[DE] Main-Donau-Weg, Fichtelgebirge-Passau,

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    • 22.08.2008
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    • Meine Reisen

    [DE] Main-Donau-Weg, Fichtelgebirge-Passau,

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende
    Land: Deutschland
    Reisezeit: April 2007/Juli 2008
    Region/Kontinent: Mitteleuropa
    Main – Donau – Weg

    Fichtelgebirge – Passau



    Der Bericht erstreckt sich über zwei Jahre, weil ich die Wanderung 2007 nicht fortsetzen und erst heuer den Weg fertig gehen konnte.

    Es handelt sich um die Ostlinie der Main-Donau-Wege die direkt durch meinen Wohnort führt, was für mich der Grund war diesen Weg zu wandern.


    Zusammenfassung

    Die Ostlinie des Main-Donau-Weges ist 322 km lang. Im Jahr 2007 bin ich 110 km gegangen, im Juli 2008 die restlichen 212 km.
    Wie ich feststellte ist die Markierung vom Fichtelgebirge bis Rötz sehr gut, ab Rötz bis Passau ist die Markierung alt und spärlich.
    Von Bischofsgrün bis zum Fichtelsee sind viele Ausflügler unterwegs. Danach wanderte ich allein durch die Wälder. Andere Leute sah ich nur im Bereich der Ortschaften. Ab Sankt Englmar im Bayerischen Wald begegneten mir immer wieder Wanderer. Im Ilztal sind Ausflügler unterwegs. Bis Passau trifft man ständig Leute. Wer also seine Ruhe haben will, sollte nördlich des Regen auf diesem Wanderweg unterwegs sein.
    In der Oberpfalz sind Gasthäuser eher selten und oft unter der Woche auch geschlossen. Als Eingeborener hatte ich da einige Vorkenntnisse. In den größeren Orten sind Supermärkte, Metzgereien und Bäckereien. Ab Sankt Englmar gibt es mit der Versorgung keine Probleme mehr.


    10. 4. 2007 --------------Bischofsgrün - Wernersreuth


    Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.
    Morgens bringt mich meine Frau, die mir drei Tage frei gegeben hat, zum Bahnhof in Amberg und ich fahre mit dem Zug nach Bayreuth und mit dem Bus weiter nach Bischofsgrün im Fichtelgebirge. Hier, am Fuße des Ochsenkopfs beginnt der Main-Donau-Weg, dem ich erstmal bis nach Hause folgen will.


    Um 11:00 Uhr beginne ich den Aufstieg zum 1024 m hohen Ochsenkopf bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen um die 20°. Beim Anstieg über den steinigen und steilen Pfad komme ich dann doch ins Schwitzen. Teilweise verläuft der Aufstieg direkt unter der Gondelbahn, was natürlich nicht gerade motiviert. Oben angekommen esse ich erst mal zu Mittag und besteige den Asenturm, um einige Fotos zu machen.





    Weiter geht es zum Weißmainfelsen mit seiner typischen Wollsackverwitterung im Granit. Anschließend kommen die Weißmainquelle und die Fichtelnaabquelle. Damit liegen auf diesem Weg zwei der vier Quellflüsse die im Fichtelgebirge, in die vier Himmelsrichtungen, entspringen. Die Eger und die Saale sind die beiden anderen Flüsse. Bis zum Fichtelsee, den ich um 14:30 Uhr erreiche, begegne ich immer wieder Ausflüglern. Danach wandere ich alleine durch die Wälder und sehe nur Menschen wenn ich Ortschaften passiere.

    Bei Anbruch der Dämmerung suche ich mir kurz vor Wernersreuth einen Platz für die Nacht. In einiger Entfernung höre ich noch Stimmen die aber nach einer viertel Stunde verschwinden. Dann stelle ich das Zelt im Unterholz etwa 20 m vom Waldrand entfernt auf. Am Waldrand sind einige größere Steine die als Sitzplatz und Unterlage für meinen Esbitkocher dienen. Es ist bereits dunkel, die Erbswurstsuppe köchelt vor sich hin und ich genieße den Blick in die sternklare Nacht.



    An diesem Tag habe ich 25 km geschafft, womit ich zufrieden bin.


    11.4. 2007 ---------------Wernersreuth - Parkstein


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    Ich habe gut geschlafen Gegen 6:00 Uhr stehe ich auf, mache Tee zum Frühstück am Waldrand und beobachte die aufgehende Sonne. Bis alles zusammen gepackt ist wird es 8:00 Uhr.



    Die erste Station dieses Tages soll der Armesberg werden, der eine Wallfahrtskirche trägt und der erste erloschene Vulkan auf dieser Strecke ist. Hier in der nördlichen Oberpfalz gibt es davon mehrere wobei der Parkstein der anschaulichste ist. Der Parkstein ist auch mein heutiges Tagesziel zum Abendessen.
    Beim steilen Aufstieg zum Armesberg gehe ich voll in der Sonne und schwitze schon wieder in aller Frühe. Während des Anstiegs kann ich meinen bisherig, zurückgelegten Weg bis zum Ochsenkopf überblicken. Oben angekommen raste ich etwas. Die Kirche ist so früh natürlich noch geschlossen. Der Weg läuft auf dem Höhenrücken weiter, an Waldeck vorbei, streift am Ortsende aber den Friedhof. Das nütze ich gleich aus und fülle im Friedhof meine Wasserflaschen auf. Eine ältere Dame meint das Wasser sei doch viel zu kalt zum Trinken. Ich erkläre ihr, dass ich noch länger gehe und das Wasser schon warm wird. Nachdem sie erfahren hat dass ich mehrere Tage unterwegs bin unterhalten wir uns über Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg“.

    Die Ruinen auf dem folgenden Schlossberg schenke ich mir, weil ich die schon mal früher besichtigt habe. Auf jeden Fall hat man von da oben eine schöne Aussicht ins Kemnather Land. Im nächsten Steinbruch mache ich Pause. Den kenne ich auch von einer früheren Radtour. Leider ist er inzwischen abgesoffen und stark zugewachsen.

    Der Main-Donau-Weg führt weiter über den Kuschberg in den Hessenreuther Wald. Im Wald verpasse ich die Markierung wodurch ich sinnlos einen langen Hang hinauf stiefle Erst als eine Teerstraße kommt bemerke ich meinen Fehler und finde mit Hilfe meiner Karte wieder zum Weg zurück. Das war bereits das zweite mal an diesem Tag, dass ich die Zeichen übersehen habe.

    Die Kennzeichnung ist übrigens Weiß-Blau mit einem M + D für den ganzen Weg. Von Bischofsgrün bis zum Armesberg hat der Fichtelgebirgsverein die Markierung übernommen und zusätzlich ein blaues Kreuz auf weißem Grund angebracht. Ab dem Armesberg hat der Oberpfälzer Waldverein die Strecke als Grün-Weiß-Weg bis Rötz beschildert. Beide Vereine haben ihre Strecken neu und gut gekennzeichnet. Normal kann man sich nicht verlaufen, aber die haben nicht mit mir gerechnet. Für mich müsste man Führungsleinen spannen und mich daran anketten damit ich den Weg nicht verliere.

    Hinter dem Ort Hessenreuth finde ich einen Fischweiher mit Bank, Tisch und Grillplatz. Dort mache ich meine Mittagsrast. Zum Mittag koche ich CousCous und schmecke ihn süß mit Zucker ab. Zur Abrundung würze ich das Essen mit Zimt. Leider streue ich zu viel hinein so das der Zimt ganz gewaltig vor schmeckt. Na ja, satt bin ich wenigstens geworden.

    Kurz nach meiner Raststelle ist der Weg in einem Buchenwald gesperrt. Das Forstamt hat Absperrbänder und einen Infozettel angebracht. Wegen Baumbruchgefahr soll man einen Umweg wandern. Voraus hat der Sturm Kyrill etliche Bäume umgeworfen und die Waldarbeiter sind mit den Räumungsarbeiten noch nicht fertig. Heute habe ich schon genug Umwege gemacht. Ich mag nicht mehr und gehe den gesperrten Weg weiter. Die Strecke ist wirklich schlecht. Bäume liegen quer über den Weg und es gibt tiefe nasse Löcher. Überall liegen abgebrochene Äste herum. Es wäre doch besser gewesen der Ausweichroute zu folgen. Gerade als ich den gesperrten Abschnitt verlasse, kommt auf der Forststraße ein Förster angefahren, sieht mich und bremst ab. Er meint der Weg wäre doch gesperrt, lenkt aber gleich ein dass ja nichts passiert ist. Nach der üblichen Frage woher und wohin reden wir noch über den Sturm und die umgeworfenen Bäume. Am Schluss wünscht er mir noch eine schöne Wanderung.

    Langsam wird mir mein Rucksack zu schwer. Auf der restlichen Strecke bis Parkstein werfe ich ihn zweimal ab, weil ich ihn nicht mehr tragen kann. Die lange Strecke und das ständige auf und ab zehren an meinen Kräften. Ich will unbedingt bis Parkstein um ein vernünftiges Abendessen zu bekommen. Die Wälder hier sind ganz schön ausgedehnt. Endlich sehe ich den Vulkankegel. Noch ein letzter langer Anstieg. Im Ort gehe ich auf kürzester Distanz zum Gasthof neben der Basaltwand. Dort gönne ich mir ein üppiges Essen das ich nicht mal ganz schaffe. Im Gasthof lasse ich auch meine Wasserflaschen wieder auffüllen. Die Wirtin fragt mich, wo ich übernachte. Als sie erfährt, dass ich im Wald schlafe ist sie enttäuscht, dass sie kein Zimmer vermieten kann.

    Der Parkstein zählt zu den hundert schönsten Geotopen Bayerns und wurde bereits von Alexander von Humboldt zum schönsten Basaltkegel Europas erklärt. Zu sehen sind fünf- bis siebeneckige Basaltsäulen im ehemaligen Magmaschlot und die Übergangszone zu den Tuffen. Auf der Bergspitze befindet sich eine Kapelle und man hat eine weite Aussicht über die Umgebung.

    Den Parkstein kenne ich ebenfalls schon von früheren Besuchen, so dass ich ihn diesmal nicht besichtige. Ich bin auch momentan zu kaputt um ihn mir anzuschauen.

    Die Dämmerung ist schon fortgeschritten und ich muss noch etwa eine halbe Stunde marschieren, um in den Wald zu kommen. Im Wald finde ich bald einen kleinen Platz unter zwei großen Fichten, wo ich mein Zelt aufstelle. Es ist bereits dunkel bis ich ins Zelt kriechen kann. Die 35 km heute waren einfach zu viel, ständig ging es bergauf und bergab. An der kleinen rechten Zehe habe ich eine große Blase und ich bin total erledigt. Während des Telefongesprächs mit meiner Frau sage ich ihr, dass ich morgen wahrscheinlich abbrechen werde und sie mich dann abholen soll. Danach schlafe ich sofort ein. Ich schlafe tief und fest.


    12.4. 2007 ----------------Parkstein - Schnaittenbach


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    Morgens fühle ich mich gut. Anscheinend habe ich mich wieder erholt. Diesmal lasse ich es langsam angehen, koche erst mal zwei Tassen Tee und packe gemütlich zusammen.

    Der heutige Abschnitt ist überwiegend flach. Mal sehen wie weit ich komme. Nach zwei Stunden gemütlichen Gehens durch ein geschlossenes Waldgebiet auf breiten Waldwegen mache ich Rast am Neuweiher vor Steinfels, wo ich meine Füße vom Steg aus ins Wasser baumeln lasse.
    Nach weiteren eineinhalb Stunden, wieder ständig durch Wald, raste ich auf einer Bank am Waldrand oberhalb des Mauerhof. Zu Mittag gibt es zwei Tassen Erbswurstsuppe und die restliche Verpflegung verdrücke ich auch noch. Dann rufe ich nochmals meine Frau an und sage ihr, dass sie mich nicht holen braucht, weil es mir gut geht und ich die Wanderung zu Ende bringen kann.

    Jetzt habe ich nur noch den letzten Anstieg zur Rödlaser Hütte vor mir. Anschließend geht es meistens bergab bis nach Hause. In der Rödlaser Hütte will ich zum Abschluss ein Bier trinken. Da wieder die Sonne von einem wolkenlosen Himmel scheint habe ich mir das Bier auch verdient, wie ich finde.
    Die blöde Hütte macht unter der Woche erst um 17:00 Uhr auf, während ich bereits um 14:00 Uhr vor ihr stehe. Also trinke ich meine letzten Wassertropfen und ziehe weiter. In Kindlas, dem letzten Dorf vor Schnaittenbach, werde ich von einer alten Bäuerin angesprochen, die dann alles über meine Wanderung wissen will. Kurz vor 16:00 Uhr bin ich zu Hause.

    Die 26 km heute sind mir leicht gefallen da die Strecke relativ flach war. Insgesamt war die Wanderung ein Erlebnis für mich das ich gerne fortsetzen will.
    ______________________________________________________________

    Leider klappt es dieses Jahr nicht mehr so dass ich die nächste Etappe nach Nabburg in Form einer Sonntagswanderung mit meiner Frau durchführe. Damit wir wieder nach Hause kommen, habe ich am Tag vorher unser Auto in Nabburg abgestellt. Mit dem mitgenommenen Fahrrad bin ich dann zurück geradelt.


    26. 8. 2007 --------------Schnaittenbach - Nabburg


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    Es wird ein heißer Tag. Bereits am Ortsende von Schnaittenbach ist der Main-Donau-Weg verlegt worden, weil wegen der Kaolingruben der in der Karte verzeichnete Weg abgebaggert wurde. Hier also den Markierungen folgen.
    http://www.montekaolino.eu/
    Vom Weg aus sieht man den „Monte Kaolino“ bei Hirschau. Ein weißer Berg aus lauter Quarzsand auf dem im Sommer Ski und Snowbord gefahren wird. Von den Gruben aus geht es stetig bergauf. Im Wald ist es nicht ganz so heiß wie auf offenem Feld. An der Buchberghütte vorbei machen wir einen Abstecher zur so genannten Keltenfliehburg (niemand weiss was der Erdwall wirklich einmal war), wo wir an der Nepomukkapelle rasten. Die Einträge im Besucherbuch sind interessant zu lesen. Ich trage uns auch ein.

    In Mertenberg sind wir über den Berg. Ab hier verläuft die Strecke flach auf einem Höhenrücken, der weite Ausblicke ermöglicht. Am Kulm geht es wieder bergauf. Auf dem Berg macht der Weg eine Schlaufe zum Kulmstein. Wer mit Steinen nichts anfangen kann, kann sich diesen Umweg sparen. Oben ist ein Aussichtsturm der abgesperrt ist. Den Schlüssel dafür kann man sich im Gasthof zum Kulm, etwas unterhalb, geben lassen.

    Neben dem Weg zum Gasthof entdecken wir einen kleinen Weinberg. Wir sind erstaunt auf fast 600m Höhe so etwas zu finden. Im Gasthof kommen wir kurz vor 14:00 Uhr an und bekommen noch Schweinebraten serviert. Auch können wir unsere Wasserflasche wieder auffüllen.

    Die höchsten Berge des Naabgebirges haben wir geschafft. Der weitere Weg geht mit kleineren Gegenanstiegen meistens bergab. Hinter Obersteinbach ist die Wegführung wegen des Autobahnbaus der A6 nochmals geändert, doch gut ausgeschildert. Nach Ragenhof legen wir uns im Schatten eines Baumes auf eine Wiese und schlafen etwas.

    Anschließend steigt die Strecke nochmals leicht, um dann bis Nabburg ständig ab zufallen. Dort kehren wir nochmals ein. Endgültig unten am Auto angekommen stelle ich fest, dass ich vergessen habe es ab zuschließen. Heute waren es rund 24 km die wir zurück gelegt haben. Leider etwas heiß, sonst war es eine schöne und interessante Wanderung.


    Endlich habe ich Gelegenheit den Main-Donau-Weg bis Passau fort zu setzen. Das Wetter soll zwar nicht so gut werden nächste Woche, ich will aber nicht schon wieder verschieben.

    19.7. 2008 ---------------Nabburg - Thannstein


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    Meine Frau fährt mich nach Nabburg. Auf der Brücke über der Naab verabschieden wir uns. Der Himmel ist bewölkt, trotzdem ist es leicht schwül. Vor dem Anstieg zum Schindelberg richte ich meine Wanderstöcke her und lasse dabei die Schutzkappen auf einem Baumstamm liegen. (Zwei Wochen später bin ich mit dem Auto in der Gegend und hole die Schutzkappen wieder). Im Wald geht es steil bergauf. Auch hier ist die Wegführung gegenüber der Karte verändert worden. Vor Schwarzach läuft der Weg ein Stück auf einer aufgelassenen Bahnstrecke, die auch als Radweg dient. Ich gehe nach Schwarzach hinein zur Kirche und raste im Kirchhof. Da gibt es auch eine Heilig-Brünnl-Kapelle in der eine Quelle entspringt. Wäscht man sich mit dem Wasser die Augen und betet anschließend kräftig wird man von allen Augenleiden befreit. Meine Augen habe ich auch gewaschen, aber wahrscheinlich dann zu wenig gebetet. Geschadet hat es jedenfalls nicht.



    Der Schwarzach werde ich bis zum nächsten Tag immer wieder begegnen. Zunächst führt der Weg wieder in den Wald hinein und einen Hügel hinauf. Nach rund drei Stunden habe ich den Wald hinter mir, raste auf einer Bank am Waldrand vor Schwarzeneck und schlafe dabei prompt ein. Nun führt die Strecke eben im Tal der Schwarzach entlang bis nach Neunburg vorm Wald. In der Pizzeria Pam Pam bekomme ich eine riesige Pizza die ich nicht ganz schaffe. Meine Wasserflasche wird auch wieder aufgefüllt.

    Beim weiter Gehen entlang der Schwarzach scheint wieder die Sonne. Es sind viele Radfahrer und Jogger im Bereich von Neunburg unterwegs. Etwas außerhalb möchte ich mal kurz baden um mich zu erfrischen. Ich finde auch eine ruhige Stelle an der der Fluss aufgestaut ist und ich steige ins Wasser. Leider ist der Grund total versumpft so dass ich sofort wieder raus steige. Außerdem bin jetzt dreckiger als vorher. Nachdem ich mich notdürftig gereinigt habe, gehe ich weiter und finde etwas später eine Stelle mit Steinen im Flussbett. Hier versumpfe ich jedenfalls nicht. Allerdings muss ich mich der Länge nach hinlegen um ganz im Wasser zu sein. Nach dem erfrischendem Bad marschiere ich weiter. Die Schwarzach bricht hier durch eine Hügelkette. Das Tal ist entsprechend eng. An der Talwand ragen immer wieder Felsen empor und ich bin auch wieder alleine unterwegs.

    Kurz nach meinem Bad steigt der Weg als Pfad den Talhang hinauf Richtung Thannstein. Im Ort wird man durch die Markierungen bis zu einer Burgruine geführt. Von der ist nur noch der Bergfried und ein paar Mauern zu sehen. Der Weg durch den Ort hat sich nicht gelohnt.

    Langsam sinkt die Sonne. Ich mache mich auf den Weg in den nächsten Wald wo ich auf einem zugewachsenen Weg einen Platz für mein Zelt finde. Heute habe ich 37 km geschafft. So viel hatte ich nicht vor. Es ist einfach gut gelaufen an diesem Tag.


    20.7. 2008 ---------------Thannstein - Pfahlhäuser


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    Nachts hat es leicht geregnet. Nach meinem obligatorischem Frühstück mit zwei Tassen Tee und Keksen geht es weiter durch den Wald. Manchmal scheint die Sonne durch die Wolken. Der Anstieg zum Schwarzwihrberg ist ganz schön steil. An der Felsgruppe „Steinerne Wand“ ist eine Treppenanlage zum leichteren Ersteigen angebracht. Die „Steinerne Wand“ ist ein circa 200m langer Felsgrat von dem ich weit ins Land schauen kann.


    Kurz danach komme ich zur Ruine Schwarzenburg. Von der Ruine sind noch mehrere Mauern und Gebäude, sowie der Bergfried erhalten. Den besteige ich dann auch. Von oben ist der Blick noch besser als von der „Steinernen Wand“ und ich überblicke meinen geplante Strecke. In der Burg ist auch eine Wirtschaft vorhanden die so früh natürlich noch geschlossen hat. Außerdem finden hier im Sommer die Burgfestspiele „Der Guttensteiner“ statt.

    Am Burghang abwärts führt der Pfad durch ein ausgewiesenes Urwaldgebiet. Vor Rötz wurde die Streckenführung erneut geändert. Diesmal wird der Main-Donau-Weg zusammen mit dem neuen Prädikats Wanderweg „Goldsteig“ entlang der Schwarzach geführt. Früher ging die Markierung direkt durch Rötz. Ich folgeder neuen Beschilderung runter zur Schwarzach. Dort angekommen gefällt mir die aufgestaute Schwarzach mit den überhängenden Bäumen so gut, dass ich mal wieder nicht auf die guten Markierungen achte und am falschen Flussufer entlang marschiere. Dafür darf ich einen Berg hoch und muss auch noch durch Rötz laufen. Auf der Brücke über die Schwarzach verabschiede ich mich von dem Fluss der mich die ersten 1 ½ Tage begleitet hat.

    Ab Rötz übernimmt der Bayerwaldverein die Markierung des Main-Donau-Weges. Ein grünes Dreieck soll jetzt dem Wanderer den Weg zeigen. Allerdings sind diese Markierungen bereits alt und selten. Das weiß-blaue Zeichen mit den Großbuchstaben M + D für den Main-Donau-Weg ist noch seltener und sehe ich später einen ganzen Tag lang nicht. Für mich hat das den Vorteil, dass ich alle Schuld auf den Bayerwaldverein schieben kann, wenn ich mich mal wieder verlaufe. Nur wo der „Goldsteig“ parallel zu meinem Weg verläuft kann ich der neuen Goldsteigmarkierung folgen.

    Inzwischen scheint die Sonne vom blauen Himmel. Durch viel Wald und einige kleine Dörfer erreiche ich Stamsried. Ich wusste, dass am Marktplatz mehrere Wirtschaften sind. Nur eine hat am Sonntag Mittag geöffnet. Dort kehre ich ein, esse Schweinebraten und lasse meine Wasserflaschen befüllen.

    Im ständigen Auf und Ab gehe ich weiter. Vor der Bahnlinie zwischen Roding und Cham wird das Gelände flach und ich befinde mich im Regental. Nach dem Bahnübergang macht der Weg eine Schlaufe durch ein Vogelschutzgebiet. Während der Brutzeit darf das Gebiet nicht betreten werden. Dafür ist eine Umleitung ausgeschildert. Wie ich später merke ist die Umleitung um einiges kürzer. Der Himmel hat sich bewölkt, es fängt leicht an zu regnen. Beim Vogelbeobachtungsturm stelle ich mich unter. Gott sei Dank regnet es nicht lange. Ich gehe über die Brücke an das andere Ufer des Regen, finde eine Bank und raste dort. In diesem Gebiet sind viele Radfahrer und Ausflügler unterwegs.

    Nun geht es durch Untertraubenbach, anschließend unterquere ich die B 85 und erreiche schließlich den Pfahl. Der Pfahl ist ein Quarzgang der sich 200 km weit gerade durch den Bayerischen Wald zieht. Auf Grund seiner Härte ragt er als eine weiße Mauer über das ihn umgebende Gestein.

    Teils auf, teils neben dem Pfahl geht der Weg weiter. Wieder wird mir mein Rucksack zu schwer und ich lasse ihn einfach am Waldrand auf den Boden fallen. Als ich mich erholt habe, schaue ich mich etwas um und entdecke ein Stück weiter einen Steinbruch. Es ist bereits 19:00 Uhr, ich beschließe im Steinbruch zu übernachten. Die restliche Strecke kann bis morgen warten.

    Oberhalb des Bruchs erblicke ich eine große Feuerstelle an der offenbar die Dorfjugend von Pfahlhäuser öfters feiert. Also verlege ich mein Gepäck dort hinauf und koche mir erstmal eine Nudelsuppe mit Wiener. Im angrenzendem Wald spüre ich noch einen versteckten Zeltplatz auf. Vom Waldrand aus beobachte ich die Abendstimmung während des Sonnenuntergangs.

    Heute bin ich rund 34 km weit gegangen. Ich muss unbedingt weniger gehen sonst mach ich mich noch total fertig.


    21.7 2008 ----------------Pfahlhäuser - Käsplatte


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    Nachts hat es geregnet. Ich bleibe länger liegen und gehe erst um 8:45 Uhr weiter. Der Tag wird sonnig. Das erst mal creme ich mich mit Sonnenschutzmittel ein. Heute geht es meistens bergauf, weil ich vom Regental in den Vorderen Bayerischen Wald komme.

    Nach einer langen Steigung erreiche ich Sattelpeilstein. Dort halte ich mich Richtung Kirche und wie ich vermutet habe ist dort auch der Friedhof. Neben der Wasserstelle ist auch gleich eine Bank. Ich fülle wieder meine Flaschen auf und verarzte meinen rechten Fuß. An der kleinen rechten Zehe hat sich eine kleine Blase gebildet. Die steche ich auf und klebe sie anschließend ab. Nach einem Tipp hier im Forum reibe ich meine Füße schon seit einigen Tagen mit Hirschtalg ein. Die kleine Blase bleibt auch das einzige Fußprobleme während meiner ganzen diesjährigen Wanderung.

    Hinter Löwengrub steige ich mal wieder einen Hang hinauf. Dafür habe ich von oben einen guten Fernblick vom Hohen Bogen bis zum Arber. Hier befindet sich ein Steintisch mit zwei Steinbänken. Zunächst koche ich mir Couscous. Nachdem ich satt bin, breite ich meine durch schwitzten Sachen aus und lasse sie auf dem von der Sonne erwärmten Tisch und den Bänken trocknen.
    Bis zum Perlenbach geht es jetzt meistens abwärts, leider viel auf Teerstraßen. Vom Bach aus nach Rattenberg steigt die Strecke wieder entsprechend an. In Rattenberg kaufe ich etwas Proviant nach.

    Inzwischen hat sich der Himmel zugezogen. Ich bin gerade am Sportgelände von Rattenberg, als eine dunkle Wolke ihr Wasser über mich ausschüttet. Ein Spielplatz in der Nähe rettet mich. Dort ist eine überdachte Sitzgelegenheit. Das weitergehen hat bei dem Wolkenbruch keinen Sinn, folglich verspeise ich gleich einiges von den frisch gekauften Lebensmitteln.

    Nach einer halben Stunde hört der Regen auf. Zunächst führt der Weg wieder abwärts in ein kleines Bachtal um darauf hin 300 Höhenmeter bis Zell, meist durch Wald, anzusteigen. Bis zum Ort Kolmberg marschiere ich wieder mehrere Kilometer auf Asphalt.

    Die Landschaft war heute sehr abwechslungsreich mit Wäldern und immer neuen Ausblicken. Leider führt die Strecke durch viele Orte und gut die Hälfte des Weges vom Regen bis zum Ort Kolmberg ist Teerstraße. Außerdem sollte der Bayerwaldverein sich vom Oberpfälzer Waldverein zeigen lassen, wie man einen Wanderweg markiert.

    Von Kolmberg aus weist die Markierung des Main-Donau-Weg am Hang um den Gipfel der Käsplatte. Ich will auf dem Gipfel übernachten und folge daher dem Goldsteig, der zum Sattel zwischen den beiden Gipfeln des Berges führt. Der Anstieg führt steil über Wurzeln und Steinen. Nochmals erklimme ich 200 Höhenmeter und befinde mich am Schluss auf 970 m Höhe.

    Den Gipfel der Käsplatte bildet ein Blockfeld aus großen Granitbrocken. Das Gipfelkreuz ist gut 6 m hoch und wird Nachts mit solar betriebenen Lampen beleuchtet. Nach einigem Suchen finde ich eine kleine Lichtung auf der ich mein Zelt aufstelle. Vom Gipfelkreuz aus kann ich den Sonnenuntergang beobachten, sehe jedoch auch Wolken aufziehen.

    Übers Handy sagt mir meine Frau, dass für Morgen Regen angesagt ist und es zu Hause bereits regnet. Bald beginnt der Wind stark in den Bäumen zu rauschen. Mein Zelt steht glücklicherweise auf einem windstillen Platz. Im Zelt höre ich den Wind immer stärker wehen.

    Heute habe ich solange am Rucksack die Riemen verändert, bis ich ihn leichter tragen konnte. Er ist mir dann auch nicht mehr zu schwer geworden. Ich bin nun auf den Höhen des Bayerischen Waldes angekommen, habe einige Anstiege hinter mir und 31 km zurückgelegt. Einigermaßen erschöpft, aber nicht so kaputt wie gestern, schlafe ich zufrieden ein.


    22. 7. 2008 ----------------Käsplatte – Sankt Englmar


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    Ich habe Wasser im Zelt. Am Fußende habe ich nicht sorgfältig abgespannt. Für eine Nacht nehme ich immer nur zwei Heringe, obwohl 10 Stück beim Zelt beigelegt sind. Dabei habe ich sowieso nur 5 Heringe mitgenommen, die ich eben bei Regen benutzen wollte. Jetzt sind der Schlafsack am unteren Ende, Teile meiner Kleidung und die Wanderstiefel nass. Die Sachen bringe ich so gut es geht ins Trockene.

    Es regnet immer noch stark. Deshalb bleibe ich bis zu einer Regenpause liegen. Dann breche ich schnell mein Lager ab und mache mich um 10:00 Uhr an den Abstieg. Bereits nach gut einem Kilometer beginnt der nächste Anstieg entlang der Skiabfahrt vom Pröller. Hier fängt es nochmals stark zu regnen an.

    Auf halber Höhe ist die Viechtacher Hütte. Sie ist zwar geschlossen, doch unter dem Dachvorsprung kann ich mich auf eine Bank setzen. Dort warte ich über eine Stunde, ohne, dass der Regen nachlässt. So beschließe ich nur noch über den Pröller zu steigen und dann in Sankt Englmar in ein Hotel zu gehen.

    Dank des Waldes bin ich etwas vor dem Regen geschützt. Mit der Zeit werde ich dann doch immer nasser. Am Ortsrand von Sankt Englmar sind auch gleich zwei Hotels. Im ersten Hotel erklärt man mir, dass alle Zimmer belegt sind, obwohl mindestens die Hälfte der Schlüssel am Schlüsselbrett hängen.

    Im daneben liegenden Aparthotel werde ich sofort aufgenommen. Ich habe keine Lust weiter nach einem Hotel zu suchen und akzeptiere den Preis von 90.- € für die Nacht mit Frühstück. Das Zimmer entpuppt sich als Appartement mit Einbauküche. Nachdem meine Sachen einigermaßen zum Trocknen ausgebreitet sind gehe ich erst mal ins Restaurant zum Mittagessen.

    Anschließend erkundige ich mich an der Rezeption nach einer Einkaufsmöglichkeit für Lebensmittel. In der Anlage gibt es einen kleinen Laden in dem das nötigste erhältlich ist. So kaufe ich erst mal ein. Im Zimmer wasche ich meine Kleidung und trockne die Ausrüstung. Für die Wanderstiefel habe ich extra eine Zeitung zum Ausstopfen während des Trocknen gekauft. Abends koche ich Spagetti.

    Heute bin ich nur 5 km gewandert. Im Dauerregen hätte das weiter gehen auch keinen Spaß gemacht und schließlich soll das hier keine Durchschlageübung werden.


    23. 7.2008---------------- Sankt Englmar – Ruselabsatz


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    Nach dem Frühstück im Hotel mache ich mich wieder auf den Weg. Über den Predigtstuhl bis zum Glashüttener Hochwald liegen die Wolken noch auf den Bergen. Auf der Strecke zum Hirschenstein treffe ich zum ersten mal andere Wanderer. Bis jetzt war ich ständig alleine unterwegs. Auf dem Hirschenstein mache ich Fotos vom kleinen Aussichtsturm aus. Die Donauebene und ein Teil von Niederbayern sind einsehbar. Auf der Hinweistafel sind auch Alpenberge eingezeichnet die bei gutem Wetter sichtbar sind. Dafür sind die Wolken jedoch noch zu dicht, obwohl bereits ab und zu die Sonne durch blitzt.




    Auf dem Pfad zum Rauhen Kulm, der ständig durch Wald führt, begegnen mir wieder Wanderer. Der Rauhe Kulm hat einen felsigen Gipfelaufbau. Ein Hinweisschild zeigt den Weg zum Aussichtspunkt. Die Aussicht ist nicht besonders. Dafür ist hier der Wald nicht durchforstet und wirkt wie ein Urwald.


    Punkt 12:00 Uhr bin ich in Kalteck wo ich im dortigen Hotel zu Mittag esse. Ich bin der einzige Gast und bestelle mir Schinkenknödel in Buttersoße und ein dunkles Weltenburger Bier. Irgendwo muss Epro mit drin gewesen sein. Den folgenden langen Aufstieg zum Vogelsang über 250 Höhenmeter laufe ich in einem Zug durch. Am Regensburger Stein kann ich mit Mühe und Not für ein Foto bremsen. Der Abstecher zum Klosterfelsen direkt auf dem Gipfel des Vogelsang war auch nicht vorgesehen, da der Weg um den Gipfel herumführt.


    Beim Hinuntergehen folge ich nochmals den Markierungen für den Goldsteig, weil von den Grünen Dreiecken bzw. dem Main-Donau-Zeichen mal wieder nichts zu sehen ist. Nach einem Abstieg über 400 Höhenmeter raste ich beim Ort Grub um anschließend die 400 Höhenmeter zur Landshuter Hütte erneut aufzusteigen.
    Zunächst ist der Weg nur ein schmaler Pfad ineinem engen Bachtal, auf dem umgestürzte Bäume liegen, die umgangen oder überstiegen werden wollen. An einigen Häusern vorbei geht es erneut in den Wald und dann lange den Hang hinauf bis zur Landshuter Hütte, wo ich gegen 17:00 Uhr ankomme.

    Dort sitzen zwei Mountainbiker die mir erklären, dass die Hütte gleich zumacht. Darum gehe ich sofort hinein. Die Wirtin sperrt gerade die Gaststube zu, gibt mir jedoch noch ein Bier und füllt meine Wasserflasche auf. Anschließend unterhalte ich mich mit den beiden Bikern. Die beiden sind aus der Gegend und erzählen, dass anschließend ein Hochmoor kommt, über welches ein Holzsteg führt. Auch geben sie mir Ratschläge, wo gute Plätze fürs Zelten sind.

    Nachdem beide gefahren sind bleibe ich weiterhin sitzen. Dabei sehe ich mehrere Mountainbiker vorbeifahren. Auch auf dem weiteren Weg bis zum Ruselabsatz werde noch einige meinen Weg kreuzen. Offensichtlich ist hier ein beliebtes Bikerevier.
    Da ich anschließend den Weg über den Holzsteg nehme, muss ich danach quer durch den Wald den Breitenauriegel hinauf steigen. Mit 1116m bildet er den höchsten Punkt meiner Wanderung. Lange bleibe ich nicht. Die Sonne versinkt langsam und ich habe noch circa 3 km bis zu der empfohlenen Stelle. Kurz vor halb neun finde ich einen guten Platz und kampiere.

    Diesmal bin ich 33 km gewandert. Das Wetter hat sich gebessert, ich sehe der restlichen Strecke mit Zuversicht entgegen.


    24. 7.2008 Ruselabsatz – Saldenburg


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    An diesem Morgen bin ich früh wach. Bereits um 7:45 Uhr mache ich mich auf den Weg. Entlang der Ruselstraße geht es zum Dorf Rusel. Von da aus sehe ich in der Ferne den Brotjackelriegel. Mit 1011m ist er nur 250m höher als mein jetziger Standort. Er ist auch der letzte hohe Berg vor Passau. Leider muss ich erst bis auf 450m Höhe in Lalling absteigen, bevor der Aufstieg zum Brotjackelriegel beginnt.

    Indem der Weg zunächst meist abwärts verläuft, erreiche ich bald Lalling. Dort kaufe ich wieder mal ein. Den Edeka Markt mit seinem angeschlossenen Café kann ich empfehlen. Dort wird man sehr freundlich bedient. Lalling ist für die Versorgung gut ausgestattet. Es gibt alles, was man als Wanderer so braucht.

    Hinter Lalling senkt sich der Weg in ein kleines Tal, worauf hin der Anstieg zum Brotjackelriegel beginnt. Gleich zu Beginn steigt die Strecke steil an. Ausgerechnet jetzt kommt auch die Sonne hinter den Wolken hervor. Nach drei Stunden erreiche ich den Aussichtsturm auf dem Brotjackelriegel. Inzwischen sind die Wolken wieder dichter geworden, folglich lasse ich den Aufgang zur Plattform fallen und betrete gleich das Turmstüberl.

    Erst einmal esse ich etwas. Ich hatte sowieso vor eine längere Pause nach dem anstrengendem Aufstieg zu machen und bleibe deshalb länger sitzen, zumal neuerlich Regen fällt. Es sind auch ein paar Stammgäste gekommen und ich muss aufpassen, dass ich hier nicht total versumpfe.

    Trotz leichtem Regen mache ich mich erneut auf den Weg. Der Abstieg besteht zu Anfang nur aus einem Pfad, der recht steil über Wurzeln und Steine nach unten führt. Bald wird der Weg breiter und flacher und der Regen hört auch auf.

    Nachdem ich abermals eine Abzweigung verpasst habe umgehe ich Zenting über den Geißelstein. Auf dieser Waldstrecke bin ich alleine unterwegs. Auf dem Geißelstein nehme ich am Aussichtspunkt meinen Rucksack kurz ab. Ich bewege mich nun parallel zum Main-Donau-Weg. Bei Rettenbach raste ich in einem Bushäuschen. Dabei bemerke ich dass meine ½ l Wasserflasche, die am Rucksack befestigt war, fehlt. Entweder liegt sie noch im Turmstüberl auf dem Brotjackelriegel oder sie liegt auf dem Geißelstein. Die letzten Tage muss es halt ohne sofort griffbereites Wasser gehen.

    Bei dem Dorf Lindau erreiche ich abermals die Streckenführung des Main-Donau-Weges. Im Laufe des Weges passiere ich den Weiler Oberöd. Direkt am Weg ist ein Brunnen, an dem ich meine Wasserflaschen im Rucksack auffüllen will. Dabei beobachtet mich die Besitzerin. Sie kommt aus dem Haus und sagt mir, dass dieses Wasser nicht frisch ist. Anschließend bekomme ich frisches Wasser aus der Leitung.

    Gegen 20:00 Uhr suche ich mir einen Zeltplatz am Waldrand vor Hundsruck, einem Ortsteil von Saldenburg. 32km liegen hinter mir und keine hohen Berge mehr vor mir. Es ist bereits dunkel, bis ich meinen Esbitkocher anfeuere, um CousCous zu kochen. Kaum brennt er, höre ich ein Auto das in der Nähe hält und zwei Leute steigen aus die mit Taschenlampen durch die Gegend laufen. So gut es geht schirme ich den Feuerschein ab. Bemerkt werde ich nicht. Es war auch das einzige mal, dass ich in der Nacht gestört wurde.


    25.7. 2008 ----------------Saldenburg - Ilzstausee


    Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.
    Abermals schlafe ich lange, so dass ich erst um 9:00 Uhr weiter komme. In Saldenburg laufe ich noch einmal eine sinnlose Schleife wegen der spärlichen Wegmarkierung. Nach dem Ort ist nochmals ein langer Anstieg. Hoffentlich der Letzte. Ab Trautmannsdorf geht es ständig abwärts bis zur Ilz. Nun habe ich den Fluss erreicht, dem ich bis Passau folgen werde. Die Ilz fließt in einem engen, steilen und bewaldeten Tal.

    Zunächst ist der Main-Donau-Weg nur ein schmaler Pfad, der sich auch mal den Hang ein Stück hinauf schlängelt. Später wird der Weg breiter und es sind einige Ausflügler unterwegs. In der Schrottenbaummühle esse ich zu Mittag. Währenddessen hat die Sonne die Wolken vertrieben und es wird heiß.

    Im Laufe des Nachmittags komme ich wiederum ins Schwitzen. Deshalb will ich mich in der Ilz abkühlen. Als ich meine Stiefel ausziehe, merke ich, dass meine Socken und Füße total nass sind. Außerdem ist die Haut an den Füßen ganz weiß und schrumpelig. Zunächst lege ich mich kurz in den kühlen, flachen Fluss. Anschließend setze ich mich auf eine Bank und gönne den nackten Füßen eine längere Erholungspause.

    Nach Fischhaus ist auf der Karte direkt neben dem Fluss eine stillgelegte Eisenbahnlinie und dann erst der Wanderweg eingezeichnet. Mein Plan ist deshalb, zwischen der Eisenbahnlinie und dem dort aufgestautem Fluss zu übernachten. Leider muss ich feststellen, als ich in die geplante Gegend komme, dass das Flussufer aus einem Steilhang besteht und die Eisenbahnlinie total zu gewachsen ist. Mehrmals versuche ich über die Geleise zum Ufer des Stausees zu kommen. Das Gestrüpp ist einmal zu dicht und zum anderen das Ufer so steil, dass mansowie so kein Zelt aufstellen kann. Dabei schrecke ich auch eine Schlange auf. Sie verschwindet zu schnell in den Sträuchern, als dass ich die Art erkennen könnte.

    Der Weg ist entlang des Steilhangs wieder zu einem Pfad geworden und führt am Hang ständig auf und ab. Als ich bereits überlege, den Hang ganz hoch zu steigen um oben zu zelten, öffnet sich ein kleines Seitental mit einem schmalen Bach. Dem Bach aufwärts folgend finde ich bereits nach der ersten Biegung einen schönen versteckten Platz.

    Wie gestern habe ich heute wieder 32 km zurück gelegt. Im Ilztal sind mir bis hier her die meisten Ausflügler begegnet. Es war auch sehr heiß und deshalb bade ich im Bach in einer Badewannen großen Auskolkung. Das kalte Wasser tut nochmal so richtig gut.


    26. 7. 2008 ----------------Ilzstausee - Passau


    Hier sollte eine GPX-Karte erscheinen! Wenn diese nicht nach wenigen Sekunden nachgeladen wird bitte die Seite aktualisieren.
    8:45 Uhr Aufbruch zur letzten Etappe. Kurz nach meinem Übernachtungsplatz wird der Weg wieder breiter und ebener. Bald erreiche ich die Staumauer, welche die Ilz zum See aufstaut an dessen Ufer ich gestern zelten wollte.

    Einige Kilometer vor Passau bildet die Ilz zwei Mäander. Um die Holztrift in früherer Zeit abzukürzen wurde bereits im 18. Jahrhundert ein Tunnel durch einen Mäanderhals geschlagen. Diesen circa 150m langen Tunnel, im Felsgestein, kann man durchwandern. Mit Hilfe einer Triftsperre leitet man die Baumstämme durch den Tunnel.

    Nachdem ich die Anlage besichtigt habe marschiere ich weiter. Im Ortsteil Hals sehe ich noch eine interessante Burgruine. Hier ist auch nochmals eine kleinere Staumauer. Der Ilz weiter folgend erreiche ich um 11:00 Uhr die Donau in Passau. Es waren nur noch 8 km zurück zu legen. Ich bin glücklich und zufrieden, meine Wanderung auf dem Main-Donau-Weg gut beendet zu haben.

    Am Donauufer spricht mich noch ein Franzose an, der mit dem Rad unterwegs ist. Er kann genauso schlecht Englisch wie ich. Schließlich kapiere ich, dass ich ihn mit seinem Camcorder filmen soll während er die Gebäude von Passau erklärt. Natürlich muss er anschließend auch von mir ein Foto mit meiner Kamera machen.



    Danach gönne ich mir eine Brotzeit in einem Biergarten, bis meine Frau und meine Tochter eintreffen. Nach einer Stadtbesichtigung fahren wir in zwei Stunden mit dem Auto nach Hause. Für diese Strecke war ich acht Tage zu Fuß unterwegs.



    Hier gehts weiter, ab Passau über die Alpen

    Hier gehts weiter Richtung Norden, zur Ostsee
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    Zuletzt geändert von blauloke; 05.03.2021, 09:33.
    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

  • pl24.de
    Erfahren
    • 01.07.2005
    • 202

    • Meine Reisen

    #2
    AW: [DE] Main-Donau-Weg, Fichtelgebirge-Passau

    Schöne Wanderung und nett beschrieben!
    Mir war bisher gar nicht so wirklich bewusst, dass der Weg tatsächlich bis Passau führt. Zumindest im Bayerwald scheint er ja allmählich vom Goldsteig abgelöst zu werden.

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    • Rajiv
      Alter Hase
      • 08.07.2005
      • 3187

      • Meine Reisen

      #3
      AW: [DE] Main-Donau-Weg, Fichtelgebirge-Passau,

      Schöner Bericht!
      Hast mich gleich wieder daran erinnert, daß ich immer noch nicht auf dem Ochsenkopf war. Obwohl dieser Berg gleich 1990 geplant war.
      Na mal sehen, vielleicht ergibt sich in den kommenden Monaten mal die Möglichkeit.
      Den Main-Donau-Weg werde ich mir jetzt mal genauer ansehen, vielleicht kann ich da eine nette Mehrtagestour planen.
      Ursprünglich wollte ich aus der Passauer Gegend mit dem Rad in Richtung Bayreuth/Hof und dann weiter am Main stromab. Leider ergab sich bis heute noch nicht, daß ich diese größere Radtour mal in Angriff nehmen konnte.

      Rajiv
      Ich wünscht' ich wär ein Elefant,
      dann wollt ich jubeln laut,
      mir ist es nicht ums Elfenbein,
      nur um die dicke Haut.

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      • pl24.de
        Erfahren
        • 01.07.2005
        • 202

        • Meine Reisen

        #4
        AW: [DE] Main-Donau-Weg, Fichtelgebirge-Passau,

        OT: Wobei der Ochsenkopf leider (vll. auch gut so, dann ist es woanders schöner) der am meisten touristisch genutzte Berg im Fichtelgebirge ist.

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        • Rajiv
          Alter Hase
          • 08.07.2005
          • 3187

          • Meine Reisen

          #5
          AW: [DE] Main-Donau-Weg, Fichtelgebirge-Passau,

          OT: Da hast du schon Recht. Die Motivation liegt in den Sendeanlagen auf diesem Gipfel. Nee, ich bin kein Antennenfetischist; aber für meinen Radioempfang bis Herbst 1989 spielte der Ochsenkopf 'ne bedeutende Rolle. Deswegen wollte ich damals auf diesen Berg, mittlerweile ist es mir nicht mehr so wichtig, aber immer noch will ich mal auf diesen Berg. Denke da zeitlich eher an einen Termin im Frühjahr oder Herbst und dann auch nicht zu den Feiertags-Wochenenden.

          Rajiv
          Ich wünscht' ich wär ein Elefant,
          dann wollt ich jubeln laut,
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          nur um die dicke Haut.

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          • blauloke

            Lebt im Forum
            • 22.08.2008
            • 6252

            • Meine Reisen

            #6
            AW: [DE] Main-Donau-Weg, Fichtelgebirge-Passau,

            Hallo

            Also ich selber war jetzt wegen der Wanderung auch zum erstenmal auf dem Ochsenkopf. Ich wohne zwar nur 100 km entfernt und war schon öfters im Fichtelgebirge, hatte es aber nie auf den Ochsenkopf geschafft. Das war für mich einer dieser Punkte wo man immer mal hin will aber irgendwie nie dazukommmt.
            Ab Morgen bin ich dann erst mal für eine Woche im Salzkammergut auf Familienurlaub.

            Bis bald

            blauloke
            Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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            • Werner Hohn
              Freak

              Liebt das Forum
              • 05.08.2005
              • 10866

              • Meine Reisen

              #7
              AW: [DE] Main-Donau-Weg, Fichtelgebirge-Passau,

              Moin blauloke,

              du hast deine Pubertät ja auch schon ein paar Tage hinter dir , Wie reagiert eigentlich dein Umfeld aufs Pennen im Wald?
              Und du bist fast immer mehr als 30 km gegangen! Die Unruhe des Alters?

              Werner (51)
              .

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              • NRWStud
                Alter Hase
                • 02.05.2007
                • 2526

                • Meine Reisen

                #8
                AW: [DE] Main-Donau-Weg, Fichtelgebirge-Passau,

                Schöner Bericht, wir haben ja sogar mal die gleiche Erfahrung gesammelt

                Dein Aparthotel kenne ich nur zu gut, war dort als Kind 14 Tage lang in Sankt Englmar einquartiert. Aber schön, dass man auch mal einiges sieht, was man damals dort gar nicht so bewußt wahrgenommen hat.

                LG

                Chris
                unser Blog HikingGear.de

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                • blauloke

                  Lebt im Forum
                  • 22.08.2008
                  • 6252

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: [DE] Main-Donau-Weg, Fichtelgebirge-Passau,

                  Hallo

                  @Werner:
                  Ich hole jetzt nach was ich in der Pubertät versäumt habe.
                  Zum Pennen im Wald ernte ich meistens ein verständnisloses Lächeln. Sehr oft
                  kommt die Frage ob ich Nachts keine Angst im Wald vor wilden Tieren
                  ( Wildschweine, Füchse, Schlangen, ) habe. Dann antworte ich immer, dass
                  ich am meisten Angst davor habe, dass mich ein Förster weiter schickt
                  .
                  Bei einer Wanderzeit von 10 bis 12 Stunden, einschlieslich Pausen, kommen
                  die 30 km schon zusammen. Ich bin ja meistens bis zur Dämmerung
                  gegangen. Außerdem laufe ich seit ca 25 Jahren und habe dadurch Ausdauer
                  und entsprechende Beinmuskeln. Beim Schwimmen kann ich z.B. keinen
                  "toten Mann" machen, weil meine Beine nach unten sinken.

                  @NRWStud:
                  Immer wieder erstaunlich welche Verbindungen es gibt.
                  Die haben mir noch eine Kurzbucher Pauschale von 15.- € berechnet, darum
                  war das so teuer. Dafür konnte ich mich in dem großen Appartement mit
                  meiner Ausrüstung richtig ausbreiten.


                  Servus

                  blauloke
                  Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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                  • wanderhans
                    Erfahren
                    • 03.10.2008
                    • 228

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: [DE] Main-Donau-Weg, Fichtelgebirge-Passau,

                    Hallo "Blaue Locke"!
                    Ich bewundere Deine Art zu wandern; schwerer Rucksack, lange Strecken von 32 - 35 km, wildes Zelten im Wald, Rucksackverpflegung und -getränke: WASSER - igitt. Gegen BLASEN gibt es offensichtlich noch keine Patentlösung, wie man hier in Foren und Berichten immer wieder erfährt. Aber offensichtlich hat Du die "Ludchd" dazu und die Kondition, also ein herzliches "Weiter so!" - und einen Gruß an Deine Frau, die Deinen Marotten offensichtlich Verständnis entgegen bringt. Ich muss vor jeder Tour, meine werden mit zunehmendem Alter immer länger, vorher lange "fladdiere" (bittele on bettele). Gesellig waren Deine Touren offensichtlich nicht, also ein Schwätzje unter Wanderern oder ein gemeinsam gesungenes Lied zur Gitarre oder Mundharmonika?
                    >Die eine Hütte macht "erst in 3 Stunden auf", eine andere "gerade zu"?!< Wenn Ihr, Du und die anderen Leser, hügeligen Mischwald, malerische Städtchen und Dörfer, schöne Burgen und -offene- WANDERHÜTTEN sucht, fahrt mal für eine Woche in den Pfälzer Wald, dort werdet Ihr geholfen.
                    Gruß aus 'em Saarländche - Wanderhans
                    Angehängte Dateien
                    "Die Hütte ist das Ziel"

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                    • blauloke

                      Lebt im Forum
                      • 22.08.2008
                      • 6252

                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: [DE] Main-Donau-Weg, Fichtelgebirge-Passau,

                      Hallo Wanderhans

                      Jeder hat seine eigene Art zu Wandern.
                      Wobei ich auch nichts gegen eine gemütliche und gesellige Tour habe. hier.
                      Aber einmal im Jahr will ich mich so richtig anstrengen.
                      Du hast schon richtig beobachtet. In der Oberpfalz ist es teilweise schwierig unterwegs eine offene Hütte oder Wirtschaft zu finden. Die gibt es schon, aber haben halt sehr eingeschränkte Öffnungszeiten.

                      Berücksichtige das bei deiner geplanten Tour.

                      Servus
                      Zuletzt geändert von blauloke; 07.03.2010, 12:20.
                      Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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                      • O_l_i
                        Dauerbesucher
                        • 22.01.2009
                        • 761

                        • Meine Reisen

                        #12
                        AW: [DE] Main-Donau-Weg, Fichtelgebirge-Passau,

                        Bin gerade über deinen Bericht gestolpert, zeigt ja nochmal andere Facetten der Gegend, die ich vor kurzem kennen gelernt habe.
                        Ich glaub, das nächste Mal nehm ich doch ein Zelt mit und traue mich ein bisschen ins wildere Gelände. Jetzt nix gegen Radwege, aber...

                        Deutschland hat einfach viele schöne Ecken.
                        Oli
                        Zuletzt geändert von O_l_i; 06.04.2010, 20:12. Grund: typo
                        .

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                        • OutofSaigon
                          Erfahren
                          • 14.03.2014
                          • 302

                          • Meine Reisen

                          #13
                          AW: [DE] Main-Donau-Weg, Fichtelgebirge-Passau,

                          Am 23. 7. bist du an einem "Rauhen Kulm" vorbei gekommen. Das zu lesen überraschte mich; denn der einzige mir bekannte Rauhe Kulm liegt bei dem Städtchen Kemnath, nahe der Grenze zwischen Oberpfalz und Oberfranken. Es gibt offensichtlich zwei Berge dieses Namens. Wieweit sie auch geologisch ähnlich sind, kann ich nicht sagen. Aber vielleicht weißt du mehr dazu?

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                          • blauloke

                            Lebt im Forum
                            • 22.08.2008
                            • 6252

                            • Meine Reisen

                            #14
                            AW: [DE] Main-Donau-Weg, Fichtelgebirge-Passau,

                            Freut mich, dass ein so alter Reisebericht von mir, aufmerksam gelesen wird.
                            Ich habe den Bericht erst mal selber wieder durch gelesen und hatte doch das eine oder andere bereits vergessen was ich geschrieben habe.
                            Die beiden "Rauhen Kulm" haben geologisch nichts gemeinsam. Während der bekanntere Rauhe Kulm bei Neustadt am Kulm in der Oberpfalz ein Vulkan und deshalb aus Basalt auf gebaut ist, gehört der Rauhe Kulm in Niederbayern zum Vorderen Bayerischen Wald und damit zum Grundgebirge, bestehend hauptsächlich aus Gneis und Granit.
                            Das "Rauhe" kommt vermutlich vom rauen Wetter auf den Gipfeln und der Bestandteil "Kulm" ist ein Namensbestandteil laut Wikipedia Zitat: Kulm steht allgemein für den Gipfel eines Berges, speziell für einen Kegelberg oder eine Kuppe.
                            Auf dem "Rauhen Kulm" bei Neustadt war ich übrigens erst vor rund drei Monaten wieder. Im Rahmen einer kleinen Vulkantour war ich zuvor auf dem Parkstein und habe dort auch das Vulkanmuseum besucht. Wie man so sagt, ein kleines aber feines Museum. Jede Stunde bricht im Museum der Vulkan aus.
                            Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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