[DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

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  • blauloke

    Lebt im Forum
    • 22.08.2008
    • 6441

    • Meine Reisen

    [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

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    Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Fichtelgebirge - Saalestauseen.jpg Ansichten: 4 Größe: 224,5 KB ID: 3017270 Übersichtskarte


    1.Tag--- -23.6.2016-- --Quellen--- --30km

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    Ich stehe vor derselben Wandertafel in Bischofsgrün, an der ich 2007 meine mehrtägigen Wanderungen begann. Damals ging ich nach Süden und ohne es ursprünglich geplant zu haben wanderte ich schließlich bis Triest.
    Heute soll es nach Norden gehen - zunächst bis Nebra und die folgenden Jahre bis Lübeck.


    Zunächst gehe ich durch den kleinen Kurpark, anschließend ist der Weg durch den Ort und am Ortsrand entlang als schmaler Pfad angelegt, so dass ich kaum merke, so nah am Ort zu sein. Erst kurz vor dem Überqueren der B303 muss ich auf die Teerstraße und durch ein Dorf. Dabei habe ich Sicht auf den Schneeberg und erinnere mich an unsere ODS-Tour über das Fichtelgebirge.


    Den folgenden Hang geht es in der prallen Sonne aufwärts. An einer schattigen Bank creme ich mich erst mal mit Sonnencreme ein. Beim Blick zurück sehe ich Bischofsgrün unterhalb des Ochsenkopf mit seinem Sendeturm liegen.




    Weiter zunächst einem Feldweg folgend der bald in einen Wiesenpfad übergeht, gelange ich in den Hochwald. Nach einiger Zeit auf einem gut angelegten Waldpfad erreiche ich bereits den höchsten Punkt meiner diesjährigen Wanderung auf einem flachen Sattel. Von nun an geht's bergab.


    Darauf gelange ich zur Quelle der Eger, die von hier aus Richtung Osten fließt. Ab hier halte ich mich an das Q des Quellenweg, der die vier Quellen verbindet und ab der Egerquelle als Pfad der jungen Eger folgt.
    Das Fichtelgebirge ist dafür bekannt, dass aus ihm vier Flüsse in die vier Himmelsrichtungen entspringen. Außer der bereits erwähnten Eger sind das die Naab nach Süden, der Main nach Westen und die Saale nach Norden.



    Der Weg wird bald ein breiter Schotterweg. Eine junge Kreuzotter schlänget sich vor mir über den Weg. Ich sage ihr zwar, dass sie stehen bleiben soll, damit ich ein Foto machen kann, doch sie hört nicht auf mich und verschwindet im Gebüsch. Dort gelingt mir nur ein unvollständiges Bild von ihr, aber ich freue mich, nach vielen Jahren mal wieder eine Kreuzotter im Wald gesehen zu haben.


    Nach der Torfmoorhölle und einem längeren Anstieg in der Sonne, erreiche ich nach folgendem kurzen Abstieg die Quelle der Saale. Diesem Fluss werde ich auf meiner Wanderung noch öfter folgen.
    Hier raste ich länger, da ich bereits einige Kilometer hinter mir habe. Eine überdachte Sitzgruppe bietet sich dafür an. Ich öffne meinen Rucksack und krame darin um meine Brotzeitdose zu finden. Dann dämmert es mir: ich Depp habe gestern meinen Rucksack fertig gepackt, aber die Brotzeitdose mit der Wurst noch im Kühlschrank gelassen. Heute Morgen habe ich dann vergessen die Dose mitzunehmen. So bleibt mir nur der Beutel mit den üblichen Knabbereien.
    Na ja, ich bin in Deutschland, da werde ich schon nicht verhungern. Heute Abend komme ich noch durch eine Stadt, da kann ich Proviant nachkaufen.
    Auf der Bank schlafe ich noch eine Weile. Dafür ziehe ich meine Schuhe und Socken, aus da meine Füße wegen der Hitze doch schwitzen. Dabei bemerke ich an den Fußsohlen kleine Blasen, denen ich aber weiter keine Beachtung schenke. Mit meinen Wanderstiefeln habe ich schon jahrelang keine Probleme mehr mit Blasen, das kann also nicht so schlimm werden.
    Nachdem ich ausgeschlafen habe fülle ich noch meine Wasserflasche mit frischem Quellwasser auf und wässere meinen Filzhut in der Quelle.




    Dem Philosophenweg folgend komme ich ich aus dem Wald und muss nun durch einige Dörfer und über Feldwege wandern. Dabei bin ich froh über jeden Schatten, den ich unterwegs durch Bäume und Büsche bekomme.
    Vor Münchberg stehen einige auffällige Windräder mit Gittermast, die nicht den üblichen Betonmast haben. Der Landkreis Hof hat in Bayern die höchste Windraddichte.

    Ich finde die geplante Abkürzung nach Münchberg unter den Bahngleisen nicht, also muss ich eine lange Schleife entlang einer Ausfallstraße gehen, um auf die andere Seite zu kommen. Dort gehe ich weiter zurück, bis ich eine Bäckerei und Metzgerei entdecke.
    Ich kaufe mir erstmal Brot und Wurst ein, setze mich für mein Abendessen davor auf einen Stuhl und bemerke, dass ich eigentlich gar keinen Appetit habe. Da ich heute noch nicht viel gegessen habe, zwinge ich mich, etwas zu essen, ohne dass es mir schmeckt.
    Im Stadtpark schlafe ich nochmal eine halbe Stunde auf einer Bank, bevor ich mir in einem Supermarkt zwei große Flaschen Wasser kaufe. Die brauche ich am Abend zum Duschen. Wegen der heißen Temperaturen bin ich total verschwitzt und zusammen mit der Sonnencreme habe ich eine klebrige Schicht auf der Haut.





    Nach Münchberg komme ich noch am Turm auf dem Rohrbühl vorbei. An Türmen kann ich nicht vorbei gehen und obwohl ich bereits erschöpft bin, besteige ich ihn. Von oben habe ich dann eine gute Rundumsicht und Münchberg liegt zu meinen Füßen.


    Als nächstes muss ich unter der A9 hindurch. Danach folgt noch ein Dorf bevor ich in einen Wald komme. Es dämmert bereits als ich mich auf die Suche nach einem Schlafplatz mache. Auch hier stehen einige Windräder im Wald herum und ich bin nicht weit von der Autobahn entfernt.
    Mitten in dem kleinen Wald finde ich einen guten Platz für mein Zelt. Endlich kann ich mir den Schweiß und die Sonnencreme von der Haut spülen.
    Leider ist das Rauschen der Autobahn zu hören und als dieses nach lässt höre ich das Wusch-Wusch des nächsten Windrades.


    2.Tag------------24.6.2016-----------Blasen------------29,9 km

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    Trotz der Hintergrundgeräusche habe ich gut geschlafen und morgens komme ich nur langsam aus dem Schlafsack - es war anstrengend gestern. Die Sonne scheint bereits wieder heiß vom wolkenlosen Himmel als ich auf breche.






    Zu Beginn noch im Schatten des Waldes, in dem weitere Windräder aufragen, komme ich etwas später auf freies Gelände, wo die Sonne erbarmungslos vom Himmel brennt. Der Weg schlängelt sich zwischen den Feldern hindurch, ich habe weite Sicht über die kleinteilige Landschaft. Die meisten Häuser der Stadt Helmbrechts versteckten sich hinter bewaldeten Hügeln. Das nächste Waldstück durchquere ich weglos, um den Gipfel eines Hügels zu umgehen. Dahinter erreiche ich bald den noch jungen Fluss Selbitz, dem ich nun ein Stück auf einem schattigen Radweg folgen kann.


    Unterhalb von Schauenstein raste ich länger an einem Brunnen, der neben einer Bank steht. Es ist kein Schild am Brunnen, ob das Wasser trinkbar ist. Ich fülle trotzdem meine Wasserflasche auf und trinke davon, ohne das es mir etwas ausmacht.
    Nachdem ich mich erholt habe, gehe ich wieder weiter. Es ist kurz nach Mittag und entsprechend heiß. Dem Radweg weiter folgend, interpretiere ich ein Schild falsch, so dass ich über einen kleinen Hügel muss, um in das Dorf Uschertgrün zu kommen. Dort hat eine Gastwirtschaft geöffnet. Ich kehre auf ein Radler ein und genieße die Kühle der Gaststube. Nach dem Dorf nehme ich den direkten Wanderweg in Richtung Naila. Die Selbitz macht hier einen Bogen und außerdem müsste ich dann direkt durch die Stadt Selbitz gehen.
    Am Hang eines flachen Wiesentals entlang, wandere ich in der Hitze auf den nächsten Wald zu. Froh im Schatten der Bäume zu sein vermisse ich jedoch die Wegmarkierungen an den Bäumen. An der nächsten Waldecke ist klar, dass ich zu weit gegangen bin und bereits vor dem Wald hätte abbiegen sollen. Während ich noch überlege, was ich jetzt mache, höre ich das Plätschern von Wasser. Kühles Wasser kann ich jetzt gebrauchen und folge dem Geräusch den Hang hinunter. Dort finde ich einen ca. 50cm schmalen, flachen Bach. An einer Biegung ist eine kleine Gumpe ausgespült. Natürlich nutze ich die Gelegenheit und lege mich in das kühle Nass.
    Nachdem ich die Karte befragt habe, beschließe ich am anderen Ufer auf meinen geplanten Weg zurückzukehren. Ich transportiere meine Ausrüstung über den Bach, ziehe mich wieder an und verarzte meine inzwischen größer gewordenen Blasen an den Fußsohlen.
    Verdammt, wo kommen die bloß her? Ich hatte seit Jahren keine Blasen mit den Schuhen. Eigentlich können es nur die neuen Wandersocken in Verbindung mit den hohen Temperaturen sein, da ich doch an den Füßen schwitze.
    Ich komme nicht weit, kaum am ursprünglich geplanten Wanderweg angekommen, spüre ich einen Stich unter der linken Fußsohle. Im Gras sitzend ziehe ich den Schuh aus und bemerke, dass das Blasenpflaster sich verschoben hat. Nun nehme ich ein normales Pflaster und verarzte die Blase neu. Das neue Pflaster hält dann bis Abends.


    Als ich wieder durch einen Wald wandere, sehe ich am Waldrand die Stadt Naila unter mir liegen. Über offenes Gelände nähere ich mich dem Ort, wobei mir einige Spaziergänger entgegen kommen. Irgendwie unverständlich, wie man bei der Hitze spazieren gehen kann.
    In Naila muss ich erst ein Stück auf einer stark befahrenen Straße gehen, bevor ich in den Ortskern abbiegen kann. Am Bahnhof hat das Cafe offen. Dort bestelle ich erst ein Radler und anschließend drei Kugeln Eis. Außer am Morgen habe ich kaum etwas gegessen - die Hitze schlägt mir auf den Appetit. Das Eis kann ich aber gut essen und es schmeckt mir auch.
    Ich esse zwar momentan nicht viel, aber das Wochenende naht und mit Einkaufsmöglichkeiten sieht es die beiden nächsten Tage schlecht aus. Darum kaufe ich in einem Supermarkt ein, bevor ich Naila verlasse.
    Am Stadtrand komme ich durch einen kleinen Park. Dort lege ich mich wieder zum Schlafen auf eine Bank. Anscheinend entwickelt sich das Schlafen auf Bänken zu einem neuen Hobby von mir auf dieser Wanderung.




    Nach Naila wandere ich wieder im Selbitztal und der Weg begleitet eine Eisenbahnlinie. Es ist ein schöner Pfad, einmal muss ich durch eine niedrige Unterführung gebückt durch gehen, später quert der Weg nochmal die Gleise und setzt sich zwischen Büschen und Felsen fort. Ein schöner Abschnitt.




    Vor dem Ort Marxgrün steht ein stattlicher Bauernhof. Am Ortsrand komme ich an einem Platz für ein abendlich geplantes Johannisfeuer vorbei, aber ich werde nicht mitfeiern, weil ich noch weiter will. Über einen flachen Hügel schneide ich einen Bogen der Selbitz ab, denn am Hang oberhalb führt ein schmaler Pfad über Wiesen und durch Wälder. Bald erreiche ich die Häuser von Brand. Eine Frau im Garten bitte ich um Wasser für meine Wasserflasche, die sie mir gerne auffüllt.
    Am gegenüberliegendem Ufer sehe ich das historische Brunnenhaus des Höllental Mineralbrunnen stehen.


    Über eine Straße und ich bin am Anfang des Höllentals. Die Selbitz hat hier ein Durchbruchstal durch harten Diabas geschaffen, wobei die Talflanken gut 100 m aufragen. Diesmal nehme ich den Röhrensteig der von einem Wehr aus den Wasserröhren zu einem E-Werk im Tal folgt. Vor rund hundert Jahren wurde die Strecke aus dem harten Fels geschlagen - eine beachtliche Leistung.
    Der schmale Steig zieht sich flach am Hang hin, ich gehe praktisch direkt auf den Röhren. Leider ist von hier oben nichts von der Selbitz mit den Felsen im Flussbett zu sehen. Als die Röhren ins Tal abbiegen, läuft der Steig weiter, er wird unebener und windet sich auch mal um ein paar Felsen. Ich folge ihm bis zum Ende des Tals.

    ___________________________________
    Einschub

    Hier noch ein paar Bilder, die ich ein paar Wochen vorher aufgenommen habe. Da bin ich den breiten Schotterweg unten im Tal gegangen.
    Man kann auch oberhalb des Hangs der Schlucht folgen und hat dann immer wieder schöne Aussichten ins Tal.

    Höllental

    Selbitz

    Hirschsprung

    Fontäne am E-Werk

    Schotterweg im Tal

    Diabasfelsen
    Ende Einschub
    ___________________________________



    Nach dem Höllental habe ich es nicht mehr weit nach Blankenstein. Im Ort steht ein Denkmal für den Rennsteig, schließlich beginnt oder endet er hier. In Blankenstein geht es steil die Straße hinauf, oben gibt es dann einen neuen Radweg und ich kann von der Straße runter.


    Hier geht es entlang des Betriebsgeländes der Zellstofffabrik Rosenthal. Beeindruckend sind die hohen Haufen aus Sägespänen und das riesige Betriebsgelände.
    Endlich komme ich nach Harra, einem Dorf kurz nach Blankenstein. Dort will ich auf einem neuen Campingplatz übernachten. Den gibt es erst das zweite Jahr und er ist noch nicht so bekannt. Die Sanitärgebäude fehlen noch, dafür sind Container mit WC und Duschen aufgestellt. Ein Imbissstand wird gerade gebaut.



    Es ist wieder mal spät geworden, fast 21:00 Uhr, bis ich eintreffe. Ich bin total fertig und unterhalten kann ich mich mit niemanden mehr. Es sind nur einige Zelte und Wohnwagen auf dem Platz. Für mein Zelt suche ich eine ruhige Stelle, dusche und verarzte noch meine Blasen an den Füßen. Die habe ich den ganzen Tag gespürt, hoffentlich wird das Morgen besser.
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    Zuletzt geändert von blauloke; 31.01.2021, 09:29.
    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

  • blauloke

    Lebt im Forum
    • 22.08.2008
    • 6441

    • Meine Reisen

    #2
    AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

    3.Tag---------25.6.2016--------Bleilochstausee --------21,5 km

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    Die beiden letzten, heißen Tage mit den langen Strecken haben mir doch zugesetzt. Ich beschließe, einen halben Ruhetag zu machen und breche erst gegen Mittag auf. Heute komme ich auf die Idee mein zweites Paar Socken anzuziehen - die sind eingelaufen, im Gegensatz zu dem anderen. Warum habe ich das bloß nicht früher gemacht? Manchmal bin ich wie vernagelt. Ich bin gespannt, wie ich heute gehen kann.
    Auch heute ist es wieder heiß, als ich aufbreche.


    Zunächst gehe ich zum Rückstau der Bleilochtalsperre hinunter, der hier in Harra anfängt. Heute wollte ich gemütlich am Ufer des Sees entlang wandern, sehe aber leider, dass hier das Ufer aus steilen Felswänden besteht. Es wird also wieder ein ständiges auf und ab heute. Da habe ich nicht genau auf die Karte geschaut, nur einen Wanderweg entlang des Ufers gesehen und in meiner naiven Art gedacht, es geht schön flach dahin. Die Höhenlinien habe ich komplett ausgeblendet.


    Also steige ich im Ort erst mal wieder die steile Straße hoch, verpasse mal wieder den Abzweig des Wanderwegs und gerate auf die Straße zum nächsten Ort. Auf dem Asphalt ist es eindeutig zu heiß. Oben biege ich von der Straße ab und folge einem Hinweis zum Teufelstein.
    Zunächst über eine Wiese, dann durch Wald, komme ich zum Aussichtspunkt Teufelstein, von wo ich einen Rückblick auf Harra und den beginnenden Stausee habe. Von hier geht ein Pfad am Hang entlang im Wald weiter.


    Dem Pfad im schattigen Wald folgend, bringt er mich zum Tunnelmund des Eisenbahntunnels, der hier den Berg durchsticht. Nur ist jetzt Ende mit dem schönen Pfad. Es hilft nichts, ich muss im Wald weiter den Berg hoch und dann am Waldrand über eine Wiese laufen bevor ich wieder einen schmalen Weg erreiche.




    Dieser verläuft nun flach durch den Wald, ist angenehm zu gehen und ich komme gut vorwärts. Zwischendurch habe ich auch mal einen Blick über den Stausee, der meistens von den Bäumen verdeckt wird. Nach der nächsten Straße wird der Weg leider zu einem breiter Schotterweg und es ist dadurch nicht mehr so schattig. Ich spüre meine Blasen und gehe hauptsächlich auf den Außenkanten der Füße.
    Einige Kilometer weiter, an einer Halbinsel ist eine breite Wiese am hier flachen Ufer. Das nutze ich um einige Minuten im See zu schwimmen. Das Wasser ist allerdings sehr warm, erfrischend ist es nicht gerade. Die Pause tut trotzdem gut.
    Im Folgenden muss ich die lang gezogene Bucht eines Zuflusses umgehen, bevor ich diesmal flach einer schmalen Teerstraße entlang des Sees folgen kann. Es ist eine Regatta ausgeschildert, mir kommen viele Autos entgegen.


    Ich hatte eigentlich auf eine Gaststätte gehofft um zu rasten, nur hat diese augenscheinlich bereits länger geschlossen. Das war also nichts. Zu meinem Glück ist die Veranstaltung mit der Regatta. Nur ein paar hundert Meter weiter ist das Bootshaus des Rudervereins, der die Regatta ausrichtet. Das Rennen im Achter mit Steuermann ist bereits vorbei, der Verpflegungsstand ist noch in Betrieb. Ich trinke erst mal wieder ein Radler gegen den größten Durst, danach einen Kaffee und leiste mir einen Kuchenteller auf dem sechs kleine Stücke der verschiedenen Kuchen sind.
    Währenddessen findet die Siegerehrung statt und alle Leute schauen dabei zu, nur ich bleibe sitzen, trinke den Kaffee und will die Kuchen essen. Wieder habe ich keinen Appetit. Ich sitze vor dem Kuchenteller und muss mich zwingen, die einzelnen Stücke zu essen. So etwas habe ich noch nicht erlebt, selbst letztes Jahr in Slowenien, wo es die letzten Tage auch so heiß war, konnte ich essen.
    Irgendwann habe ich den Teller leer gegessen, kaufe mir noch eine Flasche Mineralwasser um meine Wasservorräte aufzufüllen und gehe weiter.


    Jetzt geht der Weg eben fast am Ufer entlang, die "Bad Lobenstein" ein Passagierschiff liegt am Ufer. Bald erreiche ich den schattigen Wald, ein paar hundert Meter weiter steht eine Bank am Wegrand und ich nutze sie für eine halbe Stunde Schlaf. Leider stören die Motorboote auf dem See mit ihren Lärm.


    So erhebe ich mich wieder, kann noch ein Stück flach am See entlang wandern, bevor der Anstieg zum Heinrichstein beginnt. Der Weg steigt lange am Hang hoch und mit dem schweren Rucksack auf dem Rücken muss ich mich plagen, um denAnstieg zu bewältigen. Oben angekommen bin ich durchgeschwitzt.




    Ich stelle meinen Rucksack auf einer Bank an der Schutzhütte ab, verschnaufe und genieße den Ausblick auf die Schleife, die der Bleilochstausee hier macht. Wirklich ein schöner Aussichtspunkt. Dann trage ich mich in das aufliegende Gipfelbuch ein. Während dessen kommen zwei Frauen von oben zum Heinrichstein und ich bitte eine von ihnen ein Bild von mir zu machen.


    Schließlich schultere ich meinen Rucksack wieder und steige die restlichen Höhenmeter den Hang hoch. Bald komme ich aus dem Wald, wo mich die brennende Sonne empfängt. Dafür habe ich einen weiten Blick über die großen Felder und sich auftürmende Wolken. Für heute Nacht sind Gewitter vorhergesagt. Anscheinend baut sich da gerade eins auf.


    Kurz vor Zoppoten sehe ich einen Fuchs über eine Wiese laufen und zwischen den Bäumen verschwinden, nachdem er mich bemerkt hat. Das Dorf Zoppoten ist bereits zum größten Teil renoviert, die meisten Häuser sehen gut aus. Ein Gedenkstein erinnert an einen Todesmarsch am Kriegsende.
    Wie üblich ist es einfach in ein Dorf zu kommen, den richtigen Ausgang zu finden macht Probleme. So auch hier, ich gehe zweimal die falsche Straße, bis ich auf dem Feldweg nach Pöritzsch komme, der weite Ausblicke gewährt.


    Beim durchqueren des Dorfes fällt mir der kahle Wipfel des Maibaums(?) auf. Seltsame Bräuche gibt es hier in Thüringen, bei uns sind die Wipfel immer grün. Nach dem Dorf geht es nochmal leicht den Berg hinauf, bevor der Weg steil zum Stausee abfällt.


    Ein Stück wandere ich auf der stark befahrenen Straße, dann überquere ich den See auf der Brücke nach Saalburg. Die Hauptstraße zieht sich lange einen Hügel hoch. Es wird bereits Abend, deswegen ist es nicht mehr so brütend heiß zwischen den Häusern.


    Da ich gestern Abend so gut auf einem Campingplatz geschlafen habe, beschließe ich auch diese Nacht auf einen Campingplatz zu übernachten. Kurz nach Saalburg ist in der Karte ein Platz beim Dorf Kloster eingezeichnet. Dorthin gehe ich, sehe jedoch beim Näher kommen, dass dieser Platz gut belegt ist. Auf einer Halbinsel (links) stehen die kleinen Zelte und dort ist noch ein Fleck für mich frei.
    An der Anmeldung ist der Platzwart schon fort und es auf einem Zettel steht, dass der Platz voll ist. Da ich von weiten den freien Platz für mein kleines Zelt gesehen habe gehe ich rein, die Anmeldung hole ich dann Morgen nach.


    Auf der kleinen Halbinsel angekommen stelle ich mein Zelt auf. Die Erdnägel bekomme ich kaum in den Boden. Unter der Grasnarbe beginnt eine steinige Schicht und nur mit viel Drehen und Wenden kann ich das Zelt notdürftig ab spannen.
    Dann beginnt das übliche Abendprogramm: duschen; Currywurst essen; meine Blasen versorgen, die noch größer geworden sind.


    Die vorhergesagten Gewitter haben es sich anders überlegt. Es weht nur mal ein kühler Wind, sonst tut sich nichts. Ich unterhalte mich noch mit dem Paar im Nachbarzelt. Sie sind mit dem Rad in Minden losgefahren, die Weser und Werra aufwärts bis hierher und wollen nun die Saale abwärts fahren.
    Während es dunkel wird lege ich mich in den Schlafsack. Eine ruhige Nacht wird das nicht. Von Links höre ich die Anlage der HeavyMetall Freunde, von Rechts, etwas entfernt, die fröhlichen Gespräche einer beisammen sitzenden Gruppe. Als diese Geräusche verstummen beginnt in einem nahen Zelt jemand zu schnarchen. Das nächste mal übernachte ich wieder im Wald.


    4.Tag---------26.6.2016--------Abbruch---------22,2 km

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    Morgens bin ich am Grübeln, wie meine Wanderung weiter geht. Einerseits hat es abgekühlt, die große Hitze ist vorbei, andererseits machen mir meine Blasen immer mehr zu schaffen. Ich wandere praktisch nur noch auf den Außenrändern der Schuhsohlen. Heute probiere ich es noch mal, wenn die Schmerzen durch die Blasen nicht besser werden, breche ich ab.


    Ich verlasse den Campingplatz und damit gleichzeitig meine Wanderkarte. Von jetzt an wandere ich nach einer Straßenkarte, die geplante Route habe ich vorsichtshalber noch auf einem GPS-Gerät abgespeichert.
    Ein neu angelegter Radweg verläuft in meine geplante Richtung. Schon bald sehe ich das Hinweisschild zur "Steinernen Rose". Eine Stahltreppe führt vom Radweg den Hang hoch und über der Straße ist das interessante Steingebilde, dass tatsächlich an eine Rose denken lässt.


    Wieder zurück auf dem Radweg überquere ich einen Seitenarm des Stausees auf einer Brücke. Im Wasser spiegelt sich die Sonne, die heute angenehm scheint. Die Luft ist um einiges kühler als die letzten Tage.
    Am anderen Ufer verlasse ich den Radweg, über eine Wiese geht es in den Wald und entlang des Seitenarms fast wieder zurück bis zum Campingplatz.




    Ein Stück weiter ist die Staumauer des Bleilochstausees. Vor der Anlage ist eine Turbine des Kraftwerks aufgestellt. Die Staumauer, die ich überquere, ist beeindruckend hoch. Auf der gegen über liegenden Seite wandere ich auf einem Uferpfad bis zu einem Seitenarm. Hier verlasse ich den Stausee endgültig. Durch den Wald und über eine Kuppe erreiche ich nach ca einer Stunde den Burghammersee, den nächsten Stausee an der Saale.


    Über diesem Stausee thront das Schloss Burgk und spiegelt sich darin.




    Der Burghammersee hat nur eine kleinere Staumauer. Über seine schmale Dammkrone wandere ich zum Anstieg hinauf nach dem Schloss. Oben empfängt mich die Schlossgaststätte. Es ist gerade Mittag, so kehre ich ein und bestelle mir etwas zu essen. Da es heute nicht mir so extrem heiß ist, ist mein Appetit zurückgekehrt und ich habe keine Probleme beim Essen.
    Das Wandern heute Vormittag hat keinen Spaß gemacht, die Blasen schmerzen zu sehr. Ich beschließe heute mit der Wanderung aufzuhören und rufe meine schnelle Eingreiftruppe an. Wir verabreden uns für fünf Uhr in Ziegenrück.








    Ich mache noch einen Rundgang durch die Außenanlagen des frisch renovierten Schlosses. Von der Schlossmauer habe ich einen Rückblick auf die Staumauer des Burgkhammersees.


    Nach der Besichtigung verlasse ich das Schloss, gehe durch den Ort Burgk und komme am Saaleturm, einem neuen Aussichtsturm vorbei. Normalerweise steige ich auf jeden Turm, aber heute will ich das meinen Füßen nicht antun. So gehe ich ohne Turmbesteigung weiter.




    Auf dem Weg zu dem Dörfchen Dörflas habe ich schöne Ausblicke über das Land. Am Dorfrand ist ein Schild, das die kleinste Kirche Mitteldeutschlands bewirbt. Natürlich sehe ich mir diese an und grüble dabei über den Unterschied zwischen Kirche und Kapelle. Auf dem Gelände ist eine Sitzgruppe zum Rasten, die ich natürlich benutze.








    Nach dem Ort fällt der Weg lange ins Saaletal ab. Im Ort Walsburg erreiche ich diese und kann nun die letzten Kilometer eben auf einer schmalen Teerstraße gehen, um nicht zu sagen humpeln.
    In der Saale sehe ich einige Fliegenfischer stehen, am Wegrand krallen sich Bäume mit ihren Wurzeln an die Felsen und Gesteinsformationen bieten ein abwechslungsreiches Bild. Da ich die vereinbarte Zeit zum Treffen großzügig bemessen habe kann ich mich auch noch mal auf eine Bank legen und eine halbe Stunde schlafen.


    Direkt vor Ziegenrück ist noch ein altes Eisenbahnvaidukt, nur die Bahnlinie ist nicht mehr in Betrieb. Trotzdem gehe ich zum Bahnhof, der verlassen aussieht. Dort haben wir unseren Treffpunkt ausgemacht und zufälligerweise treffen ich und mein Rettungstrupp gleichzeitig ein.


    Die Fortsetzung der Wanderung gibt es hier:
    2016, Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseeen
    2017,Thüringen Ost; vom Wasser zum Himmel
    2018, Harz - Einmal im Leben
    2019, Auf dem E6 vom Harz zur Ostsee
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von blauloke; 31.01.2021, 07:52.
    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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    • peter-hoehle

      Lebt im Forum
      • 18.01.2008
      • 5140

      • Meine Reisen

      #3
      AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

      Danke Hermann für den schönen Bericht aus der Heimat.
      Thüringen ist eben ein abwechslungsreiches Gebiet.
      Seltsame Bräuche gibt es hier in Thüringen
      Hast du noch nie eine Birke ohne Blätter gesehen?
      Schade, das du in Ziegenrück abbrechen musstest.
      Aber nach der Tour ist vor der Tour.

      Gruß Peter
      Zuletzt geändert von peter-hoehle; 16.07.2016, 12:28. Grund: Schreibfehler
      Wir reis(t)en um die Welt, und verleb(t)en unser Geld.
      Wer sich auf Patagonien einlässt, muss mit Allem rechnen, auch mit dem Schönsten.

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      • Torres
        Freak

        Liebt das Forum
        • 16.08.2008
        • 27065

        • Meine Reisen

        #4
        AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

        Das tut mir ja leid mit Deinen Füßen, ich konnte Dein Leiden gut nachvollziehen. Gerade, wenn es so heiß ist, brennt das furchtbar. Schade, dass Du abbrechen musstest. Die Gegend ist mir weitgehend unbekannt, nur in der Umgebung von Nebra bin ich mal mit anderen Forumauten gepaddelt. Aber da Du ja bis Lübeck wandern willst, bin ich zuversichtlich, bald die Fortsetzung lesen zu können.
        Ach wie flüchtig, ach wie nichtig, ist der Menschen Leben. Wie ein Nebel bald entstehet und auch wieder bald vergehet, so ist unser Leben, sehet. (Franck 1652 / Bach 1724, Leipzig)

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        • EbsEls
          Erfahren
          • 23.07.2011
          • 416

          • Meine Reisen

          #5
          AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

          Danke für den eindringlichen Bericht! Es ist immer schön, über die eigene Heimat was zu lesen ... ich kann die Schmerzen besser nachfühlen

          PS: Letzten Herbst bei einer Saale-Eger-Radtour in entgegen gesetzter Richtung geradelt.
          • Möge der Zeltplatz in Harras eine Zukunft haben, war zu unserer Zeit sehr gepflegt, wenn auch noch die Logistik sehr schlank ist.
          • Das Dörfchen Dörlas ist ein zauberhafter Ort. Es gibt dort eine klitzekleine Herberge.
          Zuletzt geändert von EbsEls; 17.07.2016, 07:46. Grund: Schreibfehler korrigiert
          Viele Grüße aus Thüringen (oder von Sonstwo)
          Eberhard Elsner

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          • Scrat79
            Freak

            Liebt das Forum
            • 11.07.2008
            • 12029

            • Meine Reisen

            #6
            AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

            Ach herjemmineh. Das mit den Füßen hört sich wirklich nicht gut an.
            Aber der Rest der Tour sieht super aus.
            Dann schon mal für nächstes Mal viel Glück, dass die Füße dann wieder halten werden.
            Der Mensch wurde nicht zum Denken geschaffen.
            Wenn viele Menschen wenige Menschen kontrollieren können, stirbt die Freiheit.

            Kommentar


            • blauloke

              Lebt im Forum
              • 22.08.2008
              • 6441

              • Meine Reisen

              #7
              AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

              Ja war ärgerlich, aber an den Blasen war ich selber schuld.
              Hätte ich bei den ersten Anzeichen gleich meine alten Wandersocken angezogen und nicht noch einen Tag gewartet, dann wären die Blasen nicht so groß geworden.

              Die Wanderung werde ich auf jeden Fall fort setzen, jedoch erst nächstes Jahr.

              @peter-höhle: Kahle Birken habe ich schon gesehen, aber noch nicht an der Spitze eines Maibaums.
              Vor allem hat mich gewundert, dass die Birke auf einem anderen Stamm befestigt wurde.
              Bei uns nimmt man Fichten die entastet werden, nur am obersten Wipfel bleiben die Äste dran. Die bleiben auch länger grün.
              Aber das ist ja das schöne wenn man in Deutschland wandert. Es fallen einem immer wieder Bräuche oder Gebäude auf, die verschieden von der engeren Heimat sind.
              Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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              • stoeps
                Dauerbesucher
                • 03.07.2007
                • 537

                • Meine Reisen

                #8
                AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

                Vielen Dank für den schönen Bericht.
                Meine Frau und ich sind letztes Jahr den Fränkischen Gebirgswanderweg gegangen, d.h. "ein Dorf neben Naila" gestartet und dann nach Süden gewandert. So kamen mir manche Stellen Deines Anfangs bekannt vor – z.B. die Saale-Quelle.

                Gruß
                stoeps
                „The world's big and I want to have a good look at it before it gets dark.”
                ― John Muir

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                • GemeinsamDraussen
                  Fuchs
                  • 02.01.2015
                  • 1714

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

                  Schöner Bericht, danke.
                  (www.)gemeinsam-draussen.de = Susi & Ralf. Der User "GemeinsamDraussen" ist Ralf.

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                  • Sternenstaub
                    Alter Hase
                    • 14.03.2012
                    • 2518

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

                    habe jetzt erst deinen Bericht gelesen. Mir gefällt immer, wie unaufgeregt und nicht-spektakulär du deine Wanderungen beschreibst.
                    Jedenfalls klingt die Route wie eine, die man mal in Erwägung ziehen könnte.
                    freu mich, wenn es da irgendwann weiter geht.
                    Two roads diverged in a wood, and I—
                    I took the one less traveled by,
                    And that has made all the difference (Robert Frost)

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                    • OutofSaigon
                      Erfahren
                      • 14.03.2014
                      • 302

                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

                      Ich habe 16 Jahre meines Lebens, fast ein Viertel, im östlichen Oberfranken verbracht. So weckt dein Bericht mit der Nennung vieler mir so bekannter Namen bei mir nostalgische Gefühle.

                      Daß du solche Probleme mit deinen Schuhen und/oder Socken hattest, tut uns allen natürlich leid. Ich selbst kann mir so etwas kaum erklären - Blasen an den Füßen hatte ich wohl zuletzt vor etwa 40 Jahren.

                      Im übrigen stimme ich Sternenstaub zu: deine zurückhaltende Art zu berichten, gefällt mir ebenfalls sehr, und ich habe mich an deinem Schreibstil orientiert. Das Reißerische überlassen wir der Bild-Zeitung...

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                      • Wafer

                        Lebt im Forum
                        • 06.03.2011
                        • 5844

                        • Meine Reisen

                        #12
                        AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

                        Hallo Blauloke.

                        Bin gerade erst durch deinen Kommentar in meinem Bericht zum E1 nach Norden auf deinen Reisebericht in Richtung Norden aufmerksam geworden.
                        Wiedermal sehr schön zu lesen! Vielen Dank, dass du uns auf deiner Tour "mitnimmst"! In der Ecke war ich noch gar nicht unterwegs. Bin mal auf deine Wegplanung gespannt. Der E6 wird es wohl nur teilweise werden denn den hast du ja wohl auf dieser Tour bereits gekreuzt. Was ich dir auf jeden Fall empfehlen kann sind die Lauenburgischen Seen. Ich bin ja leider erst in Mölln eingestiegen. Aber die Etappe von dort bis zur Lübecker Bucht ist einfach nur grandios!
                        So, Abo steht und ich harre der Dinge, die da kommen werden!

                        Gruß Wafer

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                        • blauloke

                          Lebt im Forum
                          • 22.08.2008
                          • 6441

                          • Meine Reisen

                          #13
                          AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

                          Zitat von Wafer Beitrag anzeigen
                          Bin mal auf deine Wegplanung gespannt. Der E6 wird es wohl nur teilweise werden denn den hast du ja wohl auf dieser Tour bereits gekreuzt.
                          Gruß Wafer
                          Nächstes Jahr will ich zunächst nach Nebra, den Fundort der Himmelsscheibe, wandern und den Kyffhäuser noch mitnehmen.
                          Das Jahr darauf über den Harz und danach den E6 folgen bis Lübeck. Davor vereinigen sich ja, wie von dir beschrieben der E1 und der E6, und ich wandle dann auf deinen Spuren.
                          Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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                          • Rostocker
                            Erfahren
                            • 16.03.2011
                            • 115

                            • Meine Reisen

                            #14
                            AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

                            Zitat von blauloke Beitrag anzeigen
                            Nächstes Jahr will ich zunächst nach Nebra, den Fundort der Himmelsscheibe, wandern und den Kyffhäuser noch mitnehmen.
                            Das Jahr darauf über den Harz und danach den E6 folgen bis Lübeck. Davor vereinigen sich ja, wie von dir beschrieben der E1 und der E6, und ich wandle dann auf deinen Spuren.
                            Ist ein schöner interessanter Bericht, Danke!

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                            • Dogmann
                              Fuchs
                              • 27.09.2015
                              • 1020

                              • Meine Reisen

                              #15
                              AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

                              Ich hab mal die Tour vom Harz nach Eisenach gemacht , über den Kyffhäuser .
                              Hast sicher eine schöne Tour gehabt.
                              Macht freude mit zu dürfen!
                              Wo du dein Zelt auf geschlagen hast, hat niemand was gesagt?
                              Ich habe damals auch keinerlei Probleme damit bekommen.
                              Richtig wohl fühle ich mich nur draußen !

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                              • blauloke

                                Lebt im Forum
                                • 22.08.2008
                                • 6441

                                • Meine Reisen

                                #16
                                AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

                                Zitat von Dogmann Beitrag anzeigen
                                Wo du dein Zelt auf geschlagen hast, hat niemand was gesagt?
                                Ich habe damals auch keinerlei Probleme damit bekommen.
                                Bisher hatte ich noch nie Probleme beim freien Zelten im Wald. Entweder hat mich noch keiner gefunden oder es hat sich keiner dran gestört. Wobei ich schon darauf achte, etwas versteckt mein Zelt auf zu stellen. Ich mache auch grundsätzlich kein Lagerfeuer und lasse nichts herum liegen.
                                Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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                                • Melolini
                                  Gesperrt
                                  Neu im Forum
                                  • 13.11.2016
                                  • 3

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  AW: [DE] Vom Fichtelgebirge zu den Saalestauseen

                                  Klasse Bericht! Ich war selber auch mal im Fichtelgebirge campen und fand es wunderschön dort.

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