[PL] Drawa! Bei Hochwasser auf dem Waldfluss, 3 Std. östlich von Berlin

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Robtrek
    Dauerbesucher
    • 13.05.2014
    • 546

    • Meine Reisen

    [PL] Drawa! Bei Hochwasser auf dem Waldfluss, 3 Std. östlich von Berlin

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 01.jpg Ansichten: 0 Größe: 583,8 KB ID: 3122442

    Ein paar Outdoor-Freunde wollten sich ihren langjährigen Traum erfüllen: im Sommer nach Sibirien und dort auf einem Fluss durch absolute Wildnis paddeln. Sie hatten die entsprechenden Reiseberichte in diesem Forum entdeckt und mich im Dezember darauf angesprochen. Einige Wochen und viele E-Mails später schien für ihre Tour alles klar: ein geeigneter Fluss war bestimmt, passende Schlauchboote ausgewählt, die Lieferung rechtzeitig zum geplanten Abflugdatum zugesichert. Dann überfiel Russland die Ukraine.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 02.jpg Ansichten: 0 Größe: 478,7 KB ID: 3122445

    Aller Voraussicht nach bleibt die Reise der Gruppe also ein Traum, womöglich wiederum für viele Jahre. Unabhängig davon hatten mich Arek und seine Leute zur Eröffnung der Saison aber auf eine kleine Flussfahrt durch den polnischen Naturpark Drawa eingeladen. Wir trafen uns am 04.03. in Berlin, machten uns bekannt, und drei Stunden später bauen wir an einem See beim Ort Drawno unsere Zelte auf. Die Nacht verspricht eiskalt zu werden.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 03.JPG Ansichten: 0 Größe: 823,6 KB ID: 3122443


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 04.JPG Ansichten: 0 Größe: 717,9 KB ID: 3122446

    Die Flussfahrt auf der Drawa ist zum Schutz der Natur vom 15.03. bis zum 01.07. verboten, deshalb unsere Tour zu dieser frühen Zeit. Wir sind die ersten Besucher in diesem Jahr.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 05.jpg Ansichten: 0 Größe: 677,7 KB ID: 3122444

    Für mich ist es gleichzeitig auch das erste Mal in einem Kajak. Die Vor- und Nachteile gegenüber einem Schlauchboot werden schnell klar. Größter Nachteil neben dem umständlichen Transport ist die geringere Stabilität. Wer nicht aufpasst, kippt mit seinem Kajak schnell um und landet im kalten Wasser.

  • AlfBerlin
    Alter Hase
    • 16.09.2013
    • 4907

    • Meine Reisen

    #2
    Super spannend. Kajakfreunde von mir fahren auch öfter mal auf der Drawa. Mir wars bisher zu weit und zu gefährlich Erst recht Sibirien Aber vielleicht klappts ja damit nächstes Jahr.

    Kommentar


    • Robtrek
      Dauerbesucher
      • 13.05.2014
      • 546

      • Meine Reisen

      #3
      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 06.jpg Ansichten: 0 Größe: 561,0 KB ID: 3122457

      Nach der Überquerung des Sees und dem Durchbrechen eines großen Eisfelds erreichen wir den Ausfluss der Drawa. Der Fluss ist bekannt für seine vielen Holzhindernisse, die zusammen mit der schnellen Strömung das Kajakfahren hier technisch interessant machen.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 07.jpg Ansichten: 0 Größe: 492,2 KB ID: 3122456

      Einige der Hindernisse müssen am Ufer umtragen werden.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 08.jpg Ansichten: 0 Größe: 499,3 KB ID: 3122454

      Das ist immer dann der Fall, wenn unter einem Baumstamm nicht genug Platz zum Durchfahren bleibt. Die Drawa führt gerade maximales Hochwasser, da gibt es wirklich ein paar solcher Stellen. Andererseits liegen viele Baumstämme jetzt fast vollständig unter Wasser, so dass man mit dem Kajak einfach darüber hinweg brettern kann. Insgesamt bringt das Hochwasser für uns mehr Vorteile als Nachteile.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 09.jpg Ansichten: 0 Größe: 637,5 KB ID: 3122455

      Antos (Areks Sohn) hat sich sogar unter diesem Baumstamm hindurch geschlängelt. Links kommt Arek, doch er schafft es auch nach mehreren Anläufen nicht. Immerhin fällt er dabei nicht ins Wasser – einfacher gesagt als getan, denn diese ganzen Manöver finden bei starker Strömung statt.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 10.jpg Ansichten: 0 Größe: 540,4 KB ID: 3122461

      Vater und Sohn sind technisch beide sehr gute Fahrer, so scheint es mir aus der Sicht des Amateurs.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 11.jpg Ansichten: 0 Größe: 597,4 KB ID: 3122458

      Am Ende umträgt Arek das Hindernis. Better safe than sorry.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 12.jpg Ansichten: 0 Größe: 615,2 KB ID: 3122460


      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 13.JPG Ansichten: 0 Größe: 726,7 KB ID: 3122459

      Der nächste Baumstamm. Frank hat sich für den Weg am Ufer entschieden.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 14.JPG Ansichten: 0 Größe: 595,8 KB ID: 3122465

      Arek versucht es dagegen direkt. Die Schwierigkeit hierbei ist das Aus- und Einsteigen am Baumstamm, ohne ins Wasser zu kippen. Wie gesagt, Kajaks sind recht instabile Dinger.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 15.JPG Ansichten: 0 Größe: 629,2 KB ID: 3122462

      Gleich bin ich dran. Arek hat mir versprochen, dass es eine Stelle gibt, bei der ich planmäßig ins Wasser fallen werde. Vor jedem Hindernis bin ich gespannt, ob es jetzt soweit ist?

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 16.jpg Ansichten: 0 Größe: 748,4 KB ID: 3122468

      Als ersten erwischt es aber Sebastian. Er kippt um und muss sich ans Ufer retten. Hier wird sein Kajak gerade um einige hundert Liter eingelaufenes Wasser erleichtert.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 17.jpg Ansichten: 0 Größe: 750,9 KB ID: 3122463

      Die Technik dabei ist, das Kajak so hin- und herzuschaukeln, bis alles Wasser raus ist.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 18.jpg Ansichten: 0 Größe: 547,8 KB ID: 3122464

      Antos fährt mit Karacho über einen Baumstamm, der knapp unter der Wasseroberfläche liegt. Das ist mit den Kajaks meist kein Problem: es rumpelt nur kräftig, manchmal bleibt man auch etwas stecken. Insgesamt hat das Kajak hier aber einen großen Vorteil gegenüber dem Schlauchboot, das an solchen Stellen viel öfter stecken bleiben würde.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 19.jpg Ansichten: 0 Größe: 418,3 KB ID: 3122467

      An dieser Stelle muss Frank lange kämpfen, um sein Kajak wieder freizubekommen. Die Strömung drückt ihn mit großer Kraft quer gegen die Äste, es geht weder vor noch zurück.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 20.jpg Ansichten: 0 Größe: 604,9 KB ID: 3122466

      Etliche Minuten später gewinnt er endlich Raum für ein Paddelmanöver.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 21.JPG Ansichten: 0 Größe: 763,7 KB ID: 3122472

      Unser erster Lagerplatz an der Drawa ist erreicht.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 22.jpg Ansichten: 0 Größe: 634,0 KB ID: 3122470

      Sebastian trocknet seine klatschnassen Sachen.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 23.JPG Ansichten: 0 Größe: 388,5 KB ID: 3122469

      Roulade mit schlesischen Klößen und Kartoffeln. Das Essen kann man auf Wunsch bei einem Catering-Service in einem nahegelegenen Dorf bestellen. Schmeckt hervorragend, und sie bringen wirklich riesige Mengen. Wir nutzen den Service für die Abendessen auf der Tour. Das Frühstück kochen wir selber auf dem Lagerfeuer.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 24.JPG Ansichten: 0 Größe: 742,1 KB ID: 3122471

      Entlang der Drawa gibt es hervorragende offizielle Lagerplätze, die keine Wünsche offen lassen. Feuerstellen sind überall vorhanden, Holz findet sich genug.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 25.jpg Ansichten: 0 Größe: 776,0 KB ID: 3122475

      Es geht weiter. Die Drawa ist landschaftlich recht schön. Sie fließt die ganze Zeit durch Wald, oft zwischen hohen Ufern. Im Naturpark Drawa gibt es auch tolle Fahrrad- und Wanderwege.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 26.jpg Ansichten: 0 Größe: 697,1 KB ID: 3122474

      Auch dieses Hindernis brachte nicht mein vorbestimmtes Bad. Ich sitze nach wie vor einigermaßen trocken in meinem Kajak.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 27.jpg Ansichten: 0 Größe: 454,8 KB ID: 3122476

      Wasser oder nicht Wasser, das ist die Frage. Was Frank hier trinkt, bleibt sein Geheimnis. Areks Flasche für unterwegs ist hingegen erwiesenermaßen randvoll mit Schnaps. Sie kreist öfter zwischen unseren Booten.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 28.jpg Ansichten: 0 Größe: 515,0 KB ID: 3122479


      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 29.jpg Ansichten: 0 Größe: 562,7 KB ID: 3122473

      Diesmal hat es Areks Sohn erwischt, er ist in einem Gewirr aus Ästen umgekippt. Während Antos seine nassen Kleider auszieht, mühen sich Frank und Sebastian damit ab, das untergegangene Kajak an Land zu ziehen.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 30.jpg Ansichten: 0 Größe: 741,1 KB ID: 3122477

      Antos ist wieder trocken und setzt die Fahrt fort.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 31.jpg Ansichten: 0 Größe: 689,4 KB ID: 3122480


      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 32.jpg Ansichten: 0 Größe: 743,0 KB ID: 3122478


      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 33.JPG Ansichten: 0 Größe: 609,4 KB ID: 3122481

      Vor den größeren Hindernissen bildet sich immer ein Stau. Der Vorausfahrende muss erst einmal ausprobieren, wo man am besten durchkommt.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 34.jpg Ansichten: 0 Größe: 563,4 KB ID: 3122482

      Unter diesem Stamm bleibt nicht sehr viel Platz. Um unter solchen Hindernissen durchzukommen, muss man sehr weit nach vorne in sein Kajak hineinrutschen, bis der Kopf nicht mehr herausragt. Und dabei das Paddel festhalten. Und versuchen, nicht umzukippen.

      Entscheidend sind immer die letzten Sekunden vor dem Baumstamm. Man liegt schon tief im Kajak, hält das Paddel mit einer Hand parallel ans Boot, kann jetzt nicht mehr steuern. Man muss nun möglichst gerade auf den Baumstamm treffen, und zwar genau an der Stelle, wo die Durchfahrt am meisten Kopffreiheit bietet. Wenn man dabei aus Versehen sein Gewicht falsch verlagert, wird das Kajak schräg an den Baumstamm herangetrieben. Dann schlägt es sofort quer, die Strömung drückt einen mit voller Wucht gegen den Stamm, es besteht die Gefahr des Kenterns.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 35.jpg Ansichten: 0 Größe: 514,4 KB ID: 3122486

      Nächster Lagerplatz, nächste kalte Nacht, nächstes Frühstück.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 36.jpg Ansichten: 0 Größe: 501,0 KB ID: 3122487

      Wir haben bei der Parkverwaltung auch zwei Angellizenzen gekauft.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 38.jpg Ansichten: 0 Größe: 491,0 KB ID: 3122484

      Hier beißt aber keiner.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Drawa 39.jpg Ansichten: 0 Größe: 742,5 KB ID: 3122485

      Auch dieser Lagerplatz ist wieder sehr schön und hervorragend ausgerüstet.
      Zuletzt geändert von Robtrek; 24.03.2022, 12:30.

      Kommentar


      • Robtrek
        Dauerbesucher
        • 13.05.2014
        • 546

        • Meine Reisen

        #4
        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 40.JPG
Ansichten: 720
Größe: 648,2 KB
ID: 3122549

        Wir setzen die Fahrt fort. Es ist der dritte Tag auf dem Fluss.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 41.jpg
Ansichten: 719
Größe: 671,3 KB
ID: 3122548


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 42.jpg
Ansichten: 744
Größe: 384,0 KB
ID: 3122544

        Diese Lücke reicht komfortabel für Areks Boot.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 43.jpg
Ansichten: 707
Größe: 498,8 KB
ID: 3122546


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 44.jpg
Ansichten: 708
Größe: 544,0 KB
ID: 3122547

        Die Angel vorne auf dem Kajak ist ein bisschen riskant, sie könnte in den Ästen hängenbleiben.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 45.jpg
Ansichten: 706
Größe: 448,4 KB
ID: 3122545

        Sebastian beim Manöver "Kopf runter!"

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 46.jpg
Ansichten: 711
Größe: 534,5 KB
ID: 3122550


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 47.jpg
Ansichten: 709
Größe: 758,7 KB
ID: 3122561


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 48.jpg
Ansichten: 705
Größe: 817,8 KB
ID: 3122553


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 49.JPG
Ansichten: 711
Größe: 763,9 KB
ID: 3122555

        Mittagspause. Bei der schönen Sonne nehmen wir uns Zeit und kochen heute sogar ein warmes Mittagessen.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 50.jpg
Ansichten: 713
Größe: 516,8 KB
ID: 3122551


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 51.jpg
Ansichten: 708
Größe: 702,9 KB
ID: 3122554

        Diese Gedenktafel erinnert daran, dass der spätere Papst Johannes Paul II in den Jahren 1955-67 oft und gerne die Drawa befahren hat.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 52.jpg
Ansichten: 704
Größe: 399,0 KB
ID: 3122552


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 53.jpg
Ansichten: 710
Größe: 637,5 KB
ID: 3122556


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 54.jpg
Ansichten: 708
Größe: 709,8 KB
ID: 3122557

        Der Fluss ist jetzt schon etwas breiter und die Hindernisse werden seltener.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 56.jpg
Ansichten: 706
Größe: 852,3 KB
ID: 3122558


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 57.jpg
Ansichten: 705
Größe: 595,2 KB
ID: 3122562

        Suchbild mit Kajak.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 58.jpg
Ansichten: 709
Größe: 578,1 KB
ID: 3122560


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 59.jpg
Ansichten: 705
Größe: 381,8 KB
ID: 3122559

        Am Lagerplatz: Antos rollt einen Sitz zur Feuerstelle.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 60.jpg
Ansichten: 707
Größe: 418,3 KB
ID: 3122565

        Abends versammeln sich alle ums warme Feuer. Das Geschehen in der Welt drückt auf die Stimmung. Die Gespräche kreisen immer wieder um den Krieg, der 1.000 km östlich von hier stattfindet. Dort ist es kalt wie bei uns, aber Feuer machen ist an vielen Orten jetzt sicher viel zu gefährlich. Auf unserer Tour trinken wir jeden Abend einmal schweigend auf die traditionelle russische Art: mit unseren Wünschen und Gedanken für die Verteidiger der Ukraine.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 61.jpg
Ansichten: 704
Größe: 670,7 KB
ID: 3122563

        Um 4 Uhr früh muss ich raus aus dem Zelt ans Feuer zum Aufwärmen. Mein alter Schlafsack ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Komforttemperatur -6°C, Extrem -32°C, davon kann keine Rede mehr sein. Es ist wohl Zeit, was Neues zu kaufen.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 62.JPG
Ansichten: 706
Größe: 813,2 KB
ID: 3122564


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 63.jpg
Ansichten: 706
Größe: 755,4 KB
ID: 3122566

        So kalt die Nacht, so warm der Tag. Es ist der vierte und letzte unserer kleinen Tour.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 64.JPG
Ansichten: 707
Größe: 822,2 KB
ID: 3122570

        Heute wird mein Meridian-Schlauchboot aufgeblasen. Ich habe es mitgebracht, da Areks Gruppe dieses Modell auch für ihre geplante Sibirientour bestellt hat und gerne schon mal ein bisschen testpaddeln möchte.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 65.jpg
Ansichten: 705
Größe: 512,1 KB
ID: 3122567

        Das Aufblasen des Boots mit dem Packsack erfordert etwas Übung ...

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 66.jpg
Ansichten: 701
Größe: 707,5 KB
ID: 3122569

        … aber unter der Aufsicht des Chefs klappt alles sehr gut.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 67.jpg
Ansichten: 702
Größe: 447,6 KB
ID: 3122572


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 68.jpg
Ansichten: 701
Größe: 537,8 KB
ID: 3122571

        Arek im Meridian. Das Boot ist für wochenlange autonome Touren mit 100 kg Ausrüstung + Proviant gebaut. Unbeladen dreht es sich auf dem Wasser wie ein Kreisel und gehorcht selbst dem kleinsten Paddelschlag sofort. Das Meridian wiegt nur ca. 1/4 eines Kajaks.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 69.jpg
Ansichten: 695
Größe: 397,6 KB
ID: 3122568

        Wieder im vertrauten Kajak. Auf einem Flüsschen wie der Drawa, ohne Stromschnellen und ohne Bedarf für großes Gepäck, hat das Kajak gegenüber dem Schlauchboot mehr Vor- als Nachteile. Es bleibt der umständliche Transport bei An- und Abreise. Aber das kann man sich auch schenken wenn man, wie wir, die Kajaks bei einem Ausrüster vor Ort mietet.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 70.jpg
Ansichten: 702
Größe: 603,2 KB
ID: 3122573


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 71.jpg
Ansichten: 700
Größe: 555,2 KB
ID: 3122575


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 72.jpg
Ansichten: 698
Größe: 653,0 KB
ID: 3122579


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 73.jpg
Ansichten: 696
Größe: 639,5 KB
ID: 3122576

        Hier muss ein kleines Wasserkraftwerk auf einer Rampe umtragen werden.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 74.jpg
Ansichten: 694
Größe: 655,4 KB
ID: 3122577

        Zwei Stunden später ist das Ziel erreicht. Am letzten Lagerplatz im Naturpark ziehen wir die Boote aus dem Wasser. Meine erste Kajaktour ist glücklich zu Ende gebracht, wenn auch ohne die versprochene Wassertaufe. Das Paddelerlebnis ist ganz anders als im Schlauchboot, hat aber echt Spaß gemacht.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 75.JPG
Ansichten: 703
Größe: 611,8 KB
ID: 3122578

        Dieser Tag war frühlingshaft warm. Aber jetzt am späten Nachmittag reicht die Kraft der Sonne nicht mehr aus, um das Schlauchboot vor dem Zusammenrollen noch ganz zu trocknen.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 76.jpg
Ansichten: 697
Größe: 421,6 KB
ID: 3122574

        Noch einmal wird uns das leckere polnische Essen gebracht.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 77.JPG
Ansichten: 695
Größe: 468,1 KB
ID: 3122580

        Eis auf dem See bei Drawno, wo unsere Tour vor 4 Tagen begann.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Drawa 78.JPG
Ansichten: 695
Größe: 412,0 KB
ID: 3122581

        Berlin Alexanderplatz, vor der Heimfahrt. Auf der Weltuhr Kiew. Gleich daneben Moskau: in einer anderen Zeitzone, in einem anderen Jahrhundert.

        Kommentar


        • Pylyr

          Fuchs
          • 12.08.2007
          • 1892

          • Meine Reisen

          #5
          Schönet Ding, danke fürs Mitnehmen.
          Wenn dir etwas gefällt, analysiere es nicht, sondern tanze dazu.
          Tex Rubinowitz

          Kommentar


          • ronaldo
            Freak
            Moderator
            Liebt das Forum
            • 24.01.2011
            • 10727

            • Meine Reisen

            #6
            Stark!

            Kommentar


            • qwertzui
              Fuchs
              • 17.07.2013
              • 2345

              • Meine Reisen

              #7
              Zitat von ronaldo Beitrag anzeigen
              Stark!
              bei den Bildern von baumhindernisbelasteten Kleinflüssen habe ich gleich an Dich gedacht

              @ Robtrek coole Aktion

              Kommentar


              • ronaldo
                Freak
                Moderator
                Liebt das Forum
                • 24.01.2011
                • 10727

                • Meine Reisen

                #8
                Zitat von qwertzui Beitrag anzeigen
                bei den Bildern von baumhindernisbelasteten Kleinflüssen habe ich gleich an Dich gedacht
                ...
                Du hast dir vorgestellt, wie ich über so nem Baum hänge, gibs zu!

                Kommentar


                • codenascher

                  Alter Hase
                  • 30.06.2009
                  • 4581

                  • Meine Reisen

                  #9
                  Klasse Tour! Ich sollte mich echt einmal mit den polnischen Nationalparks auseinandersetzen, danke fürs teilen. ​

                  Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

                  meine Weltkarte

                  Kommentar


                  • Wafer

                    Lebt im Forum
                    • 06.03.2011
                    • 6688

                    • Meine Reisen

                    #10
                    Großes Kino! Ich war zwar bisher nur einmal paddeln aber Spaß hat es gemacht. Und irgendwie sieht man den Bildern an, dass ihr euren Spaß hattet. Danke für's Berichten!

                    Kommentar


                    • Spartaner
                      Alter Hase
                      • 24.01.2011
                      • 3638

                      • Meine Reisen

                      #11
                      Toller Fluss, vor allem bei so gutem Wasserstand wie ihr ihn hattet. Ich war 4 oder 5 mal drauf paddeln, zu den verschiedensten Jahreszeiten, aber immer im vollbeladenen Ally-Faltcanadier (Campingkram und Verpflegung für eine Woche, 2 oder 3 Personen im Boot).

                      Beispielszene Baumsperre aus uralter Zeit, aber sie zeigt ein bisschen die Dynamik die da im Wasser steckt
                      (leider wurde der Filmschnipsel im Laufe der Zeit von Youtube immer weiter komprimiert und verschlechtert, aber ein bisschen was sieht man noch).

                      Kommentar


                      • bikevagabond
                        Erfahren
                        • 22.11.2013
                        • 100

                        • Meine Reisen

                        #12
                        ​Die Drawa lohnt sich auch im Winter, da hat man den Fluss garantiert für sich allein ;) Auf solchen Waldflüssen würde ich aber wegen der vielen Baumsperren immer ein Schlauchboot vorziehen. Mit Kajak stelle ich mir das schon ziemlich herausfordernd vor, vor allem wenn man definitiv nicht ins Wasser fallen will (ganz besonders im Winter bzw. bei immer noch eiskaltem Wasser wie bei eurer Tour). Kletteraktionen über querliegende Bäume kann man aus einem kippstabilen Schlauchboot ganz entspannt angehen, Umtragungen sind fast nicht nötig...

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: drawa2-17.jpg Ansichten: 0 Größe: 175,6 KB ID: 3124605

                        Das Meridian war bei dieser Tour auch dabei. Hatte sich im Grunde gut geschlagen, aber durch die Lenzlöcher hat man immer Wasser an den Stiefeln und damit auch kältere Füße, als im klassischen Packraft. Bisher habe ich es nur als Zweitboot verwendet, um bei spontanen Paddeltouren noch einen "bootlosen" Teilnehmer dazuzugewinnen.. ansonsten bin ich doch lieber mit dem Packraft unterwegs, da es im Packmaß kleiner und leichter ist.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: drawa2-07.jpg Ansichten: 0 Größe: 122,8 KB ID: 3124606

                        Wir sind damals übrigens in Prostynia gestartet, vom Bahnhof zum Fluss sind es nur 300 m. Unser Ausstieg war nach 5 Tagen bei Krzyż, hier läuft man etwa 3 km zum Bahnhof. Eintrittskarten für den Nationalpark kann man sich an der Auskunftsstelle in Drawno besorgen. Im Sommer (ab dem 1.7.) ist der Fluss allerdings sehr beliebt und der Wassertourismus auf 700 Personen pro Tag reglementiert. Daher wird empfohlen, die Tickets vorab zu reservieren und dann in Drawno zu kaufen. Über die Seite dpn.pl können die Tickets auch online gekauft und direkt ausgedruckt werden (Stand: Februar 2017).​
                        „Es gibt einen Weg, den keiner geht, wenn du ihn nicht gehst.“
                        Meine bisherigen Reisen

                        Kommentar


                        • November
                          Freak

                          Liebt das Forum
                          • 17.11.2006
                          • 10894

                          • Meine Reisen

                          #13
                          Danke, gefällt mir gut, obwohl das viele Umtragen der schweren Boote definitiv nicht mein Ding wäre.

                          Was ich fragen möchte: Kann es sein, dass da mindestens einer von euch beim Paddeln Jeans trägt oder täuscht mich das?
                          Wer sich nicht in Gefahr begibt, kommt darin um.

                          Kommentar


                          • Robtrek
                            Dauerbesucher
                            • 13.05.2014
                            • 546

                            • Meine Reisen

                            #14
                            Ich erinnere mich nicht mehr, aber kann durchaus sein. Ich bevorzuge beim Bootfahren Trekkinghosen mit Regenhose drüber. Aber Jeans geht auch, würden halt länger fürs Trocknen brauchen, wenn man mal ins Wasser fällt.

                            Kommentar


                            • Pseudemys
                              Dauerbesucher
                              • 20.11.2013
                              • 629

                              • Meine Reisen

                              #15
                              Zitat von Robtrek Beitrag anzeigen
                              […]Die Flussfahrt auf der Drawa ist zum Schutz der Natur vom 15.03. bis zum 01.07. verboten, deshalb unsere Tour zu dieser frühen Zeit. Wir sind die ersten Besucher in diesem Jahr.[…]
                              Vielen Dank für den sehr anschaulichen Bericht!

                              Man kann aber im Drawa bzw. Drawieński Nationalpark (die polnische Seite in Deutsch mit ausführlichen Erklärungen) auch auf anderen Gewässern in der Schutzzeit für die Drawa paddeln, also auch jetzt.
                              Wir taten das zu zweit in einem beim Deutsch sprechenden Revierförster des Nationalparks gemieteten Kanu am 25. Mai d. J., der uns auch einen schönen Bungalow mit Grillplatz vermietete (beides sehr preiswert), in einer fünfstündigen, sehr abenteuerlichen und landschaftlich höchst abwechslungsreichen Urwald-Tour auf dem Flüßchen Korytnica von Nowa Korytnica bis Sówka.
                              Zuletzt geändert von Pseudemys; 01.06.2022, 14:08. Grund: Gekürzt
                              There is no exquisite beauty without some strangeness in the proportion.

                              Edgar Allan Poe

                              Kommentar


                              • Pseudemys
                                Dauerbesucher
                                • 20.11.2013
                                • 629

                                • Meine Reisen

                                #16
                                Zitat von November Beitrag anzeigen
                                Danke, gefällt mir gut, obwohl das viele Umtragen der schweren Boote definitiv nicht mein Ding wäre.[…]
                                Diese Boote sind nicht so schwer und lassen sich relativ leicht aus dem Wasser wuchten, da sie am verschlammten Ufer (wenn vorhanden, so eine Stelle sucht man dann) eine gute An-Land-Rutsche haben, und somit läßt sich das Boot auch leicht wieder ins Wasser schieben.
                                Lästig ist eher, daß man beim Aus- oder Einstieg ins Wasser fallen kann.
                                Zuletzt geändert von Pseudemys; 01.06.2022, 14:06. Grund: Gekürzt
                                There is no exquisite beauty without some strangeness in the proportion.

                                Edgar Allan Poe

                                Kommentar


                                • momper
                                  Dauerbesucher
                                  • 05.12.2011
                                  • 567

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  Danke für den Bericht!!!

                                  (Was ist denn das für ein Cateringunternehmen?)
                                  ​​​​​
                                  ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
                                  ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

                                  Kommentar


                                  • Meer Berge
                                    Fuchs
                                    • 10.07.2008
                                    • 2381

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    Sehr schön! Solche Abenteuerflüsschen mag ich hier auch sehr gerne - mit den richtigen, abenteuerlustigen Freunden.

                                    Kommentar


                                    • entropie
                                      Fuchs
                                      • 09.07.2010
                                      • 2470

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      Darf ich fragen welche kamera/objektiv du benutzt hast? Bin gespannt auf das packmass, die bilder sind echt nice.
                                      Whenever people agree with me, I always feel I must be wrong.
                                      -- Oscar Wilde

                                      Kommentar


                                      • Robtrek
                                        Dauerbesucher
                                        • 13.05.2014
                                        • 546

                                        • Meine Reisen

                                        #20
                                        Das ist so eine Westentaschenkamera von Sony, Modell RX100 M3. Beim Trekking oder Bootfahren sehr bequem, da sie immer griffbereit um den Hals hängt, bzw. bei Bedarf auch in einem wasserdichten Brustbeutel.

                                        Kommentar

                                        Lädt...
                                        X