[NP] Jomsom Trek 2007 – Die berühmte Trekkingroute, wie sie einmal war

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  • OutofSaigon
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    • 14.03.2014
    • 298

    • Meine Reisen

    [NP] Jomsom Trek 2007 – Die berühmte Trekkingroute, wie sie einmal war

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    Mitreisende
    Ein Trek über die einst viel begangene Route durch das tiefste Tal der Welt. Jetzt gibt es dort eine Straße

    Der Jomsom-Trek war einst, jahrzehntelang, eine der beliebtesten und meistbegangenen Routen in Nepal. Ohne größere technische Schwierigkeit erlebt der/die Trekker/in atemberaubende Landschaften, und man kann in einer der beiden Richtungen sogar fliegen. Die Route führt durch das Kali Gandaki, das tiefste Tal der Welt. Seine Sohle liegt nur zwischen 1800m und 1100m über dem Meeresspiegel, während zu beiden Seiten Achttausender aufragen: im Westen der Dhaulagiri, im Osten das Annapurna-Massiv. [Fußnote: in Peru hört man, der Colca Canyon am Südwestrand der Anden sei das tiefste Tal der Welt, aber das ist gerade einmal halb so tief - schmunzel]

    Den Jomsom-Trek hatte ich eigentlich schon 1989 machen wollen, hatte mir dann aber beim Fußballspielen einen Muskel gezerrt und mußte die Tour damals absagen. So machten wir diesen Trek dann (zu zweit) im Jahre 2007. Wir entschieden uns, hinauf zu laufen und dann von Jomsom zurück zu fliegen. Das gab uns mehr Flexibilität, denn die Route geht am oberen Ende noch ein bis zwei Tagesmärsche über den Flugplatz hinaus, man kann diese Etappen aber abkürzen oder ganz auslassen, und diese Entscheidung kann man ziemlich am Ende der ganzen Unternehmung fällen. Wenn man hinauf fliegt und dann hinunter läuft, hat man diese Flexibilität am Ende der Tour nicht mehr.

    Dieser Bericht ist vergleichsweise wortkarg, und das ist mir bewußt. Warum das so ist, können Interessierte nachlesen in dem kleinen Epilog ganz am Ende dieses Berichts. Der Trek durch das Kali Gandaki ist heutzutage wahrscheinlich längst nicht mehr so populär wie in vergangenen Tagen, denn nun gibt es eine Straße durch das Tal. Das erste Teilstück dagegen, bis zum Poon Hill, hat wohl von seiner Attraktivität wenig eingebüßt. Daher beschreibe ich dieses erste Teilstück auch etwas mehr im Detail.

    Unsere Tour im Jahr 2007 hatten wir (eine Zwei-Personen-Gruppe) mit einer einheimischen Agentur gebucht, beginnend ab Katmandu. Der erste Tag der Unternehmung war daher die Busfahrt nach Pokhara, der zweitgrößten Stadt Nepals, einige hundert Kilometer westlich von Katmandu gelegen. Dort erlebt man als erstes, am Morgen des zweiten Tages, wie die aufgehende Sonne die Berge beleuchtet. Das Panorama wird dominiert vom Hausberg Pokhara´s, dem Machha Puchre (Fish Tail Mountain). Links im Bild seht ihr das Annapurna-Massiv, das deutlich höher aber auch weiter entfernt ist und deshalb auf dem Foto niedriger erscheint.


    Auch am ersten wirklichen Trekking-Tag fährt man noch einmal eine kleine Strecke mit dem Auto, bis zum Startpunkt des Treks bei dem Dorf Lumle. Für den Trek braucht man nicht mehr als gute Wanderstiefel, denn die Strecke ist technisch nicht anspruchsvoll. Beim Besteigen des Poon Hill mag man durch relativ tiefen Schnee kommen, und dabei wären Halbschuhe dann wohl nicht hoch genug. Wer ganz sicher gehen willl, mag noch ein paar leichte Gamaschen mit in den Rucksack tun. An Kleidung braucht man mehr oder weniger dasselbe wie für eine Alpenwanderung; das heißt: eine warme Jacke und eine warme Hose sollten schon dabei sein, denn es kann kalt werden, und im obersten Bereich des Kali Gandaki ist es auch oft sehr windig.

    Schon kurze Zeit nach dem Abmarsch von Lumle tut sich ein beeindruckendes Panorama auf (rechts im Bild wieder der Machha Puchre).



    Nach einigen Stunden erreicht man das Dorf Birethanti, das in einem tiefen Tal liegt. Hier macht man normalerweise die erste Mittagspause.



    Am weiteren Weg sahen wir diese Interpretation des Landesnamens:

    Bemerkenswert, daß ausgerechnet die Maoisten diese Parole unterzeichnet hatten, denn genau die hatten ja den Bürgerkrieg von 1996 bis 2006 angezettelt. Als wir 2007 diesen Trek machten, war gerade Frieden eingetreten (ein ziemlicher labiler Frieden, wie die kommenden Jahre dann zeigen sollten).


    Die erste Übernachtung machen die Trekker normalerweise in einem der Gästehäuser von Tikkedhunga, einem kleinen Ort, der nicht weiter sehenswert ist. Der Weg von Birethanti nach Tikkedhunga ist leicht, mit mehr oder minder stetigem Anstieg. Tikkedhunga liegt auf etwa 28°20'56.45"N und 83°44'31.76"E. Ihr seht den Ort hier im Bild auf dem Gegenhang – das Foto habe ich beim Aufstieg am Morgen des zweiten Trekking-Tages gemacht.



    Der zweite Trekking-Tag ist recht anstrengend; denn er beinhaltet den Aufstieg nach Gorepani, das rund 2800m hoch liegt. Gleich am Anfang kommt die berüchtigte „Himmelstreppe von Ulleri“, ein Abschnitt, auf dem man über eine Stunde buchstäblich eine endlose Treppe hinauf läuft. Das ist wirklich etwas kräftezehrend, und man sollte sich Zeit dafür lassen. Notabene: man hat durch die Querung des Tales gleich nach Tikkedhunga (siehe Foto oben) ja erst einmal wieder einen erheblichen Teil der am Vortag mühsam gewonnenen Höhe eingebüßt!



    Der weitere Weg führt durch einen schönen Rhododendren-Wald, der allerdings 2007 durch Schneebruch arg zerstört war, so daß ich kein schönes Foto davon habe. Wir machten Mittagsrast in einer netten Gaststätte mitten im Wald - ich weiß nicht, ob sie noch in Betrieb ist.


    Schließlich erreichten wir – es war schon später Nachmittag – das Dorf Gorepani. Hier lag noch Schnee.


    Ihr seht es auf obigem Foto: Gorepani liegt auf einer Paßhöhe. Man erreicht sie aus südöstlicher Richung. Wenn man geradeaus weiter geht, steigt man also wieder ab und kommt dann, in nordwestlicher Richtung, ins Kali Gandaki. Von diesem Abstieg schreibe ich im folgenden. Wer aber nur zum Poon Hill will, der geht höchstwahrscheinlich von Gorepani auf dem gleichen Weg, wie oben beschrieben, wieder zurück. Die Paßhöhe liegt auf 28°24'N und 83°42'E.


    Wir gingen früh schlafen, denn gleich am kommenden frühen Morgen, eine Stunde vor Sonnenaufgang, wollten wir den Anstieg zum Poon Hill beginnen. Dies ist ein Aussichtspunkt auf 3210m Höhe. Obwohl er damit deutlich höher ist als die Zugspitze, wird er in Nepal nur als Hügel geführt – das sagt ja schon einiges. Wir erreichten den Poon Hill auch pünktlich zum Sonnenaufgang und genossen das atemberaubende Panorama; hier der Blick zum Dhaulagiri (8167m hoch).

    Der Poon Hill liegt etwas westlich von Gorepani, der Aufstieg dauert ungefähr eine Stunde, abhängig von den Schneeverhältnissen vielleicht auch deutlich weniger oder mehr.


    Dann folgt ein sehr langer Abstieg ins Kali Gandaki: von 3210m Höhe (Poon Hill) auf rund 1100m beim Dorf Tatopani. Diese Gegend ist niederschlagsreich (die Monsunregen!) und daher durchaus stark bewaldet.



    Der Abstieg führt an einigen Stellen über Steintreppen, die mit großer Vorsicht zu genießen sind, wenn sie vereist sind, was im Frühjahr oft der Fall ist. Hier helfen Trekkingstöcke sehr.

    Der Weg führt über das Dorf Sikka, von dem ihr hier einige Bilder seht:
    Ein altes Haus, ...


    ... eine Schule, ...


    ... eine Weberin neben den Schulbänken, ...


    ...das Dorf selbst, ...


    … und die dazugehörigen Felder.



    Hier seht ihr ein sehr gut ausgebautes Stück dieses Weges und eine Maultierkarawane. Diese Karawanen waren 2007 noch recht zahlreich, sind aber jetzt, nach Fertigstellung der Straße, mit Sicherheit sehr viel weniger geworden und im Haupttal wahrscheinlich ganz verschwunden.



    Im Abendlicht erreichten wir Tatopani. Satellitenschüsseln und solare Warmwasseraufbereitung gab es auch schon 2007.

    Übrigens bedeutet der Dorfname „Heißes Wasser“, denn es gibt hier eine heiße Quelle. In der Talsohle ist ein kleines Becken für dieses „Thermalbad“.


    Nach dem langen Abstieg vom Vortag geht es ab jetzt, also ab Tatopani, wieder bergauf. Es war damals ein schöner Wanderweg, der nun aber wohl der Straße gewichen ist.



    Wir begegneten einer weiteren Maultierkarawane ...


    ... und sahen blühende Bäume am Wegesrand.



    Es war ein langer Weg zum nächsten Dorf, Ghasa ...

    ... und wir waren abends einigermaßen müde. Vor allem meiner Begleiterin saß die Anstrengung des langen Abstiegs vom Poon Hill am Vortag noch in den Knochen. Wir waren die einzigen beiden Gäste in unserer Unterkunft; dennoch wurde für uns ein Huhn geschlachtet, und es mundete uns auch trefflich.


    Auch am folgenden Tag sahen wir wunderschöne Berglandschaft im Frühlingskleid sowie – ihr habt es erraten – weitere Maultierkarawanen.



    Schon 2007 sahen wir die Straßenbaustellen.



    Dann passierten wir den eindrucksvollen Wasserfall des Rukse Khola und machten Mittagsrast in dem Teehaus, das an seinem Fuß liegt. Dies ist der steilste Abschnitt des Kali Gandaki; ihr könnt erahnen, mit welch reißender Kraft der Fluß hier durch diese Schlucht tost.





    Dann wieder einmal eine Maultierkarawane, malerisch auf einer hohen Hängebrücke.



    So erreichten wir das nächste Dorf: Lete.




    Ein weiteres Teehaus anzutreffen, hat uns nicht überrascht, die Existenz eines Postamts hingegen schon:




    Wie lange wohl ein Brief von Lete nach Leipzig unterwegs sein mag?


    Etwas oberhalb von Lete, nach dem Passieren des Dorfes Kalopani, ändert sich das Landschaftsbild schlagartig: statt einer tief eingeschnittenen Schlucht sieht man plötzlich weite Schotterfelder, durch die der Fluß relativ gemächlich mäandriert.

    Normalen Touristen mag dies nicht weiter auffallen, aber euer Autor ist geographisch-geologisch vorbelastet und fragte sich sofort „warum das?“. Die Antwort suchte er später beim häuslichen Studium. Anscheinend sind sich die Wissenschaftler in dieser Frage nicht einig. Manche glauben, dieser Gefällsknick sei durch eine geologische Hebung verursacht. Andere meinen, hier habe vor Tausenden von Jahren ein gewaltiger Bergsturz das Tal blockiert. Ihr seht die Stelle, an der die Schlucht an die Schotterebenen grenzt, auf etwa 28°38'48.38"N und 83°35'40.46"E.
    Wer mehr wissen will, der kann die wissenschaftliche Publikation „Landschaftswandel in Thakkhola“ lesen, zu finden z. B. durch Googeln nach „Habilitation Jussi Baade“. Oberhalb von Kalopani (auf einer Strecke von einigen Dutzend Kilometern) gab es während der letzten Eiszeit einen See, und bis heute ist das Gefälle des Flusses hier eben relativ gering, während es unterhalb von Kalopani sehr viel stärker ist.


    Wir übernachteten in dem Dorf Larjang, wo es anfing zu nieseln. Der Blick aus dem Fenster am nächsten Morgen zeigte uns, daß es bis kurz über dem Talboden in der Nacht sogar geschneit hatte.

    Das rote Gebäude auf dem Foto ist übrigens ein Kloster. Hier in Larjang betritt man die Region, deren Kultur mehr vom tibetanischen Buddhismus als vom indischen Hinduismus geprägt ist. Die architektonischen Zeugnisse dieser Tatsache werdet ihr auch auf den kommenden Fotos sehen.


    Wir passierten das Dorf Tukuche, wo wir in einem Haus tibetanische Gebetsmühlen sahen und wo sich eine Gruppe von Schulkindern spontan und begeistert zum Gruppenfoto arrangierte.





    Als nächstes kamen wir in das Dorf Marpha. Auch hier wieder tibetanisch beeinflußte Architektur – und wieder einmal eine Maultier-Karawane.







    Hier etwas zum Schmunzeln für Geologen und Paläontologen: in Marpha gibt es Zimmer mit modernen Ammoniten! Es sollte natürliche „amenities“ heißen. – Für Fachfremde: Ammoniten sind Fossilien aus längst vergangenen geologischen Epochen, ausgestorben seit vielen, vielen Millionen Jahren.



    Wir näherten uns langsam dem Dorf Jomsom und seinem Flugfeld. Über uns schwebte gerade ein Flugzeug ein. Von Jomsom wollten wir drei Tage später zurück nach Pokhara fliegen.







    Endlich erreichten wir Jomsom, später als geplant, denn wir hatten unterwegs zwei Etappen wegen schlechten Wetters abgekürzt. In Jomsom also erst einmal hinein in eine schöne warme Gaststube, fast nach alpiner Art, mit spektakulärem Ausblick auf den Nilgiri, einen Siebentausender.



    Am folgenden Tag wanderten wir weiter nach Kagbeni. Schaut, wie karg die Vegetation ist! Dabei sind wir hier nicht höher als die Wälder bei Gorepani (siehe Foto weiter oben). Es liegt also nicht an der Höhe, daß hier die Vegetation so karg ist, es liegt an den Niederschlägen, die hier schon sehr viel geringer sind als an den unteren Hängen des Himalaya, wo die Monsunregen niedergehen. Hier ist es schon eine ziemlich tibetanisch anmutende Landschaft. Und immer noch wird das Flußbett gebildet von großen Schotterbänken; an bzw. auf diesen waren wir tagelang entlang gewandert.





    Das Dorf Kagbeni – ihr seht es links unten auf dem obigen Foto – ist nur einen guten halben Tagesmarsch von Jomsom entfernt. Hier gibt es ein Kloster mit interessanten tibetanischen Wand- und Deckenmalereien.





    Was man mit Bildern nicht zeigen kann: es ist in Kagbeni unglaublich windig, ja regelrecht stürmisch schon an normalen Tagen. Wir sahen eine Fahne, die nicht nur im Wind flatterte, wie Fahnen das eben so tun, sondern die knatterte wie ein ununterbrochen feuerndes Maschinengewehr. Entsprechend zerfranst sah sie aus, obwohl sie offensichtlich nicht sehr alt war. Ein Blick auf die Landkarte zeigt den Grund für diesen ständigen starken Wind: dieser Abschnitt des Kali Gandaki ist eine Lücke in der Bergkette des Himalaya, hier findet ein großer Teil des Luftmassenaustauschs zwischen Südasien und Zentralasien statt, und durch die Düsenwirkung entstehen enorme Windgeschwindigkeiten.


    Tags darauf wanderten wir wieder nach Jomsom zurück, entlang einiger weniger Felder, die es dort gibt. Links im Bild wieder der Nilgiri.



    Den ursprünglich geplanten Aufstieg zu dem bekannten Pilgerort Muktinath mußten wir von unserem Programm streichen, weil wir, wie gesagt, weiter unten wegen schlechten Wetters langsamer voran gekommen waren als geplant. Aber der Vorteil der von uns gewählten Routenführung war eben genau diese Flexibiltät der Programmgestaltung.


    Letztlich flogen wir dann von Jomsom wieder nach Pokhara zurück und schauten uns noch einmal aus der Luft an, wo wir gewandert waren. In einer halben Stunde hatten wir die Strecke zurückgelegt, für die wir zu Fuß eine Woche gebraucht hatten; dann landeten wir in Pokhara, von wo wir mit dem Bus wieder nach Katmandu zurückkehrten.









    Diesen Trek kann man heute wohl nicht mehr so machen, glaube ich; denn große Teile der einstigen Wanderstrecke sind nun Autostraße, und die Maultier-Karawanen sind, wenigstens im Haupttal, obsolet geworden. Umso besser, daß wir noch erlebt haben, wie es seinerzeit war.


    EPILOG

    Der Text dieses Berichts ist weniger ausführlich als in anderen Berichten von mir. Das hat drei Gründe: erstens ist bzw. war der Trek eigentlich nur ein sehr langer Talhatscher, und weil jeder das Tal auf der Karte oder dem Satellitenbild sieht, muß ich mich dazu nicht lange auslassen. Zweitens ist unsere Tour nun sieben Jahre her, und ich mag euch nicht mit veralteten Informationen zu Streckenbedingungen und Teehäusern langweilen (oder gar fehlinformieren). Drittens hat der Trek durch das Tal nun wohl viel von seinem seinerzeitigen Reiz verloren, da es jetzt eben die Straße gibt. Damit sind wohl (a) weit weniger Trekker dort unterwegs als in früheren Tagen und (b) die Teehäuser usw. ganz anders als sie 2007 waren.

    Liebe Grüße,
    Gottfried
    Zuletzt geändert von OutofSaigon; 28.03.2014, 04:07. Grund: Tippfehler korrigiert

  • Sisterintherain
    Erfahren
    • 18.06.2013
    • 371

    • Meine Reisen

    #2
    AW: [NP] Jomsom Trek 2007 – Die berühmte Trekkingroute, wie sie einmal war

    Danke für den interessanten Bericht und die eindrucksvollen Fotos!

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    • slarti
      Erfahren
      • 08.01.2011
      • 121

      • Meine Reisen

      #3
      AW: [NP] Jomsom Trek 2007 – Die berühmte Trekkingroute, wie sie einmal war

      Toller Bericht. Auch die geologischen Exkurse sind interessant. Letztendlich ist die infrastrukturelle Entwicklung dort nicht aufzuhalten. Hat alles Vor- und Nachteile.

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      • StepByStep
        Fuchs
        • 30.11.2011
        • 1194

        • Meine Reisen

        #4
        AW: [NP] Jomsom Trek 2007 – Die berühmte Trekkingroute, wie sie einmal war

        Vielen herzlichen Dank für diesen und auch Deine anderen Reiseberichte!

        Sie sind immer mit sehr schönen Bildern unterlegt und geben gleichzeitig gute Ausgangsinformationen: Da wird das Fernweg geweckt ;)

        Kommentar


        • OutofSaigon
          Erfahren
          • 14.03.2014
          • 298

          • Meine Reisen

          #5
          AW: [NP] Jomsom Trek 2007 – Die berühmte Trekkingroute, wie sie einmal war

          Ich danke für euere ermutigenden Kommentare!

          Ich unterziehe alle Fotos vor dem Hochladen einer digitalen Nachbearbeitung: mindestens einer Optimierung für Internet-Gebrauch, dazu fast immer einer Feinjustierung von Ausschnitt, Helligkeit, Kontrast und Farbbalance (in den Bergen kriegen Fotos oft einen Blaustich).

          Texte kann ich auch knapper oder ausführlicher machen, und ich bin immer aufgeschlossen für Rückmeldungen aus diesem Forum.

          Mein persönlicher Geschmack liegt mehr auf dem Informativ-pragmatischen. Berichte darüber, wer wann wo warum Kopfweh hatte und dergl. finde ich für mich nicht so interessant.

          Kommentar


          • Torres
            Freak

            Liebt das Forum
            • 16.08.2008
            • 26352

            • Meine Reisen

            #6
            AW: [NP] Jomsom Trek 2007 – Die berühmte Trekkingroute, wie sie einmal war

            Interessanter Bericht. Ich finde es gut so - jeder muss seinen Stil finden.
            "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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            • berniehh
              Fuchs
              • 31.01.2011
              • 1756

              • Meine Reisen

              #7
              AW: [NP] Jomsom Trek 2007 – Die berühmte Trekkingroute, wie sie einmal war

              Ich finde deinen informativen Schreibstil auch sehr gut.
              Ich habe den Anapurna Circuit in den neunzigern Jahren gemacht als meinen ersten Trek, den ich außerhalb Europas alleine machte. Damals noch komplett ohne Straße.

              In welchen Monat wart ihr denn da?? Ich frage das wegen dem Schnee auf den Poon Hill und bei Kagbeni! Wir wollen Anfang September diesen Jahres mit dem Bus nach Jomsom fahren und dort unseren Trek starten.
              www.trekking.magix.net

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              • OutofSaigon
                Erfahren
                • 14.03.2014
                • 298

                • Meine Reisen

                #8
                AW: [NP] Jomsom Trek 2007 – Die berühmte Trekkingroute, wie sie einmal war

                An dieser Stelle zuerst einmal meinen herzlichen Dank an bernieHH dafür, daß er mich an diese ODS heran geführt hat!


                Wir haben den Jomsom-Trek im Februar 2007 gemacht. Der Winter 2006/2007 war in weiten Teilen Asiens, z. B. in China, außergewöhnlich schneereich gewesen. Deshalb war eben auch, wie ich im Bericht erwähne, der Rhododendrenwald am Aufstieg nach Gorepani sehr stark schneebruch-geschädigt. Außerdem sahen wir zahlreiche umgeknickte Strommasten (diese waren nur zusammengesteckte Hülsen aus verzinktem Blech gewesen, denn damals mußte ja noch alles Baumaterial mit Maultier-Karawanen transportiert werden, und Leichtbauweise war deshalb angesagt). In Gorepani selbst lag der Schnee noch gut 30cm hoch, und auf dem Weg den Poon Hill hinauf bestimmt doppelt so hoch, stellenweise deutlich mehr. Das kann also schon passieren, und wenn man dann nur mit Halbschuhen unterwegs ist, kann es unangenehm werden. Darauf weise ich ja auch hin. Letztlich war der Weg von Gorepani ins Kali Gandaki hinunter in seinen oberen Teilen, die immer wieder Abschnitte aus Steintreppen aufweisen, stark vereist, was stellenweise sehr vorsichtiges Gehen notwendig machte.

                Im September sollte man aber mit alledem keine Sorgen haben. Ich war nur ein einziges Mal im September in Nepal, das war 2012 und viel weiter östlich, in den Hügeln um Dharan. Dort war es zu der Jahreszeit regnerisch und oft neblig. Jomsom liegt aber eigentlich schon nördlich des Himalaya-Hauptkamms, und wie die Fotos der Region um Kagbeni zeigen, regnet es dort ganz offensichtlich viel weniger als weiter südlich.

                Wohin soll es denn gehen im September?

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                • berniehh
                  Fuchs
                  • 31.01.2011
                  • 1756

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: [NP] Jomsom Trek 2007 – Die berühmte Trekkingroute, wie sie einmal war

                  Zitat von OutofSaigon Beitrag anzeigen
                  Wohin soll es denn gehen im September?
                  Wir wollen in Kagbeni starten und von dort durchs Upper Dolpo und Westnepal wandern.
                  www.trekking.magix.net

                  Kommentar


                  • OutofSaigon
                    Erfahren
                    • 14.03.2014
                    • 298

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: [NP] Jomsom Trek 2007 – Die berühmte Trekkingroute, wie sie einmal war

                    Zitat von berniehh Beitrag anzeigen
                    Wir wollen in Kagbeni starten und von dort durchs Upper Dolpo und Westnepal wandern.
                    Klingt gut. Nach dem, was ich gelesen habe, liegt Upper Dolpo im Regenschatten des Himalaya und sollte deshalb im September ganz schön sein. - Viel Spaß!

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                    • Mika Hautamaeki
                      Alter Hase
                      • 30.05.2007
                      • 3938

                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: [NP] Jomsom Trek 2007 – Die berühmte Trekkingroute, wie sie einmal war

                      Und noch ein toller Bericht mit genialen Fotos. Vielen Dank!
                      So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
                      A. v. Humboldt.

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