[IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

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  • Outdoortom
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    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Hallo, der Bericht ist einfach nur super genial und motiviert unheimlich das selbst zu erleben. Ich plane aktuell eine ähnliche Tour und freue mich einfach extrem wenn ich deine Bilder sehe. Hast du sehr ausführlich gemacht und ich möchte mich sehr für deinen Beitrag bedanken! Die Landschaft, die Berge, traumhaft
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    Ganz liebe Grüße,
    Tom

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  • derSammy
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Dank des Einen grandiosen....zum Andern grandiosen Bericht gestolpert!!

    Schee, scheee, scheeeeee!!

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  • Brichdirnix
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Für mich einer der schönsten Berichte aus den Alpen, ganz unprätentiös geschrieben. Wunderbar!

    Schmunzeln musste ich über die Sache mit der unter einem Getränkeautomaten versteckten Ikea-Tasche, aber das ist eigentlich ein Detail, das mich nicht davon ablenken sollte, dem Bericht als Ganzes Beifall zu zollen, was ich hiermit tue.

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  • SouthWest
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Zitat von whale Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für die netten Kommentare! Eure Worte motivieren mich, doch noch irgendwann einen Bericht der diesjährigen Tour (Grenzschlängeln zwischen Frankreich und Italien) zu verfassen.
    Unbedingt! Das interessiert mich.

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  • Flachlandtiroler
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Zitat von MLO Beitrag anzeigen
    P.S.: Ist das der Montblanc im Hintergrundß
    Jepp, der linke Berg -- rechts Grandes Jorasses.

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  • MLO
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Zitat von whale Beitrag anzeigen
    MLO: schönes Foto. Das ganze Aostatal hat ja durch seine Lage überdurchschnittlich oft gutes Wetter. Bist du auch in Richtung Piemont wieder runter vom Pass?
    Ich war auf der GTA unterwegs und habe, ehrlich gesagt, den Col de Nivolet mit dem kostenlosen Bus von Ceresole Reale aus 'erklommmen'. Von dort aber dann als Tagestour zum Col di Leynir 3084m und wieder zurück.



    P.S.: Ist das der Montblanc im Hintergrundß

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  • Gast180628
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Zitat von whale Beitrag anzeigen
    doch noch irgendwann einen Bericht der diesjährigen Tour (Grenzschlängeln zwischen Frankreich und Italien) zu verfassen.
    ja, bitte!
    - und danke für diesen bericht.

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  • whale
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Vielen Dank für die netten Kommentare! Eure Worte motivieren mich, doch noch irgendwann einen Bericht der diesjährigen Tour (Grenzschlängeln zwischen Frankreich und Italien) zu verfassen.

    Katun: mir war nicht bewusst, dass das Preisschild eine Rolle dabei spielt, was man damit machen kann. Außer vielleicht in den Bergen: kleineres Preisschild = weniger Gewicht?

    MLO: schönes Foto. Das ganze Aostatal hat ja durch seine Lage überdurchschnittlich oft gutes Wetter. Bist du auch in Richtung Piemont wieder runter vom Pass?

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  • MLO
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Ein wunderbarer Bericht - vielen Dank!

    Ich war in diesem Sommer von der piemontesischen Seite auf dem Col de Nivolet bei allerbestem Wetter:


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  • HaegarHH
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Toller Bericht, sehr schöne Bilder und eine wirklich super-schöne Tour

    Einige kleine Abschnitte davon habe ich dieses Jahr auch erlebt und damit ist so ein Bericht gleich noch mal so lebendig. Btw. auch eine klasse Leistung vom Pensum her.

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  • Katun
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Was man mit einem 90-Euro-Rucksack alles machen kann... nur die Farbgebung ist mal wieder blöd -

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  • whale
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Katun, das ist einer von Decathlon. Forclaz EasyFit 60L.

    Viele andere Rucksäcke passten damals nicht so gut, weil ich eher klein bin. Dieser begleitet mich jetzt seit 3 Jahren und ich bin mit der Qualität zufrieden. Von einem Sturz diesen Sommer hat er jetzt ein ganz kleines Loch im Deckel, aber er ist so robust, dass er sonst alles weggesteckt hat, auch das Zerren über scharfe Steine und einen Flug als unverpacktes Gepäck.

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  • Katun
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Tolle Tour!
    Whale, was hast du denn da für einen Rucksack?

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  • Hundewanderer
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Toller Bericht + Bilder, danke!

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  • SouthWest
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Hab den Bericht auch grad mal gelesen. Sehr nett geschrieben. Tolle Gegend. Danke fürs teilen.

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  • badischgold
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Super Bericht, und Respekt vor deiner Leistung

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  • Todden
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Das war ein sehr schöner Bericht den ich interessiert verfolgt habe. Ein wirklich nettes Eckchen der Erde hast du dir da ausgesucht. Vielen Dank fürs mitnehmen...

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  • Tie_Fish
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Das war richtig schön, vielen Dank. Einige Bilder konnte ich sogar aus meiner ollen Hirnfestplatte rekonstruieren, das tat gut!

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  • whale
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Montag, 8.8.2016
    Neben mir lag ein krass schnarchender Wanderer, trotzdem habe ich ganz gut geschlafen. Ich bin schon gegen 6 Uhr wach, trinke bevor die anderen frühstücken einen Cappuccino, bezahle meine Rechnung und packe mein Zelt ein, das nur noch wenig nass ist. Um 6:30 Uhr mache ich mich also an den letzten langen Abstieg, um noch 1000 hm zu vernichten. Dabei merke ich leicht mein linkes Knie und meinen rechten Fuß mit dem blauen Fleck unten drunter. Mein Gefühl sagt mir, es ist gut genau jetzt aufzuhören.


    ich sage tschüss in der Morgensonne


    ein letztes schönes Stück Weg bevor es in den Wald geht


    ein Blick von Norden in das 'Große Paradies'


    gleich in Cogne

    In Cogne frühstücke ich vor einem Cafe mit einem weiteren Cappuccino und Croissant und mit Blick auf den Gran Paradiso.



    Bis zum Bus nach Aosta um 10:45 Uhr laufe ich noch ein bisschen ziellos durch die Straßen. Der Bus kostet dann nur 2,90€, aber mir ist ein bisschen schlecht als ich am Ende in Aosta aussteige. Die Stadt Aosta ist nett, aber für mein Empfinden auch nicht mehr. Die einzige noch stehende Mauer eines Römischen Theaters kann man nur gegen 7€ Eintritt besichtigen, was es mir nicht wert ist. In der Mittagssonne wird es immer heißer und so setze ich mich in eine Pizzeria, um den Abschluss der Tour mit einer Pizza valdostana und einem Glas Weißwein zu feiern. Weil mir danach ein bisschen schwindelig ist und mich hier nichts mehr groß lockt, fahre ich mit dem Zug schon nach Turin. Die Stadt ist natürlich zu groß um in der kurzen Zeit noch viel zu entdecken, deswegen laufe ich vom Bahnhof nur einmal zum Po hinunter und kaufe im Supermarkt ein paar Früchte und Schokolade für den Abend, bevor ich in den Shuttlebus zum Flughafen steige.


    um diese letzte Mauer des Römischen Theaters aus der Nähe zu sehen, muss man Eintritt zahlen


    dann darf man auch zwischen den Steinen umherlaufen


    eine Pizza valdostana plus Weißwein


    passt auch noch


    die Kathedrale in Aosta


    in Turin am Po

    Am Flughafen ist schon am frühen Abend nicht mehr viel los. Nachts wird er sogar geschlossen, aber wenn man dann drinnen ist, kann man laut meiner Recherche auch bleiben. Ich ziehe meine IKEA-Tasche aus dem Staub unter dem Automaten hervor und laufe einmal das ganze Gebäude auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz ab. In der einzigen, nicht allzu großen Halle gibt es kaum versteckte Winkel, um sich schlafen zu legen und die wenigen Plastiksitze sind leider sehr unbequem. Der schönste Platz für eine Isomatte auf dem Boden liegt direkt neben der Ankunftsschleuse. Da aber noch ein verspäteter Flug aus Rom gegen Mitternacht ankommen wird, scheidet auch diese Möglichkeit erstmal aus. Zwischen 21 und 23 Uhr döse ich ein bisschen im Silence Room, der zum Beten gedacht ist, werde aber dann von einem Wachmann rausgeschickt. Unter dem leeren Standtisch eines Reisebüro lege ich nun meine Isomatte aus und kann mit angewinkelten Beinen auch hier etwas dösen. Die Security sieht mich, lässt mich aber in Ruhe. Als mich dann zwei jüngere Frauen entdecken, die wohl den Stand mit Papierrollos verkleiden sollen, lachen sie sich halb tot. Kurz nach Mitternacht hört endlich die Musik auf zu dudeln und beim nächsten Aufwachen um 2 Uhr ist auch die Beleuchtung reduziert. Ich liege noch etwas unbequem bis 4 Uhr hier, mache mich dann etwas frisch und ziehe mich um. Einchecken kann ich leider erstmal nur bis München, was auch die ratlos wirkende Frau am Schalter nicht ändern kann. Deswegen werde ich in München meinen Rucksack vom Gepäckband abholen und mich dort um mein Ticket nach Hamburg kümmern müssen. (Mir wird ein super netter Lufthansa-Mitarbeiter am Ticketschalter helfen und ich werde trotzdem dem Anschlussflug erreichen.)


    mein Bett für wenige Stunden


    ich bin nicht alleine, sondern habe einen interessanten Mitbewohner im Terminal

    Auf dem Rollfeld beobachte ich einen letzten schönen Sonnenaufgang in Italien und am Vormittag des 9.8. komme ich irgendwann glücklich, aber auch sehr müde in Hamburg an.


    Ja, Italien, du warst wunderschön! Ich komme wieder...


    gleich bin ich wieder auf der anderen Seite der Alpen


    das waren bis Cogne: 1040 hm runter, 8,5 km

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  • whale
    antwortet
    AW: [IT] Aostatal - auf Alta Via 1 und 2 von Gressoney bis Cogne

    Sonntag, 7.8.2016
    Am Morgen ist es kalt und mein Zelt sehr nass, deswegen entscheide ich mich bald, den ersten Bus, der am Sonntag leider erst gegen 9 Uhr fährt, zu nehmen und es nicht per Anhalter ganz früh zu versuchen. Obwohl ich so spät aufbreche, schafft es die Sonne nicht rechtzeitig in dieses Tal um meine Sachen zu trocknen. Ich lasse mein Zelt so lange wie möglich stehen und trinke erstmal einen Cappuccino in der Bar nebenan. Weil ich danach im Bad ziemlich trödele, muss ich mich dann aber plötzlich sehr beeilen, meine Sachen einzupacken. Der Bus kommt fast pünktlich an und ich bin der einzige Gast. Die Fahrt kostet nur 1,10€, dafür bremst und beschleunigt der Fahrer in der engen Schlucht zum Schlechtwerden.


    Warten auf den Bus

    Um 9:30 Uhr steige ich dann endlich in Eaux Rousses aus. Ich gehe es langsam an und fühle mich kräftig, trotzdem wäre ich gerne früher gestartet, um nicht als Letzte in dieser Richtung unterwegs zu sein und niemanden zu haben, der sehen würde, wenn mir etwas passiert. Ich habe einigen Respekt vor dem Pass, besonders nach den Schilderungen des deutschen Paares, die in Gegenrichtung unterwegs waren und mir was von Schwindel und Fast-Absturz erzählt haben. Beim Häuschen der Nationalpark-Wächter mache ich nach eineinhalb Stunden eine kurze Pause mit Müsli. Dort treffe ich auf fünf coole, trainiert aussehende, aber etwas arrogante Holländer, die mich mit meinem großen Rucksack wohl ziemlich belächeln, aber nichts mehr darüber sagen, als sie ahnen, dass ich sie verstehen könnte. Ich breche kurz nach Ihnen auf. Sie wählen gleich zu Anfang eine vermeintliche Abkürzung einer Kurve um den Fels, landen aber oberhalb des markierten Weges und queren in Folge ziemlich mühsam den Hang. Ich überhole sie lange bevor sie wieder auf den richtigen Weg treffen und bis zum Pass vergrößert sich der Abstand sogar stetig. Das gute Gefühl, im Vergleich zu ihnen so schnell unterwegs zu sein, gibt mir zusätzlich Kraft. Der Weg ist über einen großen Teil sehr einfach und nie steil. Erst die letzten 400 hm sind im Geröll etwas anstrengend zu gehen, aber ich fühle mich immer sicher genug und um meine Kondition mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Eine italienische Läuferin überholt mich und erzählt mir später auf dem Pass, dass sie hier trainiert und auf dem gleichen Weg wieder zurück laufen wird.


    Füße lüften. Aus dem bewaldeten Tal da unten bin ich gekommen.


    bisher leicht zu laufen, da kann der Blick öfter auf die tolle Aussicht fallen


    gleich oben, der Pfad ist kaum noch zu erkennen


    auch abwärts kann man nur ahnen, wo der Weg verläuft


    Blick zurück nach Westen

    Es ist dann ein fantastisches Gefühl um 14:30 Uhr auf dem Col du Loson (3299 m) zu stehen, so hoch wie noch nie zuvor aus eigener Kraft. Den einen fehlenden Meter habe ich natürlich auch noch erklettert
    Bei strahlend blauem Himmel blicke ich bis zum Monte Rosa, wo meine Tour begann, und in der anderen Richtung in die französische Vanoise. Auch Teile des Paradiso-Gebiets sind beeindruckend schön, der Gran Paradiso selbst ist allerdings von hier nicht zu sehen. Mit Blick auf die Hütte weit unten, in der ich heute schlafen werde, esse ich die kalte, aber erstaunlich gut schmeckende, Polenta von gestern und genieße dann lange einfach nur die warmen Sonnenstrahlen.


    höchster Punkt der Tour


    yeah! Ich stehe auf 3300 m!


    der Monte Rosa wirkt so nah, aber dazwischen liegt noch das Aostatal


    Blick auf den Abstieg, die Hütte kurz vor der Hangkante ist schon zu sehen

    Als die Holländer etwas schnaufend :-p ankommen, mache ich mich lieber an den Abstieg, der anfangs ein etwas ausgesetzter Pfad ist und mir viel Spaß macht. Auch hier ist der Ausblick weiterhin einfach toll. Ein Italiener weist mich auf eine Gruppe von Geißen mit Jungtieren hin, die ich zwischen den Steinen fast übersehen hätte, obwohl sie ziemlich nah sind.


    ich breche kurz nach drei Italienern auf. Traumblick!


    Blick zurück zum Pass. Das Seil wäre an anderen Stellen nötiger gewesen.


    ein toller Pfad!


    Geiße mit Jungtieren


    auf der Flucht vor den vielen Wanderern

    Das Rifugi Vittorio Sella ist gut organisiert und auch gut besucht. Ein Lächeln überzieht mein Gesicht als ich den Hausesel entdecke. Ich beziehe als erste ein Sechser-Zimmer, das noch voll werden wird. Ich bin immer noch etwas planlos für die nächsten Tage. Ein Zimmermitbewohner hat ein paar Ideen für mich, wie ich noch 2-3 Tage weiterlaufen könnte, allerdings reizt mich keine davon genug, um sie umzusetzen. Auch eine Dusche am Tag vor dem Rückflug wäre nicht so leicht zu finden. Außerdem habe ich während der Tour regelmäßig meine Emails gelesen und weiß, dass mich zurück in Hamburg Arbeit erwartet, auf die ich mich auch gerne ein paar Tage früher vorbereiten könnte. Langsam stellt sich bei mir das Gefühl ein, genug gesehen und erlebt zu haben und die Reise hier guten Gefühls nach einem wunderschönen Tag beenden zu können. Morgen kann ich von Cogne mit dem Bus nach Aosta fahren und dann am Abend weiter zum Flughafen um übermorgen schon zurückzufliegen. Also wasche ich meine Wäsche und dusche mal wieder. Dazu erstehe ich einen Token für 3,5 Minuten warmes Wasser, erkenne aber nicht, dass es die nur am Stück gibt und die Zeit nicht gestoppt wird, solange das Wasser nicht läuft. Also spare ich Wasser, wasche ich mich besonders gründlich und darf ich mich dann mit eiskaltem Wasser abduschen. Gut, dass mein Herz so fit ist :-p


    Rifugi Vittorio Sella


    der Hausesel vor der Bar


    mein vorerst letzter Schlafplatz in den Bergen

    In der Abendsonne in einem Liegestuhl hängend genieße ich zwei Cappuccini, während mein Zelt draußen ausgebreitet noch etwas trocknen soll. Es stellt sich bei mir das erste Mal ein vollkommenes Urlaubsgefühl ein. Ich habe eigentlich alles erreicht, was ich mir von dieser Reise versprochen hatte, nur konnte ich es unterwegs nie so komplett wie jetzt genießen, weil ich mich nicht weit genug entspannt habe. Weil ich das hier endlich erkenne, will ich in Zukunft auch in meinem stressigen Alltag versuchen, mir ab und zu eine Pause zu gönnen, in der ich nicht schon an die nächsten Termine denke.
    Während fast alle anderen zu Abend essen, räume ich in Ruhe meinen Rucksack aus, esse Käse und Wurst, putze Zähne und schalte noch etwas mehr runter.


    Gute Nacht, Sonne!

    das waren heute: 1610 hm hoch, 680 hm runter, 17,3 km

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