[ES][AND] La Senda Transpirenaica, GR11-Teil 3: El Pont de Suert - Cap de Creus

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  • FatmaG
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    [ES][AND] La Senda Transpirenaica, GR11-Teil 3: El Pont de Suert - Cap de Creus

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende

    Länder : Spanien & Andorra - und ein ganz klein wenig Frankreich
    Region : Pyrenäen, Norden Spaniens

    Reisezeit : 27. Juli – 27. August 2020

    Startpunkt GR11: El Pont de Suert
    Endpunkt GR11: Cap de Creus

    Ausgeplänkel: Vom Cap de Creus nach Cadaques
    Von El Port de la Selva zum Cap de Peyrefite (FR)

    Wandertage : 29 - davon 27 auf dem GR11
    Kilometer : ca 472,3 - davon 446,5 km GR11

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Name: ODS-GR11-1.jpg
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ID: 3028480

    GR11 auch für Wander.innen
    😉



    2020 – das „Coronajahr“

    Belgien als einer der schlechtesten Schüler Europas riegelt sich ab und sperrt alle aus. Und die Belgier ein. So was, ich wollte doch in diesem Jahr auf dem GR11 bis zum Mittelmeer weiterlaufen ...
    Bis kurz vorm Sommer, eigentlich bis kurz vor meiner Abfahrt Ende Juli frage ich mich, ob und wie das ganze gehen wird... Egal – sobald klar ist, dass Reisen wieder erlaubt sind, stellt sich die Hoffnung ein. Ich reserviere ein Zugticket. Besser gesagt zwei: eines hin, eines zurück – zum ersten Mal auch eines zurück. Sicher ist sicher.

    Da ich recht viel Zeit habe, möchte ich auch die Zubringer-Etappen zum „eigentlichen“ GR11 – wie im Buch des Rother Verlags beschrieben – wandern. Und ich plane ein, mehr bzw. so viele Nächte wie möglich im Zelt zu schlafen. Daher packe ich statt Gatewood Cape diesmal mein „richtiges“ Zelt ein. Dazu meine Powerbank und zum Testen mein „Mini“-Sonnenpaneel. Ach, und einen neuen Fotoapparat habe ich auch. Resultat: Mein Rucksack ist (oder scheint) wesentlich schwerer als sonst.


    Mo. 27.7. und Di. 28.7. : eine Anfahrt in vielen Etappen: Brüssel - Simorre (Nähe Toulouse); Simorre - Saint-Gaudens - Vielha - El Pont de Suert

    Am 27. Juli steige ich in Brüssel in den Zug, reise nach Südfrankreich und lege bei Freunden einen kurzen Zwischenstopp ein. Am nächsten Tag bringen sie mich nach Saint-Gaudens. Ab dort beginnt der eigentliche Trip in die Pyrenäen.

    Mit einem Überlandbus fahre ich von Saint-Gaudens bis Les, das direkt hinter der spanischen Grenze liegt. Ich bin einziger Passagier. Der, wie sich herausstellt, sehr gläubige Busfahrer erzählt die ganze Fahrt über. Über Corona. Über die Hochzeit seines Sohnes, die er schon einmal verschieben musste. Und jetzt, ja, jetzt wird sie stattfinden, koste es, was wolle. Übrigens: Jesus lebt. Und der Weltuntergang ist nah. Oder zumindest der Untergang der Menschheit. Es fängt ja schon an, diese Epidemie...
    Mit halbem Ohr bin ich bei ihm, mit halbem Auge betrachte ich die vorüberziehende Landschaft, bis wir in Les ankommen.

    In dem winzigen Ort - wirklich viel ist hier nicht zu sehen - schlendere ich ein wenig herum, bevor der spanische Linienbus endlich nach Vielha startet.

    Die Busfahrerin, eine stille und konzentrierte Frau, gibt lediglich hier und da Anweisungen und erinnert alle Passagieren akribisch daran, ihren Mund- und Nasenschutz korrekt zu tragen. Auch eine einsteigende Jugendgruppe. Spanien war ein noch schlechterer Schüler als Belgien...

    Vielha. Auch hier gilt es, ein paar Stunden zu überbrücken. Im Gegensatz zum letzten Jahr sind sehr wenige Menschen unterwegs. Ich erkenne die quirlige und quicklebendige Stadt kaum wieder. Statt durch die Gegend zu streifen, entscheide ich mich für eine Terrasse und genieße mein erstes Zitronenbier, eine „clara de limon“. Köstlich. Die schon schräger stehenden Sonnenstrahlen prosten mir zu.
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    Für eine spanische Stadt im Hochsommer ziemlich ausgestorben...Vielha



    Sehr zeitig stehe ich wieder an der Bushaltestelle, wo normalerweise der Bus des Nationalparks hält. Zumindest hoffe ich das – ganz schlau werde ich nicht aus den Zettelchen, die dort hängen... Die offizielle Abfahrtszeit ist schon um einiges überschritten und immer noch kein Bus in Sicht; allerdings stehen mittlerweile an der Haltestelle zwei jüngere Männer mit Rucksack. Ja, sie wollen heute noch mit dem „Nationalparkbus“ nach Boï. Perfekt! Die Richtung stimmt.

    Tatsächlich kommt er dann angefahren und lässt uns einsteigen, uns drei Wanderer mit Gepäck. Klappt doch alles wie am Schnürchen.

    In El Pont de Suert. meinem Ziel für heute, steige ich aus und frage in einem der Hostals an der Hauptstraße nach einem Zimmer. Das bekomme ich. Frühstück gebe es zwar nicht, aber die Bar nebenan mache früh auf!
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    El Pont de Suert – auch hier pulsiert gerade nicht wirklich das Leben...






    Ich streife in der kleinen Stadt mit dem alten Stadtkern noch etwas umher und lasse mich später auf der Terrasse eines Restaurants nieder, um einen raffiniert aussehenden – und unglaublich leckeren - Salatteller zu essen, der hervorragend mit dem kühlen Rosé harmoniert. Am Tisch neben mir installiert sich der Stadtgärtner mit Feierabendbierchen und Feierabendzigarette. Wir sprechen ein paar Worte miteinander, dann hüpft er über die Hecke und kommt kurz danach mit einem wohlriechenden kleinen Blumen- und Kräuterstrauß zurück, den er mir hinhält. Aus „seinen“ Beeten. Gracias. Welch eine überraschende Geste.

    Zeit zu gehen. Ich möchte morgen früh ausgeschlafen und vor allem früh loswandern!


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    Zuletzt geändert von FatmaG; 13.03.2021, 13:23.

  • FatmaG
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    #2
    Mi., 29.7. - 1. Wandertag : Von El Pont de Suert bis … irgendwo oberhalb vom Barranc Saraís … (13 km, ↑1570Hm ↓150Hm)

    Aller Anfang ist schwer!


    Wie so oft bin ich auch dieses Jahr zu Beginn meiner Tour nicht wirklich super durchtrainiert. Das hindert mich jedoch keinesfalls daran, morgens beim ersten Wecksignal aus dem Bett zu springen, mich anzuziehen, den Rucksack zu packen und... erst einmal in die Bar nebenan zu stapfen, um meinen Wander- und Sommerurlaub mit einem Café con leche zu starten.

    Dann geht es los und ab in die Berge. Zur Stadt hinaus, am Stadtrand den Wegmarkierungen hinauf folgen und hoch und höher hinaus durch Wald und Wiesen (naja, Höhe ist zu diesem Zeitpunkt noch relativ und gleicht eher Mittelgebirge denn Bergwelten...). Das Sträußchen habe ich an meinen Rucksack gebunden; ich hatte nicht das Herz, es im Hotel zu lassen. Die Sonne scheint, das (Berg)leben ist wunderbar!Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: ODS-GR11-5.jpg Ansichten: 0 Größe: 120,8 KB ID: 3028482


    Der perfekte Ort für eine blumige Opfergabe







    In meinem Blickfeld taucht immer wieder weiter oben ein Kapellchen auf. Es liegt sehr nett dort auf seiner Aussichtsterrasse. Und ist der ideale Ort für den Strauß, denn der GR11 führt genau dorthin. Bis hierher ist die Markierung ganz gut. Die Strecke von El Pont de Suert bis Espot folgt einer alternativen Wegführung des GR11. Im Wanderführer des Rother wird sie als „beliebter Zubringer“ beschrieben.


    Dann geht es weiter bergauf, mal über einen staubigen Feldweg, mal quer durchs Gelände.
    Irgendwann auf dem Hang ist es jedoch aus mit der klaren Wegführung – im Grunde habe ich schon vorher ein paar „Abkürzungen“, die der GR nimmt, wegen schlechter Markierung verpasst...


    Nun also – hier irgendwo zwischen der Ermita de Sant Salvador und der Collada d'Amunt – beginnt also das große Suchen und Fluchen.
    Denn es ist leider so: Keine Markierungen mehr zu finden. Kein Weg klar als solcher erkennbar. Dann wieder zu viele Trampelpfade. Die GPX-Daten führen ganz offensichtlich irre. Und für ausgerechnet diesen ersten kurzen Teil (ich Anfänger!) habe ich kein Kartenmaterial dabei...
    So verbringe ich viel Zeit mit Hin und Her. Prüfen, suchen, testen, umkehren, und wieder von vorne... Schließlich lasse ich mich irgendwann ziemlich entnervt und fertig in einem winzigen Schattenfleck auf den Boden fallen und berate mit mir selber. Es gibt zwei Alternativen. Komplett umkehren. (Das ist keine wirkliche Alternative). Pause machen. Was essen, was trinken. Und Neustart...


    Nach einer wohltuenden Rast gehe ich also das Ganze erneut an. Letztlich steige ich einfach geradeaus höher hinauf, schlage dann (Intuition oder Logik?) einen Bogen nach links. Eine sehr sachliche Frauenstimme begleitet mich „Der Track befindet sich 80 Meter links von ihnen“, „Der Track befindet sich 90 M links von ihnen“, „100“, „80“. Ich bleibe genauso stoisch wie sie. Und siehe da – keine 20 Minuten später stoße ich erneut auf sehr verblichene GR-Markierungen. „Sie sind wieder auf dem Track“. Halleluja!
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    Halleluja! Zeichen in Sicht...







    Mehrfach werde ich im weiteren Verlauf die Markierungen immer mal wieder verlieren, jedoch nicht mehr so „wie der Ochs vorm Berg“ stehen wie an diesem Punkt meiner Wanderung.

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    Im Rother, der gefühlsmäßig sehr selten von Wasserquellen spricht (bzw. nicht so systematisch wie manch anderer Wanderführer), wird eine Quelle genannt, an der die Wegführung auch real vorbeigeht. Dort fülle ich meine Flaschen auf. Spätestens bei meiner Zwangspause wurde mir klar, dass ich es niemals bis Durro, geschweige denn bis Taüll schaffen würde. Also werde ich mir hier irgendwo einen Schlafplatz suchen müssen. Nach sehr langer Zeit die erste Nacht alleine draußen. Dazu, dass ich im Corona-Jahr öfters mal irgendwo draußen würde übernachten müssen, hatte ich mich ja schon überredet. Daher im Gepäck mein solides doppelwandiges Zelt statt das leichte Gatewood Cape. Aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so schnell gehen würde.

    An einer wunderschöne Stelle stelle ich mein Zelt auf. Ganz ideal ist der Untergrund mit den Grasnarben nicht. Egal, irgendwie gehts. Das Abendbrot nehme ich vorm Zelt ein mit genialem Panorama, das ich noch lange Zeit einfach anschauen werde, bis die Sonne endgültig hinter den Bergen untergegangen ist und ich in den Schlafsack krieche.Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: ODS-GR11-8.jpg Ansichten: 0 Größe: 98,5 KB ID: 3028727
    Flauschiger Teppich mit Aussicht. Mein Schlafplatz
    Zuletzt geändert von FatmaG; 24.03.2021, 20:47.

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    • FatmaG
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      • 14.03.2013
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      #3
      Do., 30.7. - 2. Tag : Vom Barranc Saraís bis Taüll (14 km, ↑170Hm ↓1010Hm)

      Im Vall de Boí und dem romanischen Kulturerbe

      Nachts – wie zu erwarten – werde ich etliche Male wach. Der unebene Boden, der Wind, der an den Zeltwänden rüttelt, das ferne Wetterleuchten, tausende Gründe, diese Nacht eher zu „verbringen“ als zu schlafen. Aber immerhin!

      Um kurz vor Acht schäle ich mich allmählich aus meinem Schlafsack, packe und ziehe gleich los. Nach den ersten Metern am Hang entlang komme ich auf den höchsten Punkt dieser Etappe. Dann führt der GR durch sehr lichten und jungen Baumbestand. Allerdings dann doch wiederum zu dicht, um den sich ganz schön rar machenden Markierungen folgen zu können. Jedoch schalte ich heute die sehr sachliche Frauenstimme etwas früher dazu und siehe da, die Wegführung stimmt bzw. scheint logisch, denn, wie gesagt, Markierungen gibt es keine.



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      Spurspiel: Wo ist die nächste Markierung?



      Aus den Bäumen heraus laufe ich quer über eine wunderschöne Wiese und geradewegs auf den Forstweg zu. Ab jetzt ist alles nur noch ein Kinderspiel. Heute zumindest. Zunächst geht es durch den wunderbar schattenspendenden Wald bis zu der kleinen Ermita de Sant Quirc. Dort an einer Quelle mit köstlichstem Wasser setze ich mich hin, betrachte träge das Geschehen um mich herum (der Mensch ist schon ein wunderliches Wesen) und knabbere ein paar Nüsse.

      Bis Durro ist es nicht mehr weit und bald stehe ich an der ersten der romanischen Kirchen, die das Tal, die Vall de Boí, kunsthistorisch bekannt gemacht haben.
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      La Nativitat de Durro


      Im Rother Führer werden diese sowie die anderen romanischen Kirchen von Boí und Taüll dem Wanderer wärmstens ans Herz gelegt. Leider werde ich letzten Endes diese Zeugnisse des Unesco Kulturerbes allesamt nur von außen bewundern – die spanischen Öffnungszeiten und die Corona-bedingten verpflichteten Anmeldungen im Vorfeld passen einfach sehr schlecht in meinen Tagesablauf …

      Eine Kleinigkeit zu essen bekomme ich auch nicht in dem einzigen kleinen Bistro im Dorf; so gönne ich mir ein kühles Getränk und ein Eis und gehe recht bald über eine nette Passage weiter bis Boi und in der sengenden Nachmittagssonne gleich hinauf nach Taüll.

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      La Vall de Boí



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      Sant Joan de Boí

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      Taüll








      Auf dem Dorfplatz neben Kirche Nummer 3 bestelle ich mir eine „Clara“ (die erste für dieses Jahr) und ein Bocadillo mit „paté casero“. Sehr lecker.
      Für heute ist hier eh Feierabend. Später laufe ich wieder ein Stück hinab zum Campingplatz am Rande des Bergdorfes, richte mich häuslich ein, kümmere mich um mich und meine Ausrüstung. Da ich zum Einkaufen und später zum Abendbrot jedoch wieder zum Dorfkern möchte, laufe ich noch etliche Höhenmeter rauf und runter an dem Tag...

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      Santa Maria de Taüll
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      Sant Climent de Taüll
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      Zuletzt geändert von FatmaG; 24.03.2021, 21:43.

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      • FatmaG
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        #4
        Fr., 31.7. - 3. Tag : Von Taüll zum Estany Tapat (14,5 km, ↑1308Hm ↓628Hm)

        Um 7:15 Uhr verlasse ich den Campingplatz, fülle meine Wasserflaschen, steige abermals durch das noch verschlafene Dorf bis zum Dorfplatz und weiter hinauf. Erst nachdem ich das ca 1 Kilometer entfernte Skigebiet von Taüll hinter mir gelassen habe, an einem überfüllten Parkplatz für Campervans mit genialem Ausblick und einem weiteren völlig leeren mit Dixie-WC vorbei, führt der GR von der Landstraße weg.


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ID: 3029847

        Auch an meinem 3. Wandertag bin ich immer noch konditionslos. Von „einen Wanderweg laufen“ kann keine Rede sein! Langsam, aber immerhin sicher, geht es hoch und höher. Kurze Frühstückspause gegen 10 Uhr mit Rückblick Richtung Tal, bevor es dann weiter zum Port de Rus geht, dem höchsten Punkt des heutigen Tages. Der „Preis“ für den Aufstieg lohnt sich: Ich werde mit einer grandiosen Aussicht für meine Schweißperlen belohnt 😉

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ID: 3029848

        Blick zurück vom Port de Rus Richtung Vall de Boí


        Da hier auf dem Kamm jedoch ein mehr als frisches Windchen weht, steige ich recht zügig herab Richtung Vall Fosca. Die anfangs steilen Serpentinen winden sich zunächst durch ein schottriges Steinmeer, das einen wahren Knochenfriedhof in sich birgt, bevor sie sich später immer sanfter durch saftige Wiesen winden, auf denen Kuhherden friedlich grasen. Sind die Knochenreste womöglich Spuren der Bartgeier, die die Knochen ihrer toten Beute aus luftigen Höhen auf den Felsen zerschellen lassen, damit sie an das Knochenmark kommen?

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        Das Steinmeer vor der Vall Fosca

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        blankgeputzte Knochenreste


        In dem entfernten Geröll höre ich Steine rollen. Eine Pyrenäengams. Wir beäugen uns, ich neugierig, sie misstrauisch. Dann verliere ich sie aus den Augen. Etwas später in der Senke geht ein Weg ins Tal, der andere biegt ab zum Estany Tapat, den ich als Tagesziel ins Auge gefasst habe.
        Kurz nach der Abzweigung überrasche ich eine zweite Gams, besser gesagt „Isard“, die erschrocken – und leichtfüßig – weghüpft und sich in die Höhen rettet.

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        Pyrenäengämse (isard)


        Kurz darauf ein paradiesisches Flecken mit einem plätschernden glasklaren Bach und der idealen Stelle für ein kühlendes Fußbad. Hier schmeckt der sehr späte Mittagssnack besonders lecker. Ein junges sportliches Pärchen sprintet an mir den Berg hinab. Insgesamt kann ich die Menschen, denen ich heute unterwegs begegnet bin, an den Fingern einer Hand abzählen; naja, nicht ganz, also anderthalb Händen waren es schon.

        Die Hitze am Spätnachmittag macht mir ganz schön zu schaffen, schwer wabbert sie durch die Luft. Ich schleppe mich sozusagen weiter hinauf zum Estany Tapat, der aus der Ferne betrachtet so gar keinen Schlafplatz verheißt. An seinem Ufer angelangt, bzw. hoch über seinem Ufer gibt es doch ein nettes Plätzchen für mein Zelt.


        Estany Tapat

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        Zuletzt geändert von FatmaG; 16.03.2021, 20:58.

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        • FatmaG
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          • 14.03.2013
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          • Meine Reisen

          #5
          Sa., 1.8. - 4. Tag : Vom Estany Tapat nach Espot (19,7 km, ↑823Hm ↓1693Hm)

          Durch den Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici


          Zeitig stehe ich auf und während ich packe, höre ich in der Ferne Steine knirschen. Ein erster Fitnessfreak nähert sich sehr raschen Schrittes. Ob ich gut geschlafen habe? Einen schönen Tag wünsche er mir... Und weg ist er, fast bevor ich ihm antworten konnte. So schnell, wie er aufgetaucht war.
          Während ich beobachte wie er hoch und höher aus dem Kessel, in dem der See liegt, aufsteigt, packe ich meinen Rucksack fertig ein, schultere ihn und mache mich auf in den Fußstapfen des morgendlichen Wanderers. Auf dem Weg zur Collada de Font Sobirana komme ich erst noch an einem weiteren Bergsee, dem Estany Morera vorbei.

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          Blick von der Collada de Font Sobirana zurück zum Estany Tapat und Estany Morera


          Dann geht es am Hang entlang zum Kamm, von dem aus sich ein grandioser Blick auf die kommende erste Tageshälfte auftut. Ich kann mich gar nicht satt genug daran sehen. Heute werde ich zudem durch den Parque National d'Aigüestortes i Estany de Sant Maurici gehen und bin schon ganz gespannt auf die Schönheiten, die mir verheißen werden... Letztes Jahr führte mein Weg ebenfalls durch den Nationalpark, jedoch in dichtem alle verhüllendem Nebel. Der Weg dorthin verspricht Großartiges!

          Erst geht es angenehm sanft in langezogenen Schlaufen einige Höhenmeter hinab, dann mal auf Höhe bleibend, mal langsam absteigend auf schmalen Steigen am Hang entlang der granitenen Welt entgegen. Im Blick immer den „Teleférico“, eine recht ulkige Konstruktion, der in regelmäßigen Abständen sehr Träge nach oben fährt und Tagestouristen ausspuckt. Auf Höhe des nächsten Stausees, dem Estany Fosser, folgt der GR alten Pfaden. Wie sich der Mensch den Berg erschlossen hat, ist schon grandios.

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ID: 3029862

          Bevor ich mich in den Tagestouristenstrom einreihe, erfrische ich mich noch an einem glasklaren Bach. Dann geht es weiter, dem Pfad nach in Richtung Refugi de Colomina. Einen kleinen Schlenker nehme ich jedoch und folge den Schienen zum Estany Tort. Früher fuhren hier bestimmt rege Loren hin und her, jetzt balancieren Wanderer auf ihnen.
          Genug gesehen. Mein Kopf schreit nach Kaffee!!! Auf dem weiteren Weg kommt mir eine Gruppe mit lauter Musik entgegen. Ist natürlich auch eine Möglichkeit, den Schönheiten der Natur zu huldigen...
          Das Refugi ist traumhaft gelegen und ich gönne mir eine ausgiebigen Pause auf der Terrasse. (corona-bedingt dürfen übrigens eh nur Übernachtungsgäste mit Reservierung in das Refugi). „La totale“: kühles Getränk. Schinkentoast. Milchkaffee und Schokolade! Gut gestärkt kann es nun weiter gehen.

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          Das Refugi de Colomina...


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          ...und sein gleichnamiger See



          Ich umrunde den Estany de la Colomina und den Estany de Mar, gönne mir eine Ehrenrunde, da die GR-Markierungen am ersten See von zwei Frauen, die in der Sonne dösen, verdeckt sind und sehe etwas skeptisch dem Weg entgegen: SEHR steil geht es hinauf zum Pas de l'Os. Dementsprechend keuche ich mich langsam voran, eine Gruppe junger Wanderer kommt mir leichtfüßig (und vor allem gepäcklos) entgegengehüpft. Kurz hinterm Kamm führt der GR11 etwas oberhalb am Estany de Saburo entlang und dann weiter durch Stein und Geröll steil hinauf zur Collada de Saburo, dem höchsten Punkt der Etappe und zugleich der Grenze zum Nationalpark.


          Fantastische Aussichten eröffnen sich mir!
          Kein Vergleich zu der in mystischen Nebel getauchten Landschaft von 2019. Waow! Wenngleich ich letztes Jahr froh war, dem Touristentrubel wetterbedingt auszuweichen, so bin ich doch froh, dieses Jahr hierher zurückgekehrt zu sein, um dies zu sehen.

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          Der Parque Nacional d'Aigüestortes i Estany de Sant Maurici – dieses Jahr im Sonnenlicht


          Nach einer Pause für genügend gebührende Bewunderung geht es nun fast nur noch bergab weiter an unzähligen blauen Bergseen entlang bis zum Refug José Maria Blanc. Nicht nur die Landschaften lassen mich schwelgen, sondern auch die angenehmen Pfade genieße ich. Das Refugi erscheint im Blick, lange bevor man dort angelangt. So idyllisch liegt es direkt am See, dass es aus der Ferne fast wie die Privatvilla spanischer Milliardäre aussieht...

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          Filmkulissenreif: das Refugi Josep Maria Blanc am Estany Trullo

          Und weil es so schön da am Estany Negre liegt, muss ich gleich noch eine Pause einlegen und die Lage genießen. Was soll es, ich habe - und nehme mir – Zeit, auch wenn es schon nach 17 Uhr ist und ich noch nicht weiß, wo ich übernachten werde. Ein etwas unglücklicher Gesprächsstart mit dem Hüttenwirt beendet dieses, bevor es überhaupt begonnen hat. Zeit weiterzuziehen.

          Gut. Espot wird zum anvisierten Tagesziel, d.h. es bleibt noch ein gutes Stück zu laufen. Erst folgt der GR dem Fahrweg zum Refugi, dann führt er durch den Wald kleineren Pfaden entlang; allesamt gut zu gehen und so lasse ich „den Sprit spritzen“ ;) . Natürlich hätte ich unterwegs einen Schlafplatz finden können, aber im Wald?! No way, dann lieber einen Abendspurt einlegen.


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          Der Turm, der dem Campingplatz seinen Namen gab


          Tatsächlich komme ich gegen 20 Uhr an und zwar direkt am Campingplatz „La Torre“. Erst einmal ausatmen, einchecken, mir ein Bierchen genehmigen. Dann Zelt aufbauen und duschen. Mittlerweile ist die Cafetaria geschlossen und ich zu müde, um noch ins Dorf runter zu laufen. So esse ich Reste auf und rolle mich dann in meinen Schlafsack ein. Etwas erkältet fühle ich mich. Vielleicht hätte ich nicht so oft meinen Kopf mit kaltem Wasser abkühlen dürfen? Egal...
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          Zuletzt geändert von FatmaG; 16.03.2021, 21:06.

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          • FatmaG
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            #6
            So., 2.8. - 5. Tag : Von Espot nach La Guingueta d'Aneu (9,7 km, ↑100Hm ↓380Hm)


            Tatsächlich schlafe ich richtig gut und fühle mich gesund am nächsten Morgen. Heute lasse ich es ganz gemütlich angehen. Ursprünglich hatte ich geplant, die folgende Strecke gar nicht laufen, sondern mit dem Nationalparkbus fahren, denn ich kenne sie ja schon vom vergangenen Jahr. Aber die Sonne scheint und mir ist nach Wandern. Außerdem habe ich genügend Puffertage eingeplant, um diese sehr kurze Etappe spontan einzuplanen.
            Nachdem das Zelt abgebaut und alles im Rucksack verstaut ist, schlendere ich fast bis in den Dorfkern und setze mich zum Kaffeetrinken auf die Terrasse des Cafés, wo ich auch letztes Jahr gefrühstückt hatte. Manchmal kehre ich gerne an Orte zurück, an denen ich schon gewesen bin. Anschließend kaufe ich etwas Obst und ein paar Kleinigkeiten in den beiden nebeneinanderliegenden Dorfläden.

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            Im Tal liegt la Guingueta d'Aneu. Rechts oben winzigklein im Bild das Dorf Dorve


            Auf den Spuren des letzten Jahres. Aus dem Dorf hinaus. Sanftes Auf und Ab. Estais. Joug. Unterwegs beobachte ich aufmerksam die andere Seite des Tals und checke, wohin der GR11 mich morgen früh führen wird. Die Zeit bis nach La Guingueta d'Aneu verfliegt rasend schnell und schon stehe ich an der Rezeption des Campingplatzes, wo mich eine sehr nette deutsche Betreiberin empfängt. Ach, tut das gut, nochmal ein paar Worte in seiner Muttersprache austauschen zu können!

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ID: 3028790

            Verlassenes Gebäude im Dorfzentrum


            Es wird insgesamt ein richtig fauler Tag mit Schwimmen, Wäsche machen, flätzen. Auf der Terrasse lasse ich mich später nieder, genieße gemütlich einen Aperitiv (ganz corona-konform per Videochat mit meinem zugeschalteten Liebsten) und esse eine Kleinigkeit zu Abend. Kurz bevor ich aufbreche, werde ich Zeugin einer spektakulären Hunderettung: Ein paar Gäste stehen plaudernd mit ihrem Minihund vor dem Café, als ein riesiger wütender und rächender Koloss von einem Hund angehechtet kommt. Blitzchnell reißt die Minihunde-Herrin ihren Mini an der Leine in die Luft, wo der Winzling über dem Maul des Biestes hin und her schwebt... Welch eine Reaktion! Ein Bruchteil einer Sekunde später... Und wir wären Zeugen eines Dramas geworden!

            Mittlerweile ist es sehr abgekühlt. Die grauen Wolken vom Nachmittag haben jedoch mittlerweile vielen Schäfchen Platz gemacht. Ich derweil werde nun Schäfchen zählen gehen.









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            • Sirena
              Gerne im Forum
              • 03.04.2016
              • 88

              • Meine Reisen

              #7
              Schön, dass du weiter geschrieben hast. Danke. Ich bin gespannt wie es weiter geht. 👍

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              • codenascher

                Alter Hase
                • 30.06.2009
                • 4359

                • Meine Reisen

                #8
                Ich habe den bisherigen Bericht mit Freude gelesen, vielen Dank. Aber mir werden viele Fotos nicht angezeigt? meins oder ein generelles Problem?

                Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

                meine Weltkarte

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                • FatmaG
                  Erfahren
                  • 14.03.2013
                  • 188

                  • Meine Reisen

                  #9
                  Zitat von codenascher Beitrag anzeigen
                  Ich habe den bisherigen Bericht mit Freude gelesen, vielen Dank. Aber mir werden viele Fotos nicht angezeigt? meins oder ein generelles Problem?
                  Irgendwas stimmt auf alle Fälle nicht 😒... Insgesamt habe ich 31 Fotos hochgeladen, wenn ich mich mit meinem User-Namen einlogge, kann ich sie (alle) sehen, als Gast jedoch nicht.
                  Soviel sei dazu noch gesagt: Ich werde gerade mit dem Lay-Outen wahnsinnig (als Perfektionistin...)

                  Ich weiß leider nicht, wie den Fehler beheben...


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                  • martina08
                    Neu im Forum
                    • 20.05.2007
                    • 8

                    • Meine Reisen

                    #10
                    Mit Interesse lese ich deinen schönen Bericht. Ich habe den GR11 auch schon gemacht und es ist interessant, mal einen Bericht aus einer anderen Sicht zu lesen. Leider sehe ich, auch wenn ich angemeldet bin, nicht alle Fotos. Bitte schreibe aber trotz der Probleme weiter.

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                    • lina
                      Freak

                      Vorstand
                      Liebt das Forum
                      • 12.07.2008
                      • 38424

                      • Meine Reisen

                      #11
                      Ich freu mich ebenfalls sehr auf die Fortsetzung! :-)


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                      • Meer Berge
                        Fuchs
                        • 10.07.2008
                        • 2346

                        • Meine Reisen

                        #12
                        Hallo FatmaG!

                        Juhuu! Dein GR11-Bericht!
                        Ich habe mir gleich einen leckeren Cappuccino gekocht und mich genüsslich deinen Abenteuern hingegeben.
                        Ich finde es auch immer wieder schön, andere auf Wegen zu begleiten, die ich selbst schon gewandert bin. Dein Weg wird meinen immer wieder einmal kreuzen, denke ich.
                        Aber ich finde es auch spannend die Gegenden rechts und links meines Weges zu sehen, die ich nicht besucht habe.
                        Das Problem mit einigen Bildern habe ich ebenfalls, obwohl ich angemeldet bin.

                        Trotzdem: Ich bin gespannt zugeschaltet!

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                        • FatmaG
                          Erfahren
                          • 14.03.2013
                          • 188

                          • Meine Reisen

                          #13
                          Danke für Eure - trotz der technischen Probleme - sehr ermutigenden Worte...

                          Leider habe ich gerade wieder eine gefühlte Ewigkeit damit verbracht, die Probleme lösen zu wollen - was leider das ganze nun eher verschlechtert hat...
                          😕😞😒 (etc.)

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                          • qwertzui
                            Fuchs
                            • 17.07.2013
                            • 2094

                            • Meine Reisen

                            #14
                            Oh, cool. FatmaG schreibt wieder

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                            • FatmaG
                              Erfahren
                              • 14.03.2013
                              • 188

                              • Meine Reisen

                              #15
                              Mo., 3.8. - 6. Tag : Von La Guingueta d'Àneu zum Camping Serra LLadorre (22,3 km, ↑1868Hm ↓1820Hm)


                              Im Cicerone Wanderführer, den ich als Kindle-Buch dabei habe, wird die heute anstehende Etappe bis Estaon als kurz, aber heftig beschrieben, da sowohl Auf- als auch Abstieg sehr steil seien. Es wird ein früher Start empfohlen. Und so bin ich tatsächlich recht früh unterwegs, um vor der bulligen Nachmittagshitze so weit wie möglich gekommen zu sein.


                              Nachdem der Weg erst entlang des Stausees führt und vorbei an einer ehemaligen Schießscharte, die zu der unter Franco errichteten Verteidigungslinie gehörte, steigt er recht zügig auf bis in das Dörfchen Dorve. Über dieses heißt es im Rother, einige Häuser seien nach der Landflucht mittlerweile wieder bewohnt und das Dorf warte auf Anschluss ans Stromnetz und Wasserleitungen. Bei meinem Besuch wirkt es dennoch wie ein Geisterdorf, faszinierend und gruselig zugleich. Keine Menschenseele zu sehen, lediglich ein paar frischbepflanzte Blumentöpfe zwischen den halbverfallenen Häusern zeugen von menschlichem Leben. Und natürlich der Brunnen, der wunderbar frisches Quellwasser spendet. Übrigens gibt es an der Kirche eine winzige Grasterrasse, die auch ein Zelt bestens aufnehmen könnte. Dann wäre das Gruseln perfekt, unter den Blumen ruhen sehr wahrscheinlich ein paar Generationen von Dorfbewohnern …



                              Schießscharte aus Francos Vermächtnis


                              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 33-GR11-ODS.jpg Ansichten: 0 Größe: 222,4 KB ID: 3030152

                              Dorve


                              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 34-GR11-ODS.jpg Ansichten: 0 Größe: 241,7 KB ID: 3030153

                              Dorve


                              Der weitere Weg, steil aber schön, führt mich zügig auf einen perfekten Frühstücksplatz hoch über Dorve. Glücklich sitze ich hier, blicke in die Ferne und stelle fest, dass ich einfach nur glücklich bin. Ich bleibe noch eine Zeitlang sitzen, betrachte die Landschaft, das unter mir liegende Tal der Noguera Pallaresa, die Encantats (dieser kuriose „Zwillingsberg“ mit Doppelspitze) am Rande des Nationalparks, ein Paar mit Hund und einen sportlichen Trailer in der Ferne, bevor ich mich wieder aufmache. Kurz nach Erreichen der Kammhöhe an der Collada de la Serra führt der GR11 in dichten schattenspendenden Wald hinein.


                              Lange Zeit geht es nun im Wald steil bergauf, immer mal wieder bilde ich mir tatsächlich ein, Stimmen zu hören, obwohl ich mutterseelenallein hier herumlaufe... Urplötzlich tauchen sie dann doch vor mir auf, die Stimmen, und zwar in Form einer fröhlichen Pfadfindergruppe, die mir entgegenkommt und den Berg heruntereilt. Genauer gesagt führen die Leiter mit den fitten Jungs die Gruppe an, dicht gefolgt von den fitten Mädchen. Einige Zeit später kreuze ich in Schüben das „Mittelfeld“. Sehr viel später kommen mir die Nachzügler entgegen, ein paar träge pummelige Mädchen, ein unglücklich aussehender vorpubertierender Jugendlicher mit einem Kuscheltier am Rucksack und ein Leiter, der den Trupp abschließt.


                              Am Coll lo Caubo blicke ich noch ein letztes Mal auf die Encantats und beginne den langen und wie versprochen steilen Abstieg nach Estaon. Unterwegs treffe ich eine junge Französin, die alleine wandert und genauso wie ich Zeit und Lust hat, ein paar Worte zu wechseln.

                              Heute geht es wahrlich durch Ginsterfelder; was dem Baskenland sein Farn, ist hier der Ginster. Und stechender Wacholder. Während ich mich mehr oder weniger vorsichtig da durch bewege, fegen zwei junge Spanier an mir vorbei.


                              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 35-GR11-ODS.jpg Ansichten: 0 Größe: 799,8 KB ID: 3030155
                              Blick auf Estaon


                              Als ich am Refugi von Estaon ankomme, sitzen sie und ein weiterer Wanderer davor. Dieser ist Baske und ebenfalls auf dem GR11 unterwegs, jedoch vom Mittelmeer zum Atlantik. Jetzt, da ich wieder auf dem offiziellen Weg bin, werde ich mehr Wanderer treffen...


                              Gegen 15 Uhr nehme ein sehr leckeres und sehr üppiges spätes Mittagessen ein, mittlerweile hat die Hüttenwirtin Besuch von eine paar jungen Dorfbewohnern erhalten. Ich erhalte ein paar gutgemeinte Ratschläge für den weiteren Weg und mache mich in der bulligen Nachmittagssonne auf. Mein Plan: am Coll de Joug schlafen.

                              Sehr angenehm verläuft der GR zunächst entlang eines Baches im Schatten bis zu den Bordas de Nibros, einem wirklich verlassenen Dorf, dann steigt es steil und sonnig hoch bis zum Kamm, wo mich Schatten und eisiger Wind erwarten. Das mit dem Übernachten hier wird keine, ich finde bestimmt unterwegs ein lauschigeres Plätzchen.

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                              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 37-GR11-ODS.jpg Ansichten: 0 Größe: 216,5 KB ID: 3030157

                              Zum Coll de Joug


                              Njet. Keine der möglichen Stellen überzeugt mich wirklich und so stehe ich irgendwann in Lleret, wo mich ein bellender, alt und krank aussehender Hirtenhund empfängt. Es ist 20:30 Uhr. Der GR-Wegweiser meldet 1 Stunde 30 Minuten nach Tavascan. Lladorre im Tal ist laut Schild in 25 Minuten erreicht. Die Entscheidung ist schnell getroffen: auf nach Lladorre und seinem Campingplatz. Dem Wanderweg mehr oder weniger folgend komme ich dort tatsächlich gegen 21 Uhr an, baue in der Dämmerung mein Zelt auf, trinke noch ein Bier, knabbere dazu Chips als Abendbrot und lege mich sofort schlafen.
                              Zuletzt geändert von FatmaG; 18.03.2021, 23:13.

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                              • Sirena
                                Gerne im Forum
                                • 03.04.2016
                                • 88

                                • Meine Reisen

                                #16
                                Danke, dass du trotz der technischen Probleme nicht aufgibst. Freue mich auf die Fortsetzung 👍

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                                • FatmaG
                                  Erfahren
                                  • 14.03.2013
                                  • 188

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  Di., 4.8. - 7. Tag : Vom Camping Serra LLadorre nach Àreu (22.3 km, ↑1375Hm ↓1130Hm)


                                  Nach einer frühen und frischen morgendlichen Dusche ziehe ich auf der Landstraße los in Richtung Tavascan. An der Abzweigung entscheide ich mich für den kleinen Umweg über Aineto. Ab dem kleinen hübschen Weiler geht es wieder auf den GR11. Eigentlich hätte ich ab dem Campingplatz einen direkten Wanderweg wählen können, wollte jedoch über Tavascan laufen und mir dort einen café con leche genehmigen. Den gibt es halt nicht alle Tage...


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                                  Aineto


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                                  Tavascan



                                  Das Frühstück ist lecker, der Umweg lohnte sich. Gestärkt geht es nun steil, sehr steil auf der anderen Talseite wieder hinauf. Durch Birken und Haselnusssträucher. An ein paar – damit hatte ich gar nicht gerechnet – ausgesetzteren Passagen entlang. Eine der Passagen ist mit Drahtseil gesichert. Ein „Entgegenkommer“, mit dem ich kurz austausche. Ob ich Fragen zum Weg habe. Euh... (Wenn man mich so direkt fragt, fällt mir oft gar nicht sofort was ein...). Auf der „Kuppe“ angekommen schlängelt sich der Weg nun angenehm weiter am Berghang entlang bis Boldis Sobirà, das verschlafen in der Hitze liegt. Der direkte Weg hätte mich vom Camping gleich bis hierher geführt.




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                                  Drahtseilakt


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                                  Nach Boldis Sobirà

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                                  Ab hier geht es zunächst meist über Feldwege und verstaubte Fahrwege sehr moderat ansteigend Richtung Coll de Tudela. Zum Glück gibt es immer mal wieder Schatten, die Hitze ist drückend. Kurz bevor der letzten Passage, die wieder richtig schön steil an Höhenmetern gewinnt, kommt mir ein Paar entgegen. Wir kommen ins Gespräch. Er hat meine „belgisch“ Wasserflasche erkannt ;) Die beiden sind heute morgen in Baiau gestartet, waren in Àreu schwimmen und wollen bis Tavascan (oder weiter?) gelangen. Das wird ihnen ohne Weiteres gelingen, so schnell sind sie...


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                                  Raser und Renner



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                                  Coll de Tudela


                                  Steile Bergstiege in der Hitze sind eine Qual; endlich bin ich irgendwann am Coll de Tudela angekommen. Auf der anderen Seite geht es gleich in dichten Wald. Auch beim recht steilen Abstieg treffe ich immer wieder auf Wanderer; mit dem letzten tausche ich kurz aus, als ein Mountainbiker in einem Höllentempo über den GR an uns vorbeiprescht...



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                                  Steil hinab nach Àreu




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                                  An den Bordes de Costuix




                                  Àreu und seinen Camping erreiche ich am frühen Abend, bis das Zelt steht und ich ungeduscht im Dorf stehe, ist es kurz nach 20 Uhr. Der Dorfladen... ist zu! Ich solle an der Hotelbar fragen, sie würden mich wohl kurz in den Laden lassen. Jedoch: Nichts zu machen, weder bitten und betteln, noch fluchen und zetern. Zu ist zu. Völlig angenervt rausche ich ab... Und ein wenig gestresst – denn ich hatte sehr fest damit gerechnet hier heute meine Reserven für die nächsten zwei Tage auffüllen zu können.

                                  Zum Glück gibt es ja bekanntlich nie Probleme, sondern immer nur Lösungen. Das Bistro vom Camping versorgt mich abends nicht nur mit einer (Tiefkühl-) Pizza, sondern sie schmieren mir vorsorglich 2 große Doppelschnitten Brot. Damit müsste ich bis Donnerstagmittag überleben.

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                                  • FatmaG
                                    Erfahren
                                    • 14.03.2013
                                    • 188

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    Mi., 5.8. - 8. Tag : Von Àreu zum Refugi de Baiau (15.8 km, ↑1370Hm ↓90Hm)


                                    Die Dusche am Morgen tut gut. Und dann ist auch noch die Bar geöffnet. Café con leche macht glücklich, und so ziehe ich beseelt die lange staubige Piste entlang. Selbst der viele von den Jeeps aufgewirbelte Staub, den ich schlucke, kann daran erst einmal nichts ändern. Später geht es durch Wald bis zum Pla de la Selva, wo ich an einem, eine Familie an einem anderen Picknicktisch sitzen. Eines der Kinder, ein zirka 10-Jähriger packt schüchtern sein Französisch aus und wir plauschen halb Französisch, halb Spanisch mit etwas Englisch gespickt.



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                                    Der Wald führt sich fort bis zum Pla de Boet, einer weiten Talebene mit grasenden Kühen und kreuz und quer laufenden Tageswanderern, die die Jeeps hier abgeworfen haben oder die es selber gewagt haben, ihren PKW über die ausgefahrenen Fahrrillen bis hierher zu manövrieren.



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                                    Pla de Boet



                                    Schön ist es hier. Und ich verzettele mich erst einmal ganz gewaltig; suche mich dumm nach der Quelle, auf die ein paar ältere Damen mich schließlich aufmerksam machen; folge den falschen Markierungen – zum Glück jedoch nur ganz kurz. Und nehme mir dann endlich die Zeit, mich zu orientieren, mir die Karte anzusehen, um den rechten Weg schließlich einzuschlagen...

                                    Es geht nun stetig höher ins Gebirge hinein. Irgendwann erscheint winzigklein in dem Grau die Biwakschachtel, die mein Tagesziel sein soll.



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                                    Erster Blick auf das Refugi Josep Maria Montfort und auf die Portella de Baiau


                                    Ein wunderschöner See läßt mich kurz hadern, aber nur kurz. Dieses Konstrukt zieht mich wie magisch an. Und sie sieht auch fabelhaft aus, sowohl von außen als auch von innen. Leider jedoch riecht es etwas modrig-müffelig, weshalb ich – ohne Gepäck – umherstreife, um mir einen passenden Schlafplatz in der Nähe zu suchen. Nach einiger Zeit – ich bin immer so unentschlossen – gehe ich mein Gepäck holen. Eine Spanierin ist innen. Nachts sei es hier auf über 2500 Meter zu kalt, um draußen zu übernachten. Dennoch gehe ich mit Gepäck zu meinem auserkorenen Platz, richte mich ein, sehe am See unter mir 2 Männer sich in einem der Steinkreise einrichten und gehe wieder zur Schachtel. Wasser für Katzenwäsche unterhalb holen und den Sonnenuntergang mit den anderen Wanderern, die mittlerweile am Refugi de Baiau eingetroffen sind, erleben. Dann gehe ich zurück und lege mich hin. Obwohl mir anfangs wohlig warm ist, wird es mir in der Tat in der Nacht irgendwann richtig kalt. Da helfen auch alle Schichten nicht. Ich schlafe grottig.




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                                    Das Refugi de Baiau...


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                                    ... auch Refugi Josep Maria Montfort genannt

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                                    • FatmaG
                                      Erfahren
                                      • 14.03.2013
                                      • 188

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      Do., 6.8. - 9. Tag : Vom Refugi de Baiau zum Coll de Les Cases (Andorra) (11,9 km, ↑810Hm ↓1372Hm)


                                      Über die Portella de Baiau nach Andorra



                                      Ein meiner Nacht entsprechend später Start. Dennoch treffe ich die beiden Männer noch am See an, auch sie packen gerade ihre Sachen. Kanadier. Der eine zeigt mir die Richtung an, zum Glück, denn ich wäre womöglich – unausgeschlafen wie ich bin – einem anderen Wanderer in eine völlig falsche Richtung gefolgt. Dennoch ist es recht „tricky“, den Weg zu finden. Auch die Boulderfelder, die ich sonst sehr mag, stolpere ich heute morgen entlang. Das verspricht ja einiges! Erstaunlicherweise komme ich immer mal wieder noch an Kühen vorbei, die hier auch ihr Glück suchen. Noch mehr Steinblöcke und Geröll, wenig Markierung, ein paar Steinmännchen und dann der Blick auf die Scharte, die wirklich sehr steil wirkt. Ich schwitze Blut und (vor allem) Wasser: Das lose, sich bei jedem Schritt bewegende Geröll bei der Steillage ist alles, was ich hasse und ich bin extrem „alert“.


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                                      Der Estany de Baiau



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                                      Schotter und noch mehr Schotter



                                      Oben angekommen muss mir ein Stoßgebet entwichen sein; zumindest fühle ich mich so. Halleluja! Ich bin heilfroh, dass ich diese Strecke hinauf und nicht hinab musste und frühstücke hier mit einem halben Bein in Katalonien und einem halben in Andorra, das vor mir liegt. Kurz bevor ich starten möchte, kommt einer der Wanderer von gestern, ein Baske, an, ebenfalls froh, an der Portella angelangt zu sein.



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                                      Blick zurück auf die Estanys de Baiau (und ihre Biwakschachtel)




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                                      und nach vorne auf den Estany Negre und Andorra



                                      Der Weg talabwärts ist wunderschön, am Estany Negre entlang und bis in die „hanging valley“ vom Riu de Pedrosa hinein und geradewegs zum Refugi de Comapedrosa. Auf dem Weg dorthin habe ich schon unzählige Male „bon dia“ gewünscht, hier in dieser Gegend von Andorra sind sehr viele Touristen und Wanderer unterwegs. Und weiter geht es, immer weiter bergab. Ein kühlendes Fussbad wird fällig – der Riu de Pedrosa ist einfach zu frohlockend. Bis ich endlich in Arinsal an dem Straßentunnel angelange, durch den der GR11 führt, habe ich etliche abgestiegene Höhenmeter in den Knochen und Knien.




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                                      Estany Negre




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                                      Das „hängende Tal“ von Comapedrosa



                                      Im Ort werde ich erst einmal Einkäufe erledigen, ausgiebigst einkehren und erst gegen 18 Uhr in der sich etwas abgekühlteren Luft weiterwandern. Bis zum Coll de les Cases führt der GR steil hoch durch den Wald. Oben lichtet er sich und gibt einen perfekten Schlafplatz preis. Just als mein Zelt stehe und ich mich schon hinein verkrochen habe, kommt noch ein später Jogger hier am Kamm an, misst seinen Puls und zieht – zum Glück – dann wieder ab. Ich hatte nicht mehr mit späten Gästen gerechnet, mein Zelt steht ziemlich mitten auf der Lichtung.


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                                      I]Arinsal[/I]



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ID: 3031721
                                      Coll de les Cases

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                                      • Meer Berge
                                        Fuchs
                                        • 10.07.2008
                                        • 2346

                                        • Meine Reisen

                                        #20
                                        Ach wie schön!
                                        Ich hatte die letzten Tage schon immer mal reingeschaut und auf deine Fortsetzung gewartet ...
                                        Wieder bekanntes und neues. Von der Pla de Boet über den Baiau-Pass bin ich auch gestiegen - und hätte hier wegen Muskelproblemen fast abgebrochen. Ich hatte auf der Pla de Boet gezeltet. Auf dem Pass erzählte mir ein Einheimischer, dass dort unten gerade ein paar Bären unterwegs wären ... Ups. Ich habe sie nicht getroffen.
                                        Über Comapedrosa bin ich dann nach El Serrat abgestiegen.
                                        Ach, herrlich, ich bin richtig mit dir unterwegs!
                                        Viele Grüße, Sylvia

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