[FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

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  • motion
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    Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Wir waren auf der Nachbarinsel und ich glaube, meiner Familie hat's echt einen Stich gegeben, das geliebte Korsika an sich vorbeischwimmen zu sehen... am Cabo Testa war's wieder so

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_2050exx.jpg Ansichten: 0 Größe: 564,6 KB ID: 3018271

    Irgendwann im Herbst 2020 haben sie Korsika ja wieder freigegeben gehabt... auf einen dritten Teil und ein fiaskofreies 2021!
    Ach wie schön. Auch wenn die Südspitze ziemlich touristisch war, ist es am Leuchtturm draußen einmalig schön. Ich hatte ja den Vorteil da fast allein zu sein. Allerdings wird es erstmal keinen Teil 3 in Korsika geben. Mein Setup für die nächste Radreise hat sich etwas geändert und wahrscheinlich geht es irgendwo in Richtung französische Alpen/Auvergne/Dordogne oder was ganz anderes wie North Coast 500. Aber das wird dieses Jahr sicherlich wegen Corona noch nichts werden.
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  • bananensuppe
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    Zur Wasserversorgung kann dieser Link hilfreich sein.

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  • Flachlandtiroler
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    Wir waren auf der Nachbarinsel und ich glaube, meiner Familie hat's echt einen Stich gegeben, das geliebte Korsika an sich vorbeischwimmen zu sehen... am Cabo Testa war's wieder so

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: IMG_2050exx.jpg
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Größe: 564,6 KB
ID: 3018271

    Irgendwann im Herbst 2020 haben sie Korsika ja wieder freigegeben gehabt... auf einen dritten Teil und ein fiaskofreies 2021!

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  • motion
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    Zitat von viktorine Beitrag anzeigen
    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    schlimm, ich kann nicht aufhören Ihre Reiseberichte zu lesen....bereits Carcassone hat mich fasziniert, Corsica kenne ich nur durch Autoreise, mit Fahrrad ist es aber viel ansprechender...vielen Dank !
    Sehr gerne. Ich hoffe ab dieses Jahr kommt mal wieder einer dazu. Nachdem letztes Jahr alles geplante ins Wasser gefallen ist.

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  • viktorine
    antwortet
    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    schlimm, ich kann nicht aufhören Ihre Reiseberichte zu lesen....bereits Carcassone hat mich fasziniert, Corsica kenne ich nur durch Autoreise, mit Fahrrad ist es aber viel ansprechender...vielen Dank !

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  • HaegarHH
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    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    Zitat von motion Beitrag anzeigen
    Richtig Hier hatte ich mehr dazu geschrieben: http://rad-forum.de/topics/1274760#Post1274760
    Tolles Rad...
    Ach so, ich dachte doch gleich, dass ich das schon mal gesehen hatte jap wobei sich seitdem einige Ausrüstungsteile geändert haben, z. B. die Hinterradnabe

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  • motion
    antwortet
    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    Zitat von HaegarHH Beitrag anzeigen
    Sag mal, die "blaue Schönheit", ist das ein Patria?
    Richtig Hier hatte ich mehr dazu geschrieben: http://rad-forum.de/topics/1274760#Post1274760
    Tolles Rad...

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  • HaegarHH
    antwortet
    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    Großartiger Bericht, tolle Tour …Korsika ist deutlich weiter nach oben gerutscht auf meiner Liste "Endlich mal wieder hin" nur muss ich mich noch fragen, auch per Rad, per MTB oder gleich auf dem GR20 wandern

    Sag mal, die "blaue Schönheit", ist das ein Patria?

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  • motion
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    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    Zitat von EbsEls Beitrag anzeigen

    PS: Gibt es das "Wir sprechen kein russisch"-Schild am Bavella-Pass noch?

    Wir haben uns damals köstlich amüsiert und по русски drei Bier bestellt.
    So genau hatte ich mir das Schild dann doch nicht angeschaut Die Kombination aus zu wenig getrunken und Massen auf der Passhöhe hatten mich ein paar Meter weiter fahren lassen. Im Nachhinein war es eigentlich der meistbesuchteste Pass während meiner Tour.

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  • EbsEls
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    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    Zitat von motion Beitrag anzeigen
    Also auf nach Korsika......
    Danke für den schönen Bericht. Theoretisch müsste ich auch noch mal und dann mit dem Rad nach Korsika. Ich habe nämlich dort noch eine Wette aus 1994 offen.
    Wir setzten damals von Corte nach Zonza in den Süden um, mit dem Auto. Nach vier Stunden Gekurve versagten bei unserem Fahrer die Nerven: "Das schaffen wir ja nie", und er bog zur Ostküste auf die Schnellstraße ab. "Wetten, dass ich diese Strecke mit dem Fahrrad an einem Tag schaffe?"
    Nun, insbesondere nach meinen diesjährigen Hitzeerfahrungen in Italien, ich werde die Wette in meinem Leben nicht mehr einlösen können. Aber sehr schön Deine Etappen in Deinem Bericht nachvollziehen zu können. Danke!

    PS: Gibt es das "Wir sprechen kein russisch"-Schild am Bavella-Pass noch?

    Wir haben uns damals köstlich amüsiert und по русски drei Bier bestellt.

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  • motion
    antwortet
    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    Tag 14:
    Von St. Florent nach Bastia
    Länge: 74 km
    Fahrzeit: 6.09 Stunden
    Höhenmeter: 1480 m
    Route: https://www.komoot.de/tour/18243383
    https://www.komoot.de/tour/18243386

    So heute ist der letzte Tag. Trotz der eigentlichen Kürze der Etappe geht es am Morgen recht früh los, da ich nicht weiß was mich so richtig erwartet. Für den letzten Tag hatte ich mir ein besonderes Highlight ausgesucht, den Bocca di San Giuvanni. In der Karte ist es als graue Piste eingezeichnet und wenn es so wird wie damals die graue Piste ist es perfekter Feldweg mit ein paar Steinchen. Ich hatte auf Google Maps das mir mal vorher angeschaut und es sah machbar aus. Zur Not müsste man umkehren, was aber schade wäre. Also auf geht´s.



    Der Golf von St. Florent im Morgenlicht.



    Eine der vielen alten genuesischen Wachtürme auf Korsika bei Negru.



    Ich kenne die Strecke ja schon vom letzten Mal und deshalb geht es recht zügig weiter.



    Immer wieder schön gelegen ist Nonza.



    Nonza von Norden.



    Tour d’Albo. Die letzten Kilometer an der Westseite bevor es nochmal aufwärts geht.



    Und dann ist es soweit. Der allerletzte Pass auf Korsika wird unter die Räder genommen. Nochmal heißt es knapp 1000 m am Stück rauf, wobei bei 959 m diesmal Schluss ist. Die 1000 muss ich zu Fuß vollmachen. Am Anfang geht es wunderschön schattig durch einen Canyon. Ich bin überrascht, denn das hatte ich mal wieder nicht erwartet.



    Ausgewaschene Felsen säumen den Wegesrand. Das ich mal wieder vollkommen alleine unterwegs war, brauche ich sicherlich nicht zu erwähnen.



    Herrliche Aussichten in noch schattenspendenden Kastanienwäldern.



    In Lainosa verpasse ich doch glatt den kleinen Abzweig auf die Passstraße und fahre weiter. Ein kurzer Blick auf´s Handy erspart mir aber dann einen Umweg. Ich entdecke ein Schild, das warnt die Route nur mit einem passenden Fahrzeug zu befahren. Wird schon passen denke ich mir und weiter geht es. Oben sieht man die letzten Anzeichen menschlicher Zivilisation.



    Bald darauf ist die Straße betoniert. Ist mir auch recht denke ich. Die Aussicht wird besser, Schatten gibt es mal wieder nicht mehr.



    Die Straße wird steiler. Im übrigen sind das 15 % und das würde ich so als noch in Ordnung fahrbare Grenze für meinen Rohloffantrieb mit Gepäck einstufen.



    Wie erwartet wir es zum Feldweg. Alles soweit gut denke ich.



    Es wird ausgewaschener und die kleinen Gänge müssen raus.



    Verdammt was suche ich hier??? Mit Reiserad und voller Zuladung muss man doch aufpassen wo man hin fährt. Überall loses Geröll und ausgewaschene Rinnen. Nach 500 hm habe ich allerdings keine Lust mehr umzudrehen. Die 450 schaffe ich auch noch. Genug zu trinken ist dabei. Kann mir jemand mein Mountainbike bringen?





    Schon auf dem Weg nach Corte hatte ich einen von den Mistkäfern ,oder welcher Käfer da auch immer Mist durch die Gegend rollt, gesehen. Allerdings war er damals schneller als mein Fotoapparat. Hier sind einige davon und so habe ich ein bisschen Zeit für Fotos. Mit denen hätte ich auf Korsika nicht gerechnet.



    Pause bei kurzzeitigem besseren Weg.



    Je anstrengender der Weg, desto besser die Aussicht zurück.



    Die letzten Höhenmeter. Puuh.



    Die Aussicht wird immer besser.



    Kurz vorm Pass hat man noch 200 m Beton übrig gehabt.



    Es ist vollbracht. Eine kleine Kapelle steht auch auf dem Pass und lädt zur Rast ein.



    Blick nach Süden.



    Blick nach Westen.



    Blick nach Osten.

    Einfach traumhaft hier oben. Die Anstrengungen haben sich auf jeden Fall gelohnt. Eine der besten und vor Allem der anstrengendste Pass in Korsika.







    Passfoto.



    Das Fahrrad muss auch mal drauf. Insgesamt bin ich überrascht wie klaglos und unbeschwert es sich selbst auf diesen Strecken fahren lässt. Als ich auf Komoot hier nochmal nach schaue ist der Weg übrigens als S1 Singletrail für Mountainbikes gewertet.



    Die Kapelle am Platz. Bei der Aussicht kann man hier nur gemütlich Pause machen.





    Hier dürfen auf keinen Fall 2 Panoramas fehlen. Links die Westseite von Korsika, rechts die Ostseite und dazwischen der Cima di e Follicie.



    Der Rückweg wird nicht einfacher. Hier ist übrigens der Anfang, wo der Berg so langsam ins Rutschen kommt.



    Hier kommt er schon wesentlich mehr ins Rutschen und ist maximal noch mit sehr guten 4x4 Fahrzeugen fahrbar. Wenn überhaupt. Dies ist auch die schlechteste Stelle.



    Es folgen 600 Rüttelmeter abwärts bevor mich die Zivilisation in San Martino wieder hat. Als erstes kommt die Kirche. Alles gut gegangen. Übrigens war ich seit meinen Abzweig von der Westküste komplett alleine bis zu diesem Ort unterwegs.



    Blick zurück auf diesen Wahnsinnspass. Rechts die Einkerbung neben der Felsspitze.

    Eigentlich wollte ich nur bis Miomo fahren. Leider ist der Campingplatz gesperrt für Zelte und Wohnmobile. Es ist per Eisentor abgeschlossen, niemand da und so muss ich weiter.
    Mein Reiseführer zeigt mir einen direkt in Bastia am Strand. Also auf geht es noch die restlichen Kilometer dort hin. Noch einmal komplett durch Bastia.

    Im Gegensatz zu der Erwähnung im Reiseführer ist es ein netter Platz mit Strandzugang. Auch die Heringe lassen sich besser in den Boden bekommen als an manchen Plätzen vorher und die Sanitären Anlagen sind auch nicht so schlecht wie beschrieben. Dafür feierte die Campingplatzeigene Stranddisko bis 4 Uhr lautstark eine Party. Schade.



    Ich genieße den letzten Abend am Strand.







    THE END


    Fazit:

    Wo soll ich anfangen? Die Insel ist einfach ein Traum. Ich bin fasziniert wie abwechslungsreich die Insel ist. Wenn man bedenkt das sie nur circa 220 km lang und maximal 85 km breit ist, ist es einfach unglaublich was man hier alles machen kann. Hochgebirge, Strand, Steilküste, Schluchten, wüstenähnliche Flächen, flach, steil einfach alles was man sich vorstellen kann. Auch war ich überrascht wie einsam ich teilweise unterwegs war. Teilweise stundenlang gefahren ohne ein einziges Auto zu sehen. Dann wieder Stellen, die allerdings schon vorher bekannt waren, mit ziemlich viel Verkehr. Allerdings muss man diese manchmal zurücklegen, weil es a) auch hier interessante Sachen zu sehen gibt und b) die Umfahrung manchmal einfach zu viel Zeit in Anspruch nimmt. An Reiseradlern hat man einige gesehen entlang den Küstenwegen. Im Inland waren sie deutlich spärlicher unterwegs und man kann sie auf den ganzen Inlandsetappen an 2 Händen abzählen. Man muss aber schon sagen, dass man Berge und Steigungen mögen muss. Ansonsten sollte man die Finger davonlassen. Dafür wird man aber auch mit traumhaften Ausblicken und Panoramen belohnt. Worauf man sich einstellen musste, war die Hitze die hier geherrscht hat. Italien/Korsika hatte Pfingsten eine große Hitzewelle. Es waren jeden Tag im Schatten zwischen 30 und 37 Grad. Das hatte zur Folge das so 5 bis 7 Liter Tourengetränke verdunsteten. Am Anfang musste ich mich darauf einstellen, auch das Essen mit Salz etwas nachwürzen, aber dann ging es. 50er Sonnencreme hat perfekt mit einmal morgens einschmieren gehalten. Kein Sonnenbrand.

    Handy und Komoot: Ich bin ziemlich begeistert von der App. Mein Garmin(60er) hat mich genervt mit der Bedienung, wenn ich auch zugeben muss das ich keine Lust habe mich da richtig einzufitzen. Bei Komoot habe ich dies vorher grob auf dem Computer geplant und mir dann die Touren offline auf dem Handy verfügbar gemacht. Eine im Vergleich zum Garmin sehr kurze und schnelle Arbeit. Das Routing funktioniert wunderbar. Für Räder verbotene Straßen werden umfahren, gerne wird auch bei verkehrsreichen Routen eine alternative dazu nebenan gesucht. Wenn man mit Reiserad unterwegs ist muss man hier und da mal aufpassen das man bei einer Passstraße mit Spitzkehren nicht auf den Wanderweg der mit MTB fahrbar wäre geleitet wird. Aber das ist denke ich klar. Einziger Nachteil meines Erachtens: Um eine routingfähige Strecke zu erhalten, muss man eine Onlineverbindung haben. Das heißt umplanen ohne Onlineverbindung ist nicht möglich. Man kann sich dann an der Karte orientieren, was aber trotzdem wunderbar klappt.

    Also auf nach Korsika......

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  • motion
    antwortet
    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    Tag 13:
    Von Mulivecchi nach St. Florent
    Länge: 115 km
    Fahrzeit: 7.22 Stunden
    Höhenmeter: 1940 m
    Route: https://www.komoot.de/tour/18243366






    Was ist der Vorteil, wenn man bereits um halb sechs aufsteht? Genau man bekommt sämtliche Färbungen des Bergmassivs in der aufgehenden Sonne mit. Klasse. Ein Gurnd warum ich es dann gestern sein gelassen habe noch weiter zu fahren, ist, dass es heute deutlich einfacher ist noch etwas an die Etappe zu hängen. Heute sind es nur 30 km mehr und circa 400 hm on top zur Tour. Also nehme ich dies heute in Angriff

    Halb Sieben verlasse ich bei ziemlich frischen Temperaturen den Campingplatz. Wäre es nicht gleich aufwärtsgegangen, hätte ich wohl kurz mal meine Jacke rausholen müssen.



    Schöne Aussicht zurück auf die Berge.



    Kurz danach geht es durchs Bergdorf Borgo.



    Blick zurück auf dem Weg zum ersten kleinen Pass.



    Auf der Passhöhe liegt die Kirche San Francesco.

    Es folgt eine kurze Abfahrt in das kleine Dorf Piana und von da aus geht es links auf die D547 Richtung Speloncato.



    Richtig schön einsam mal wieder durch das, ich nenne es mittlerweile: „Korsische Outback“. Von hier aus geht es in der Regel nach oben bis zu meinem letzten Pass über 1000m.



    Wunderschöne Blicke zurück auf die hohen Berge. Heute heißt es Abschied nehmen. Ab jetzt werden diese wieder kleiner.



    Blick auf Olmi.



    Auf geht’s, der letzte Pass ruft. Ein letztes Mal über 1000 m in der Nähe vom Bocca la Leccia.



    WOW. Der Pass ist erreicht und vor mir geht es 1000 m nach unten. Toller Ausblick auf die Küstenlinie mit Ile Rousse am linken Bildschirmrand.





    Auf geht es an die Abfahrt.



    Ohne Bäume hat man die besten Aussichten.



    Blick auf Speloncato. Mitten auf einem Felsen wurde der Ort gebaut.





    Hier merkt man deutlich, das die Orte etwas besser gestellt sind. Die Kirchen und Wohnhäuser sind alle um einiges größer, als ich es die letzten Tage gewöhnt war.



    Blick auf Sant Antonino, wieder hoch oben am Berg gelegen.



    Auf geht’s zur letzten Abfahrt runter nach Ile Rousse.



    Unten angekommen trifft mich gleich mal wieder der volle Verkehr. Bis zum Pass war es mal wieder extrem ruhig, hier dafür ist einiges mehr los. Die Stadt lasse ich gleich liegen, da ich sie schon vor 2 Jahren angeschaut habe. Damals allerdings bei einem nicht enden wollenden Regenschauer.



    Wunderschöne Buchten ziehen sich entlang der Hauptverkehrsstraße. Im Hintergrund sieht man schon die Desert des Agriates.



    Ich liege wunderbar in der Zeit, fühle mich gut und deswegen geht es anstatt wie geplant in Ogliastro zu stoppen, weiter nach St. Florent. Die Auffahrt in die Desert des Agriates ist nicht ganz so heiß wie die letzten Tage. Noch dazu hat sie die Wohlfühlsteigung von 4 bis 5 Prozent und ist somit perfekt zum Radeln. Am Horizont im Dunst erkennt man wunderbar wo ich heute gestartet bin. Von ganz hinten links ging es vor den Bergen bis ganz hinten rechts und weiter in die „Wüste“.



    Schon beim letzten Mal wunderte ich mich warum diese hier Wüste genannt wird. Im Reiseführer steht wegen der typisch spärlichen Vegetation, der Macchia. Ich allerdings finde, das es wesentlich mehr Flächen in Korsika gibt die noch spärlicher bewachsen sind. Auf jeden Fall ist es toll hier am Nachmittag durchzufahren. Beim letzten Mal war es am Morgen mit einem ganz anderen Licht.



    Bald darauf ist St. Florent zu sehen und ich rolle gemütlich zum Campingplatz aus. Die Verlängerung hat wunderbar geklappt und es war eine gute Entscheidung den 2. Tag zu verlängern. Übrigens sieht man auf obigen Bild links hinten den allerletzten Pass den ich auf Korsika in Angriff nehmen werde. Er ist rechts von der ersten linken Spitze.

    Seit Tagen ist es nun das erste Mal wieder, das ich ins Meer springen kann. Bedingt durch seine geschützte Lage ist das Wasser hier doch recht warm. Beim Zeltaufbau passiert mal wieder ein besonderes Ärgernis. Der eine oder andere hat sicherlich noch die kaputte Isomatte beim letzten Mal im Hinterkopf. Auch diesmal platzt sie mal wieder. Zum Glück kein Totalausfall, sondern nur ein Steg reißt und mit etwas weniger Luft kann man noch darauf schlafen.



    Ich kann es absolut nicht verstehen, das eine Isomatte für ungefähr 150€ nur circa 22 Einsatztage mitmacht. Das sind ca. 7 € pro Nacht. Ganz schön teures Schlafvergnügen. Noch dazu wurde sie sorgsam behandelt und ich habe mir sogar den Beutel zum Aufblasen gekauft gehabt um keine Atemluft reinzubringen. Beim Outdoorhändler ist sie mittlerweile reklamiert. Allerdings sagt er mir, das sich Exped immer recht langatmig und schwierig bei der Reklamation von Matten anstellt. Thermarest wäre hier wesentlich kulanter. Ich bin gespannt was raus kommt, werde aber event. Umsteigen. 2 kaputte Matten sind mir dann doch recht viel.

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  • Hundewanderer
    antwortet
    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    In Ponte Leccia haben wir auch unter der Hitze gelitten, das soll der heißeste Ort auf Korsika sein.

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  • motion
    antwortet
    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    Tag 12:
    Von Corte nach Mulivecchi
    Länge: 73,5 km
    Fahrzeit: 5.02 Stunden
    Höhenmeter: 1350 m
    Route: https://www.komoot.de/tour/18105184

    So langsam geht die Route zu Ende. Noch 3 Tage Touren stehen an, bevor es wieder nach Hause geht. Für heute steht eine geplante Schleife durch die Berge nach Morosalia an. Weiter über Ponte Leccia soll Richtung Asco Tal gehen, dem heutigen Ziel. Insgeheim liebäugle ich mit einer Weiterfahrt nach Ile Rousse ans Meer. Das würden nochmals circa 60 km und 1000 hm bedeuten. Ich werde es spontan am eigentlichen Etappenende entscheiden. Deshalb geht es auch wieder früh morgens los. Zuerst geht es wieder die N200 Richtung Aleria raus aus Corte. Nach 5 km verlasse ich diese und es geht wieder auf einsame Bergstraßen Richtung Favalello und Bustanico.



    So früh am Morgen sind die Schatten noch lang und die Luft halbwegs angenehm zu radeln. Heute werden die Berge wieder sanfter und die Hügel bewaldeter. Schroffe Felsen gibt es nicht mehr.

    Den kleinen Umweg über Erbajolo, den Col de Cervone und de Col de Casardo lasse ich weg und nehme stattdessen den direkten Weg über Alando.





    Bustanico liegt wunderschön im Wald am Hang. Dahinter geht es aber dafür ganz schön happig nach oben. Hätte ich hier nicht erwartet. Auch gibt es massive Unwetterschäden. Scheinbar hat sich ein Sturzbach einmal den Berg runter durchs Dorf gegraben. Überhaupt werde ich hier auf der Etappe bis Morosaglia die größten Unwetterschäden sehen. Hier scheint es im Frühjahr ganz schön gewütet zu haben.



    Vom Sattel über Bustanico hat man einen wunderbaren Blick auf das nächste Bergdorf, Carticasi.

    Es ist wunderschön einsam hier zu radeln. Es gibt so gut wie kein Verkehr. Nur vereinzelt mal ein Bauarbeiterfahrzeug, die die Straße reparieren. Später treffe ich sogar 4 Bauarbeiter bei der Mittagspause. 2 davon machen Mittagsschlaf und schlafen auf der Straße. Scheinbar kommen hier wirklich kaum Autos. Auch hier gibt es wieder viele Kastanienbäume.



    Ab und an werden einem tolle Ausblicke gewährt.





    Irgendwann ist dann auch Morosaglia erreicht. Morosaglia ist vor Allem als Geburtsort von Pasquale Paoli, dem korsischen Freiheitskämpfer, bekannt. Es gibt auch ein Museum im Ort. Ich finde es unglaublich faszinierend, wie sie die Häuser auf dem Grad errichtet haben.

    http://www.korsika.fr/a967/articles/...r-aktivurlaub/



    Kirche der Gemeinde.



    Blick zurück über die Hügel.

    Es folgen 14 km Abfahrt nach Ponte Leccia mit Traumaussicht. Quasi baumfrei geht es mal wieder nach unten.



    Ausblick auf der Abfahrt. Hier bin ich vor 2 Jahren meine letzte große Etappe gefahren. Es ging vom linken Bildrand hoch in die Berge nach Lento und über einen Pass und die D5 weiter nach Murato und St Florent. Der Pass ist als graue Straße hinterlegt, was damals einem guten Feldweg entsprochen hat, den auch Autos problemlos fahren konnte. Warum ich das erwähne? Weil das Erlebnis mit der grauen Straße als Planungsgrundlage für meine letzte Etappe genommen wurde.



    Es ist früher Nachmittag und in Ponte Leccia empfängt mich eine unglaubliche Hitze. Innerhalb kürzester Zeit werde ich meiner Motivation beraubt, heute noch weiter in Richtung Ile Rousse zu fahren. Das macht definitv keinen Sinn. Also gehe ich erstmal einkaufen, denn am Campingplatz bei Mulivecchi wird es wohl nichts geben. Bestens ausgestattet geht es an die letzten knappen 10 km. Eine wahre Hitzeschlacht hier unten im Glutofen. Dafür ist der Campingplatz wunderbar. Der Tag ist noch jung und ich nehme mir Zeit für ein Bad im Stranciacone Fluss und danach geht es an den hauseigenen Pool des Platzes. So kann auch mal ein Nachmittag sein. E Canicce ist definitiv einer der freundlichsten und am besten ausgestatteten Campingplätze die ich in Korsika hatte. Ein Jammer das so wenig Leute hier sind.

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  • Hundewanderer
    antwortet
    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    Toller Bericht, danke!

    Ich erkenne viele schöne Plätze wieder, die ich von mehreren Urlauben kenne und vermisse. Die mir noch unbekannten Ecken wecken mein Fernweh genauso.

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  • motion
    antwortet
    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    Tag 11:
    Restonica Tal mit Wanderung zum Lac de Melo
    Länge: 31,4 km
    Fahrzeit: 2.28 Stunden
    Höhenmeter: 950 m
    Route: https://www.komoot.de/tour/18057825
    Wanderung: https://www.komoot.de/tour/18057849
    Abfahrt: https://www.komoot.de/tour/18062775

    Heute steht mehr oder weniger mein einziger Ruhetag auf dem Programm. Nachdem ich vor 2 Jahren hier das Restonica Tal ausgelassen hatte, um mir Corte anzuschauen, geht es diesmal ins Tal hoch und von dort weiter zum Melosee.



    Am Morgen geht es gemütlich los. Zu lange kann man allerdings nicht schlafen, denn die Sonne erhitzt das Zelt ziemlich schnell, so dass man freiwillig aufsteht.



    Die Auffahrt ist wunderschön. Plötzlich gibt es keine rote Felsen mehr. Hier hat es jetzt plötzlich den Charakter der Alpen oder auch der Hohen Tatra. Der Restonica Bach hat hier wunderschöne kleine Badegumpen, die zum Pausieren einladen.



    Immer weiter rauf geht es und die Berge werden auch mit jedem Meter höher. Die Unwetterschäden, vorwiegend eine zerstörte Brücke, sind alle beseitigt und man kann wieder problemlos auffahren. Die Straße ist sehr schmal und eigentlich für Fahrzeuge über 1,90 m Breite gesperrt. Ich bin überrascht wie wenig Touristen hier hoch fahren, so dass die Auffahrt weit angenehmer wurde als erwartet. Darüber hinaus nimmt wirklich jeder Rücksicht beim Überholen. Vorbildlich.



    Die Kiefern spenden zum Glück Schatten.



    Das Tal wird enger, die Kiefern weniger, bald ist das Ende erreicht.



    Der erste Schnee ist auch zu sehen.

    Kurz danach nach knappen 2 Stunden und ebenso knappen 1000 hm ist der Parkplatz erreicht. Das Fahrrad wird angeschlossen und weiter geht es zu Fuß zum Lac de Melo. Ich bin zwar nicht alleine und hatte auch nicht als Einziger die Idee, aber trotzdem ist es schön hier zu wandern. Zuerst geht es etwas grobsteinig nach oben und später folgen abgeschliffene Granitfelsen. Bei den Granitfelsen muss ich mit meinen Klickis bissl aufpassen das ich keinen Abflug mache, aber andere Schuhe habe ich nicht dabei. Oben bin ich dann etwas überrascht als 2 Ketten kommen und 2 recht senkrechte Leitern. Bei dem was hier alles hoch läuft sind das für manche sicher 2 knifflige Stellen. In Alpenkarten wären sie sicherlich als gesicherter Steig eingezeichnet. Nachdem das überwunden ist und gute 300 hm zurück gelegt sind, ist es nicht mehr weit bis zum See.







    Der See liegt wunderbar eingeschlossen in einem Talkessel. IN Sachen Panorama steht es den Alpen in nichts nach. Der ein oder andere geht baden, ich auf jeden Fal lege eine schöne lange Pause ein. Da ja heute eigentlich Ruhetag ist, erspare ich mir den weiteren Weg zum 2. See. Man muss ja nicht übertreiben.





    Abfluss des Sees ins Restonicatal.



    Auch Wasserfälle hat Korsika zu bieten.



    Zurück am Parkplatz.

    Dann geht es abwärts zurück zum Campingplatz. Leider nicht ganz so schnell, da die Straße zu schmal ist und man selbst mit dem Fahrrad somit auf den Gegenverkehr achtgeben muss. Der restliche Tag wird mit baden am Campingplatz verbracht. Ein sehr schöner Tag geht zu Ende.

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  • motion
    antwortet
    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    B]Tag 11:[/B]
    Von Gishoni nach Corte
    Länge: 57,9 km
    Fahrzeit: 3.36 Stunden
    Höhenmeter: 850 m
    Route: https://www.komoot.de/tour/18013802

    So heute ist quasi nur ein halber Etappentag. Nachdem ich die letzte Etappe geteilt habe, sind es heute keine 60 km mehr bis Corte. Die Nacht so ganz alleine mitten im Wald auf dem Campingplatz wurde schadlos überstanden. Übrigens der vorwiegend von Wanderern frequentierte Platz hatte als einziges mittlerweile ein Schild dastehen mit dem Wortlaut: Weil sich wiederholt Camper über Nacht ohne zu bezahlen verabschieden, werden wir bei Ankunft abrechnen. Was bitte ist das für ein Verhalten? Nach Korsika fliegen und 500 € Jacken haben, aber keine 7 € für den Campingplatzbesitzer. Sorry aber das geht gar nicht.



    Blick auf die Berge im Morgenlicht

    Gleich hinter Gishoni wird die Straße wieder enger und es geht abwärts durch eine neue Schlucht: Die Defile de Strette.









    Blick zurück auf die schneebedeckten Berge.



    mit den Brüdern liefere ich mir mittlerweile seit 11 Tage hunderte Wettrennen. In der Regel gewinnen sie jeden Sprint. Im Long Distance Rennen bin ich dann aber unschlagbar. 0 % Überfahrrate



    Weiter geht es durch die Schlucht. Ein Highlight, was so nicht aus der Karte zu lesen war.







    Unterbrochen wird die Schlucht von einem See.



    Kaum ist der See weg, geht es weiter durch die Schlucht.



    In Pinzalone verlasse ich die Straße und biege auf die D343 nach Vezzani ab. Es ist wieder heiß und die Bäume sind verschwunden.



    Vezzani auf einem kleinen Bergrücken gelegen.



    Ausblick Richtung Ostküste und Ghisonaccia.



    Corte kann kommen. Der Col de Erbaju liegt auf dem kleinen Bergrücken in der Mitte am linken Rand vom Bild. Nachdem es über den 644 m hohen Pass geht, rollt es nur noch abwärts. Von der D43 geht es rechts weiter auf die D 143 und später auf die große N200 die von Aleria nach Corte führt. Auch hier wird man wieder von der Hitze erschlagen. 35 Grad zeigt das Thermometer im Schatten und die Luft steht hier. Also radelt man dann doch noch mehr oder weniger freiwillig nach Corte. Eigentlich wollte ich dort wieder auf denselben Platz wie vor 2 Jahren. Doch die Hitze lässt mich auf den Restonica Camping umschwenken. Der unschlagbare Vorteil ist der direkte Badezugang zum Restonica Bach. Herrlich. Leider sind die Betreiber aber so die ziemlich unfreundlichsten, die ich in Korsika hatte. Den Nachmittag verbringe ich mit Wäsche waschen, baden, Vorräte auffüllen etc.

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  • motion
    antwortet
    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    [QUOTE=tizzano1;1592810]In 2 Wochen geht's für mich wieder nach Korsika, so ca.zum 20sten Mal. Ich war auch an all den schönen Plätzen, allerdings nur mit Auto oder Motorrad. /QUOTE] Danke Danke. Da bin ich ja mal gespannt ob ich mit der letzten Etappe noch die ein oder andere Neuheit bringen kann. Da ging es nämlich etwas mehr Offroad als geplant.

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  • tizzano1
    antwortet
    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    In 2 Wochen geht's für mich wieder nach Korsika, so ca.zum 20sten Mal. Ich war auch an all den schönen Plätzen, allerdings nur mit Auto oder Motorrad. Daher mein ALLERHÖCHSTER RESPEKT für deine Radltour,noch dazu mit Vollgepäck.

    Das Bad hast du dir verdient!

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  • motion
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    AW: [FR] Hoch und runter Radeln in Korsika Teil 2 - diesmal ohne Fiasko

    B]Tag 10:[/B]
    Von Vero nach Gishoni mit Col de Verde
    Länge: 87,9 km
    Fahrzeit: 6.40 Stunden
    Höhenmeter: 2220 m
    Route: https://www.komoot.de/tour/18013758

    Heute geht es mal wieder extra zeitig los. Die Hoffnung ist dadurch mit so wenig wie möglich Verkehr auf der viel befahrenen Straße nach oben zu kommen. Schließlich sind heute die ersten 40 km auf der N193 zurückzulegen. Das was ich die letzten beiden Tage am Campingplatz miterlebt habe war nicht hoffnungsvoll oft eine entspannte Auffahrt. Doch es sollte zum Glück anders kommen. Zuerst ging es noch ziemlich angenehm nur leicht bergauf. Später sollte es etwas steiler werden.



    Ausblick am Morgen.

    Mit dem Verkehr war ich extrem positiv überrascht. Kaum Autos, keine der vielen LKW´s der Tage zuvor und auch keine Busse. Wahrscheinlich lag es daran, dass es sonntags Morgen war und das kein Arbeitstag ist. Somit hatte ich die Straße trotz der Größe für mich oftmals alleine. Von einer Fahrt in der Woche würde ich hier echt abraten.



    Reiseradromantik. Das ist übrigens nur die Bergaufstrecke. Die andere verläuft hinter dem Betonwall.



    Eine wunderschöne alte Eisenbahnbrücke verläuft hier neben der Schnellstraße. Ich denke, dass es mit dem Zug ein ganz besonderes Erlebnis ist, von Ajaccio über den Pass nach Corte zu fahren.



    Nach 2,5 Stunden ist der Spaß geschafft und ich bin wieder über 1000 m auf dem Col de Vizzavona mit einer Höhe von 1163. Bei der Fotoaktion hole ich übrigens meinen ersten Lackschaden am neuen Rad. Ich passe nicht genau auf beim Hinstellen und es fällt um. Natürlich liegt genau 1 Stein da, auf den das Oberrohr fällt: Lackschaden, zum Glück keine Delle.



    Alte Befestigungsanlage auf der Passhöhe.

    Es folgt eine Waldabfahrt nach Vivario. Doch anstatt in den Ort abzufahren geht es vorher rechts weg zum nächsten Pass. Als nächstes soll der Col de Sorba mit 1311 m fallen. Die Abfahrt war wunderschön bewaldet, die folgende Auffahrt leider nicht mehr so stark. Es stehen aber noch genügend Kiefern rum um auch mal Schatten zu haben.



    Auffahrt zum Col de Sorba. Hier kann man wunderschön fast die ganze Auffahrt von unterhalb des kleinen Hügel in der Bildmitte sehen. Obenraus wird es steiler und die Straßen haben feinsten Alpenserpentinencharakter. Solche direkten Serpentinenstraßen hat man in Korsika recht wenig. Meistens geht es doch irgendwie am Berg entlang und man nutzt natürliche Gegebenheiten aus.



    Noch 2 Kehren und ich bin oben...



    Geschafft. Hier hat es leider nur zum handgeschriebenen Schild gereicht. Ein Phänomen des heutigen Tages ist, dass die Pässe leider in dichtesten Kiefernwäldern liegen. Somit hat man null Aussicht. Schade.



    Also geht es schnell an die Abfahrt. Und die ist wieder einmal aller erste Sahne. Bestes Gefälle, schnelle Kurven und durch dichte Kiefernwälder geht es nach unten. Erst kurz vor Schluss sieht man Gishoni in den Wäldern hervorschauen.

    In Gishoni angekommen geht es gleich auf Zeltplatzsuche und Zeltaufbau. Der Tag ist noch jung und so kann ich dann nur mit Fototasche bewaffnet Richtung Col de Verde aufbrechen. Schnell noch die Trinkflaschen aufgefüllt und los geht es nun wieder bei feinster Hitze. In der Auffahrt sieht man dann doch recht deutlich, das hier im Frühjahr schwere Unwetter gewütet haben. Die Schäden an der Straße sind schon teilweise erheblich. So ohne Gepäck geht es schön schnell nach oben. Auf Grund der dichten Bewaldung leider ohne Aussicht.



    Auch hier wieder ist der Pass bewaldet und wegen der Aussicht braucht man hier nicht hoch zu fahren.







    circa ein Kilometer unterhalb des Passes hat man kurzzeitig etwas Aussicht auf die umliegenden Gipfel. Es ist die einzige wirklich gute Aussicht auf den gesamten 17 Kilometern Auffahrt.



    Auf den Tümpel habe ich mich schon die gesamte Auffahrt und Abfahrt gefreut bzw. gehofft das es ihn gibt. Bei der Auffahrt war das nämlich der einzige Bach, der stärker Wasser führte. Der Bach liegt unmittelbar an einer Brücke bevor es rechts die D169 zum Refugio de Capannelle geht. Bei der Auffahrt nehme ich mir vor später mal zu suchen ob es einen Pool gibt. Gesagt getan und 200 m hinter der Brücke auf der Suche nach einem schönen Pool fündig geworden. Herrlich kaltes Wasser bei der Affenhitze. Nach Bade und Trocknungszeit geht es zurück zum Campingplatz.

    Dort sollte ich heute leider der einzige Gast bleiben. Ganz schön einsam. Wenigstens Daisy der Hund leistet einem ein wenig Gesellschaft.

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