[RU] Rückkehr aufs Putorana-Plateau. Ein Wildnisabenteuer.

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • JulianD
    Gerne im Forum
    • 26.10.2017
    • 58

    • Meine Reisen

    Zunächst mal: Respekt! Das ist nicht nur eine bemerkenswerte Tour, sondern einfach auch toll geschrieben. Durch den Pioniercharakter eurer Reise fühlt man sich als Leser eher bei den Entdeckungsfahrten des 18. und 19. Jahrhunderts.
    Zwei Anmerkungen zu der Bärenaktion:
    Gerade über Sibirien und Kamtschatka liest man immer mal wieder von Jahren mit einer höheren Anzahl von Zwischenfällen, es scheint dabei wohl einen Zusammenhang zu äußeren Faktoren zu geben. Zu kurze oder zu warme Winter, der die Bären verfrüht stimuliert oder auch der Wegfall bestimmter Nahrungsquellen (Lachs in Kamtschatka) könnten wohl in Zusammenhang mit solchen Jahren stehen. Ist die da etwas zu Ohren gekommen?

    Wenn man bedenkt, dass du bei geringer Strömung im Wasser quasi auf der Stelle standest als der Bär auf dich losging, würde ich aus der Ferne auf einen Scheinangriff tippen. So langsam dürfen Bären nun auch nicht sein im Wasser, zumindest auf kurzer Strecke. Die Größe des Objektes spricht auch dafür. Aber es tut auch nichts zur Sache und ist letztlich belanglos. An das vermeintliche Foto, was sich in deinem Kopf sicher eingebrannt hat, wirst du bestimmt dein Leben lang denken. Wäre sicher ein Traumbild gewesen. Kurzum: Alles richtig gemacht!

    Kommentar


    • Robtrek
      Erfahren
      • 13.05.2014
      • 319

      • Meine Reisen

      Zitat von JulianD Beitrag anzeigen
      Gerade über Sibirien und Kamtschatka liest man immer mal wieder von Jahren mit einer höheren Anzahl von Zwischenfällen, es scheint dabei wohl einen Zusammenhang zu äußeren Faktoren zu geben. Zu kurze oder zu warme Winter, der die Bären verfrüht stimuliert oder auch der Wegfall bestimmter Nahrungsquellen (Lachs in Kamtschatka) könnten wohl in Zusammenhang mit solchen Jahren stehen. Ist die da etwas zu Ohren gekommen?
      Ich kann nicht sagen, ob 2019 bzgl. der Nahrungsverfügbarkeit für Bären ein schlechtes Jahr war. Aber der Sommer war auf jeden Fall einer der trockensten überhaupt im Putorana. Jäger, die ich am Ende der Tour traf, konnten sich nicht erinnern, dass es jemals so wenig Niederschlag gegeben hatte. Viele kleine bis mittlere Zuflüsse zur Kureika und zum Kochechumo waren ganz versiegt. Das Angeln war für uns deshalb über lange Strecken wirklich mies, normalerweise findet man ja gerade an den Einmündungen der Zuflüsse viel Fisch. Wobei Fisch für die Bären an der Kureika wahrscheinlich keine so wichtige Nahrungsquelle darstellt, die Lachswanderung scheidet jedenfalls aus. Einmal ist da der große Wasserfall bei Vladimirs Hütte, der für Lachse seit jeher nicht zu überwinden sein dürfte. Zum anderen ist die Kureika durch den Staudamm bei Svetlogorsk endgültig vom Jenissei und damit vom Meer abgeschnitten worden. Waldbeeren und Pilze als eine weitere Nahrungsquelle für die Bären waren 2019 Hülle und Fülle vorhanden.

      Kommentar


      • Meer Berge
        Fuchs
        • 10.07.2008
        • 2301

        • Meine Reisen

        Puuuuuuuu!
        Ich wäre auch gepaddelt wie der Teufel!
        An Land ist das was anderes. Der Bär kann schnell rennen, man selbst ist auch flexibler in seinen Reaktionen.
        Auf dem Wasser ist man selbst ja wenig aktionsfähig, zumal man noch Angst um sein Boot haben muss. Macht der Bär dein Boot kaputt, fehlt es dir nicht nur für den Rest der Tour, es fehlt dir ziemlich unmittelbar! Als Schwimmer in Klamotten hat man gegen einen Bären wohl definitiv verloren. Da sehe ich auch nur die Flucht - es sei denn, man hat eine Schusswaffe zur Hand und ist hinreichend sicher im Umgang damit. Der Schnelligkeitsunterschied von dir im Boot und dem schwimmenden Bären ist deutlich geringer als wenn ihr beide festen Boden unter den Tatzen hättet. Ich denke auch, das war die richtige Reaktion. Nicht nur, weil sie erfolgreich war.
        Könnte direkt aus dem Lederstrumpf sein.

        Kommentar


        • Robtrek
          Erfahren
          • 13.05.2014
          • 319

          • Meine Reisen

          Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
          Als Schwimmer in Klamotten hat man gegen einen Bären wohl definitiv verloren.
          Ja, ich denke auch deshalb, weil man sich im Wasser ja bewegen muss. Also "tot stellen" ist gar nicht möglich, wie Mortias oben schon geschrieben hat. Wenn man es überlegt, sind eigentlich nur zwei instinktgesteuerte Reaktionen möglich: panikartige Flucht, oder vor Schreck erstarren. Die Starre endet aber mit Sicherheit nach wenigen Sekunden, wenn der Bär das Boot erreicht. Mit einem Schlag seiner Tatze würde er zunächst das Boot treffen und zerstören, woraufhin der Insasse ins Wasser rutscht und dabei zwangsläufig anfängt, sich zu bewegen. Kein schönes Szenario. Mir ist kein Fall bekannt, wo ein Paddler in diese Lage geraten ist. Von einem Motorboot hat man es mir mal in Yakutien erzählt. Dabei soll der Bootsfahrer aus Übermut einen schwimmenden Bären gezielt gerammt haben, im Ergebnis drei Tote. Aber wie gesagt, das ist aus zweiter Hand. Zutrauen würde ich es einem wodkaseligen Städter auf Wochenendabenteuer aber allemal.

          Kommentar


          • bikevagabond
            Gerne im Forum
            • 22.11.2013
            • 50

            • Meine Reisen

            Es geht also weiter.. und es bleibt spannend!

            Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
            Zum Glück fällt mir das Trekking von Jahr zu Jahr leichter, und jedes Jahr kann der Rucksack ein bisschen schwerer werden. Vergangenen Sommer erstmals über 40 kg, und null Problemo.
            Bei mir scheint es eher umgekehrt zu sein.. aber seit der Putorana-Tour 2016 habe ich auch keinen weiteren Wildnistrip mehr unternommen - vielleicht sollte ich mal wieder, um nicht einzurosten.

            Das Brot war übrigens nur ein abgewandeltes Rezept, das ich mir im Suntar-Chajata bei den Ewenen abgeschaut habe.. mit Hunger in der Taiga schmeckt eh alles gut ;)

            Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
            Tolmachev I P - Толмачев И. П. 1905-06. Er schrieb: "Das riesige Gebiet von mehreren hunderttausend Quadratkilometern, das von Middendorf und Chekanovsky eingekreist wurde, ist eines der am wenigsten erforschten Gebiete nicht nur Sibiriens, sondern der ganzen Erde." Tolmachev war der erste, der ins Innere des Putorana vorstoßen konnte. Seine Route (Turukhansk - Kureika bei Vladimirs Hütte - Kotui Oberlauf - Essei-See - Moiero - Kotui Unterlauf - Khatanga) deckt sich teilweise mit unseren Touren von 2016 und 2018. Tolmachev bemerkte damals, dass das Putorana von den Tungusen praktisch unbesiedelt war.

            Baklund O O - Баклунд О. О. - Weggefährte Tolmachevs, der nach der Expedition einen anderen Weg zurück nahm. Auch nach Tolmachev und Baklund wies die russische Karte des Putorana von 1910 noch gewaltige Fehler und Lücken auf. Bergketten und Flussverläufe hatten z.T. nichts mit der Realität zu tun, sie beruhten im wesentlichen auf Erzählungen der Tungusen. Im Großen und Ganzen korrekt dargestellt waren immerhin die Flüsse Kureika, Beldunchana, Gongda, und Kochechumo, die alle auf unserer Tour von 2019 eine Rolle spielen.

            Urvantsev N N - Урванцев Н. Н. 1920-29. Er konnte auf seinen Expeditionen viele weiße Flecken schließen und Fehler korrigieren.
            Sehr interessant! Zur Entdeckungsgeschichte des Putorana hatte ich bisher noch nichts gelesen.

            Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
            Wenn man es überlegt, sind eigentlich nur zwei instinktgesteuerte Reaktionen möglich: panikartige Flucht, oder vor Schreck erstarren. Die Starre endet aber mit Sicherheit nach wenigen Sekunden, wenn der Bär das Boot erreicht.
            Auf der Judoma ist dir doch auch schon mal ein Bär hinterher geschwommen.. vielleicht macht dein Boot einen verlockenden Eindruck auf die Tiere ;)

            Mir ist ja damals zum Ochotskischen Meer fast das Gleiche passiert, als ich eines Abends nichtsahnend auf einem Nebenarm die Ketanda hinunter trieb und urplötzlich ein Bär aus dem Unterholz auf mich zu preschte. Da schaltete bei mir auch in Bruchteilen von Sekunden der Instinkt ein. Keine Zeit, keine Chance in so einer Situation ein Abwehrmittel einzusetzen, geschweige nachzudenken, was hier die richtige Reaktion wäre. Mein Instinkt entschied und ließ mich intuitiv das Paddel hochreißen und den Bären anbrüllen. Das hat ihn dann womöglich gestoppt, direkt an der Uferlinie - nur drei Meter von mir entfernt... Der hätte locker zu mir weiterrennen können, denn das Wasser war nur knie- bis oberschenkeltief. Durch die Strömung blieb ich auch nicht still auf einem Fleck, was den Bären am Ufer weiter animierte, mich im Fokus zu behalten. Ich vermied weiterzupaddeln, weil es wie Flucht aussehen könnte, zumal ich paddelnd ohnehin nicht entkommen wäre. Aber nur in einer Starre verharren und nichts machen (ohne Drohgebärde) hätte ihn wahrscheinlich nicht zögern und letztlich umdrehen lassen. Es war der einzige wirklich kritische Moment in meinem Leben, bei dem ich dachte, jetzt ist es vorbei.. daher kann ich deine Erfahrung gut nachvollziehen.

            Mittlerweile bin ich der Überzeugung, dass man sich bestimmte instinktive Handlungen auch antrainieren kann. In meinem Fall waren es wohl die wiederholten Begegnungen mit aggressiven Hunden (auf Radtouren), die ich mit Drohgebärden stets erfolgreich auf Distanz halten konnte, anfangs als bewusste Reaktion, mit der Zeit auch intuitiv. Das funktionierte schließlich auch bei einem übermütigen Yakbullen in Kirgistan und zuletzt sogar bei Bärenbegegnungen in Tschukotka, wobei ich aber immer mit dem bepackten Rad eine massige Einheit bildete. Durch die wiederholten Erfahrungen hatte ich diese Reaktion verinnerlicht. Und da sie auch einen attackierenden Bären zurückgehalten hat, glaube ich, dass offensives Auftreten das letzte Mittel sein kann, einen angreifenden Bären zu verunsichern, damit er vielleicht doch noch ablässt von dem, was ihn angetrieben hat (falls es keine Chance gibt zu flüchten oder ein Abwehrmittel einzusetzen). Tot stellen wäre für mich keine Alternative.

            Kommentar


            • janphilip
              Erfahren
              • 03.07.2020
              • 183

              • Meine Reisen

              Zitat von bikevagabond Beitrag anzeigen
              Mittlerweile bin ich der Überzeugung, dass man sich bestimmte instinktive Handlungen auch antrainieren kann. In meinem Fall waren es wohl die wiederholten Begegnungen mit aggressiven Hunden (auf Radtouren), die ich mit Drohgebärden stets erfolgreich auf Distanz halten konnte, anfangs als bewusste Reaktion, mit der Zeit auch intuitiv. Das funktionierte schließlich auch bei einem übermütigen Yakbullen in Kirgistan und zuletzt sogar bei Bärenbegegnungen in Tschukotka, wobei ich aber immer mit dem bepackten Rad eine massige Einheit bildete. Durch die wiederholten Erfahrungen hatte ich diese Reaktion verinnerlicht. Und da sie auch einen attackierenden Bären zurückgehalten hat, glaube ich, dass offensives Auftreten das letzte Mittel sein kann, einen angreifenden Bären zu verunsichern, damit er vielleicht doch noch ablässt von dem, was ihn angetrieben hat (falls es keine Chance gibt zu flüchten oder ein Abwehrmittel einzusetzen). Tot stellen wäre für mich keine Alternative.
              Von dem was ich bisher erlebt und von Fachleuten gehört habe ist das auch absolut richtig.
              Ruhig bleiben und ausweichen solange der Braunbär nicht offensiv auftritt, sollte er offensiv werden selber mit aller Aggression, die man im Stande ist aufzubringen, reagieren.

              Das mit dem tot stellen bezieht sich laut den Rangern aus Alaska nur auf den Fall dass ein Braunbär Scheinangriff tatsächlich mal damit endet das "der Bär Kontakt herstellt", einen also umrennt. In dem Fall soll man so tun als hätten einen das umgebracht und sich flach auf den Bauch legen, die Hände im Nacken verschränkt.
              Das man sich in dem Moment wahrscheinlich schon eingeschissen hat steht auf nem anderen Blatt Papier..

              Zum Thema Boot hab ich mal ein Video gesehen, wo ein Braunbär zu drei Anglern im Boot schwimmt und das Boot einfach umdreht. Die drei landen im Wasser und sind verständlicher Weise nervlich völlig am Ende. Der Bär pickt sich aber nur in aller Ruhe die toten Fische aus dem Wasser und schwimmt dann zum Ufer zurück..
              Ich glaube das gabs sogar auf Youtube aber ich finde es nicht wieder..

              Kommentar


              • Mortias
                Dauerbesucher
                • 10.06.2004
                • 972

                • Meine Reisen

                Zitat von janphilip Beitrag anzeigen
                Das mit dem tot stellen bezieht sich laut den Rangern aus Alaska nur auf den Fall dass ein Braunbär Scheinangriff tatsächlich mal damit endet das "der Bär Kontakt herstellt", einen also umrennt. In dem Fall soll man so tun als hätten einen das umgebracht und sich flach auf den Bauch legen, die Hände im Nacken verschränkt.
                OT: Dem muss ich teilweise widersprechen. Meines Wissens gilt dies generell bei allen "defensiven" Angriffen (die eine große Mehrheit aller Bärenangriffe darstellen). Also beispielsweise auch bei Müttern die Ihre Jungtiere bedroht sehen oder Bären die ihr Revier bzw. ihre Beute verteidigen wollen oder ihre Dominanz beweisen möchten. Bei solchen Angriffen ist tot stellen das richtige Mittel (sofern das Bärenspray nicht wirkt bzw. man keines dabei hat). Nur bei offensiven Angriffen, sprich wenn der Bär einen als Beute sieht und schlagen will, ist es unbedingt ratsam so agressiv wie nur irgend möglich aufzutreten. Tot stellen dann das dümmste was man machen kann. Die Herausforderung besteht natürlich dahin, bei einem Bärenangriff richtig einzuschätzen ob es sich um eine offensive oder defensive Attacke handelt und das Verhalten entsprechend auszurichten. Ich denke innerhalb von Sekundenbruchteilen ist das gar nicht so einfach. Von daher bin ich heilfroh, dass ich selbst noch nie in so einer Situation war wo ich das entscheiden musste.

                Kommentar


                • TilmannG
                  Dauerbesucher
                  • 29.10.2013
                  • 772

                  • Meine Reisen

                  Hei Rob, hatte deinen Bericht bislang vor mir her geschoben, bin dafür aber jetzt am Stück bis hierher an den Hegochar mitgenommen worden. Grandios - danke!
                  Deine Ernährung bleibt mir rätselhaft, von Lenas brauch ich garn nicht reden. Als gerade im Alltag eher sportiver Mensch habe ich einen hohen Umsatz. Beim Trekking verändert sich das zwar bald, der Körper stellt sich schon um und knabbert an den eigenen Reserven. Aber nach zwei bis drei Wochen Mangelernährung wird dann doch alles zäh - die Etappen kürzer, Extra-Gipfel oder Abendausflüge werden eingestellt. Wir brauchen das jetzt nicht zu diskutieren, die Menschen sind unterschiedlich, schreib lieber weiter....
                  Grüßr von Tilmann

                  http://www.foto-tilmann-graner.de/

                  Kommentar


                  • Mika Hautamaeki
                    Alter Hase
                    • 30.05.2007
                    • 3938

                    • Meine Reisen

                    Nun hab ich endlich Zeit gehabt weiter zu lesen. Und dann so ein spannender, geradezu nervenaufreibender Zwischen-Part... Ichbrauch nu erstmal nen Köm
                    Vielen Dank, ich bin gespannt wie es weiter geht.
                    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
                    A. v. Humboldt.

                    Kommentar


                    • Robtrek
                      Erfahren
                      • 13.05.2014
                      • 319

                      • Meine Reisen

                      Zitat von TilmannG Beitrag anzeigen
                      Hei Rob, hatte deinen Bericht bislang vor mir her geschoben
                      Und ich schiebe das Schreiben vor mir her. Aber heute geht es weiter. Ich will die Geschichte ja noch vor Beginn der nächsten Saison zu Ende bringen.

                      Kommentar


                      • Robtrek
                        Erfahren
                        • 13.05.2014
                        • 319

                        • Meine Reisen

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put523_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 718,1 KB ID: 3017087

                        Beginn des dritten Trekkingabschnitts – Sumpf ohne Ende – Spuren der Vergangenheit

                        Gegen Abend verlassen wir die Kureika und beginnen die fünfte große Etappe unserer Tour: Trekking-Boot-Trekking-Boot, jetzt ist also zum dritten Mal "Trekking" an der Reihe. Auf der Google-Karte unserer Tour befinden wir uns jetzt kurz vor der hellblauen Marke vom 15.08. Zeitlich ist damit ungefähr die Hälfte der Tour vorbei. Kilometermäßig aber haben wir noch nicht einmal ein Drittel geschafft.

                        Die gleiche Gegend auf der sowjetischen Militärkarte: man sieht die Kureika mit den beiden Zuflüssen Gongda (Гонгда) und Hegochar (Хэгочар). Unser Trekking führt nach Osten zum Hegochar-See und weiter zum Kochechumo (Кочечумо), der von Nord nach Süd fließt (1:200.000, 1 Quadrat = 4x4 km).

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put526_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 719,9 KB ID: 3017086

                        Gegen 22 Uhr finden wir einen ausgezeichneten Lagerplatz am hohen Ufer des Hegochar-Flusses. Die Nacht wird klar, es ist eisig kalt.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put525_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 841,6 KB ID: 3017088

                        Ich war mit den unterschiedlichsten Leuten in der Wildnis unterwegs. Einen Satz habe ich dabei immer wieder gehört: "Feuer ist Leben." Das kommt wohl jedem automatisch in den Sinn, sobald die Nächte richtig kalt werden.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put531_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 742,5 KB ID: 3017085

                        Bleiben wir also noch ein bisschen am warmen Feuer, bevor es zum Schlafen in die Gefriertruhe geht.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put532_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 775,7 KB ID: 3017090


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put533_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 506,5 KB ID: 3017089

                        Am nächsten Morgen liegt kalter Nebel über dem Flusstal.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put535_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 744,7 KB ID: 3017091

                        Doch bald brennt die Sonne den Nebel weg und ein wunderbarer warmer Tag beginnt.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put536_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 626,2 KB ID: 3017092

                        Wir folgen dem Hegochar aufwärts. Auf der Karte war nicht zu sehen, ob man vielleicht die Boote beladen am Ufer entlang ziehen könnte. Das wäre vor allem für mich eine Erleichterung, denn ich muss ja mit meinen zwei Rucksäcken die dreifache Entfernung zurücklegen wie Sergei und Lena. Die Ufer eignen sich aber nicht zum Treideln, und im Fluss liegen auch zu viele Steine. Auf dem Foto sieht man Sergei und Lena, denen gleich ein Anstieg am Steilufer bis zu meiner Position bevorsteht.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put537_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 679,1 KB ID: 3017093


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put538_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 579,3 KB ID: 3017094


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put539_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 705,1 KB ID: 3017095

                        So schön das Wetter ist, so schlecht ist der Untergrund. Sumpf und Dickicht wechseln sich ab. Ich gehe eine Zickzack-Route, aber nirgendwo stoße ich auf einen Rentierpfad. Anscheinend meiden die Tiere dieses sumpfige Tal, sie haben woanders einen besseren Weg gefunden.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put540_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 746,8 KB ID: 3017097

                        Das Mittagessen von heute bleibt mir in Erinnerung, es fand buchstäblich in einem Sumpf statt. Manche werden das kennen: man balanciert über glitschige Grasknollen und läuft dabei ständig Gefahr, in tiefe Gräben mit schlammigem Wasser abzurutschen. Es ist kaum auszumachen, wo wirklich ein fester Grasknollen einigermaßen Halt bietet, und wo unter den wilden Grasbüscheln die Gräben lauern. Ist man erstmal in einen Graben gerutscht, stecken die Gummistiefel im Schlamm fest, man bekommt sie kaum mehr heraus. So stolpert und flucht man Meter für Meter voran, immer begleitet vom Summen der Mücken.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put541_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 779,6 KB ID: 3017098


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put542_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 700,9 KB ID: 3017099


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put543_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 536,1 KB ID: 3017096

                        Wo es feucht und schattig ist, findet man immer wieder Johannisbeeren. Wir greifen mit beiden Händen zu, denn das heutige Trekking hat ordentlich an unseren Kräften gezehrt. Jede kleine süße Abwechslung hebt die Stimmung.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put545_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 658,8 KB ID: 3017101


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put544.jpg Ansichten: 0 Größe: 662,6 KB ID: 3017100

                        Auf diesem Bild kann man sehen, wie sich Lena in einer Mückenwolke fortbewegt. So geht das den ganzen Tag ohne Atempause.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put546_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 801,9 KB ID: 3017107

                        Plötzlich stoßen wir wieder auf alte Spuren von Fallenstellern.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put547_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 768,6 KB ID: 3017106

                        Doch hier ist noch mehr: dieses Quadrat mit der Stele wurde nicht von Jägern oder Fallenstellern errichtet, hier waren Topografen am Werk. Die Baumstümpfe drumherum sind alle in einer bestimmten Höhe abgeschlagen. Die Erbauer waren also im Winter hier - eigentlich logisch, denn auf Rentierschlitten kommt man viel leichter an diesen abgelegenen Ort, als mühselig im Sommer durch die Sümpfe.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put548_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 434,8 KB ID: 3017102

                        In Zentrum des Quadrats befindet sich ein Metallteil. Es handelt sich um einen alten Vermessungspunkt. Sergei kennt sich ein bisschen damit aus, auf russisch heißt so etwas "Reper". Weiter oben in diesem Thread wurde ja schon kurz die Entdeckungsgeschichte des Putorana angesprochen. Diese Region war zu Beginn des 20. Jh. einer der letzten großen weißen Flecken auf der Weltkarte. Hier stehen wir nun an einem Ort, wo diese Wildnis vermessen und kartografiert wurde.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put549a_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 475,5 KB ID: 3017104

                        Vielleicht gibt es Forumsteilnehmer, die Vermessungstechnik oder Geodäsie gelernt haben, womöglich sogar in Russland. Was bedeutet die Aufschrift auf dem Vermessungspunkt? Rechts oben kann man wohl die kyrillischen Buchstaben GUGK entziffern. Das wäre die Abkürzung für "Hauptverwaltung Geodäsie und Kartografie". Links könnte das Wort "Nivelir" stehen. Das hätte sicher etwas mit einem Nivelliergerät zur Höhenbestimmung zu tun. Unten stehen evtl. die Ziffern 9474, das könnte einfach die Nummer des Vermessungspunkts sein. Soweit meine laienhafte Interpretation.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put549_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 400,8 KB ID: 3017103

                        Was ein "Geodäsisches Zeichen" ist, weiß praktisch jeder russische Wildnistrekker, denn die trifft man häufiger in der Taiga. Es handelt sich dabei um Stelen mit kleinen Aluminiumschildern, v.a. aus den 1950er-1970er Jahren. Aber so einen Reper sieht man nicht alle Tage. Für mich war es überhaupt das erste Mal, während Sergei solche Vermessungspunkte früher schon mal auf Berggipfeln bemerkt hatte.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put550_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 470,0 KB ID: 3017105

                        Der Vermessungspunkt liegt in einem Meer von Blaubeeren. Ich sammle gleich ein paar Flaschen voll. Heute abend gibt es dann Milchreis mit Beeren statt mit Rosinen.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put551_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 573,7 KB ID: 3017109


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put552_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 439,4 KB ID: 3017108


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put553_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 707,0 KB ID: 3017110

                        Inmitten dieser endlosen Sümpfe finden wir wiederum einen sehr guten Lagerplatz mit trockenem Waldboden am Ufer des Hegochar.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put554_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 817,1 KB ID: 3017114

                        Es geht weiter. Erneut treffen wir auf Spuren von Menschen. Auch hier wurden vor vielen Jahren im Winter Bäume gefällt.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put555_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 699,4 KB ID: 3017111

                        Mittagspause: Pilzsuppe mit Mücken.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put556_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 452,1 KB ID: 3017112


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put557_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 666,7 KB ID: 3017113


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put558_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 744,1 KB ID: 3017115

                        Gestern war ein anstrengender Tag, doch heute ist es noch schlimmer. Der weiche Untergrund aus Moos und Sumpf saugt die letzte Kraft aus unseren Beinen.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put559_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 754,9 KB ID: 3017117

                        Erschöpfungspause. Viel weiter können wir nicht mehr gehen.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put560_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 660,9 KB ID: 3017116

                        Kurz vor 21 Uhr ist es für heute geschafft. Feuer machen, hinlegen, ausruhen. Ach ja, und ich muss noch zwei Kilometer durch den Sumpf zurück, um den anderen Rucksack zu holen. Gegen Mitternacht bin ich wieder im Lager. Jetzt gibt es das lang ersehnte heiße Abendessen, am wärmenden Feuer in der kalten Nacht.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put561_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 643,3 KB ID: 3017118


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put562_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 751,5 KB ID: 3017121

                        Zum Frühstück mache ich Bulgur mit Kräutern. Bulgur ist Klasse, das schmeckt nach Zentralasien, Plov, Chaikhana... eine andere Welt, unendlich weit von hier.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put563_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 536,2 KB ID: 3017119


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put564_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 695,8 KB ID: 3017122

                        Ich furte den Hegochar. Das andere Ufer ist zwar steil und hügelig, aber, so scheint mir, insgesamt trockener und möglicherweise leichter zu begehen.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put567_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 884,2 KB ID: 3017125

                        Und hier stoße ich wieder auf interessante Spuren aus der Vergangenheit. Das hier war wohl ein Schlitten, vor den man ein Rentier spannen konnte.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put568_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 800,7 KB ID: 3017126

                        Noch ein Vermessungspunkt.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put569_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 436,8 KB ID: 3017123

                        GUGK Nr. 4890

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put566_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 710,0 KB ID: 3017124

                        Es geht weiter den Hegochar aufwärts.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put565_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 473,5 KB ID: 3017120

                        Bald muss auch der Hegochar-See kommen. Aber dies ist nur ein kleiner namenloser See auf dem Weg dahin.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put570_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 795,3 KB ID: 3017131

                        Und dann, auf einem Hügel oberhalb des Sees: alte Gräber. Daneben liegt ein heruntergefallenes orthodoxes Holzkreuz. Wer liegt hier begraben? Wer hat sich die Mühe gemacht, aufwendig Bretter für eine letzte Ruhestätte zu zimmern? Dazu das christliche Symbol, stammen diese Gräber vielleicht noch aus der Zeit vor dem Kommunismus? Hat man kein Grab ausgehoben, weil der Boden gefroren war? Auch eine Abdeckung mit Steinen aus dem nahen Fluss hätte die Verstorbenen dem Zugriff wilder Tiere entzogen. Doch man entschied sich dafür, eine richtige Grabstelle zu bauen.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put571_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 766,8 KB ID: 3017130

                        Man wird wohl nie erfahren, welche Geschichte sich an diesem Ort abgespielt hat.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put572_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 946,1 KB ID: 3017134

                        Neben den Gräbern wurde dieser Baumstamm vor nicht allzu langer Zeit aus seiner Position gehoben. Ein Bär, der die Unterseite nach Raupen absuchen wollte?

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put573_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 685,3 KB ID: 3017129

                        Ich habe Lena und Sergei gebeten, immer ein Zeichen zu hinterlassen, wenn sie an meinem vorausgetragenen Rucksack vorbeikommen. So kann ich besser einschätzen, in welchem Bereich ich sie suchen müsste, wenn wir uns nochmal verlieren sollten. Es reicht ja, in der groben Richtung bis auf Rufweite heranzukommen, danach geht man den Stimmen nach. Anstelle eines simplen Holzpfeils macht Lena heute ein Stück Kleinkunst: "Ensemble von Blaubeeren am Pilz."

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put575_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 426,4 KB ID: 3017128


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put576_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 376,7 KB ID: 3017127

                        Wieder etwas Neues, für das wir keine Erklärung finden. Wozu diente dieser ca. 50 cm hohe, abgerundete Holzpflock mit dem Nagel? Er steht direkt am Seeufer. Später finde ich ein weiteres Exemplar.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put577_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 647,8 KB ID: 3017133

                        Der Weg entlang des kleinen Sees bietet schöne Panoramen, aber in puncto Trekking gehört er zum Schlimmsten, was das an Hindernissen so reiche Hegochar-Tal für uns bereithält. Wir gehen über weiches, versumpftes Moos wie auf Schwämmen.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put578_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 621,7 KB ID: 3017132

                        Der kleine See liegt endlich hinter uns. Das Hegochar-Tal wird flacher. Der Untergrund bleibt ziemlich sumpfig.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put579_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 632,5 KB ID: 3017135


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put580_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 674,4 KB ID: 3017138


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put581_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 747,0 KB ID: 3017140


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put582_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 428,4 KB ID: 3017136

                        In der Ferne tauchen wieder Plateauberge auf, die für das Putorana so typisch sind.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put583_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 452,9 KB ID: 3017137


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put584_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 643,0 KB ID: 3017141


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put587_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 368,2 KB ID: 3017139

                        Der zweite Nagelpflock. Da ich so etwas noch nie zuvor in der Taiga gesehen habe, vermute ich, dass es auch etwas mit Vermessungsarbeiten zu tun hat.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put588_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 509,5 KB ID: 3017144

                        Gegen 20 Uhr suchen wir einen Lagerplatz. Die Nacht verspricht hier oben wiederum sehr kalt zu werden.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put589_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 731,9 KB ID: 3017146

                        Zeit für ein "Nodia". Man legt zwei größere Stämme parallel zueinander. In die Mitte kommen dünnere Äste und Zunder. Obendrauf ein dritter großer Stamm. Diese Art von Feuer brennt stundenlang.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put590_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 728,5 KB ID: 3017148


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put591_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 363,4 KB ID: 3017142

                        Lena bekommt den besten Platz: in der Mitte zwischen Kochfeuer und Nodia.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put592_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 426,1 KB ID: 3017143


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put593_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 544,2 KB ID: 3017147


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put594_resize.JPG Ansichten: 0 Größe: 458,6 KB ID: 3017145

                        Immer wieder wird man dazu verleitet, den schweren Rucksack abzuwerfen und sich den Mund mit leckeren Beeren vollzustopfen.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put595_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 606,9 KB ID: 3017149


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put596_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 691,3 KB ID: 3017152

                        Eine enorme Geweihhälfte, größer als mein 100 l - Rucksack.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put597_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 810,5 KB ID: 3017153

                        Das muss ein riesiger Rentierbulle gewesen sein. Nicht weit davon liegen auch die Knochen eines kleinen Rentiers. Welche Tragödie hat sich hier abgespielt? Hat der Bulle das Jungtier gegen ein Wolfsrudel verteidigt und den Kampf verloren?

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put598_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 832,7 KB ID: 3017159

                        Wiederum eine Konstruktion über der Schneehöhe. Möglicherweise die Basis für eine Plattform, auf der man ein Zelt errichten konnte?

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put599_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 852,3 KB ID: 3017154


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put600_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 750,7 KB ID: 3017156

                        Und da ist er endlich: der Hegochar-See, das Ziel unserer Träume.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put603_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 420,0 KB ID: 3017150

                        Das mühsame Vorankommen im Sumpf hatte in uns den Entschluss reifen lassen, auf dem Hegochar-See eine ungeplante zusätzliche Bootsetappe einzulegen. Es sind zwar nur 8 km, aber in schwierigem Gelände müssen die auch erstmal gelaufen werden. Da lohnt sich der Aufbau der Boote. Lena und Sergei sind zuerst damit fertig und fahren schon los.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put604_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 556,4 KB ID: 3017155


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put605_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 612,2 KB ID: 3017158

                        Der Bootsaufbau und das Umpacken dauern ungefähr eine Stunde. Vor der Abfahrt wird alles noch einmal gründlich abgesucht. Bloß nichts vergessen, was man später noch braucht!

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put602_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 491,1 KB ID: 3017151

                        Vor mir liegt nun der unbekannte, nie besuchte Hegochar-See. Er ist im Verlauf der letzten fünf Wochen zu unserem großen Ziel geworden, der Pol der Unzugänglichkeit auf unserer Reise. Hinter dem See beginnt die Heimfahrt, die Rückreise in die Zivilisation.

                        Einen einzigen dürren Bericht hatte ich über diesen See gefunden, von einer Gruppe, die vor 30 Jahren unseren Weg von der Kureika zum Kochechumo gegangen war. Orte wie der Hegochar, weit abseits der bekannten Pfade gelegen, ziehen mich an. An ihnen herrscht oft eine besondere Atmosphäre, und auf der Reise dorthin baut sich eine Spannung auf. Was wird man vorfinden, nachdem man unter so großen Mühen bis hierher gelangt ist?

                        Der Hegochar wird unsere Erwartungen nicht enttäuschen.


                        (Fortsetzung folgt demnächst)


                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19Put606_resize.jpg Ansichten: 0 Größe: 587,3 KB ID: 3017157
                        Zuletzt geändert von Robtrek; 30.01.2021, 14:26.

                        Kommentar


                        • d94
                          Gerne im Forum
                          • 29.04.2017
                          • 89

                          • Meine Reisen

                          Ich bin bei einem Aspekt jetzt mal neugierig:
                          Wenn die Taktik ist, zwei 30 oder 35-Kilo-Rucksäcke abwechselnd zu tragen, und ich (früh im Bericht) Sätze lese wie

                          Burelom ist der Albtraum des Trekkers. Wer mit schwerem Gepäck mehr als einen Kilometer am Tag schafft, kann sich glücklich schätzen.
                          wäre man in Summe eigentlich langsamer / wäre es in Summe eigentlich kraftraubender wenn man noch deutlich kleinere Gepäckportionen zusammenstellt und da mit Rucksackgewichten durchläuft bei denen man sich wirklich flüssig und ohne Gleichgewichtsprobleme etc. bewegen kann, halt um den Preis dass man noch öfter hin- und herläuft (und hin- und herpacken muss)?

                          Kommentar


                          • Robtrek
                            Erfahren
                            • 13.05.2014
                            • 319

                            • Meine Reisen

                            Zitat von d94 Beitrag anzeigen
                            wäre man in Summe eigentlich langsamer / wäre es in Summe eigentlich kraftraubender wenn man noch deutlich kleinere Gepäckportionen zusammenstellt und da mit Rucksackgewichten durchläuft bei denen man sich wirklich flüssig und ohne Gleichgewichtsprobleme etc. bewegen kann, halt um den Preis dass man noch öfter hin- und herläuft (und hin- und herpacken muss)?
                            Über kurze Abschnitte mit wirklich riskantem Gelände wäre das Umpacken ratsam. Wenn man z.B. einen Felsabbruch hochkraxeln müsste, wo man sich absolut keinen Sturz leisten darf, würde man den Rucksack leichter machen und lieber öfter hoch- und runterklettern. Oder den Rucksack am Seil hochziehen, wo das möglich ist. Gerade hinter dem Abschnitt, den du oben erwähnst, gab es hinter dem Burelom beim ersten Aufstieg aufs Plateau so eine Felswand. Wir haben dann aber eine Stelle gefunden, wo man auch mit schwerem Rucksack noch sicher klettern konnte.

                            Wenn es sich nicht um eine Stelle mit hohem Risiko handelt, sondern einfach nur ein besonders anstrengender und umständlicher Abschnitt ist, dann lohnt es sich normalerweise nicht, mit weniger Gepäck zu gehen und dafür öfter zu pendeln. Der Burelom ist wie ein Labyrinth aus umgestürzten Baumstämmen, da kann man ja kaum tief fallen. Verletzungsgefahr besteht natürlich trotzdem, aber nicht mit so hohem Risikio. Da möchte man lieber nur 3x durchklettern als 5x, deshalb geht man nach Möglichkeit mit nur 2 Rucksäcken.

                            Generell für die ganze Tour kann ich sagen: wenn nur irgendwie möglich, muss man sich auf 1 Rucksack beschränken. 2 RS mit 3x pendeln ist ermüdend, 3 RS mit 5x pendeln ist die Hölle. Man kommt kaum voran und das drückt auf die Stimmung. Bei unserer Tour 2016 haben wir jeder 3 RS dabeigehabt und 5x pendeln ausprobiert, ich kann davon nur abraten.
                            Ob es möglich ist, sich auf 1 RS zu beschränken, wenn das Ziel ist, 60 Tage autonom zu sein? Das absolute Minimum an Lebensmitteln wäre 24 kg, schon an der Grenze zur Fahrlässigkeit. 30 kg Lebensmittel wäre immer noch wenig, aber vertretbar. Wenn man also einen 45 kg RS schultern kann, bleiben 15-21 kg für die gesamte Ausrüstung inkl. Boot. Im Prinzip wahrscheinlich machbar, wenn man die hohen Kosten einer UL-Ausrüstung nicht scheut. Man muss ja trotzdem warm und trocken bleiben. Lena und Sergei hatten z.B. zur Gewichtsersparnis nur eine halbe Isomatte zu zweit dabei, auf der sie mit ihren Oberkörpern lagen. Die haben am Ende z.T. ganz schön gefroren, als es nachts wirklich kalt wurde.

                            Kommentar


                            • Ljungdalen
                              Fuchs
                              • 28.08.2017
                              • 1436

                              • Meine Reisen

                              Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
                              Es handelt sich um einen alten Vermessungspunkt. Sergei kennt sich ein bisschen damit aus, auf russisch heißt so etwas "Reper".
                              Interessante Dinger. Vor französisch repère wohl, was auch (u.a.) so eine Kennzeichnung oder Marke bezeichtet (zB repère kilometrique), russisch aber auf der ersten Silbe betont.

                              Muss von frühestens 1938 sein, denn da erhielt diese Behörde die Bezeichnung (Abkürzung) GUGK. War zuerst dem Ministerrat (der zuerst in der Zeit noch "Rat der Volkskommissare" hieß) direkt unterstellt, später zwischenzeitlich dem Innenministerium und dann dem Geologieministerium (so was gab's!), und ab 1967 bis zum Ende der Sowjetunion wieder dem Ministerrat. (Ich hatte auch mal mit - sowjetischer - Geologie & ein wenig Geodäsie zu tun...)

                              Kommentar


                              • Robtrek
                                Erfahren
                                • 13.05.2014
                                • 319

                                • Meine Reisen

                                Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen

                                Interessante Dinger. Vor französisch repère wohl, was auch (u.a.) so eine Kennzeichnung oder Marke bezeichtet.
                                Tatsächlich! Ich hatte mich gewundert, weil "Reper" so gar nicht original russisch klingt und die ja viele technische Begriffe aus dem Deutschen oder Englischen adoptiert haben. Aber auf Frankreich als Ursprungsland war ich nicht gekommen. Und auch das Wort "Nivelir" ist so zu erklären, siehe Wikipedia: "en topographie, un repère de nivellement matérialise une altitude déterminée par nivellement".

                                Danke auch für die Jahreszahl 1938. Ich hatte im Internet nur das Datum 1967 gefunden, aber diese Reper und die Holzüberreste drumherum sahen schon etwas älter aus.

                                Kommentar


                                • utor
                                  Erfahren
                                  • 30.06.2006
                                  • 283

                                  • Meine Reisen

                                  Danke für den schönen und spannenden Reisebericht! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung...
                                  "Dinge, die wie Dinge aussehen wollen, sehen manchmal mehr wie Dinge aus, als Dinge." TP
                                  ----
                                  fotos vom draussen.

                                  Kommentar


                                  • Mortias
                                    Dauerbesucher
                                    • 10.06.2004
                                    • 972

                                    • Meine Reisen

                                    Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
                                    Vor mir liegt nun der unbekannte, nie besuchte Hegochar-See. Er ist im Verlauf der letzten fünf Wochen zu unserem großen Ziel geworden, der Pol der Unzugänglichkeit auf unserer Reise. Hinter dem See beginnt die Heimfahrt, die Rückreise in die Zivilisation.

                                    Einen einzigen dürren Bericht hatte ich über diesen See gefunden, von einer Gruppe, die vor 30 Jahren unseren Weg von der Kureika zum Kochechumo gegangen war. Orte wie der Hegochar, weit abseits der bekannten Pfade gelegen, ziehen mich an. An ihnen herrscht oft eine besondere Atmosphäre, und auf der Reise dorthin baut sich eine Spannung auf. Was wird man vorfinden, nachdem man unter so großen Mühen bis hierher gelangt ist?
                                    Was für eine wunderbare Formulierung um die Faszination für Wildnislandschaften auszudrücken. Im Kleinformat (sprich Lappland) kenne ich das auch, dieses Gefühl sich von möglichst abgelegenen Orten angezogen zu fühlen. Da geht es mir dann auch nicht unbedingt darum, dass die Landschaft möglichst spektakulär sein muss. Sondern das Spektakuläre ist ja gerade das Wissen um die Abgeschiedenheit und dass vor einem noch kaum Leute dort gewesen sind und man daher nicht weiß was einen erwarten wird.

                                    Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
                                    Der Hegochar wird unsere Erwartungen nicht enttäuschen.

                                    (Fortsetzung folgt demnächst)
                                    Und wieder so ein berühmter Cliffhanger. Ich hoffe aber dieses Mal ohne einen lebensgefährlichen Bärenangriff.

                                    Kommentar


                                    • Robtrek
                                      Erfahren
                                      • 13.05.2014
                                      • 319

                                      • Meine Reisen

                                      Zitat von Mortias Beitrag anzeigen
                                      ...kenne ich das auch, dieses Gefühl sich von möglichst abgelegenen Orten angezogen zu fühlen. Da geht es mir dann auch nicht unbedingt darum, dass die Landschaft möglichst spektakulär sein muss. Sondern das Spektakuläre ist ja gerade das Wissen um die Abgeschiedenheit und dass vor einem noch kaum Leute dort gewesen sind und man daher nicht weiß was einen erwarten wird.
                                      Mortias, genau! Und es ist ganz egal, ob das abgelegene Ziel nun in Lappland oder Sibirien oder wo auch immer liegt. Man sieht einen interessanten Ort auf der Karte, dann liest man vielleicht etwas darüber, sieht möglicherweise sogar ein Foto, und bekommt mit der Zeit ein Gefühl: Moment mal, darüber gibt's ja kaum Infos, sieht aber irgendwie interessant aus, da möchte ich gerne mal hin und schauen, was da eigentlich genau ist!

                                      Vom Hegochar-See hörte ich zum ersten Mal 2016, als ich unsere Reise für jenen Sommer vorbereitete. Ich wusste damals kaum etwas übers Putorana und musste mich erstmal durch viele alte Berichte aus der Sowjetzeit quälen, um eine Vorstellung zu bekommen, was man da überhaupt machen kann. Durchquälen ist das richtige Wort. Die alten Berichte folgten der damaligen Norm, wie man so etwas zu schreiben hatte. Da war dann neben der technischen Beschreibung der Stromschnellen oder Passübergänge z.B. auch der gesellschaftliche Nutzen zu berücksichtigen. Also stellt euch vor, eine 8-köpfige Trekking-Gruppe aus Moskau trifft irgendwo in der weiten Taiga auf eine paar Rentierzüchter und macht dann mit denen abends am Feuer eine aktuelle Stunde über die drängenden Fragen der Weltpolitik. Das ist dann auch Teil des Berichts und wird sozusagen als Pluspunkt verbucht, der rechtfertigt, warum die sowjetische Gesellschaft die 8 Trekker für einen Monat in die Taiga entlassen hat. Kein Scherz, das Beispiel ist nicht erfunden. Die erzwungene Verlogenheit manch eines dieser alten Berichte grenzt schon ans Komische. Um der Norm zu genügen, schrieb man halt irgendwas zusammen. Und das auf 80 Seiten, von denen dann maximal die Hälfte wirklich relevant für die Tourenplanung sind. Kurz gesagt, beim Durchkauen dieser alten Berichte fand ich nur einen einzigen, aus dem Jahr 1988, dessen Route über den Hegochar-See führte. Und darin dieses eine Foto:

                                      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Hegochar 1988.png
Ansichten: 520
Größe: 146,3 KB
ID: 3020786

                                      Na und? Ein nicht besonders gutes oder aussagekräftiges Foto. Irgendwie wirkte es damals auf mich aber geheimnisvoll und verwunschen, und seitdem ließ mich die Idee nicht mehr los, den Hegochar zu sehen. Und als wir dann zu dritt wirklich an seinem Ufer standen, waren wir uns einig: das ist ein Juwel des Putorana. Einfach schön, auch die Landschaft drumherum. Der weite Weg hat sich gelohnt.


                                      Zitat von Mortias Beitrag anzeigen
                                      ...Cliffhanger. Ich hoffe aber dieses Mal ohne einen lebensgefährlichen Bärenangriff.
                                      Bären kommen erst wieder am Ende der Tour vor, und zwar im Kochtopf! Sowie in ganz, ganz üblen Jägererzählungen. Aber die weitere Reise verläuft deshalb nicht ereignislos. Ich hab ja schon geschrieben, dass wir es nicht geschafft haben, zu dritt gemeinsam unser Ziel zu erreichen. Und dann gibt es außer Bären schließlich auch noch andere Raubtiere...

                                      Kommentar


                                      • ronaldo
                                        Moderator
                                        Lebt im Forum
                                        • 24.01.2011
                                        • 9266

                                        • Meine Reisen

                                        "... Und dann gibt es außer Bären schließlich auch noch andere Raubtiere..."
                                        Ach komm jetzt! Das kannst doch nicht machen!!

                                        Kommentar


                                        • janphilip
                                          Erfahren
                                          • 03.07.2020
                                          • 183

                                          • Meine Reisen

                                          Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen

                                          Bären kommen erst wieder am Ende der Tour vor, und zwar im Kochtopf! Sowie in ganz, ganz üblen Jägererzählungen. Aber die weitere Reise verläuft deshalb nicht ereignislos. Ich hab ja schon geschrieben, dass wir es nicht geschafft haben, zu dritt gemeinsam unser Ziel zu erreichen. Und dann gibt es außer Bären schließlich auch noch andere Raubtiere...
                                          sehr gut!

                                          Kommentar

                                          Lädt...
                                          X