[CH] Appenzeller Land die neunte!

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  • Geronimo
    antwortet
    AW: [CH] Appenzeller Land die neunte!

    Zitat von Wafer Beitrag anzeigen
    Vielen Dank! Ich war in der Schweiz recht viel unterwegs aber in Bezug auf Hüttendichte ist diese Region einzigartig. Oder gibt es nochmal etwas ähnliches?
    Auch die Vielfältigkeit auf kleinstem Raum finde ich faszinierend: Von leichten Almwanderungen bis Hochalpin. Auch das habe ich bisher nur dort gefunden.
    Hallo Wafer
    Was die Hüttendichte angeht, kann ich nicht viel sagen, da ich praktisch immer mit Tarp oder Zelt unterwegs bin.
    Einmal waren wir auf der Via Engadina (vom Ende Unterengadin bis Ende Oberengadin). Da haben wir in kleinen Penssionen übernachtet. Das war schon echt schön. Auch die Wanderung war richtig toll. Vorallem das Unterengadin ist wunderschön. Das Oberengadin gefällt mir persönlich nicht überall wirklich so. St.Moritz ist zu stark überbaut und von der "Energie" her einfach nicht so mein Ding.

    Das hast Du echt richtig gesehen! Das Appenzell oder überhaupt die ganze Ecke dort bietet super viel Abwechslung. Wie erwähnt von gemütlich bis sehr sportlich alles.

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  • Wafer
    antwortet
    AW: [CH] Appenzeller Land die neunte!

    Hallo Atze.

    Stimmt! Ich war zwischenzeitlich noch 3 mal dort, siehe Beitrag [CH] Jugendfreizeit auf der Meglisalp - Alpstein, und - wie man dem Titel entnehmen kann - vorher auch schon das eine oder andere mal.
    Da haben solche Unterschiede durchaus ihren Reiz.

    Gruß Wafer

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  • Atze1407
    antwortet
    AW: [CH] Appenzeller Land die neunte!

    Auch nicht ganz so schönes Wetter hat seine Reize, wenn es nicht in Dauerregen ausartet.

    Danke für den Bericht.

    LG
    Atze1407

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  • Wafer
    antwortet
    AW: [CH] Appenzeller Land die neunte!

    Hallo Geronimo.

    Vielen Dank! Ich war in der Schweiz recht viel unterwegs aber in Bezug auf Hüttendichte ist diese Region einzigartig. Oder gibt es nochmal etwas ähnliches?
    Auch die Vielfältigkeit auf kleinstem Raum finde ich faszinierend: Von leichten Almwanderungen bis Hochalpin. Auch das habe ich bisher nur dort gefunden.

    Gruß Wafer

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  • Geronimo
    antwortet
    AW: [CH] Appenzeller Land die neunte!

    Toller Bericht! Vielen Dank.

    Auch als Schweizer gehe ich gerne ins Appenzeller-Land wandern. Da gibt es echt viele schöne Touren von gemütlich bis sehr sportlich, Tages- wie auch Mehrtagestouren ist alles dabei.

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  • Wafer
    hat ein Thema erstellt [CH] Appenzeller Land die neunte!.

    [CH] Appenzeller Land die neunte!

    Prolog
    Ein Freund und ich haben von unseren Frauen und Kindern ein Wochenende für die Berge frei bekommen. Wo es hingehen soll ist schnell klar: Ins Appenzeller Land! Ich habe ihm schon so oft was vorgeschwärmt wie toll es da sein soll da will er nun auch mal da hin. Na, wenn er mag! Ich geh da gerne auch wieder zum neunten Mal hin! Das Hüttennetz ist dank des Bergwirtevereins mit Berggasthäusern gut erschlossen. Für die Schweiz ist dort die Hüttendichte außergewöhnlich hoch. Trotzdem sind dort meist nur Schweizer unterwegs - was einen wundert wenn man sich die Lage des Appenzeller Landes direkt am Bodensee und dem Rheintal anschaut.
    Die Tour ist zwar schon ein paar Tage her aber die Gegend ist immer noch brandaktuell!

    Freitag, 10. August 2007
    Höhenunterschiede: ↑ 450 m, ↓ 550 m
    Gehzeit: 2,5 h ohne Pausen
    Es regnet! Ich bin aber noch am Bahnhof und hoffe, dass es in der Schweiz besser ist. Grund dazu habe ich: Der Wetterbericht für die Schweiz ist verhalten optimistisch. Die Bahn bringt mich nach Ulm wo mich Ralf mit dem Auto aufgabelt. Die Sicht ist zwar immer noch sehr schlecht aber es hat immerhin schon mal aufgehört zu regnen. Das ist doch schon mal ein Fortschritt! 2,5 h später kommen wir in Wasserauen an. Die Wolkenuntergrenze liegt bei gut 1.000 Metern. Die Seilbahn auf die Ebenalp fährt uns dann mitten rein in die Suppe.
    Nun wollte ich ihm die Tolle Aussicht von der Ebenalp zeigen und schon war es nix! Trotzdem steigen wir kurz zum Gasthaus Ebenalp auf.

    Der Blick zurück zeigt wenig Einsicht beim Wettergott!
    Macht nichts - der Weg ist das Ziel! Also ziehen wir wieder los und steigen durch die Bärenhöhle zum Wildkirchli ab. Das ist eine in eine Höhle gebaute Kapelle. Über eine interessante Wegkonstruktion, die - mit Dach - an den Fels geklebt wurde geht es dann zum Gasthaus Äscher hinunter. Das ist eine meiner Lieblingshütten im Appenzeller Land! Die steht unter einem Felsüberhang und wurde direkt an den Fels gebaut - die "Rückwand" der Hütte ist der nackte Fels.

    Interessantes Ambiente im Gastraum, Treppenhaus, Küche und anderen Räumen! Als wir nach dem Vesper wieder raus kommen hebt sich die Wolkenuntergrenze allmählich. Es wird doch nicht doch noch schön werden wollen?
    Wir brechen auf und steigen den Weg zum Seealpsee hinab. Die Sicht wird immer besser weil die Wolkenuntergrenze immer mehr ansteigt.



    Am Gasthaus Forelle muss man einfach ein Bier trinken. Das Motiv für das Bild auf dem Appenzeller Lagerbier entstand genau hier. Leider sind die Gipfel aber noch im Nebel.


    Die Boote kann man ausleihen und damit auf dem See herumrudern.

    Da wir heute Zeit haben und nur noch bis zur Meglisalp wollen verbummeln wir die Zeit am See. Plötzlich reißen Löcher in die Wolkendecke und der Säntis ist zu sehen. Das Tal dort hinauf führt zum Oberen Messmer – wieder ein Gasthaus – und dann weiter über die Wagenlücke oder direkt auf den Säntis. Ein Tour, die wir dieses Mal weg lassen.
    Wir umrunden dann den See und steigen durch den Wald hinauf zur Wand. Auch wenn man weiß, dass es da einen Weg durch gibt – man kann ihn kaum erkennen. Am Fuß der Wand kann man dann auf Felsbändern entlang in eine Felsnische gehen, in der sich der Weg nach oben kämpft.
    Oben geht es dann wieder auf Bändern entlang bis man plötzlich auf Wiesensteht. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist für diesen Weg aber unerlässlich! Der Blick hinunter zum Seealpsee und vor ins leicht hügeliger Vorland ist fantastisch. Auf dem Bergkamm gegenüber liegt das Gasthaus Schäfler. Wenn man da übernachtet und gute Sicht hat ist das ein unvergessliches Erlebnis!

    Kurze Zeit später kommen wir auf der Meglisalp an. Der Wirt ist ein absoluter Künstler was die Küche angeht. Was der hier auf dieser Höhe auf den Teller zaubert ist wirklich gut!

    Die Zimmer sind zwar ohne Wasseranschluss aber urgemütlich!

    Wir lassen den Abend bei Bier und der Planung für den morgigen Tag ausklingen.

    Samstag, 11. August 2007
    Höhenunterschiede: ↑ 1.500 m, ↓ 1.750 m
    Gehzeit: 8,5 h ohne Pausen
    Die Sicht ist leider wieder reichlich schlecht. Trotzdem brechen wir in Richtung Säntis auf. Es soll ja schließlich besser werden! Wir steigen an der Ageteplatte vorbei hinauf zur Wagenlücke. Ab 1.700 Meter fängt es leider auch noch an zu nieseln. Na Super! Dabei sollte es hier doch schöner werden!

    So steigen wir am „Gross Schnee“ vorbei hinauf auf den Säntis (2.502 m). Die Sicht ist besch…! Ich werde hier mal ein paar Bilder von früheren Touren dazu nehmen. Die letzten Meter zum Gasthaus Alter Säntis sind versichert.


    Nach einer Runde um den Gipfel kehren wir kurz im alten Gasthaus Säntis ein. Aber das Wetter will einfach nicht besser werden. Trotzdem beschließen wir über den Liesengrat hinüber zur Rotsteinpasshütte zu gehen. Vor dem Ofen versuchen wir notdürftig die Kleider zu trocknen.

    Vor der Hütte begrüßt uns – wie üblich – ein Rudel Steinböcke.
    Der Abstieg führt uns wieder zur Meglisalp. Ralf will unbedingt noch weiter. Er will das von mir schon oft geschilderte Bollenwees noch kennen lernen. Also ziehen wir weiter über den Widderalpsattel zur Widderalp. Durch den Stiefel geht es zum Bollenwees.

    Ralf hat seit dem letzten Pass Schwierigkeiten mit dem linken Fuß. Er kann am Schluss kaum noch auftreten. Leider haben die hier kaum noch Platz. Auf der nächsten Hütte weiter unten – dem Gasthaus Plattenbödeli – gibt es noch ein Doppelzimmer. Also essen wir hier zu Abend mit Blick auf den Fählensee und steigen dann noch ab zum Plattenbödeli.


    Sonntag, 12. August 2007
    Höhenunterschiede: ↑ 0 m, ↓ 350 m
    Gehzeit: 1 h

    Der Morgen begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein. Na also, geht doch! Warum nicht gleich so?

    Seinem Fuß geht es besser – aber noch immer nicht so gut, dass er sich eine weitere Tour zutraut. So steigen wir direkt ab und kommt durch den Wald hinunter nach Brülisau. Da der Tag noch jung ist beschließen wir mit der Kastenbahn auf den Hohen Kasten zu fahren.

    Der Blick von oben über den Alpstein ist grandios!

    Der Sämtiser See ist gut zu erkennen. Der Klotz in der Mitte ist der Hundstein mit dem Widderalpsattel rechts daneben. Darüber etwas weiter recht hinten ist der Säntis. Wenn man den Grat links im Bild entlang wandert kommt man über das Gasthaus Staubern wieder zum Bollenwees.

    Auch der Blick ins Rheintal – fast 1.400 Meter unter uns – ist phänomenal!

    Nach der Abfahrt gehen wir noch zum Gasthaus Egli zum Mittagessen. Die Aussicht lohnt sich absolut.

    In der Mitte ist die Ebenalp zu erkennen. Im Tal links davon ist der Seealpsee hinten drin. Von hier aus sollte man nicht glauben, dass es im Alpstein so hochalpin zugeht. Da kann man über Gletscher gehen, Klettersteige genießen oder einfach hochalpine Wanderungen unternehmen.
    Eines ist sicher: Ich werde auf jeden Fall wiederkommen!
    Zuletzt geändert von Sandmanfive; 06.11.2011, 16:23. Grund: Reisecharakter eingestellt
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