[RU] Rückkehr aufs Putorana-Plateau. Ein Wildnisabenteuer.

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  • SvenW
    Erfahren
    • 02.11.2012
    • 297

    • Meine Reisen

    Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
    Räuchern - das wird von russischen Touristen gemacht. Der Geschmack ist dabei das wichtigere Ziel, nicht so sehr das Verlängern der Haltbarkeit. Ist aber wiederum eher was für Touren ohne Gewichtsbeschränkung, der kleine Räucherkasten aus Metall wiegt halt was und nimmt Platz weg. Man muss das richtige Holz unten reintun, sonst wird der Rauch bitter und der Fisch schmeckt nicht. Ohne Kasten direkt über dem Feuer zu räuchern ist meist nicht praktikabel.
    Ich habe schon mehrmals komplett ohne zubehör geräuchert und war mit dem Ergebnis geschmacklich eigentlich immer zufrieden.
    Man braucht ein Loch im Boden das mit Glut aufgefüllt wird. Darüber kommt feuchtes Holz, in Skandinavien war das meistens Birke und Wacholder und dann die Fische.
    Daüber ein paar flache Steine und dann wird dieser ofen mit feuchtem Moos abgedichtet.

    Hab es auch in einem Reisebericht aus Schweden beschrieben und auch einige Bilder gemacht:
    http://www.fliegenfischer-forum.de/schweden2018.html
    Ziehmlich mittig am 15. August. Wenn es ums haltbar machen geht hätte ich die Forellen allerdings noch eine zweite Runde in den Rauch gehängt.

    Ist natürlich schon etwas aufwand aber lohnt sich vielleicht wenn ihr mal einen sehr guten Fangtag habt.

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    • Robtrek
      Erfahren
      • 13.05.2014
      • 370

      • Meine Reisen

      Zitat von SvenW Beitrag anzeigen
      Ich habe schon mehrmals komplett ohne zubehör geräuchert und war mit dem Ergebnis geschmacklich eigentlich immer zufrieden. ... Wenn es ums haltbar machen geht hätte ich die Forellen allerdings noch eine zweite Runde in den Rauch gehängt.
      Sehr interessant, und ein schöner Bericht! Kannst du dazu noch ein paar Details geben? Ist das mehrstündige Einlegen der Fische in Salzlake vor dem Räuchern wichtig? Wie viele Stunden würdest du räuchern, um den Fisch wirklich haltbar zu machen? Muss man dabei nicht immer wieder den Ofen öffnen, um irgendwie Holzschnipsel unter die Fischfilets nachzulegen?

      So wie ich sehe, seid ihr echte Fisch-Feinschmecker und habt alles Nötige dabei, um kulinarisch das Maximum herauszuholen. Das ist auch bei vielen Touristen in Russland der Fall, die leckere Zubereitung von Fisch oder Fleisch auf verschiedene Art ist bei denen ein ganz wichtiger Teil ihrer Flussfahrt. Deine Räuchertechnik habe ich aber noch nicht gesehen, das wäre dort für einige sicher auch mal interessant.

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      • SvenW
        Erfahren
        • 02.11.2012
        • 297

        • Meine Reisen

        Die Salzlake dient sowohl zum haltbar machen als auch für den Geschmack.
        Wenn man es eilig hat kann man die Filets wohl auch trocken mit Salz einreiben und für 1-2h ziehen lassen, hab ich aber noch nie probiert und ist wohl auch etwas schwerer zu dosieren.
        Wie lange der Ofen arbeitet hängt u.a. von der Menge der Glut ab, je mehr Glut umso mehr feuchtes holz kann man obendrauf packen und umso länger arbeitet der Ofen.
        Wichtig ist auch das gründliche abdichten mit Moos, ansonsten verliert man zuviel Rauch und Hitze.

        Wenn kein Rauch mehr rauskommt muss man holz nachlegen und dabei am besten auch die Fische wenden.

        Für normale Forellen also so 35-40cm empfiehlt man eine Räucherdauer von ungefähr einer Stunde.
        Wenn es mir um möglichst lange Haltbarkeit ginge würde ich sie eher einen Tick länger drin lassen.

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        • Intihuitana
          Fuchs
          • 19.06.2014
          • 1656

          • Meine Reisen

          Ich habe einmal Fisch ( undFleisch) bushcraftmäßig geräuchert. Damals haben wir ein Dreibein gebaut mit mehreren Streben auf etwa 1 m. Höhe auf welche die Fischstreifen gelegt wurden. Das Dreibein wurde mit grünen Pflanzenteilen abgedichtet und unten ein Glutbett wie bei SvenW gemacht auf das regelmäßig grüne Vegetation und Grünholz aufgebracht werden musste.
          Durch die Höhe zur Glut wurde der Fisch nicht erhitzt und kalt geräuchert, was die Haltbarkeit erhöht. Wie lang der Fisch dann letzlich gehalten hat, kann ich mich nicht mehr genau erinnern, aber ich meine, dass der nach über einer Woche noch gut war.
          Hatte das mal bei Ed Staffords Film gesehen als er den Amazonas zu Fuß abgewandert ist und ihm das Essen in der Wildnis ausging, da hat er genau diese Technik genutzt um Piranhas zu räuchern.
          Auf jeden Fall ist das etwas was man nicht in den Abenstunden macht, sondern schon einen Pausentag für veranschlagen muss.
          Mal sehen ob ich die Fotos davon noch finde.
          Russian Roulette is not the same without a gun. - Lady Gaga

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          • Blahake

            Dauerbesucher
            • 18.06.2014
            • 856

            • Meine Reisen

            Au Backe, zwei Megarucksäcke geschleppt, Bären- und Wolfsbegegnungen überstanden, Wanderbegleitung verloren, Stromschnellen überwunden, Hunger gelitten, Animositäten zwischen bewaffneten Männern ausgestanden und dann an einer verdorbenen Graupensuppe fast umgekommen.
            Auch von mir nochmal lieben Dank für diesen Hammer-Bericht. So spannend und mitreißend! Und einfach klasse, dass Du uns auf diese Weise teilhaben lässt, an Touren, die die meisten von uns hier nie im Leben wagen könnten. Durch Deinen Bericht bekommt man bessere und authentischere Einblicke, als sie jede Fernsehdoku bringen könnte.
            Zuletzt geändert von Blahake; 11.04.2021, 22:04.

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            • qwertzui
              Fuchs
              • 17.07.2013
              • 1988

              • Meine Reisen

              Auch von mir allergrößten Dank für diesen unglaublich spannenden Bericht vom weißesten Fleck der Landkarte.
              Ich hoffe, du sammelst schön Coronaspeck, damit Deine körpereigenen Reserven bald wieder für so eine Tour reichen.

              Aber mal im Ernst: Nachdem deine Touren ja immer gegen Ende ziemlich an die letzten Reserven gehen, würde mich interessieren, ob du für dich ein Gewichtsminimum erreichen musst, bevor du wieder auf große Tour gehen kannst. Gehört Fettreserven schaffen für Dich zur Tourvorbereitung?

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              • janphilip
                Erfahren
                • 03.07.2020
                • 223

                • Meine Reisen

                Vielen Dank auch von mir für diesen unglaublich tollen Expeditionsbericht! Hat mich echt mitgenommen auf eine wunderschöne Tour und es stellt sich gerade sogar dieses "Leere Gefühl" ein welches man nach einer längeren Tour häufig hat wenn man wieder nach Hause kommt. Und das, obwohl ich gar nicht selbst unterwegs war. Das spricht sehr für deinen Bericht!
                Vielen Dank Rob!

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                • Robtrek
                  Erfahren
                  • 13.05.2014
                  • 370

                  • Meine Reisen

                  Zitat von qwertzui Beitrag anzeigen
                  Nachdem deine Touren ja immer gegen Ende ziemlich an die letzten Reserven gehen, würde mich interessieren, ob du für dich ein Gewichtsminimum erreichen musst, bevor du wieder auf große Tour gehen kannst. Gehört Fettreserven schaffen für Dich zur Tourvorbereitung?
                  Fettreserven schaffen - eher umgekehrt, die Tour ist mein Mittel, um das gute Essen bei uns zuhause und den Bauch einmal im Jahr wieder abzubauen. Aber die Fettreserven spielen definitiv eine sehr wichtige Rolle. In 2020 habe ich beim Trekking fünf Wochen lang aus einem Rucksack gelebt, das war sicher nur möglich, weil ich beim Start 15% über Idealgewicht auf die Waage brachte. Gezielt aufgebaut ist das aber nicht. Ebenso mache ich vor der Tour kein besonderes Training. Die Fitness stellt sich in den ersten 10 Tagen von selber ein und alle Rücken- und Hüftschmerzen verschwinden.

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                  • sibirier
                    Dauerbesucher
                    • 17.10.2010
                    • 623

                    • Meine Reisen

                    Спасибо,Роберт! Очень интересно написано и само путешествие сильное!
                    https://www.facebook.com/groups/1670015459892254/

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                    • Mancunian
                      Erfahren
                      • 12.06.2014
                      • 233

                      • Meine Reisen

                      Für mich war das die beste Reiseerzählung des letzten Jahres. Aus einer tollen Gegend, äußerst gut und spannend geschrieben, gespickt mit zusätzlichem Wissen. Vielen Dank dafür und vor allem auch meinen Respekt für die körperlichen und seelischen Strapazen.
                      ---
                      I'd rather be out on the hills...
                      http://chorltoniac.blogspot.com

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                      • Kyanin
                        Anfänger im Forum
                        • 14.12.2016
                        • 16

                        • Meine Reisen

                        Beeindruckend, definitiv.

                        Robtrek
                        Selbstverständlich ohne respektlos erscheinen zu wollen, aber: Was hältst du von der Vorbereitung deiner Begleiter? An einigen Stellen (Gewicht am Anfang, Navigation, Zeitplan) habe ich mich gefragt, wie der Plan der beiden dort ohne dich ausgesehen hätte.

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                        • Robtrek
                          Erfahren
                          • 13.05.2014
                          • 370

                          • Meine Reisen

                          Zitat von Kyanin Beitrag anzeigen
                          Was hältst du von der Vorbereitung deiner Begleiter? An einigen Stellen (Gewicht am Anfang, Navigation, Zeitplan) habe ich mich gefragt, wie der Plan der beiden dort ohne dich ausgesehen hätte.
                          Also die waren auf ihre Art schon ziemlich gut vorbereitet. Sie waren früher schon mal im Putorana und auf einigen anderen schweren Touren gewesen. Lena kannte sich bei Pilzen aus und Sergei sehr gut beim Angeln, so hatten sie z.B. einen realen Vorteil ggü. mir, was die Ernährung unterwegs aus der Natur angeht.

                          Ihr ursprünglicher Plan war, unserer Tour von 2016 zu folgen, über die sie im russischen Internet gelesen hatten. Also von Vladimirs Hütte aus ein weiter Umweg nach Nordosten ins Herz des Putorana zum Quellgebiet des Kotui. Dann 150 km den Kotui hinab bis hinter den Kharpicha-See. Dort hätten sie unsere damalige Route verlassen und wären nochmal 150 km weiter bis hinter den Dyupkun-See gefahren, wo der Kotui dem Kochechumo am nächsten kommt. Vom einen Fluss zum anderen wäre es dann nochmal ein schwieriger 70 km Marsch.

                          Sergeis Zeitplan für diese noch viel längere Tour war m.E. sehr optimistisch. Sie hätten Tura erreicht, da bin ich mir sicher, aber mit Verspätung. Karten hatten sie für die Tour dabei, GPS leider nicht - das würde ich als schwächsten Punkt bei ihrer Vorbereitung ansehen. Aber man merkte an vielen Einzelheiten (wie sie schwere Lasten tragen, wie schnell sie das Lager auf- und abbauen und gleichzeitig das Kochen erledigen...) - das waren Leute mit Erfahrung. Ich finde, wir haben uns gut ergänzt, denn ohne sie hätte ich allein diese Route auf keinen Fall angetreten, das wäre mir zu riskant gewesen. Nicht OK finde ich ihre Entscheidung, ohne mich vorauszufahren, als wir uns am Horon verloren hatten. Das haben sie aber auch akzeptiert.

                          Insgesamt würde ich ihre Herangehensweise an diese Wildnistour als einigermaßen typisch für viele russische Touristen bezeichnen. Billige no-name Ausrüstung, sehr schwere Rucksäcke, weniger detaillierte Planung, unterwegs erstaunliche Leidensfähigkeit und gekonnte Improvisation. Im russischen Internet sind viele solche Solo- wie Gruppentouren beschrieben, die in unserem Forum hier wahrscheinlich Aufsehen erregen würden. Unsereins arbeitet sich mit den Jahren vielleicht von den Alpen über Lappland und Patagonien nach Kanada vor, während die von klein auf sozusagen in Alaska unterwegs waren, wenn auch nicht mit perfektionierter Ausrüstung. Wir haben hier im Forum ja einen echten "sibirier", der auch in Deutschland gelebt hat. Der kann diese unterschiedlichen Herangehensweisen an Outdoor-Touren vielleicht besser beschreiben als ich. Interessantes Thema, finde ich, danke für die Frage.

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                          • Robtrek
                            Erfahren
                            • 13.05.2014
                            • 370

                            • Meine Reisen

                            Zitat von Mancunian Beitrag anzeigen
                            Für mich war das die beste Reiseerzählung des letzten Jahres.
                            Vielen Dank an dich, stellvertretend für alle, die hier ihr Feedback geben. Das Feedback ist auch wichtig, denn es ist ja klar, dass die wenigsten hier in Sibirien unterwegs waren oder das planen. Wenn man was über Skandinavien schreibt, können sofort Dutzende Forumsteilnehmer aus eigener Erfahrung kommentieren, da ist gleich eine gemeinsame Basis für die Diskussion da. Bei solchen exotischen Gegenden wie Sibirien ist immer etwas zweifelhaft, wie interessant das überhaupt für die anderen im Forum ist.

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                            • rumpelstil
                              Fuchs
                              • 12.05.2013
                              • 2321

                              • Meine Reisen

                              Gerade darum ist es doch hochinteressant! Ich werde in meinem Leben wohl kaum nach Sibirien kommen, es ist auch nicht meine grosse Sehnsucht. Aber durch das Lesen deines Berichtes kann ich Eindrücke von diesem ERlebnis und dieser Gegend bekommen. Das ist grossartig!

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                              • Bambus
                                Fuchs
                                • 31.10.2017
                                • 1100

                                • Meine Reisen

                                Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
                                .... Bei solchen exotischen Gegenden wie Sibirien ist immer etwas zweifelhaft, wie interessant das überhaupt für die anderen im Forum ist.
                                Jetzt stapelst du aber sehr tief - alleine die Landschaftsbilder sind ein Augenschmaus und die Beschreibung der Personen, besonders bei den letzten Tagen sehr informativ.
                                Die Tour ist eine Traum, besonders auch die Bilder vom Wasser aus. Auch wenn das für mich jeweils einen Nervenkitzel auslöst ... Wasser ist jetzt nicht soooo mein Element (kann schwimmen, paddeln usw, aber fester Grund unter den Füßen ist mir 100x lieber als so ne dünne Plastikfolie), die Eindrücke sind toll.
                                Eine Frage aus geg. Anlaß , was hattest du in petto für den Fall von schwereren Zahnschmerzen, evtl. sogar eitrig?

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                                • Robtrek
                                  Erfahren
                                  • 13.05.2014
                                  • 370

                                  • Meine Reisen

                                  Zitat von Bambus Beitrag anzeigen
                                  ...was hattest du in petto für den Fall von schwereren Zahnschmerzen, evtl. sogar eitrig?
                                  Meine Apotheke wiegt insgesamt ca. 700g, da kann man schon einiges mitnehmen. Ich habe zwei verschiedene Breitbandantibiotika dabei. Bei Zahninfektionen würde ich Amoxicillin nehmen, trat zum Glück aber noch nie auf. Auf der hier beschriebenen Tour hatte ich aber was anderes, in den ersten 5 Wochen eine eitrige Entzündung an der Nase. Das fing gerade am letzten Tag auf dem Jenissei-Schiff an. War alles wochenlang sehr stark angeschwollen, das Amoxicillin und eine Tube Fucidine-Salbe sind dafür komplett draufgegangen. Das war kein gutes Gefühl, Entzündungen im Kopfbereich sind immer potentiell gefährlich. Als wir uns dem Kochechumo näherten, bekam ich ein Kompliment von Lena: "Endlich siehst du wieder normal aus."

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                                  • ApoC

                                    Moderator
                                    Fuchs
                                    • 02.04.2009
                                    • 2201

                                    • Meine Reisen

                                    Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
                                    Vielen Dank an dich, stellvertretend für alle, die hier ihr Feedback geben. Das Feedback ist auch wichtig, denn es ist ja klar, dass die wenigsten hier in Sibirien unterwegs waren oder das planen. Wenn man was über Skandinavien schreibt, können sofort Dutzende Forumsteilnehmer aus eigener Erfahrung kommentieren, da ist gleich eine gemeinsame Basis für die Diskussion da. Bei solchen exotischen Gegenden wie Sibirien ist immer etwas zweifelhaft, wie interessant das überhaupt für die anderen im Forum ist.
                                    Du führst uns hier aber so gut an die Thematik heran, dass wir dir auch ohne Sibirienkenntnisse folgen können! Von daher ist das für uns interessant.

                                    „Luke, auch du wirst noch entdecken, dass viele Wahrheiten, an die wir uns klammern, von unserem persönlichen Standpunkt abhängig sind.“ — Obi-Wan Kenobi

                                    Kommentar


                                    • Robtrek
                                      Erfahren
                                      • 13.05.2014
                                      • 370

                                      • Meine Reisen

                                      Zitat von Bambus Beitrag anzeigen
                                      Wasser ist jetzt nicht soooo mein Element (kann schwimmen, paddeln usw, aber fester Grund unter den Füßen ist mir 100x lieber als so ne dünne Plastikfolie)
                                      Das mit der dünnen Plastikfolie kann ich nachvollziehen, das trifft aber v.a. auf Packrafts zu. Die haben ja üblicherweise keinen aufblasbaren Boden. Ich fahre schon auf einem klassischen doppelwandigen Schlauchboot. Das ist etwas schwerer als ein Packraft und hat in der Bootshülle zwei aufblasbare Schläuche, einen davon am Boden. Zwischen mir und dem Wasser ist also etwas mehr als nur eine Nylonfolie. Wobei diese Bodenfolie bei guten Packrafts ziemlich widerstandsfähig ist, so schnell pikst ein hochstehender Ast im Fluss da kein Loch rein.

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                                      • Bambus
                                        Fuchs
                                        • 31.10.2017
                                        • 1100

                                        • Meine Reisen

                                        Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
                                        Meine Apotheke wiegt insgesamt ca. 700g, da kann man schon einiges mitnehmen. Ich habe zwei verschiedene Breitbandantibiotika dabei. Bei Zahninfektionen würde ich Amoxicillin nehmen, trat zum Glück aber noch nie auf. Auf der hier beschriebenen Tour hatte ich aber was anderes, in den ersten 5 Wochen eine eitrige Entzündung an der Nase. Das fing gerade am letzten Tag auf dem Jenissei-Schiff an. War alles wochenlang sehr stark angeschwollen, das Amoxicillin und eine Tube Fucidine-Salbe sind dafür komplett draufgegangen. Das war kein gutes Gefühl, Entzündungen im Kopfbereich sind immer potentiell gefährlich. Als wir uns dem Kochechumo näherten, bekam ich ein Kompliment von Lena: "Endlich siehst du wieder normal aus."
                                        Danke für die Info, du hattest also keine Ersatzplomben usw. dabei? Muß ich mich das nächste Mal vorher mit den Zahndoc zusammensetzen.
                                        Breitbadantibiotika sind auch die Mittel, die ich für Entzündungen dabei habe. Und ein Schmerzmittel, das bei stärkeren Zahnschmerzen noch wirkt.

                                        PS. Zum Wasser - Es ist nur z.T. das Wasser selber, für mich schlägt auch das "eingesperrt sein" und mangelndes Vertrauen in meine Fähigkeiten in dem Medium zu. Umgekehrt ist es schon sehr verlockend das man so auch in unwegsamem Gelände gut Strecke machen kann, also Gegenden erkunden kann, die einem sonst aus Zeitgründen verschlossen bleiben.
                                        Zuletzt geändert von Bambus; 14.04.2021, 16:07.

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                                        • Robtrek
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                                          • 13.05.2014
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                                          Zitat von Bambus Beitrag anzeigen
                                          ...du hattest also keine Ersatzplomben usw. dabei?
                                          Mein Zahnarzt hat mir netterweise eine kleine Tube mit Paste gegeben, die ich in den Zahn hineinschmieren kann, falls er beschädigt ist. Habe das aber noch nie probieren müssen.
                                          Zitat von Bambus Beitrag anzeigen
                                          ...das man so auch in unwegsamem Gelände gut Strecke machen kann, also Gegenden erkunden kann, die einem sonst aus Zeitgründen verschlossen bleiben.
                                          Ganz genau, in der Wildnis sind die Flüsse wie Straßen, daran hat sich seit der Eroberung Sibiriens durch die Kosaken nichts geändert. Auch im Winter kommt man auf den zugefrorenen Flüssen gut voran, viele ice roads (in Russland heißen die "zimnik") machen sich das ja zu nutze.

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