[AR] Halbinsel Mitre: Feuerlands verborgenes Ende

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  • Mali
    Anfänger im Forum
    • 02.10.2006
    • 49

    • Meine Reisen

    [AR] Halbinsel Mitre: Feuerlands verborgenes Ende

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende
    Hier noch eine Vorgeschichte zur eigentlichen Tour:
    Ich war überglücklich mit dem Fortschritt meiner Baustelle. Seit 1 Woche wolkenlos und trocken, was ich ja unbedingt brauchte, da das Dach des Esszimmer-Anbaus für eine Aufstockung weichen musste und wir direkt den Sternenhimmel vom Esszimmertisch beobachten konnten. Die vergangenen Tage verliefen mehr oder weniger reibungslos: das Sandwichplatten-Dach musste runter, Balken für den neuen Boden rein, die Holzständer-Wände mussten aufgebaut werden und soweit fixiert damit dann schnellstmöglich wieder das alte Dach drauf kommen konnte um auch vor Regen wieder geschützt zu sein. Samstagabend war es dann soweit, nach 1 Woche ohne Dach über dem Esszimmer, war das Dach wieder drauf und mussten nicht mehr wegen Regen und Unwetter bangen.


    Sonntagmorgen: Sonne pur keine Wolken am Himmel und gefühlte 22 °C bereits um 10 Uhr. Ich war guter Dinge und ich hatte noch eine Woche Urlaub, um weiter auf meiner Baustelle zu arbeiten. Ich war auf unserem 2-Etagen Gerüst, auf der oberen Etage zugange als plötzlich unter meinen Füßen der Gerüstboden absackt und ich in die Tiefe falle! Ich falle rückwärts und, wie das Schicksal so will, pralle nach 2 m freiem Fall mit dem Rücken auf der ehemaligen Fußpfette auf, die noch nicht entfernt wurde, und komme eine Etage tiefer auf dem Gerüst zum Liegen. Beim Aufprall merke ich, wie es in meinem Körper knirschte und so einiges zu Bruch gingen musste. Ich lang nun alleine auf meinem Gerüst mit großen Schmerzen, konnte mich fast nicht bewegen und war ziemlich schockiert vom Unfall. Zum Glück hatte mein Nachbar den Fall gehört und kam zur Hilfe. Unter Wahnsinnsschmerzen und Adrenalin hat er mir vom Gerüst geholfen…
    Naja, dann erstmal den Krankenwagen rufen und ab ins Klinikum. Fünf endlose Stunden später stand die Diagnose fest: 3 Rippen kaputt und min. 10 Mal das Schulterblatt gebrochen… Oh nein! Das darf nicht wahr sein – denke ich!

    Was würde nun aus meinem Plan werden, im Dezember nach Feuerland zu fliegen und den süd-östlichen Zipfel in 3 Wochen mit Zelt & Rucksack zu erkunden?!
    Die Halbinsel Mitre – Land der Wildtiere, wie die Übersetzung aus dem Spanischen heißt.
    Vor einem Jahr kannte ich Mitre nicht einmal und jetzt schwärmte ich davon, las darüber, schaute mit die möglichen Wege über maps an und hatte schon Topo Karten auf meinem Handy… Hatte gedanklich schon ein Dutzend Male dort gezeltet und geangelt😊

    Die Halbinsel Mitre ist der östliche Teil Feuerlands, unbewohnte und wilde Moor-Landschaft, die gerade mal 2 dauerhafte Einwohner hat, auf 3.000 km2. Gänzlich unerschlossen weil es ein riesiges Moor ist, mit meterhoher Torfschicht auf dem man (noch) kein Hotelkomplex errichtet hat. Lediglich oberhalb der Baumgrenze geht die Torfschicht in Geröll über.
    Die Halbinsel Mitre kann über die vergangenen Jahrhunderte durchaus auf eine sehr bewegende Geschichte zurückgreifen…

    Zurück zum Krankenhaus. Da es Sonntag war, wurde ich auf Montag vertröstet, um meine weiteres Vorgehen mit den Ärzten zu besprechen. Innerlich hatte ich mich schon auf eine OP eingestellt umso mehr war meine Überraschung, als das Frühstück ans Bett gebracht wurde. Als 2 Stunden später die Visite vorbeikam, wurde mir mitgeteilt, dass man mich mit Schmerzmitteln nachhause schicken will. Keine OP weil ja kein Gelenk betroffen war! Die Knochen würden auch so wieder zusammenfinden. Am Nachmittag wurde ich dann, noch immer mit meinem zerrissenen Baustellenoutfit inkl. Teppichmesser und Bleistift, „entlassen“. Es hat gefühlt eine Ewigkeit gedauert bis ich vor der Tür stand – ich konnte vor Schmerzen kaum laufen und musste einige Päuschen machen.

    Mein Abenteuer Mitre war dann erstmal abgeschrieben, der Sommerurlaub wurde gecancelt und ich quälte mich die darauffolgenden Wochen mit den täglichen Dingen, die ich alleine nicht mehr machen konnte. Mitte August begann ich mit Physio, Mitte September dann die ersten Bewegungen des Arms unter Belastung. Meine Fortschritte waren erstaunlich gut – 4 Wochen später, also Mitte Oktober, habe ich mich bei den üblichen Flugportalen bei der Suche nach Flügen ertappt. Normalerweise sind die Flüge nach Südamerika im Dezember dermaßen teuer, dass mir die Lust am Fliegen vergeht. Durch die Corona-bedingten Ein- und Ausreisebeschränkungen bzw. Einreisestopps nach Argentinien gab es noch Direktflüge mit dem Kranich für sagenhafte 250-300 Euro einfach! Es durften nur Einheimische einreisen und Ausländer mit glaubhafter Begründung
    😉. Ein Grund mehr mein Abenteuer Mitre erneut aufzugreifen. Dazu kam noch, dass Argentinien wegen den Weihnachtsfeiertagen und Urlaubzeit die Corona-Beschränkungen drastisch zurück nahm. Noch ein Punkt!
    Der wichtigsten Punkt aber war, dass man für die 3 Wochen Mitre mindestens ein Food drop haben musste, um nicht 25 Tage Vollpension im Rucksack zu tragen. Einer meiner beiden Mitstreiter hatte bereits im Juli bei einem der 2 Mitre-Einwohnern einen Eimer mit Nahrungsmittel für uns hinterlegt. Mein zweiter Mitstreiter hatte auf 2/3 der Strecke einen weiteren Eimer Essen deponieren lassen, das bedeutete für uns, dass wir max für 10 Tage Essen tragen mussten. Das war für mich der wichtigste Punkt überhaupt. Wegen meines Unfalls hatte ich ja gedanklich die Tour bereits um 1 Jahr verschoben, aber ohne die Food drops wäre daraus nix geworden und meine Mitstreiter, Sergio und Lucas, würden auch ohne mich die Tour machen. Es war ja schon alles organisiert – nur ich schwächelte. Deshalb galt für mich: nix verschieben, Augen zu und durch! Am 6. Dezember war es dann offiziell: Flugticket FRA-BUE für den 25.12.20 in der Tasche!
    Die Tourenvorbereitung war dann alle andere als organisiert. Für mich war es meine erste lange Tour. Ich konnte max 3 Nächte mit Zelt in wärmeren Regionen vorweisen. Das bedeutete auch, dass ich erstmal mir eine Ausrüstung zusammenstellen musste. Ich wollte eigentlich auf die Vielzahl der Beiträge von ODS zurückgreifen und dann kam doch wahrhaftig der berühmte Hack der Datenbank dazwischen und nix war dann mit nachlesen… Was war natürlich der super-GAU für mich!😭

    Die Ausrüstung
    Mein 55l-Rucksack war natürlich auch zu klein und ich habe mich dann (online) für den Gregory Baltoro 75 entschieden. Ich muss sagen, der Tragekomfort hat mich positiv überrascht. Der Rucksack hat sich wacker geschlagen. Er könnte ein Ticken breiter sein und dafür weniger hoch aufbauen, aber das ist wohl für normalere Touren irrelevant.
    Mein 20-Jahre-alter-1,9kg-schwerer Deuter Schlafsack war mir für die Tour zu groß und zu sperrig. Am 17.12, also am Tag vorm kompletten Lockdown der Bundesrepublik habe ich beim örtlichen Outdoorausrüster ein Mountain Hardware Lamina mit 1,2 kg geholt.
    Das Zelt wollte eigentlich Sergio, mein Mitstreiter aus Feuerland, stellen. Aber nachdem ich erfahren habe, dass das gute Teil an die 5 kg wiegt, habe ich kurz vor Abflug noch ein Salewa Litetrek 3 organisiert – keine 3 Kg mit Footprint.
    Solarpanel Anker 15 W
    Inui Powerbank 20 Ah
    Handy mit Offline-Map und Open Topo Map
    Gopro Hero 5 mit Ersatzakku
    Garmin Mini Reach für alle Fälle
    Angel mit guter Auswahl an Blinker, Wobbler & Co
    Apotheke ca 400 g

    Das Essen wollten meine beiden Mitstreiter vor Ort kaufen. Ich hatte eh schon mehr als genug Gewicht für mein Freigepäck. Ich wollte mir aber mein heiliges Müsli am Morgen nicht nehmen lassen und deshalb habe ich mir 20 90 gr Tütchen mit Knuspermüsli, Haferflocken, Trockenfrüchte und Kernemix abgepackt. Das wollte ich mir gönnen.
    Nur das Merino T-Shirt wurde nicht rechtzeitig geliefert. Ansonsten ist alles rechtzeitig eingetroffen.

    Am 22. Dezember noch beim Hausarzt wegen PCR-Test vorstellig geworden und am 25. saß ich mit meiner Familie im Flieger nach Buenos Aires. Im Flieger habe ich von einer Reisebegleiterin noch eine kleine Schachtel Pralinen zum Geburtstag bekommen! Was für eine nette Überraschung! Einreise ohne Probleme, gratis PCR-Test am Ausgang gemacht und schon haben uns meine Schwiegereltern in Empfang genommen Die haben mich dann zum Apartment meines Mitstreiters Sergio gefahren, das leer stand, und dort abgesetzt. Sie sind dann die 800 km bis San Luis gefahren. Ich hatte leider 2 Nächte Aufenthalt in Bs.As. bis zu meinem Weiterflug nach Ushuaia. Naja, 2 Tage zur freien Verfügung in Bs. As. sind nicht übel, wenn man aus dem (Winter) Lockdown kommt 😀 Als erstes bin ich zum Friseur gerannt und habe mir eine pflegeleichte Frisur spendiert.

    Am 28. Dezember um 7 Uhr saß ich im Flieger nach Ushuaia – 12.30 Uhr dort angekommen und 15 min später bei Lucas und Sergio zuhause. Dann war Hektik angesagt. Der Plan war, um 14 Uhr aufzubrechen, Lucas‘ Freund wollte uns in 2 h bis ans Ende der Ruta Provincial 33 fahren, wo dann ab Estancia Moat die Tour beginnen sollte.
    Also Koffer auf – Rucksack raus. Mein Zeugs war weitestgehend gepackt – Ausrüstung und Essen brüderlich durch 3 teilen und verstauen. Durch meine fehlende Erfahrung hatte ich (im Nachhinein) einige überflüssige Sachen dabei, die unnötig ins Gewicht fielen. An Ende waren meine 75 l bis aufs letzte ausgereizt. Thermarest an einer Seite, die Angel auf der anderen und die Crocs auch noch drauf.. Vom Gewicht ganz abzusehen!!
    Und los ging es auf der 3.079 km langen Ruta 3 nach Norden… Ushuaia liegt sehr geschützt am Beagle Kanal, umgeben von schneebedeckten Bergen, mit Blick auf den Gletscher des Co. Martial. Die Wälder scheinen auf den ersten Blick fast undurchdringbar – fast nur gigantische Südbuchen und viel Totholz.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: image_35685.jpg Ansichten: 626 Größe: 2,31 MB ID: 3080871
    Anflug auf Ushuaia über den Beagle-Kanal mit Blick auf die Berge

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    Beim Packen ging es chaotisch zu

    2 Stunden, eine Raucher- und Vesperpause später war die Schotterpiste zu Ende. 2 gelangweilte Gendarmes waren dort in einem Außenposten stationiert. Kurz unser Vorhaben erklärt, unsere Personalien aufgenommen und gefragt, ob wir Satellitenfunk hätten… Dann hieß es: aus mit lustig, Rucksack auf und schauen wie sich die Kondition und die Schulter/Rippen äußern würden. Leider habe ich meinen vollen Rucksack nicht wiegen können, geschätzt hätte ich so ca. 25 kg Gewicht.

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    ... und los geht`s 🤗

    Tag 1
    ...
    Zuletzt geändert von MaxD; 18.11.2021, 20:12.

  • Mali
    Anfänger im Forum
    • 02.10.2006
    • 49

    • Meine Reisen

    #2
    Tag 1
    17 Uhr sind wir losgelaufen. Die ersten Stunden entlang der Küste des Beagle Kanals. Der Pfad war wegen der Quad-Spuren anfangs gut begehbar. Mit der Zeit zog sich der Himmel zu und es wurde windiger und es begann dann auch leicht zu nieseln – was durch den zunehmenden Wind, Regen von der Seite bedeutete. Na gut, ich dachte nicht, dass ich so schnell mein Regenoutfit auspacken würde. Aber der Regen war ziemlich unangenehm. Als wir uns dann von der Küste entfernten, wurde der Untergrund zunehmend weicher und ging allmählich in eine Moorlandschaft über. Ich war so mit den Einstellungen des (neuen) Rucksacks, mit dem Gewicht und der GoPro beschäftigt, dass ich das gar nicht so wahrnehmen konnte. Die Speicherkarte hatte wohl ein Formatierungsfehler – eine Ersatzkarte hatte ich nicht dabei. 😏 nach Formatieren der Speicherkarte ging die GoPro glücklicherweise wieder. Durch den Regen wurde der Pfad eine ziemlich matschige Angelegenheit.





    Links im Hintergrund die chilenischen Berge: isla Navarino

    Ein Paradies für Lagerfeuerfans. Rechts die östlichste chilenische Insel des Beagle Kanals (isla Nueva)

    Die ersten verwilderten Rinder und Pferde haben wir gesehen. Die sind im Süden Argentiniens und Chile in abgelegenen Regionen anzutreffen. Die stammen aus ursprünglichen Zuchtrindern, die Siedler aus unterschiedlichen Gründen zurück gelassenen haben und seitdem prächtig vermehrt haben. Es gibt in Mitre 4-5 bekannte Gauchos, die sich spezialisiert haben, die Rinder einzufangen und zu verkaufen. Essbar sind sie auch – mehr dazu später.





    Kurz vorm Tagesziel


    Um 22 Uhr haben wir die ziemlich heruntergekommene Holzbracke „Rancho San Julian“ erreicht. Das war Lucas Tagesziel. Wir drei waren vom Regen, Wind und Hunger geschafft. Die Hütte alles andere als einladend aber das Zelt im Regen aufbauen war auch nicht besser. Deshalb machten wir Feuer in der Hütte und aßen von Sergios Militärfertigfutter – kurz aufwärmen und fertig waren die Nudeln 😋


    Sonnenuntergang um 22:12 Uhr. Blick auf Beagle Kanal und chilenische Inseln

    Kaum aufgegessen, lagen wir in unseren neuen Schlafsäcken (Lucas hat auch ein neuen Mountain Hardware bekommen) und Sekunden später bin ich auch eingeschlafen. Ich war ja schließlich schon um 5 Uhr auf dem Weg zum Flughafen gewesen. Ein ziemlich aufregender und erlebnisreicher Tag ging zu Ende.

    Wie kam ich überhaupt auf Mitre?
    Sergio ist mein Freund aus Teenagerzeiten. Er ist bei der argentinischen Marine und wir sahen uns bis zur Jahrtausendwende fast jedes Jahr zu Weihnachten weil er Urlaub bei seinen Eltern machte, die im gleichen Dorf wie ich wohnten. Irgendwie waren wir damals öfters Wandern, auch mit Zelt. Später dann auch mit unseren Freundinnen.
    2019 war ich in Argentinien im Urlaub und wir haben uns durch großen Zufall wieder getroffen. Ich wollte mit meiner Frau eine Tageswanderung machen und hatte ihn und seine Frau (die damalige Freundin) eingeladen. Er wollte noch seinen Schwager mitbringen, der begeisterter Outdoorfan war. So habe ich Lucas kennen gelernt. Der wiederum hatte 2018 seine erste Mitre-Runde gemacht und uns die ganze Wanderung davon schwärmt. Ich habe kurzerhand gesagt, dass ich bei seiner 2. Runde mitkommen würde, ohne länger darüber nachzudenken…

    Lucas ist Trainer für Hochleistungssportler und ist auch entsprechend fit. Sergio war bei der Marine Sporttrainer und auch fit wie ein Turnschuh. Mittlerweile ist er Mayor und genießt sein letztes Dienstjahr vorm Ruhestand. Ich bin mit Abstand das schwächste Glied in der Kette…😌
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    Zuletzt geändert von Mali; 15.10.2021, 13:08. Grund: Neuer Versuch Bilder einzubauen

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    • Mali
      Anfänger im Forum
      • 02.10.2006
      • 49

      • Meine Reisen

      #3
      Ich glaube ich brauche eine Einweisung, wie man richtig Bilder im Text einbindet damit es auch nach was ausschaut... Ich tue mich damit etwas schwer 😱

      Danke euch 😀

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      • Flachlandtiroler
        Freak
        Moderator
        Liebt das Forum
        • 14.03.2003
        • 25188

        • Meine Reisen

        #4
        Zitat von Mali
        Ich glaube ich brauche eine Einweisung, wie man richtig Bilder im Text einbindet damit es auch nach was ausschaut...
        Taunuswanderer hat es versucht, hier...
        Meine Reisen (Karte)

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        • JensE
          Gerne im Forum
          • 20.01.2006
          • 64

          • Meine Reisen

          #5
          Ich hoffe der Bericht wird fortgesetzt. Ich finde die Gegend sehr spannend, auch wenn ich sie wohl nie selbst erwandern werde.

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          • Mali
            Anfänger im Forum
            • 02.10.2006
            • 49

            • Meine Reisen

            #6
            Tag 2 (29.12.2020)
            So, nun hatte ich meine erste Nacht hinter mir. Ein wenig platt war ich noch aber ansonsten guter Dinge. Meistens geht es ein paar Tage, bis ich mich an das Schlafen auf Isomatte gewöhne. Mein Schlafsack hält mollig warm – fast schon zu viel des Guten.

            Wir haben entspannt gefrühstückt (ich natürlich mein Knuspermüesli) und haben uns dann ca. 10 Uhr auf den Weg gemacht. Unser Tagesziel war für heute die Bahia Sloggett, wo der Rio Lopez mündet. Der Rio Lopez ist im Süden das was der Rio Noguera im Norden ist, die Grenze zur authentischen Landschaft der Halbinsel Mitre: endlose Torflandschaft mit Wind-geformten Südbuchenwäldern, undurchdringbares Gestrüpp und traumhaft schöne Küstenabschnitte mit Sandstränden, die den karibischen Stränden in nix nachstehen – nur leider spielt die Wassertemperatur nicht mit. Luftlinie sind es ca. 14 km Entfernung.
            Das Wetter war zu Beginn durchwachsen, mit Nebel, zeitweise Nieselregen aber auch Sonne. Gegen Mittag riss die Wolkendecke auf und die Sonne lachte uns an😀.

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            Wir versuchten uns so gut es ging an den Trampelpfaden der Wildtiere zu orientieren aber die verliefen sich des Öfteren oder waren auch nicht besser als quer-Feld-ein. Daher versuchten wir uns eher am Gelände zu orientieren als vorhandene Tierpfade zu laufen. Wie ich Tage später feststellen musste, war das weglose Laufen durch Gestrüpp, Moor, Biberhochburgen und sonstigen Hindernissen gar nicht so ohne. Sergio und ich haben uns die ersten Tage durch Lucas führen lassen – er war ortskundig, hatte die meiste Erfahrung und war in seiner Rolle als Anführer auch ganz gut aufgehoben. Deshalb sind wir meistens brav hinterher gelaufen und haben die Seele baumeln lassen und Konzentration für maximal 5 Schritte vorrausschauend aufgebracht. Bis Lucas am 4. Tag meinte, es wäre an der Zeit dass ein anderer den Weg vorgeben müsse… er wollte ein bisschen ausspannen. Ich war sehr überrascht, wie anstrengend es war den Weg über Stunden vorzulaufen! Meistens stand grob die Himmelsrichtung fest und alles Weitere ergab sich dann spontan beim Sichten des Geländes.

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            Meiner erster Biberdamm in freier Natur

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            Recht einfache Bauweise, wie ich später gemerkt habe.

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            So gegen 19 Uhr waren wir schon recht ausgepowert, als wir zu einer verlassenen Goldgräber-Hütte an der Steilküste der beginnenden Bahia Sloggett kamen. Den Besitzer gab es schon seit ein paar Jahren nicht mehr – seine Hinterlassenschaften leider noch unübersehbar.

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            Von seiner Hütte zum Strand runter ging eine 15 m lange Holzleiter/treppe, die an der Steilküste befestigt war, die letzten 6-7 m zum Strand haben an der Leiter gefehlt. Wahrscheinlich einer Sturmflut zum Opfer gefallen.

            Zu unserem Tagesziel hatten wir noch ca. 3 km Luftlinie durch das Einzugsgebiet des Rio Lopez was aber übelstes Moor bedeutete, und wirklich viel Lust darauf hatte keiner von uns. Deshalb haben wir beschlossen, an der Leiter runter zum Strand zu klettern und die letzten Kilometer am Sandstrand zur Flussmündung zu laufen.
            Naja, es wurde daraus eine waghalsige Kletterpartie aber am Ende sind wir drei heil am Strand angekommen. Unsere Rucksäcke mussten die 6-7 m im freien Flug überwinden. Beim Aufprall ist meine Tube Duschgel geplatzt und ich hatte dann 1 Woche Duschgelgeschmack auf meiner Zahnbürste! Das Solarpanel wurde an der Angel abgelassen 😉

            Als wir oben auf der Steilküsten standen, sah es so aus als würde der Strand durchgängig bis zum Rio Lopez gehen. Nach 30 min standen wir vor einem Felsvorsprung, der bis ins Meer ging. Oben rüber klettern war ausgeschlossen, die Steilküsten hoch auch unmöglich. Somit blieb nur noch zurück oder den Vorsprung durch das Meer zu umlaufen. Lucas fackelte nicht lange rum, zog seine Jacke aus und hiefte seinen Rucksack auf den Kopf und marschierte nach einer Welle los! Das Wasser reichte ihm bis zur Hüfte, dann verschwand er hinter dem Felsen. Wir waren erstmal platt…. 2-3 Wellen später kam er ohne Rucksack zurück und meinte das wäre gar nicht so tief und der Strand würde auf der anderen Seite weitergehen. Na super! Das war mir gar nicht geheuer! Ich hatte mich geistig mit Flussdurchquerungen angefreundet aber schon am 2. Tag mit meinem Rucksack auf dem Kopf ins Meer, war doch eine andere Nummer. Aber eine Alternative hatte ich nicht – Sergio stand schon im Startloch. und lief los. Ok, ich habe mir wenigstens meine Hose und Wanderschuhe ausgezogen und bin dann in Buxe, Crocs, Gepäck und ohne Wanderstock als Stütze losgelaufen. Im Nachhinein fand die Situation echt interessant. Normalerweise würde ich mich eher zurückhaltend ran tasten, kurz an die Wassertemperatur gewöhnen (immerhin sind die Füße in den Wanderstiefel mollig warm und der Temperatursturz mit Meerwasser ist enorm!) Aber ich bin schnurstracks losgelaufen ohne länger darüber nachzudenken. Vermutlich wäre ich auf die zögerliche Art erstmal gescheitert. Aber unterm Strich war es gar nicht so wild oder vielleicht war es nur Anfängerglück 🤔

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            Oben ist die meterdicke Torfschicht zu sehen. Faszienierend wenn man bedenkt dass im Mittel 1mm Torfablagerungen pro Jahr entstehen.


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            Endspurt zur Hütte! Sergio und Lucas sind vorgelaufen ich musste mich erst wieder trocknen und anziehen. Die letzte Stunde bin ich dann, gefühlt alleine in der Abenddämmerung, am Strand zu unserem Nachlager gelaufen. Eine verlassene und teilweise undichte Holzbarracke an der Flussmündung des Rio Lopez in den Beagle-Kanal. Das Feuer brannte schon und der Linseneintopf duftete einladend.
            Nach dem leckeren Abendessen lagen wir auch recht schnell in unseren Schlafsäcken.
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            Kommentar


            • TilmannG
              Fuchs
              • 29.10.2013
              • 1007

              • Meine Reisen

              #7
              whow - weiter!!!
              Danke sagt Tilmann
              http://www.foto-tilmann-graner.de/

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              • Mali
                Anfänger im Forum
                • 02.10.2006
                • 49

                • Meine Reisen

                #8
                Tag 3
                Der Tag begann mit einem leckerem Müsli und Kaffee in der Sonne! Wir wollten heute die Gegend erkunden, ein wenig Angeln und dann gemächlich die Route für die kommenden Tage besprechen…

                Was für ein Tier könnte es gewesen sein?
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                • Intihuitana
                  Fuchs
                  • 19.06.2014
                  • 1770

                  • Meine Reisen

                  #9
                  Zitat von Mali Beitrag anzeigen
                  Tag 3
                  Der Tag begann mit einem leckerem Müsli und Kaffee in der Sonne! Wir wollten heute die Gegend erkunden, ein wenig Angeln und dann gemächlich die Route für die kommenden Tage besprechen…

                  Was für ein Tier könnte es gewesen sein?
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                  Nutria.

                  Und danke für den tollen Bericht. Südamerika findet in der Tat ein spektakuläres Ende.
                  Russian Roulette is not the same without a gun. - Lady Gaga

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                  • Mali
                    Anfänger im Forum
                    • 02.10.2006
                    • 49

                    • Meine Reisen

                    #10
                    Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen

                    Nutria.
                    Fast. Ein Biberschädel.

                    Der Biber wurde in den 1940er wegen der Felle eingeschleppt. Mittlerweile ist der Nager zu einem der größten Probleme der Feuerländer (und Chilenen) geworden da er sich ungebremst vermehren konnte. Seit einigen Jahren wird er sogar gejagt inkl. Prämie für eine Biberschwanzkelle. Aber ohne Erfolg...

                    Hier ein paar Impressionen
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                    Hier kann man erkennen, wo der Biber hinkommt, bleibt nichts mehr übrig. Und im Grunde fällt er die großen Bäume nur, um an die Äste ranzukomen.

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                    Die Biberbauten, -deiche und -burgen sind erstaunliche Baukunstwerke - wenn man nicht gerade durch sein Revier laufen muss! Fotos dazu später 😀

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                    • snafu1980
                      Anfänger im Forum
                      • 02.12.2015
                      • 15

                      • Meine Reisen

                      #11
                      Hallo Mali, danke für deinen Bericht über die Peninsula Mitre. Ein unglaublich rauher flecken Erde. Mit dem Wetter scheinst du die ersten Tage ein riesen Glück gehabt zu haben.
                      Ich selbst bin absoluter Feuerland Fanatiker. Ich kenne kaum einen Ort der ähnlich wildromantisch und auch unberechenbar ist. Vor zwei Jahren wollte ich selbst die Mitre Tour machen und musste am Rio Lopez feststellen, daß sich meine Schuhsohle löst. Alle Reperaturversuche waren nicht überzeugend, da ich ja noch ziemlich am Anfang der Reise war. Schweren Herzens musste ich umdrehen.
                      Umso gespannter bin ich wie es bei dir weitergeht.
                      Der Goldsucher dessen "Hütte" du gefunden hast, ist vor ein paar Jahren am Krebs gestorben. Die Hütte selbst hat er sich mit den Überresten einer Yacht, die direkt unterhalb der Klippen angespült wurde, gebaut. Wenn ich mich recht erinnere sind der polnische Skipper und sein Sohn dabei ums Leben gekommen. Die zwei anderen Crewmitglieder haben überlebt.
                      Eine Geschichte wie sie typisch für Feuerland ist. Es ist als ob man dort noch das Jahr 1890 schreiben würde.
                      Paisa, dem Landbesetzer Gaucho bist du dann bestimmt auch über den Weg gelaufen? Der hat auch ein paar dramatische Erlebnisse, welche es beinahe mit "The Revenant" aufnehmen können, zu erzählen.


                      Besagte Yacht.

                      Ich habe damals auch ein kleines Video gedreht, aber nie im Forum veröffentlich, da ich ja "nur" eine Woche unterwegs war und erst am Rand der Wildnis gekratzt habe.

                      https://www.youtube.com/watch?v=rB-LcBlksBI
                      Zuletzt geändert von snafu1980; 25.11.2021, 15:09.

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                      • Robtrek
                        Dauerbesucher
                        • 13.05.2014
                        • 503

                        • Meine Reisen

                        #12
                        Zitat von Mali Beitrag anzeigen
                        Der Biber wurde in den 1940er wegen der Felle eingeschleppt. Mittlerweile ist der Nager zu einem der größten Probleme der Feuerländer (und Chilenen) geworden ...
                        Weiter südlich in Puerto Williams ist der Biber so allgegenwärtig, dass er es bis aufs Restaurantmenü geschafft hat. Hab's mal probiert, war aber nicht beeindruckt, recht zäh.

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                        • Robtrek
                          Dauerbesucher
                          • 13.05.2014
                          • 503

                          • Meine Reisen

                          #13
                          Zitat von snafu1980 Beitrag anzeigen
                          ...
                          ​​​Überresten einer Yacht, die direkt unterhalb der Klippen angespült wurde ... Eine Geschichte wie sie typisch für Feuerland ist.
                          Ja! Ich war mal Zeuge, wie eine Schweizer Yacht im Sturm vom Anker gerissen wurde und in der einfallenden Dunkelheit aufs Meer hinaustrieb. Nachts und am folgenden Tag ging's rund, Stärke 11-12 mit Spitzen > 65 Knoten. Was würde mit den Schweizern passieren? Später haben wir ihre Geschichte gehört. Sie wurden von Kap Hoorn im Sturm bis rüber nach Staten Island in Argentinien getrieben, also bis in die Nähe von Malis Tourengebiet. Ruder beschädigt, Pumpe ausgefallen - das hätte auch so enden können wie bei der Yacht auf deinem Foto.

                          Die rohe Gewalt dieses Sturms in Feuerland hat mich damals total beeindruckt. Jetzt hat mir im Sommer ein Schwede erzählt, dass in Tarfala (Schwedisch-Lappland) schon mal fast 300 km/h gemessen wurden. Dass wäre dann noch 2,5 x stärker als der Horror-Sturm am Kap Hoorn. Und auch das ist noch längst nicht Weltrekord. Da reicht die Vorstellungskraft nicht aus, wie es dabei zugehen muss.

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