[DE] Malerweg Oktober 2007

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  • Michael1983
    Anfänger im Forum
    • 11.10.2007
    • 31

    • Meine Reisen

    [DE] Malerweg Oktober 2007

    Tourentyp
    Lat
    Lon
    Mitreisende
    Land: Deutschland
    Reisezeit
    : Oktober 2007
    Region/Kontinent
    : Mitteleuropa

    Waren vom 20. – 27. Oktober auf dem Malerweg durch die Sächsische Schweiz unterwegs. Los ging’s am 20.10.07 um 5 Uhr mit dem Auto vom Westzipfel unseres Landes mal eben Richtung Pirna, wo unsere Tour ihren Anfang finden sollte. Nach etwa 6 Stunden staufreier Autofahrt, einer kurzen Pause und knapp 700 km kamen wir in Pirna an. Für den Wagen war schnell ein gutes Plätzchen gefunden. Nachdem wir dann in der Touristinformation noch eine Karte abgestaubt und uns im „Canaletto Café“ eine heiße Schokolade gegönnt hatten, starteten wir endlich Richtung Liebethaler Grund.

    http://www.saechsische-schweiz.de/ma...nt/129_big.jpg

    Editiert vom Moderator
    Wenn die Karte nicht eingebunden ist, sondern nur der Link dasteht sind wir garantiert auf der sicheren Seite.

    Bei Nachfragen bitte eine PN an den Moderator senden. Dein Team der


    Etappe 1: Pirna / Liebethal – Stadt Wehlen
    Der Liebethaler Grund wurde schnell durchquert, so dass wir uns auch schon schnell wieder auf freiem Felde befanden. Von dort wurde dann noch das ein oder andere Waldstück durchquert, ehe wir im Uttewalder Grund ankamen mit seinem Uttewalder Felsentor. Danach ging es weiter Richtung Wehlen, bei dem es sich um ein kleines, verwinkeltes Städtchen an der Elbe handelt. Man hat das Gefühl, dass die Zeit hier etwas langsamer läuft. In Wehlen war erst einmal Ende für den ersten Wandertag, der landschaftlich noch recht unspektakulär verlief. In der Ferne konnte man jedoch schon die großen Tafelberge und Erhebungen erkennen, die auf mehr hoffen ließen.
    Die ersten Kilometer durch den Liebethaler Grund...

    Etappe 2: Stadt Wehlen – Hohnstein
    Von Wehlen aus ging es zunächst die Schwarzbergaussicht hinauf und dann weiter Richtung Bastei. Dort war schon ein großes Touristenaufkommen zu verzeichnen, ist aber auch eine tolle Sehenswürdigkeit. Wir verweilten dort eine ganze Zeit und schauten uns die Neurathener Felsenburg an. Nach dem Abstieg von der Bastei haben wir noch einen Abstecher in die Schwedenlöcher unternommen, bevor es weiter ging in Richtung Hockstein. Der Weg führte uns über den Hockstein und von dort über die Wolfsschlucht hinunter ins Polenztal. Dort wanderten wir weiter durch den Schindergraben, bis wir schließlich mit Hohnstein das nächste Etappenziel erreicht hatten. Tolle Farben gab es auch am Hockstein...

    Etappe 3: Hohnstein – Altendorf
    Von Hohnstein aus brachen wir am frühen Morgen auf und wanderten noch eine Weile durch ein Waldgebiet u.a. an der Gautschgrotte vorbei. Es folgten weitere malerische Wälder, bis wir schließlich die Brandaussicht erreichten, wo uns auf Grund des trüben Wetters leider nur eine mäßige Aussicht erwartete. Von der Brandaussicht ging es dann 866 Stufen (nachgezählt!) hinab in ein Tal, aus dem wir auf der gegenüberliegenden Seite dieselbe Anzahl an Höhnmetern wieder hinaufstiefeln durften. Oben in Waitzdorf schlenderten wir dann wieder durch die bunten Farben des Herbstes durch ein Waldgebiet und kamen schließlich am Kohlichtgraben aus, bei dem es sich wie schon beim Schindergraben um einen feuchten, kühlen Graben handelt, der sich eng durch die Felsen zwängt und in dem ein Kellerklima herrscht. Am Ende dieses Grabens erwartete uns ein eher langweiligeres Stück Wegstrecke, welches uns schließlich bis Altendorf führte. Von Altendorf aus unternahmen wir noch einen Abstecher über den Panoramaweg nach Bad Schandau. Die Brandaussicht war auf Grund des Wetters leider etwas trüb...
    Toll war auch das Durchqueren von dunkleren, feuchten Schluchten wie hier dem Kohlichtgraben mit seinem Kellerklima

    Etappe 4: Altendorf – Neumannmühle
    Am frühen Morgen führte uns der Weg zunächst über die romantische Dorfbachklamm von Altendorf ins Kirnitzschtal. Dort angekommen ging es zunächst ein Stück über den Flößersteig und dann nahmen die Höhenmeter auch schon wieder zu – die Schrammsteine rückten näher! Am Schrammtor angekommen, schnallten wir unsere Wanderstöcke schon mal an die Rucksäcke, da es von nun an über den Jägersteig viele Treppen und Leitern hinauf auf den Rücken der Schrammsteine ging. Oben hatten wir eine fantastische Aussicht! Einmalig!!! Nach den Schrammsteinen machten wir noch eine kurze Pause an der Breiten Kluft, bevor es dann Stück für Stück wieder hinab ins Kirnitzschtal ging. Auf dem Weg zur Neumammmühle kamen wir noch am Kuhstall, einem riesigen Felsentor vorbei, ehe wir dann am späten Nachmittag unser Etappenziel erreichten.
    Kurz vor dem Schrammtor, dem Einstieg in die Schrammsteine...Aussicht vom Rücken der Schrammsteine

    Etappe 5: Neumannmühle – Schmilka
    Von der Neumannmühle ging es am frühen Morgen weiter. Zunächst machten wir einen Abstecher zur Kleinsteinhöhle, ehe uns dann am Großen Pohlhorn die nächste große (aber leider trübe) Aussicht erwartete. Von dort aus peilten wir als nächstes das Zeughaus an, wo der nächste steile Anstieg bis hoch zum höchsten Berg der Sächsischen Schweiz, dem Großen Winterberg, anfing. Da dort oben alles zugenebelt war, statteten wir dem Eishaus (InfoCenter) einen kurzen Besuch ab, ehe ein scheinbar endloser Abstieg bis hinunter nach Schmilka folgte.Bunte Farben am Katzenstein Der Weg zum Winterberg...

    Etappe 6: Schmilka – Königstein

    Von Schmilka aus setzten wir mit der Personenfähre wieder über die Elbe zum unterelbischen Ufer herüber und verabschiedeten uns damit von der unserer Meinung nach schöneren Hälfte des Malerweges. Aus dem Elbtal heraus, erreichten wir als nächstes das Örtchen Schöna, wo wir auch einen Abstecher zum Caspar-David-Friedrich-Felsen machten (absolut unspektakulär, da zugewachsen!). Den Zirkelstein auf der anderen Seite der Ortschaft betrachteten wir nur aus der Ferne und gingen weiter Richtung Reinhardtsdorf, Krippen, Kleinhennersdorf und Papstdorf. Wir standen sicherlich noch unter dem Eindruck der letzten beiden Tage, die mit den Schrammsteinen und ihrer Umgebung sicherlich den Höhepunkt der Tour darstellten. Daher kam es wohl auch, dass uns dieser Abschnitt nicht so sehr gefiel und wir die ein oder andere Aussicht daher auch ausließen. Was sich auf jeden Fall noch gelohnt hat, war der Aufstieg zum Pfaffenstein, welcher etwas abseits der Ortschaft Pfaffendorf liegt. Der Aufstieg erfolgte über das Nadelöhr und war wirklich so eng und schmal, wie der Name schon sagt. Auf dem Pfaffenstein konnten wir dann noch diverse Aussichtspunkte anlaufen und u.a. eines der Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz bestaunen, die Barbarine. Da es langsam dunkel wurde, war dies aber auch schon die letzte Attraktion für die Etappe, so dass wir vom Pfaffenstein den direkten Weg Richtung Königstein anpeilten, wo wir dann am frühen Abend auch eintrafen.

    Etappe 7 / 8: Königstein – Weißig
    Zunächst blieben wir in Königstein und besuchten die Festung, welche oberhalb der Stadt beindruckend auf einem Felsen thront. Nach zweistündiger Besichtigung ging es dann weiter durch Wälder und Felder nach Weißig. Die letzte Etappe von Weißig nach Pirna verläuft entlang des Elberadweges. Da es dort außer ein paar Fahrrädern wohl nicht mehr viel zu sehen gab und die Knie meiner tapferen Mitstreiterin so langsam Streik anmeldeten, kürzten wir die Strecke bis Pirna mit dem Zug ab.


    Die Barbarine, mit ihren 42 Metern eines der Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz

    Fazit:
    Insgesamt war die Tour durch die Sächsische Schweiz einfach nur traumhaft und wir werden bestimmt nicht das letzte Mal dort gewesen sein! Die Jahreszeit hatte sicherlich ihre Vor- und Nachteile. Die bunten Herbstwälder, durch die unsere Wanderung verlief, hatten schon was für sich. Andererseits war die ein oder andere Aussicht auf Grund des Wetters leider etwas trüb. Ob es sich bei dem Weg tatsächlich um Deutschlands schönsten Wanderweg handelt, ist schwer zu sagen. Auf jeden Fall ist die Strecke sehr abwechslungsreich mit Natur pur!

    Die tollen Herbstfarben haben uns den ganzen Weg über begleitet...einfach klasse![IMG]
    Zuletzt geändert von Sandmanfive; 06.11.2011, 16:17. Grund: Reisecharakter eingestellt

  • Rainer Duesmann
    Fuchs
    • 31.12.2005
    • 1639

    • Meine Reisen

    #2
    Hallo,
    besten Dank für den Bericht.
    Wie wart Ihr untergebracht und wie waren dafür die Kosten?

    Beste Grüße,
    Rainer
    radioRAW - Der gesellige Fotopodcast

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    • barleybreeder
      Lebt im Forum
      • 10.07.2005
      • 6477

      • Meine Reisen

      #3
      Keine Bilder gemacht?

      Alle Achtung für die 700km Anreise. Gibt glaube ich nicht viele die für die Sächs. Schweiz quer durch die Republik fahren.

      Der Malerweg im Schmilkaer Gebiet (Schrammsteine, Breite Kluft, Winterberg) zeigt meines Erachtens nur die touristisch total überlaufenen Strecken. Die Nebenstrecken sind teilweise noch spektakulärer und man ist auch mal für sich.

      Wenn man Glück hat und Mistwetter erwischt, hat man das Gebiet auch mal fast ganz allein für sich.

      Ich nehme an boffen habt ihr nicht probiert?
      Zuletzt geändert von barleybreeder; 15.01.2008, 07:53.
      Barleybreeders BLOG

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      • Michael1983
        Anfänger im Forum
        • 11.10.2007
        • 31

        • Meine Reisen

        #4
        Wir hatten uns im Vorfeld der Tour nach Herbergen und Unterkünften entlang der Strecke umgesehen. In den Zielorten hatten wir dann auch jeweils ein Zimmer gebucht, das dann pro Person mit Frühstück 17-25 Euro gekostet hat. Sicherlich teurer, als mit dem Zelt on Tour zu sein, aber Zeltplätze entlang der Strecke gab es eher weniger bzw. waren um die Zeit schon geschlossen und das mit dem Wildzelten ist ja so eine Sache in Deutschland... Im Nachhinein haben wir bestimmt genug Plätze gesehen, wo man ein Zelt hätte aufbauen können.

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        • schnuffiwuffi
          Erfahren
          • 12.06.2006
          • 450

          • Meine Reisen

          #5
          Schön, dass es mit der Tour geklappt hat Bin schon sehr auf die Bilder gespannt!

          Der Startort liegt übrigens nur wenige 100 Meter von meinem elterlichen zu Hause entfernt *seufz*

          Viele Grüße!
          Schnuffiwuffi - die auch endlich mal wieder in die Sächsische will
          Regnet kommer, regnet går - og bak ligger alltid solen

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          • Gast-Avatar

            #6
            Hallo Michael,
            find' ich prima, dass ihr bei dem ungemütlichen Wetter die ganze Tour gelaufen seid.
            Deine Einschätzung, dass es bei den Schrammsteinen am schönsten war, kann ich verstehen.
            Mir persönlich gefällt der Anfang in Liebethal überhaupt nicht. Es gibt wohl historische Beschreibungen, an die man sich bei der Festlegung des Weges gehalten hat, aber die Sächsiche Schweiz hat noch viel mehr zu bieten..

            http://www.nationalpark-saechsische-...red4/malerweg/

            http://www.maler-weg.de/

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            • EDI
              Dauerbesucher
              • 18.05.2006
              • 524

              • Meine Reisen

              #7
              Zitat von barleybreeder Beitrag anzeigen
              Alle Achtung für die 700km Anreise. Gibt glaube ich nicht viele die für die Sächs. Schweiz quer durch die Republik fahren.
              Die 700km lohnen sich...
              Ich fahr nächstes Jahr auch wieder hin. Dann aber zum klettern...
              - No Footsteps!

              You know you’re a trad climber when...
              ...there is scar tissue on the back of your hands

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              • Michael1983
                Anfänger im Forum
                • 11.10.2007
                • 31

                • Meine Reisen

                #8
                Bilder sind da...

                So, ich habs geschafft und auch endlich mal ein paar Bilder von der Tour hochgeladen. Wurde auch langsam Zeit! Wenn ich Zeit habe, folgen demnächst noch ein paar weitere Schnappschüsse...

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                • barleybreeder
                  Lebt im Forum
                  • 10.07.2005
                  • 6477

                  • Meine Reisen

                  #9
                  Schöne Bilder, und toll wenn man einige Ecken wiedererkennt. Die Farben der Laubbäume sind einfach der Wahnsinn. Eben aus diesem Grund wollte ich diesen Herbst unbedingt noch mal hin. Habs aber nicht mehr geschafft!

                  Könnte sein das es mit deiner eingestellten Karte Probleme gibt!
                  Man kann auch Karten über GoogleMaps einstellen, wäre noch eine Alternative.
                  Barleybreeders BLOG

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                  • Fjaellraev
                    Freak

                    Liebt das Forum
                    • 21.12.2003
                    • 13802

                    • Meine Reisen

                    #10
                    Danke für den Bericht Michael, es ist einfach eine schöne Gegend und mit den Herbstfarben erst recht
                    Auf den Hinweis von Sebastian hin habe ich den Link zur Karte abgeändert, so ist es in meinen Augen absolut problemlos

                    Gruss
                    Henning
                    Es gibt kein schlechtes Wetter,
                    nur unpassende Kleidung.

                    Kommentar


                    • Freak

                      Lebt im Forum
                      • 02.05.2006
                      • 5217

                      • Meine Reisen

                      #11
                      Warum in die Ferne schweifen, wenn die Heimat so schön sein kann.
                      Schöne Bilder!

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                      • Waidmann
                        Erfahren
                        • 31.05.2006
                        • 355

                        • Meine Reisen

                        #12
                        so siehts aus: auch in deutschland gibts wunderbare ecken!
                        tolle tour zur schönen herbstzeit.
                        Es grüßt der Waidi

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                        • German Tourist
                          Dauerbesucher
                          • 09.05.2006
                          • 838

                          • Meine Reisen

                          #13
                          Markierung Malerweg

                          Ich habe als Berlinerin den Malerweg auch schon seit längerem im Visier, obwohl ich einen Teil der Strecke schon von anderen Wanderungen kenne.

                          Meine kurze Frage:

                          Ist der Weg mit einem speziellen Logo markiert oder geht man nach Beschreibung? Und wenn Markierung: Wie gut ist die?

                          Christine
                          http://christinethuermer.de/ 53.000 zu Fuß, 30.000 km per Fahrrad, 6.500 km im Boot

                          Kommentar


                          • Fjaellraev
                            Freak

                            Liebt das Forum
                            • 21.12.2003
                            • 13802

                            • Meine Reisen

                            #14
                            Hallo Christine, ja der Weg ist mit einem speziellen Logo markiert, und da die Markierungen in recht kurzen Abständen und, an den Abschnitten die ich kenne, an jeder Verzweigung zu finden sind, wohl auch problemlos ohne Beschreibung zu finden (Wenn man erstmal drauf ist ).
                            Auf dieser Seite siehst du das Logo: http://www.nationalpark-saechsische-...red4/malerweg/

                            Gruss
                            Henning
                            Es gibt kein schlechtes Wetter,
                            nur unpassende Kleidung.

                            Kommentar


                            • MLO
                              Gerne im Forum
                              • 13.02.2017
                              • 98

                              • Meine Reisen

                              #15
                              AW: [DE] Malerweg Oktober 2007

                              Schade, dass die Bilder mittlerweile sehr ausgebleicht und nicht mehr zu erkennen sind.

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