[KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

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  • Shades
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    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    OT: Nach China zum Trekking würde ich gar nicht reisen. So verrückt ist nur Bernie ;)

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  • slarti
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    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Zitat von Shades Beitrag anzeigen
    Danke für den tollen Bericht. Zu dumm, dass ich kein Russisch kann ...
    Ich selbst spreche auch kein Russisch und es würde mich auch nicht abhalten in solche Länder zu reisen (man verzichtet auch nicht auf die China-Reise, weil man kein Chinesisch kann). Ich kann ein paar Sätze, viele Vokabeln und die kyrillische Schrift entziffern. Ist hilfreich und manchmal hätte ich mir mehr Kenntnisse gewünscht.

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  • Mika Hautamaeki
    antwortet
    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Danke für den Bericht und die tollen Bilder

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  • Shades
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    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Danke für den tollen Bericht. Zu dumm, dass ich kein Russisch kann ...

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  • slarti
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    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse



    Nach meinem langen Abstieg am Vortag ließ ich es ruhig angehen und startete erst spät. Der Bach, den ich folgte, endete in einem Wasserfall und ich musste erst etwas rumsuchen bis ich eine begehbare Rinne fand. Unten im Tal passierte ich das Camp vorm Aufstieg zum Telety-Pass an der Terskej-Alatau-Standardroute.


    Camp unterhalb des Telety-Passes


    Dieser Hirte lud mich ein.

    Etwas weiter unten lud mich ein Hirte in sein hüttenartiges Zelt ein (es war keine Jurte). Er lebte dort mit seiner Frau und Kind die Sommermonate in sehr einfachen bescheidenen Verhältnissen. Mir ist es immer irgendwie unangenehm in solchen Situationen die Kamera zu zücken, weshalb ich von der Begegnung keine Bilder habe. Nach etwas Tee aus dem Samowar und ein paar Snacks wurde ich mit einer Flasche Kymys-Jogurt verabschiedet. Ich ließ Schokolade und Sonnenblumenkerne da.



    Der ausgetrampelte Pfad führt nun bis auf 2550m runter in den Wald bis zum Pistenbeginn, wo ich wieder gen Süden das Dschety-Ogus-Tal aufwärts ging. Dies war zwar stark beweidet, bot aber einen unglaublich schönen Blick auf die Ogus-Baschi-Gruppe, die seit 2002 Pik Boris Jelzin heißt.


    links Pik Karakol (5281m), rechts Ogus-Baschi (Pik Boris Jelzin) 5168m





    Mein geplantes Ziel war es, nur bis zum Gletscher hochzulaufen und am nächsten Tag auf der anderen Flusseite zurück über das Archa-Tor im benachbarten Tal auszusteigen. Direkt am Hauptkamm gibt es leider keine guten Trekkingpässe. Über Tierpfade findet man problemlos zum Pass auf 3900m. Hier stieß ich auf eine große französische Trekkinggruppe und auch unterhalb des Passes trifft man hin und wieder auf Wanderer.


    Aufstieg zum Archer-Pass




    Archer-Tor (3900m)

    Mittlerweile ging der Niesel in Dauerregen über und ich beschleunigte meinen Abstieg ins Ausstiegstal. Bis zum Mittag des Folgetages regnete es ohne Unterbrechnung. Ich raffte mich nochmal auf um die Piste zu erreichen, campte aber dann nochmal unweit der Piste, bevor ich am Folgetag im Dauerregen von einem Milchlaster mitgenommen wurde. Die Fahrt ins 30 km entfernte Kysyl-Suu dauerte eine gefühlte Ewigkeit, weil der Milchlaster - nun ja - eben an jeder Milchkanne hielt. In Kysyl-Suu hielt es mich nicht lange und ich nahm die erstbeste Marschrutka zurück nach Bischkek.








    Am Zusammenfluss von Tschon Kysylsuu und Kara Batak gibt es eine Hütte/Wetterstation


    Und eine Brücke




    Heiße Quellen bei Kysyl-Suu




    Zurück im Milchtransporter


    Zwangsstopp Richtung Bischkek wegen unterspülter Brücke



    Bei mehr Zeit und besserem Wetter hätte ich die Tour weiter südlich mit Passage des Hauptkamms beendet. Mit dem flachen Gletscherpass Aschutor bietet sich eine interessante Möglichkeit den sonst unüberwindbaren Hauptzug des Terskej-Alatau zu überschreiten. Der Ausstieg wäre dann (vermutlich nicht ganz einfach) über die Zufahrt zur Kumtor-Goldmine.

    Wie ich später erfuhr bin ich gerade noch so dem Dauerschlechtwetter entkommen. Der Aufstieg zum Ala-Kul-See soll tagelang belagert worden sein und entnervte Touristen reisten aus Karakol wieder ab oder saßen fest.
    Zuletzt geändert von slarti; 10.12.2019, 22:32.

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  • momper
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    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Vielen Dank & tolle Bilder!

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  • blackteah
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    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Tolle, beeindruckende Tour und schöne Bilder! Danke für deinen Bericht

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  • Ljungdalen
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    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Zitat von slarti Beitrag anzeigen
    In der Ferne betrachtete ich noch eine Weile den Djety Oguz Pass, entschied mich dann aber doch eine weiter nördlich verlaufende Route zu machen, trotz des guten Wetters. Es sah mir einfach zu steil und zu unwegsam aus. Es gibt zwar die alte Binsenweisheit: Solange die Nase den Fels nicht berührt kann man nicht beurteilen, ob eine Route machbar ist. Aber dieser Pass schien mir doch etwas zu heikel, zumal ich keinerlei Infos oder Routen im Netz gefunden habe (Karte und GPS boten auch nichts an).
    Auf Russisch bspw. in diesem Bericht, Bild 54 bis 68, Überschreitung in Gegenrichtung im August 2017 (mehr Schnee offenbar!). Russisch normalerweise in einem Wort geschrieben: Джетыогуз (Dschetyogus).

    Hier noch eine ganze Liste mit Links auf Tourbeschreibungen, die diesen Pass enthalten, ab 1968. (Da gibt es auch *alle anderen Pässe*... wer Russisch kann, hat's gut )

    Da allein nicht langzugehen, war wohl eine richtige Entscheidung, siehe isbd. Bilder 62 bis 64. Interessant das Bild dieses Zettels nach Foto 58: in RU (bzw. früher der Sowjetunion) war/ist es üblich, auf Pässen/Gipfeln so einen Zettel mit allen Informationen zu hinterlassen (Gesamttourverlauf, Teilnehmer, woher-wohin, Datum/Zeit usw.) und den vorigen dort hinterlassenen mitzunehmen und an den Urheber, quasi als Nachweis zurück zu schicken, heutzutage ggf. auch nur Foto/digital. Da sieht man: vorige Begehung fast ein ganzes Jahr davor, 23.8.2016. Also ziemlich selten.

    Hab mal einen Bericht gelesen, da wurde in den 2000ern ein Zettel von der letzten Begehung des betreffenden Passes 1972(!) gefunden (weiß nicht mehr genau wo, auch Kirgisien jedenfalls, Tien Shan, Nähe chinesische Grenze).

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  • Meer Berge
    antwortet
    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Wow, was für eine großartige Gebirgslandschaft!
    Super Tour und total tolle Bilder!
    Danke!
    Würde ich am liebsten sofort auch hin!

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  • slarti
    antwortet
    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen

    Kleine Anmerkung:


    Der See hat gar keinen Abfluss. Zum Fluss Tschu (aka Tschüi bzw. in Kasachstan Schu), der bei Balyktschy nur wenige Kilometer vom Westende des Sees entfernt vorbeifließt, besteht keine Verbindung. Und bis das in den 1950ern unterbunden wurde, floss im Gegenteil bei Hochwasser etwas vom Fluss IN den See. Der Fluss versickert dann aber tatsächlich in der Steppe. Wo soll er auch sonst hin?
    Danke für die Korrektur. Tatsächlich gibt es keinen Abfluss am Issyk Kul, auch wenn die Wiesen Richtung Tschu recht feucht aussehen. Ganz Zentralasien entwässert nicht über die Ozeane. Alle Flüsse versickern/verdunsten in Kasachstan oder der Taklamakan (China).

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  • slarti
    antwortet
    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Zitat von Bikerbabe Beitrag anzeigen
    Du warst jetzt im August dort unten, welche Temperaturen hattest du?
    Dein Rucksack sieht ja eher nach Sturmgepäck aus. Viele wärmende Klamotten hattest du scheinbar nicht mit.
    Mich würde trotzdem interessieren wie warm es tagsüber (trotz der Höhe) war.
    Hey, in klaren Nächten hatte ich schon leichten Frost, tagsüber T-Shirt-Wetter (in etwa wie in den Alpen im Sommer). Ich versuche seit ein paar Jahren mein Gepäck zu erleichtern und zu verkleinern, ohne dabei zum UL-Fanatiker zu konvertieren.

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  • slarti
    antwortet
    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse



    Es folgte nun der Abstieg zur Talsohle auf etwa 3500m. Nach der Furt des Gletscherabflusses stieg ich noch bis kurz vorm Dschigit-Gletscher auf. Es begann zu regnen und ich baute mein Camp auf. Es war schwer einzuschätzen, ob der nächste Pass heute noch zu begehen war. Am frühen Nachmittag lichteten sich die Wolken und eine Dreiergruppe passierte mich in der Ferne Richtung Pass. Das motivierte mich doch noch zu starten.


    Talsohle in Richtung Dschigit




    Dschigit (5170m) Nordflanke

    Obwohl ich ein Weilchen brauchte bis mein ganzer Krempel wieder verstaut war, konnte ich die Gruppe - es waren zwei junge Moskauer mit ihrem russischen Bergführer - noch vorm Pass einholen. Auch hier war der letzte Abschnitt zum Pass eine felsige Scharte, wenn auch deutlich einfacher als der letzte Pass.


    Links unten ganz klein die geführte Gruppe


    Pass Ujuntor/Ontor (4030m), Überschreitung leicht rechts der tiefsten Stelle




    Die russische Gruppe


    Blick vom Pass Ujuntor/Ontor

    Am Pass wartete ich nochmal auf die russische Gruppe. Die beiden Touristen waren ganz nett, der Berführer ein wenig mürrisch - er mochte wohl nicht, dass ich alleine gehe (und ihn nicht gebucht habe?). Die Rundtour über den Ujuntor Pass (bzw. Ontor in meiner GPS-Karte) ist eine relativ einfache Möglichkeit in 2-3 Tagen von Karakol aus mal ganz nah an die spektakulären 5000er zu kommen. Die Gletscher sind einfach zu begehen und weitestgehend spaltenfrei und im August bis etwa 3900-4000m aper. Nur das letzte Stück ist etwas steiler.




    Abstieg Ujuntur-Pass




    Dschigit (5170m)






    Pik Karakol (5218m)

    Nach einer eisigen Nacht bin ich oberhalb des Ujuntor-Gletschers ins gleichnamige Tal abgestiegen. Das Gletschertor diente mir als Brücke sodass ich mir nicht die Schuhe nassmachen musste. In der Ferne betrachtete ich noch eine Weile den Djety Oguz Pass, entschied mich dann aber doch eine weiter nördlich verlaufende Route zu machen, trotz des guten Wetters. Es sah mir einfach zu steil und zu unwegsam aus. Es gibt zwar die alte Binsenweisheit: Solange die Nase den Fels nicht berührt kann man nicht beurteilen, ob eine Route machbar ist. Aber dieser Pass schien mir doch etwas zu heikel, zumal ich keinerlei Infos oder Routen im Netz gefunden habe (Karte und GPS boten auch nichts an).


    Pik Karakol Massiv am nächsten Morgen


    Ich entscheide mich gegen diesen Pass (Bildausschnitt)




    Abstieg ins Ujuntor-Tal

    Nachdem ich ein paar Kilometer das Haupttal abwärts lief bin ich auch schon wieder eine felsige Rinne aufgestiegen. Über einen namenlosen Pass (3950), der im Abstieg unerwartet ein paar schwierige Kletterstellen hatte, ging es quer über den Ozerny-Gletscher wieder Richtung Hauptweg. Durch meine Verzögerungen beim Passabstieg und die lange Gletscherpassage fand ich erst im Dunkeln eine geeignete Campstelle.


    Diese Geröllrinne steige ich hoch






    Blick zurück ins Ujuntor-Tal


    Namenloser Pass zum Ozerny Gletscher




    Pass (ca. 3950m)


    Ozerny-Gletscher






    Telety-Tal (hier verläuft die Terskej-Alatau-Traverse Normalroute)

    Fortsetzung folgt...

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  • Bikerbabe
    antwortet
    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Vor solchen Solotouren hab ich immer großen Respekt und lese gespannt mit!

    Meine Eltern waren im Mai dieses Jahr in Usbekistan und hatten Glück mit angenehmen "nur" 20°C.

    Du warst jetzt im August dort unten, welche Temperaturen hattest du?
    Dein Rucksack sieht ja eher nach Sturmgepäck aus. Viele wärmende Klamotten hattest du scheinbar nicht mit.
    Mich würde trotzdem interessieren wie warm es tagsüber (trotz der Höhe) war.

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  • TilmannG
    antwortet
    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Fantastische Landschaft, tolle Fotos, super Tour - Danke!!!

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  • slarti
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    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse




    Ala-Kul

    Heute ging es endlich abseits ausgetretener Pfade. Die meisten (Kurz-) Besucher der Karakol-Region lassen sich mit dem Taxi das Haupttal hochfahren, gehen hinauf zum Ala-Kul See, machen ihre Instagram-Story und steigen ins Aksu-Tal wieder ab (wo bereits die Taxifahrer auf Kundschaft warten). Der Pass Takyrtor sah von der Ferne etwas schwierig und teilweise vergletschert aus, war aber am Ende dann doch ganz gut machbar.


    Der Pass Takyrtor (Bildmitte)






    Takyrtor (ca. 4020m)


    Blick zurück zum Ala-Kul


    Abstieg ins Takyrtor-Tal

    Auch der Abstieg war unproblematisch, teils gab es erkennbare Pfade. Es ging über unbeweidete Hochwiesen (eine echte Seltenheit in Kirgisien) über 1000m runter ins Intor-Tal. Allerdings erhöhten große Geröllhalden und steile verwachsene Hänge den Schwierigkeitsgrad erheblich, was wohl auch der Grund sein könnte, warum keine Weidetiere den Weg hierhoch gefunden haben. Wenn die wüssten, welche Leckerlis da oben sind...






    Am Intor-Fluss auf 2950m


    Sporadisch trifft man auf Steinmännchen

    Der Weg im Tal wurde immer wieder durch Geröllhalden unterbrochen. Wobei der Weg nur zu erahnen war und sich mit jedem Höhenmeter mehr und mehr verlor, auch aufgrund der verbuschten Vegetation. In meiner Karte ist diese Route als machbar ausgewiesen, wird aber vermutlich selten begangen. Nach einer Nacht am Fluss stieg ich zum nächsten Pass auf, der in meiner Karte als Ukraine Pass und auf der GPS-Karte als Skalnyi Samok ("Felsenburg") bezeichnet wurde.





    Zunächst ging es wieder über einen aperen Gletscher. Der Pass selbst war dann doch ganz schön steil mit viel losem Geröll auf Eis, teilweise gab es ein paar kleine Spalten mit wackeligen Steinen gefüllt. Im Nachhinein betrachtet war er vielleicht sogar der schwerste aller Pässe. Doch nach seiner Überwindung konnte man die grandiosen Gipfel des Terskej-Alatau-Hauptkamms bestaunen.








    Skalnyi Samok/Ukraine Pass (ca. 4220m)








    Hab's geschafft! Skalnyi Samok/Ukraine Pass (4220m)


    Blick zurück.


    Blick nach Südwest auf die 5000er Dschigit (links) und Pik Karakol (rechts)


    Links: Dschigit (5170m) und rechts: Pik Karakol (5218m), unterhalb des Pik Karakol mein nächster Pass (Ontor/Ujuntor, 4030m)

    Auf dem Pass fand ich - wie schon am Takyrtor - rostige Konservendosen. Es folgte nun ein langer Abstieg mit ständigem Blick auf die vergletscherten Nordflanken. Nach passieren langer Moränenwälle wurde ich mit einem herrlichen Nachtlagerplatz auf einer Märchenwiese belohnt.


    Abstieg vom Pass









    Zuletzt geändert von slarti; 02.12.2019, 21:36.

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  • Shades
    antwortet
    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Dito. Slarti Berichte sind immer interessant. (Vielen Dank an dieser Stelle auch für die Svartisenroute, die wir dieses Jahr auch einmal ausprobieren durften.)

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  • evernorth
    antwortet
    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Klasse - Tour! Ich bin gespannt, wie es weiter geht - dabei!

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  • Ljungdalen
    antwortet
    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Sehr interessant, danke.

    Freunde von mir waren im Juni in der Gegend auf zwei kürzeren, weniger alpinen Touren: erst weiter westlich vom Barskoon-Tal über den Dungurome-Pass, und dann weiter östlich eine Runde bei Dschyrgalan (aka, in englischer Transkription, "Jyrgalan").

    Scheint ja mittlerweile auch bei "Westlern" recht beliebt... bei bspw. Russen naheliegenderweise "schon immer".

    Kleine Anmerkung:
    Zitat von slarti Beitrag anzeigen
    Der auf 1609m liegende Issyk-Kul ist beinahe zwölfmal so groß wie der Bodensee und ganz leicht salzhaltig. Sein Ablauf erreicht nie das Meer (wie fast alle Gewässer Kirgisiens), sondern versickert in der kasachischen Steppe.
    Der See hat gar keinen Abfluss. Zum Fluss Tschu (aka Tschüi bzw. in Kasachstan Schu), der bei Balyktschy nur wenige Kilometer vom Westende des Sees entfernt vorbeifließt, besteht keine Verbindung. Und bis das in den 1950ern unterbunden wurde, floss im Gegenteil bei Hochwasser etwas vom Fluss IN den See. Der Fluss versickert dann aber tatsächlich in der Steppe. Wo soll er auch sonst hin?

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  • Meer Berge
    antwortet
    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Sehr interessant!

    Bin dabei!

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  • Pfiffie
    antwortet
    AW: [KG] Kirgisien: alpine Variante Terskej-Alatau-Traverse

    Große Klasse, beim ersten Pass dachte ich es sind die Alpen, wie sich das manchmal so ähnelt


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