[AT] [IT] 14 Tage Biwak in den Alpen - von Imst nach Bruneck

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  • Quecky
    Anfänger im Forum
    • 08.06.2011
    • 47

    • Meine Reisen

    [AT] [IT] 14 Tage Biwak in den Alpen - von Imst nach Bruneck

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende
    Route:
    Von Imst (Wenns) über den St. Leonharder- und den Rüsselsheimer Höhenweg nach Sölden.
    Von Sölden über das Windachtal und den Tiroler Höhenweg nach Sterzing.
    Von Sterzing über den Pfunderer Höhenweg, bzw. Pfunders nach Bruneck

    Zeitraum:
    07.08. - 20.08.2012

    "Biwakieren stellt eine unerlaubte Sondernutzung des Bodens der und kann mit Geldstrafen von bis zu 250€ geahndet werden." So oder so ähnlich hatten wir vor Antritt unserer Reise die Warnungen aus verschiedenen Foren zum Thema biwakieren in den Alpen gelesen. Gleich vorab: Unsere Befürchtungen, von übermotivierten Förster*innen mit der Schrotflinte im Anschlag geweckt und um 250€ erleichtert zu werden, haben sich nicht im Geringsten bestätigt. Im Gegenteil: Auf allen Almen und Alpenvereinshütten, auf denen wir gefragt haben, ob es in Ordnung wäre, irgendwo auf ihrem Gelände zu schlafen, wurde unser Vorhaben freundlich begrüßt. Wir hatten uns im Vorfeld entschlossen auf der ganzen Reise - soweit es irgendwie möglich wäre - im Freien zu schlafen um die Natur ganz und nicht nur in einer "Light-Version" wahrzunehmen.
    Diese Idee hatte natürlich den nicht zu verachtenden Nachteil, dass wir einfach ALLES, was wir 2 Wochen zum Leben brauchten, mitnehmen mussten. Schließlich reicht ein einfacher Hüttenschlafsack bei Weitem nicht aus. Unsere vorher geplanten Übernachtungsplätze lagen zum Teil über 2300m. So musste jedeR einen vollwertigen Schlafsack (Komfort-Temperatur 0°C), einen Biwaksack (vorzugsweise mit atmungsaktiver Membran) und eine Isomatte mitschleppen, die unangenehme Grasbüschel und den ein oder anderen Stein wegbügeln kann. Außerdem mussten wir unser eigenes Essen (nicht nur für Mittags, sondern auch Frühstück und Abendessen) mit uns herumtragen. Zusätzlich kam dann bei zweien von uns noch ein Gaskocher (inklusive Gaskartuschen) und jeweils ein Topf dazu.
    Das Mehr an Freiheit, dass wir durch die Übernachtung im Biwak bekamen, erkauften wir uns aber gerne mit dem beschriebenen Mehr an Gewicht.

    1. Tag:

    Am Morgen des 1. Tages ging es mit dem vollgepackten Auto und voller Vorfreude aus dem Großraum Ulm in Richtung Alpen. Die Parkplatzssuche in Imst und Umgebung gstaltete sich allerdings recht schwierig, da wir das Auto schließlich längere Zeit stehen lassen wollten und nicht nur für zwei Stunden - für 2,40€. Schließlich fanden wir nahe der Kirche von Wenns (südlich von Imst) einen großen Parkplatz, auf dem die lange Standzeit kein Problem darstellte. Wir schulterten unsere 16kg schweren Rucksäcke und los ging das Abenteuer. Auf teils steilen, aber immer gut ausgebauten Wegen ging es hoch nach Jerzens, wo wir zum ersten Mal an einem Brunnen unsere Wassersäcke und Flaschen mit frischem Quellwasser auffüllen konnten.


    Blick nach Süd-Westen ins Pitztal

    Von Jerzens aus wanderten wir über Schön und Ritzenried nach Oberlehen, immer an der Pitze entlang durch beschauliche, zum Teil noch bäuerlich geprägte Dörfer. Ab dort begann der Aufstieg zum Ziel unserer ersten Etappe: der Ludwigsburger Hütte (ehem. Lehnerjochhütte) (1935m). Als wir dort ankamen waren wir schon leicht nervös, schließlich wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, ob unsere Idee - auf den Hütten zu Fragen, ob wir auf ihrem Gelände bwiakieren dürfen und im Gegenzug dafür z.B. dort frühstückten - aufgehen würde. Wie oben schon erwäht: Unser Vorhaben war überhaupt kein Problem und so schlugen wir unser Lager einige Meter abseits der Hütte auf und kochten uns auf dem Gaskocher Hirsebrei mit auf dem Weg selbst gesammelten Steinpilzen.


    Abendstimmung am Schlafplatz

    2. Tag:

    Relativ spät am nächsten Morgen - um 8 Uhr - begann unser zweiter Wandertag mit einem leckeren Frühstück auf der Ludwigsburger Hütte. Die Hüttenwirtin interessierte sich für unsere Route und gab uns den Tipp, wir könnten ohne Probleme am (an den?) Luibisböden übernachten. Damit war unser Ziel für den heutigen Tag gesteckt. Laut Wegweisern lag eine 7 stündige Wanderung (bei bestem Wetter) vor uns. Wir nahmen wieder unsere nur unwesentlich leichter gewordenen Rucksäcke auf und begannen den Aufstieg zum Maurerköpf (2528m). Es ging auf schmalen Wegen durch Gras, Heidekraut und immer wieder durch kleine Geröllfelder langsam aber stetig bergauf - immer an der Westflanke des Geigenkamms entlang.



    Einige Stellen auf dem Weg sind mit Ketten gesichert, jedoch für geübte Bergsteiger*innen auch ohne diese Sicherung problemlos zu bewältigen. Bei Nässe wäre der Weg - wegen den vielen rutschigen Grasbüscheln - allerdings wohl kein Vergnügen.
    Nach einiger Anstrengung und einem guten Mittagessen im Freien erreichten wir am Nachmittag den Schoaßkogel, dessen Aussicht wesentlich besser ist, als der Name im ersten Moment suggeriert:



    Hinter dem ersten breiten Bergrücken auf der linken Talseite liegt unser Tagesziel - der/die Luibisböden (ca. 2300m). An diesem Punkt der Wanderung waren wir noch zu 6. und von der Kondition bzw. der alpinen Erfahrung her sehr heterogen. Daher wurde aus dem prognostizierten 7 stündigen Marsch eine 9 stündige Wanderung, an deren Ende wohl allen die Füße so richtig weh getan haben. Dafür war der Tipp der Hüttenwirten Gold wert gewesen, an diesem Abend schliefen wir an einem der schönsten Plätze der gesamten Wanderung; sogar mit eigener Frischwasserversorgung und Badesee - leider nicht beheizt ...
    An diesem Abend kosteten wir auch zum ersten mal von unserem Outdooressen, das wir als richtige Abenteurer*innen natürlich dabei hatten (Travellunch) Vorteil: Man hat die Portionen bzw. verschiedenen Gerichte abgepackt in Alu-Tüten, eine Doppelportion (die man bei Wanderhunger ohne Weiteres verdrücken kann) wiegt nur 250g und enthält ca. 1000kal. Die Packen müssen nur mit kochendem Wasser aufgegossen werden. Nachteil: So eine Doppelpackung kostet 7€, die Tüten waren der Dauerbelastung in den Rucksäcken nicht ganz gewachsen und einige Packen zogen Wasser und so wirklich lecker war das Essen jetzt auch wieder nicht.
    Am/an den Luibisböden waren wir jedoch sehr froh um ein ausgiebiges Mahl bei wunderschönem Abendlicht:


    Unser Lagerplatz


    Und die Aussicht

    3. Tag:

    Dieser Tag sollte einer der anstrengendsten der ganzen Tour werden. Unser Ziel war es von den Luibisböden über die Luibisscharte, das Sand-, das Breitlehn- und das Kapuzinerjöchl zur Rüsselsheimer Hütte (Neue Chemnitzer Hütte) (2328m) zu kommen. Leider weckte uns nicht wie gehofft die warme Morgensonne. Statt dessen wachten wir um 7 Uhr in einer dicken Nebelsuppe auf, die sich Gott sei Dank relativ schnell verzog, sodass wir den Aufstieg zur über 2900m hohen Luibisscharte -nach einem Energieriegel als kargem Frühstück - in Angriff nahmen. Von unserem Ausgangspunkt geht es steil bergauf in ein riesiges Geröllfeld. Darin quert man teils in mannshoher Blockkletterei, teils in losem Geröll hinauf zur Scharte. Wir empfanden den Weg - Dank unserer großen Rucksäcke - als recht anstrengend. Ein bisschen Vorerfahrung sollte man wohl auch mitbringen, die Strecke zur Luibisscharte ist aber an keiner Stelle ausgesetzt.


    Aufstieg zur Luibisscharte

    An einer windgeschützten Stelle schlugen wir unser Lager für das Frühstück auf. Die Idee nach dem Aufstehn nur einen Energieriegel zu essen und dann 1-2h zu gehen um erst dann zu frühstücken, hat sich auf der ganzen Wanderung bewährt. Man hat dann einfach am Nachmittag nicht so viel Hunger. Unsere windgeschützte Stelle bot auch noch ein Schneefeld, sodass wir unsere Wasservorräte schonen konnten, Schnee schmolzen und uns alle einen warmen Milchreis (Travellunch) genemigten. Nach dieser Stärkung ging es über das Sandjöchl (2828m) und das Breitlehnjöchl (2837m) weiter - meist durch lockeres Geröll und Schotterfelder - in einer Bilderbuch-Alpen-Mondlandschaft. Am Breitlehnjöchl ist Vorsicht geboten. Hier ist der letzte Abschnitt mit Ketten gesichert. Der Weg ist teils sehr steil und durch herumliegende Schieferplatten auch sehr rutschig. Unsere anfänglichen Wassersorgen für den Tag hatten sich an den immer wieder aus dem Berg sprudelnden Quellen gelöst. Nach dem abschließenden Kapuzinerjöchl (2710m) gelangten wir mit qualmenden Füßen zur Rüsselsheimer Hütte, auf der wir von einer sehr freundlichen Hüttenwirten begrüßt wurden. Auch hier war das Biwakieren unweit der Hütte kein Problem, zumal wir alle am Abend noch ein Abendessen und das ein oder andere Bier konsumierten.
    Nach dieser Hammer-Etappe entschloss sich außerdem eine unserer Mitwandererinnen in Sölden auszusteigen, da ihr Erfahrung im alpinen Gelände und auch die Kondition fehlten.
    Abends zog noch ein Schauer über die Hütte hinweg, sodass wir uns in der Hütte umzogen, die Isomatte sowie den Schlafsack in den Biwaksack stopften und nur noch ein kurzes Stück nach draußen liefen um unseren Schlafplatz zu finden. Unsere "Hoffnung" endlich einmal unsere Biwaksäcke im Regen testen zu können, erfüllte sich allerdings nicht. Kaum hatten wir uns hingelegt, klarte das Wetter auf.

    4. Tag:

    Am Morgen des 4. Tages hatte sich das Wetter merklich gebessert - was auch nötig war -, schließlich hatten wir an diesem Tag das Weißmaurachjoch (2953m) und und den Schwarzkogel (3016m) auf unserem Programm. Wir wollten oberhalb von Sölden im Wald übernachten, dann am nächsten Morgen in aller Frühe absteigen, in Sölden die Nahrungsvorräte auffrischen und dann die Konsumlandschaft so schnell wie möglich wieder verlassen.
    Nach dem Frühstück und etwas Körperpflege in der Hütte begann dann also der 4. Wandertag mit dem Aufstieg zum Weißmaurachjoch. Von der Rüsselsheimer Hütte geht es nach Südosten zunächst gemächlich, dann steil bergauf. Wir passierten einen kleinen See oberhalb der Hütte, ab dann änderte sich das Gelände rapide. Kleine und schmierige Schieferplatten machten den Weg rutschig, außerdem wurde er immer steiler:



    Das komplette letzte Stück des Aufstiegs ist mit Ketten gesichert - unpraktisch nur, dass diese genau in der Mitte des Weges angebracht ist, sodass man entweder direkt am Abgrund, oder direkt an der Wand, oder mit der Kette zwischen den Beinen laufen muss, was wohl alles nicht so ganz im Sinne der Erfinder*in sein wird. Beim Aufstieg zum Joch machten sich auch die ersten Erschöpfungserscheinungen bemerkbar - 4 Nächte im Biwaksack auf einer mehr oder weniger bequemen Isomatte gehen eben doch nicht spurlos an einem vorbei. Oben angekommen entschädigte allerdings das wunderschöne Bergpanorama:



    Der Abstieg vom Weißmaurachjoch legt dann aber noch eins drauf. Wählt man den vorgesehenen Weg, muss man sich an einem Stahlseil eine ca. 3m hohe senkrechte "Wand" herunterlassen. Auf diese Kletterübung hatte nur einer aus unserer Gruppe Lust, wir - der Rest - entschlossen uns im daneben gelegenen Schotterfeld abzufahren.



    Etwas weiter unten wartete dann wieder das Alpenparadies auf uns. Ein paar Schafe, grüne Wiesen und ein plätschernder Bergbach luden zum Verweilen ein. Das Wetter zeigte sich allerdings nicht von seiner besten Seite, immer wieder zogen drohend dunkle Wolken über uns hinweg. Deshalb entschlossen wir uns, die Route zu ändern und nicht über den Schwarzkogel zu gehen, sondern ins Pollestal (Richtung Norden) abzusteigen, auf einer Alm zu übernachten, nach Huben zu wandern und von dort aus die kurze Busfahrt nach Sölden über uns ergehen zu lassen.
    Diese Entscheidung erwies sich wenig später als richtig. Kaum hatten wir den Fahrweg, der zur Alm hinabführt erreicht, begann es leicht zu tröpfeln, der richtige Schauer erreichte uns Gott sei Dank erst, als wir schon gemütlich bei Weißbier und Rührei in der Hütte saßen.
    Auch hier war das Übernachten im Freien überhaupt kein Problem und so schlugen wir unser leicht feuchtes Nachtlager einige hundert Meter von der Alm entfernt auf. Nach einer heißen Tasse Tee und dem mehr oder weniger erfolglosen Versuch aus einer Zeltplane ein Tarp zu konstruieren lagen wir dann alle in unseren Biwaksäcken. Für alle überraschend klarte sich der Himmel wieder auf und wir konnten die ersten Sternschnuppen der Wanderung bewundern - es sollten bei Weitem nicht die letzten gewesen sein.

    5. Tag:

    Wie die letzten Tage wurden wir auch an diesem Morgen eher unsanft von einem Handywecker um 7 Uhr geweckt. Nach dem obligatorischen Müsliriegel begannen wir den Abstieg Richtung Huben, wo sich die zwei Mitwandererinnen, die hier ihre Wanderung beenden wollten/mussten, den Bus nach Imst, wir den Bus nach Sölden nehmen wollten. Nachdem wir über einen erlebnisarmen "Erlebnispfad" nach Huben abgestiegen waren, verabschiedeten wir uns und stiegen in den Bus nach Sölden, der voller Tagestourist*innen war, die uns argwöhnisch beäugten.
    Sölden selbst war dann ein richtiger Kulturschock, überall Lärm, überall grelle Farben, überall Konsum, Konsum, Konsum, augenscheinlich besteht Sölden nur aus Sportgeschäften, Stripclubs und Sportkliniken - und: der Pizzeria "Suppentopf", die wir allerdings nur von außen in Augenschein nahmen.
    Wir füllten unsere Nahrungsvorräte wieder auf und entschwanden im Windachtal in die Wälder ...

    Impressionen:








    ... Fortsetzung folgt ...
    Zuletzt geändert von Quecky; 20.02.2016, 22:06.

  • Outdoorfetischist
    Dauerbesucher
    • 13.12.2010
    • 906

    • Meine Reisen

    #2
    AW: [AT] [IT] 14 Tage Biwak in den Alpen - von Imst nach Bruneck

    Schöner Bericht und tolle Bilder! Bin sehr auf Regen+Biwaksack-Erfahrungen gespannt! Und sowieso auf weitere Photos.
    Was für Schlaf- und Biwaksäcke hattet ihr denn dabei und wie waren eure Erfahrungen mit Kondens?

    Kommentar


    • Becks
      Freak

      Liebt das Forum
      • 11.10.2001
      • 19315

      • Meine Reisen

      #3
      AW: [AT] [IT] 14 Tage Biwak in den Alpen - von Imst nach Bruneck

      Interessanter Ansatz, schöne Tour.

      Gleich vorab: Unsere Befürchtungen, von übermotivierten Förster*innen mit der Schrotflinte im Anschlag geweckt und um 250€ erleichtert zu werden, haben sich nicht im Geringsten bestätigt. Im Gegenteil: Auf allen Almen und Alpenvereinshütten, auf denen wir gefragt haben, ob es in Ordnung wäre, irgendwo auf ihrem Gelände zu schlafen, wurde unser Vorhaben freundlich begrüßt.
      Das kann ich bestätigen und solange man wirklich keinen Müll hinterlässt wird sich daran auch nicht viel ändern. Es hat also einfach jeder selber in der Hand, ob er sich sein Hobby (Biwakieren) in der Zukunft mit Verboten versaut oder eben nicht.

      Bin auch mal uf die Isomatten gespannt, denn bislang sind mir alle aufblasbaren Dinger nach wenigen Tagen Fels/Rasenkontakt kaputt gegangen, weswegen ich nun Schaummatten nutze.
      After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

      Kommentar


      • Quecky
        Anfänger im Forum
        • 08.06.2011
        • 47

        • Meine Reisen

        #4
        AW: [AT] [IT] 14 Tage Biwak in den Alpen - von Imst nach Bruneck

        @Outdoorfetischist:

        Vielen Dank! Die Erfahrung mit wirklichem Regen konnten wir - Gott sei Dank - auf der Tour nicht machen, es hat zwar nachts immer mal wieder getröpfelt, aber nie wirklich geregnet, sodass wir die Dichtigkeit der Säcke nicht alle überprüfen konnten.
        Wir waren insgesamt zu 6. Zwei (inklusive mir) hatten einen EXPED event/(PU) Sack dabei, einer einen GORE aus Bundeswehrbeständen, einer einen leicht atmungsaktiven von Salewa und zwei hatten Notfall-Biwaksäcke dabei. Die Letzteren haben schon recht unter Kondenswasserbildung gelitten - besonders ungünstig ist das ja, wenn man einen Daunenschlafsack hat, die verlieren bei Feuchtigkeit ja wohl einen Teil ihrer Isolationskraft.
        In den event-Säcken war das Kondenswasser eigentlich kein Problem, nur bei Temperaturen um den Gefrierpunkt funktioniert die Membran gefühlt nicht so gut, sonst ist morgens der Schlafsack vllt ein bisschen klamm, aber das ist nach ein paar Minuten abgetrocknet.
        Die Wasserdichtigkeit von meinem Biwaksack hab ich bisher nur in einem kurzen Gewitter getestet, nachdem ich die Kapuze geschlossen hatte, war dann auch alles dicht. Schlafsäcke hatten wir auch alle unterschiedliche dabei. Ich hatte den The North Face - Cat's Meow dabei (Komforttemperatur 0°C), der war völlig ausreichend.

        @Becks:

        Mit unseren Isomatten hatten wir überraschender Weise auch keine Probleme, wir hatten alle Thermarest dabei, also aufblasbare. Wenn man die in den Biwaksack tut, sind sie wohl ganz gut geschützt, wir hatten z.T. auch Notfalldecken zum unterlegen bei steinigem Untergrund dabei, die aber nicht zum Einsatz gekommen sind, vllt. hätte das auch gegen die Löcherbildung geholfen.
        Bzgl. der Eigenverantwortung hast du völlig recht! Es ist wirklich erschreckend wie viel Müll auf den viel begangenen Pfaden herumliegt. Wir haben, nachdem wir morgens alles zusammengepackt hatten, immer noch unseren Schlafplatz auf herumliegenden Müll (Traubenzuckerpapiere, Essensreste, etc.) kontrolliert, damit dann wirklich nur unsere Fuß- bzw. Mattenspuren zurückbleiben.

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        • Tie_Fish
          Alter Hase
          • 03.01.2008
          • 3550

          • Meine Reisen

          #5
          AW: [AT] [IT] 14 Tage Biwak in den Alpen - von Imst nach Bruneck

          Interessant, dass die Hütten da mitspielen! Ich hatte in Vorbereitung einer Tour in der Schweiz mal bei einer Hütte auf der Webseite geschaut und dort wollte man den normalen Übernachtungstarif (19€) oder Halbpension (60€) von uns haben. Das können sie natürlich knicken! Hätten die 5€ gesagt, hätten wir sicher da kampiert und auch gegessen, aber so...
          Grüße, Tie »

          Kommentar


          • Quecky
            Anfänger im Forum
            • 08.06.2011
            • 47

            • Meine Reisen

            #6
            AW: [AT] [IT] 14 Tage Biwak in den Alpen - von Imst nach Bruneck

            Fortsetzung 5. Tag:

            In Sölden hatten wir also unsere Nahrungsvorräte aufgefrischt, und nachdem 2 aus unserer Truppe dort die Wanderung beendet hatten, hatten wir auch noch deren Essensreste geerbt, was die Rucksäcke gewichtsmäßig mindestens wieder auf den Stand des Beginns der Reise gebracht hat.
            Von nun an führte unser Weg nach Osten. 4 Tage waren bis Sterzing eingeplant. So bogen wir am frühen Nachmittag ins Windachtal ein, das von Sölden aus - aufgrund der spärlichen Wegweiser - gar nicht so leicht zu finden war. Zunächst geht es auf einem Waldweg steil bergauf durch lichte Kiefern- und Lärchenwälder bis man unversehens auf einen Fahrweg stößt, der sich langsam ansteigend immer an der Windache das Tal hinaufschlängelt.


            Blick nach oben im Windachtal

            Als wir an einer kleinen Ebene nahe am Flussufer vorbeigingen, entschlossen wir uns uns und unsere Kleidung zum ersten mal ausgiebig zu waschen. Wenn man nach 5 Tagen schon selbst (wieder) riecht, dass man stinkt, ist wohl der passende Zeitpunkt gekommen.
            Beim Haare waschen sorgte das eiskalte Bergwasser für Kopfschmerzen und Schwindelgefühle, das Gefühl der Erfrischung und "Sauberkeit" nach so einer Bachdusche ist allerdings unbezahlbar. Um unseren Kleidern ein wenig mehr Gestank zu entlocken, als nur mit Wasser, hatten wir auch Sebamed dabei, welches angeblich auch in fragilen Ökosystemen gut abbaubar ist. Das mag sein, geschäumt hat es auf jeden Fall nicht - genau so, wie man sich das von einem Öko-Waschmittel so vorstellt. Geholfen hat es aber auch wenig, die Kleider riechen danach wenigstens nicht nur noch nach Schweiß, sondern nach Schweiß mit Sebamed.
            Nach dieser Pause und dem nötigen Mittagessen stiegen wir noch ein Stück weiter auf, bis zu einem laut Karte recht ebenen Gebiet, an dem wir unser Nachtlager aufschlagen wollten. Das letzte Stück wurde dann doch noch etwas mühsam, der Fahrweg hatte aufgehört, jetzt ging es über Almwiesen stetig hinauf. Weiter oben konnte man schon die Siegerlandhütte (2710m), die gewissermaßen den Talabschluss bildet, sehen. Auf unserer (Kompass-)Wanderkarte ist unser Schlafplatz mit "Bei den Gaispillen" (ca. 2300m) beschrieben.
            Dort schlugen wir also an einer einigermaßen sicht- und windgeschützten Stelle unser Nachtlager auf:


            Unser Schlafplatz mit Blick auf die Siegerlandhütte



            Diese Nacht sollte eine der unangenehmsten der Reise werden. Er war relativ hoch gelegen, nicht besonders gut gegen den Wind geschützt und außerdem hatten wir die Sorge, dass man uns von der Hütte aus sehen könnte. Besonders unangenehm wurde allerdings während der Nacht die Kälte. Das Thermometer zeigt am Morgen -3°C, was in Verbindung mit dem Wind doch schon recht zapfig war.
            Der Sternenhimmel mit Milchstraße und Sternschnuppen ließ uns aber die Kälte in den Beinen wieder vergessen.


            6. Tag:

            An diesem Tag stand wieder eine mörderische Etappe auf dem Programm, die am Ziel vom Almwirt mit "Waaas, do kommts ihr her? Des isch ja fascht no Österreich?!" quitiert wurde. Aber der Reihe nach.
            Durchgefroren entstiegen wir auch an diesem morgen um 7 Uhr unseren Biwaksäcken und machten uns schleunigst auf den Weg um wieder warm zu werden. Los ging es mit dem Aufstieg zur Siegerlandhütte - auf der man uns Gott sei Dank wohl nicht entdeckt hatte. Dort tranken wir noch kurz eine heiße Schokolade, füllten unsere Wassersäcke auf und freuten uns über die Toiletten (leider ohne die gewohnte Aussicht, dafür bequemer). Dann ging es los zur Windachscharte (2844m), die die Grenze von Österreich zu Italien bildet. Von der Hütte aus sind es zwar nur etwas über 100hm, die haben es dafür aber in sich.


            Aufstieg zur Windachscharte

            Lange Zeit läuft man eben in einem Schotterfeld, erst die letzten paar hundert Meter geht es richtig zur Sache. Große Felsblöcke wechseln sich mit losem Geröll und feinem Sand ab, der Weg ist nur stellenweise zu erkennen und das Ganze ist dann auch noch recht steil. Dafür aber zum Großteil nicht ausgesetzt und deswegen wohl auch nicht mit Ketten gesichert.


            Blick zurück ins Windachtal

            Oben an der Windachscharte - an einer windgeschützten Stelle - machten wir Rast für das wohlverdiente Frühstück (wie in den letzten Tagen hatten wir auch an diesem nach dem Aufstehen nur einen Müsliriegel gegessen), das auf dieser Höhe und nach dem Aufstieg ganz besonders gut schmeckte. Von der Scharte ging es dann abwärts zum Großen Timmler Schwarzsee (2514m), der tatsächlich ziemlich groß und auch ziemlich kalt ist, in dem wir kurz unsere qualmenden Füße badeten und das ein oder andere Blasenpflaster erneuerten. Über wellige Almwiesen und kleinere Schutthalden ging es dann weiter auf dem Tiroler Höhenweg bis zur Karlsscharte (2691m) von der aus wir noch einmal den Blick auf den See, bis hin zur Windachscharte genießen konnten. Ab hier ließ uns der Tiroler Höhenweg leider im Stich und wir mussten auf den "Erlebnispfad Schneeberg" umschwenken. Dieser führt uns - ob wir wollen oder nicht - an einem Touristenparadies vorbei, das ehemals ein Bergwerk war. Auf dem Gelände gibt es auch ein Restaurant, für das sogar die Milch mit dem Helikopter eingeflogen wird. Ursprünglich hatten wir vorgehabt an der Schneebergerhütte zu übernachten, als sich dann aber herausstellte, dass die Hütte eben dieses Restaurant war, entschlossen wir uns noch ein Stück weiterzugehen. So ging es dann noch hinauf zum Kaindljoch (2700m), von dem aus wir zurück auf die durch Bergbau und Tourismus zerstörte Landschaft schauten:


            Im Hintergrund der Schneeberg

            Von dort aus ging es bergab zur Moarerbergalm (Poschalm) (2110m), wo wir auf den anfangs erwähnten Almwirten trafen. Der konnte gar nicht fassen, dass wir an einem Tag tatsächlich aus Österreich zum ihm gewandert waren. Unser Glück, angekommen zu sein, wurde noch perfekt, als wir auf der "Speisekarte" frische Rohmilch entdeckten, die einfach sensationell lecker war!
            Eine weitere lustige Begegnung dort war "der Chef", "dem gehört hier der ganze Berg": Kaum hatten wir uns hingesetzt um die Milch zu trinken, kamen drei Männer (vllt. Anfang/Mitte 30) an unserem Tisch vorbei und fragten, ob wir kurz helfen könnten. Trotz der schweren Füße hatten wir damit kein Problem, alle zusammen wollten wir versuchen den Stromgenerator der Alm zu tauschen, was dann aber aus unerfindlichen Gründen (auf jeden Fall hat keiner von uns ihren Dialekt verstanden) wieder aufgegeben wurde. Kaum an unserem Platz zurückgekehrt, setzten sich die drei Männer zu uns und einer von ihnen spendierte uns für die Hilfsbereitschaft eine Flasche Bier (Bier und Rohmilch sind übrigens für die Verdauung nicht die optimale Kombination). Als einer der Männer bezahlt hatte und mit den anderen beiden weggefahren war, kam der Almwirt zu uns zurück und erklärte uns, dass der mit der Brieftasche der Besitzer der Alm, des Berges und eines riesigen Hotels im Tal sei. Wir tranken noch ein Glas Milch, fragten, ob es in Ordnung sei, wenn wir ein Stück weiter oben biwakieren würden - was kein Problem war - und stiegen noch eine halbe Stunde bis zu unserem Nachtlager auf.
            Dort kochten wir auf dem Gaskocher ein paar weitere Doppelportionen Travellunch und legten uns in unsere Biwaksäcke. Es war der 12. August - also die sternschnuppenreichste Nacht des Jahres - und wir hatten Glück, es war fast keine Wolke zu sehen. Nach ein paar kurz aufeinander folgenden Sternschnuppen hat uns dann aber alle schon die Müdigkeit übermannt.


            Morgenstimmung am Schlafplatz

            7. Tag:

            Um 7 Uhr ging es wieder los, diesmal allerdings mit einer schlechten Nachricht: Einer unserer Mitwanderer (wir waren noch zu viert) hatte sich wohl in der bitterkalten Nacht zuvor erkältet. Wirklich schlimm war es wohl nicht, wir beschlossen aber, den Tag langsam anzugehen. Zunächst ging es hoch zur Gleckscharte (2480m), die nach den Scharten an den Tagen zuvor keine echte Herausforderung mehr für uns war.


            Blick nach Südosten

            Von dort aus ging es bergab zur Gleckalm, die wunderschön zwischen welligen Almwiesen liegt - allerdings nur aus zwei alten und leeren Hütten besteht. Von dort aus wollten wir weiter über die Hohe Ferse und die Hochspitze am Kamm entlang nach Sterzing wandern. Die im Kamm hängenden dunklen Wolken und unser Erkältungsopfer machten allerdings nicht den besten Eindruck, weshalb wir uns entschlossen nicht über den Kamm zu gehen, sondern ins Tal abzusteigen. So latschten wir uns die Füße auf einem Fahrweg Richtung Ridnaun wund, was immerhin zur Verbesserung des Gesundheitszustandes führte. Im Tal angekommen sahen wir dann das gigantische Hotel des "Chefs", von dem wir am Abend gehört hatten, fanden eine Bushaltestelle, machten Mittag und ließen uns auf vier Rädern nach Sterzing bringen.

            Dort angekommen erschlug uns einmal mehr die Konsumwelt und die Suche nach Essbarem. Direkt gegenüber der Bushaltestelle (Bahnhof) gab es zwar einen Lidel, der aber nicht alle unsere Wünsche erfüllte, so machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt, wo wir immerhin einen SPAR und einen Metzger fanden, bei dem wir Speck und Hirschsalami einkauften.


            Fußgängerzone in Sterzing

            Nach einem kurzen Bummel durch die Fußgängerzone und Wasserbunkern an einem städtischen Brunnen, versuchten wir am frühen Nachmittag, Sterzing Richtung Osten zu verlassen. Das stellte sich aber aufgrund von fehlenden Brücken über den Fluss (Eisack) allerdings als ziemliche Herausforderung heraus. Am späten Nachmittag hatten wir es dann doch geschafft und machten uns auf den Weg zur Burg Sprechenstein oberhalb derer wir auf den Pfunderer Höhenweg stoßen wollten.
            Völlig erschöpft fanden wir abends unterhalb des Gschliessegg (1670m) in einem lichten Lärchenwald eine ebene Stelle für unser Biwak.

            8. Tag:

            Am Morgen des 8. Tages stieß noch ein Kumpel eines Mitwanderers aus Innsbruck dazu, der auch leidenschaftlich gern wandert und uns die nächsten zwei Tage begleiten wollte. Auf dem Pfunderer Höhenweg ging es also stetig bergauf vorbei an der Plitschalm und dem Trenser Joch (2213m) auf dem wir eine ausgiebige Rast einlegten. An diesem Tag führte uns der Weg meistens noch durch Wälder und über Almwiesen, teilweise jedoch schon an recht steilen und aufgrund von Grasbüscheln auch recht rutschigen und abschüssigen Wegen an Bergflanken entlang. Auf dem ganzen Weg trafen wir keine Menschenseele, wodurch der Pfunderer Höhenweg seinem Ruf als einem der schönsten, aber auch einsamsten Fernwanderwege in den Alpen gerecht wurde. Auf der Smilie Mahdalm (2011m) tranken wir das traditionelle Glas Rohmilch und fragten, ob wir ein Stück weiter des Weges unser Nachtlager aufschlagen durften. Auch hier war das kein Problem.
            Also schulterten wir unsere - Sterzing sei Dank - wieder einmal unglaublich schweren Rucksäcke und liefen noch eine Stunde weiter zur nicht bewirtschafteten und häuslich nicht vorhandenen Ochsenalm (2210m), wo wir auf einer ebenen Fläche unser Biwak aufschlugen:



            9. Tag:

            Die Wettervorhersage für den 10. Tag ließ nichts gutes ahnen (Gewitter), deshalb beschlossen wir heute den obligatorischen 3000er auf unserer Tour zu besteigen und wählten die unweit unserer Route gelegene Wilde Kreuzspitze (3132m). Wir begannen unseren Wandertag mit dem Aufstieg zum Sengesjöchl, wo wir unser Müsli als Frühstück und die phantastische Bergwelt mit Blick auf den Wilden See genossen. Nach dieser kurzen Rast machten wir uns auf den Weg zum Rauhtaljoch (2808m), wo wir - nach einem Tipp der Almwirtin - unsere Rucksäcke liegen ließen und ohne den ganzen Ballast zum Gipfel aufstiegen. Der Weg zur Wilden Kreuzspize erwies sich dabei als ziemlich einfach. Er ist breit, gut zu sehen (weil ziemlich überlaufen) und sicher auch für weniger geübte Wanderer*innen problemlos zu schaffen. Oben angekommen bot sich uns - denen die vergangenen acht Tage dann doch schon etwas in den Knochen Steckten - eine wunderbare Aussicht:


            Blick nach Osten



            Vom Gipfel stiegen wir ab zurück zum Wilden See, nicht ohne unterwegs noch unsere Rucksäcke wieder aufzulesen. Dort gab es Mittagessen (Brot, Käse, Speck, Würstchen und eine Haselnuss-Schnitte als Nachtisch). Außerdem trockneten wir unsere Biwak- und Schlafsäcke, die wir morgens immer leicht feucht in die Packsäcke stopften, um schneller loszukommen, und dann meist mittags an einer sonnigen Stelle trocknen ließen. Hier trennten wir uns auch von unserem Kurzzeit-Mitwanderer, der leider schon zum nächsten Urlaub weitermusste. Er ging den Weg zurück, den wir gekommen waren, wir stiegen jetzt abseits des Pfunderer Höhenwegs ab über die Aschilaalm (2247m) zur Fanealm (1739m). Der Abstieg brachte die Sohlen zum wiederholten Mal zum glühen und die Fahnealm erwies sich als DAS Touri-Paradies schlechthin - Parkplatz direkt an der Alm sei Dank. Hier zu biwakieren war natürlich völlig undenkbar, weshalb wir wieder aufstiegen und unterhalb der Stinalm unser Biwak aufschlugen.


            Biwak mit Aussicht

            ... Fortsetzung folgt ...

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            • Juno234
              Erfahren
              • 03.08.2007
              • 397

              • Meine Reisen

              #7
              AW: [AT] [IT] 14 Tage Biwak in den Alpen - von Imst nach Bruneck

              Ich vermute mal, der Wirt/Pächter der Schneeberghütte hätte euch biwakieren lassen. Trubel ist dort nur tagsüber, wenn die geführten Touren kommen. Die Hütte und auch das Restaurant sind am Abend/Nacht sehr nett.

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              • Wafer

                Lebt im Forum
                • 06.03.2011
                • 7031

                • Meine Reisen

                #8
                AW: [AT] [IT] 14 Tage Biwak in den Alpen - von Imst nach Bruneck

                Hallo Berg- und Biwak-Freunde!

                Das liest sich ja wirklich gut! Vielen dank, dass ihr uns an eurer Reise teil haben lasst! Ich freu mich schon auf die Fortsetzung des Berichts.

                Gruß Wafer

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                • blauloke

                  Lebt im Forum
                  • 22.08.2008
                  • 7356

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: [AT] [IT] 14 Tage Biwak in den Alpen - von Imst nach Bruneck

                  Interessanter Bericht. Eine schöne Strecke habt ihr euch ausgesucht.

                  Ich hätte nicht gedacht, dass das Biwakieren an den Hütten so einfach erlaubt wird. Hat kein Wirt versucht, euch zu einer Übernachtung bei ihm in der Hütte zu überreden? Oder habt ihr grundsätzlich für die Erlaubniss, quasi als Anerkennung, in den Hütten gegessen?

                  Bin schon gespannt auf die Fortsetzung des Berichts.
                  Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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                  • motion
                    Fuchs
                    • 23.01.2006
                    • 1510

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: [AT] [IT] 14 Tage Biwak in den Alpen - von Imst nach Bruneck

                    Zitat von blauloke Beitrag anzeigen
                    Interessanter Bericht. Eine schöne Strecke habt ihr euch ausgesucht.

                    Ich hätte nicht gedacht, dass das Biwakieren an den Hütten so einfach erlaubt wird. Hat kein Wirt versucht, euch zu einer Übernachtung bei ihm in der Hütte zu überreden? Oder habt ihr grundsätzlich für die Erlaubniss, quasi als Anerkennung, in den Hütten gegessen?

                    Bin schon gespannt auf die Fortsetzung des Berichts.
                    die sind zum Teil ganz froh wenn Du biwakierst, weil die Hütte mal wieder übervoll ist. Ich hatte sogar schon bei einigen wegen Zelt angefragt, was auch kein Problem war. Da wir einen Hund haben und dieser auf einigen Hütten nicht mit rein kann, war die Idee mit dem Zelt vor der Hütte zu schlafen. Wie gesagt fragen kostet nichts und ein nein habe ich bis jetzt noch nie gehört.
                    Die Freiheit, aufzubrechen, wohin ich will.

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                    • Quecky
                      Anfänger im Forum
                      • 08.06.2011
                      • 47

                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: [AT] [IT] 14 Tage Biwak in den Alpen - von Imst nach Bruneck

                      Hallo und sorry, dass ich jetzt erst antworte - die Uni hatte mich trotz Semesterferien fest im Griff ...
                      Also wir haben auf der Tour insgesamt drei Mal direkt neben einer Hütte/Alm übernachtet. Da haben wir auch immer was gegessen und getrunken. Auf den Hütten hat dann niemand versucht uns davon zu überzeugen, dass wir doch drinnen schlafen sollen und es hat auch niemand zur Bedingung gemacht, dass wir als Gegenleistung etwas essen/trinken.
                      Sonst haben wir mehrfach auf Almen gefragt, ob es in Ordnung ist, wenn wir ein Stück weiter übernachten, sind dann noch eine Stunde oder so weiter gelaufen, und haben dann unser Lager aufgeschlagen.

                      Fortsetzung des Berichts folgt jetzt tatsächlich in den nächsten Tagen

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                      • madomac
                        Erfahren
                        • 13.08.2012
                        • 232

                        • Meine Reisen

                        #12
                        Zitat von Quecky Beitrag anzeigen
                        Fortsetzung des Berichts folgt jetzt tatsächlich in den nächsten Tagen
                        Unbedingt! Eure Biwakreise hat mich schon sehr inspiriert und ich denke über ähnliches nach...

                        Grüße,
                        Marc

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                        • StefanBC
                          Anfänger im Forum
                          • 18.06.2008
                          • 15

                          • Meine Reisen

                          #13
                          AW: [AT] [IT] 14 Tage Biwak in den Alpen - von Imst nach Bruneck

                          Coole Sache!
                          Zu den bereitwilligen Hüttenwirten: Denen ist es völlig schnuppe ob ihr übernachtet oder nicht, denn die Übernachtungsgebühr geht zu 100% an die Sektion. Nur am Konsum verdient der Hüttenwirt direkt! In der aktuellen Panorama ist das auch beschrieben.

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                          • Johnny
                            Erfahren
                            • 09.02.2009
                            • 250

                            • Meine Reisen

                            #14
                            AW: [AT] [IT] 14 Tage Biwak in den Alpen - von Imst nach Bruneck

                            Tolle Sache die ihr da gemacht habt, und ein dickes Respekt! Ich hoffe ich hab irgendwann mal die Eier 14 Tage lang zu biwakieren. Dass das so gut mit den Hütten klappt, ist schön zu hören, vor allem wusst ich gar nicht dass die von der Übernachtung gar nichts haben. Ich sollte die Panorama auch mal richtig lesen und nicht nur auf dem Klo durchblättern
                            Mit den besten Grüßen vom Johnny!
                            Wie aus der sieht, wie rum der läuft!

                            Kommentar


                            • carnap
                              Anfänger im Forum
                              • 11.03.2021
                              • 38

                              • Meine Reisen

                              #15
                              Dass eine Hütte nichts oder nur wenig an einer Übernachtung verdient, gilt aber nur für Hütten, die dem AV, dem TC oder den Naturfreunden gehört.
                              Es gibt aber auch etliche (Alm-)Hütten, die einfach einem Bauern gehören. Da könnte es dann eventuell auch anders sein. Habe selbst aber kaum Erfahrungen dazu.

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                              • codenascher

                                Alter Hase
                                • 30.06.2009
                                • 4661

                                • Meine Reisen

                                #16
                                Danke für die Leichenfledderei, äh fürs freundliche ausgraben. So war meine Frühstückspause eine halbe Stunde länger und ich habe diesen mir bisher unbekannten Reisebericht gern gelesen.

                                Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

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