[DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

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  • Wafer

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    • 06.03.2011
    • 6732

    • Meine Reisen

    #21
    AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

    5. Tag: Kniebis - Brandenkopf
    Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.

    Sonntag, 28. Mai 2017
    Strecke: 24 Km – Etappe: 77 Km - Gesamtstrecke: 129 Km
    Höhenunterschiede: ↑ 625 m, ↓ 650 m
    Gehzeit: 7 h

    Nach dem Frühstück werde ich zurück zur Alexanderschanze gebracht, wo der E1 / Westweg vorbei führt. Guter Service!
    Wie es aussieht verläuft der Weg heute deutlich mehr im Wald als gestern und es gibt mehr Schatten. Das verspricht angenehm zu werden.


    Start bei Kniebis auf breiteren Waldwegen

    Durch das Wandern im Wald reduzieren sich aber leider auch die Aussichten. Trotzdem gibt es natürlich genug zu sehen. Langweilig wird es nicht!


    Es blüht am Wegesrand

    Der Weg hält ungefähr die Höhe und führt dicht an den Bergkuppen entlang. In der Gegend vom Bauernkopf gibt es einen Startplatz für Gleitschirmflieger. Da kann man ganz gut nach Westen schauen.


    Peterstal und Rheintal

    Was mir auffällt: Hier gibt es recht viele Unterstands- bzw. Schutzhütten. Die sind in der Regel auch sehr gut in Schuss. Für Zeltwanderer sicher nicht schlecht.


    Einige der vielen Unterstandshütten

    Ab der Holzwälder Höhe (966 m) werden die Wege wieder etwas kleiner. Sehr schöne Wanderwege und gut zu gehen.


    Der Westweg zwischen Kniebis und Glaswaldsee

    Als der Weg in Richtung Glaswaldsee abbiegt wird es wirklich schön!


    Es geht zum Glaswaldsee

    Der Glaswaldsee ist wieder so ein kleiner dunkler See, der direkt unter einer Steilwand liegt, an der der Weg entlangführt. Aber bis auf den Aussichtspunkt auch für Nicht-Schwindelfreie gut zu gehen!


    Der Glaswaldsee

    Nach dem Glaswaldsee geht es abwärts. Erst moderat und dann aber recht zackig. Auf halbem Weg zur Straße liegt der Juliusbrunnen am Weg.


    Der Juliusbrunnen

    Hier treffe ich den ersten Weitwanderer auf dieser Etappe. Er kocht sich gerade sein Essen. Er ist seit Pforzheim unterwegs und will am Stück bis Basel wandern. Ich wünsche ihm viel Erfolg und weiterhin gutes Wetter!
    An der Freiersberghütte (733 m) kreuze ich eine Straße.


    Das Freiersberger Tor

    Auf der anderen Seite der Straße müssen die soeben verlorenen Höhenmeter mühsam wieder beschafft werden. Aber es geht zum Glück nicht ganz so steil rauf wie gerade runter.


    Hier hat es schon ausgeblüht

    An der Littweger Höhe (850 m) habe ich die meisten Höhenmeter dann wieder.


    An der Littweger Höhe

    Auf Forststraßen geht es weiter ohne viele Höhenunterschiede. Der einzige Vorteil solcher Wege sind die sporadischen Aussichten wenn die Bäume mal nicht ganz so dicht stehen.


    Toller Ausblick vom Hahnenkopf nach Süden

    Ein paar Meter weiter komme ich an einer Lichtung aus dem Wald heraus. Da stehen ein paar Stühle am Waldrand.


    Rastplatz am Harkhof

    Die Stühle sind übermannshoch und wohl nur als Blickfang gedacht. Ich zumindest kann keinen konkreten Zweck derselben erkennen. Auch im Internet konnte ich zu diesen Kunstwerken nichts finden.
    Kurz dahinter liegt der Harkhof. Ein Bauernhof, der bestens auf die Wanderer vom Westweg eingerichtet ist. Gerade wird mal wieder angebaut.
    Ich lasse mich nieder und esse zu Mittag. Mit toller Aussicht von der Terrasse.


    Mittagspause am Harkhof

    Nach anderthalb Stunden mache ich mich wieder auf die Socken. Mühsam trage ich den schweren Bauch wieder aus der Senke hinauf, in der der Hof liegt. Über die Lichtung geht es auf der anderen Seite wieder in den Wald.


    Ginster

    Nach wenigen Kilometern treffe ich bereits auf die nächste Hütte: Die Kreuzsattelhütte. Sie wird von einem lokalen Verein bewirtschaftet. Übernachten kann man hier aber nicht. Eine gute Gelegenheit nochmal eine kleine Pause ein zu legen. Hier treffe ich auch den Weitwanderer vom Juliusbrunnen wieder. Wir unterhalten uns noch ein wenig und ziehen gemeinsam weiter.
    Kurz hinter der Hütte trennen sich unsere Wege aber schon wieder. Er hat vor noch bis Hausach zu wandern. Ich selber halte auf das Wanderheim auf dem Brandenkopf zu.
    Es wird vom Schwarzwaldverein betrieben und liegt eigentlich etwas abseits des Hauptweges des Westweges. Eine Variante dorthin ist aber ausgeschildert. Rund um den Brandenkopf steht das eine oder andere Windrad.


    Manchmal sieht man nicht ganz so weit

    Bevor man aber dort oben ankommt muss man nochmal einige Höhenmeter aufsteigen. Nicht sehr steil aber stetig. Als ich oben nassgeschwitzt ankomme stehen etliche Autos auf dem Parkplatz vor dem Gasthof (945 m). In meiner Karte kann man das zwar nicht klar erkennen aber hier rauf kann man auch mit dem Auto fahren.


    Der Turm am Brandenkopf mit Gasthof

    Ich lasse mich in der Sonne nieder und genieße den Rest vom Nachmittag. Schön hier! Ich drehe noch eine Runde um die Hütte.


    Hier wird noch emsig gearbeitet

    Ich besteige natürlich auch den Turm. Tolle Sicht! Hier werde ich zum Sonnenuntergang nochmal rauf kommen. Vorher gibt es aber nochmal eine Kleinigkeit zu Essen. Es ist schließlich schon wieder Abendbrotzeit.


    Der Blick auf den Brandenkopfturm beim Abendessen

    Erstaunlich wie schnell doch so ein Nachmittag vergeht. Viel zu schnell geht die Sonne unter. Nicht aber ohne vorher nochmal festgehalten worden zu sein. Diesmal war ich pünktlich oben!


    Sonnenuntergang am Brandenkopfturm

    Gegen 22 Uhr werden wir 2 Wanderer alleine gelassen. Die Wirtsleute bleiben hier nicht über Nacht oben. Die Zimmer sind sehr gut und als ich im Bett liege dauert es auch nicht lange und ich bin eingeschlafen.
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    Zuletzt geändert von Wafer; 28.11.2020, 23:15.

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    • Wafer

      Lebt im Forum
      • 06.03.2011
      • 6732

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      #22
      AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

      6. Tag: Brandenkopf – Hausach
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      Montag, 29. Mai 2017
      Strecke: 14 Km – Etappe: 91 Km - Gesamtstrecke: 143 Km
      Höhenunterschiede: ↑ 250 m, ↓ 950 m
      Gehzeit: 3 h

      Leider geht meine verfügbare Zeit für diese Wanderung schon wieder zu Ende. Heute muss ich wieder heim. Kein Grund mich hetzen zu lassen. Erstmal wird in Ruhe gefrühstückt.


      Der Brandenkopfturm beim Frühstück

      Dann ziehe ich los. Was mir hier an der Variante gut gefällt: Die Wege sind etwas kleiner und gleichen eher dem, was ich mir unter Wanderwegen vorstelle.


      Auf kleinen Wegen geht es durch den Schwarzwald

      Am Hirzwasen (735 m) treffe ich wieder auf den Hauptweg des Westweges. Ich finde der Abstecher hat sich absolut gelohnt!


      Spinnenweben in den Zweigen

      Über schöne Wege geht es weiter über den Burzbühl (713 m) zum Hohenlochen (688 m).


      Aussicht am Hohenlochen nach Osten

      Direkt hinter dem Gipfel liegt die Lochenhütte mit toller Aussicht. Leider ist diese Hütte zu.


      An der Lochenhütte

      Es geht abwärts zum Osterbachsattel (438 m).


      Am Osterbachsattel

      Hier liegt auch der Käppelehof, wieder ein Bauernhof, der auch als Gasthof agiert. Aber leider ist er geschlossen. Irgendwie bin ich vielleicht doch noch nicht in der Hauptsaison.


      Der Käppelehof hat leider geschlossen

      Das Wandern ist hier sehr kurzweilig weil der Weg sehr abwechslungsreich ist. Mal Wald, mal Wiese, mal was zu sehen ...


      Am Weißen Kreuz oberhalb von Happach

      Kurz hinter dem Weißen Kreuz führt der Weg mich am Waldrand entlang und biete mir einen tollen Blick aufs Kinzigtal.


      Blick nach Osten ins Kinzigtal

      Ein paar Meter weiter liegt ein Hof.


      Der Dohlenbacher Hof oberhalb von Wolfach

      Und schon geht es wieder aufwärts. Der Hofberg über Wolfach will erstiegen werden. Auf dem Weg ist wenig los.


      Eine blinde Schleiche

      Kaum hat man den Hofberg erreicht – man sieht kaum etwas weil er recht zugewachsen ist – geht es auf der anderen Seite wieder etwas abwärts. Das nächste Ziel ist der Spitzfelsen (577 m). Ein Hausberg von Hausach.


      Übergang vom Hofberg zum Spitzfelsen

      Oben gibt es sogar Felsen. Das verleiht eine alpine Note. Aber nur eine sehr kleine!


      Der Spitzfelsen

      Und keine Bäume am Gipfel, das bedeutet freie Sicht. Im Tal liegt mein heutiges Ziel: Hausach.


      Hausach im Kinzigtal

      Ich schlage in der DB-App nach wann ein passender Zug fährt. Ich staune über die gute Anbindung. Stündlich kommt man von hier weg. Also muss ich gar nicht großartig planen. Also lasse ich mir noch etwas Zeit und genieße den Talblick. Echt schön hier!
      Der Abstieg gestaltet sich dann überraschend steil.


      Abstieg nach Hausach

      Erst durch den Wald und dann aber auch über Wiesen. Die werden zwar gemäht aber nicht alle. Dafür sind sie wohl zu steil. Kurz bevor ich unten bin hat man nochmal einen sehr schönen Blick auf Hausach. Der Berg am anderen Ende des Ortes wird der erste sein, den ich bei meiner nächsten Etappe zu bewältigen habe.


      In Hausach endet diese Etappe

      Der Bahnhof von Hausach liegt dann auf 240 Höhenmetern. Der Rhein, in den die Kinzig mündet liegt gerade mal 90 Meter tiefer. Die Berge sind hier in der Region zwar nicht sehr hoch aber die Täler sind dafür sehr tief! Ein Thermometer am Bahnhof zeigt 30°C. Ganz schön warm hier – und ganz ohne Wind.
      Die Kinzigtalbahn bringt mich nach Freudenstadt und ein Bus nach Kniebis zum Auto. Schade, dass die Zeit schon wieder rum ist. Das war grandios – und mal wieder viel zu kurz. Bei dem Wetter könnte ich gerade weiterwandern. Aber das muss wohl auf ein andermal warten.
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      Zuletzt geändert von Wafer; 28.11.2020, 23:15.

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      • Wafer

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        • 06.03.2011
        • 6732

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        #23
        AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

        Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.
        Hier nun die Gesamtetappe von Forbach bis Hausach.
        Übrigens: Unterwegs war ich mit den Freizeitkarten von Baden-Württemberg. Von Forbach bis zum Mummelsee ist alles auf der Karte 501 Baden-Baden (ISBN 978-3-89021-594-5) drauf und ab dem Mummelsee auf der Karte 503 Offenburg (ISBN 978-3-89021-596-9).
        Ich wünsche viel Spaß beim Wandern!
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        Zuletzt geändert von Wafer; 28.11.2020, 23:15.

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        • Wafer

          Lebt im Forum
          • 06.03.2011
          • 6732

          • Meine Reisen

          #24
          [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

          Dritte Etappe

          Dieses Jahr im Frühjahr ergab es sich, dass ich einen Freitag frei bekam und das anschließende Wochenende auch. Das Wetter war sehr gut und so viel die Entscheidung nicht schwer: Es geht mal wieder auf den Westweg!
          Genau für solche Kurzzeit-Wanderungen habe ich diese heimatnahe Wanderung ja mal angefangen.
          Ich telefoniere noch mit einem Freund, der letztes Jahr auf der Südalpenweg-Wanderung teilweise auch dabei war. Er hat Lust aber am Freitag noch keine Zeit. Er will dann später einsteigen. Also ab ins Auto und an den letzten Etappenort Hausach gefahren. Das gegurke durch den Schwarzwald ist zwar sehr schön frisst aber einiges an Zeit. Sooo heimatnah ist das dann wohl auch nicht mehr.

          7. Tag: Hausach – Silberberg (Schonach)
          Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.

          Freitag, 15. Juni 2018
          Strecke: 22 Km – Etappe: 22 Km - Gesamtstrecke: 165 Km
          Höhenunterschiede: ↑ 1.300 m, ↓ 550 m
          Gehzeit: 6 h 30

          Das Auto steht in Hausach hinter dem Bahnhof. Davor gab es zwar Parkplätze aber kostenpflichtig und mit eine Zeitbeschränkung. Der Blick geht zuerst zum Spitzfelsen hinauf – dem letzten Gipfel auf der letzten Etappe. Hier im Tal ist es gut warm. Ich hoffe das legt sich, es soll schließlich erstmal stramm aufwärts gehen.


          Start in Hausach

          Durch das Städtle geht es gen Westen. Hausach hat erstaunlich viel Shoppingmeile. Scheint ein zentraler Ort hier im Mittleren Schwarzwald zu sein. Hinter den letzten Häusern der „Innenstadt“ geht es dann links weg und im Zick-Zack hinauf zur Burg Husen.


          An der Burg Husen oberhalb von Hausach

          Diese hatte ich letztes Jahr vom Spitzfelsen und während des Abstiegs schon liegen sehen. Leider hat es ein Jahr gedauert bis ich wieder auf den Weg gekommen bin. Aber jetzt ist es ja soweit!
          Die Ruine der Burg Husen, die auf das 12. Jahrhundert zurückgeht, ist sehr schön hergerichtet. Und an der Infrastruktur ist zu erkennen, dass hier auch mal Veranstaltungen stattfinden.


          Blick auf Hausach mit dem Spitzfelsen im Hintergrund

          Der Westweg ist hier gut ausgeschildert. Direkt hinter dem alten Turm führt der Weg in den Wald hinein und dann stetig aufwärts. Hier im Schatten ist das sehr angenehm zu gehen. Und ab und zu laden Sitzgruppen zur Pause ein.


          Einladung zur Rast

          Oberhalb von Breitenbach zieht der Weg oberhalb der Wiesen entlang. So kann man schon mal sehen was einen noch erwartet: Noch einige Meter bis hinauf zum Farrenkopf. Auf schönen Wegen geht es weiter.

          Auf dem Weg zum Farrenkopf hinauf

          Am Haseneck geht es dann mal ein Stück eben entlang. Sogar ein paar Meter abwärts. Aber nur ganz kurz bevor es die letzten Meter hinauf geht.


          Am Haseneck

          Die Stadtkapelle am Haseneck ist leider Selbstbedienung. Bei meiner musikalischen Begabung bleibe ich alleine solange ich Spiele.
          Gleichmäßig zieht der Weg weiter hinauf. Ab und zu hat man mal eine Möglichkeit mit einem Blick über die Höhen des Schwarzwaldes zu kontrollieren was man schon geschafft hat.


          Sporadische Ausblicke auf die Hänge des Schwarzwaldes

          Je nachdem wie viel Sonne durch das Dach des Waldes kommt variiert die Botanik darunter. In tieferen Lagen findet man öfter mal Beeren: Heidelbeeren und Erdbeeren.


          Walderdbeere

          Blühende Vertreter findet man auch noch weiter oben vor.


          Flora und Fauna im Hochschwarzwald

          Und dann ist man plötzlich oben am Farrenkopf (789 m). Man merkt gar nicht, dass man am Gipfel ist. Der Weg wird mal kurz eben und es steht eine Hütte neben dem Weg. Dass man am Gipfel ist merkt man erst daran, dass der Weg hinter der Hütte nicht noch weiter hinauf geht sondern wieder hinunter.


          Die Hasemannhütte auf dem Farrenkopf

          Die Hütte ist deutlich besser ausgestattet als die üblichen Schutzhütten dieser Gegend: Es gibt einen großen Raum mit Holzboden und Tischen und Stühlen und einen Dachboden unter dem Dach in dem sogar einige Matratzen liegen. Direkt vor der Hütte eine Grillstelle mit Ausblick inklusive.


          Auf dem Farrenkopf

          Ab hier geht der Weg dann ständig auf und ab. Denn: der höchste Punkt ist heute noch immer nicht erreicht. Es geht zum Schorenkopf zunächst mal knappe 200 Höhenmeter abwärts um dann wieder zum Schorenkopf (725 m) hinauf zu ziehen.


          Zwischen Schorenkopf und Scheibeneck

          Irgendwann stelle ich fest, dass ich gar nicht so weit hätte runter müssen. Denn statt der Roten Raute hängen hier nur noch gelbe. Und das schöne Schild, dass ich auf dem Winterweg des Westweges sei, der von Oktober bis März zu benutzen sei. Das kommt von der Eisbruchgefahr, die von den Rotoren der riesigen Wildräder herrührt. Aber dass hier im Schwarzwald wirklich 6 Monate so kalter Winter herrscht, dass sich Eiszapfen an den Rotorblättern entwickeln können? Da sind einem Sicherheitsfanatiker irgendwo wohl die Gäule durch gegangen!


          Westwegimpressionen

          Zurück auf dem Westweg geht es von Bergkuppe zu Bergkuppe. Immer ist die nächste etwas höher als die vorherige.
          Ein kleines Schild am Weg macht hat mich auf ein Kolpinghaus aufmerksam. Leider kommt das Haus seiner ursprünglichen Aufgabe nicht mehr ganz nach: Es ist nur sehr sporadisch offen aber es ist weder bewirtschaftet noch kann man dort übernachten. Ich habe Glück: Zwei Mitarbeiter schottern den kleinen Vorplatz und verlegen Platten. Sie verkaufen mir Getränke. So wird das eine ganz gemütliche Pause.


          Pause an der Kolpinghütte bei der Hirschlachschanze

          Wenn die Hütte zu ist, dann ist diese Etappe eine der längsten ohne eine bewirtschaftet Hütte.
          Ich reiße mich los und ziehe weiter. Zum Huberfelsen ist es laut Karte nicht mehr sehr weit.


          Da geht's lang zum Huberfelsen

          Dieser entpuppt sich dann als grandioser Aussichtsfelsen. Ein kleiner Steig führt außen um den Fels herum und auch auf ihn hinauf. Oben hat man dann eine grandiose Aussicht.


          Am Huberfelsen

          Jetzt geht es Schlag auf Schlag: ein paar Meter weiter sind die Fährlefelsen. Aber bei weitem nicht so imposant wie der Huberfelsen. Der dann folgende Karlstein ist dann wieder richtig toll. Von hinten kommt man an ihn heran.


          Aufstieg auf den Karlstein

          Oben ist ein Gedenkstein aufgestellt. Der Blick geht weit über die Hochebene des Hochschwarzwaldes. Imposante Gipfel sind von hier eigentlich keine zu sehen.


          Der Karlstein

          Knapp dahinter liegt dann das Hotel und Restaurant „Schöne Aussicht“. Hier kehre ich ein. Leider ist es schon so spät, dass ich nur noch die Vesperkarte bekomme. Aber auch da ist ein Hirschgulasch mit Spätzle drauf. Na also – geht doch! Nach einer guten Stunde rolle ich dann wieder weiter. Zum Glück sind jetzt kaum noch Höhenmeter zu bewältigen.
          Immer in der Nähe einer kleinen Strasse führt der Westweg respektive der E1 dahin. Ab dem Gasthaus Rensberg dann auch wieder weiter von der Strasse weg.
          Ich hatte vorhin schon nach einer Unterkunft telefoniert. Die Wilhelmshöhe ist voll. Aber in der Schönen Aussicht wurde mir ein Gasthof am Silberberg ans Herz gelegt. Da sei ein alter Bauernhof in toller und ruhiger Lage, der sehr gute Gästezimmer habe und direkt am Weg läge.


          Hier stand mal ein Schwarzwaldhof

          2 Km vor der Wilhelmshöhe komme ich dann aus dem Wald und ein schöner Hof liegt rechts am Wegesrand. Silberberghof steht dran. Auf der Terrasse sitzt schon ein Weitwanderer, den ich vorhin schon mal getroffen habe. Er wollte eigentlich noch deutlich weiter. Aber die tolle Lage und die ruhige Stimmung auf der Terrasse hat ihn dazu bewegt hier hängen zu bleiben.
          Ich checke ein und setze mich zu ihm. Gemeinsam genießen wir den weiteren Verlauf des Nachmittages.


          Abendlicher Ausblick am Silberberg

          Es gesellt sich noch ein Paar zu uns, die eigentlich auch weiter wollten aber auch bei ihnen hat das gemütliche Haus sie zum Bleiben bewegt.
          Der Weitwanderer ist in Köln gestartet, ist den ganzen E1 über Westerwald, Taunus und Odenwald hierher gelaufen und will in Konstanz auf den E4 oder E5 abbiegen. Ab der Memminger Hütte soll es dann definitiv der E5 werden und er will bis Ende August bis nach Verona wandern. Ich wünsche ihm auf diesem Wege noch viel Erfolg.


          Sonnenuntergang am Silberberg

          Der Abend neigt sich dem Ende zu, sprich: Die Sonne geht langsam unter. Die Kühe, die von der Terrasse aus in Blickweite grasen, machen sich davon in Richtung Stall. Wir plaudern noch ein wenig und als die Sonne ganz weg ist gehen auch wir zu Bett.
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          Zuletzt geändert von Wafer; 28.11.2020, 23:15.

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          • Wafer

            Lebt im Forum
            • 06.03.2011
            • 6732

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            #25
            AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

            8. Tag: Silberberg (Schonach) – Kalte Herberge
            Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.

            Samstag, 16. Juni 2018
            Strecke: 25 Km – Etappe: 47 Km - Gesamtstrecke: 190 Km
            Höhenunterschiede: ↑ 600 m, ↓ 500 m
            Gehzeit: 6 h

            Mit einem guten Frühstück starten wir in den Tag. Ich ziehe mit dem Weitwanderer gegen viertel vor 9 los. Es ist noch recht still auf dem Weg. Am nächsten Bauernhof werden wir vom Gockel vom Brunnen vertrieben.


            Ein guter Start in den Tag

            Wir halten auf die Wilhelmshöhe zu. Der Weg ist gut markiert. Die Wegwarte scheinen hier bei kalten Wintern viel Zeit zu haben. Sie schnitzen ihre Wegzeichen teilweise selber.


            Liebevolle Wegpflege am Westweg

            Die Wilhelmshöhe ist nach 2 Km schnell erreicht. Hier warte ich auf meinen Mitwanderer. Er stößt heute Morgen zu mir. Er will sein Auto in Triberg am Bahnhof parken und mit dem Bus hierher fahren. Derweil verabschiede ich mich von dem Weitwanderer. Das war eine sehr angenehme Gesellschaft! Hoffentlich sehe ich ihn mal wieder!


            Das Tor an der Wilhelmshöhe

            Gegen 9 Uhr 30 kommt mein Mitwanderer und wir machen uns auf den Weg. Hier oben scheint es viel Feuchtigkeit zu geben. Die Bohlenwege sprechen eine deutliche Sprache. Es blüht auch sehr viel am Wegesrand.


            Wilde Lupinen

            Der Westweg ab der Wilhelmshöhe ist sehr kurzweilig und abwechslungsreich: Mal geht es durch Wälder, mal über Wiesen, Hochmoore sind auch dabei ... Ähnlich sieht es bei den Wegen aus: Mal Teer, mal Waldwege, mal breitere Schotterwege, dann wieder kleine Pfade oder eben auch Bohlenwege über die Hochmoore. Gefällt mir!


            Kleiner See am Wolfbauernhof

            Wie feucht es hier oben auf der Hochfläche des Schwarzwaldes ist zeigen die vielen kleinen Seen, die in der Landschaft versteckt liegen. Ein Bohlenweg führt uns zu einem absoluten Sahnestück: Dem Blindensee.


            Bohlenwege führen durch Hochmoore ...


            ... zum Blindensee

            Ein Traum! Wenn man allerdings den Kopf ein wenig weiter dreht platzt die Illusion einer rundherum intakten Natur.


            Stilbruch am Blindensee

            Demnach scheint es auch hier manchmal ziemlich zu blasen. Heute merkt man davon aber nix. Angenehm warm ist es. Hier im Halbschatten im lichten Wald des Hochschwarzwaldes genau richtig.
            Beim Fotos machen sollte man allerdings aufpassen! Wenn man zwecks optimalem Bildausschnitt einen Meter rückwärts tritt, liegt man ganz schnell im Hochmoor. Das ist herrlich kühl und beschert nasse Klamotten. Ich hab’s ausprobiert!


            Genusswandern im Hochschwarzwald

            Immer wieder kommt man durch kleine Weiler. Häufig nur eine Ansammlung von ein paar Schwarzwaldhöfen. Manchmal sind aber auch normale Häuser dabei. Wie in Farnberg.


            Farnberg

            Jetzt geht es tendenziell eher mal wieder aufwärts. Durch den Wald geht es zur Elzquelle. Sie liegt allerdings nicht, wie ein Schild vermuten lässt, direkt am Weg sondern da muss man schon noch ein paar Meter durch den wilden Wald.
            An der Martinskapelle fehlt schon nicht mehr viel zum höchsten Punkt von heute. Hier liegt auch die Quelle der Breg. Wer kennt sie nicht, die Breg? „Brigach und Breg bringen die Donau zuweg“ Da hat das Wasser, das hier so lieblich vor sich hinplätschert aber noch einiges vor.
            Es geht wieder in den Wald und hinauf zu den Günterfelsen.


            Die Günterfelsen

            Mitten im Wald bilden Sie mit 1.132 Höhenmetern wieder einen Höhepunkt. Aber mit Aussicht ist hier nicht viel los. Also ziehen wir weiter. Am Brend (1.149 m) wollen wir in einem der beiden Lokale Mittagspause machen. Es ist auch nicht mehr weit und wir kommen an dem geschlossenen Wanderheim vorbei. Damit ist die Entscheidung, wo wir essen werden auch getroffen: Hier nicht!
            Auch immer wieder faszinierend: die Flora und Fauna auch im Kleinen! Hier im Hochschwarzwald gibt es in jeder Richtung was zu sehen!


            Leben am Wegesrand des Westwegs

            Ein paar Meter weiter haben wir dann mit dem Brend den höchsten Punkt für heute erreicht. Das Ausflugslokal direkt neben dem Turm ist offen, gut und gut besucht.
            Nach dem Essen besteigen wir natürlich den Turm am Brend.


            Der Aussichtsturm am Brend

            Sehr hoch ist er ja nicht, der Turm. Aber man kommt gerade so über die umstehenden Bäume. Die Aussicht lohnt die kleine Mühe den vollen Magen hier herauf zu wuchten.


            Die Aussicht am Brend

            Man sollte kaum glauben, dass man hier einiges über der 1.000-Höhenmeter-Marke ist. Der Hochschwarzwald ist hier ziemlich eben aber eben recht hoch. Leider ist es mit der Fernsicht heute nicht so weit her.
            Für uns ist hier heute ziemlich genau Halbzeit. Wir ziehen weiter und der Westweg führt am Waldrand wieder etwas abwärts.


            Abstieg vom Brend

            Auf einem Bergrücken zieht der Weg weiter. Mal auf Feldwegen und mal geteert auf Furtwangen zu bzw. knapp daran vorbei. Wir sehen die Stadt im Tal vor uns liegen bleiben aber auf der Höhe.


            Es geht nach Neueck

            In Neueck wollen wir einkehren. Hier werden wir aber kurz vor 14 Uhr des Hofes verwiesen. Man könne sich ja auf die Terrasse setzen. Da gäbe es auch einen Automaten ... Na prima! Wir vespern mitgebrachtes und machen uns recht schnell wieder auf den Weg um den letzten Teil für heute zu wandern.
            Die B500 ist genau ab Neueck bis zur Kalten Herberge gesperrt weil sie saniert wird. Damit ist der Verkehr ausgeschaltet und es wandert sich sehr gut auf der Strecke, die ab und zu mal recht nah an diese Hauptschlagader des Schwarzwaldes heranführt.
            Die Schwarzwälder scheinen auch sehr kreative Menschen zu sein. Heute Morgen habe ich schon die schönen geschnitzten Wegzeichen gesehen und hier geht es dann mit plastischer Kunst aus Holz weiter.


            Holzkunst am Westweg


            Der Vogel muss wohl vor Ort entstanden sein. Respekt!
            An Neukirch vorbei geht es auf und ab. Ein in der Karte eingezeichneter Skilift ist wohl nicht mehr in betrieb. Rentiert sich wohl nicht mehr. Am Schweizersgrund unterwandern wir die B500 und müssen die eben im Galopp verlorenen Höhenmeter mühsam wieder zurückerobern.


            Der Westweg kurz vor der kalten Herberge

            Hier gibt es wieder recht wenig Teer. Wirklich schöne Wege führen uns durch die Hügel des Hochschwarzwaldes. Irgendwann kann man dann das Tal sehen in dem sich unser heutiges Ziel versteckt.


            Da unten im Tal liegt die Kalte Herberge

            An den Schleppliften am Gegenhang kann man in etwa erkennen, wo die Herberge liegen wird. Also doch noch ein paar Meter. Aber zum Glück nur abwärts und auf sehr schönen Wegen.
            Die Herberge wird gerade renoviert. Wir bekommen ein tolles neues Zimmer. Und das Essen ist auch wirklich sehr gut. Hatte ich jetzt so nicht erwartet. Bei der Lage direkt an der B500 und im Führer als Etappenziel benannt. Also: Füße hoch, chillen, duschen und dann in den Biergarten und anschauen, was wir morgen vorhaben.
            Das war heute wieder ein sehr gelungener Tag. Genusswandern im Hochschwarzwald. Kein Wunder, dass der Westweg weit über die Grenzen von Baden-Württemberg bekannt ist.
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            Zuletzt geändert von Wafer; 28.11.2020, 23:15.

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            • enjoy
              Erfahren
              • 08.05.2018
              • 113

              • Meine Reisen

              #26
              AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

              Schöner Bericht und wunderschöne Fotos! Ich freu mich schon auf die Fortsetzung!

              Wir lieben den Schwarzwald!!
              Mehr über mich in Sehnsucht-Natur

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              • Wafer

                Lebt im Forum
                • 06.03.2011
                • 6732

                • Meine Reisen

                #27
                AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

                9. Tag: Kalte Herberge - Titisee
                Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.

                Sonntag, 17. Juni 2018
                Strecke: 22 Km – Etappe: 69 Km - Gesamtstrecke: 212 Km
                Höhenunterschiede: ↑ 400 m, ↓ 550 m
                Gehzeit: 5 h

                Nach gutem Frühstück brechen wir auf. Trödeln ist heute nicht angesagt. Ich muss heute noch bei Zeiten zuhause sein. Und die Rückreise verspricht langwierig zu werden. Die Bahnlinie von Titisee nach Donaueschingen läuft mit Schienenersatzverkehr. Auch hier steht eine Renovierung an. Und das soll noch bis ca. Oktober nächsten Jahren gehen. Also starten wir gegen 8 Uhr.


                Start in den Wandertag mit Sonne

                Und wieder sehen wir die Wegzeichen, die für den Fernskiwanderweg entworfen wurden. Das ist eine Langlaufloipe mit 100 Km Länge durch den Hochschwarzwald von Schonach zum Belchen. Schon gestern waren wir ab ca. der Martinskapelle auf diesem Weg unterwegs. Das geht einmal als Wettkampf – das ist der Rucksacklauf – oder eben ganz gechillt als Langlauftour über mehrere Tage. Ich glaube das muss ich mal machen. Die Idee gefällt mir sehr gut!
                Auch heute sind wir zunächst nicht weit von der B500 weg unterwegs. Im Wald geht es mal wieder aufwärts. Wir müssen ja wieder aus dem Tal raus, in dem die Herberge liegt.


                Blick auf den Hochschwarzwald am Lachenhäusle

                Beim Blick nach Westen geht der Blick in Richtung Rheintal. Aber auch heute ist mit Fernsicht nicht wirklich viel geboten. Braucht’s aber auch nicht – bei dem Blick über den Hochschwarzwald.
                Ansammlungen ab 3 Häusern haben hier bereits eigene Ortsnamen.


                Ruheckle

                Wald- und Wiesenwege wechseln hier ab. Kurzweilig geht es entlang der B500 gen Süd-Westen. Zum Glück meist in ausreichendem Abstand, so dass man von ihr nicht allzu viel hört.


                Typischer Schwarzwaldweg am Westweg

                Jetzt häufen sich die Gasthäuser wieder. Auf einer Strecke von 2 Km finden sich hier gleich 4 Stück. Man ist also nicht zwingend auf die in den Führern beschriebenen Etappen angewiesen. Es gibt ausreichend Alternativen.
                Aber nicht jeder hat verstanden, was Gastfreundschaft bedeutet: Solange im Innenraum noch Hausgäste frühstücken werden Wanderer weder im Haus noch auf der Terrasse bedient. Komische Philosophie!


                Gasthof zum Kreuz

                Wir machen unsere erst Rast dann eben ein paar Meter weiter. Schöne Ecken mit toller Aussicht gibt es hier oben reichlich!


                Pause am Hohlen Graben

                Hier gab es im 30-jährigen Krieg wohl mal eine große Kaserne und auch einige Scharmützel. Wie gut, dass wir in ruhigeren Zeiten leben!


                Denkmal zum 30-jährigen Krieg am Hohlen Graben

                Die weiteren Wege kommen wieder sehr abwechslungsreich und sehr wanderfreundlich daher. Der Westweg – und der E1 – werden vorrangig auf kleinen Pfaden entlang geführt. Jetzt auch immer häufiger wieder am Waldrand entlang.


                So geht Genusswandern im Schwarzwald

                Bei Thurner kreuzen wir ein letztes Mal die B500 und verlassen sie dann. Der noch in Benutzung befindliche Skilift von Thurner wird gekreuzt und es geht hinüber zum Doldenbühl. Auch hier meist am Waldrand entlang auf schönen Wegen.


                Am Doldenbühl

                Der Weg umgeht ein kleines Tal, in dem diverse Höfe liegen. Schwarzwaldidylle wie aus dem Bilderbuch.


                Schwarzwaldhöfe bei Einsiedel

                Es heißt immer, der Westweg sei überlaufen. Das kann ich auf meinen Touren eigentlich nicht bestätigen. Nun gut, ich bin bisher nie in der Hauptferienzeit unterwegs gewesen. Aber wirklich viele Wanderer habe ich bisher eigentlich nicht getroffen. Trotz bestem Wetter treffen wir auch heute nur vereinzelte Wanderer. Und das obwohl die Namensgebung für diesen Teil des Weges durchaus richtig ist.


                Panoramaweg - Der Name ist nicht falsch

                Es folgt wieder ein Stück im Wald und es geht weiter mit Feldern am Jockelshäusle.


                Einladung zur Pause am Jockelshäusle

                Oben auf dem Bergrücken biegt der Weg dann Richtung Süd-Ost ab und gewährt Ausblicke auf die Hauptgipfel des Schwarzwaldes.


                Der Feldberg hat seinen Gipfel leicht in den Wolken

                Unter uns liegt das Tal, in dem die B500 nach Hinterzarten hinunter führt. Die Höchsten Gipfel des Schwarzwaldes, der Feldberg (1.493 m) und das Herzogenhorn (1.416 m) liegen auf der anderen Seite. Weitere Sicht verhindert leider die etwas höhere Luftfeuchtigkeit. Nun, der Wetterbericht hatte auch was von vereinzelten Gewittern erzählt, aber wir bleiben heute von Regen verschont.
                Der Weg führt immer weiter hinauf. Als es dann von dem breiteren Weg weg auf einen kleinen Pfad geht wird es auch wieder etwas steiler. Dieser Weg führt hinauf zum höchsten Gipfel, den wir auf dieser Etappe ersteigen werden. Schöne Ausblicke inklusive.


                Blick nach Breitnau

                Dieser höchste Gipfel, Weißtannenhöhe (1.192 m), ist dann schon fast ein wenig enttäuschend.


                Der höchste Gipfel von heute kommt recht unspektakulär daher

                Es hält uns hier entsprechend nicht lang und wir wandern weiter gen Süd-Ost. Schöne Wege führen uns in Richtung Titisee. Meist jetzt abwärts.


                Auf dem Weg nach Heiligenbrunnen

                Über den dann folgenden Waldabschnitt, in dem sich Vollernter / Harwester ausgetobt haben, decken wir mal dezent den Mantel des Schweigens. Überleben gibt es aber zum Glück auch in dieser menschgemachten Wüste.


                Pilz

                An der Fürsatzhöhe verlassen wir den Wald und stehen auf einem gut gefüllten Parkplatz. Es scheinen dann doch einige unterwegs zu sein. Viele Pärchen verbringen den sonntäglichen Nachmittag hier oben auf unterschiedliche Weise.


                Vergnügliches Miteinander

                Hier zieht sich aber auch am Waldrand ein schöner Weg entlang, der uns dann nach Heiligenbrunnen führt. Das ist so ein kleiner Weiler mit einem Schwarzwaldhof, einem Gasthaus und einer Kirche.


                Heiligenbrunnen

                Hier gefällt es uns. Hier kehren wir ein! Wir kriegen einen Platz auf der Terrasse als gerade jemand geht. Als wir mal einen Blick in das Gasthaus werfen ist auch hier alles belegt. Da haben wir wohl Glück gehabt.
                Nach einem guten Essen mit tollem Ausblick satteln wir die Rucksäcke und machen uns auf den Weg ins Tal.
                Wir kommen noch an einem Wanderheim vorbei und dann geht es weiter abwärts. Zunächst auf naturnahen wegen und weiter unten, als es auf den Golfplatz zu geht, leider auch wieder auf Teer.


                Es geht auf Titisee unter den Skisprungschanzen von Hinterzarten zu

                Die sportliche Bedeutung dieser Region ist nicht zu übersehen.
                Wir kommen nach Titisee hinein und halten uns in Richtung Bahnhof. In dem Städtchen ist richtig was los. Viele Touristen schieben sich durch die Straßen. Im verkehrsberuhigten Bereich stehen Stände und verkaufen Touristensouveniers: Hauptsächlich Schwarzwalduhren.
                Nach einem Eis geht es mit dem Bus anstelle der Bahn nach Titisee-Neustadt und von dort dann weiter nach Donaueschingen. Hier steigen wir um auf die Bahn und fahren über St. Georgen nach Triberg und Hausach zu unseren Autos. Alleine schon die Fahrt mit der Bahn auf dieser Strecke hat sich gelohnt. Mit mehreren 180°-Kurven windet sich die Schwarzwaldbahn von St. Georgen (863 m) über Triberg nach Hornberg (359 m) und Hausach (256 m) hinunter. Ein Leckerbissen für jeden Eisenbahnfan zum Abschluss.
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                Zuletzt geändert von Wafer; 28.11.2020, 23:15.

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                • Wafer

                  Lebt im Forum
                  • 06.03.2011
                  • 6732

                  • Meine Reisen

                  #28
                  AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

                  Epilog dritte Etappe
                  Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.


                  Das war die dritte Etappe mit 69 Km und 2.300 Höhenmetern im Aufstieg und 1.600 im Abstieg auf dem Westweg für mich. Auf dieser Etappe war ich wieder mit den Topografischen Karten des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung (früher „Landervermessungsamt Baden-Württemberg“) unterwegs. Der Teil von Hausach bis zum Huberfelsen ist sowohl auf der Karte F503 – Offenburg (ISBN: 978-3-89021-596-9) drauf als auch auf der Karten F504 – Freudenstadt (ISBN: 978-3-89021-597-1). Ab da war ich dann mit der Karte F506 – Titisee-Neustadt (ISBN: 978-3-89021-599-0) unterwegs. Alle Karten, wie bei mir üblich, im Maßstab 1:50.000.
                  Hier in Titisee trennt sich der Westweg in eine West- und eine Ostvariante. Zudem trennt er sich vom E1. Der E1 führt aber noch mit der Westvariant zusammen auf den Feldberg, führt dann aber auf die Ostvariante hinüber und kommt auf dieser fast bis Titisee wieder zurück. Er biegt kurz vorher in die Wutachschlucht ab und führt dann über Blumberg, Engen und Singen nach Konstanz.
                  Die Westvariante führt über den Feldberg (1.493 m) und den Belchen (1.414 m) nach Kandern und Lörach nach Basel. Die Ostvariante führt über das Herzogenhorn (1.415 m) und den Hochkopf (1.263 m) über Hasel und Grenzach-Wyhlen nach Basel.
                  Mir gefällt der Westweg sehr gut. Daher habe ich beschlossen über die Westvariante nach Basel zu wandern, wie es der Titel des Reiseberichts vermuten lässt, dann aber über die Ostvariante wieder herauf zu kommen um dann die Wutchschlucht noch mit zu nehmen. Diese kenne ich von früheren Wanderungen schon. Aber dann wird meine Tour auf dem E1, die ich bisher von Reutlingen bis Eckernförde gewandert bin, auf dem korrekten E1 fortgeführt bzw. komplettiert.
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                  Zuletzt geändert von Wafer; 28.11.2020, 23:15.

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                  • Wandermaedel
                    Erfahren
                    • 02.11.2017
                    • 177

                    • Meine Reisen

                    #29
                    AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

                    Eindrucksvoller Bericht und schöne Bilder. Machen Lust diese Abschnitte zu wandern.

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                    • Dogmann
                      Fuchs
                      • 27.09.2015
                      • 1022

                      • Meine Reisen

                      #30
                      AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

                      Schöne Bilder!
                      Ich habe an den Westweg so meine Erinnerungen, heftige Höhen Unterschiede, teilweise.
                      An dem Weg , auf einem recht steilen Abstieg, hat meine Frau ihren Fuss hin geholfen

                      - - - Aktualisiert - - -
                      Richtig wohl fühle ich mich nur draußen !

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                      • Wafer

                        Lebt im Forum
                        • 06.03.2011
                        • 6732

                        • Meine Reisen

                        #31
                        AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

                        Zitat von Wandermaedel Beitrag anzeigen
                        Eindrucksvoller Bericht und schöne Bilder. Machen Lust diese Abschnitte zu wandern.
                        Genau dazu sind diese Reiseberichte ja auch da: Um anderen zu zeigen wie schön es hier ist.

                        Zitat von Dogmann Beitrag anzeigen
                        Schöne Bilder!
                        Ich habe an den Westweg so meine Erinnerungen, heftige Höhen Unterschiede, teilweise.
                        An dem Weg , auf einem recht steilen Abstieg, hat meine Frau ihren Fuss hin geholfen
                        Ja, der Schwarzwald läuft zwar unter Mittelgebirge aber mitunter sind die Täler recht tief. Vom Rhein bei ca. 250 Höhenmetern bis zum Feldberg mit über 1.400 Höhenmetern liegt Potential für so manche vergossene Schweißperle. Und die Auf- und Abstiege sind mitunter recht steil.

                        So, jetzt aber weiter im Text:

                        Vierte Etappe

                        Recht überraschend habe ich nochmal ein paar Tage Zeit. Gerne würde ich wieder auf den E5 gehen und dort weiter vorankommen. Aber die Anfahrt ist für 3 bis 4 Tage zu weit. Aber für den Westweg passt es sehr gut. Leider ist am Dienstag noch recht viel zu tun, so dass ich erst um 15 Uhr 30 mein Auto in Titisee parke.
                        Zuletzt geändert von Wafer; 15.12.2018, 17:36.

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                        • Wafer

                          Lebt im Forum
                          • 06.03.2011
                          • 6732

                          • Meine Reisen

                          #32
                          AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

                          10. Tag: Titisee – Naturfreundehaus Feldberg
                          Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.

                          Dienstag, 28. August 2018
                          Strecke: 21 Km
                          Höhenunterschiede: ↑ 800 m, ↓ 325 m
                          Gehzeit: 4 h

                          Etappenstrecke: 21 Km
                          Etappenhöhenunterschiede: ↑ 800 m, ↓ 325 m
                          Etappengehzeit: 4 h

                          Gesamtstrecke: 233 Km
                          Gesamthöhenunterschiede: ↑ 7.100 m, ↓ 5.950 m
                          Gesamtgehzeit: 58 h 30

                          Das Parken am bzw. in Titisee ist nicht ganz so einfach, wie sich das hier liest. Mein Auto steht etwas außerhalb. So muss ich nochmal einen Schlenker durch den Ort machen. Und der ist wieder gut voll. Ich wühle mich durch die Massen und sehe zu, dass ich hier schnell wieder weg komme. Auf dem Weg dorthin komme ich an einer Kirche vorbei.


                          Kirche Christkönig

                          Wer war der König der Christen? Man lernt nie aus ...
                          Irgendwann habe ich es entgegen der Massen, die zum Kaffeetrinken streben, bis zum See geschafft. Aber auch hier ist richtig was los! Zum Glück wird es immer leerer je weiter ich mich vom Stadtzentrum entferne.


                          Der Titisee bei Titisee

                          Laut Karte trennt sich hier in Titisee der Westweg in die West-Variante und die Ostvariante. Ich folge der Westvariante. Ich hoffe irgendwann auch die Ostvariante kennen zu lernen, wenn ich von Basel wieder heraufkomme.
                          Direkt hinter dem Strandbad führt mich der Westweg den Hang hinauf. Und schon ist es vorbei mit den Massen. Einzelne Spaziergänger flanieren noch auf den Wegen herum aber auch das hört nach dem Campingplatz sehr schnell auf.


                          Sozialer Wohnungsbau am Titisee

                          Mit guter Sicht geht es am Waldrand entlang.


                          Am Bankenhansenkreuz

                          Über Hügel geht es zum ersten Gipfel für heute: Der Kesslerhöhe (1.015 m). Ein Baum mit Schild steht auf dem höchsten Punkt. Nichts Besonderes – will man meinen. Ein paar Meter weiter gibt es aber einen Aussichtspunkt.


                          Auf der Kesslerhöhe

                          Und hier lohnt sich eine Pause! Ein großartiger Blick auf den Wintersportort Hinterzarten wird geboten.


                          Tolle Aussicht auf Hinterzarten

                          Direkt unterhalb liegen die bekannten Skisprungschanzen. An denen vorbei steigt man auch hinab nach Hinterzarten. Eine Besichtigung ist leider nicht möglich.


                          Abstieg nach Hinterzarten

                          100 Höhenmeter tiefer wird der Ort nur gestreift. Über ein paar Wiesen geht es auf die Hotelburgen am Ortsrand zu und gleich dahinter wieder auf dem Ort hinaus.


                          Hinterzarten

                          Zügig geht es aufwärts bis zu einem Weiher mit einer Lichtung im Wald. Angenehmes Wandern!


                          Der Westweg bei Hinterzarten

                          Ganz alleine bin ich hier aber noch nicht!


                          Der letzte Gegenverkehr bei Hinterzarten

                          Der Westweg wird hier meist auf eigenen Wanderwegen aber in Sichtweite von Forststraßen den Berg hinauf geführt.


                          Auf Waldwegen geht der Westweg wieder hinauf

                          An einem Wochenende im Winter wird dieser Weg nicht ganz so alleine zu haben sein.


                          Markierung des Fern-Ski-Wanderweges - noch 65 Km bis zum Belchen?

                          Hier führt auch die einzige Weitwanderloipe, die ich kenne entlang. Irgendwann muss ich den Rucksacklauf mal besuchen und diese Loipe in Ruhe erwandern. Die ganz sportlichen schaffen die 100 Km in wenigen Stunden. Ich würde mir da gerne mal 3 Tage für nehmen.
                          Ein paar Meter weiter kommt eine Lichtung an der man in Richtung Feldberg abbiegt.


                          Schwarzwaldhöfe auf der Lichtung Führsatzmoos

                          Am Rufenholzplatz muss ich mich entscheiden, wie ich auf den Feldberg hinaufsteige. Hier gibt es eine Variante am Feldsee vorbei hinauf zur Talstation der Feldbergbahn um unterhalb der Bahn hinauf zu steigen oder direkt über das Naturfreundehaus hinauf zum Gipfel. Da ich mir den Feldsee ansehen möchte und am Ramartihof übernachten will nehme ich die erste Variante.


                          Der Ramartihof

                          Hier gibt es aber keine einzelnen Betten für Wanderer. Nur ganze Ferienwohnungen. Und auch die nicht nur für eine Nacht. Ich esse zu Abend und telefoniere herum. Im Feldberghof an der Talstation der Bahn gibt es was und im Naturfreundehaus am Feldberg. Da sagt mir das Naturfreundehaus mehr zu. Ich reserviere und mach mich auf den Weg zum Feldsee hinter.


                          Ich komme an den Feldsee

                          Hier bin ich zwar nicht alleine aber die anderen wissen auch wie man sich an solchen Orten verhält. Der fast kreisrunde See entstand in der letzten Eiszeit und ist der größte Karsee im Schwarzwald.


                          Der Feldsee liegt mitten im Wald

                          Ein kleiner Wanderweg führt um den See herum. Diese Runde nehme ich auf alle Fälle noch mit. Das liegt zwar nicht wirklich auf dem Weg zum Naturfreundehaus aber die werden hoffentlich auf mich warten.


                          In dieser Richtung liegt der Feldberggipfel weiter hinten über dem Feldsee

                          So langsam wird es später. Bald wird es dämmrig und da sollte ich schon in der Gegend des Naturfreundehauses sein. Ich sehe zu, dass ich die Runde um den See abschließe, auch wenn ich hier gerne noch mehr Zeit verbracht hätte. Aber die Skihochburg Feldbergerhof ist heute keine Alternative für mich.


                          Am Rundweg um den Feldsee

                          Über den Feldbergsteig wandere ich zunächst nochmal nach Norden um durch den Wald immer mehr Höhe zu gewinnen. Am Sägebach geht es von den etwas größeren Wegen runter auf einen kleinen Steig, der steil an dem kleinen Bach aufwärts führt. Sehr schön zu gehen. Als ich an der Lichtung aus dem Wald trete lässt das Tageslicht schon deutlich nach. An der Baldenweger Hütte (1.330 m) geht es vorbei und im letzten Büchsenlicht komme ich gegen 20 Uhr 30 auf dem Naturfreundehaus Feldberg (1.350 m) an.


                          Der Feldsee unter den Felswänden des Feldbergs

                          Hier werde ich sehr freundlich empfangen. Wiedermal bin ich der einzige Gast auf der Hütte. So ratsche ich mit den 3 Damen von der Hütte und bin bald im Bett.
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                          Zuletzt geändert von Wafer; 28.11.2020, 23:15.

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                          • Wafer

                            Lebt im Forum
                            • 06.03.2011
                            • 6732

                            • Meine Reisen

                            #33
                            AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

                            11. Tag: Naturfreundehaus Feldberg – Gasthaus Haldenhof
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                            Mittwoch, 29. August 2018
                            Strecke: 33 Km
                            Höhenunterschiede: ↑ 950 m, ↓ 1.350 m
                            Gehzeit: 7 h

                            Etappenstrecke: 54 Km
                            Etappenhöhenunterschiede: ↑ 1.750 m, ↓ 1.675 m
                            Etappengehzeit: 11 h

                            Gesamtstrecke: 266 Km
                            Gesamthöhenunterschiede: ↑ 8.050 m, ↓ 7.625 m
                            Gesamtgehzeit: 65 h 30

                            Der Tag begrüßt mich so, wie man sich das vorstellt: Mit Sonnenschein und einem wirklich großartigen Bio-Frühstück. So beginnt der Tag schon mal richtig gut! Hoffentlich geht das heute auch so weiter!
                            Um halb 9 stehe ich vor dem Haus und bin startbereit.


                            Das Naturfreundehaus am Feldberg

                            Gleich hinter dem Haus geht es über Wiesen aufwärts. In den Tälern hängt noch leichter Nebel. Die bewaldeten Bergkuppen ziehen sich nach Norden dahin. Ein schöner Blick.
                            Der Feldberg ist nun nicht der alpinste unter den Bergen in Deutschland. Und so ist auch der Weg: sanft und gleichmäßig ansteigende Wiesenwege. Der Wald bleibt zurück und der Blick geht weit über das Land.


                            Aufstiegsimpressionen auf einen Grashügel - den Feldberg

                            Oben auf dem Bergrücken treffe ich den Westweg wieder, der von der Talstation der Bahn oder oberhalb des Feldsees herauf kommt. Der Weitblick ist grandios! So ist die Überraschung über die Aussicht nicht besonders groß, als ich oben am Gipfel des Feldberges (1.493 m) ankomme. 2 Türme und 2 Häuser stehen da oben. Aber alles ist geschlossen.


                            Der Feldberg - Höchster Punkt von Baden-Württemberg

                            Es ist gerade mal kurz nach 9 als ich oben stehe. Mal wieder mutterseelenallein. Richtung Süd-West mache ich mich auf den Weg. Der Belchen, mein nächstes Ziel ist gut am Horizont zu sehen.


                            Ausblick in Richtung Süden mit dem Belchen

                            Kurz unter dem Gipfel steht die St. Wilhelmer Hütte. Leider mal wieder geschlossen. Ist der August so ein ungewöhnliche Zeit für eine Feldbergwanderung? Also kein zweites Frühstück hier. Die nächste Hütte ist ja nicht weit. Der Westweg führt in den Wald.


                            Die St. Wilhelmer Hütte am Feldberg

                            Der Weg ist hier recht breit. Aber wohl kaum aufgrund der Menschenmassen, die hier durchwandern. Der Wald ist recht licht als es auf den Stübenwasen zu geht.


                            Sonniger und breiter Weg zum Stübenwasen

                            Und es ist unglaublich, was hier alles für die Wanderer hingebaut wird! Die Weltgrößte Baumliege steht hier! Wer kommt auf solche Ideen? Zumindest liegen da schon welche. Ich bin also nicht ganz alleine hier unterwegs.


                            Der Belchen mit der längsten Baumliege der Welt

                            Die Höhenunterschiede hier sind sehr überschaubar. Leicht auf und ab geht es auf dem Rücken des Stübenwasen weiter. Ein paar Meter weiter steht bereits die nächste Hütte: Das Gasthaus Stübenwasen.


                            Am Stübenwasen nebst Hütte

                            Aber wie fast schon erwartet ist auch sie geschlossen. Durch den Wald geht es weiter. Es irritiert mich etwas, als rechts und links vom Weg Flutlichtmasten auftauchen und die Lichtungen beleuchten können. Am Spänplatz (1.150 m) wird mir dann klar wofür die da sind: Hier steht ein großes Biathlonstadion. Und durch den Wald werden die Loipen geführt. Viel Aufwand für eine kurze Saison hier oben.
                            Ein paar Meter weiter liegt das Hotel am Notschrei. Hier ist endlich mal etwas offen. Ich fülle die Flüssigkeitsspeicher auf und ziehe weiter. Ich komme über Lichtungen mit morastigem Boden und viel Heidelbeerkraut.


                            Es herbstelt schon etwas am Notschrei

                            Der Weg zieht hinauf auf ca. 1.200 Meter und führt durch den Wald dahin. Als ich aus dem Wald komme liegt mein nächstes Zwischenziel vor mir: Das Wiedener Eck. Seit dem Notschrei sind die Wege wieder etwas kleiner geworden und hier den Hang runter am Waldrand entlang ist der Westweg wirklich ein Genuss!


                            Am Westweg zwischen Notschrei und Wiedener Eck

                            Auch hier wird wohl der Rucksacklauf bzw. der Fern-Ski-Wanderweg entlang geführt. Meist aber auf eigenen Wegen. Da ist ja klassisch und Skating möglich. Solche Doppelloipen brauchen mehr Platz als dieser kleine Wege bereitstellt.


                            Abstieg zum Wiedener Eck

                            Über die Wiesen geht es weiter abwärts. Auf den Wiesen am Gegenhang sind einige Liftstützen zu sehen. Die Pisten sehen nicht wirklich einfach aus.


                            Die Skihänge bei Neuhof

                            Am Wiedener Eck (1.035 m) mache ich Mittagspause. Hier gibt es einen grandiosen Zwiebel-Lauch-Käsekuchen! Schwäbische Maultaschen passen auch noch rein.


                            Der Westweg führt durch das Wiedener Eck Tor

                            Nach einer Stunde rolle ich langsam weiter. Das nächste Mal sollte ich vielleicht doch nicht so üppig tafeln. Durch den Wald geht es stetig aufwärts. Es dauert etwas, bis ich mal wieder etwas Aussicht erhalte. Als ich kurz vor dem Gipfel aus dem Wald komme ist der Blick recht weiträumig.


                            Aufstieg auf den Belchen

                            Und wieder bin ich hier alleine unterwegs. Das hatte ich auf einem Gipfel mit Bergbahn nicht erwartet. Die Feldbergbahn geht ja nicht wirklich bis auf den Feldberg hinauf sondern nur bis zum Seebuck. Als ich weiterziehe wird mir allerdings klar warum das so ist: Von Süden zieht ein Unwetter auf.


                            Kleinräumige Wegweisung am Belchen

                            Damit ist auch klar, warum hier so kleinräumig ausgeschildert wird: Wesentlich weiter kann man im Augenblick weder sehen noch kommen! Ich sehe zu, dass ich zum Gasthaus komme. Das liegt ja immerhin noch 600 Meter weit weg!


                            Am Gasthof Belchenhaus

                            Nach einer ausgiebigen Pause verzieht sich auch das schlechte Wetter wieder. Das ist mir recht. Denn hier kann man nicht übernachten. Und die Bahn schließt bald.
                            Gegen 17 Uhr ziehe ich wieder weiter. Der jetzt folgende Abstieg zu meiner geplanten Unterkunft wird auf dem Belchensteig geführt. Und der gefällt mir mal richtig gut!


                            Belchensteig 1. Akt

                            Vielleicht liegt es auch daran, dass hier alles frisch gewaschen ist?


                            Belchensteig 2. Akt

                            Unten im Tal liegt Neuenweg aber da will ich nicht hin. Der Gasthof Haldenhof liegt in einem kleinen Weiler etwas weiter westlich.


                            Belchensteig 3. Akt

                            Der Weg geht zwar auch mal durch Wald aber die gebotenen Aussichten sind wirklich sehr schön. Hinter dem Rheintal kann ich gut die Vogesen erkennen.


                            Das Rheintal vom Belchensteig aus

                            Vom Hochkelchsattel wird der Weg etwas steiler. Im Zick-Zack geht es abwärts. Mal im Wald und mal über Wiesen.


                            Kleine Wege führen zum Haldenhof

                            Auf solchen Wegen bin ich gerne unterwegs! Zwischendrin gibt es auch immer mal wieder einen Aussichtspunkt. Einer ist besonders exponiert.


                            Aussichtspunkt Lünzmann Platz

                            Viel zu schnell geht der schöne Weg in einen Feldweg am Waldrand entlang über. Eine kleine Gedächtniskapelle am Weg erinnert an einen Pfarrer, der hier im 2. Weltkrieg sich dem SS-Terror entgegensetzte. So endet der sehr abwechslungsreiche Tag gegen viertel nach 7 am Gasthof Haldenhof.


                            Ankunft am Gasthof Haldenhof

                            Ich beziehe mein Zimmer und komme genau pünktlich zum Essen. Draußen geht in der Zeit ein heftiges Gewitter nieder. Als sich dieses verzieht gibt es einen klasse Regenbogen mit einer ganz skurrilen Beleuchtung.


                            Krasse Beleuchtung nach dem Abendgewitter

                            So endet ein toller Wandertag mit 2 Gipfeln und wirklich schönen Wegen. Das war heute nach meinem Geschmack einer der schönsten Wegstücke auf dem Westweg, die ich bisher kennenlernen durfte! So darf es gerne noch weiter gehen. Bis Basel sind es jetzt noch ca. 50 Km und ich habe auch noch 2 Tage Zeit. Ich bin mal gespannt, was da noch auf mich zukommt!
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                            Zuletzt geändert von Wafer; 28.11.2020, 23:15.

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                            • Wafer

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                              • 06.03.2011
                              • 6732

                              • Meine Reisen

                              #34
                              AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

                              12. Tag: Gasthaus Haldenhof - Haagen
                              Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.

                              Donnerstag, 30. August 2018
                              Strecke: 35 Km
                              Höhenunterschiede: ↑ 850 m, ↓ 1.500 m
                              Gehzeit: 7 h 15

                              Etappenstrecke: 89 Km
                              Etappenhöhenunterschiede: ↑ 2.600 m, ↓ 3.175 m
                              Etappengehzeit: 18 h 15

                              Gesamtstrecke: 301 Km
                              Gesamthöhenunterschiede: ↑ 8.900 m, ↓ 8.125 m
                              Gesamtgehzeit: 72 h 45

                              Am Morgen ist die Feuchtigkeit von gestern immer noch in der Gegend. Wolken, Nebelansätze, nasse Wege, ... Lauter so Dinge, die ein Wanderer nicht braucht. Aber es regnet nicht. Auch schon mal ein gutes Zeichen.
                              Nach 9 Uhr starte ich. Es wird wohl erstmal nicht mehr besser. Gleich hinter dem Haus geht es aufwärts in Richtung Weiherkopf. Hier vergnügen sich schon ein paar ...


                              Was sich liebt, das neckt sich!

                              Ab und zu kommt sogar die Sonne raus. Aber am Sattel oben (1.071 m) verschwindet der Westweg im Wald.


                              Sonnige Waldwege

                              In etwa die Höhe haltend geht es auf kleinen Wanderwegen weiter. Leider nimmt aber auch der Nebel zu. Teilweise kann ich selbst im Wald nicht sehr weit sehen.


                              Nebel verunstaltet die schönen Wege

                              Am Stockberg geht es dann wieder aufwärts. Es geht auf den Blauen (1.165 m) hinauf. Das muss ein toller Aussichtsberg sein. Da geht sogar eine Strasse hinauf. Oben ist aber Nebel mit Sichtweiten bei Null.
                              Ich mache Pausen am Blauenhaus und warte mal ab. Als ein kleines Wolkenloch auftaucht gehe ich nochmal zum Turm.


                              Der Turm auf dem Blauen - Heute ohne Blau

                              Kaum ist das Bild im Kasten zieht es auch schon wieder zu. So kommt es, dass ich einen Turm auslasse. So ganz ohne Sicht macht es einfach keinen Spaß!
                              Recht steil geht der Westweg ab hier abwärts. Ich komme an Ecken vorbei, die so friedliche Namen haben wie „Streitblauen“ oder „Hexenplatz“ (843 m). Ab hier wird der schöne Wanderpfad wieder etwas breiter. Am Salneck (653 m) komme ich mal wieder aus dem Wald.


                              Pause am Salneck

                              Ich ziehe weiter denn es klart endlich etwas auf. Da will ich die Aussicht von der Sausenburg (665 m) genießen.


                              Ruine Sausenburg mit ihrem Turm

                              Hier treffe ich heute das erste Mal auf andere Wanderer. Zwar nur Tagesausflügler aber immerhin. Ich stromere durch die Hinterlassenschaften der Markgrafen von Sausenburg. Das muss mal eine ganz hübsche Burg gewesen sein!


                              Sausenburgimpressionen

                              Auf den Burgfried der Burg kann man hinauf. So langsam ist das Wetter so, dass sich das lohnt. Wie es aussieht hat der Blauen auch endlich seinen Kopf aus der Nebelsuppe genommen.


                              Da komme ich her und da will ich noch hin

                              Auf schönen Wegen geht es weiter abwärts in Richtung Mohrensattel.


                              Schutzhütte unterwegs

                              Langsam traut sich sogar die Sonne wieder raus.


                              Pause am Mohrensattel

                              Am Heißbühl (476 m), einem kleinen Aussichtsberg oberhalb von Kandern, verpasse ich vor lauter gucken glatt den Weg.


                              Herbstliche Farben oberhalb von Kandern

                              Aber so komme ich wenigstens an der kleinen Aussichtshütte auf dem Hügel vorbei, wo der Westweg komischerweise daran vorbeigeht.


                              Kandernblick am Heißbühl

                              Hier läuft der Schwarzwald schon spürbar aus. Leicht gewelltes Land mit Blick auf das Rheintal liegt vor mir. Und natürlich Kandern – mein nächstes Ziel.
                              Ich suche wieder den Weg und steige hinab nach Kandern (352 m). Am Dorfplatz gibt es eine kleine Mittagspause.


                              Kandern

                              Und hier mache ich dann den nächsten Fehler: Ich glaube meiner Karte und suche den Westweg in der Gegend vom Bahnhof. Da führt er aber zwischenzeitlich gar nicht mehr entlang. Das stört mich aber wenig. Über Wiesen geht es auf den Wald zu wieder leicht aufwärts. Irgendwann kommt auch der Westweg zu diesem schönen Weg.


                              Der Wanderweg an der Teufelskanzel entlang

                              Abwechslungsreich geht es an Kletterfelsen vorbei. Schön zu gehen!


                              Ich bin noch oder wieder richtig

                              An der Teufelskanzel wird gerade gegrillt. Wenn man sowas immer vorher wüsste ...


                              An der Teufelskanzel

                              Viel zu schnell geht es auf einen normalen Forstweg und dann hinunter nach Hammerstein.


                              Hammerstein

                              Über Felder geht es das Tal entlang nach Süden. Nichts Aufregendes. In Wollbach (310 m) mache ich nochmal eine kleine Pause gegenüber der Kirche.


                              Die Kirche von Wollbach

                              Eigentlich wollte ich hier in der Gegend bleiben. Aber es ist noch erstaunlich früh. In der Nebelsuppe heute Morgen war ich wohl recht zügig unterwegs. So zahle ich meine Zeche und ziehe nochmal weiter. Auf Waldwegen geht es nochmal hinauf auf das Steinbüchsle (420 m). Die Wege sind recht breit und von Hunden mit ihren Besitzern ganz gut besucht.
                              So komme ich mit den letzten Sonnenstrahlen an der Burganlage der Ruine Rötteln an. Viertel vor 5 lassen die mich aber gar nicht mehr rein weil sie um 5 schließen. Nicht mal zum Foto machen. Grummel ...


                              Die Burganlage Rötteln

                              Der angeschlossene Biergarten ist da betriebswirtschaftlicher orientiert! Hier kriege ich noch ein Radler. In aller Ruhe suche ich mir eine Bleibe im nächsten Ort. Direkt unterhalb der Burg in Haagen komme ich unter. Das ist nicht mehr weit. Ich trinke aus und lasse es den Berg hinunter laufen, checke ein und gehe bei einem Asiaten zum Abendessen.


                              Ruine Rötteln

                              Weit ist es jetzt nicht mehr nach Basel. So richtig prickelnd soll das Wetter Morgen aber auch gar nicht werden. Aber die paar Kilometer kriege ich auch bei nicht so gutem Wetter hin. So kurz vor dem Ziel fahre ich nicht unverrichteter Dinge heim.
                              Angehängte Dateien
                              Zuletzt geändert von Wafer; 28.11.2020, 23:15.

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                              • blauloke

                                Lebt im Forum
                                • 22.08.2008
                                • 7110

                                • Meine Reisen

                                #35
                                AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

                                @Hallo Wafer
                                Jetzt hast du es bald geschafft.
                                So viel ich weiß gehen dir die Projekte nicht aus.

                                Da lasse ich mich überraschen was dir als nächstes einfällt.

                                Da ich jetzt auf das Christkind warte, auch dir ein gesegnetes und fröhliches Weihnachtsfest.

                                Servus, blauloke
                                Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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                                • Wafer

                                  Lebt im Forum
                                  • 06.03.2011
                                  • 6732

                                  • Meine Reisen

                                  #36
                                  AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

                                  Zitat von blauloke Beitrag anzeigen
                                  @Hallo Wafer
                                  Jetzt hast du es bald geschafft.
                                  Ja, jetzt ist es nicht mehr weit. Aber zum Glück gibt es noch die Ostvariante.
                                  Zitat von blauloke Beitrag anzeigen
                                  So viel ich weiß gehen dir die Projekte nicht aus.

                                  Da lasse ich mich überraschen was dir als nächstes einfällt
                                  Die eine oder andere Idee habe ich noch!
                                  Zitat von blauloke Beitrag anzeigen
                                  Da ich jetzt auf das Christkind warte, auch dir ein gesegnetes und fröhliches Weihnachtsfest.

                                  Servus, blauloke
                                  Ich hoffe mal Du und der geneigte Leser habt das besinnliche Fest gut überstanden. Verbringt noch ein paar ruhige Tage zwischen den Jahren und wir lesen uns hoffentlich bald wieder nach einem guten Rutsch ins neue Jahr.

                                  Und jetzt, wo die selbstauferlegte Rechnerlose Zeit vorbei ist, werde ich den Bericht zumindest bis Basel hoffentlich dieser Tage fertig kriegen.

                                  Gruß Wafer
                                  Zuletzt geändert von Wafer; 29.12.2018, 18:36.

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                                  • blauloke

                                    Lebt im Forum
                                    • 22.08.2008
                                    • 7110

                                    • Meine Reisen

                                    #37
                                    AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

                                    Zitat von Wafer Beitrag anzeigen
                                    Und jetzt, wo die selbstauferlegte Rechnerlose Zeit vorbei ist, Gruß Wafer
                                    Gute Idee!
                                    Sollte ich vielleicht auch mal machen.
                                    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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                                    • Sternenstaub
                                      Alter Hase
                                      • 14.03.2012
                                      • 2610

                                      • Meine Reisen

                                      #38
                                      AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

                                      OT: ich wünschte, ich könnte mal einen Reisebericht so strukturiert und super gegliedert schreiben wie du, bei mir habe ich oft den Eindruck, es kommt mehr Chaos herüber als sonst was.
                                      Wie immer schön geschrieben und bebildert und echt gut, wenn man recherchieren möchte. wobei mir eher der Genussaspekt eine Rolle spielt, der ist nämlich auch befriedigend bei dir.
                                      Two roads diverged in a wood, and I—
                                      I took the one less traveled by,
                                      And that has made all the difference (Robert Frost)

                                      Kommentar


                                      • MaxD

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                                        Lebt im Forum
                                        • 28.11.2014
                                        • 8845

                                        • Meine Reisen

                                        #39
                                        AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

                                        Da kann ich nur zustimmen. Waters Berichte sind so ausgefeilt strukturiert und gestaltet, daß sie letztlich manchen Wanderführer disqualifizieren. Btw....Wafer: Danke auch für diesen Bericht. Hast Du schon einmal über eine Zusammenarbeit mit Rother & Co nachgedacht?
                                        ministry of silly hikes

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                                        • Wafer

                                          Lebt im Forum
                                          • 06.03.2011
                                          • 6732

                                          • Meine Reisen

                                          #40
                                          AW: [DE]Der Klassiker: Auf dem Westweg von Pforzheim nach Basel – in Etappen

                                          Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
                                          OT: ich wünschte, ich könnte mal einen Reisebericht so strukturiert und super gegliedert schreiben wie du, bei mir habe ich oft den Eindruck, es kommt mehr Chaos herüber als sonst was.
                                          Wie immer schön geschrieben und bebildert und echt gut, wenn man recherchieren möchte. wobei mir eher der Genussaspekt eine Rolle spielt, der ist nämlich auch befriedigend bei dir.
                                          Zitat von MaxD Beitrag anzeigen
                                          Da kann ich nur zustimmen. Waters Berichte sind so ausgefeilt strukturiert und gestaltet, daß sie letztlich manchen Wanderführer disqualifizieren. Btw....Wafer: Danke auch für diesen Bericht. Hast Du schon einmal über eine Zusammenarbeit mit Rother & Co nachgedacht?
                                          Hallo ihr Zwei.

                                          Vielen Dank! Liest man immer wieder gerne!

                                          Zum Thema "Rother & Co": Ich habe an sowas schon öfter mal gedacht. Den Kontakt zu den Verlagen habe ich aber noch nicht geschafft. Ich denke aber, dass ich da vielleicht nicht ganz der ideale Mann bin. Zum Einen weil ich mich selten an vorgegebene Wege halte und gerne auch mal eigene Routen gehen anstatt stur einem Wanderzeichen exakt zu folgen. Und zum Anderen weiß ich nicht, ob mir das ganz sture Weg beschreiben ("... an der Kreuzung mit der Apotheke links und an der dritten Abzweigung rechts ...") so gefällt. Ich denke ich könnte Spaß dran haben aber müsste dann doch einiges umstellen. Und ob das Ergebnis dann immer noch unter "Genussaspekten" gut bewertet werden kann wage ich vorsichtig zu bezweifeln. Wenn die an einem etwas freieren Stil Interesse hätten wäre das natürlich deutlich besser!

                                          Gruß Wafer

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