[AT, DE] Auf E4 Alpin/Nordalpenweg von Wien bzw. vom Neusiedler See nach Bregenz

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  • Wafer

    Lebt im Forum
    • 06.03.2011
    • 6704

    • Meine Reisen

    #21
    Hallo beigl.

    Da hast du absolut recht! So habe ich das ja eigentlich auch gemacht - nur andersrum.

    Da ich den E4 Alpin bzw. Nordalpenweg weiter gehen will brauche ich Punkte an denen ich gut wieder aufsetzen kann und ich möchte möglichst wenig doppelt gehen. Ich hätte von Miesenbach hinauf zur Gauermannhütte am Plattenstein können und über die Dürre Wand zurück an die Piesting. Dazu hätte ich in Miesenbach irgendwo übernachten müssen und ich hätte später mal irgendwie wieder zur Gauermannhütte zurück müssen um den Weg weitergehen zu können. Das wäre zum Wiederaufsetzen ungeschickt gewesen zumal Miesenbach mit dem ÖPNV mies zu erreichen ist - wie der Name ja schon sagt ​​​. Und ich wäre einen Teil des Weges doppelt gegangen.

    ​Oder ich hätte nach Puchberg fahren können um über den Fadensattel aufzusteigen - die Sesselbahn wäre nicht gefahren weil die zu der Zeit nur am Wochenende lief - und dann die Dürre Wand zur Piesting zurück wandern können. Das wäre dein Vorschlag gewesen, wenn ich es richtig verstanden habe. Dann wäre ich aber mehr ab- als aufgestiegen und wenn ich kann, dann vermeide ich das. Ich bin ziemlich arthrosegeschädigt in den Knien. Wie viel Schnee am Fadensattel noch lag und ob man bis zur Mamauwiese überhaupt durchgekommen wäre, war mir nicht bekannt. Zudem hätte ich dann den teilweise recht steilen Weg zur Mamauwiese, wo noch am meisten Altschnee zu erwarten war, abwärts gehen müssen. Und ich wäre die Dürre Wand anders herum gewandert. Wenn man an der Piesting startet kommt man langsam den höheren Regionen näher und kann bei zuviel Schnee jederzeit abbrechen. In Summe erschien es mir daher sorum, wie ich es gemacht habe, besser. Zumal ich am Wochenende am Fadensattel gewesen bin und da konnte ich die Sesselbahn abwärts benutzen. ​​

    Viele Grüße

    Wafer
    Zuletzt geändert von Wafer; 06.05.2022, 23:33.

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    • beigl
      Fuchs
      • 28.01.2011
      • 1664

      • Meine Reisen

      #22
      Ja, mein Vorschlag wäre gewesen: du hättest von der Scheimhütte über das Geländ direkt nach Puchberg gehen können, dort übernachten, am nächsten Tag weiter auf den Fadensattel und über die Mamauwiese über Öhlerschutzhaus (ggf. übernachten) und Dürre Wand zurück nach Miesenbach-Waidmannsfeld. Sollte gefühlt schon machbar sein zu der Zeit, zumindest mit ordentlichem Schuhwerk.
      Klar sind ein paar Steigungen dabei. Aber die werden eher nicht weniger am Nordalpenweg. ;)
      Zuletzt geändert von beigl; 09.05.2022, 07:08.
      Ich, bloque: Projekt Zentralalpenweg

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      • Wafer

        Lebt im Forum
        • 06.03.2011
        • 6704

        • Meine Reisen

        #23
        9. Tag: Über die Dürre Wand von Reichental zum Öhlerschutzhaus
        Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.


        Freitag, 25. März 2022
        Strecke: 13 Km
        Höhenmeter: ↑ 925 m, ↓ 300 m
        Gehzeit: 4 h 30

        Gesamtstrecke: 196 Km
        Gesamthöhenmeter: ↑ 6.950 m, ↓ 5.275 m
        Gesamtgehzeit: 51 h 15

        Heute wird es ganz entspannt! Ich werde übermorgen heimfahren. Ich hätte zwar noch Zeit aber keine schneefreien Wege mehr. Am Fadensattel gibt es eine Sesselbahn, die an Wochenenden in Betrieb ist. Damit kann ich die Höhenmeter abwärts knieschonend gestalten. Dazu muss ich aber auf dem Weg dorthin nochmal irgendwo übernachten. Dazu habe ich mir das Öhlerschutzhaus ausgesucht. Und bis dahin sind es etwas über 10 Kilometer plus die ca. 1.000 Höhenmeter. Also völlig entspannt.
        Trotzdem bin ich früh wach und stehe nach dem Frühstück für die gleiche Bahn am Bahnhof wie gestern. Nur fahre ich halte 2 Haltestellen weiter. So starte ich kurz nach 9 Uhr in Reichental wo ich angekommen wäre, wenn ich vor ein paar Tagen an der Hohen Mandling den zuerst begangenen Weg weitergegangen wäre.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 01 Es blüht im Piestingtal.jpg Ansichten: 0 Größe: 126,7 KB ID: 3131442
        Es blüht im Piestingtal

        Hier blüht schon alles einiges mehr also noch vor ein paar Tagen am Neusiedler See. Die letzten Tage mit richtig Sonne machen sich halt bemerkbar! Unglaublich wie die Natur fast explodiert!
        Vom Bahnhof geht es etwas durch eine Sägerei und dann gleich aufwärts.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 02 Aufstieg hinter Reichental.jpg Ansichten: 0 Größe: 180,0 KB ID: 3131441
        Aufstieg hinter Reichental

        Tolle Wege hier und ich bin wieder völlig alleine unterwegs. Auch hier ist alles knochentrocken aber landschaftlich einfach schön!

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 03 Die Gutensteiner Alpen.jpg Ansichten: 0 Größe: 151,9 KB ID: 3131443
        Die Gutensteiner Alpen

        Aus den Wanderwegen werden Feldwege und es geht auf Waidmannsfeld zu.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 04 Auf dem Weg nach Waidmannsfeld.jpg Ansichten: 0 Größe: 141,7 KB ID: 3131444
        Auf dem Weg nach Waidmannsfeld

        Von oben komme ich nach Waidmannsfeld rein. Hinter der Herausforderung von heute kann ich gerade noch so Ausläufer des Schneebergs erkennen, der mit zu viel Schnee mein Weiterwandern im Augenblick verhindert.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 05 Der Schneeberg taucht hinter Waidmannsfeld mal wieder auf.jpg Ansichten: 0 Größe: 61,0 KB ID: 3131445
        Der Schneeberg taucht hinter Waidmannsfeld mal wieder auf

        Waidmannsfeld ist erstaunlich groß. Gefühlt deutlich größer als Reichental mit seinem Bahnanschluss. Dort scheint es auch eine Pension und eine neue Pizzeria zu geben. Nicht umsonst hieß der Bahnhof „Miesenbach – Waidmannsfeld“ und nicht „Reichental“. Trotzdem verlasse ich den Ort recht schnell. Ab jetzt geht es aufwärts! Nicht wirklich steil aber stetig! Meist durch Wälder. Aber immer wieder gibt es Wiesen oder Lichtungen auf denen der Frühling erkennbar ist.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 06 Harte Arbeit bei der Frühlingsblühte.jpg Ansichten: 0 Größe: 84,0 KB ID: 3131446
        Harte Arbeit bei der Frühlingsblühte

        Nach dem zweiten Waldstück geht es zu dem nahen Weiler Frohberg hinüber, in dem der schon länger angekündigte Michlwirt liegt. Ich lasse ihn mal links liegen und steige weiter auf. Eine Lichtung mit Koppeln und Pferden wird durch- bzw. umwandert. Hier ist schon alles auf Frühling eingestellt.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 07 Ein Schmetterling genießt die Frühlingssonne.jpg Ansichten: 0 Größe: 147,9 KB ID: 3131449
        Ein Schmetterling genießt die Frühlingssonne

        Der Nordalpenweg zieht oberhalb von Frohberg entlang und gewinnt langsam an Höhe. Der Gipfel des Mattersbergs wird umgangen und der Weiler Ungerberg oberhalb passiert.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 08 Rückblick auf die Hohe Mandling (hinten links).jpg Ansichten: 0 Größe: 127,2 KB ID: 3131447
        Rückblick auf die Hohe Mandling (hinten links)

        Die breiteren Waldwege werden verlassen und auf Wanderwegen geht es steiler aufwärts. So kommt man schnell auf Betriebstemperatur! Es geht auf dem Grat eines Bergrückens immer weiter aufwärts. Ab und zu bekommt man an einem Aussichtspunkt mal einen Eindruck von seiner Umgebung.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 09 Kiefern auf Felsen vor dem Plattenstein.jpg Ansichten: 0 Größe: 347,6 KB ID: 3131450
        Kiefern auf Felsen vor dem Plattenstein

        Immer häufiger treten Felsen zutage, die erste alpine Noten verleihen. Die Ausblicke sind nicht ganz auf dem Niveau von gestern aber vermitteln einen guten Eindruck über die Gutensteiner Alpen.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 10 Das Gutensteiner Tal.jpg Ansichten: 0 Größe: 111,4 KB ID: 3131448
        Das Gutensteiner Tal

        In diesem Tal liegt der erstaunlich kleine Ort Gutenstein, der aber namensgebend für die Gebirgsgruppe ist.
        Auch kann man in Richtung Süd-Ost langsam über die umliegenden Berge hinwegsehen und ich bekomme einen Eindruck wo ich gestern unterwegs war.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 11 Über diese Ausläufer der Hohen Wand bin ich gestern gewandert.jpg Ansichten: 0 Größe: 75,8 KB ID: 3131451
        Über diese Ausläufer der Hohen Wand bin ich gestern gewandert

        Der Weg führt stetig weiter aufwärts und ist gut zu gehen. Da findet man seinen Rhythmus.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 12 Schöne Aufstiegswege.jpg Ansichten: 0 Größe: 354,3 KB ID: 3131452
        Schöne Aufstiegswege

        Die Aussichtspunkte werden zahlreicher, höher und ausgesetzter.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 13 Blick über die Gutensteiner Alpen.jpg Ansichten: 0 Größe: 84,4 KB ID: 3131453
        Blick über die Gutensteiner Alpen

        Endlich kommt man am Plattenstein an. Die Gauermannhütte duckt sich südlich unter den Gipfel, der die Hütte nur um wenige Meter überragt.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 14 Pause an der Gauermannhütte am Plattenstein.jpg Ansichten: 0 Größe: 112,7 KB ID: 3131456
        Pause an der Gauermannhütte am Plattenstein

        Leider ist die Hütte im Augenblick nicht bewirtschaftet. Ich lasse mich am Gipfel nieder und versorge mich aus meinen Vorräten. Wenn ich morgen heimfahre müssen die ja auch noch weg. Ich sitze noch keine 5 Minuten, die kommen die einzigen Wanderer, die ich heute sehe.
        Der Plattenstein (1.154 m) ist ein klasse Aussichtsgipfel. Ich kann vor allem gut überblicken wo ich heute und auch die letzten Tage unterwegs war.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 15 Rückblick auf Hohe Mandling und den Weg von heute.jpg Ansichten: 0 Größe: 102,4 KB ID: 3131454
        Rückblick auf Hohe Mandling und den Weg von heute

        Da es jetzt eigentlich nicht mehr weit ist lasse ich mir Zeit. Bald bin ich wieder alleine am Gipfel. Vermutlich auch ein Genuss, den man im Hochsommer hier nicht hat.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 16 Das Gipfelkreuz am Plattenstein.jpg Ansichten: 0 Größe: 90,4 KB ID: 3131455
        Das Gipfelkreuz am Plattenstein

        Als es langsam kühler wird breche ich auf. Ich kann gut erkennen, dass der Gipfel auch für Kletterer interessant sein kann.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 17 Kletterfelsen bei der Gauermannhütte.jpg Ansichten: 0 Größe: 302,2 KB ID: 3131459
        Kletterfelsen bei der Gauermannhütte

        Die Höhenmeter habe ich für heute. Jetzt geht es eigentlich nur noch bis zum Öhlerschutzhaus am Grat entlang. Der Weg scheint aber noch nicht so viel begangen worden zu sein. Und die Sonne kommt hier wohl auch noch nicht so ausgiebig hin. Hier liegt noch etwas an Altschnee.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 18 Hier oben liegt noch das eine oder andere Schneefeld.jpg Ansichten: 0 Größe: 107,7 KB ID: 3131457
        Hier oben liegt noch das eine oder andere Schneefeld

        Obwohl der Weg meist im Wald verläuft bekommt man einen guten Eindruck von den umliegenden Bergen. Ab und zu gibt es Lichtungen und beim der Katharinenschlag (1.223 m) stelle ich fest, dass die Hohe Wand von hier aus kaum wieder zu erkennen ist.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19 Von dieser Seite sieht die Hohe Wand unspektakulär aus.jpg Ansichten: 0 Größe: 102,3 KB ID: 3131458
        Von dieser Seite sieht die Hohe Wand unspektakulär aus

        Ab hier geht es eigentlich nur noch abwärts zum Öhlerschutzhaus. Als es in Sicht kommt präsentiert es sich vor dem Schneeberg, den ich nun schon seit Tagen als Motiv vor Augen habe.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20 Ankunft am Öhlerschutzhaus.jpg Ansichten: 0 Größe: 95,7 KB ID: 3131440
        Ankunft am Öhlerschutzhaus

        Das wird auf dieser Tour eigentlich die erste wirklich Hüttenübernachtung. Ich bin angemeldet und die Wirtsleute wohnen auch dauerhaft hier oben.
        Als erstes begrüßt mich ein Hund, dann eine Katze und dann folgt ein ca. 4-jähriges Kind. Alle drei sind wirklich friedlich und nett. So wird das noch ein sehr schöner Nachmittag auf der Hütte.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 21 Die Gutensteiner Alpen am späten Nachmittag beim Öhlerschutzhaus.jpg Ansichten: 0 Größe: 75,4 KB ID: 3131439
        Die Gutensteiner Alpen am späten Nachmittag beim Öhlerschutzhaus

        Nach einem guten Abendessen und einem gemütlichen Ratsch mit den Wirtsleuten bin ich beizeiten im Bett. Schade, dass morgen die schöne Zeit der unbeschwerten Wanderungen vorbei sein wird! Morgen sind nur noch ca. 8 Kilometer und ca. 400 Höhenmeter geplant. Wenn ich beizeiten im Tal ankomme, dann schaffe ich es noch bis abends zuhause zu sein. So schöne es hier war: Irgendwie freue ich mich doch auch meine Familie wieder zu sehen. Auch wenn mir der Abschied hier schwerfällt! So bin ich dann beizeiten im Bett.
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        Zuletzt geändert von Wafer; 06.08.2022, 09:06.

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        • StefanBoe
          Erfahren
          • 14.12.2020
          • 225

          • Meine Reisen

          #24
          Hallo Wafer, sehr schön zu verfolgen, wie du dich vom Neusiedler See kommend auf dem Nordalpenweg ganz allmählich in die Berge und den erstaunlich schneearmen Märzfrühling hineingetastet hast. Die Kulissen werden Stück für Stück, aber sehr langsam und unaufgeregt alpiner und am Ende gibt es bereits kolossale Panoramen. Ich denke, das hat man vor allem bei so einer Ost-West-Alpentour; bei Nord-Süd geht alles recht dramatisch zur Sache. Bin schon gespannt auf die Fortsetzung deiner Tour.

          Kommentar


          • adriano
            Gerne im Forum
            • 04.12.2018
            • 59

            • Meine Reisen

            #25
            Hallo Wafer, danke für einen wieder mal hervorragenden Bericht. Muss auch mal gesagt werden

            Kommentar


            • Wafer

              Lebt im Forum
              • 06.03.2011
              • 6704

              • Meine Reisen

              #26
              Zitat von StefanBoe Beitrag anzeigen
              Hallo Wafer, sehr schön zu verfolgen, wie du dich vom Neusiedler See kommend auf dem Nordalpenweg ganz allmählich in die Berge und den erstaunlich schneearmen Märzfrühling hineingetastet hast. Die Kulissen werden Stück für Stück, aber sehr langsam und unaufgeregt alpiner und am Ende gibt es bereits kolossale Panoramen. Ich denke, das hat man vor allem bei so einer Ost-West-Alpentour; bei Nord-Süd geht alles recht dramatisch zur Sache. Bin schon gespannt auf die Fortsetzung deiner Tour.
              Hallo StefanBoe.

              Freut mich, wenn es gefällt! Aktuell ist geplant ab Mitte Juni wieder unterwegs zu sein. Ich denke da sollte das schneetechnisch gehen. Der Wetterbericht sieht im Augenblick allerdings nicht sehr verlockend aus! Wir werden sehen!
              Eine Ost-West-Querung hat auch seinen Charme! Die meisten gehen Nord-Süd über die Alpen. Ich habe jetzt zwar erstmal 'nur' Österreich projektiert aber danach gibt es ja auch noch genug Potential weiter zu machen. Daher wird auch eine längere Wanderung in Ost-West-Richtung meist garnicht gleich als Alpencross wahrgenommen. In West-Ost-Richtung war ich ja schonmal auf dem Südalpenweg unterwegs. In Nord-Süd-Richtung war ich bisher 3 mal als Alpencross unterwegs: das erste Mal ging es vom Bodensee an den Lago Maggiore. Das zweite Mal in Süd-Nord-Richtung auf dem E5 von Verona an den Bodensee (und dann auch noch weiter ...) und das dritte mal wieder in Nord-Süd-Richtung auf dem E1 nach Süden. Bei einer Nord-Süd-Querung ist man eigentlich viel schneller am Ende und durchwandert auch schneller verschiedene Kulturräume und Landschaften. In Ost-West-Richtung sind die Veränderungen nicht so schnell und man ist auch länger unterwegs. Hat beides was!

              Viele Grüße

              Wafer


              Zitat von adriano Beitrag anzeigen
              Hallo Wafer, danke für einen wieder mal hervorragenden Bericht. Muss auch mal gesagt werden
              Hallo Adriano.

              Liest man immer wieder gerne! Danke!

              Gruß Wafer

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              • Wafer

                Lebt im Forum
                • 06.03.2011
                • 6704

                • Meine Reisen

                #27
                10. Tag: Vom Öhlerschutzhaus zur Edelweißhütte auf der Putzwiese
                Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.


                Samstag, 26. März 2022
                Strecke: 8 Km
                Höhenmeter: ↑ 450 m, ↓ 275 m
                Gehzeit: 2 h 15

                Gesamtstrecke: 204 Km
                Gesamthöhenmeter: ↑ 7.400 m, ↓ 5.550 m
                Gesamtgehzeit: 53 h 30

                Ich bin beizeiten wach und beim letzten Frühstück der Tour. Das verbreitet bei mir etwas Wehmut! Erstaunlich früh stehe ich vor der Hütte. Auf dem Weg liegt doch noch das eine oder andere Schneefeld. Aber eher Schattenlagen im Wald und auf Nordseiten. Ich hoffe, das bleibt so. Denn es soll doch noch einige Meter aufwärts gehen.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 01 Auf dem Weg liegt doch noch einiges an Schnee.jpg
Ansichten: 248
Größe: 226,8 KB
ID: 3135423
                Auf dem Weg liegt doch noch einiges an Schnee

                Der Schneeberg ist nun omnipräsent und das Maß der Dinge. Ich komme ihm immer näher.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 02 Die Schoberwiese und der Schneeberg.jpg
Ansichten: 243
Größe: 172,0 KB
ID: 3135421
                Die Schoberwiese und der Schneeberg

                Wo ich aus dem Wald länger herauskomme liegt kaum noch Schnee.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 03 Abstieg zum Brunnen an der Schoberwiese.jpg
Ansichten: 243
Größe: 175,0 KB
ID: 3135418
                Abstieg zum Brunnen an der Schoberwiese

                Entsprechend überrascht mich der Schnee auf der Schoberwiese. Aber der scheint da herumzuführen.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 04 Die noch teilweise verschneite Schoberwiese.jpg
Ansichten: 244
Größe: 139,6 KB
ID: 3135417
                Die noch teilweise verschneite Schoberwiese

                Es folgt der Aufstieg zur Mamauwiese. Hier liegt deutlich weniger Schnee obwohl sie höher liegt.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 05 Die Mamauwiese.jpg
Ansichten: 250
Größe: 119,7 KB
ID: 3135416
                Die Mamauwiese

                Das Gasthaus auf der Mamauwiese sucht derzeit einen neuen Pächter. Der Vorherige hat die Coronazeit wohl nicht überlegt. Ich hoffe, dass das klappt! Das ist eine sehr schöne Gegend hier!
                Es geht um eine Hundezucht herum und es folgt ein Aufstieg im Wald. Hier ist der Weg erwartungsgemäß noch nicht ganz schnee- und eisfrei.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 06 Hier gab es heute Nacht Frost.jpg
Ansichten: 245
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ID: 3135420
                Hier gab es heute Nacht Frost

                Es soll noch 300 Höhenmeter aufwärts gehen. Zum Glück wirkt sich das kaum auf den Schnee auf dem Weg aus. Es wird zwar mehr aber das ist recht problemlos zu bewältigen. Ich finde es nur erstaunlich, dass hier eine Fahrradspur liegt! Ist hier jemand mit dem Rad runtergefahren? Das wäre dann doch nicht ganz ungefährlich!

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 07 Alte Bäume sind Lebensräume.jpg
Ansichten: 243
Größe: 274,4 KB
ID: 3135422
                Alte Bäume sind Lebensräume

                Wie erwartet bin ich auf diesem Weg alleine unterwegs. Wo der Wald lichter wird gibt es schöne Aussichten auf umliegende Bergregionen.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 08 Das Voisbachtal mit seinen Bergen.jpg
Ansichten: 243
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ID: 3135419
                Das Voisbachtal mit seinen Bergen

                Irgendwo hier verläuft die Grenze zwischen den Gutensteiner Alpen und der Rax-Schneeberg-Gruppe.
                Bei Schneefeldern muss ich etwas langsamer gehen um die Brüchigkeit zu prüfen bzw. nicht zu überschreiten. So bin ich dann recht froh, als ich bei den Dürre Leiten (1.249 m) endlich aus dem Wald komme und den Fadensattel vor mir liegen sehe.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 09 Die Putzwiese mit dem Schneeberg.jpg
Ansichten: 242
Größe: 107,7 KB
ID: 3135424
                Die Putzwiese mit dem Schneeberg

                Über die Wiesen geht es abwärts. Das Almreserlhaus hat gerade wegen eines Todesfalls ungeplant geschlossen. Die Edelweißhütte hat hingegen geöffnet. Die haben da noch anständig Schnee vor der Hütte! Trotzdem herrscht reger Betrieb.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 10 Die Edelweisshütte am Fadensattel.jpg
Ansichten: 241
Größe: 120,8 KB
ID: 3135425
                Die Edelweisshütte am Fadensattel

                Direkt oberhalb einer laufenden Sesselbahn ist das aber nicht so ungewöhnlich. Ich mache gar nicht erst Pause, sondern begebe mich direkt zur Sesselbahn.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 11 Abfahrt mit der Sesselbahn.jpg
Ansichten: 242
Größe: 106,6 KB
ID: 3135426
                Abfahrt mit der Sesselbahn

                Da hat man doch auch mal ein paar Minuten Zeit sich die Landschaft anzuschauen. Leider bin ich nach nur wenigen Minuten an der Talstation. Viel zu schnell für meinen Geschmack! Der Bus steht schon da und wartet auf mich. Er bringt mich zum Bahnhof von Puchberg am Schneeberg.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 12 Abschied vom Schneeberg am Bahnhof Puchberg.jpg
Ansichten: 240
Größe: 96,1 KB
ID: 3135427
                Abschied vom Schneeberg am Bahnhof Puchberg

                Die nächste Bahn bring mich auf bekannter Strecke über Grünberg nach Wienerneustadt. Von dort geht es mit dem Railjet mit 5-mal umsteigen zurück nach Hause. Hat sehr gut geklappt – ohne Verspätung! Aber ich habe das Ticket ja auch nicht bei der DB gekauft!
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                • beigl
                  Fuchs
                  • 28.01.2011
                  • 1664

                  • Meine Reisen

                  #28
                  Schön. Bin schon gespannt, wie es weitergeht. Unsere/meine Tourenbeschreibung kennst schon, nehme ich an?
                  https://www.alpenvereinaktiv.com/de/r/14374369
                  Ich, bloque: Projekt Zentralalpenweg

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                  • Wafer

                    Lebt im Forum
                    • 06.03.2011
                    • 6704

                    • Meine Reisen

                    #29
                    Hallo Beigl.
                    Zitat von beigl Beitrag anzeigen
                    Schön. Bin schon gespannt, wie es weitergeht.
                    Ich bin gerade unterwegs ... 😀
                    Zitat von beigl Beitrag anzeigen
                    Unsere/meine Tourenbeschreibung kennst schon, nehme ich an?
                    https://www.alpenvereinaktiv.com/de/r/14374369
                    Klar kenne ich die! Ist sehr informativ!

                    Viele Grüße

                    Wafer

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                    • Wafer

                      Lebt im Forum
                      • 06.03.2011
                      • 6704

                      • Meine Reisen

                      #30
                      2. Etappe Nordalpenweg
                      Irgendwie war mir damals schon klar, dass es nicht lange dauern würde, bis ich wieder hier sein würde. Nur dass es so schnell gehen würde ... Sobald die Hütten oben alle offen haben kommt auch eine Phase mit gutem Wetter. Also mache ich mich wieder auf den Weg.

                      11. Tag: Von Puchberg am Schneeberg zur Edelweißhütte auf der Putzwiese
                      Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.


                      Sonntag, 19. Juni 2022
                      Strecke: 8 Km
                      Höhenmeter: ↑ 650 m, ↓ 0 m
                      Gehzeit: 2 h 30

                      Gesamtstrecke: 212 Km
                      Gesamthöhenmeter: ↑ 8.050 m, ↓ 5.550 m
                      Gesamtgehzeit: 56 h

                      Die Anreise gestaltet sich wieder etwas langwierig. Ich komme leider erst spät zuhause weg aber ab Österreich kommt dann noch einiges an Verspätung dazu. So komme ich abends in Puchberg am Schneeberg am Bahnhof an.
                      Aber der längste Tag des Jahres ist noch nicht lange her. Es wird also doch noch einige Zeit hell bleiben. Ich telefoniere mit einer Unterkunft in Losenheim. Die hätten noch Platz. Also wandere ich los.

                      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 01 Zurück an der Schneebergbahn.jpg Ansichten: 0 Größe: 124,5 KB ID: 3142260
                      Zurück an der Schneebergbahn

                      Zunächst geht es durch kleine Gassen durch Puchberg. Nettes kleines Städtchen, dieses Puchberg!

                      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 02 Schönes Puchberg am Schneeberg.jpg Ansichten: 0 Größe: 245,1 KB ID: 3142262
                      Schönes Puchberg am Schneeberg

                      Ich komme erstaunlich gut voran! Ziemlich genau nach Westen muss ich leider recht schnell auf die Landstraße nach Losenheim. Die lange Sitzerei im Zug war etwas anstrengend. Hier kann ich es jetzt noch etwas laufen lassen. Trotz des schon sehr späten Nachmittags ist es noch sehr hell. Ich überlege mir, ob ich zu der Burgruine Losenheim hinaufsteigen soll.

                      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 03 Burgruine Losenheim.jpg Ansichten: 0 Größe: 57,9 KB ID: 3142257
                      Burgruine Losenheim

                      Ich telefoniere auch mal mit der Edelweißhütte oben am Fadensattel. Auch wenn ich spät ankäme würde ich noch was zu Essen bekommen. Und ein Bett für die Nacht. Damit streiche ich die Burgruine und begnüge mich mit einem Eindruck von unten.
                      Wenn ich heute noch ein paar Meter rauf kommen würde, dann wäre der erste Tag nicht ganz so lang. Das wäre vielleicht ganz geschickt. Also lasse ich die Ruine liegen und wandere durch die wenigen Häuser von Losenheim und vorbei an den Liftanlagen. Nach der Sesselbahn geht es auf einen Weg, der die Piste entlang nach oben führt.

                      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 04 Aufstieg zum Fadensattel über die Piste.jpg Ansichten: 0 Größe: 80,0 KB ID: 3142261
                      Aufstieg zum Fadensattel über die Piste

                      Obwohl es schon recht spät ist, kommen mir doch erstaunlich viele entgegen. Denn Sonntagnachmittag am Berg zu verbringen macht bei dem aktuellen Wetter auch Sinn!
                      Gegen 21 Uhr erreiche ich die Edelweißhütte. Vor dem Haus sitzen 2 Leute mit ihrem Hund, die sich als Hüttenwirte outen.

                      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 05 Die Edelweißhütte vor dem Schneeberg - diesmal ohne Schnee.jpg Ansichten: 0 Größe: 119,0 KB ID: 3142258
                      Die Edelweißhütte vor dem Schneeberg - diesmal ohne Schnee

                      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: image_54629.jpg Ansichten: 3 Größe: 61,9 KB ID: 3142382 Ich setze mich dazu und bekomme erstmal was zu trinken und zu essen. Dabei kann ich zusehen wie das letzte Tageslicht langsam immer schwächer wird. Das gibt eine schöne Stimmung!

                      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 06 Abendstimmung am Fadensattel.jpg Ansichten: 0 Größe: 69,1 KB ID: 3142259
                      Abendstimmung am Fadensattel

                      Ich drehe noch eine Runde um die Hütte und schon ist es Zeit für die Hüttenruhe. Das hat sich sicher jemand ausgedacht, der nicht gerade erst auf der Hütte angekommen ist! Aber so sind die Regeln. Die Wirte sehen das aber nicht so eng. Sie ziehen sich zurück und meinen, ich solle halt die Tür schließen, wenn ich reinkomme. Also bleibe ich noch etwas draußen. Als es dann doch recht kalt wird bin ich schnell im Bett! Und Morgen geht es weiter auf der Wienvariante des Nordalpenweges – ich freue mich drauf!
                      Angehängte Dateien
                      Zuletzt geändert von Wafer; 24.07.2022, 11:08.

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                      • Wafer

                        Lebt im Forum
                        • 06.03.2011
                        • 6704

                        • Meine Reisen

                        #31
                        12. Tag: Von der Edelweißhütte zum Weichtalhaus
                        Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.


                        Montag, 20. Juni 2022
                        Strecke: 10 Km
                        Höhenmeter: ↑ 850 m, ↓ 1.550 m
                        Gehzeit: 6 h

                        Gesamtstrecke: 222 Km
                        Gesamthöhenmeter: ↑ 8.900 m, ↓ 7.100 m
                        Gesamtgehzeit: 62 h

                        Der Tag beginnt früh – Es ist noch nicht so weit nach der Sonnenwende! Und die Sonne scheint mir ins Gesicht. So bin ich beizeiten auf und vor der Hütte. Dort nehme ich auch das Frühstück zu mir. Mit einem tollen Blick ins Tal! So lässt sich ein neuer Tag gut beginnen!
                        Vor der Hütte steht auch etwas eiserne Kunst. Echt schick, der Wanderer mit seinem Hund!

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 01 Kunst an der Edelweißhütte.jpg Ansichten: 0 Größe: 203,9 KB ID: 3143837
                        Kunst an der Edelweißhütte

                        Das verspricht ein toller Tag zu werden: Es zeigt sich kein Wölkchen am Himmel! Prima! Heute ist es erstmal nicht so weit. Ich will ja nicht immer den gleichen Fehler wieder machen.
                        Endlich komme ich los. Obwohl hier nix los ist, habe ich heute Morgen recht lange gebraucht. Macht aber nix. Gleich an der Hütte gehen die verschiedenen Wege auf und um den Schneeberg los. Ich nehme den Fadensteig. Er wird mich und den Nordalpenweg von hier direkt auf den Gipfel hinaufführen.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 02 Start an der Edelweißhütte in den heutigen Tag.jpg Ansichten: 0 Größe: 122,3 KB ID: 3143836
                        Start an der Edelweißhütte in den heutigen Tag

                        Zunächst steigt der Weg moderat an. Es gibt sogar noch etwas Schatten unter den letzten Bäumen. Das ist angenehm zu gehen. So komme ich gut vorwärts. Schon nach kurzer Zeit hat sich der Blickwinkel ziemlich verändert.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 03 Schnell wird es felsiger - mit großartiger Aussicht.jpg Ansichten: 0 Größe: 90,0 KB ID: 3143839
                        Schnell wird es felsiger - mit großartiger Aussicht

                        Es wird immer felsiger. Und damit auch immer sonniger. Schön hier!

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 04 Rückblick auf Puchberg.jpg Ansichten: 0 Größe: 84,0 KB ID: 3143838
                        Rückblick auf Puchberg

                        Da unten bin ich gestern Abend gestartet. Man sieht jetzt schon, dass der Schneeberg, den ich gerade besteige zu den höheren der Umgebung zählt.
                        Als der Wald aufhört gibt es zwar noch niedrigen Latschenbewuchs aber ab ca. 1.550 m kommen Felswände.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 05 Auf dem Fadensteig geht es aufwärts - durch die Fadenwände.jpg Ansichten: 0 Größe: 215,1 KB ID: 3143843
                        Auf dem Fadensteig geht es aufwärts - durch die Fadenwände

                        Bis zu diesen Wänden geht der Weg im Zick-Zack hinauf. Angenehm zu gehen! Als ich bei den Wänden ankomme überholt mich eine Gruppe von Wanderern. Keine Ahnung wo die gestartet sind. Auf der Edelweißhütte haben die auf jeden Fall nicht übernachtet!

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 06 Ich bin heute beim Aufstieg mal nicht alleine.jpg Ansichten: 0 Größe: 187,3 KB ID: 3143832
                        Ich bin heute beim Aufstieg mal nicht alleine

                        Der Blick zurück wird immer interessanter! Durch die überragende Position des Schneebergs überblickt man die ganzen Wiener Hausberge, über die ich hierhergekommen bin. Grandios!

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 07 Der Fadensattel bleibt zurück.jpg Ansichten: 0 Größe: 85,8 KB ID: 3143833
                        Der Fadensattel bleibt zurück

                        Rechts der Mitte die Mamau- und die Schoberwiese mit Schober und Öhler, die zu dem Kamm der Dürren Wand gehören, über die ich im März zum Fadensattel aufgestiegen bin.
                        Und die Flora ändert sich auch. Auch da gibt es ständig was zu sehen.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 08 Symbiose aus Flora und Fauna.jpg Ansichten: 0 Größe: 113,0 KB ID: 3143834
                        Symbiose aus Flora und Fauna

                        Der Weg schlängelt sich durch die Wände. Ab und zu liegt mal ein Seil als Sicherung. Aber nichts übermäßig Gefährliches. Man sollte halt trittsicher und schwindelfrei sein. Ansonsten: Genusswandern pur! Alleine schon wegen der Aussichten lohnt der Weg hier hinauf!

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 09 Der Fadensteig ist teilweise gesichert.jpg Ansichten: 0 Größe: 215,7 KB ID: 3143835
                        Der Fadensteig ist teilweise gesichert

                        Und dann ist es plötzlich vorbei mit den Felswänden. Gerade noch ging es steil aufwärts und nun stehe ich auf einer Hochfläche, die mit Latschen bewachsen ist. Mit gleichmäßiger Steigung führt der Weg gut sichtbar über diese Hochfläche zu dem höchsten Punkt des Plateaus.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 10 Plötzlich wird es auf dem Schneeberg recht harmlos.jpg Ansichten: 0 Größe: 171,7 KB ID: 3143842
                        Plötzlich wird es auf dem Schneeberg schon fast harmlos

                        Immer wieder erstaunlich, wie schnell sich doch eine Landschaft ändern kann! Gemütlich lasse ich es den Fadensteig hinauflaufen. Aber fast wie erwartet taucht beim Näherkommen hinter dem vermeintlichen Gipfel noch einer auf. Also weiter. So werden das hier oben doch noch schlappe 300 Höhenmeter, bevor die Fischerhütte (2.049 m) in Sicht kommt.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 11 Die Fischerhütte mit ihrer Aussicht.jpg Ansichten: 0 Größe: 200,2 KB ID: 3143841
                        Die Fischerhütte mit ihrer Aussicht

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Stempel Fischerhütte 01.jpg Ansichten: 0 Größe: 55,5 KB ID: 3143851 Diese liegt direkt im Windschatten einer der beiden Hauptgipfel des Schneebergmassivs: Am Kaiserstein (2.061 m).
                        Die Straße, über die die Hütte versorgt wird, ist nicht zu übersehen. Sie führt hinunter zum Damböckhaus und von dort weiter zum Bergbahnhof der Schneebergbahn.
                        So schön die Aussicht auf der Terrasse ist: Mir wird es hier zu heiß! Ich hole mir was zu trinken und verziehe mich in den Schatten. Und die nächsten Tage soll es noch wärmer werden.
                        Ich schaue mir an, was noch vor mir liegt.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 12 Blick zur höchsten Erhebung des Schneebergs - Dem Klosterwappen.jpg Ansichten: 0 Größe: 55,7 KB ID: 3143840
                        Blick zur höchsten Erhebung des Schneebergs - Dem Klosterwappen

                        Das sieht jetzt nicht gerade nach einer unüberwindbaren Herausforderung aus! Keine 30 Höhenmeter trennen mich noch von dem Gipfel. Und der Weg ist auch nicht zu verfehlen. Warum der gepunktet, also als Wanderpfad in der Karte eingetragen ist, ist mir schleierhaft! Da kommt man mit jedem Auto bis zum Gipfel.
                        Also mache ich mich mal wieder auf den Weg. Trotz des etwas breit geratenen Wanderweges gibt es auch hier oben wieder viel auch neben den Wegen zu sehen.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 13 Bergblumen mit Besuch am Schneeberg.jpg Ansichten: 0 Größe: 152,1 KB ID: 3143845
                        Bergblumen mit Besuch am Schneeberg

                        Ruck-Zuck bin ich auf dem Klosterwappen (2.076 m). Das ging schnell! Nun, waren ja auch nur ein paar Meter.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 14 Das Gipfelkreuz auf dem Klosterwappen.jpg Ansichten: 0 Größe: 94,1 KB ID: 3143844
                        Das Gipfelkreuz auf dem Klosterwappen

                        Auf dem Gipfel gibt es leider noch reichlich andere Bauwerke. An denen muss man geflissentlich dran vorbeischauen. Schön geht anders!
                        Entsprechend hält es mich hier nicht lange. Zudem wird es langsam richtig voll hier oben. Die Schneebergbahn schaufelt hier einiges an Halbschuhtouristen rauf.
                        Ich nehme für den Abstieg den kleinen Pfad, der sich nach Westen hin den Hang hinunterwindet. Zunächst über Bergwiesen und zunehmend durch Latschenfelder verliert der Weg schnell an Höhe.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 15 Der Abstiegsweg in Richtung Kienthalerhütte.jpg Ansichten: 0 Größe: 354,9 KB ID: 3143848
                        Der Abstiegsweg in Richtung Kienthalerhütte

                        Hier ist der Weg so, wie man ihn erwartet: Ein kleiner Pfad, der schön zu gehen ist. Und leer ist er auch wieder. Der Schneeberg schaut zwar nur knapp über die 2.000-Höhenmeter-Marke aber die Täler drum herum sind recht tief. Und entsprechend lang die An- bzw. Abstiege. Die meisten tun sich das nicht an und nehmen die Bahn. Also bin ich hier wieder schnell alleine unterwegs.
                        Der Himmel zieht etwas zu. Wo kommt jetzt das auf einmal her? Das geht hier in den Bergen mitunter manchmal recht schnell! Als es zu tröpfeln beginnt ist die Kienthalerhütte (1.380 m) nicht mehr weit weg. Als ich sie erreiche muss ich feststellen, dass sie leider nur am Wochenende offen hat.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 16 Ein kurzer Regenschauer an der Kienthalerhütte beim Turmstein.jpg Ansichten: 0 Größe: 143,3 KB ID: 3143846
                        Ein kurzer Regenschauer an der Kienthalerhütte beim Turmstein

                        So montiere ich unter einem Baum die leichte Regenmontur: Ein Regenschirm am Rucksackträger. So habe ich die Hände frei und bleibe meist im Trockenen. Bei wenig Wind eine feine Sache! Sehr schnell kann ich das aber auch wieder abbauen. War zum Glück nur ein kurzer Schauer.
                        Über den Ferdinand-Mayr-Weg geht es abwärts. Kurz nach einer Quelle treffe ich auf einen Forstweg. Auf ihm wird der Nordalpenweg offiziell geführt. Das macht mich jetzt weniger an. Aber dafür gibt es ja noch die Weichtalklamm, die hier beginnt. Das ist ein als Klettersteig der mit der Schwierigkeit A bis B eingestuft ist. Ich habe heute noch reichlich Zeit, also probiere ich mein Glück mit der Klamm.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 17 Der Einstieg in die Weichtalklamm.jpg Ansichten: 0 Größe: 332,5 KB ID: 3143847
                        Der Einstieg in die Weichtalklamm

                        Der Steig führt mich in die Klamm hinunter. Die Felswände kommen teilweise recht nah an den Weg heran. Wobei der Weg einfach der Klammboden ist. Wenn es regnet oder sehr viel geregnet hat, ist das Steig nicht zu empfehlen, denn dann dürfte man die meiste Zeit mit den Schuhen im Wasser stehen. So wandere ich über den leicht feuchten Boden abwärts.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 18 Eindrücke aus der Weichtalklamm.jpg Ansichten: 0 Größe: 356,0 KB ID: 3143850
                        Eindrücke aus der Weichtalklamm

                        Teilweise muss man auch unter Felsen durchklettern, die sich zwischen den Wänden verkeilt haben. Am Grund der Schlucht liegt einiges an angeschwemmtem Unrat herum. Und was man auch nicht vergessen darf: Wo viel Feuchtigkeit und Wärme ist, da fühlen sich Insekten wohl! Um mich herum schwirrt und summt es in einem fort. Was da so alles dabei ist, will ich lieber gar nicht so genau wissen. Gestochen werde ich allerdings erstaunlich wenig – zu Glück!
                        So manche Steilstufe wird durch technische Hilfsmittel überwunden. So gibt es in der Schlucht einige Leitern, Ketten, Seile oder Stahlbolzen, die als Stufen dienen.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19 Altes Eisen in der Weichtalklamm.jpg Ansichten: 0 Größe: 358,7 KB ID: 3143854
                        Altes Eisen in der Weichtalklamm

                        Wer hier sein Klettersteigset anlegt, wird wohl enttäuscht werden: Es gibt nur wenige Stellen, an denen man sich vorbildlich sichern kann.
                        Einen Klettersteig abwärts zu gehen erhöht die Schwierigkeit noch etwas, da man häufig von oben die Tritte und Griffe nicht richtig einsehen kann und man viel nach Gefühl agieren muss. Aber hier geht das noch einigermaßen. Man sollte auch die Länge des Steiges nicht unterschätzen. Wo der normale Weg 1 h 45 für den Abstieg zum Weichtalhaus benötigt, da braucht man durch die Schlucht doch auch nochmal deutlich mehr Zeit. So richtig zügig kommt man da nicht überall voran.

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20 Wilde Wände in feuchter Schlucht.jpg Ansichten: 0 Größe: 330,1 KB ID: 3143852
                        Wilde Wände in feuchter Schlucht

                        Aber richtig schön ist es in der Klamm! Mir gefällt sowas!
                        Nach über 2 h habe ich das Ende der Schlucht endlich erreicht. Direkt am Ausgang der Klamm steht das Weichtalhaus der Naturfreunde (547 m).

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 21 Ankunft am Weichtalhaus.jpg Ansichten: 0 Größe: 169,0 KB ID: 3143853
                        Ankunft am Weichtalhaus

                        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Stempel Weichtalhaus 01.jpg Ansichten: 0 Größe: 36,6 KB ID: 3143831 Das recht neue Haus hat geöffnet und ich kann ein Zimmer beziehen. Mit der Klamm am Ende war der erste Wandertag dann doch wieder recht lang und anstrengend. Aber richtig schön und abwechslungsreich! Das Essen hier ist gut und nach einem kurzen Bad im Bach – meine Herren, ist der kalt! – bin ich abends recht schnell im Bett. Das liegt allerdings auch daran, dass die hier morgen Ruhetag haben und ab 18 Uhr niemand mehr da ist. So ist der Abend eh recht langweilig. Also: Gute Nacht, bis Morgen!

                        Übrigens: Wie ich abends erfahre führt der Nordalpenweg ca. 700 m auf dem Forstweg entlang und zweigt dann links auf einen normalen Wanderweg ab, der teilweise recht steil im Zick-Zack durch den Wald abwärts führt. Gut markiert und gut zu gehen soll er sein. Keine Abzweigungen außer der oben am Forstweg, wo man auf den Waldweg abbiegt.
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                        Zuletzt geändert von Wafer; 29.07.2022, 17:09.

                        Kommentar


                        • Wafer

                          Lebt im Forum
                          • 06.03.2011
                          • 6704

                          • Meine Reisen

                          #32
                          13. Tag: Vom Weichtalhaus zum Preiner Gscheid und Semmering
                          Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.


                          Dienstag, 21. Juni 2022
                          Strecke: 14 Km
                          Höhenmeter: ↑ 1.250 m, ↓ 750 m
                          Gehzeit: 5 h 30

                          Gesamtstrecke: 236 Km
                          Gesamthöhenmeter: ↑ 10.150 m, ↓ 7.750 m
                          Gesamtgehzeit: 67 h 30

                          Am Morgen kommt extra ein Mitarbeiter aus der Küche um Frühstück zu machen. Und das trotz Ruhetag! So mache ich nach dem Frühstück nicht lange rum und mache mich auf den Weg.
                          Der führt mich am Haus entlang nach Westen und über eine Holzbrücke zu einem kleinen Parkplatz. Für 300 Meter geht es an der Straße entlang aber dann geht es wieder auf einen Wanderweg. Kurz darauf stehen mir 2 Wegalternativen zur Verfügung: Entweder schwarz über den Wachthüttelkammsteig oder Rot durch das Höllental. Ich entscheide mich für den Steig. Da geht der Nordalpenweg ja schließlich auch entlang. Und der fängt gleich mit ein paar Leitern an.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 01 Einstieg in den Wachthüttelkammsteig.jpg Ansichten: 0 Größe: 431,5 KB ID: 3145466
                          Einstieg in den Wachthüttelkammsteig

                          Der Steig ist als Schwierigkeitsstufe A eingestuft. Das ist jetzt nichts extrem Schwieriges aber dieser Stil zieht sich über etliche Höhenmeter durch. Seile zum Sichern auf den Leitern gibt es meist nicht. Die Bauart des Steiges ist auch schon ein paar Tage älter.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 02 Der Nordalpenweg auf dem Steig über den Wachthüttelkamm.jpg Ansichten: 0 Größe: 245,0 KB ID: 3145464
                          Der Nordalpenweg auf dem Steig über den Wachthüttelkamm

                          Obwohl es heute bedeckt ist komme ich gehörig ins Schwitzen. Das geht hier zackig aufwärts. Das müssen an die 30 Leitern sein, die hier teils im Wald liegen. Gestern die Klamm abwärts und heute diesen Steig hinauf – Der Nordalpenweg ist nichts für Weicheier! Auch wenn es bisher immer alternative Wege gab.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 03 Luftholen am Wachthüttelkamm.jpg Ansichten: 0 Größe: 150,9 KB ID: 3145463
                          Luftholen am Wachthüttelkamm

                          Zeitweise führt der Steig recht dicht am Abgrund entlang. Damit hat man einen schönen Blick auf den alternativen Weg durch das Große Höllental: Weiter unten verläuft eine Forststraße und weiter oben wird es dann ein auch teilweise recht steiler Wanderweg.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 04 Blick ins Große Höllental.jpg Ansichten: 0 Größe: 175,4 KB ID: 3145465
                          Blick ins Große Höllental

                          Irgendwann wird der Weg zum Glück auch wieder flacher und die fast endlosen Leitern hören auf. Er zieht sich auf einem Kamm entlang, dessen Flanken teilweise recht zackig abfallen. Sehr schön zu gehen! Mit Weitblick ist heute allerdings noch nicht viel los. Aber die Sonne kämpft um ihr Recht.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 05 Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich.jpg Ansichten: 0 Größe: 149,4 KB ID: 3145467
                          Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich

                          Hier oben kommt der Steig ganz harmlos daher. Zunächst führt er mich noch etwas durch einen Wald.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 06 Schöne Wanderwege am Wachthüttelkamm.jpg Ansichten: 0 Größe: 252,9 KB ID: 3145468
                          Schöne Wanderwege am Wachthüttelkamm

                          Dieser Wald lichtet sich zunehmend. Ich bin ja eigentlich auch noch gar nicht so wirklich hoch. Das sind gerade mal 1.500 Höhenmeter. Durch die ewigen Leitern, die teils recht steil hinaufgingen, habe ich ein ganz anderes Gefühl.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 07 Der Wald am Kamm lichtet sich.jpg Ansichten: 0 Größe: 184,2 KB ID: 3145469
                          Der Wald am Kamm lichtet sich

                          Der Bewuchs wird jetzt auch zunehmend kleiner. Aus Fichten werden Latschen. Dazwischen blüht es in verschiedenen Farben.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 08 Auf dem Windlochboden blüht es.jpg Ansichten: 0 Größe: 191,3 KB ID: 3145470
                          Auf dem Windlochboden blüht es

                          Der Wald bleibt nun ganz zurück und das Wegenetz wird dichter. Ich nähere mich wohl der Bergbahn.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 09 Wegweisung auf der Rax.jpg Ansichten: 0 Größe: 136,8 KB ID: 3145471
                          Wegweisung auf der Rax

                          Ab hier geht es auf einer Versorgungsstraße weiter.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 10 Das Otto-Schutzhaus kommt in Sicht.jpg Ansichten: 0 Größe: 143,8 KB ID: 3145472
                          Das Otto-Schutzhaus kommt in Sicht

                          Neben dem Jakobskogel steht das Ottohaus. Sieht nach einem recht großen Schutzhaus aus. Ich sehe es ja nur von der Seite, aber ...
                          Auf dem Versorgungsweg geht es zu dem Schutzhause hinüber. Das liegt da schon toll, so direkt am Rand und mit einer super Aussicht!

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 11 Ankunft am Ottohaus.jpg Ansichten: 0 Größe: 114,7 KB ID: 3145473
                          Ankunft am Ottohaus

                          Dass die Bergbahn nicht weit weg ist lässt sich leider recht gut erkennen: Es gibt nur Selbstbedienung und das an einem Tresen, der in jedem großen Skigebiet stehen könnte! Aber die Bausubstanz erinnert schon an die Zeiten der Habsburger: Hier gibt es Platz und das Gebäude strahlt eine gewisse Eleganz aus.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 12 Das Ottohaus ist auf großen Andrang ausgelegt.jpg Ansichten: 0 Größe: 116,7 KB ID: 3145474
                          Das Ottohaus ist auf großen Andrang ausgelegt

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Stempel Ottohaus 01.jpg Ansichten: 0 Größe: 50,1 KB ID: 3145461Der Service wird hier allerdings etwas kleiner geschrieben. Die Freundlichkeit leider auch. Vermutlich auch mal wieder Bergbahnbedingt. So hält es mich hier nicht lange. Nach einer Suppe mache ich mich wieder auf den Weg. Als ich vor die Hütte trete haben sich die letzten Wolken vor im Tal aufgelöst und ich kann ungehindert ins Tal schauen. Irgendwie kann ich ja verstehen, dass die Leute hier zuhauf mit der Bahn heraufkommen: Die haben hier schon eine tolle Aussicht!

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 13 Großartige Aussicht vom Otto-Schutzhaus.jpg Ansichten: 0 Größe: 132,6 KB ID: 3145478
                          Großartige Aussicht vom Otto-Schutzhaus

                          Ein Blick auf die Karte zeigt, dass der Nordalpenweg einen Bogen um den Jakobskogel, den Hausberg des Ottohauses, schlägt. Auf dem Seeweg geht es gen Westen.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 14 Auf dem Seeweg geht es zur Neuen Seehütte.jpg Ansichten: 0 Größe: 126,8 KB ID: 3145475
                          Auf dem Seeweg geht es zur Neuen Seehütte

                          Direkt geradeaus ist eine Hütte am Horizont zu erkennen: Die Raxgmoa-Hütte. Das ist eine kleine Schutzhütte des Österreichischen Bergrettungsdienstes. Zu der geht es aber heute nicht hinauf!
                          Das scheint hier eine beliebte Gegend zu sein: Ich treffe auf einige, die die Natur hier im Umfeld genießen.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 15 Ich bin heute nicht alleine auf dem Nordalpenweg.jpg Ansichten: 0 Größe: 216,9 KB ID: 3145477
                          Ich bin heute nicht alleine auf dem Nordalpenweg

                          Je näher ich der Neuen Seehütte komme, desto mehr frage ich mich allerdings, ob es hier nicht manchmal übertrieben wird mit der Beschilderung. Teilweise fühle ich mich wie im Schilderwald einer Großstadt!

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 16 Schilderwahn bei der Neuen Seehütte.jpg Ansichten: 0 Größe: 176,9 KB ID: 3145476
                          Schilderwahn bei der Neuen Seehütte

                          An der Neuen Seehütte bin ich dann aber wieder alleine: Sie hat geschlossen! Im Internet stand, sie hätte nur an Wochenenden offen. Hier steht auf einem Schild, sie Montag und Dienstag Ruhetag. Ich bin leider nicht in der Lage herauszufinden was stimmt. Sie ist auf jeden Fall geschlossen, nach welcher Regel auch immer. So bleibe ich nicht lange und mache mich an den Abstieg.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 17 Die Neue Seehütte hat heute leider geschlossen.jpg Ansichten: 0 Größe: 118,2 KB ID: 3145479
                          Die Neue Seehütte hat heute leider geschlossen

                          Der Nordalpenweg führt eigentlich von hier aus hinauf auf den Trinksteinsattel und dann hinüber zum Karl-Ludwig-Haus. Das ist nicht mehr sehr weit. Ich will aber heute noch irgendwie zum Semmering kommen um auch die Burgenlandvariante zu vervollständigen. Die führt ja auch zum Karl-Ludwig-Haus hinauf.
                          Also starte ich nach einer kurzen Pause und nehme den Göbl-Kühn-Steig unter die Sohlen. Und der hat einiges zu bieten: Ein schöner Weg mit tollen Aussichten!

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 18 Die Preiner Wand.jpg Ansichten: 0 Größe: 126,6 KB ID: 3145480
                          Die Preiner Wand

                          Der Steig ist ein toller Wanderweg ohne Sicherungen, der mich von der Neuen Seehütte hinunter geleitet. Wann hier ein Wanderweg als Steig bezeichnet wird ist mir noch nicht ganz klar. Dieser hier ist auf jeden Fall ein toller Wanderweg ohne technische Schwierigkeiten aber tollen Ausblicken!

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 19 Abstieg auf dem Göbl-Kühn-Steig.jpg Ansichten: 0 Größe: 99,8 KB ID: 3145483
                          Abstieg auf dem Göbl-Kühn-Steig

                          Je weiter ich absteige, desto präsenter wird der alpine Charakter der Preiner Wand.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 20 Die Preiner Wand vom Göbl-Kühn-Steig aus gesehen.jpg Ansichten: 0 Größe: 134,0 KB ID: 3145481
                          Die Preiner Wand vom Göbl-Kühn-Steig aus gesehen

                          Der Weg ist einfach nur schön zu gehen! Im Süden kann ich erkennen, wo ich morgen auf der Burgenlandvariante zur Rax zurückkommen will. Gleichmäßig geht es in aller Ruhe abwärts.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 21 Abstieg zum Waxriegelhaus.jpg Ansichten: 0 Größe: 174,1 KB ID: 3145484
                          Abstieg zum Waxriegelhaus

                          Ich komme zunehmen wieder in Waldregionen und bin überrascht wie schnell ich beim Waxriegelhaus ankomme.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 22 Ankunft am Waxriegelhaus.jpg Ansichten: 0 Größe: 159,3 KB ID: 3145482
                          Ankunft am Waxriegelhaus

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Stempel Waxriegelhaus 01.jpg Ansichten: 0 Größe: 33,4 KB ID: 3145462Das hat ganzjährig geöffnet und hat sich seinen Hüttencharakter bewahrt! Hier mache ich ausgiebig Mittagspause. Mit Blick auf den Preiner Gscheid und die Felswände rund um die Hütte lohnt sich hier eine ausgiebige Pause.
                          Irgendwann reiße ich mich los und mache mich an den Abstieg. Der Sattel Preiner Gscheid (1.069 m) ist nicht weit. Irgendwie habe ich das Gefühl über eine Skipiste abzusteigen. Aber hier gibt es keine Lifte. Der Charakter ist aber ähnlich. Erstaunlich schnell bin ich am Preiner Gscheid. Der nächste Bus in eines der Täler fährt aber erst in über zwei Stunden. So spreche ich einfach den nächsten Wanderer an, der zu einem Auto geht. Es ist ein Kanadier und er nimmt mich gerne mit. Er muss eigentlich nach Neuberg an der Mürz aber er fährt mich hinunter nach Mürzzuschlag und dort direkt an den Bahnhof. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle!
                          Der nächste Regionalzug bring mich zurück an den Bahnhof Semmering. Ich wandere hinauf in den Ort und bin überrascht, wie schwierig es ist hier eine Unterkunft zu finden. Entweder ist alles voll oder das Gasthaus hat geschlossen.
                          Ich komme mal wieder in einem Gasthaus unter, das eigentlich geschlossen hat. Ruhetage scheinen häufig nur für Restaurants zu gelten!

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 23 Der Zauberberg am Semmering im Sommer.jpg Ansichten: 0 Größe: 153,1 KB ID: 3145485
                          Der Zauberberg am Semmering im Sommer

                          Beim Abendessen habe ich Blick auf die Skipisten, die ich im März noch mit Skifahrern kennengelernt habe.
                          Interessant ist auch die Auffassung der Semmeringer in Bezug auf ihre Frauen und ihre Hunde!

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 24 Wie die Österreicher über ihre Hunde denken.jpg Ansichten: 0 Größe: 82,7 KB ID: 3145486
                          Wie die Österreicher über ihre Hunde denken

                          Das war wieder ein toller Tag mit einem Ortswechsel am Ende. Morgen will ich von hier aus wieder zum Preiner Gscheid zurück und von dort hinauf zum Karl-Ludwig-Haus. Am Karl-Ludwig-Haus vereinen sich die beiden Start-Varianten von Wien und vom Neusiedler See und führen von dort aus als ein Nordalpenweg weiter. Zwischendurch wird es zwar immer wieder mal Weg-Varianten geben aber dabei wird es sich immer um eine mehr oder weniger alpine Variante des Nordalpenweges handeln.
                          Recht spät komme ich heute erst ins Bett und schlafe richtig gut!
                          Angehängte Dateien
                          Zuletzt geändert von Wafer; 05.08.2022, 18:25.

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