Stille Umwege vom Allgäu nach Südtirol

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  • StefanBoe
    Erfahren
    • 14.12.2020
    • 233

    • Meine Reisen

    Stille Umwege vom Allgäu nach Südtirol

    Tourentyp
    Lat
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    Mitreisende
    Komme zurück von der diesjährigen Alpen-Trekkingtour. 10 Tage vom Allgäu in den Vintschgau (Südtirol) auf schönen und zumeist wirklich stillen Umwegen weitgehend abseits des E 5 durch die Allgäuer-, Lechtaler- und Ötztaler Alpen. Eigentlich war dies erst die Hälfte der Gesamttour, denn diese soll noch weiter zum Gardasee führen. Mit dabei: Wie schon letztes Jahr mein Sohn Theo (17) und unser syrischer Freund Esmail. Er war weit und breit der einzige Arabischstämmige in den Bergen, ein Pionier sozusagen.

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    Unsere Route im Überblick:
    1. Oberstdorf - Einödsbach - Rappenseehütte
    2. Heilbronner Weg (2615 m) - Höhenbachtal - Holzgau / Taxi nach Madau - Berggasthaus "Hermine"
    3. Rottal - Leiterjöchl (2516 m) - Württemberger Haus
    4. Abstieg Zammer Loch - Zams im Inntal - Bergbahn zum Venet - Abstieg Piller Höhe - Harbeweiher / Biwak
    5. Aifner Alm - Höhenweg Falkaunsalm - (Dr. Angerer Höhenweg) - Abstieg Kaunertal - Aufstieg zur Verpeilhütte
    6. Verpeiljoch (2825 m) - Mittelberglesee - Saßjoch (2783 m) - Cottbuser Höhenweg - Riffelseehütte
    7. Fuldaer Höhenweg - Taschachhaus - Ölgrubenjoch (3044 m) - Gepatschhaus
    8. Weißsee - Weißseejoch (2968 m) - Langtauferer Höhenweg zur Weißkugelhütte - Melager Alm / Biwak
    9. Planeilscharte (3090 m) - Matscher Joch (3200 m) - Matscher Tal - Matscher Alm / Biwak
    10. Matscher Tal - Matsch - Waalweg nach Schluderns/ Vintschgau

    Unser grobes Konzept: Ca. 8 h am Tag wandern; Übernachtung abwechselnd in einer Hütte oder im Tarp, das ich erstmals statt eines Zeltes dabei hatte.

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    Sollte vor allem Gewicht sparen, was es auch tat. Dafür ist es deutlich labiler bei Unwettern (mehr dazu später ...) - und davon hatten wir nicht wenige im späten Juli 22 in diesem weiteren Hitzesommer in den Alpen.

    1. Tag: Oberstdorf - Einödsbach - Rappenseehütte
    https://www.komoot.de/tour/770795316


    In aller Frühe los in Königswinter, mit 14 kg, 15 kg und 17 kg auf dem Rücken. Das geht eigentlich, da haben wir gut gepackt. Erst zum Bus zum ICE-Bahnhof Siegburg, dann mit 280 km/h Richtung Alpen, die wir mittags in Oberstdorf begrüßen können. Esmail war schon einmal für 3 Tage mit uns in den Allgäuer Alpen unterwegs, er ist also kein Alpen-Anfänger. Ein Bus bringt uns noch nach Birgsau, von wo unsere Wanderung losgeht. Der E 5 geht von Oberstdorf durchs Trettachtal zur Kemptner Hütte, wir wollen aber gerne den bekannten Heilbronner Weg zwischen Rappensee- und Kemptner Hütte einbauen und laufen daher durchs Stillachtal. Wir kommen am wunderbar gelegenen Berggasthof Einödsbach vorbei. Ich spinxe durchs Fenster in den Gastraum, um den Lieblingsplatz von meiner Frau und mir zu erspähen: Dort hinterm Kachelofen ließ es sich gut speisen, lesen und Kniffel spielen(Okt. 2020).

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    Der Blick auf Trettachspitze und Mädelegabel ist von hier gewaltig.

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    Nun beginnt der ca. 3 1/2 stündige Aufstieg auf durchweg anregendem Bergpfad vorbei an Petersalpe und Enzianhütte zur Rappenseehütte. Erst durch die von Fichten, Ahorn und Buchen geprägte Waldzone. Es ist schwül-heiß, der Schweiß fliest in Strömen.

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    Später durch die üppig wuchernde Allgäuer Wiesen- und Mattenzone. Es hat sich bewölkt und wir sind glücklich über den leichten, kühlenden Regen.

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    An der Rappenseehütte (2091 m) herrscht nicht der von mir befürchtete Rummel. Die Hütte ist gut gefüllt, aber es herrscht kein Hotelbetrieb, sondern angenehme Hüttenatmosphäre. Alles ganz entspannt, die Hüttencrew managt das sehr sympathisch. Nach dem Abendessen bummeln wir hinunter zum Großen Rappensee, der beschaulich in seiner Wiesenwanne liegt. Die Regenfälle haben aufgehört, die Wolken reißen etwas auf und es ist ungewöhnlich warm. Da das Wasser des Sees auch ziemlich mollig ist (schätzungsweise 17° ?), lassen wir uns ein ausgiebiges Bad nicht entgehen. Ich ziehe bestimmt 10 min freudig meine Bahnen; das habe ich in dieser Höhenlage so ausgiebig noch nicht getan.

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  • Flachlandtiroler
    Freak
    Moderator
    Liebt das Forum
    • 14.03.2003
    • 26715

    • Meine Reisen

    #2
    Hehe, der "St1"...
    Meine Reisen (Karte)

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    • StefanBoe
      Erfahren
      • 14.12.2020
      • 233

      • Meine Reisen

      #3
      2. Tag: Rappenseehütte - Heilbronner Weg - Mädelejoch - Höhenbachtal - Holzgau
      + Taxifahrt nach Madau / Berggasthaus "Hermine"

      https://www.komoot.de/tour/770814945

      Erwartungsvolles Aufwachen vor dem aussichtsreichen Höhenweg, doch vor der Hütte herrscht trübe Wolkennebelsuppe, die nicht so ausschaut, als wolle sie sich auflösen. Nun gut, man muss es so nehmen, wie es kommt. Im Tross von mehreren weiteren Wandergruppen begeben wir uns zum Aufstieg zur Steinscharte, dem Einstieg in den felsigen Teil des Heilbronner Weges. Dort sorgen luftige Felspassagen für reichlich Abwechslung und entschädigen ein bisschen für das gänzlich fehlende 360°-Panorama vom Alpenvorland bis zu den Zentralalpen. Immerhin regnet und stürmt es nicht.

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      Der "Weg" ist super gelegt und lässt sich ohne eigentliches Klettern begehen. Reichlich Drahtseile, Stifte, Klammern und zwei Leitern sorgen dafür, dass man hier auch mit Treckingrucksack weder Angstschweiß, noch das Gleichgewicht verliert.

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      Über den Steinschartenkopf (2615 m) und den Wilden Mann gelangen wir mit reichlich Auf und Ab zum Bockkarkopf (2609 m). Zwei weitere Gipfelpausenmacher äußern im Gespräch recht bald merkwürdige Gedanken ("Die, die Gendersprache benutzen, sind die eigentlichen Diktatoren." / "Das Klima hat sich immer schon geändert. Als wenn unser kleiner Menschenanteil da etwas verändern könnte!"), so dass wir uns besser rasch verziehen. Am ehemaligen Schwarzmilzferner liegt tatsächlich noch ein großes Altschneefeld, dann geht es nach und nach in sanfteres Grasland und zum Mädelejoch (1968 m), wo wir nach ca. 5 Stunden strammen Wanderns auf den E 5- treffen. Die großen Gruppen sind nun am frühen Nachmittag schon durch, so dass wir den schönen Abstieg ins Höhenbachtal in aller Ruhe genießen können.

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      Unter der Roßgumpenalm bricht sogar die Sonne durch die Wolken, was wir sogleich zum ausgiebigen Chillen nutzen.

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      Unten wartet eine ausgesprochen schöne Tallandschaft mit Waldpassagen, Wasserfällen und Schluchten.

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      Erst der Hanssens- Wasserfall, dann der Sims-Wasserfall.

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      Nach über 8 Stunden reiner Wanderzeit erreichen wir ziemlich müde Holzgau im Lechtal. Eigentlich war geplant hier irgendwo das Tarp aufzustellen, aber das Wetter wirkt nicht solide. Und außerdem fragen uns drei Schwaben, ob wir mit ihnen zusammen das Sammeltaxi nach Madau nutzen wollen, so wäre es billiger und man würde über 10 km Asphaltweg sparen. Da sagen wir nicht nein und steigen ein. Schon auf der Landstraße im Lechtal deutet der Fahrer sein Rennfahrerpotenzial an, aber erst auf der schmalen Bergstraße ins Madautal bringt er es voll zur Entfaltung. Esmail fühlt sich an seine Jugend in Syrien erinnert, wo manche seiner Kumpel ähnlich, aber doch nicht ganz so rasant gefahren seien. Abwechselnd Beschleunigungen wie auf der Achterbahn, dann bedarfsweise energisches Bremsen, aber alles sehr routiniert. Alles in allem ein Erlebnis!

      Madau: 3 Häuser und 1 Kapelle am Ende der Welt, drumherum die entlegenen Täler und Berge der Lechtaler Alpen. Wunderbar. Ich liebe diese Orte.

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      Wir finden einen Lagerplatz im Berggasthaus "Hermine" mit seiner schönen Terrasse, gemütlichen Innenräumen und einer entspannt- herzlichen Wirtscrew. Insgesamt ist das Haus, obwohl am E 5 gelegen, nur mäßig belegt. Deutsche, Holländer, Tschechen, Österreicher. Die meisten E 5- Wanderer scheinen auf der oberhalb gelegenen Memminger Hütte zu übernachten.

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      Vor dem Abendessen holt mich der Wirt feixend in den Gastraum: Dort hätten mehrere Gäste mich zweifelsfrei als Markus Wasmeier ("Wasi", ehemaliger Skiheld Österreichs) erkannt, seien entsprechend in Aufregung und hätten gerne ein Autogramm. Sorry, ich hätte gerne Autogramme verteilt, muss aber leider für enttäuschte Mienen sorgen.

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ID: 3144621



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      • blauloke

        Lebt im Forum
        • 22.08.2008
        • 7211

        • Meine Reisen

        #4
        Das ist ein interessanter Bericht und ich freue mich auf die Fortsetzung.
        Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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        • Hebi19
          Erfahren
          • 29.08.2010
          • 268

          • Meine Reisen

          #5
          Was ich an Bildern sehe und lese deutet voll und ganz auf eine Traum-Tour hin. Vielen Dank fürs mitnehmen.

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          • StefanBoe
            Erfahren
            • 14.12.2020
            • 233

            • Meine Reisen

            #6
            3. Tag: Madau - Rottal - Leiterjöchl (2516 m) - Württemberger Haus
            https://www.komoot.de/tour/770894688

            Beim Aufwachen tun die Knochen noch ziemlich weh vom gestrigen Marsch, aber die Sonne scheint freundlich ins Lager und es ist herrlich, das Näschen in die Madauer Bergluft zu halten. Nach gutem Frühstück ziehen wir los. Das Nachbarhaus unseres Gasthauses sieht so aus, wie ich mir meinen romantischen Altersruhesitz vorstelle. Vermutlich wäre es mir in real zu ruhig?

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ID: 3144665

            Erst über einen Wiesenpfad, dann ein Stück über Asphalt durch Fichtenwald, bevor wir linkerhand den E 5 - Hauptweg zur Memminger Hütte verlassen und über eine Brücke ins einsame Rottal abbiegen.

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ID: 3144666
            Hier zieht sich für mehrere Kilometer ein breiter Forstweg hinauf, der bei zunehmender Hitze zunehmend mühselig wird. Auf ca. 1800 hm endlich der ersehnte Pfad, der zunächst durch ausgedehnte Latschenfelder führt und sich dann langsam in die Mattenzone hinaufschraubt. Keine Menschenseele scheint hier außer uns unterwegs. Es ist toll in dieser nordalpinen Wildnis unterwegs zu sein!

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ID: 3144669

            Gestartet wie die Tiger kommen wir angesichts der Hitze und des Trekkinggepäcks nunmehr nur noch langsam vorwärts. Jeder Bachlauf wird zur Pause und Erfrischung genutzt. Endlos geht es nun in steilen Kehren hinauf, aber die Bergkulissen sind super. Und gegenüber fesselt ein türkisfarbenes Seelein unsere Blicke.

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ID: 3144676

            Wider Erwarten geht es weiter oben nicht in die steilen Schutthänge, sondern geradewegs in die zunächst unüberwindlich wirkenden Kalkfelsen. Die Wegebauer haben hier eine Schwachstelle in den steilen Felsen gefunden und ähnlich wie am Heilbronner Weg mit Drahtseilen, Stiften und Klammern versehen, so dass man gut hinauf kommt. Allerdings muss man schon ordentlich zupacken.

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ID: 3144671

            Am Leiterjöchl (2516 m) haben wir den Hauptkamm der Lechtaler Alpen erreicht und freuen uns über den tollen Blick nach Norden und nach Süden.

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ID: 3144673
            Nun noch der etwa einstündige, problemlose Abstieg zur anvisierten Hütte, dem Württemberger Haus (2200 m). Im Süden grüßen die Ötztaler. Wir haben deutlich mehr Saft gelassen, als wir bei dieser relativ kurzen Etappe (ca. 5 Std. reine Gehzeit) erwartet hatten. Die Hütte liegt wunderbar über einem abgelegenen Hochtal. Auch hier wieder entspannte, herzliche Hüttenatmosphäre, gutes Lager, gutes Essen.

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ID: 3144677

            Eigentlich wollten wir noch Schwimmen im 10 min oberhalb liegenden Bergsee. Aber die extreme Trockenheit dieses Jahres hat den See wohl fast austrocknen lassen. Zudem haben sich die netten Nachmittagswölkchen mit einem Mal zu finsteren Gewitterwolken zusammengeballt, aus denen alsbald schwerer Hagel fällt. Also bleiben wir lieber in der Hütte und spielen Kniffel. Nach dem Gewitter dann bleiches Licht auf dem Kalkgebirge.

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ID: 3144675

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            • JerryJeff

              Fuchs
              • 16.12.2020
              • 1887

              • Meine Reisen

              #7
              Danke für den Bericht; bin gespannt, wie`s weitergeht! Aaaaaber: des mit'm "Wasi" (zit.: "...zweifelsfrei als Markus Wasmeier ("Wasi", ehemaliger Skiheld Österreichs)..." hätt`s fei nit 'braucht! (https://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Wasmeier)
              "after twenty years he still grieves..."

              P.S.: wie kähn äväriesing - iksäpt ti-äitsch….

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              • StefanBoe
                Erfahren
                • 14.12.2020
                • 233

                • Meine Reisen

                #8
                Du hast Recht, auch wir haben direkt gegoogelt und fanden, dass es schon viel Fantasie braucht, um mich mit dem Wasi zu verwechseln. Nichtsdestotrotz waren die Leute sich ziemlich sicher...

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                • StefanBoe
                  Erfahren
                  • 14.12.2020
                  • 233

                  • Meine Reisen

                  #9
                  4. Tag: Württemberger Haus - Zammer Loch - Zams/ Inntal - Bergbahn Venet (2200 m) - Piller Höhe - Harbeweiher / Biwak
                  https://www.komoot.de/tour/770905815
                  https://www.komoot.de/tour/770916378

                  Erfreuliche Aussichten nach den anstrengenden ersten Etappen: Dieser Wandertag bringt vor allem lange Abstiegstrecken und wird uns daher deutlich weniger Schweiß kosten. Von der Hütte (2200 m) kurven wir in gemütlich gelegten Kehren in ein entlegen wirkendes Hochtal hinab, welches durch Wolkendecke und Nebel ziemlich verwunschen wirkt.

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ID: 3144786

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ID: 3144788
                  Im Talgrund dann ein Abschnitt in einem zauberhaften Lärchenwald, bevor wir an der Lochalm auf den E 5- Hauptweg treffen. Wir sind recht früh hier unten, so dass die Wanderer von der Memminger Hütte noch nicht eingetroffen sind und wir das Tal sozusagen für uns haben.

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ID: 3144789
                  Dieses "Zammer Loch" ist schon etwas Seltenes: Ein von Straßenbau völlig unberührtes Alpental. Das Laufen ist hier wirklich eine große Freude. Theo ist begeistert von den canonartigen Passagen, den urigen Wäldern und der sich zum Inntal hin rasch verändernden Vegetation zu Trockenheit liebenden Arten (Kiefern).


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ID: 3144790

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ID: 3144791

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ID: 3144792
                  Am Ende gelangen wir recht unvermittelt aus der alpinen Wildnis in das stark besiedelte Inntal bei Zams: Lärm von der Autobahn, riesige Felsfangnetze, Kiesgruben, Gewerbegebiete, Vorstadtbebauung. Wie wenig man von der großartigen Natur der Alpen mitbekommt, wenn man nur mit dem Auto die großen Haupttäler entlang fährt! Etwas genervt traben wir nach Zams hinein und füllen im Supermarkt unsere Nahrungsbestände auf. Direkt nebenan wartet die Kabinenbahn zum Venet auf uns. Das 15,- € - Ticket spart uns 1400 hm Aufstieg. Ein guter Deal, finden wir. Oben auf 2200 m kann man gleich wieder gut durchatmen und mit ein paar Schritten der Zivilisation entkommen. Ein entspannter Höhenweg führt hinüber zur Gogles Alm mit Blick über das obere Inntal, die Lechtaler, die Verwallberge und die vorderen Ötztaler Gipfel. Von der Schweiz her ziehen schwere, feuchte Wolken heran. Sieht nach ordentlichen Gewitterschauern aus.

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ID: 3144793
                  Die ersten Schauer passen wir an der Gogles Alm ab, dann verlassen wir erneut den E 5- Hauptweg und steigen direkt zur Piller Höhe (ca. 1500 m) ab, eine weite, bewaldete Senke zwischen dem vorderen Kauner- und dem Pitztal. Die Fichten- und Kiefernbergwälder sind urig, am Boden eine dichte Decke aus Alpenrosen und Heidelbeerbüschen. Überall reife Heidelbeeren, ich schlage mir den Bauch voll.

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ID: 3144794
                  Schon bald hängen die nächsten Gewitterwolken am Himmel. Der entsprechende Platzregen erwischt uns am modern gestalteten Naturparkhaus Kaunertal, wo wir uns unterstellen können. Unser Wetter-Online Regenradar sagt uns, dass es das nun war mit dem Regen. Also gehen wir weiter in den Abend hinein, um uns ca. 30 min weiter oberhalb einen schönen Biwak- bzw. Tarp-Platz zu suchen. Eine Unterkunft gäbe es nur im Dorf Piller, was aber für unsere Route ungünstig liegen würde. Auf ca. 1650 m gelangen wir zu den idyllischen Wiesen am Harbeweiher, sie laden zum Übernachten ein. Kein Mensch weit und breit, also wird es schon recht sein. Rasch ist das Tarp aufgebaut, groß genug, um drei Personen ein Dach über dem Kopf zu bieten.

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ID: 3144796
                  Da es dann doch wieder beginnt zu tröpfeln, beschließen wir, unser Abendessen unter dem Vordach der Hütte nebenan einzunehmen. Es ist sehr gemütlich und wir plaudern lange.

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ID: 3144795
                  Kaum liegen wir in der Dunkelheit unterm Tarp, beginnt es dann doch wieder zu regnen. Und zwar ordentlich. Zum Teufel mit dem Regenradar. Auch ist die Neigung der Wiese nicht sonderlich schlaffördernd. Gegen Mitternacht suchen Theo und Esmail das Weite bzw. das schützende Dach der Hütte nebenan. Dort finden sie in den Schlaf. Und ich habe das Tarp für mich alleine - auch nicht schlecht.

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                  • StefanBoe
                    Erfahren
                    • 14.12.2020
                    • 233

                    • Meine Reisen

                    #10
                    5. Tag: Harbeweiher - Aifner Alm - Höhenweg Falkaunsalm - dann (statt Dr. Angerer Höhenweg) Nufels und Vergötschen/ Kaunertal - Verpeilhütte
                    https://www.komoot.de/tour/770929749

                    Schließlich haben wir doch noch ganz gut geschlafen: Theo und Esmail unter dem Vordach der Hütte und ich unter dem Tarp auf der Wiese. Um 8 Uhr schüttele ich die beiden wach, denn ein langer Weg liegt heute vor uns. Nach gutem Frühstück brechen wir auf. Für den Aufstieg zur Aifner Alm gibt es alternativ zum breiten Weg einen schönen Wurzelpfad durch den abwechslungsreichen Bergwald. Stellenweise geht es auch durch Hochmoore, die noch unter Morgennebeln liegen. Nach 1 Std. Aufstieg haben wir die Aifner Alm erreicht. Die Sonne bricht durch. Was für ein toller Blick über das nebelgefüllte Kaunertal und die steil aufragenden Berge des Kaunergrates!

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220724_101545 (2).jpg Ansichten: 0 Größe: 1,73 MB ID: 3145226

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220724_101837_HDR (2).jpg Ansichten: 0 Größe: 3,23 MB ID: 3145227

                    "Panoramahöhenweg Falkaunsalm / 3 Std." steht auf dem Schild. Puh, ich hatte mit höchstens 2 Std. gerechnet. Aber der Weg ist vom Feinsten und verleitet zum "Segeln". Zieht sich sanft durch Grashänge und die obere Waldzone, die hier im Gneis und Granit der Zentralalpen vornehmlich von Arven und Lärchen gebildet wird, dabei immer Tief- und Weitblicke. Besonders schön: Der Blick voraus zum Kaunergrat und dem ins Blickfeld kommenden Gepatschgletscher am Ende des Kaunertales. Esmail hat solche Eisflächen noch nie gesehen und staunt nicht schlecht. Er hat auch noch nie etwas von Gletschern gehört; in Syrien offenbar (verständlicherweise) kein großes Thema. In den Alpen vielleicht auch nicht mehr so lange...

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220724_111336 (2).jpg Ansichten: 0 Größe: 3,13 MB ID: 3145228

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220724_113008_HDR (2).jpg Ansichten: 0 Größe: 2,29 MB ID: 3145229

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220724_113939_HDR (2).jpg Ansichten: 0 Größe: 950,0 KB ID: 3145230

                    Doch genau hier, auf diesem sanften Höhenweg, verdreht sich Esmail bei einem Abwärtsschritt das Knie und zerrt sich dabei eine Sehne in der Kniekehle! Erst an der Falkaunsalm angekommen, bei einem großen, kühlen Glas Cola, berichtet er uns davon. Er hat ordentlich Schmerzen. Scheiße. Schnell wird klar, dass er nicht weitergehen kann und die Tour abbrechen muss. Ihm hat die Wanderung bis hier her viel Spaß gemacht und er würde sehr gerne weiterlaufen. So schade! Wir beschließen, dass wir ihn von der Alm auf dem Fahrweg nach unten ins Kaunertal begleiten, von wo er dann mit Bus und Zug heute noch nach Ulm zu seinem Cousin fahren wird. Bei großer Hitze trotten wir den Fahrweg hinab, Esmail halb humpelnd. Zum Glück hält ein Auto und nimmt ihn mit nach unten ins Tal. Für Theo und mich ist kein Platz mehr; wir müssen alles zu Fuß hinunter und werden dabei ordentlich gebraten. An der Bushalte im Dorf Nufels treffen wir wieder auf Esmail, packen noch rasch um und verabschieden ihn in den bald schon kommenden Bus.

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220724_151312.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,98 MB ID: 3145231

                    Zu zweit traben wir die heiße Talstraße entlang bis hinter das Dorf Vergötschen. Dort oben, 1000 m höher in den steilen Hängen, verläuft der Dr. Angerer Höhenweg, den wir eigentlich von der Falkaunsalm über die Galruthalm und das Gsallhochtal zur Verpeilhütte laufen wollten. Muss großartig sein, auf jeden Fall großartiger als hier die Talstraße. Endlich zweigt linkerhand der Bergpfad zur Verpeilhütte ab, die wir ja als heutigen Übernachtungsort bereits reserviert haben. 800 hm, 2 Std. Aufstieg, davon 600 hm rasant steil durch die Waldflanke. Dann biegen wir um's Eck und befinden uns im Verpeilhochtal. Und hier ist es dann wieder: Großartig!

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220724_165914_HDR.jpg Ansichten: 0 Größe: 3,76 MB ID: 3145232

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                    Die Verpeilalm (1800 m) lassen wir rechts liegen und bleiben links vom Fluss auf dem schmalen Weg. Sehr empfehlenswert, denn das ist ein echter Lieblingsweg: Rauschendes Wasser, uriger Arven- und Lärchenwald und große Bergkulisse. Und mittendrin in dem Ganzen liegt dann die Verpeilhütte.

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220724_181308_HDR.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,89 MB ID: 3145235

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220724_194739_HDR.jpg Ansichten: 0 Größe: 2,22 MB ID: 3145236

                    Wirklich traumhaft gelegen, ich bin sehr begeistert. Und sehr sympathisch von Frau Gram und ihrem Team geführt. Es ist gar nicht viel los, gegessen wird draußen. Spinatknödel.

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220724_184753_HDR.jpg Ansichten: 0 Größe: 1,63 MB ID: 3145239

                    Nach dem Abendessen und dem bitter nötigen Duschen bummeln Theo und ich noch etwas durch die Umgebung und sammeln Eindrücke.

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220724_194551_HDR (2).jpg Ansichten: 0 Größe: 1,39 MB ID: 3145237

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220724_195313_HDR (2).jpg Ansichten: 0 Größe: 5,88 MB ID: 3145238

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220724_202246_HDR (2).jpg Ansichten: 0 Größe: 947,7 KB ID: 3145240
                    Zuletzt geändert von StefanBoe; 04.08.2022, 17:28.

                    Kommentar


                    • ChuckNorris
                      Erfahren
                      • 03.08.2018
                      • 175

                      • Meine Reisen

                      #11
                      Coole Tour, macht Spaß mitzulesen.

                      Kommentar


                      • StefanBoe
                        Erfahren
                        • 14.12.2020
                        • 233

                        • Meine Reisen

                        #12
                        6. Tag: Verpeilhütte - Verpeiljoch (2825 m) - Mittelberglesee - Saßjoch (2783 m) - Cottbuser Höhenweg - Riffelseehütte
                        https://www.komoot.de/tour/770950157

                        Eigentlich müsste man im Hochtal der Verpeilhütte einen Tag verbummeln. Ich komme bestimmt wieder und hole das nach. Vielleicht mit meiner Frau?- Ich werde Werbung dafür machen. Theo und ich sind aber nicht zum Spaß hier, sondern zur Alpentraverse, also weiter! Die ersten 5 Wanderstunden heute erfüllen voll und ganz den gewählten Titel "stille Umwege". Zwei Leute getroffen auf einem wunderschönen Übergang mitten in den Ötztalern. Wir wählen das Verpeiljoch, und nicht das häufiger begangene Madatschjoch zur Kaunergrathütte, um hinüber ins obere Pitztal zu gelangen. Hauptgrund: Der am Weg liegende Mittelberglesee. Und das hat sich wirklich gelohnt!

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ID: 3145302
                        Zunächst 2 Stunden Aufstieg noch angenehm im Schatten das obere Verpeiltal hinauf. Auf ca. 2200 hm kommen wir durch ein verwunschenes Waldgebiet mit alten Arven.

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ID: 3145303
                        Nach den alpinen Matten zunehmend steile Geröllfelder, aber alles gut gangbar. Die Verpeilspitze hoch über unseren Köpfen beeindruckt mit einem kleinen Gletscher.

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ID: 3145304
                        Auch die felsige Zone kurz unterm Verpeiljoch (2825 m) lässt sich mittels Drahtseilen und Trittstufen gut bewältigen.

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ID: 3145305
                        Auf der Pitztalerseite Gesteinstrümmerwüsten, aber gut markiert und easy to go. Hier lag vor 30 - 50 Jahren vermutlich noch Gletschereis. Kaum vorstellbar, wie es hier vor 100 - 150 Jahren ausgesehen haben muss, als die mächtigen Moränenwälle weit unterhalb die Gletscher begrenzten. Diesen Sommer kann man auf jeden Fall dem Eis beim Schmelzen wie noch nie zuvor zusehen, so dass selbst eisfreie Ötztaler vorstellbar werden.

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ID: 3145307

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ID: 3145306

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ID: 3145308
                        Nach einer langen, aber schönen Querung durch zwei Hochtäler mit einigem Auf und Ab liegt mit einem Mal der Mittelberglesee (2450 m) unter uns. Ein typischer Moränensee, der seine smaragdgrüne Farbe durch den milchigen Abfluss eines Gletschers unter der Verpeilspitze erhält.

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ID: 3145309

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ID: 3145310

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                        Natürlich ist eine Runde schwimmen angesagt und eine ordentliche Rast. Die Farbe smaragdgrün werde ich wohl zukünftig immer mit diesem See in Verbindung bringen. Wunderschön!

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ID: 3145312

                        Zur Strafe geht es nach der Rast erstmal 300 hm steil hinauf - uff - zu einem wenig ausgeprägten Joch namens "Auf den Saßen" (2783 m) als Übergang in das von der Kaunergrathütte herunterziehende Madatschtal. Beeindruckend groß taucht hier die Watzespitze auf.

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ID: 3145313

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ID: 3145314
                        Wir laufen hinunter zum Bach und zur Wegverzweigung zur Kaunergrathütte und nehmen dann den Cottbuser Höhenweg in Angriff, der zunächst recht sanft durch die Hänge zieht.

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ID: 3145315

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ID: 3145316
                        Über dem Pitztal angekommen geht es aber plötzlich verwegen in die Steilhänge. Da aber alles hervorragend mit Drahtseil und Trittstufen versehen ist, kommen wir auch mit unserem Trekkinggepäck gut zurecht. Bei Gewitter, Blitzschlag und Starkregen würde ich hier allerdings nur ungern entlang.


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ID: 3145317

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ID: 3145318
                        Am Ende zieht sich der Weg in ständigem Auf und Ab, so dass wir ziemlich müde am Riffelsee ankommen. Ein mittelgroßes Skigebiet verbreitet seine sommerliche Tristesse. Ich habe es nicht fotografiert. Das Seeende hingegen schaut schön aus. Das habe ich fotografiert.

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ID: 3145319
                        Neben der Bergstation der Kabinenbahn und einem Hotel gibt es hier oben auch noch eine Alpenvereinshütte, die Riffelseehütte. Auch wenn sie nicht weit vom Sessellift liegt, verströmt sie normale Hüttenatmosphäre und bietet uns daher willkommenes Quartier. Von unserem ursprünglichen Konzept her war eine Nacht im Tarp geplant, aber es waren abends wieder schwere Gewitter mit heftigen Güssen vorhergesagt. Und diese kamen dann auch pünktlich zum Abendessen an. Beim Suppeschlürfen schauen wir schaudernd durch das Fenster in das Inferno. Gut, dass wir jetzt nicht irgendwo da draußen biwakieren.




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                        • StefanBoe
                          Erfahren
                          • 14.12.2020
                          • 233

                          • Meine Reisen

                          #13
                          7. Tag: Riffelseehütte - Fuldaer Höhenweg - Ölgrubenjoch (3044 m) - Gepatschhaus
                          https://www.komoot.de/tour/817334637

                          Am nächsten Morgen sieht es schwer nach weiterem Regen aus, so dass wir mit Regenklamotten starten. Der Tag bleibt dann aber weitgehend trocken und um die Mittagszeit reißen die Wolken für ein paar Stunden auf, so dass wir Wildspitze und Hochvernagtspitze aus der Nähe bewundern können. Von der Riffelseehütte führt der Fuldaer Höhenweg für ca. 3,5 Stunden auf einer Höhe zwischen 2300 - 2550 hm über dem Taschachtal entlang. Gleich nach der ersten Biegung ist das Skigebiet aus dem Blick und die Berge sehen nach Bergen aus. Schön ist es hier zu laufen!

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ID: 3145668

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ID: 3145669

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Ansichten: 380
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ID: 3145670
                          Nach ca. 3 Std. bei der Querung des Eiskastenbaches kommt die Wildspitze mit dem Taschachferner ins Blickfeld. Von den Gletschern ist nur noch die Hälfte übrig, die Gletscherzungen wirken dieses Jahr besonders müde. Trotzdem beeindruckende Kulisse!

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ID: 3145671

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ID: 3145672
                          Kurz vor Erreichen des Taschachhauses zweigt unser Weg rechterhand ins Hochtal des Sexegertenbaches zum Ölgrubenjoch ab. Während uns am Fuldaer Höhenweg einige Wanderer entgegen kamen, sind wir ab jetzt wieder allein unterwegs. Das Hochtal wird geprägt von Moränenwällen und Gesteinstrümmern des weit zurückgezogenen Sexegerten Ferners, der Weg ist aber gut markiert und angenehm zu steigen.

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ID: 3145673

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ID: 3145674

                          Am Ölgrubenjoch (3044 m) liegt unterhalb eines Eisfeldes ein kleiner See, überragt von der Hinteren Ölgrubenspitze (3295 m), der wir eigentlich einen Besuch abstatten wollten. Über den blockigen Nordgrat sollte es Steigspuren geben; ca. in 45 min erreichbar. But ... leider hat es sich komplett zugezogen, Sichtweite 20 m. Von der großen Aussicht nach Süden auf das Gletscherplateau des Gepatschgletschers würden wir wohl nichts haben, also blasen wir den Gipfelabstecher ab. Schade - vor allem Theo ist enttäuscht. Nach unserem Wallistreck letzten Sommer ist er Fan von großen Gletscherkulissen.

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ID: 3145675
                          Beim Abstieg ins obere Kaunertal bekommt Theo Knieschmerzen und nimmt zur Entlastung meine Altherrenwanderstöcke, die er bisher entschieden abgelehnt hatte. Damit geht es deutlich besser - er gibt sie nicht wieder her. Ab 2300 hm gelangen wir zurück in die von alten Arven dominierte Waldzone und genießen es in vollen Zügen. Im Talgrund kann man das Gepatschhaus (1925 m), unseren Übernachtungsort, erspähen. Obwohl nur 200 m von der Talstraße (Kaunertaler Gletscherstraße) entfernt, scheint es richtig schön im Wald zu liegen.

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ID: 3145677
                          Das Gepatschhaus wurde 1873 erbaut, ist damit die älteste Alpenvereinshütte (Sektion Frankfurt) und steht unter Denkmalschutz. Wir haben nicht reserviert, bekommen aber zum Glück noch Lager und Halbpension. Innendrin alles holzgetäfelt und oldstyle - sehr gemütlich.

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ID: 3145678



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                          • StefanBoe
                            Erfahren
                            • 14.12.2020
                            • 233

                            • Meine Reisen

                            #14
                            8. Tag: Gepatschhaus - Weißsee - Weißseejoch (2968 m) - Langtauferer Höhenweg - Melager Alm / oberhalb Biwak (2400 m)
                            https://www.komoot.de/tour/817344492 (Abschnitt Weißsee - Weißseejoch wird vom Komootprogramm nicht angenommen)
                            https://www.komoot.de/tour/817353322

                            Der Vormittagsteil des heutigen Wandertages war unter "unvermeidlicher eher hässlicher Abschnitt" geplant. In meiner Fantasie dominierte die Kaunertaler Gletscherstraße und das oberhalb liegende Gletscherskigebiet die ganze Gegend. Die Straße wird jedoch unter der Woche kaum befahren und das Haupt- Skigebiet haben wir nur aus der Ferne mitbekommen. Also alles halb so wild, insgesamt große Landschaft. Beim Weg zum Weißsee (2500 m) können wir zwischen den Wolken einen Blick auf die Zunge des Gepatschgletschers erhaschen.

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ID: 3145685
                            Der dann folgende Aufstieg unter der neuen Seilbahn zum Weißseejoch gehört sicherlich nicht zu den Highlights unserer Tour, aber die Bahn fährt nur im Winter und die Gegend ist menschenleer.

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ID: 3145686
                            Oben am Weißseejoch (2968 m) haben wir Bella Italia erreicht, die Landschaft sieht allerdings noch nicht nach Azzuro und Gelati aus.

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ID: 3145688

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ID: 3145687
                            Beim Weg hinab in den Samerboden, einem Hochtal über dem Langtauferer Tal, kommt unterhalb der Block- und Geröllzone aber doch nach und nach der Eindruck auf, dass wir uns nicht mehr in Nord-, sondern in Südtirol befinden. Die Farben werden sanfter, der Himmel heller. Kein Mensch außer uns hier oben unterwegs.

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ID: 3145692

                            Über dem Haupttal angekommen biegen wir in den Langtauferer Höhenweg zur Weißkugelhütte ein, der auf ca. 2400 hm durch die sanften Grashänge zieht. Gegenüber fesseln Weißkugel und Bärenbartkogel die Blicke. Hier ist Segeln angesagt; ein großer Abschnitt!

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                            Kurz vor Erreichen der Weißkugelhütte biegen wir rechterhand ins Tal ab. Hier sind wieder mehr Leute unterwegs, die einen Tagesausflug zur Hütte unternommen haben.

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ID: 3145696

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ID: 3145697
                            Es ist Spätnachmittag, als wir im Talgrund die Melager Alm (1970 m) erreichen. Es gibt Bier, Suppe, Kellnerinnen in feschen Lederhosen und alpenländischen Schlager. Wir schultern nochmals unsere Rucksäcke, denn wir wollen ca. 1 Std. oberhalb auf ca. 2400 hm endlich nochmal im Tarp nächtigen, wo wir es schon die ganze Zeit mitschleppen. Das Wetter scheint zu passen. Wir nehmen den Weg zur Planeilscharte und kommen durch wunderbaren Bergwald. Überhaupt die Waldabschnitte, sie sind mit ein Highlight der ganzen Wanderung.

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ID: 3145698
                            Das obere Tal in Richtung Langtauferer Gletscher präsentiert sich im Abendlicht als phantastische Naturkulisse. Nachdem wir ein passendes Wiesenstück für unser Tarp gefunden haben, genießen wir beim Kochen, Essen und Tee trinken Landschaft und Abendlicht in vollen Zügen.

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                            Kommentar


                            • dormi
                              Anfänger im Forum
                              • 24.11.2017
                              • 17

                              • Meine Reisen

                              #15
                              Zitat von StefanBoe Beitrag anzeigen
                              Du hast Recht, auch wir haben direkt gegoogelt und fanden, dass es schon viel Fantasie braucht, um mich mit dem Wasi zu verwechseln. Nichtsdestotrotz waren die Leute sich ziemlich sicher...
                              Es ging nicht um die Ähnlichkeit (die ist durchaus vorhanden 😉 ), sondern, dass du den 'Wasi' als österreichischen Skihelden bezeichnet hast - er kommt aus Oberbayern 😂.

                              Ansonsten, wie von Dir gewohnt ein klasse Bericht - Danke dafür.

                              Kommentar


                              • StefanBoe
                                Erfahren
                                • 14.12.2020
                                • 233

                                • Meine Reisen

                                #16
                                9. Tag: Melager Alm - Planeilscharte (3090 m) - Matscher Joch (3200 m) - Matscher Alm / Biwak
                                https://www.komoot.de/tour/818444029

                                Eigentlich war dies eine schöne Nacht im (oder sagt man unterm?) Tarp. Weiches Gras, superfrische Luft, nicht zu kalt. Einzig das stundenlange Wetterleuchten in der Nacht beunruhigte mich zeitweise, ob da doch noch was heranzieht. Die sternklare Nacht weicht einem bewölkten Morgen. Ausgeruht ziehen wir los und sind auf gut markiertem Steig in 2 Stunden oben in der Planeilscharte (3090 m). Auf der anderen Talseite sieht man gut den südlichen Gletscherabfluss vom Gepatschplateau.

                                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220728_094450_HDR (2).jpg Ansichten: 78 Größe: 3,07 MB ID: 3146174
                                Nach Süden das Planeiltal, das einen problemlosen Abstieg in den oberen Vintschgau ermöglichen würde.

                                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220728_110447.jpg Ansichten: 76 Größe: 1,34 MB ID: 3146175
                                Da ich aber vor 24 Jahren während eines Vintschgauurlaubs das parallel verlaufende Matscher Tal kennen- und lieben gelernt habe, gibt es für mich nur die Alternative, über dieses Matscher Tal in den Vintschgau hinab zu laufen. Dazu müssen wir über einen ca. 2-stündigen, völlig entlegenen, aber gut markierten Steig durch Schutt- und Blockfelder zum Matscher Joch (3200 m) hinüber. Diese Strecke entwickelt sich zur anstrengendsten unserer ganzen Tour.

                                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220728_115406_HDR.jpg Ansichten: 75 Größe: 1,46 MB ID: 3146176
                                Mühsam, aber immerhin noch auf festen Steinen und Blöcken geht es zunächst hinab und hinüber zum Planeiler Ferner bzw. dem, was von ihm noch übrig ist. Die Markierung ist bestens (ca. alle 5 - 10 m), aber in dem unübersichtlichen Gelände auch bitter nötig. Zum Gletscher hin werden die Geröll- und Blockfelder aber immer loser und selbst sicher geglaubte Steine rutschen uns unter den Füßen weg. Mit dem Treckinggepäck eine mühsame Plackerei, bei der wir höllisch aufpassen müssen, nicht den Halt zu verlieren. Die Markierung führt schließlich hinab auf das Gletschereis und über dieses hinauf ins Matscher Joch. Da wir keine Steigeisen dabei haben, möchte ich das Eis lieber meiden und gebe die Order aus, dass wir uns weiter durch die losen Moränenblöcke tanken. Uff, nicht die weiseste Entscheidung. Irgendwann gebe ich auf und steige zum Eis hinab. Und siehe da, durch eine feine Staub- und Kiesauflage lässt sich das Eis auch ohne Steigeisen recht gut begehen. Hat sich der Markierungsleger doch was bei gedacht.

                                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220728_123920_HDR (2).jpg Ansichten: 77 Größe: 866,1 KB ID: 3146177
                                Endlich am Matscher Joch angekommen liegt der Matscher Joch - See vor uns. Noch ein paar Schritte, und wir können die Weißkugel über dem Matscher Ferner bewundern.

                                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20220728_133640_HDR (2).jpg Ansichten: 76 Größe: 905,4 KB ID: 3146178

                                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 20220728_135329_HDR.jpg
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Größe: 3,66 MB
ID: 3146429

                                Zuletzt geändert von StefanBoe; 09.08.2022, 17:00.

                                Kommentar


                                • StefanBoe
                                  Erfahren
                                  • 14.12.2020
                                  • 233

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  Dormi: Uups, danke für deinen Hinweis mit dem "Wasi". Ist der gar kein Österreicher, sondern ein Oberbayer. Wäre ich von alleine nicht drauf gekommen. Ich habe nach Rosi Mittermaier und Christian Neureuther den alpinen Skisport nicht mehr so richtig verfolgt. Und danke auch für's schöne Feedback zum Bericht, auch an die anderen (Flachlandtiroler, Blauloke, Hebi 19, JerryJeff, Chuck Norris). Nette Kommentare machen das eh schon spaßige Berichte verfassen noch ein bisschen spaßiger. Fortsetzung folgt; ein bisschen steht noch aus.


                                  Kommentar


                                  • codenascher

                                    Alter Hase
                                    • 30.06.2009
                                    • 4607

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    Na dann Reihe ich mich mal bei den Mitlesern ein. Ein klasse Bericht bisher von einer wirklich schönen Tour. Die Landschaft ist wahrlich sensationell!!! Da muss ich auch mal hin.

                                    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

                                    meine Weltkarte

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                                    • qwertzui
                                      Fuchs
                                      • 17.07.2013
                                      • 2377

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      Habe ich meine Begeisterung noch har nicht kundgetan?
                                      Dann wirds aber Zeit
                                      ​​​​​

                                      Kommentar


                                      • lina
                                        Freak

                                        Vorstand
                                        Liebt das Forum
                                        • 12.07.2008
                                        • 40734

                                        • Meine Reisen

                                        #20
                                        Zitat von qwertzui Beitrag anzeigen
                                        Habe ich meine Begeisterung noch har nicht kundgetan?
                                        Dann wirds aber Zeit
                                        ​​​​​
                                        [+1] !!

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