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  • blauloke
    antwortet
    Hallo Sven und Susi,

    ich lese euere Berichte immer gerne. Durch die Kinder könnt ihr keine großen Touren machen, aber ich vermute die beiden gleichen das bei weitem wieder aus.🙂

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  • Enja
    antwortet
    Mit Kindern wird alles immer anders. Da kann man machen, was man will.

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  • TEK
    antwortet
    Der Dahme-Radweg sieht wirklich interessant aus. Wenn man erst ab Königswusterhausen losfahren würde, dann hätte man auch wenig Straße. Vielleicht wäre die Tour als erste Probetour mit dann zwei selbst fahrenden Kinder nicht schlecht. Mit selbst fahrenden Kindern wird übrigens alles wieder anders.

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  • codenascher
    antwortet
    Ja, zwei Touren. Einmal den sehr empfehlenswerten Havellandradweg und ein Stück des Havelradwegs, und als zweites eine Tour die eigentlich Richtung Oder-Spree Tour gehen sollte, aber aus einer Verkettung von Ereignissen nicht so schön wie erwartet war.
    Die erste genannte Tour wird zeitnah hier zu lesen sein.

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  • Schmetterling
    antwortet
    Ja, bei den Radreisen habe ich aufs Schreiben bestanden (auch wenns jetzt natürlich länger gedauert hat)
    Wir sind noch den Havelland-Radweg gefahren (ist bereit zum Hochladen) und dann noch 3 Tage gen Osten. Da hatte ich aber so mit Rückenschmerzen und allgemeiner Unlust zu kämpfen, dass ich keine Fotos gemacht habe und auch nichts schreiben werde (mein Fazit jener Tour war gewesen: keine Radtour im Sommer, da sind die Seen zu verlockend; aber wer weiß, was dieses Jahr so bringt). Sven wird das aber glaube ich machen.
    Falls Ihr Inspiration braucht: der Dahme-Radweg ist sehr empfehlenswert; ich würde aber erst ab Königs-Wusterhausen fahren und dann lieber noch auf dem Flämingweg was ranhängen. Es waren eigentlich durchweg Radwege, oft Fahrradstraßen abseits der Straßen. Perfekt für die kleineren Kinder zum Selbsfahren. Der Havelland-Radweg auch. Diese Premiumradwege lohnen sich wirklich.

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  • TEK
    antwortet
    Liebe Susanne,

    ein schöner Bericht und schön, mal wieder was von Dir zu hören. Habt Ihr eigentlich letzes Jahr noch eine Fahrradtour gemacht?

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  • codenascher
    antwortet
    Und noch ein kleiner Bildernachschlag vom letzten Tag:


    an der Schleuse Hermsdorfer Mühle

    auf dem Spielplatz in Prieros

    Pepe und unser Radanhänger vor einer schönen alten Linde in Prieros

    brrrrrrrr...

    Eigentlich gehört hier auch nen Bild von der gebrochenen Achse des Anhängers rein... Dooferweise habe ich da nur ein Handy Bild gemacht, das dafür genutzte Telefon hat aber komplett die Grätsche gemacht und ich komme auch nicht mehr an die Bilder ran. :-(
    Ansonsten eine schöne Tour, die allen Beteiligten unheimlich viel Spaß gemacht hat (wobei die letzten 20km vr Berlin waren schon ätzend).

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  • Schmetterling
    antwortet
    3. Tag Märkisch-Buchholz - Berlin
    Irgendwie schafften wir es wieder erst gegen halb elf auf die Räder. Sehr zu unserem Ärger kam kurz hinter dem Dorfausgang der perfekte Zeltplatz am Waldesrand. Nun ja, so ist es ja immer und die heiße Dusche gestern Abend war schon auch ganz nett gewesen. Es folgte noch ein bisschen Idyll und der eine oder andere Stopp bei Honigständen.



    Heute nahmen die Wasserwege zu



    Das Wetter war im Vergleich der letzten beiden Tage allerdings sehr bescheiden und es war auch Regen angekündigt. Dieser verschonte uns allerdings größtenteils. Ab Teurow hatte dann leider auch das Idyll sein Ende und wir folgten ausgedehnten geraden Wegen durch größtenteils Kiefernforst. Dementsprechend habe ich irgendwie keine Fotos mehr gemacht. Hatte ich vorher schon fleißig Pläne von künftigen Radurlauben in Schweden geschmiedet, war ich mir nun doch nicht mehr so sicher. Endlose Wälder erscheinen mir fürs Radeln auch nur semi spannend. Mangels Abwechslung erreichten wir wieder nach unseren üblichen guten 20 Kilometern Preros und dort eine kleine Raststelle am Wasser. Diesmal sorgten Spielplatz, Metzger und zahlreiche Boote, Flöße und sonstige schwimmende Gebilde für gute Stimmung unter allen Beteiligten.
    Gegen halb drei brachen wir wieder auf. Wir waren etwas unsicher wegen eines geeigneten Zeltplatzes, da wir von nun an größtenteils durch besiedeltes Gebiet fuhren. Ehe wir uns versahen, waren wir schon vor den Toren Königs-Wusterhausens und erwischten in Zernsdorf eine ziemlich ungemütliche Umgehungsstraße ohne Radweg. Überhaupt war die Freude am Fahren dahin, da wir nun deutlich in die Ausläufer Berlins eintauchten. In Niederlehme erwischten wir eine kleine Badestelle. Die Pause fiel allerdings dank eisigem Wind sehr kurz aus. Die Kinder wurden mit Gummibärchen bestochen und hielten durch bis wir kurz vor Wernsdorf eine größere Badestelle erreichten. Hier trafen wir ein weiteres Reiseradlerpaar (dank geschlossener Campingplätze und Hotels war die Zahl der Radreisenden überschaubar). Die Kinder vergnügten sich trotz niedriger Temperaturen mit den Füßen im Wasser. Von hinten drohte allerdings eine dunkle Wolkenfront und wir fassten den Entschluss, doch heute noch nach Köpenick weiter zu fahren. Wir hätten gerne eine weitere Nacht draußen verbracht, aber der Blick auf die Karte war ernüchternd und das Ziel zu nah. So schwangen wir uns nach einer ausgiebigen Pause wieder auf die Räder und zogen durch. Tatsächlich boten sich keine schönen Zeltplätze mehr. Wir hielten irgendwie die Kinder und uns selbst bei Laune mit Aussicht auf eine finale Pizza in der Altstadt Köpenicks. Diesem Plan machte Sven aber einen gründlichen Strich durch die Rechnung, indem er in Köpenick mit dem Anhänger in die (enge) Straße mit Tramschienen einbog. Prompt verfingen sich die Ränder und anstatt sofort zu halten, trat er weiter in die Pedale. Das Ende unserer Tour wurde mit einem Krachen besiegelt. Die Radaufhängung war gebrochen. Wir keiften uns ein paar Minuten an und schoben dann bis zur nächsten S-Bahnstation, die glücklicherweise ums Eck lag. Glücklicherweise hielt das Rad soweit durch. Ich war trotzdem sauer, dass der Einstieg unserer Radlerzukunft vor dem Abschlussfoto an der Dahmemündung durch so eine Unachtsamkeit beendet wurde (also sorry, aber wer fährt denn mit einem Radanhänger auf die Tramschienen…).

    Fazit: Meine Vermutung der letzten Jahre wurde bestätigt – Radfahren ist mit Kindern viel cooler als Wandern (also Wandern in Brandenboorg). 50 km am Tag lassen genug Raum für sehr viele Pausen und trotzdem kann man so einiges an Strecke machen. Sicher wird die Tagesleistung sinken, wenn die Kinder selbst fahren, aber 30 km bieten immer noch mehr Abwechslung als 10 km durch Kiefernwald. Beim Radeln war der Tag besser strukturiert. Wenn Pause war, wurde gespielt und beim Fahren wurde gefahren. Beim Wandern hingegen kommt es zu einem ständigen Raus und Rein, gepaart mit ewigen Diskussionen ums Weitergehen. Ich bin gespannt, wie sich die nächsten Touren und natürlich die folgenden Jahre entwickeln werden.
    Zuletzt geändert von Schmetterling; 24.01.2021, 20:11.

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  • codenascher
    antwortet
    Jajaja, der Lärm... Da ich mich zu der Herrengesellschaft dazu gesellen konnte, habe ich die Männer natürlich im Zaun gehalten. Und der Herr L war doch mit der lauteste


    ehemaliges Mühlengebäude


    Wasserlilien hinter
    Kanow

    ehemaliges Gutshaus mit Storch

    Tropical Island

    Zuletzt geändert von codenascher; 25.01.2021, 07:04.

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  • Schmetterling
    antwortet
    2. Tag Prensdorf - Märkisch Buchholz

    Während Sven die letzten Reste einpackte, lief ich mit den Kindern zurück ins Dorf auf den kleinen Spielplatz.



    Frühstück!


    Unser Badezimmer

    Unterdessen kam die Frau von gestern hinzu und sperrte die kleine Dorfkirche auf. Das Innere war sehr schön restauriert und Sitzsäcke luden zum Entspannen ein. Über eine Tastatur konnte man auch die passende musikalische Untermalung oder aber Gedichte auf Platt ertönen lassen.














    Irgendwann rissen wir uns los und bestiegen um halb elf die Räder. Mein früheres Ich hätte angesichts des späten Aufbruchs tadelnd mit dem Kopf geschüttelt, durch die Kinder lernten wir aber zu entschleunigen. Svea schlief zuverlässig nach wenigen Metern ein, Sina betrachtete zufrieden die Landschaft. So rollten wir entspannt dahin und sammelten Kilometer. Auch dieser Radweg war natürlich ein Traum. Und die Landschaft auch, das Idyll pur. Kleinstrukturiert, blühende Wiesen und Felder, leicht wellig.







    Das Idyll setzte mit blühenden mohngespickten Feldern noch eins drauf.







    Die Erklärung folgte um die Ecke in Form der Kanower Mühle, die zahlreiche Speiseöle herstellt. Natürlich mussten wir uns eindecken mit einer feinen Auswahl an Ölen. Die Kinder waren inzwischen unruhig, wir vertrösteten sie aber auf die Mittagspause in Golßen. Bis dorthin gesellten sich zu den Ölen noch ein paar Honiggläser von Ständen entlang des Weges (merke: bewege dich in Brandenburg immer mit ausreichen Kleingeld für die zahlreichen Versorgungsstände am Wegrand). Die Kinder hielten durch und so schafften wir wieder gute 20 km bis zur Mittagspause. Mangels Spielplatz hielten wir unser Picknick auf dem großen Marktplatz ab – versüßt durch zwei Ladungen Erdbeeren und ein paar Leckereien aus dem Supermarkt nebenan. Relativ zügig brachen wir wieder auf und stellten den Kindern eine weitere Pause am nächsten Spielplatz in Aussicht. Netterweise fielen aber beide kurz nach der Weiterfahrt in den Tiefschlaf, so dass wir in Ruhe weiterradeln konnten. Es folgte wieder eine sehr abwechslungsreiche Landschaft mit vielen netten Pausenplätzen (die wir leider dank schlafender Kinder links liegen lassen mussten).









    Außerdem hatten wir ein festes Ziel vor Augen – den Wasserwanderplatz in Rietzneuendorf. Den kannte Sven schon vom letzten Jahr und so kündigte er uns erneut dort an. Zwar sollten die Campingplätze erst morgen offiziell wieder öffnen, aber fragen kostet nichts. Und tatsächlich durften wir uns mit einigen Einschränkungen dorthin stellen.
    Wir erreichten den Platz schon um halb vier (wieder mit guten 50 km auf der Uhr) und stürmten erstmal den örtlichen kleinen Supermarkt für Eis und einen (sehr schlechten) Kaffee. Der restliche Nachmittag plätscherte so vor sich hin beim Betrachten der doch zahlreichen Wasserwanderer, Campervans und anderer Gäste, die sich einfanden. Gegen später kam der Besitzer, um eine Weile Duschen und Toiletten aufzusperren (normalerweise bekommt man einen Schlüssel) und gegen Abend stellten wir das Zelt auf. Sehr zu unserem Entsetzen torkelte kurz vor Dunkelheit ein ganzer Trupp Männer herein, die von Kumpels per Auto mit neuem Bier versorgt wurden. Sie waren natürlich nicht angemeldet und wir hofften, dass sie des Platzes verwiesen werden würden. Leider geschah das Gegenteil und der Wirt gesellte sich bis spät zu ihnen. Genächtigt wurde auf den überdachten Sitzgruppen und glücklicherweise fiel das angekündigte Unwetter aus. Der Lärm hielt sich zum Glück dann doch in Grenzen.



    Zuletzt geändert von Schmetterling; 24.01.2021, 20:12.

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  • codenascher
    antwortet

    Start zu neuen Abenteuern

    Susi relaxt bei der Fläming Hexe

    Sina auch. Unser großes Mädchen

    Storch bei Kolpin

    Windmühle bei Kolpin

    Schöner erster Zeltplatz

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  • Schmetterling
    antwortet
    Dahme-Radweg (21.5.2020 - 23.5.2020)
    Im letzten Jahr haderte ich mitunter ja sehr mit unseren Wandertouren (nachzulesen hier), hatte aber Hoffnung, dass es in diesem Jahr leichter werden würde. Dies bewahrheitete sich auf unserer Tour nach / um Buckow, die einiges entspannter ablief. Nichtsdestotrotz lauerte ich aber auf eine gute Gelegenheit, endlich mal wieder aufs Rad zu steigen. Ich hatte schon länger den Eindruck, dass dies mit Kindern die bessere Fortbewegungsart sein könnte. Leider fiel eine Testfahrt im letzten Herbst dem schlechten Wetter zum Opfer (davor war mir Svea zu klein gewesen). Dieses Frühjahr sollte es aber soweit sein! Ich ließ also Sven den Vortritt mit einer Wandertour, um ihn milde zu stimmen (er ist halt eher der Wanderer, ich die Tourenradlerin). Dann machte ich mich hochmotiviert an die Planung und wählte den Dahmeradweg aus. Er ist 123 km lang, wir hatten dafür 4 Tage Zeit. Ich hatte keine Ahnung, wie viel Kilometer man so mit den Kindern einplanen kann und blieb sehr konservativ. Einige Kilometer kamen noch dazu, da wir in Zellendorf starten wollten (die Dahmequelle in Kolpien ist mit dem Zug nicht zu erreichen). Die Kinder saßen im Radanhänger und ich versuchte, so viel schweres Gepäck in meine fünf Radtaschen zu packen.

    1. Tag Zellerdorf – Prensdorf
    Schon die Anfahrt nach Lichterfelde Ost ließ Glücksgefühle in mir aufsteigen – endlich saß ich mal wieder auf dem vollbepackten Fahrrad! Mein kleiner grüner Reisebock fühlte sich direkt wieder heimisch an. Die Anfahrt nach Zellendorf klappte problemlos, nur Sina hatte Sorge, dass wir sie mitsamt Anhänger am Bahnsteig zurück lassen.

    P1070307.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr
    Reisen in Zeiten von Corona

    P1070309.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr
    Teddy muss auch mit

    Am späten Vormittag bestiegen wir in Zellendorf die Räder und hatten erstmal ein langes Stück ziemlich langweilige Landstraße zu bewältigen, ehe wir in Wiepersdorf auf den Fläming-Radweg stießen.


    P1070311.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr

    P1070312.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr

    Ich genoss es jedoch einfach, auf dem Rad zu sitzen und ohne Diskussionen und ständigem Raus und Rein durch die Landschaft gleiten zu können. Auf dem Fläming-Radweg begann dann das richtige Genussradeln mit einem perfekt geteerten Radweg, der abseits der Straßen durch Wiesen und Wälder führte. Wir flogen nur so dahin und als wir nach guten 20 km gerade anfingen, uns über den geeigneten Ort für eine Mittagspause zu machen, lag da plötzlich das Gasthaus Fläminghexe am Wegrand.

    P1070318.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr

    P1070319.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr
    Jaja, da wurde sich noch lustig gemacht über die Regeln....

    Wir überlegten nicht lange, suchten uns einen netten Platz unter Bäumen und bestellten Bier, Weiße und ein paar Schnitzel. Leider waren die Gastleute mit dem Andrang überfordert, so dass wir ewig auf das Schnitzel warten mussten. So fiel die Pause weit länger aus als geplant. Gegen zwei bestiegen wir mit schweren Mägen die Räder und hätten gerne mit den Mädels im Anhänger getauscht, die sich nun beide dem Verdauungsschlag hingaben. Aber nein, wir mussten die Zeit nutzen, um weiter Kilometer zu schrubben. Und wieder lief es wie geschmiert auf einem perfekt ausgebauten Radweg. Nachmittags erreichten wir Kolpien, wo wir natürlich einen Abstecher zur Dahmequelle machten.

    P1070322.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr
    Kolpien

    Dieser ging über einen Feldweg steil bergauf.


    P1070324.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr

    P1070326.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr

    Die Mühe hatte sich nicht gelohnt, da die Quelle leider komplett ausgetrocknet war.

    P1070328.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr
    Hier sollte es eigentlich raussprudeln

    P1070327.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr

    P1070335.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr

    P1070331.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr

    P1070342.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr

    Egal, so hatten die Mädels eine kleine Pause und saßen dann ohne zu Murren im Anhänger, während wir nach Dahme fuhren.

    P1070344.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr

    P1070345.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr

    P1070348.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr

    Hier ließen wir uns am späten Nachmittag zu einer weiteren Pause im Stadtpark samt Spielplatz und Streichelzoo hinreißen. Wir kamen erst um fünf Uhr wieder los und konnten leider kein Wasser auffüllen. So mussten wir die netten potenziellen Zeltplätze links liegen lassen und das nächste Dorf nebst Friedhof ansteuern. Leider gab es in Prensdorf aber keinen Friedhof und wir baten einen alten Mann um Hilfe. Er bot uns an, in seinem Garten zu campen, was wir angesichts der fortgeschrittenen Stunde und nach einigem Hin und Her annahmen. Er meinte dann auch nicht seinen Garten, sondern die daran anschließende Wiese, die sich bis zu (hier noch mickrigen) Dahme erstreckte. Ich jagte die Kinder noch etwas mit dem Ball durch die Gegend, während Sven Nachlager und -essen bereitete. Natürlich waren auch hier Abende etwas mühsam mit völlig überdrehten Kindern, aber insgesamt war ich sehr zufrieden mit der stolzen Tagesleistung (es waren wider Erwarten gute 50 km geworden).

    P1070351.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr

    P1070353.jpg by Susanne Koeppen, auf Flickr

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  • codenascher
    antwortet
    AW: [DE] Wir fahren nach Brandenboooorg – 4S unterwegs in Brandenburg

    Späte Antwort: Nö. Keinem einzigen Wanderer.

    letztes Wochenende hatte ich mal wieder Hummeln im Hintern und habe einen kurzen Overnighter ohne meine Mädels gemacht.

    07. - 08.11.2020 auf dem 66-Seen Wanderweg
    Trebbin – Sperenberg


    Phantastisches Wetter ist für das Wochenende vorhergesagt, ich muss mal wieder raus und mein Ansinnen wird gewährt! Samstag früh fahre ich nach dem Frühstück mit meinen Mädels, mit dem Rad zum Bahnhof Lichterfelde Ost. Hier möchte ich planmäßig morgen wieder zurückkommen.
    Geplant ist eine kurze Wanderung auf dem 66-Seen Wanderweg von Trebbin nach Wünsdorf, mit 25km Länge eigentlich selbst zu dieser Jahreszeit als Tagestour machbar. Aber ne Nacht im Zelt muss einfach mal wieder sein!

    In Ludwigsfelde muss ich vom Regionalzug auf den Schienenersatzverkehr bis Trebbin umsteigen. In Trebbin orientiere ich mich und laufe dann in Richtung Lüdersdorf. Direkt hinter Trebbin treffe ich auch bereits auf den ersten See des Tages, gefolgt von See Nummer zwei und drei. Vor und nach der B101 muss ich leider sehr lange Asphalt laufen, es geht direkt der B246 folgend in Richtung Christinendorf. Vorher jedoch, hinter dem Amtsgraben, treffe ich auf ein altes Maisfeld mit vielen vielen Kranichen darauf!


    See #1

    See #3

    Kraniche!


    Hinter Christinendorf folge ich weiter dem Asphalt. Vorbei an einem kleinen Umspannwerk und vielen Windrädern erreiche ich nach einer halben Stunde den Flugplatz des MFV-Höllenberg. Hier verlasse ich dann endlich den Asphalt und laufe auf Waldboden weiter.


    Umspannwerk hinter Christinendorf



    See #4 - der Gabsdorfer See


    Am Großen Gadsdorfer See lege ich eine lange Mittagspause samt Schläfchen ein. Es ist angenehm warm in der Sonne. Im Wald sammle ich ein paar Pilze auf, die ich aber nach einem Gespräch mit einer Anwohnerin in Saalow verwerfe. Butterpilze, sollen heutzutage nicht mehr so bekömmlich sein und es können Probleme mit der Verdauung auftreten… Üblicherweise interessiere ich mich nicht für sowas, scheinen ja mal bekömmlich gewesen zu sein, aber sicher ist sicher. Ich lasse mir noch meine Wasservorräte auffüllen und laufe weiter.



    Die nächsten Kilometer geht es auf Panzerplatten vorbei an Rieselfeldern entlang. Kurz vor der Kreuzung, wo sich 66-Seenweg und der E10 wieder treffen schlage ich mein Zelt auf.






    gude n8

    Trotz des hohen Asphaltanteils heute, hat mir die Strecke gut gefallen. Ich schlafe früh ein.

    Die Nacht friere ich ohne Ende... Ohne noch einmal den Wetterbericht zu beobachten bin ich leichtgläubig mit meinem WM Summerlite losgezogen. Unter der Woche zeigte das Thermometer noch 6-8 Grad an. Die Komforttemperatur von 2°C hält er eh schon lange nicht mehr, aber selbst mit Fleecehose, Wollpullover und dicker Daunenweste friere ich mir die Nacht über den Arsch ab… Der kuschelige Apache liegt zuhause in seinem Aufbewahrungsbeutel… Mit meiner Mutter telefoniere ich ein wenig später, sie berichtet von -3°C die Nacht in Zesch am See, kurz hinter Wünsdorf…


    brrr

    Das ich auch noch eine kaputte Gaskartusche mit im Gepäck habe, macht es nicht besser. Bereits gestern Abend konnte ich mein Abendessen nur lauwarm genießen. Die große Primus Kartusche schien mir augenscheinlich noch ausreichend voll, aber Power hat die nicht mehr geliefert… Kein Radau, eher ein leichtes Flackern eines Teelichts...
    Ich schaffe es gerade noch mir nen Tässchen Tee warm zu zaubern, mit dem ich meine nach dem Zeltabbau gefrorenen Hände wieder warm bringe. Ich laufe erstmal 20 Minuten weiter, eh ich kurz vor dem Wald vor Kummersdorf frühstücke. Mittlerweile steht die Sonne auch ein Stück über dem Horizont und schenkt mir leicht wärmende Sonnenstrahlen.






    blühende Sonnenblumen Anfang / Mitte November


    nämlich

    Entgegen Plan A wandere ich heute doch nicht mehr bis nach Wünsdorf. Plan B sieht ein Treffen mit meinen Mädels an den Sperenberger Gipsbrüchen vor. Nach Sperenberg ist es nicht mehr weit und ich kann noch einmal ein Stündchen den Sonnenschein genießen, eh die drei eintreffen und wir noch eine schöne Runde um die Gipsbrüche einlegen.
    Nach Hause geht es dann doch mit dem Auto.


    See #7

    Svea

    Sina, See #8





    See #9

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  • Freedom33333
    antwortet
    AW: [DE] Wir fahren nach Brandenboooorg – 4S unterwegs in Brandenburg

    Hach da kommen bei mir immer Erinnerungen an die Berliner Zeit und meine Erkundungen in Brandenburg (viel zu wenige leider im Nachhinein) auf, vielen Dank für die tollen Bilder!

    Bei solchen Bildern denke ich mir dann immer "Meanwhile in Brandenburg".

    Biste da vielen Leuten begegnet?
    Zuletzt geändert von Freedom33333; 02.10.2020, 17:40.

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  • codenascher
    antwortet
    AW: [DE] Wir fahren nach Brandenboooorg – 4S unterwegs in Brandenburg

    Hier gibts mal wieder ein wenig Futter. Wir haben dieses Jahr bereits drei Radtouren gemacht, von denen wir noch berichten müssen... Das dauert aber noch, da Susi von der ersten Tour (den Dahmeradweg) berichten möchte...

    Daher gibts heute einen Bericht von mir, der eine Tour Ende März 2019 beschreibt:

    Don’t be afraid in the dark – unterwegs ohne Zelt auf dem 66-Seen Weg

    Von Birkenwerder bis Eberswalde

    29.-31.03.2019


    Direkt im Anschluss an unseren Thailand Urlaub dieses Jahr fährt Susi mit den Kindern zu ihren Eltern. Das Wetter an diesem Wochenende verspricht großartig zu werden und somit entschließe ich mich dazu, eine kleine Tour zu laufen.

    Meine Wahl fällt auf den Naturpark Barnim, durch den 66-Seen Weg vorzüglich erschlossen und einfach wahnsinnig schön! Ich möchte endlich einmal ohne Zelt unterwegs sein und somit ziehe ich mit meinem Biwaksack los.

    Mein Chef nimmt mich Freitagnachmittag bis Hermsdorf mit dem Auto mit. Am S-Bahnhof kehre ich noch schnell bei Björn, dem Besitzer des Brit-Pubs auf ein Ale ein, eh es bis Birkenwerder weiter geht. Im Brit-Pub bin ich schon ein paar Mal gewesen.

    Von Birkenwerder geht es dann über die A10 in Richtung Briesetal. Ich muss mich sputen, da ich nicht in absoluter Dunkelheit einen Flecken für mich und meinen Biwaksack suchen möchte.

    Irgendwo zwischen dem Shelter an der Hubertusbrücke und der Schlagbrücke lande ich dann in einem jungen Eichenhain. Weiter unten an der Briese habe ich wenige Minuten zuvor noch ein Wildschwein gesehen… Beste Voraussetzungen also, um erstmalig ohne Zelt zu pennen.







    Die Nacht verläuft ereignislos, auf meinem Biwaksack zeigt sich ein Anflug von Eis. Ich koche mir einen Tee, packe nebenher zusammen und laufe auch schon los.
    Heute werde ich den ganzen Tag in der prallen Sonne laufen!


    mein erstes Biwak

    Weitere Bilder aus dem Briesetal:


    eine Biberburg

    Premiumwanderweg



    der wollte auch einmal ein Großer werden



    Am Forsthaus Wensickendorf wechsle ich die Seite des Flusses und anstelle des schönen Waldwegs, geht es nun auf einem breiten Forstweg weiter. Vorbei an der Zühlsdorfer Mühle erreiche ich Seefeld und dahinter Wandlitz. Die Sonne brennt erbarmungslos vom Himmel.


    leider sieht man seine Augen nicht, aber das rot ist der Hammer!


    frisches grün

    Gegenüber des Naturparkzentrums Barnim kehre ich bei einem kleinen Hofcafé ein. Nen lecker Käffchen und ein geiles Stück Kuchen habe ich hier verdrückt. Beim Edeka hinter dem Strandbad fülle ich meine Vorräte auf und betrete anschließend den (für mich) bisher schönsten Teilabschnitt Brandenburgs!

    War es gestern und vor allem heute früh im Briesetal schön, erfreue ich mich gefühlt mit jedem Schritt an weiteren Schönheiten. Der buchengesäumte Weg entlang der drei heiligen Pfuhle, das traumhafte Nordufer des Liepnitzsees - Hier mache ich eine lange Pause in der Sonne, stehe mit den Füßen im kalten Wasser. Der verwilderte Lenné-Park am Schloss Lanke, das Nordufer des Hellsees und das Hellmühler Fließ.


    brrrr, kalter Liepnitzsee



    hässlich hässlich...


    Symmetrie unter der A10

    eine ordentliche Ringelnatter schlängelt sich davon - am Hellsee

    am Hellmühler Fließ




    Bis nach Biesenthal hinein erlebe ich den (landschaftlich) schönsten Tag seit Anbeginn meiner Brandenburg Touren.
    In Biesenthal überfalle ich den großen Rewe, eh es die Kirschallee entlang weiter geht in Richtung meines zweiten Biwakplatzes. Hier im Rewe habe ich tatsächlich Wasser für den Abend gekauft, da ich in Biesenthal an keiner Möglichkeit zum wasserschöpfen vorbei gekommen bin…

    Der Kirschallee folgend, finde ich gegenüber eines Birkenbruchs ein malerisches Plätzchen unter blühenden Kirschbäumen. Bis auf den gelegentlichen Ruf eines Kranichs und das stetige Gesumme von fleißigen Insekten ist es absolut still. Der heutige Tag war lang und anstrengend, verdient aber ganz klar ne glatte eins mit Sternchen!


    Kraniche im Anflug

    sensationelles Licht


    Am nächsten Morgen ist es erstmal leider recht diesig. Nach dem Frühstück laufe ich über frisch gepflügte Felder in Richtung Melchow und dann weiter bis Schönholz.



    Hinter Schönholz steige ich dann an der steinernen Brücke in das nächste Brandenburger Highlight ein – Das Nonnenfließ. Die nächsten Kilometer laufe ich auf weichem Waldboden, immer entlang des Nonnenfließ. Hier und da haben Biber das Fließ angestaut. Tote Bäume zieren den Weg, der Boden mit braunen Buchenblättern vom Vorjahr bedeckt.

    Den südlichen Teil des Nonnenfließ bis Mittelmühle werde ich hoffentlich eines Tages nachholen.







    Nach dem Nonnenfließ geht es durch Spechthausen und den restlichen Tag auf Asphalt weiter in Richtung Zoo Eberswalde. Hier esse ich ein selten schlechtes Eis aus einem alten VW Bus, eh ich die letzten Kilometer dieser Tour bis zum Hauptbahnhof Eberswalde bewältige.
    Zuletzt geändert von codenascher; 02.10.2020, 09:03.

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  • OutDoorFreak78
    antwortet
    AW: [DE] Wir fahren nach Brandenboooorg – 4S unterwegs in Brandenburg

    Sehr schön mit zu verfolgen, vielen Dank für die schönen Einblicke. Lg

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  • TEK
    antwortet
    AW: [DE] Wir fahren nach Brandenboooorg – 4S unterwegs in Brandenburg

    Die Tour durch die Märkische Schweiz gefällt mir wirklich gut! Etwas abgewandelt wird das unsere nächste Brandenburg-Kurztour.

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  • Pfad-Finder
    antwortet
    AW: [DE] Wir fahren nach Brandenboooorg – 4S unterwegs in Brandenburg

    Ich empfehle, den Besuch des privaten Museums in Schloss Gusow nachzuholen, bevor es für immer schließt. Die Ausstellung - Kern sind Zinnfiguren, es fliegen aber auch NVA-Memorabilia und Modellbahnzeugs rum - ist so schlecht, dass es schon wieder Kult ist. Außerdem roch es bei meinem Besuch im Schlossfoyer nach Pipi, und meins war es nicht.

    Falls Ihr den E10 durch Oderbruch weiterwandert: Vorher "Vor dem Sturm" von Fontane lesen. Gibt es am großen Fluss als kostenloses E-Book, wahrscheinlich auch in der Tolino-Welt.

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  • mitreisender
    antwortet
    AW: [DE] Wir fahren nach Brandenboooorg – 4S unterwegs in Brandenburg

    Zitat von geige284 Beitrag anzeigen
    Mensch, mit 2,5 Monaten... Respekt!
    Mir steht es ja nun auch kurz bevor - und ganz ehrlich, noch kann ich mir das nicht so vorstellen, vor allem mit Zeltübernachtung

    Schöne Impressionen
    Das ist nur in Deinem Kopf. Das Nomadensein ist doch in uns verankert. Man kann gut mit Naturcampingplätzen üben.

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  • codenascher
    antwortet
    AW: [DE] Wir fahren nach Brandenboooorg – 4S unterwegs in Brandenburg

    Am letzten Morgen zeigt sich das Wetter erneut von seiner besten Seite. Viele Kilometer geht es durch Kiefernbäh und über sandige Böden weiter in Richtung Müncheberg (Mark). Wie so oft birgt der letzte Tag wenig Erfreuliches und wir sehnen uns auf den Bahnhof von Müncheberg. Eigentlich wäre das Etappenende in Seelow-Gusow am Bahnhof gewesen, aus rein pragmatischen Gründen verzichten wir aber darauf. Es würde noch viele Kilometer weiter durch Kiefernbäh gehen, und das wollen wir weder den Kindern noch uns antun. Langeweile bei den Kindern, Unmut bei den Eltern. nönö


    Wer findet unser Zelt?


    In Münchehofe machen wir eine kurze Pause am Dorfweiher und füllen hier unsere Wasserflaschen für den restlichen Tag am Friedhof aus. Dahinter am Großen Klobichsee genießen wir dann noch einmal das schöne Wetter und verbringen hier eine laaaaaange Mittagspause. Sina wird vom angelnden Djesen unterhalten und in die Geheimnisse des Angelns eingeweiht. Der Kerl ist so stolz auf seine Angelkünste, dass er die armen viel zu kleinen Rotfedern permanent außerhalb seiner Schlammmulde herumzeigt.

    Der Kerl hieß übrigens wirklich Djesen, hat er uns sogar buchstabiert: J A S O N

    Hat sich beim Aussprechen aber irgendwie anders angehört. Falls er eine Schwester haben sollte, haben wir sie zum Glück nicht kennen gelernt. Immer wieder musste ich an Horst Schlämmer denken. Sein Vadder hat übrigens die ganze Nummer ordentlich verpennt. Der lag mit seiner Decke übern Kopp nur unweit von uns entfernt und hat sich die ganzen anderthalb Stunden nicht gerührt.


    ohne Worte... Mama und Papa haben Fleecejacken angehabt

    Aber wer so reinhaut, kann auch nicht frieren!

    Vom Klobichsee geht es an zwei kleinen Ferienbungalowsiedlungen weiter in Richtung Bahnhof. Nachdem ich mich über sandige Wege gequält habe, können wir immerhin die herrliche Aussicht über den Klobichsee genießen! Selten zeigten sich Lärchenwälder fotogener als an dieser Stelle.





    Während die Kinder im Radanhänger pennen, gönnen Susi und ich uns zwei Stück Rhabarberkuchen die wir am Eingang von Dahmsdorf erstehen. Dahmsdorf ist ein absolutes Kleinod und einen Besuch (bzw. einmal durchlaufen) können wir nur schwer empfehlen. Hier scheint das grüne Herz Prenzlauerbergs zu schlagen!



    Bald erreichen wir Müncheberg (Mark), von wo aus wir mit der NEB zurück nach Strausberg zu unserem Auto fahren.

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