundersame Weise ein wundersames Tier hervorklettert. Da wuerd ich wohl auch erstmal

          Gespannt wie es weitergeht, vor allem ab dem Stueck, wo es fuer mich dann Neuland ist (kurz vor Kurajaure, wo du ja langgekommen sein muesstest, bis verrat-ich-nicht )

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          • Fjellfex
            Dauerbesucher
            • 02.09.2016
            • 551

            • Meine Reisen

            #65
            Da trägst du ja wirklich einen Riesentrümmer von Rucksack spazieren! Wobei ich mich frage, ob das wirklich nur wegen dem vielen Proviant ist, oder ob unser guter Krümel so viel zugenommen hat.

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            • Blubbi
              Erfahren
              • 17.01.2016
              • 217

              • Meine Reisen

              #66
              Liebe Blahake,
              dein Bericht und deine Fotos sind wunderbar, vielen Dank dafür
              Das mit dem Elch hat mich total an meine Elchbegegnung 2018 kurz vor Kvikkjokk erinnert. Ich vermute, dein Puls war ähnlich hoch wie meiner
              Was für ein neues schönes Zelt hast du dir denn da gegönnt und wieviel wiegt es?
              Ich bin schon sehr gespannt auf deinen restlichen Bericht
              Ganz liebe Grüße,
              Blubbi

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              • Blahake

                Dauerbesucher
                • 18.06.2014
                • 844

                • Meine Reisen

                #67
                Zitat von Freedom33333 Beitrag anzeigen
                Es ist doch immer wieder toll, von solchen Tierbegegnungen zu lesen, vor allem wenn sie so anschaulich beschrieben sind. Das sind die Momente, die sich auf ewig einbrennen, die man nicht wieder vergisst. Einerseits ist der Drang, solche Momente festzuhalten, groß - und andererseits ist es doch schön, sich in solchen Momenten darauf besinnen zu können, es einfach zu erleben. Ich ertappe mich viel zu oft dabei, in einem tollen Moment als erstes die Kamera rausholen zu wollen, anstatt einfach den Moment aufzusaugen. Jedenfalls war eine Erkenntnis auf meiner letzten Tour, vielleicht das Mehrgewicht eines Fernglases in Kauf zu nehmen, einfach weil ich das eine mal 10min auf dem Boden rumlag und durch den Sucher meines Zoom-Objektivs geschaut habe, einfach nur um Tiere zu beobachten.

                Die Nervosität kann ich trotzdem gut nachvollziehen, ging mir (bei nahen Rentierherden) auch nicht anders.
                Bin gespannt wie es weitergeht, ich bin auf meiner Tour in Njunjes auf den Padjelantaleden geweschselt. Da hatte es aber weder Zelte noch Menschen Mitte September...
                Dabei hätte mir dieser Elch durchaus genug Zeit gelassen, um neben dem intensiven Erleben auch noch das eine oder andere Foto zu machen. Wenn nur das Licht noch gereicht hätte. Ansonsten gebe ich Dir völlig recht, meistens dauert so eine Begegnung ja nicht lang, da muss man sich schon entscheiden, ob man den Moment genießen oder sich mit der Kamera rumärgern will.

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                • Blahake

                  Dauerbesucher
                  • 18.06.2014
                  • 844

                  • Meine Reisen

                  #68
                  Zitat von toppturzelter Beitrag anzeigen
                  Ich könnte wetten, dass wir nicht nur auf der gleichen Halbinsel gezeltet haben, sondern auch dem gleichem Elch begegnet sind (mit zwei Wochen Abstand natuerlich). Bei mir noch auf dem Weg, aber ganz in der Nähe, und das gleiche ruhige anstarren, bevor er dann lostrottete. Andere Elche waren bisher immer aktiver auf der Flucht. Aber das wär auf dem Padjelanta wahrscheinlich zu anstrengend

                  So nah am Zelt, und schon darin sitzend, ist es aber sicher nochmal was anderes. Und nah an einer meiner Sorgen, die ich immer wieder mal hab: dass ein Elch oder auch nur eine Rentierhorde nachts ueber mein Zelt huepft und mich dabei platttrampelt. Aber ich denk, dass wir fuer die dann erstmal nur ein grosser Stein sind, aus dem dann auf wundersame Weise ein wundersames Tier hervorklettert. Da wuerd ich wohl auch erstmal

                  Gespannt wie es weitergeht, vor allem ab dem Stueck, wo es fuer mich dann Neuland ist (kurz vor Kurajaure, wo du ja langgekommen sein muesstest, bis verrat-ich-nicht )
                  Danke, dass Du nix verrätst! Ja, dass der Elch ein so wenig ausgeprägtes Fluchtverhalten hat, liegt bestimmt am Padjelantaleden, so ähnlich hat sich auch die Stugvärdin in Tarrekaise geäußert (kommt gleich noch im weitern Bericht.) Abgesehen davon hätte er auch sonst genug Argumente gehabt, selbstbewußt und ohne Fluchtgedanken aufzutreten. Ich kam mir im Vergleich schon ziemlich klein vor und war ganz froh, dass er wegen der Birken keinen Anlauf hätte nehmen können. Das mit dem Zeltplatttrampeln hatte ich fast mal. Ich stand gerade recht ruhig hinter meinem quietschorangenen Zelt, als zwei Rentiere vollkaracho darauf zugerannt sind. Sie haben erst ganz knapp davor innegehalten, als ich mich bewegt habe. Da habe ich mich echt gefragt, ob sie sonst wohl reingerannt wären. Jedenfalls weiß ich seitdem, dass leuchtendes Orange für Ren- und andere Wildtiere alles andere als eine Warnfarbe ist.

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                  • Blahake

                    Dauerbesucher
                    • 18.06.2014
                    • 844

                    • Meine Reisen

                    #69
                    Zitat von Fjellfex Beitrag anzeigen
                    Da trägst du ja wirklich einen Riesentrümmer von Rucksack spazieren! Wobei ich mich frage, ob das wirklich nur wegen dem vielen Proviant ist, oder ob unser guter Krümel so viel zugenommen hat.
                    Nee, da muss ich Krümel jetzt echt mal in Schutz nehmen. Außer, dass er sich ab und zu an meinem Whiskey vergreift, trägt er kaum zum Rucksackgewicht bei. Und sein Eigengewicht wiegt er mehrfach durch seelisch-moralische Unterstützung wieder auf.

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                    • Blahake

                      Dauerbesucher
                      • 18.06.2014
                      • 844

                      • Meine Reisen

                      #70
                      Zitat von Blubbi Beitrag anzeigen
                      Liebe Blahake,
                      dein Bericht und deine Fotos sind wunderbar, vielen Dank dafür
                      Das mit dem Elch hat mich total an meine Elchbegegnung 2018 kurz vor Kvikkjokk erinnert. Ich vermute, dein Puls war ähnlich hoch wie meiner
                      Was für ein neues schönes Zelt hast du dir denn da gegönnt und wieviel wiegt es?
                      Ich bin schon sehr gespannt auf deinen restlichen Bericht
                      Ganz liebe Grüße,
                      Blubbi
                      Hallo Blubbi,
                      das freut mich, dass Du dabei bist und schade, dass 2020 Deine Tour nicht geklappt hat. Umso erfreuter sehe ich, dass Du für diesen Sommer planst. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass es klappt, freue mich jetzt schon auf den Bericht und möchte dann natürlich Bilder sehen, von einem Zeltplatz oberhalb von Vaisaluokta!
                      Das Zelt ist ein Nigor Wiki Up 3 und wiegt mit allem Drum und Dran, also inklusive selbstgestrickter Unterlage und 18 Heringen knapp weniger als 2 kg.
                      Zuletzt geändert von Blahake; 17.01.2021, 13:44.

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                      • Blahake

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                        • 844

                        • Meine Reisen

                        #71

                        Montag, 17. August

                        Gelbe Handschuhe





                        Morgens strolche ich noch in meinem Wäldchen rum und schaue mir im Hellen an, wo der Elch gestanden hat und langgegangen ist.



                        Von hier hat er auf mein Zelt und mich geschaut



                        und da hat er gestanden und mir sein stattliches Profil gezeigt



                        Das bestätigt mir, dass ich nicht nur geträumt habe



                        Jetzt geht’s aber weiter







                        Recht bald komme ich zu den Tarrekaisestugorna, ich setze mich an den Tisch und esse ein paar Fruchtgummis, als die Stugvärdin vorbeikommt. Sie ist sehr nett und wir kommen richtig schön ins Quatschen. Als ich ihr von dem Elch erzähle grinst sie und sagt „Yes, there lives a big „hark“, that's what we call an old one, he is already bored of people“. O.k., dann hat der Kerl mich deshalb so angestarrt, weil er sich dachte „Boah, schon wieder so ne blöde Wanderschachtel, hat man hier denn nie seine Ruhe?“

                        Ich berate mit der Stugvärdin noch meine weiteren Pläne. Da ich den Weg zwischen Vaimok und Pieskehaure schon kenne, hatte ich nämlich überlegt, ob ich nicht auf Höhe des Vistekjávrre zum Nordkalottleden queren kann. Sie sagt mir, dass das sogar besser schon von Vaimok aus am Hang des Tsähkkok gehen sollte. Das gefällt mir, weil ich dann noch ein Stück weniger auf mir schon bekanntem Weg gehe. Ich solle aber in Vaimok an der Hütte noch mal fragen. Damit mache ich mich weiter auf den Weg, bald müsste der Abzweig auf den Nordkalottleden kommen, dann ist es wieder neu für mich



                        Und da isser auch schon:



                        Jetzt geht es in Richtung Tarraätno hinab, die Vegetation wird dichter, aber nicht die Büsche, sondern hochwachsende Wiesen mit Eisenhut und Weidenröschen.





                        Weidenröschen

                        An der Brücke sind recht gute Zeltplätze, aber ich bin ja gerade erst gestartet. Also geht‘ s gleich weiter.






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                        • Blahake

                          Dauerbesucher
                          • 18.06.2014
                          • 844

                          • Meine Reisen

                          #72
                          ...
                          Heute ist ein bisschen der Wurm drin. Zwar freue ich mich über neues Gelände, aber irgendwie habe ich keine rechte Lust. Deshalb mache ich auf der anderen Seite des Flusses erst mal ein Päuschen und beschließe, heute vielleicht früher Schluss zu machen.



                          Pause

                          Eigentlich will ich bis Kurajaure, aber wenn sich vorher schon ein schöner Zeltplatz findet, nehme ich den. Zeitlich reicht es, wenn ich morgen Abend nach Vaimok komme. Jetzt muss ich aber erst mal den Hang hoch, da sind zwar rechts und links geschützte Stellen, aber keine, auf die man ein Zelt stellen könnte. Alles viel zu abschüssig.





                          Alles zu abschüssig

                          Oberhalb der Baumgrenze muss ich anfangs gar nicht suchen, da gibt das Gelände nichts her. Als es nach dem Anstieg wieder flacher wird, halte ich dann wieder nach Plätzen Ausschau, aber es findet sich immer noch nichts rechtes. Dafür wird der Blick auf Tarrekaise immer schöner:





                          Und vorne zeigt sich der Staika

                          Während ich wieder ein bisschen abseits des Weges rumsuche, sehe ich auf dem Weg eine Gestalt entgegenkommen. Da gehe ich der jetzt erst mal entgegen. Im Näherkommen sehe ich, dass sie leuchtend gelbe Handschuhe trägt und denke „Veronika“?

                          Ach was, gelbe Handschuhe gibt es ja viele.

                          Hm, aber irgendwie…

                          Gerade als ich denke „Das ist sie aber vielleicht doch!“ höre ich sie rufen „Anne???“





                          Veronika

                          Wir wundern und freuen uns zugleich. Wir setzen uns auf einen Stein, der da gerade sehr günstig rumliegt und erzählen uns gegenseitig, was uns hierher verschlagen hat. Sie war wie geplant unter anderem im Sarek, hat da aber eine eher ungemütliche Tour gehabt. Teilweise durch die vielen Schneefelder und suspekten Schneebrücken.

                          Zum ersten Mal habe sie sich gefürchtet beim Wandern, sagt sie. Das lässt mich aufhorchen, denn Veronika hat wirklich schon viel erwandert und erlebt und so wie ich sie kenne, fürchtet sie sich vor gar nichts!

                          Von dem ultraleichten Zelt, mit dem sie unterwegs ist, wurde ihr im schwedischen Forum abgeraten. Das sei für den Sarek nicht stabil genug und werde ihr um die Ohren fliegen. Und damit stand sie am Ende des Jiegnavágge, als eine dunkle Wolke auf sie zuraste. Das tapfere kleine Zelt hat aber standgehalten. Insgesamt war die Tour durch die schwierigen Umstände sehr kraftraubend, wegen der heiklen Schneebrücken und starker Strömung im Luohttojåhkå konnte sie ihren Weg nicht wie geplant umsetzen und musste umkehren. Am Álggajávrre wollte sie nicht rudern und ist daher über die baufällige Brücke gegangen. Zum Glück ist auch das gut ausgegangen. Sie hat sich dann nördlich des Álátjåhkkå nach Arasluokta durchgekämpft und erst hinterher festgestellt, dass es südlich wohl leichter gewesen wäre. Dann ist sie dem Nordkalottleden gefolgt und in Vaimok zwei Tage geblieben. Den Sturm vorgestern hat sie in der Hütte verbracht und erzählt, dass auch die ordentlich gewackelt hat. Und jetzt ist sie hier

                          Heute will sie sich eine kleine Hütte unten am Tarraätno ansehen, die Tarraälvshyddan, und dort übernachten. Mir ist jetzt gar nicht danach, dass wir uns so schnell wieder trennen, ich würde lieber noch länger mit ihr schwätzen. Und so beschließe ich kurzerhand, sie zur Hütte zu begleiten und auch dort zu übernachten. Zeitlich reicht das, morgen gehe ich das heutige Stück dann zwar nochmal, sollte es aber trotzdem bis Vaimok schaffen. Also geht’s den Anstieg gleich wieder runter, aber jetzt in netter Gesellschaft





                          Unten an der Hütte stellen wir allerdings fest, dass die überhaupt nicht zum Übernachten einlädt und leider findet sich wider Erwarten auch kein Platz für Zelte davor.



                          Daher gehen wir über die Brücke zurück zu den Zeltplätzen, die ich da gesehen hatte.

                          Da haben wir dann noch den ganzen Abend Zeit über Gott und die Welt und besonders das Wandern zu quatschen und tun das auch ausführlich









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                          • Fjellfex
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                            • 02.09.2016
                            • 551

                            • Meine Reisen

                            #73
                            Zitat von Blahake Beitrag anzeigen

                            Nee, da muss ich Krümel jetzt echt mal in Schutz nehmen. Außer, dass er sich ab und zu an meinem Whiskey vergreift, trägt er kaum zum Rucksackgewicht bei. Und sein Eigengewicht wiegt er mehrfach durch seelisch-moralische Unterstützung wieder auf.
                            Da muß ich mich in aller Form bei Krümel entschuldigen! Anstatt schwerer, hat er durch selbstlosen Whiskey-Konsum deinen Rucksack sogar leichter gemacht - solche Begleiter sind wirklich unbezahlbar.

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                            • Blubbi
                              Erfahren
                              • 17.01.2016
                              • 217

                              • Meine Reisen

                              #74
                              Zitat von Blahake Beitrag anzeigen

                              Hallo Blubbi,
                              das freut mich, dass Du dabei bist und schade, dass 2020 Deine Tour nicht geklappt hat. Umso erfreuter sehe ich, dass Du für diesen Sommer planst. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass es klappt, freue mich jetzt schon auf den Bericht und möchte dann natürlich Bilder sehen, von einem Zeltplatz oberhalb von Vaisaluokta!
                              Das Zelt ist ein Nigor Wiki Up 3 und wiegt mit allem Drum und Dran, also inklusive selbstgestrickter Unterlage und 18 Heringen knapp weniger als 2 kg.
                              Huhu
                              Natürlich bin ich dabei
                              Danke für das Daumendrücken
                              Hast du auch irgendetwas vor dieses Jahr, falls es du-weißt-schon-was zulässt?
                              Das Foto von oberhalb von Vaisaluokta wirst du auf jeden Fall in meinem Bericht finden, wenn es hoffentlich zu dieser Tour kommt
                              Oh schade, das Zelt ist schwerer als ich hoffte. Aber es sieht wirklich toll aus und gefällt mir sehr!
                              Ich erwarte nach deinem Bericht bei Gelegenheit ein Fazit mit Pros und Cons, wie es dir gefallen hat
                              Aber jetzt muss ich aufhören mit dem Schreiben, denn ich habe etwas Wichtiges zu tun: Deinen vorhin hochgeladenen neuen Berichtsteil lesen
                              Bis bald
                              Zuletzt geändert von Blubbi; 17.01.2021, 17:00.

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                              • pekra62
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                                • 02.03.2012
                                • 689

                                • Meine Reisen

                                #75
                                Aufregendes und schönes Erlebnis mit dem Elch 😊
                                In Vistas hatte ich mal so einen Brocken direkt vor der Nase. Da stand ich allerdings auf der Veranda. Im Zelt ist's noch mal was anderes. Manche dieser Artgenossen können ja echt ungemütlich werden. Siehe Youtube. Mit so einem Filmchen im Hinterkopf und dem Elch vor dem Zelt ... 😳
                                Zum "Warn-Orange": Habe ich kürzlich erst gelernt. Viele Wildtiere haben ein ausgeprägtes Nachtsichtverhalten. Das geht aber zu Lasten der Farbwahrnehmung. Sprich, für die gibt es praktisch keine Warnfarben.
                                Und ich hatte mich immer über die leuchtenden Westen der skandinavischen Jäger gewundert 😁

                                Peter

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                                • Blahake

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                                  • 18.06.2014
                                  • 844

                                  • Meine Reisen

                                  #76
                                  Zitat von Fjellfex Beitrag anzeigen

                                  Da muß ich mich in aller Form bei Krümel entschuldigen! Anstatt schwerer, hat er durch selbstlosen Whiskey-Konsum deinen Rucksack sogar leichter gemacht - solche Begleiter sind wirklich unbezahlbar.


                                  Genau! Ich opfere mich auf, damit erstens der Rucksack leichter wird und zweitens die Alte nicht betrunken durchs Fjäll torkelt! Drachige Grüße, Krümel

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                                  • Blahake

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                                    • 18.06.2014
                                    • 844

                                    • Meine Reisen

                                    #77
                                    Zitat von Blubbi Beitrag anzeigen

                                    Huhu
                                    Natürlich bin ich dabei
                                    Danke für das Daumendrücken
                                    Hast du auch irgendetwas vor dieses Jahr, falls es du-weißt-schon-was zulässt?
                                    Das Foto von oberhalb von Vaisaluokta wirst du auf jeden Fall in meinem Bericht finden, wenn es hoffentlich zu dieser Tour kommt
                                    Oh schade, das Zelt ist schwerer als ich hoffte. Aber es sieht wirklich toll aus und gefällt mir sehr!
                                    Ich erwarte nach deinem Bericht bei Gelegenheit ein Fazit mit Pros und Cons, wie es dir gefallen hat
                                    Aber jetzt muss ich aufhören mit dem Schreiben, denn ich habe etwas Wichtiges zu tun: Deinen vorhin hochgeladenen neuen Berichtsteil lesen
                                    Bis bald
                                    Ja, einen meiner Daumen drücke ich auch für mich . Genaues habe ich für diesen Sommer noch nicht geplant, hoffentlich können wir überhaupt reisen. Aber wenn, dann habe ich ja noch genug gescheiterte Pläne in der Tasche, die ich wiederaufleben lassen kann. Gedanken zum Zelt folgen zum Teil schon in den Bericht integriert, aber ich kann gerne am Schluß auch noch was dazu zusammenfassen.

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                                    • Blahake

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                                      • 18.06.2014
                                      • 844

                                      • Meine Reisen

                                      #78
                                      Zitat von pekra62 Beitrag anzeigen
                                      Aufregendes und schönes Erlebnis mit dem Elch 😊
                                      In Vistas hatte ich mal so einen Brocken direkt vor der Nase. Da stand ich allerdings auf der Veranda. Im Zelt ist's noch mal was anderes. Manche dieser Artgenossen können ja echt ungemütlich werden. Siehe Youtube. Mit so einem Filmchen im Hinterkopf und dem Elch vor dem Zelt ... 😳
                                      Zum "Warn-Orange": Habe ich kürzlich erst gelernt. Viele Wildtiere haben ein ausgeprägtes Nachtsichtverhalten. Das geht aber zu Lasten der Farbwahrnehmung. Sprich, für die gibt es praktisch keine Warnfarben.
                                      Und ich hatte mich immer über die leuchtenden Westen der skandinavischen Jäger gewundert 😁

                                      Peter
                                      Hallo Peter,
                                      schön, dass Du auch wieder dabei bist!

                                      So eine? Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Tarnwarnweste.jpg
Ansichten: 328
Größe: 24,2 KB
ID: 3014154Eine "Tarnwarnweste" , das habe ich nach der "Rentierattake" gelernt, macht einen offenbar unsichtbar für Wild! So ein YouTubeFilmchen hatte ich schon mal gesehen und deshalb schon kurz überlegt, hinter welche Birke ich mich retten würde, wenn er doch näherkäme!

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                                      • Blahake

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                                        • 18.06.2014
                                        • 844

                                        • Meine Reisen

                                        #79
                                        Dienstag, 18. August

                                        Die schnelle Sofie


                                        Veronika ist morgens früher raus und unterwegs als ich. Wir verabschieden uns und sie geht weiter Richtung Tarrekaisestugan. Für die Stugvärdin in Vaimok gibt sie mir noch Grüße auf. Als sie weg ist, nutze ich ein sonniges Fleckchen für ein schnelles Bad im Fluss, dann packe ich meine Sachen. Währenddessen kommt eine Wanderin sehr schnellen Schrittes aus Richtung Tarrekaise und geht über die Brücke. Auf der anderen Seite lässt die Eile aber schlagartig nach, sie nimmt ein Bad im Fluss und trocknet sich anschließend in der Sonne auf den Uferfelsen. Bis ich mein Geraffel gepackt und das Zelt abgebaut habe, ist sie aber schon wieder weit oben im Anstieg Richtung Vaimok.



                                        Nun mache ich mich also zum zweiten Mal auf den Anstieg, bereue das aber nicht die Bohne, weil ich mich sehr gefreut habe, Veronika wiederzusehen und es sehr genossen habe, den Abend mit ihr zu verbringen.

                                        Heute ist übrigens Kaiserwetter!

                                        Da macht der Anstieg sowieso nichts aus, zwischendrin gibt es ja auch Erfrischung:





                                        und die Ausblicke auf Tarrekaise und Staika sind noch schöner als gestern:





                                        Heute ist das richtiges Genusswandern



                                        mit Genusspausen.





                                        Blick zurück





                                        Hinter der Hütte am Kurajaure mache ich eine längere Mittags- und Haferriegelpause.







                                        Dann geht’s weiter. Bald kommt der Vaimok in den Blick:



                                        Irgendwann bemerke ich, dass hinter mir auch jemand wandert und obendrein immer näher kommt. Na, sowas! Als sie zu mir aufschließt, erkenne ich die schnelle Dame von heute früh. Wir kommen ins Gespräch, sie heißt Sofie, wollte eigentlich den Padjelantaleden gehen, ist dann aber auf den Nordkalottleden gewechselt, weil er ihr empfohlen wurde. Besonders wegen der Sicht auf die norwegischen Berge. Sie wundert sich, dass hier sehr wenige Wanderer unterwegs sind. Allerdings sind wir uns beide einig, dass wir das eigentlich ganz gut so finden. Sie hat eine ausgiebige Mittagspause gemacht und ist auch ein zweites Mal geschwommen, daher war sie jetzt wieder hinter mir. Das ändert sich allerdings rapide, als sie weiterzieht, denn sie spurtet mit dem gleichen Tempo von dannen wie heute früh und ich sehe sie bald am Horizont verschwinden.

                                        Ich zockele gemütlich hinterher und genieße weiter die schönen Aussichten.





                                        Das da hinten ist das Sarddávágge, da ist andrea2 mal langgekommen und hat dort auch gezeltet.

                                        Jetzt geht es am nördlichen Ufer des Vaimok weiter. Und hier kommen auch die erwähnten schönen Ausblicke auf die norwegischen Berge.






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                                        • Blahake

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                                          • 18.06.2014
                                          • 844

                                          • Meine Reisen

                                          #80
                                          ...
                                          Links etwas weiter unten am Ufer entdecke ich bald ein rotes Zelt und nehme an, das ist Sofie. Es ist aber relativ weit ab vom Weg, so dass ich nicht hingehe. Ein Stückchen weiter finde ich, nicht weit von den Hütten, einen sehr schönen Zeltplatz für mich. Neben einem Bach und nah am Ufer. Daran vorbeizugehen wäre echt blöd und so beschließe ich, dass ich die Grüße an die Stugvärdin auch morgen ausrichten kann.







                                          Als ich 2017 hier war, war das Wetter so schlecht, dass ich lieber in der Hütte übernachtet habe. Heute ist das ja mal komplett anders und da macht es mir gar nix aus, zum zweiten Mal hier zu sein!





                                          Ich nutze das sonnige Wetter zum Baden und Wäsche waschen und lümmele dann entspannt vor dem Zelt rum. Hach, ist das herrlich!





                                          Krümel gefällt’s auch

                                          Das abendliche Schlückchen Whisky schmeckt da besonders gut. Da ich dieses Mal nicht mit dem Flugzeug angereist bin, habe ich leider nicht diese praktischen flachmannförmigen ½-Literflaschen finden können. Offenbar gibt es die nur in Duty-free-Läden!? Daher gibt es Whisky aus einer ausrangierten PET-Flasche, dafür ist es diesmal ein edlerer Tropfen.



                                          Edler Tropfen in unedler Verpackung

                                          Ich sitze noch lange und schaue, wie die Sonne den See und die umliegenden Berge in warmes Abendlicht taucht bevor sie hinter dem Vájmokbákte untergeht.









                                          Was für ein schöner Tag!





                                          Zuletzt geändert von Blahake; 19.01.2021, 21:44.

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