[ES][AND] La Senda Transpirenaica, GR11-Teil 3: El Pont de Suert - Cap de Creus

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • FatmaG
    antwortet
    Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Hoppla, da habe ich fast das Ende deiner Tour verpasst!
    Vielen Dank für die herrlichen Eindrücke von der spanischen Seite des Pyrenäenfußes!
    Ach, ich hätte sofort Lust, noch heute aufzubrechen und mich auf den Weg zu machen!
    Danke für Deine Rückmeldung, Sylvia.
    Bei mir meldet sich gerade auch ganz massiv das Fernweh...

    Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Das mit der Kaktusfeige ist mir auch schon passiert!
    Ich habe sie zwar ganz vorsichtig mit 2 Steinen abgepflückt und festgehalten.
    ...
    Danach musste ich mir allerdings tagelang diese fiesen haarfeinen Stacheln mir ihren Widerhaken aus der Zunge, dem Kiefer und zwischen den Zähnen herauspulen.... Ganz übel!
    Waaaa, das muss der Hammer sein! Alleine zwischen den Fingern war das ja schon sehr unangenehm.

    Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Hast du schon neue Pläne für eine weitere Tour?
    Auch so eine Langstrecke?
    Mir hat es unheimlich gut gefallen, so weit zu laufen, besonders, weil die Landschaft so abwechslungsreich ist.
    Mal sehen, was der kommende Sommer möglich macht ...
    Tja, in der Tat mal sehen, was möglich sein wird...
    Momentan sieht es so aus, dass ich im Sommer vor allem in Belgien wandern werde - auch mit Zelt und allem Brimborium. Jedoch würde ich gerne zumindest ein wenig in die Pyrenäen fahren.
    Möglicherweise Frankreich, die Ecke von Gavarnie - dort habe ich noch einiges zu entdecken, denn dort hatte ich zeitlich bedingt diese Schlaufe Richtung Vignemale nicht machen können.

    Und im nächsten Jahr möchten mein Partner und ich die HRP machen - ich hoffe, dass unsere jeweiligen Arbeitgeber uns dementsprechend Urlaub gewähren werden...

    Auch Dir wünsche ich natürlich noch viele tolle Touren, uns noch viele inspirierende Berichte.
    Und lieben Gruß in den Norden!

    FatmaG

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    Zitat von ronaldo Beitrag anzeigen
    Schön wars, danke fürs Mitnehmen!
    Unter deinen vielen guten Fotos ist das mit Zelt & 3 Kühen mein absoluter Favorit.
    Danke für Deine Rückmeldung, Ronaldo!

    Und ja, die staunenden Kälber, das ist auch ein Favorit meines Liebsten.
    Sie waren aber auch allerliebst.
    Ich habe eh - aus gebührendem Sicherheitsabstand ... - ein Faible für Kühe.

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    Hallo Folko,

    Zitat von Nicki Beitrag anzeigen
    Mit Bären hatte ich zum Glück keinen Kontakt.
    dem kann ich nur beipflichten!
    Obwohl die Chancen, bei ca. 60 Bären in diesem großen Areal auf einen zu treffen ja gering sind.
    Aber man kann ja nicht vom Pech beim Lotto oder im Spiel auf Bärentreffen-Chancen schlussfolgern... 😈

    Zitat von Nicki Beitrag anzeigen
    Meine Tour fiel letztes Jahr Corona bedingt aus- mal schauen wie es diesen Sommer wird.
    Ich bin auch gespannt, wie das nun mit dem Reisen in 2021 weitergeht.
    Immer mal wieder besuche ich Deine Webseite, die für mich immer noch eine wahre Fundgrube an Tipps und Informationen ist!

    Lieben Gruß aus Brüssel

    Einen Kommentar schreiben:


  • Meer Berge
    antwortet
    Hoppla, da habe ich fast das Ende deiner Tour verpasst!
    Vielen Dank für die herrlichen Eindrücke von der spanischen Seite des Pyrenäenfußes!
    Ach, ich hätte sofort Lust, noch heute aufzubrechen und mich auf den Weg zu machen!

    Das mit der Kaktusfeige ist mir auch schon passiert!
    Ich habe sie zwar ganz vorsichtig mit 2 Steinen abgepflückt und festgehalten.
    Und dann habe ich sie mit meinem Messer aufgeschnitten und mit einem Löffel ausgelöffelt.
    Super lecker!
    Danach musste ich mir allerdings tagelang diese fiesen haarfeinen Stacheln mir ihren Widerhaken aus der Zunge, dem Kiefer und zwischen den Zähnen herauspulen. Vom Aufschneiden müssen die durch das Messer in das Fruchtfleisch geraten sein. Ganz übel!

    Klasse, dass du die Tour geschafft hast!
    Schade, dass sie nun zu Ende ist.

    Hast du schon neue Pläne für eine weitere Tour?
    Auch so eine Langstrecke?
    Mir hat es unheimlich gut gefallen, so weit zu laufen, besonders, weil die Landschaft so abwechslungsreich ist.
    Mal sehen, was der kommende Sommer möglich macht ...

    Viele Grüße und noch viele tolle Touren!
    Sylvia

    Einen Kommentar schreiben:


  • ronaldo
    antwortet
    Schön wars, danke fürs Mitnehmen!
    Unter deinen vielen guten Fotos ist das mit Zelt & 3 Kühen mein absoluter Favorit.

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    Di., 25.8. - der letzte Wandertag: Von El Port de la Selva (ES) über den GR92 zum Cap de Peyrefite (FR) (19 km)


    Da ich erst am Donnerstag nach Brüssel zurück fahre, werde ich noch einen Wandertag dranhängen.
    Der GR92 führt von El Port de la Selva immer der Küste entlang bis zur französischen Grenze. Es geht sachte auf und ab, durch ein paar Orte und vielen bebauten Abschnitten, an vielen kleinen Badebuchten und Stränden vorbei.
    Heute ist der Tag der Einkehr:
    Frühstück in El Port de la Selva.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 193-GR92-Unterwegs nach Norden. El Port de la Selva.jpg
Ansichten: 230
Größe: 266,8 KB
ID: 3046404
    Unterwegs „nach Norden“


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 194-GR92-Küstenweg.jpg
Ansichten: 216
Größe: 306,3 KB
ID: 3046405
    Der GR92 entlang der Costa Brava


    Vor Llança höre ich aus einem offen Fenster Klaviertöne, bleibe stehen und gönne mir unter strahlend blauem Himmel ein Privatkonzert. Wunderbar!
    In der Stadt lege ich noch eine Kaffeepause ein und ziehe weiter. Die Wege werden nun naturbelassener, die Sonne brennt stärker.
    Vor Colera lockt eine Strandbar, in Colera die Bar des Campingplatzes.
    Und auch in Portbou kehre ich ein...


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 195-GR92-Colera.jpg
Ansichten: 214
Größe: 271,1 KB
ID: 3046406
    Westernstimmung in Colera


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 196-GR92-Weg nach Portbou.jpg
Ansichten: 207
Größe: 397,5 KB
ID: 3046407
    Der Weg nach Portbou


    Dann führt ein Wanderweg aus Portbou hinaus und über die Grenze bis hin nach Cerbère, das ich ca. 30 Minuten vor dem letzten Bus Richtung Banyuls erreiche. Die Wartezeit reicht genau aus für ein erfrischendes „Eau à la Menthe“.
    Der Campingplatz von Cerbère liegt recht weit aus dem Ort raus am Cap Peyrefite in einem sehr idyllischen Pinienhain. Ich finde einen netten Platz, genieße den letzten Abend vorm Zelt und beobachte träge einen Tüftler, der geduldig stundenlang an einer Mischung Seifenkiste-Segelboot rumschraubt und hämmert.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 197-GR92-quasi der letzte spanische Vorgarten.jpg
Ansichten: 212
Größe: 446,3 KB
ID: 3046408
    Spanischer Vorgarten



    Mi., 26.8.: Cap Peyrefite - Banyuls – Collioure:ein krönender Ausklang


    Sehr früh werde ich wach – diesmal springe ich jedoch sofort auf, als ich die sich ankündigende Morgenröte am Himmel entdecke. Ich bin nicht die einzige – in Frankreich steht man definitiv zeitiger auf als in Spanien.
    Eine halbe Stunde betrachte ich faszinierend die Lichtshow vor mir, wie Himmel, Horizont und Meer in das Sonnenlicht getaucht werden.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 198-Sonnenaufgang am Cap Peyrefite.jpg
Ansichten: 207
Größe: 206,8 KB
ID: 3046409
    Sonnenaufgang am Cap Peyrefite

    Dann mache ich mich sehr gemächlich an das Abbauen, denn bis zum Bus nach Banyuls habe ich Zeit.

    Den Zwischenstopp in Banyuls lasse ich mir nicht entgehen, streife an Altbekanntem vorbei, lasse mich auf einer Terrasse nieder; lese, schreibe, trinke Café au lait, beobachte Menschen, genieße... „Banyuls la Lumineuse“ (die strahlende? Lichtdurchflutete?)

    Am frühen Nachmittag möchte ich nach Collioure weiterreisen, dort habe ich mir ein Hotelzimmer für die letzte Nacht gebucht. Viel zu früh gehe ich zur Bushaltestelle und zu meinem Erstaunen kommt sogleich der Linienbus angebraust – mindestens 15 Minuten früher als in den Fahrplänen angegeben. Glück gehabt. Und so stehe ich schon um 13 Uhr in Collioure, einem Mittelmeerstädtchen, das ich bisher nur vom Vorüberfahren und von Erzählungen ehemaliger Kollegen kenne.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 199-Ausklang in Collioure.jpg
Ansichten: 205
Größe: 282,3 KB
ID: 3046410
    Ausklang in Collioure


    Auf Anhieb fasziniert von dem Ort, streife ich umher, genehmige mir (zu einer ungewöhnlich frühen Stunde!) den ersten französischen Rosé, checke ein, streife später erneut umher, kaufe ein paar Mitbringsel für den Liebsten, die Mutter und für mich 😉
    Und genieße den letzten Urlaubsabend an der Strandbar und im Strandrestaurant mit Blick auf die Altstadt und das Mittelmeer.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 200-Altstadt von Collioure. Ein Detail.jpg
Ansichten: 200
Größe: 303,2 KB
ID: 3046411
    Altstadt von Collioure


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 201-Collioure by night.jpg
Ansichten: 207
Größe: 230,1 KB
ID: 3046412
    Collioure by night



    Do., 27.8. Die Rückreise: Collioure – Perpignan – Paris - Brüssel

    Erst geht es mit dem Linienbus von Collioure bis zum Bahnhof Perpignan, von wo ich ein Zugticket nach Brüssel über Paris habe. Die Fahrt verläuft planmäßig und völlig unspektakulär. Die Reisezeit nutze ich zum Schreiben, Lesen und Vorfreuen auf Zuhause!


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 202-Bye bye Collioure-nicht Adieu, auf Wiedersehn....jpg
Ansichten: 204
Größe: 231,5 KB
ID: 3046413
    Abschied von Collioure

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    Mo., 24.8. - 27. Tag: Von El Port de la Selva zum Cap de Creus (15,3 km, ↑460Hm ↓460Hm)


    Der letzte Wandertag auf dem GR11!
    Mein Zelt bleibt hier stehen, mein Rucksack ist ungewohnt leicht, als ich um Punkt 7 Uhr starte. Magnifique!


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 185-GR11-gestrandet.jpg
Ansichten: 232
Größe: 290,4 KB
ID: 3046394
    Kuriosum – gestrandet fernab vom Strand


    Aber nach einem knappen Kilometer werde ich in meinem Elan an der ersten offenen Bar gebremst.
    Ein leckeres kleines Frühstück, den Luxus gönne ich mir. So schlimm wird das mit der Hitze hoffentlich nicht werden...


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 186-GR11-El Port de la Selva.jpg
Ansichten: 208
Größe: 269,0 KB
ID: 3046395
    El Port de la Selva im Morgenlicht


    Am Ortsausgang führt der GR durch ein wirklich schickes Villenviertel, eröffnet nochmals einen Blick auf die Stadt und dann geht es ins Hinterland. Ohne Gepäck zu wandern ist herrlich, und ich komme gefühlt so schnell wie eine Bergziege voran. Bald schon sehe ich den Leuchtturm vom Kap de Creus vor mir; ihn und auch die Straße, auf der sich Auto an Auto auf den Weg dorthin macht.
    Auch jetzt geht es nochmal durch Dornengestrüpp. Selbst das Ende wird einem nicht einfach gemacht 😉


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 187-GR11-Viele Wege.jpg
Ansichten: 209
Größe: 306,9 KB
ID: 3046396
    Das Ende naht...


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 188-GR11-Wegweiser.jpg
Ansichten: 209
Größe: 366,2 KB
ID: 3046397
    In der Tat, das Ende naht...


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 189-GR11-das Ziel in greifbarer Nähe haben.jpg
Ansichten: 210
Größe: 368,0 KB
ID: 3046398
    Das Ziel in greifbarer Nähe: der Leuchtturm!


    Am Leuchtturm angekommen löst sich der GR11 ganz unspektakulär fast in Luft auf; genauso unspektakulär, wie er begonnen hat am Cabo de Higuer im vorletzten Jahr. Irgendwie suche ich mir meinen Weg bis zum Cap selber und komme an einem „Steinhäuschen“ an, das von mir für mich als offizieller Endpunkt auserkoren wird. Hier bleibe ich nun einige Zeit und blicke auf das Meer um mich und genieße.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 190-GR11-Am Cap de Creus.jpg
Ansichten: 215
Größe: 154,5 KB
ID: 3046399
    Am Cap de Creus




    Und weiter bis Cadaques... (6,8 km)


    Im Vorfeld schon hatte ich entschieden, vom Cap nach Cadaques zu wandern und dort später den Linienbus nach El Port de la Selva zurückzunehmen.
    So gehe ich ein Stück zurück auf dem GR11 und verlasse ihn dann endgültig – zumindest für dieses Jahr.

    Der Fußweg geht erst einmal sehr ähnlich weiter. An Steinmauern entlang; auf und ab; Dornen; Sonne. In Port Llegat komme ich an Salvador Dalis Haus vorbei und gelange sehr schnell an mein Tagesziel, das sehr malerische und daher sehr beliebte Cadaques.

    Eine Stunde später sitze ich schon im Bus nach El Port de la Selva, lasse dort den Abend erst am Strand, dann an der Bar des Campingplatzes ausklingen und schreibe wie immer erst am Ende meiner Wanderung Postkarten.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 191-GR92-Unterwegs nach Cadaques.jpg
Ansichten: 206
Größe: 456,9 KB
ID: 3046400
    Unterwegs nach Cadaques


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 192-GR92-Port Lligat und das Dali-Haus.jpg
Ansichten: 208
Größe: 498,7 KB
ID: 3046401
    Das Dali-Haus in Port Lligat

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    So., 23.8. - 26. Tag: Von Vilamaniscle nach El Port de la Selva (21,5 km, ↑800Hm ↓950Hm)


    Heute morgen starte ich recht früh – ob mich die „Böllerschüsse“ in den Weinbergen geweckt haben? Ich kann es nicht sagen.
    Aus dem Ort hinaus, ein paar Höhenmeter hinauf zum Coll de la Serra, später führt eine Abkürzung mal wieder durch die dornige Vegetation hinunter zur Ermita de Sant Silvestre de Valleta, bevor es gleich wieder hinauf zum Coll de les Portes geht, der die Sicht auf das Mittelmeer freigibt. Es funkelt und flimmert in der Sonne und scheint in der Tat schon zum Greifen nahe.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 179-GR11-Blick zurück auf Vilamaniscle.jpg
Ansichten: 129
Größe: 265,0 KB
ID: 3046387
    Blick zurück: Vilamaniscle


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 180-GR11-Ermita de Sant Silvestre de Valleta.jpg
Ansichten: 119
Größe: 362,4 KB
ID: 3046388
    Die Ermita de Sant Silvestre de Valleta


    Nach einer kurzen Frühstückspause auf einem Mäuerchen geht es weiter nach Llança, das ich schnell hinter mir lasse. Vorher sehe ich jedoch noch die erste (und einzige) Schlange. Sie ringelt sich am Rande der Straße, versucht vergeblich auf den Bürgersteig zu gelangen und zischelt mich giftig an, als ich sie aus der Nähe betrachte. Gut, dass sie nicht springen kann...
    Die letzte Steigung des Tages liegt vor mir: Es geht auf in diesem Gelände eigentlich unerwartete 510 M hinauf. Und zwar in der Mittagshitze!


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 181-GR11-Schild vor Llança.jpg
Ansichten: 119
Größe: 313,9 KB
ID: 3046389
    Der Weg...


    Mit den Höhenmetern hatte ich gefühlsmäßig schon abgeschlossen und so schleppe ich mich mal wieder hinauf. Mir ist übel und ich mache langsam, lege sogar im Schatten eines Baumes eine Pause ein, bevor ich die allerletzte noch steilere Steigung anpacke. Endlich gelange ich an den Fahrweg und dann recht zügig an das Monestir de Sant Pere de Rodes, das nun nur noch ein Ausflugsziel ist. Und zwar ein sehr beliebtes. Es wimmelt nur so von Menschen. Da Bar und Restaurant sich im Innenbereich des Komplexes befinden, begnüge ich mich mit 2 (!) Büchsen Cola aus dem Automaten und beobachte das Treiben um mich herum; dann mache ich mich auf zum letzten Teil des Tages.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 182-GR11-Hundeparkplatz am Monestir de Sant Pere de Rodes.jpg
Ansichten: 121
Größe: 446,9 KB
ID: 3046390
    Hundeparkplatz am Monestir de Sant Pere de Rodes. Gebührenfrei wohl bemerkt!


    Erst führt ein sehr angenehmer Pfad in das malerische La Selva de Mar, das jedoch zumindest auf ersten Blick menschenleer wirkt.
    Hinterm Dorf stehen riesige Kakteen, deren rote Früchte nur so zum Probieren einladen.
    Himmel! Die blödste Idee des Jahrhunderts, eine frische Kakteenfrucht berühren zu wollen.
    Eine geschlagene halbe Stunde lang zupfe ich nun die unglaublich feinen Dornen aus meinen Fingern. Und selbst später noch finde ich immer wieder was Pieksiges zum Rausfriemeln wieder...
    Auf die Zwangspause hätte ich gut und gerne verzichten können!


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 183-GR11-stachelige Versuchung (Mist).jpg
Ansichten: 121
Größe: 199,3 KB
ID: 3046391
    Stachlige Versuchung


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 184-GR11-Steinweg.jpg
Ansichten: 120
Größe: 464,7 KB
ID: 3046392
    Endspurt


    Die nächste Entscheidung steht an, als ich dann El Port de la Selva erreiche. Gehe ich zum Campingplatz Richtung Norden, suche ich ein Zimmer im Städtchen oder soll ich zum Campingplatz im Süden? Nach einigem Hin und Her (sowohl im Kopf als auch real zurückgelegt) lande ich später auf dem kleinen Campingplatz, der ca. 1 km südlich von dem Städtchen liegt.

    Ich darf mir meinen Platz hier frei wählen und entscheide mich für eine Parzelle, die komplett auf Beleuchtung verzichtet. Warum sich die Nachbarn schräg gegenüber für diesen Teil des Campings entschieden haben, ist mir jedoch schleierhaft. Als ich vom Abendessen auf der Terrasse der Bar zurückkehre, haben sie ein Flutlicht angeschmissen, das die ganze Nacht auch mein Zelt in Tageslicht taucht...

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    Sa., 22.8. - 25. Tag: Von Els Villars bis Vilamaniscle (16,9 km, ↑294Hm ↓376Hm)


    Seit den frühen Morgenstunden weht hier eine gewaltig frische Brise und drückt mein Zelt ganz schön zur Seite. Und obwohl ich immer noch völlig geschlaucht bin, stehe ich schon um 7 Uhr auf. Es reicht! Heute mal andersherum: Ich packe erst alles in meinen Rucksack und baue dann das Zelt ab. Der Wind hat mir schon dabei geholfen: 3 der Heringe sind herausgerissen und liegen neben der Plane auf der Erde.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 173-GR11-morgentlicher Blick ins Tal.jpg
Ansichten: 150
Größe: 343,8 KB
ID: 3046378
    Mein Schlafplatz. Die fiesen Fliegen sind auch schon auf...


    Sehr schnell erreiche ich Els Villars. Die ersten fiesen Fliegen sind schon wach, was man von den Dorfbewohnern nicht behaupten kann. Der Dorfbrunnen am Ende des kleinen Ortes ist neben einer Parkbank, ich frühstücke und packe jetzt ordentlich. Soviel Zeit muss sein.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 174-GR11-irgendwo hinter Els Villars.jpg
Ansichten: 121
Größe: 504,0 KB
ID: 3046379
    Irgendwo hinter Els Vilars


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 175-GR11-Korkeichendetail.jpg
Ansichten: 119
Größe: 402,5 KB
ID: 3046380
    Korkeichendetail


    Der weitere Weg ist erst einmal nett, wenn auch unspektakulär. Die vielen Olivenbäume und die mediterrane Vegetation sind jedoch hübsch anzuschauen. Bevor der GR ca. 5 Kilometer entlang einer recht befahrene Straße verläuft, steht am Wegesrand ein Tisch mit etlichen gefüllten Wasserflaschen: Vorausschauende Bewohner versorgen die Wanderer hier mit Wasser.


    Bei der verlassenen Finca mit dem herrlichen Namen „Mas Pils“ („Maes“ ist der Name eines belgischen Pils!!!) driftet der GR wieder ab und ich verlasse endlich den Asphalt auf einem Fahrweg Richtung Coll de la Platja. Dann geht es wieder „ab in die Pampa“ - aber diesmal nicht nur im übertragenen Sinne: Der schmale Pfad ist völlig mit Dornen überwuchert – es würde sich für eine Dornröschenverfilmung bestens eignen – oder damit der „Prinz“ in echt erlebt, was er im Film mimen soll. Völlig entnervt komme ich erleichtert am Coll an, nur um keine 3 Minuten später auf der anderen Seite mich durch Dornen schlagen zu müssen.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 176-GR11-Mas Pils.jpg
Ansichten: 120
Größe: 314,7 KB
ID: 3046381
    Das verlassene Mas Pils – ein Prost auf das Pils Maes


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 177-GR11-Dornröschen spielen.jpg
Ansichten: 120
Größe: 528,8 KB
ID: 3046382
    Wo war noch gleich der Weg?


    Mein Ziel: das Convento de Sant Quirce de Colera. Ich laufe jedoch daran vorbei, um sehr zielstrebig dahinter zu dem Restaurant zu gelangen und mich bei einem Café con Leche plus einem erfrischenden Getränk wieder zu motivieren.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 178-GR11-uralt.jpg
Ansichten: 120
Größe: 536,7 KB
ID: 3046383
    Uralt. Und immer noch wunderschön...


    Dann geht es wieder über die Landstraße bis nach Vilamaniscle, das ich um 15 Uhr erreiche. Picknickpause, dann gehe ich zum Schwimmbad des Dorfes, das sowohl über eine nette Bar als auch über eine Biwakwiese verfügt. Hier bleibe ich!

    Fläzen, Schwimmen gehen, Lesen, Schreiben, Zelt aufbauen, einen Salat und ein Bier genießen, das Abendrot genießen. Das (Wander)leben ist gut!

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    Fr., 21.8. - 24. Tag: Von La Jonquera bis kurz vor Els Villars (23,6 km, ↑896 Hm ↓769Hm)


    Pünktlich um 7 Uhr sitze ich vor der Bar und warte auf die Öffnung und meinen morgendlichen Kaffee. Die 4 spanischen Senioren, die schon vor mir hier sassen, warten mit, bis la Señora endlich erscheint, erst einmal ein Kläfchen hält und dann gemütlich die Bar eröffnet. Und dann geht es schnell.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 167-GR11-La Jonquera.jpg Ansichten: 0 Größe: 196,4 KB ID: 3046368
    La Jonquera – Detail


    Ich bin froh, vor und für den ersten Berg – eigentlich müsste ich ja nun von Hügeln oder Hängen sprechen - gestärkt zu sein. Immerhin sind es 664 Höhenmeter bis zum Collet d'en Dutres. Auf halber Strecke liegt die Xte Ermita (Sant Llucia) inmitten von Ginster. Auch diesseits von Jonquera ahnt man die Auswirkungen des Feuers immer noch.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 168-GR11-Stadtauswärts.jpg Ansichten: 0 Größe: 246,5 KB ID: 3046369
    Stadtauswärts


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 169-GR11-Zum Coll de les Canals.jpg Ansichten: 0 Größe: 269,7 KB ID: 3046370
    Zum Coll de les Canals


    Eine sehr lange staubige Piste führt ganz allmählich bis nach Requesens hinab. Der rote Jeep, der sich vorsichtig die Schotterpiste hier hinaufwagt, bietet eindeutig eine visuelle Abwechslung. Und die blonde Dame mit den sehr ungeeigneten Schuhen, die aus dem Fahrzeug steigt, ebenso. 😈


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 170-GR11-lange staubiger Weg.jpg Ansichten: 0 Größe: 394,4 KB ID: 3046371
    Staubige Angelegenheit – der Weg nach Requesens


    Das Mittelmeer rückt näher – es ist heiß! Ich freue mich auf Requesens, von dem ich mir einiges verspreche. Bald komme ich an ein Gatter, an einen Hof, dann wieder an ein Gatter... und habe eigentlich somit schon Requesens wieder verlassen. Hä? Nochmal umkehren? Aber trotz des Kuckens und Suchens, der Ort ist winzig und weder eine Wasserstelle noch das verheißene leckere Restaurant in Aussicht! Nichts. Und niemand. Doch – ein junger Mann sitzt telefonierend in seinem staubigen Jeep und unterbricht seine Unterhaltung, um mir einen Wasserhahn zu zeigen, der etwas versteckt an einer Hauswand hängt. Die Quelle sei trocken und das Restaurant geschlossen...


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 171-GR11-das berühmt berüchtigte La Cantina.jpg Ansichten: 0 Größe: 263,6 KB ID: 3046372
    La Cantina


    Etwas unterhalb des Dorfes an einem (nicht ausgetrockneten) Brunnen sitzt ein ziemlich abgeschlagen wirkender Wanderer, dem ich kurz zuwinke und zügig Richtung Refugi de Forn de Calç weiterrausche mit meinen eben gebunkerten 4 Liter Wasser auf dem Rücken. Die kleine Selbstversorgerhütte ist recht sauber und einladend und ich lasse mich gemütlich vor dem Gebäude auf einer Steinbank nieder. Und obwohl ich versucht bin, die Nacht hier zu verbringen, packe ich nach einer Pause alles ein. Gerade startklar, da kommt der Wanderer von eben um die Ecke und diesmal erzählen wir ein wenig länger miteinander.

    Dann gehe ich weiter, erschrecke eine Kuh, stoße auf drei weitere Wanderer, die in einem natürlichen Wasserbecken hocken und sich von ihren Strapazen erholen. Von ihnen und ihrem Anblick leicht abgelenkt, schlage ich fast die falsche Richtung ein. Fast.

    Anschließend – der Weg führt immer noch durch Wald, mal mehr mal weniger dicht – geht es nochmals ca 250 Höhenmeter hinauf zum Portell de les Creus.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 172-GR11-vorm Portell de les Creus.jpg Ansichten: 0 Größe: 302,0 KB ID: 3046373
    Am Portell de les Creus


    Dort galoppiert ein Stier links an mir vorbei und rast von dannen hinab. Puuuh, welch ein Muskelpaket auf vier Beinen.
    Der Weg führt nun auf einem Forstweg wieder hinab; ich möchte bald einmal einen Schlafplatz finden, tue mich jedoch mal wieder schwer damit. Den im Cicerone-Führer beschriebenen habe ich erst verpasst, dann nicht für „gut“ empfunden und so ziehe ich weiter; nachdem ich in den letzten Stunden von Scharen fieser Fliegen verfolgt wurde, übernehmen nun die Stechmücken den Job...

    Im allerletzten Moment und im allerletzten Tageslicht baue ich mein Zelt irgendwie auf einem steinigen, immerhin (fast) ebenen Platz auf und hechte ohne Essen oder Zähneputzen hinein. Und schließe triumphierend das Moskitonetz hinter mir. Mittlerweile ist es so warm, dass ich ohne Schlafsack einschlafe und sogar den Eingang halb offen lasse.
    Schadenfroh höre ich noch die Moskitos vergeblich um das Innenzelt schwirren. Dann schlafe ich ein...

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    Do., 20.8. - 23. Tag: Vom Camping Maçanet de Cabrenys nach La Jonquera (25,7 km, ↑534Hm ↓644Hm)


    Kurz nach 8 Uhr bin ich unterwegs auf der Landstraße nach Maçanet de Cabrenys, einen hübschen Dorf, auf dessen Platz ich gleich die erste Kaffeepause einlege. Kurz vor 9 Uhr ist hier schon die Hölle los. Zwei Tische mit rüstigen Senioren in Wanderkluft und Kaffees vor sich. Ein Tisch mit angeheiterten jungen Männern; sie haben volle Biergläser vor sich stehen und sind wohl gerade beim Konterbier?!


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 161-GR11-Maçanet de Cabrenys,.jpg
Ansichten: 159
Größe: 306,9 KB
ID: 3046360
    Dorfcafé Maçanet de Cabrenys


    Noch Wasser an dem Wasserhahn neben der Touristeninformation auffüllen und dann raus aus der Stadt und auf den GR. Zunächst verläuft er wirklich lieblich durch einen Korkeichenwald, steigt kurz aber steil hinauf zu dem verlassenen Gebäude der Mina Canta vorbei, in der während des spanischen Bürgerkriegs Kunstwerke aus dem Prado-Museum versteckt wurden.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 162-GR11-Nach La Vajol.jpg
Ansichten: 123
Größe: 517,7 KB
ID: 3046361
    Unterwegs nach La Vajol


    Auf dem Weg nach La Vajol kann ich den reifen Brombeeren auch heute einfach nicht widerstehen; und obwohl ich vor dem Dorf an einem Picknickplatz raste, kehre ich erneut in der Ca La Conxita Bar ein, die ihre besten Zeiten offensichtlich hinter sich hat. Ein Kaffee und ein künstlich schmeckendes Eis wird mir von einer älteren Señora serviert. Ob ich denn nicht müde sei, (es ist kurz nach Mittag), nein, mir sei lediglich etwas heiß; denn sie böten auch Zimmer an, danke aber es ist wohl noch etwas zu früh...


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 163-GR11-MIna d'en Negrin .jpg
Ansichten: 121
Größe: 412,3 KB
ID: 3046362
    Mina Canta oder Mina d'en Negrin


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 164-GR11-Sich den Bauch vollschlagen.jpg
Ansichten: 120
Größe: 261,0 KB
ID: 3046363
    Sich den Bauch vollschlagen...


    Nun folgt der GR recht unschön der asphaltierten Straße mit ihren in rasantem Tempo vorbeirauschenden Autos. Und so kürze ich den offiziellen GR etwas ab und laufe frech (ich bin ja immer viel zu brav!) einem Privatweg entlang, der mich wunderbarerweise fernab der Straße zu der Piste Richtung Ermita de Santa Eugènia bringt.
    Ich bin wieder unentdeckt auf dem „rechten Weg“ gelandet. Perfekt!


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 165-GR11-Kakteen.jpg
Ansichten: 123
Größe: 578,6 KB
ID: 3046364
    Stachelige Pracht


    Nach der Ermita, die wohl zu einer Art Jugendlager umgebaut wurde, gibt es eine letzte Anstrengung, sprich kurz mal steil hoch – wobei „kurz“ relativ ist. Dann zieht sich der Weg endlos hinunter bis La Jonquera, durch die spektakulären Waldbrände von 2012 verwüstetes Gebiet mit immer noch schwarz verkohlten Stämmen, an gut eingezäunten Olivenhainen vorbei, durch einen Fußgängertunnel unter der Autobahn bis hinein ins Herz von La Jonquera.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 166-GR11-Fort de Bellegarde.jpg
Ansichten: 120
Größe: 345,9 KB
ID: 3046365
    Blick nach Frankreich zum Fort de Bellegarde, le Perthus und den GR10


    Hier gibt es ein Refugi, das man als Mitglied eines Alpenvereins nutzen kann, der Schlüssel ist bei der Polizei abzuholen. Da just bei meiner Ankunft vor der Tür diese geschlossen ist, rufe ich die Nummer an, die in meinem Wanderführer steht; eine der beiden ist die Mobilnummer der Streife, die noch unterwegs ist. Sie kämen in ca 30 Minuten zurück...
    Nachdem wir später alle Formalitäten geklärt haben, erinnert sich der Beamte, dass wegen Corona das Refugi geschlossen sei. Ich könne jedoch dahinter zelten, dort sei eine eher ruhige Zone.
    Das klingt eher beunruhigend, und so entscheide ich mich für die Pension Marfil, auf deren Terrasse ich eben schon gesessen hatte...

    Später gehe ich dennoch hinauf zu der Torre de Carmanxel, esse bei Sonnenuntergang zu Abend und genieße die Aussicht, von der der Polizist geschwärmt hatte.



    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    Mi., 19.8. - 22. Tag: Von Albanya zum Camping Maçanet de Cabrenys (14,5 km, ↑780Hm ↓810Hm)


    Nach dem ersten Kilometer komme ich im Dorf Albanyá an. Auch wenn ich mal wieder nicht so ganz früh gestartet bin, so war die Bar das Campingplatzes dennoch immer noch geschlossen. So versuche ich mein Glück hier.

    Und ich finde es! Gleich neben dem Dorfkern, der eigentlich nur aus einer Kirche besteht, ist Pension, Café und Tante-Emma-Laden in einem. Und zwar geöffnet! Yes. Auf der Terrasse lasse ich mich träge nieder und bestelle ein ausgiebiges Frühstück zu mir. Café con leche, zumo de naranja, croissant !

    Gestärkt kann ich nun die – abseits des Hochgebirges – dennoch relativ vielen Höhenmeter in Angriff nehmen. Die Sonne brennt unerbittlich – vielleicht sollte ich doch anstreben, früher loszukommen? Außerdem halten mich die vielen reifen Brombeeren am Wegesrand vom Voranschreiten ab. Sie sind zu köstlich!


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 152-GR11-Hinter Albanya.jpg
Ansichten: 147
Größe: 502,0 KB
ID: 3046350
    Irgendwo hinter Albanya


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 153-GR11-über der Serra de Ferreros.jpg
Ansichten: 121
Größe: 389,5 KB
ID: 3046351
    Über der Serra de Ferreros


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 154-GR11-flimmernde Hitze.jpg
Ansichten: 123
Größe: 244,9 KB
ID: 3046352
    Flimmernde Mittagshitze


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 155-GR11-excepte GR11.jpg
Ansichten: 122
Größe: 457,0 KB
ID: 3046353
    Excepte GR11


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 156-GR11-unwiderstehlich.jpg
Ansichten: 126
Größe: 422,6 KB
ID: 3046354
    Brombeeren – noch und nöcher


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 157-GR11-Korkeichenwald.jpg
Ansichten: 123
Größe: 380,8 KB
ID: 3046355
    Korkeichenwald


    Die Markierungen sind immer mal wieder etwas unklar, aber da zum Glück die GPS-Tracks sehr klar sind, komme ich heute tatsächlich schon um 15 Uhr auf dem Campingplatz vor Maçanet de Cabrenys an. Bei dem Weiler Oliveda habe ich den GR11 verlassen und werde morgen bei Maçanet wieder auf ihn stoßen. Aber erst mal mache ich mir einen sehr gemütlichen faulen Nachmittag, genieße die Ruhe, die Sonne, das Schwimmbad und das Dasein.


    Später taucht der Katalane wieder auf, Jordi heißt er. Während jeder auf sein Essen wartet, erzählen wir ein wenig miteinander.
    Dann kommt die Pizza und während ich sie verspeise, verspeisen mich die Moskitos. Das Ausmaß dieses Banketts werde ich jedoch erst am nächsten Morgen feststellen. Irgendwann treiben mich diese Moskitos (im Sanitärbereich hängt übrigens ein Fledermauskasten!) ins Zelt, wo ich bei offener Plane geschützt hinter dem Moskitonetz sanft entschlummere.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 158-GR11-Bei Oliveda.jpg
Ansichten: 121
Größe: 251,7 KB
ID: 3046356
    Bei Oliveda


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 159-GR11-Feierabend genießen.jpg
Ansichten: 121
Größe: 226,1 KB
ID: 3046357
    Feierabend genießen...


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 160-GR11-Nachtstimmung.jpg
Ansichten: 119
Größe: 193,3 KB
ID: 3046358
    Nachtstimmung

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    Di., 18.8. - 21. Tag: Von Talaixà zum Camping Bassegoda Park / Albanya (19,4 km, ↑740Hm ↓1246Hm)


    Diese Nacht war ein Satz mit X! Hätte ich mal mein Zelt aufgestellt...
    Jetzt komme ich nicht aus dem Bett und muss mich überwinden, damit ich dennoch um 7:30 von hier loskomme.
    Heute soll es unterwegs drei natürliche Becken geben, die zum Schwimmen einladen. Ich bin gespannt!


    An der Ermita de Sant Aniol angekommen steht der Wegweiser zu dem ersten, dem Salt de Brull: 20 Minuten! Den Nerv habe ich nicht, denn ich bin immer noch etwas groggy. Dabei wäre ein erfrischendes Bad bestimmt perfekt gewesen. Das Refugi an der Ermita ist wohl schon seit geraumer Zeit im Umbau, aber dennoch weit von fertig. Trostlos wirkt es hier. Nicht einmal der Brunnen führt Wasser... Neben dem Gebäude geht es über eine kleine Hängebrücke und bald wieder bergaufwärts. Ein zweites natürliches Becken muss irgendwo in der Riera de Sant Aniol sein, aber erneut treibt mich meine innerliche Ungeduld weiter voran...


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 147-GR11-Puig d'en Coll.jpg
Ansichten: 136
Größe: 301,2 KB
ID: 3046343
    Puig d'en Coll


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 148-GR11-Strudelbaum.jpg
Ansichten: 122
Größe: 263,1 KB
ID: 3046344
    Strudelbaum


    Drei Kämme liegen vor mir, der höchste ist der Coll de Principi auf lediglich 1128m und der letzte, der Coll de Bassegoda mit seinen 1101m ist der allerletzte Punkt auf dem GR11 über der 1000er Marke. Aber so bewusst ist mir das in diesem Moment gar nicht. Erst einmal schleppe ich mich mal wieder voran, die unruhige Nacht tut das ihre dazu. Lichtblicke sind die kleine Kirche von Talaixà, die immer mal wieder in der Ferne zu erblicken ist und der Frischling, der mich erblickt, kurz erschrocken quiekt und schnell nach unten (zu seiner Mutter?) flieht.


    Der Weg vom Kamm bis zum Refugi Bassegoda ist steinig und steil. Ich bin froh, als ich an dem Gebäude stehe. Anschließend verläuft der Weg größtenteils über eine Piste, bzw. die Landstraße. An dem Hof Can Nou soll es eine Bar sowie den Schlüssel zum höher gelegenen Refugi geben. Allerdings wirkt alles dicht und etwas ungastlich. Ein simples aber effektives Gatter aus grobem Metall ist vor der Einfahrt. Schon will ich weitergehen, als ein Paar kurz nach mir vom Tal aus hier eintrifft. Sie wollen im Refugi übernachten, und da sie den Schlüssel brauchen, haben sie mehr Geduld und mehr Glück als ich. Der Hausherr (ein recht junger Mann) öffnet uns das Tor und serviert Cola (das einzige Erfrischungsgetränk) und mir einen sehr leckeren Expresso, den ich sogar ohne Milch mit viel Genuss trinke!


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 149-GR11-zum Refugi de Bassegoda.jpg
Ansichten: 125
Größe: 527,1 KB
ID: 3046345
    Unterwegs zum Refugi de Bassegoda


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 150-GR11-Puig de Bassegoda.jpg
Ansichten: 123
Größe: 394,0 KB
ID: 3046346
    Rückblick zum Puig de Bassegoda


    Der GR11 führt nun immer etwas langweilig dem Fahrweg entlang bis hinunter zum Rio Muga. Dort werde ich mir allerdings das dritte Badebecken nicht entgehen lassen und lege einen kurzen Schlenker ein.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 151-GR11-am Riu Muga.jpg
Ansichten: 122
Größe: 186,0 KB
ID: 3046347
    Wasserbecken am Riu Muga


    Bis zum Campingplatz Bassegoda Park ist es nicht mehr weit. Dort stoße ich auf den Katalanen von gestern Nachmittag, auch er zeltet hier.

    Einrichten, Wäsche waschen, eine Runde Schwimmbad , Duschen, Abendessen – so vergeht die Zeit mal wieder schnell ...

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    Mo., 17.8. - 20. Tag: Von Beget nach Talaixà (12,2 km,↑680 Hm ↓377Hm)


    Das Frühstück wird erst um 8:30 Uhr serviert. So gönne ich mir einen Spätstart. Eine sehr gute Entscheidung; der Frühstücksteller mit viel Obst ist sehr lecker und alles natürlich super frisch. Und obwohl ich fast schon satt bin, bekomme ich gleich hinterher noch zwei Spiegeleier mit Speck serviert, obwohl ich den gar nicht bestellt hatte... So kann ich mich erst um 9:30 Uhr aus diesem Schlemmerparadies losreißen. Die Wanderer von gestern sehe ich nur kurz, Nummer eins (ein Baske) geht just vor Frühstückszeit los (selber schuld!), Nummer zwei (ein Katalane mit hoher Stirn) möchte – und darf – das stille Örtchen benutzen. Die Spanier sind ein wirklich sehr gastfreundliches Volk!

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 138-GR11-Beget.jpg
Ansichten: 315
Größe: 179,7 KB
ID: 3036153
    Los gehts

    Der GR11 führt aus Beget heraus, der Landstraße und später Feldwegen entlang. Ich treffe einen Elektriker, der an einem Mast hängt, und eine ältere Hirtin mit kleiner Kuhherde. Dann balanciere ich auf zig Steinen über die Riera de Beget (oder ist es der Torrent de Rabassa) lasse das verlassene Gut „La Farga“ rechts liegen und folge dem Weg hinauf zur Collada dels Muls. An einem verlassenen Gut (les Feixanes) schlage ich mir den Bauch voll mit leckeren Brombeeren – die ersten reifen und reichlichen auf dem Weg – und wieder hinab zur Riera de Beget, die ich diesmal über ein Brückchen überquere. Dahinter beginnt der mitunter steile Aufstieg nach Talaixà, einem (einst) verlassenen Weiler, dessen Kirche und ein Gebäude wieder aufgebaut wurden. Mitunter gleicht der Weg einer Bobbahnrinne, den ich ungern in einer Regenschauer hinaufgehen würde...

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 139-GR11-Flachland.jpg
Ansichten: 297
Größe: 417,8 KB
ID: 3036154
    Ungewohnt flach unterwegs...

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 140-GR11-Furten bei La Farga.jpg
Ansichten: 293
Größe: 465,8 KB
ID: 3036155
    Furten bei La Farga

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 141-GR11-Baum.jpg
Ansichten: 295
Größe: 528,2 KB
ID: 3036156

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 142-GR11-Coll Joell.jpg
Ansichten: 291
Größe: 296,8 KB
ID: 3036157
    Am Coll Joell

    Oben angekommen, es ist immer noch schwül-warm, empfängt mich ein Schild „Aquest poble no està abandonat“, ein Wanderer rastet wie zum Beweis auf einer Bank, bevor er wieder in die Natur abtaucht. Und auch wenn außer mir keine Menschenseele hier ist, so fühle ich mich geborgen und wie magisch von diesem Ort angezogen. Ich bleibe lange Zeit in der Sonne vor dem sanierten Haus, das ein Refugi libre und eine zu reservierende Unterkunft sowie einen Privatteil beherbergt, sitzen, und entscheide mich irgendwann, die Nach hier zu verbringen. Ob im Zelt oder innen, werde ich sehen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 143-GR11-Ankunft in Talaixa.jpg
Ansichten: 295
Größe: 424,0 KB
ID: 3036158
    Ankunft in Talaixa

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 144-GR11-Mittagspause.jpg
Ansichten: 292
Größe: 340,5 KB
ID: 3036159
    Der perfekte Platz für eine späte Mittagspause

    Dann taucht irgendwann der „Hüttenwirt“ auf – ich könne selbstverständlich hier bleiben, solle jedoch, falls ich zelte, innerhalb des Zauns bleiben, da draußen Wildschweine unterwegs seinen. Und bitte nichts vorm Zelt stehen lassen – es gebe einen frechen Fuchs, der gerne mal was mitnehme...
    Später taucht einer der Katalanen von gestern Abend auf, alleine. Sein Wanderkumpan habe heute – nach einem Tag – abgebrochen, es sei nicht das, was er suche. Wir tauschen aus, er hat Sitzfleisch. Irgendwann jedoch zieht er weiter.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 145-GR11-No abandonat.jpg
Ansichten: 292
Größe: 370,7 KB
ID: 3036160

    Dann tauchen 5 Mädels auf, sie hatten die Gruppenbleibe reserviert und für sie war der Hüttenwirt auch hier gewesen. Noch später – ich wähnte mich schon definitiv alleine – taucht ein Paar auf, das sein Zelt vor die Hütte stellt. Und noch später ein junger Mann, ein Flame (!), der jedoch nur Wasser tankt und weiter Richtung Gipfel zieht, wo er am Morgen aufwachen möchte...
    Ich bin also heute Nacht innen alleine und richte mich häuslich ein – all mein Proviant hängt an der Wäscheleine (man lernt ja schließlich dazu!) - und klettere ins Etagenbett.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 146-GR11-Abendaussicht.jpg
Ansichten: 294
Größe: 274,4 KB
ID: 3036161
    Von dieser Aussicht kann ich mich kaum wegreißen...

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    So., 16.8. - 19. Tag: Von Setcases nach Beget (23,8 km,↑820Hm ↓1550Hm)


    Nun bin ich wieder im „Mittelgebirgsland“, die hohen Berge liegen definitiv hinter mir.
    Dennoch sind die Wettervorhersagen immer noch nicht rosig und so starte ich auch heute wieder vor 7 Uhr.
    Immerhin sind auch hier, in dieser „Hügellandschaft“ die Steigungen zum Teil ganz schön steil und so keuche ich mal wieder langsam hinan. Irgendwo überrasche ich zwei „echte“ Biwakierer, die nur in ihren Schlafsäcke gerollt draußen übernachtet haben und keuche weiter Richtung Coll de Lliens, wo ich frühstücke.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 128-GR11-Hinter Setcases.jpg
Ansichten: 298
Größe: 438,2 KB
ID: 3036141
    Im Wald hinter Setcases

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 129-GR11-Aufstieg zum Coll.jpg
Ansichten: 296
Größe: 254,1 KB
ID: 3036142
    Aufstieg zum Coll

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 130-GR11-Am Coll de Lliens.jpg
Ansichten: 294
Größe: 256,0 KB
ID: 3036143
    Am Coll de Lliens

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 131-GR11-Coll de Lliens.jpg
Ansichten: 297
Größe: 236,5 KB
ID: 3036144
    Farbtuper am Coll de Lliens

    Munter geht es weiter – zum Teil durch infernalische Kuh-Gerüche an unzähligen Kuhherden vorbei. Nach Molló geht es moderat stetig bergab und unter einer sehr beeindruckenden Geier-Schar vorbei. Erneut führt mich ein weiterer GR ein wenig in die Irre, so dass ich über einen kurzen Schlenker im Dorf eintreffe.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 132-GR11-Vor Molló.jpg
Ansichten: 293
Größe: 269,2 KB
ID: 3036145
    Vor Molló

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 133-GR11-Bei Molló.jpg
Ansichten: 297
Größe: 209,8 KB
ID: 3036146
    Vor Molló

    Nach der ersten obligatorischen Kaffeepause gehe ich nun – dem Cami de Sant Jaume entgegen – über dem Coll de la Boixeda (eine weitere, diesmal Essenspause auf einer einladenden Parkbank) hinein in die „Pampa“. Urwaldstimmung macht sich breit – auch wenn ich zugegebenermaßen immer mal wieder kurz einen Feldweg, einen staubigen Fahrweg entlang laufe bzw. eine Landstraße kreuze. Immer tiefer schlängelt sich der GR hinab, aber jedesmal wenn ich denke, ich komme an, geht es wieder über die Straße und in die Vegetation hinein...

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 134-GR11-Hinterm Coll de la Boixeda.jpg
Ansichten: 299
Größe: 524,8 KB
ID: 3036147
    Kurz hinterm Coll de la Boixeda

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 135-GR11-Nach der Casa Etxalde.jpg
Ansichten: 295
Größe: 396,8 KB
ID: 3036148
    Hinter der Casa Etxalde

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 136-GR11-Vor Beget.jpg
Ansichten: 299
Größe: 380,0 KB
ID: 3036149
    Im Urwald 😏

    Gegen 17 Uhr, kurz bevor ich die Hoffnung aufgebe, stehe ich am Ortsrand von Beget.
    Am Hostal El Forn werde ich lauthals von einem Paar begrüßt, die mich wohl auf der Sitzbank bei meinem letzten Picknick am Coll de la Boixeda wahrgenommen hatten und mit dem Auto unterwegs sind.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 137-GR11-Beget.jpg
Ansichten: 299
Größe: 248,6 KB
ID: 3036150
    Beget

    Das Abendessen (ein nicht sehr geheimer Geheimtipp) nehme ich auf der Terrasse zu mir; an dem Tisch vor mir sitzt ebenfalls ein einzelner Wanderer. Und etwas später treffen ganz entspannt zwei weitere Männer ein, die hier lediglich essen, jedoch nicht übernachten werden. Ich habe Glück gehabt, sagte der Wirt, normalerweise seien die wenigen Zimmer immer schnell alle belegt.
    Das Abendbrot hält, was mir versprochen wurde. Und direkt danach entschwinde ich ins warme frischgemachte Bett...

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    Sa., 15.8. - 18. Tag: Von Núria nach Setcases (20,3 km, ↑1040Hm ↓1740Hm)


    Der Wecker klingelt. Ein, zwei, dreimal. Dann stehe ich auf. Draußen ist es noch dunkel.
    Ich dusche, dann frühstücke ich etwas von diesen vielen Vorräten (den halben Liter Wasser, den Saft, den Joghurt) – auch um das nicht alles mitschleppen zu müssen. Der Rest kommt obenauf in den Rucksack.
    Um 6:50 Uhr verlasse ich mein Zimmer, deponiere den Badge an der Rezeption und ziehe mir noch einen Kaffee in dem Automaten des Touristenkomplexes nebenan.

    Es ist 7:03 Uhr. Los geht’s. Von Anfang an steigt der Weg stetig, aber moderat an.
    Der Rucksack fühlt sich recht schwer an, kein Wunder, bei all den Essensreserven!
    Etwas höher hinauf stehen links vom Bach, dem Torrent de Noufonts, mehrere Zelte. Ein paar junge Männer schultern ihre Rucksäcke, lassen ihr Zelt stehen und brechen just vor mir auf Richtung Coll de Noucreus.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 115-GR11-Zum Coll de Noucreus.jpg
Ansichten: 302
Größe: 411,6 KB
ID: 3036127
    Am Torrent de Noucreus entlang

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 116-GR11-es blüht.jpg
Ansichten: 288
Größe: 324,4 KB
ID: 3036128
    Blüten in der Steinwüste

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 117-GR11-Steinwüste.jpg
Ansichten: 291
Größe: 307,4 KB
ID: 3036129
    Die letzten Meter zum Coll de Noucreus

    Immer wieder blicke ich zurück auf das Santuari, und sehe immer wieder das Fortschreiten der jungen Männer vor mir. Als ich sie am Ende des Kessels am Coll de Noucreus laut juchzend ankommend sehe (und höre), ist es 8:40 Uhr. Ich selber werde knapp 40 Minuten später dort stehen.
    Hier setzt das große Staunen ein und ich kann mich gar nicht an dem Anblick ringsumher sattsehen.
    Dennoch frühstücke ich hier – man kann ja nicht nur von Luft und Bewunderung leben - und genieße diesen Moment, so ganz alleine an diesem magischen Ort. Einen sehr kurzen Moment – denn urplötzlich tauchen aus allen Richtungen Wanderer, Trailer, Läufer auf, machen Selfies, stoppen die Zeit oder verschnaufen, bevor sie genauso schnell wieder abtauchen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 118-GR11-Noucreus.jpg
Ansichten: 287
Größe: 293,9 KB
ID: 3036130
    Die neun Kreuze auf 2800m

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 119-GR11-Am Coll de Noucreus.jpg
Ansichten: 290
Größe: 294,3 KB
ID: 3036131
    Am Coll de Noucreus – ganz unten liegt auf 1960m das Santuari de Núria


    Einige Zeit führt der GR11 auf diesen Höhen weiter über den Coll de la Vaca inferior bis zum Coll de Tirapits, wo der lange Abstieg ins Vall de Camprodon und nach Setcases beginnt. An einer steinernen Nothütte, die ich natürlich inspiziere geht es vorbei; immer wieder kreuze ich Tageswanderer – deren Anzahl am Coll de la Marrana auf ihrem Höhepunkt scheint. Welch ein Stimmengewirr umgibt mich – ganz „zen“ schaffe ich es dennoch, völlig abzuschalten und mich – auf einen Felsen gekauert – zu entspannen. Der weitere Abstieg – vorbei an einer Herde stoïscher Bergziegen – bleibt steil, anspruchsvoll für die Kniegelenke und bevölkert.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 120-GR11-Blick zurück.jpg
Ansichten: 292
Größe: 392,8 KB
ID: 3036132
    Blick zurück zum Coll Tirapits

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 121-GR11-Am Coll de la Marrana.jpg
Ansichten: 290
Größe: 305,3 KB
ID: 3036133
    Am Coll de la Marrana

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 122-GR11-Abstieg zum Refugi Ulldeter.jpg
Ansichten: 292
Größe: 291,7 KB
ID: 3036134
    Abstieg zum Refugi Ulldeter

    Am Refugi Ulldeter ist auf der Terrasse ein leerer Tisch und natürlich kehre ich ein; ein kaltes Erfrischungsgetränk, ein Milchkaffee und ein frisch gebackener noch warmer Keks erfreuen mich. Dann geht es weiter – an einigen wunderbaren Zeltplätzen (legal oder auch nicht) vorbei, über einen Parkplatz und anschließend unklarer Wegführung weiter abwärts zu einem zweiten Parkplatz.
    Hier angelangt fallen die ersten dicken Regentropfen und das Schild „Bar“ kommt da wie gerufen!

    Ich drifte ab, setze mich auf einen Plastikstuhl unter den überdachten Eingangsbereich des Hostal Pastuira, bestelle abermals einen Kaffee und sitze hier den heftigen Regen und ein Gewitter aus. Nach einem netten Austausch mit einer Frau in meinem Alter, die hier mit ihrer Gruppe zum Essen eingekehrt ist, aber deren heulender Hund sie immer wieder hinauslockt, gehe ich – sobald der Himmel es zuläßt – weiter, denn ich habe noch etliche Kilometer vor mir.

    Der Boden hat sich durch diese kurzen aber heftigen Regenschauer richtig schön vollgesogen, was das Vorankommen nicht wirklich vereinfacht.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 123-GR11-Zur Pla d'Hospitalets.jpg
Ansichten: 288
Größe: 375,7 KB
ID: 3036135
    Zur Pla d'Hospitalets

    Irgendwann stoße ich auf die neue Wegführung, die es ermöglicht, nicht mehr der Landstraße bis Setcases zu folgen, sondern die fast immer zwischen zwei Bächen den Weg hinab sucht; oft muss der eine oder der andere Wasserlauf überquert werden, an einem Punkt jedoch ist das Furten mir einfach zu riskant! Der Bach führt sehr viel Wasser, Steine zum Drüberbalancieren sind (nicht mehr) vorhanden – Regen und Gewitter haben wohl das ihre dazu beigetragen.
    Also kehre ich um, es gab etwas höher hinauf einen Weg, der zur Landstraße zurückführt. Und so folge ich dieser ein paar Kilometer lang, bis ich nach Setcases gelange. Da es kurz vorm Eintreffen wieder über mir grummelt und grollt und ich eh recht müde bin, entscheide ich mich kurzerhand dazu, ein Zimmer zu suchen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 124-GR11-Neue Wegführung.jpg
Ansichten: 293
Größe: 503,1 KB
ID: 3036136
    Neue Wegführung des GR11

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 125-GR11-Vallter.jpg
Ansichten: 291
Größe: 351,8 KB
ID: 3036137
    Vallter

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 126-GR11-Setcases.jpg
Ansichten: 290
Größe: 339,2 KB
ID: 3036138
    Setcases

    Ein Zimmer, welches ich zum Glück sofort finde. Mein Abendprogramm ist bescheiden: Duschen, das Frühstückssandwich essen, eine Runde drehen, einen (nein zwei!) Aperitifs genießen, noch eine kurze Runde, aufgrund einer persönlichen Empfehlung ein Zimmer in Beget reservieren, Bett.
    Es ist kurz nach 21 Uhr. Die Welt ist gut!

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 127-GR11-Zona lliure de Covid.jpg
Ansichten: 294
Größe: 259,2 KB
ID: 3036139
    Zona lliure de Covid-19

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    Fr., 14.8. - 17. Tag: Von Queralbs zum Santuari de Núria (7,2 km, ↑745Hm ↓25Hm)

    diesmal zu Fuß


    Lange vorm Wecker bin ich wach, beschäftige mich, stehe schon um 7:50 vorm Restaurant und reihe mich in die schon gebildete Warteschlange ein. Nach einem schnellen Frühstück fahre ich mit der ersten Zahnradbahn los und bin schon kurz nach 9 Uhr in Queralbs und am Ausgangspunkt des heutigen Tages. Es geht über den Pilgerweg durch die Schlucht von Núria; der Weg ist abwechslungsreich und ich schleppe mich mal ausnahmsweise nicht bergauf – kein Wunder, ohne Gepäck!

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 106-GR11-Lieferung per Zahnradbahn.jpg
Ansichten: 318
Größe: 294,9 KB
ID: 3035817
    Warenlieferung per Zahnradbahn

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 107-GR11-Alter Pilgerweg.jpg
Ansichten: 317
Größe: 511,4 KB
ID: 3035818
    Ein alter Pilgerpfad

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 108-GR11-Was man so Refugi nennt....jpg
Ansichten: 315
Größe: 468,0 KB
ID: 3035819
    Was man so Refugi nennt...

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 109-GR11-Gorges de Núria.jpg
Ansichten: 318
Größe: 484,4 KB
ID: 3035820
    Die Schlucht, die Gorges de Núria

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 110-GR11-Zahnradbahn.jpg
Ansichten: 316
Größe: 414,3 KB
ID: 3035821
    Immer wieder kreuzen sich der Pilgerweg und die Zahnradbahn


    Zu der frühen Uhrzeit sind noch nicht so viele Tagestouristen unterwegs, nur hin und wieder treffe ich auf andere Wanderer.
    Nach genau 2 Stunden 45 Minuten stehe ich an dem Punkt, von dem aus sich die Sicht auf die Pilgerstätte eröffnet. Ich verweile eine Weile hier, lege eine kurze Pause ein, steige nach Núria ab, laufe einmal ums komplette Gebäude und mache mich auf die Suche nach der weiteren Wegführung des GR11s.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 111-GR11-Fast oben.jpg
Ansichten: 314
Größe: 432,0 KB
ID: 3035822

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 112-GR11-Erster Blick auf das Heiligtum.jpg
Ansichten: 312
Größe: 376,7 KB
ID: 3035823
    Erster Blick auf das Heiligtum – ein Zufall, dass keine Menschen auf dem Foto sind, denn normalerweise sieht es aus wie...

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 113-GR11-Zweiter Blick.jpg
Ansichten: 315
Größe: 449,5 KB
ID: 3035824
    … auf den zweiten Blick!

    Dann folgt das Entspannungsprogramm zwischen Zimmer, Shoppen (bzw. Shops kucken), Essen, Zimmer, Duschen. Die Massage entspannt mich völlig und selbst die tausende Hummeln in meinem Kopf kommen (fast vollständig) zur Ruhe. Kurze Siesta, Shoppen (Teil 2: Brot und Wasser besorgen). Wieder zur Bar und die nächsten Tag etwas planen, ohne mich jedoch festlegen zu wollen – on verra, es kommt, wie es kommt. Morgen soll laut Wanderführern der letzte „heftigere“ Tag auf dem GR11 sein.


    Heute werde ich lediglich eine Kleinigkeit in meinem Zimmer essen und nicht wieder ein komplettes Menu zu mir nehmen. Allerdings kann ich – statt zu frühstücken – für morgen früh ein Picknickpäckchen bekommen, das mir ca 15 Minuten später prall gefüllt überreicht wird.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 114-GR11-Nuestra senora de Núria.jpg
Ansichten: 311
Größe: 265,0 KB
ID: 3035825
    Nuestra Señora de Núria

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    Do., 13.8. - 16. Tag: Vom Camping Can Fosses nach Queralbs (10,2 km,↑649Hm ↓694Hm)

    ...und weiter mit der Zahnradbahn bis Núria


    Der heutige Tag beginnt zäh. Schon das Wachwerden ist schleppend. Mein Schlafsack hat (zum ersten Mal) Feuchtigkeit mitbekommen; irgendwie ist alles kalt und feucht.
    Erst nach 8:20 Uhr komme ich endlich los. Immerhin ist die Bar noch geschlossen, und kein leckerer heißer Kaffee hält mich vom Starten ab... 🙄

    So zäh wie das Aufwachen gestaltet sich auch die erste Tageshälfte, bzw. der steile Aufstieg durch den Wald zum Refugi Corral Blanc. Zu allem Übel habe ich – das ist neu – so gar keine Lust auf Wandern! So überprüfe ich alle X Meter, wo ich bin. (Manchmal ist es auch hilfreich, wenn man vergessen hat, die Offline-Tracks herunterzuladen!). Irgendwie pausiere ich ständig und sträube mich innerlich gegen das Vorankommen. Als ich dann doch am Refugi eintreffe, einen Kaffee und einen Müsliriegel bekomme, sieht die Welt schon wieder besser aus.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 100-GR11-ein Lichtblick.jpg
Ansichten: 336
Größe: 233,4 KB
ID: 3035809
    Erster Lichtblick – bzw. zweiter nach dem Kaffee 😉

    Anschließend ist der Kamm schnell erreicht und der Wald macht wieder offeneren Aussichten Platz. Herrlich ist es hier! Und der Weg wird schön und schöner. Beschwingt gehe ich berab bis zur Font de l'Home Mort, deren Quelle köstlich schmeckt. Und gleich weiter in Richtung Queralbs. Ich hätte zwar eine GR11-Variante einschlagen können, die direkt nach Nuria führt, möchte aber gerne das schöne Dorf sehen und den als spektakulär beschriebenen Weg durch die Schlucht, die Gorges de Núria, nehmen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 101-GR11-Blick auf den Puigmal.jpg
Ansichten: 317
Größe: 382,2 KB
ID: 3035810
    Blick auf den Puigmal

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 102-GR11-Font de l'Home Mort.jpg
Ansichten: 329
Größe: 471,9 KB
ID: 3035811
    Die Font de l'Home Mort

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 103-GR11-Faust aufs Auge.jpg
Ansichten: 321
Größe: 216,5 KB
ID: 3035812
    Wie die Faust aufs Auge...

    Kurz vor der Ankunft in dem wirklich hübschen Queralbs lege ich an einer kleinen Kapelle noch eine Picknickpause ein – unmittelbar gefolgt von einer ausgiebigen Kaffeepause im Ort selber. Und dann mache ich mich auch auf die Suche nach einer Unterkunft vor Ort. Leider muss ich bald feststellen, dass einfach nichts zu finden ist im Dorf. Meine Alternative: Mit der Zahnradbahn hoch nach Núria und dort oben auf dem in den Wanderführern vermerkten spartanischen Zeltplatz campen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 104-GR11-Picknickplätzchen.jpg
Ansichten: 320
Größe: 410,3 KB
ID: 3035813
    Idealer Rastplatz

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 105-GR11-Queralbs.jpg
Ansichten: 316
Größe: 400,4 KB
ID: 3035814
    Queralbs

    Gesagt getan. Erst einmal die Fahrt per Internet nach oben buchen (Corona, pffff...) und später losfahren. Núria ist eine Pilgerstätte, eine Art Freizeitpark und ein recht großer Komplex mit verschiedenen Gebäuden, die jedoch momentan zum Teil geschlossen sind. Dort erwartet mich gleich die nächste herbe Enttäuschung: Wegen Corona sei die zona d'acampada geschlossen, teilt mir ein unfreundlicher Mensch an dem Infostand mit. Nächste Alternative: In der Jugendherberge, die noch ein Stück höher rauf liegt, ein Bett reservieren. Allerdings – endlich erreiche ich um 17 Uhr wen – müsste ich in einem 12er-Zimmer übernachten. Mmh, so ganz schmeckt mir das nun nicht. Zur Jugendherberge fährt noch mal eine Seilbahn hoch, jedoch – stelle ich dort fest – muss auch dieses Ticket online gebucht werden, oder aber am Infostand. Auf dem Weg zurück zum Infostand merke ich, dass ich wirklich sehr ungerne nur in einem Mehrbettzimmer bleiben möchte. (Die Bestimmungen in Belgien sind streng, die Menschen werden gebeten, sich – auch fern von Zuhause – daran zu halten). Kurzentschlossen stapfe ich zur Hotelrezeption und frage an, ob es ein freies Zimmer gebe? Yep, allerdings für minimum 2 Nächte und es seien nur noch etwas größere Zimmer frei. Für läppische 175€ schlage ich – nach 2 Sekunden nachdenken – zu; „si, tomo!“, checke ein (mit Fiebermessen!), richte mich ein. Und bestelle mir dann immer noch sehr spontan für Morgen eine einstündige Ganzkörpermassage. Wenn schon, denn schon!
    Etwas herumstreunen, zur Aperitif zeit in der Bar rumlungern und später noch zum Abendbuffet ins Hotelrestaurant gehen und das üppige Angebot genießen.

    Alles kommt immer so, wie es kommen muss. (Auch wenn es teuer ist 😉)

    Übrigens: Morgen früh werde ich mit der Zahnradbahn ins Tal fahren und ab Queralb gepäcklos wieder hierher nach Núria wandern.
    Völlig tiefenentspannt sinke ich in das weiche Bett und schlafe zufrieden ein.

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    Mi., 12.8. - 15. Tag: Von Puigcerdà zum Camping Can Fosses (über Planoles) (26,9 km, ↑1120Hm ↓1000Hm)


    Die Wettervorhersage für den Tag sind nicht die rosigsten und so verlasse ich heute morgen schon um 6:45 Uhr die Pension. Allerdings werde ich am Ortsrand gleich ausgebremst, da an der Straße zu Frankreich schon ein Café geöffnet hat und mich zu Kaffee und Croissant überredet...

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 91-GR11-Kuriosum hinterm Stadtrand.jpg
Ansichten: 361
Größe: 283,5 KB
ID: 3035521
    Am Stadtrand

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 92-GR11-Morgenstimmung - Age.jpg
Ansichten: 358
Größe: 244,5 KB
ID: 3035522
    Age im Morgenlicht

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 93-GR11-Unterwegs nach Vilallobent.jpg
Ansichten: 361
Größe: 258,0 KB
ID: 3035523
    Das fruchtbare Tal der Cerdanya

    Jetzt aber! Anfangs geht es recht zügig voran, dann wieder etwas schleppender. Eine Kuhherde mit ihrem Stier verstellen den Weg. Und umgefallene Bäume. Dann Regen. Kurze Pause. Weiter. Regen. Stoppen, Regensachen raus. Weiter. Regen hört auf... usw. Eine junge Frau mit Rucksack und Havaianas kommt mir entgegen. Schließlich gelange ich an den Coll Marcer, den ersten für heute, mit seinen fantastischen Aussichten. Da wo ich herkomme, Puigcerdà, tobt ein Unwetter. Wie froh bin ich, dass ich jetzt hier stehe!

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 94-GR11-Am Coll Marcer.jpg
Ansichten: 350
Größe: 271,4 KB
ID: 3035524
    Am Coll Marcer

    Kurz vorm zweiten Kamm dem Coll de la Creu de Meians ist dreimal ein Donnergrollen zu vernehmen, aber dabei bleibt es. Vorerst. Hinterm Coll geht die Suche nach dem Weg wieder los. Und obwohl ich früh schon unterwegs bin, zieht sich der Tag hin.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 95-GR11-Am Coll de la Creu de Meians.jpg
Ansichten: 354
Größe: 290,0 KB
ID: 3035525
    Am Coll de la Creu de Meians

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 96-GR11-Unterwegs nach Dorria.jpg
Ansichten: 347
Größe: 268,7 KB
ID: 3035526
    Unterwegs nach Dorria

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 97-GR11-Ladies.jpg
Ansichten: 357
Größe: 462,2 KB
ID: 3035527
    Ladies

    Erst gegen 14:30 Uhr komme ich in dem kleinen Bergdorf Dòrria an und lege auf der Bank neben der Kirche endlich eine Essenspause ein. Just, als meine Schuhe wieder feste geschnürt sind, höre ich in der Ferne erneutes Donnergrollen. Ich drehe mich herum Richtung Tal und blicke auf ein Gewitter, von dem ich weder weiß, woher es so schnell gekommen ist noch wohin es zieht.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 98-GR11-Dorria.jpg
Ansichten: 352
Größe: 206,8 KB
ID: 3035528
    Dorria

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 99-GR11-Unwetter über Dorria.jpg
Ansichten: 380
Größe: 171,2 KB
ID: 3035529
    Gewitter aussitzen – diesmal im Trockenen!

    Ich bleibe, stelle Rucksack und mich unter und warte. Eine gute Entscheidung. Das Tal zieht sich zu und schallt nur so vor Donner. Es schüttet; diesmal bin ich immerhin im Trockenen!
    Um 16 Uhr tropfen die letzten Tropfen vom Himmel und ich lege den letzten Abschnitt bis zum Camping Can Fosses durch die nun dampfende und voll gesogene Natur zurück.
    Hier finde ich alles, was ich brauche: Zeltplatz, Dusche, Essen und Internet.

    Einen Kommentar schreiben:


  • FatmaG
    antwortet
    Di., 11.8. - 14. Tag : Vom Refugi de Malniu nach Puigcerdà[/FONT] (15 km, ↑120Hm ↓1110Hm)

    und mit einem ungewollten Schlenker nach Frankreich


    Am Morgen kommen auf der anderen Seite des Zauns die Kühe mit fröhlichem Gebimmel und Gemuhe schnellen Schrittes näher und wecken nach und nach selbst die Langschläfer auf der Zeltwiese. Der Stier hat einen Wahnsinns-Bariton und macht ein beeindruckendes Höllenspektakel. Gut, dass er auf der anderen Seite steht. Jedoch ein paar der Ladies haben es tatsächlich bis auf den Campingbereich geschafft und grasen genüßlich vor sich hin, bis sie von einem beherzten Spanier (oder ist es ein Katalane?) aus dem Grasparadies vertrieben werden. Aus die Maus, bzw. die Kuh.

    Nach einem herrlichen cafe amb llet geht es los. Vom Refugi aus lasse ich den Parkplatz liegen, laufe an der eingefassten Quelle vorbei und schnurstracks in den Wald hinein... bevor ich mich so richtig schön verfilze zwischen verblassten, fehlenden oder verschwundenen Wegmarkierungen. Erst einmal nachfragen, gracias; weitergehen und weitersuchen. Ganz klar ist das alles nicht, aber ich hangele mich plus minus durch den licht- und sonnendurchfluteten Wald an Kühen vorbei bis ich aus dem Wald trete und an einer Weide stehe, an der ein Fahrtweg entlangläuft. Die Richtung stimmt und so gehe ich dem Weg entlang, bis ich einen Wanderer sehe, der parallel zur staubigen Piste läuft. Der GR11!

    Der nächste Wegweiser zeigt quer über eine riesige Weide, an deren Ende man einen Weg in das nächste Waldstück hinein erahnt. Allerdings gönne ich mir zuvor noch eine Kaffee- und Saft-Pause an dem kleinen „Refugi de la Feixa“, das eher wie ein Imbissstand als wie ein Refugi wirkt.

    Der erst ebene dann abwärts führende Waldweg mündet abermals in eine Weidefläche, auf der eine riesige Kuh- und Pferdeherde liegt, steht, kaut und kackt, die von Tagestouristen umstellt, bewundert, kommentiert und fotografiert wird.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 85-GR11-Waldweg.jpg
Ansichten: 369
Größe: 445,0 KB
ID: 3035513
    Waldweg

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 86-GR11-Kuh-Pferdeherde.jpg
Ansichten: 356
Größe: 338,2 KB
ID: 3035514
    Kühe soweit das Auge reicht. Pferde auch...

    Abermals suche ich mich blöde nach Wegmarkierungen und probiere schließlich aus, ob ich Empfang habe. Ich habe. Oke, da lang... Hätte ich wohl noch lange suchen können. Immer weiter und weiter geht es bergab ins Vall de Cerdanya. Drei junge Wanderer pausen und fragen, wie lange es denn noch sei bis „oben“...

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 87-GR11-Blick zurück.jpg
Ansichten: 356
Größe: 334,3 KB
ID: 3035515
    Blick zurück

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 88-GR11-und Blick ins Vall de Cerdanya.jpg
Ansichten: 361
Größe: 419,0 KB
ID: 3035516
    Das Vall de Cerdanya

    Endlich komme ich in Guils de Cerdanya an, das ich allerdings – den weiß-roten Zeichen folgend - zügig verlasse. Am Ortsausgang ist wieder alles unklar, ich folge einem Weg, sehe keine Markierungen mehr, kehre um, um mich zu vergewissern. Erneut zurück und dem Weg weiter folgen. Dennoch. Irgend etwas ist seltsam. Auch stimmen die GPS-Daten nicht mit der Wegführung überein; aber das muss ja nichts heißen... Noch ein kurzes Stück...

    Irgendwann stehe ich an einem verfallenen Weiler. Ein Schild in mehreren Sprachen sagt, dies sei „Saint-Pierre“, französisches Gebiet?! Ah bon?! Nach erneutem Überprüfen muss ich nun feststellen, dass diese „GR11“-Markierungen eigentlich die Markierungen für eine Schlechtwetter-Variante des GR107 ist...

    Ich suche (und finde), wie ich von hier am schnellsten wieder auf den GR11 stoße, ohne umzukehren und bald schon bin ich wieder „richtig“, obwohl es sich „falsch“ anfühlt: Der GR führt sehr ungemütlich an einer Nationalstraße entlang bis nach Saneja (Pause auf dem Campingplatz) und geradewegs in das nicht sehr einladende Industriegebiet von Puigcerdà, der Hauptstadt der Cerdanya.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 89-GR11-Landstraße nach Puigcerda.jpg
Ansichten: 354
Größe: 336,7 KB
ID: 3035517
    Landstraße nach Puigcerdà

    Der GR streift Puigcerdà lediglich, daher schlage ich mich Google-Maps folgend zum Zentrum durch und hoch – die Stadt liegt auf einer Kuppe. Oben angelangt stelle ich fest, dass der Campingplatz noch ein ganz schönes Stück außerhalb (und vor allem wieder unterhalb) liegt. Das hieße nun mehrfach wieder rauf und runter laufen. Und so tue ich mich extrem schwer mit der Entscheidung wo übernachten... Schließlich mache ich mich auf die Suche nach einem Hostal und bekomme, wie mir scheint, das letzte freie Zimmer in der Stadt, die zur Zeit ein Jazzfestival beherbergt. Glück gehabt!

    Nach der erfrischenden Dusche mache ich mich auf, da ich etwas Proviant kaufen möchte. Auch kann ich in der Bibliothek das Internet nutzen und mir die fehlenden Tracks für das Offline-Benutzen downloaden. Später suche ich in der brechend vollen Stadt einen freien Platz auf einer Terrasse und finde diesen schließlich unweit von meinem Hostal und neben dem Aufzug, der unentwegt Menschen vom tiefer gelegenen Viertel ins Zentrum bringt. Der Aperitif, die Tapas und vor allem das Telefonieren mit meinem Liebsten lassen den Tag schnell ausklingen. Zurück im Hostal falle ich in einen wohltuenden Schlaf. Meine Geräte laden derweil auf Hochtouren.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 90-GR11-Abenddämmerung mit Personenaufzug .jpg
Ansichten: 357
Größe: 169,2 KB
ID: 3035518
    Abendstimmung mit Personenaufzug in die Unterstadt...

    Einen Kommentar schreiben:

Lädt...
X