Pulkafahrgestell

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  • Fjaellraev
    Freak

    Liebt das Forum
    • 21.12.2003
    • 13835

    • Meine Reisen

    Pulkafahrgestell

    Nachdem ich mir vor ein paar Monaten eine Pulka besorgt habe kam bald einmal der Wunsch auf diese beim Transport nicht tragen zu müssen. Es gibt ja schon ein paar Tipps hier im Forum wie man das lösen kann, aber irgendwie musste es etwas eigenes sein
    Eine Vorgabe die ich mir setzte war kleines Packmass, das Gewicht war erstmal nebensächlich.
    Heraus kam folgende Konstruktion
    von unten sieht das Ganze so aus
    Hier die ganzen Einzelteile ohne Pulka
    Bis auf das Fahrgestell besteht die ganze Konstruktion hauptsächlich aus Spanngurten, der Fronthaken entstand aus einem Stück Aluminiumprofil

    Der Riemen ist so befestigt, dass sich der Gurt unter Belastung selber spannt
    Das Fahrgestell wird an den Heckösen mit einer auf M6 abgedrehten M8 Schraube befestigt.
    Hier sieht man auch gut, wieso es die Konstruktion nie als Serienprodukt geben wird die Befestigung liegt ausserhalb der Mitte was nach individuellen Abweichungen von Pulka zu Pulka riecht...
    Noch zwei Detailaufnahmen des Fahrgestells:

    Hauptmaterial ist hier 2mm Aluminiumblech, die Konstruktion zur Aufnahme der Schraube besteht aus dem gleichen Aluminiumprofil wie der Fronthaken mit Gewindeniete.
    Die Seitenwange (Achsaufnahme) besteht aus 10mm Flachaluminium, die Achse aus 13mm Rundstahl wurde für die Achsaufnahme (10mm) und die Radaufnahme (6mm) abgedreht und mit Gewinde versehen.
    Die Rollen haben einen Durchmesser von 50mm und haben Kugellager.

    Viele Details wurden während dem Bau des Fahrgestells quasi an der Werkbank festgelegt, je nachdem welches Material gerade zu finden war, ausser den Rollen und den Steckschnallen war alles aus der Restekiste.

    Einiges würde ich bei einer zweiten Ausführung anders lösen, insbesondere würde ich den Winkel für die Achsaufnahme mit dem geschlossenen Schenkel nach vorne montieren, was zwar einen Schlitz für das Band bedingen würde (weshalb ich ihn wie ausgeführt montiert habe), aber die Gefahr von Schneestau verkleinern würde. Die Achse bliebe aber wegen der Bodenfreiheit beim Aufkippen sicher am hinteren Ende.

    Das Gesamtgewicht der Konstruktion beträgt übrigens 730g, der grösste Teil davon entfällt auf Rollen und Achse.

    Ich kann den nächsten Winter kaum erwarten um die Konstruktion im Echteinsatz zu testen

    Gruss
    Henning
    Es gibt kein schlechtes Wetter,
    nur unpassende Kleidung.

  • Gast-Avatar

    #2
    AW: Pulkafahrgestell

    Nette Konstruktion!
    Eine Schwachstelle könnten allerdings die Reifen darstellen.
    Wenn die Ummantellung aus diesem elastischen, thermoplastischen Material sind, würde ich zu Polyamidrädern greifen.
    Der Grund ist folgender : Die Räder aus Polyurethan (?) werden beim rollen über Asphalt, Betonplatten, etc.,- auf denen dann auch noch Split liegt, unglaublich heiß und zerbröseln sehr schnell.

    tente hat eine gute Auswahl an Rädern.

    Gruß eWald
    Zuletzt geändert von Ewald; 15.06.2008, 11:52. Grund: Link geändert

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    • Schoolmann
      Fuchs
      • 10.10.2003
      • 1336

      • Meine Reisen

      #3
      AW: Pulkafahrgestell

      Wenn die Rollen aus Gummi sind würde ich die mit Plastik ersetzen. Gummi wird auf rauen Asphalt so warm beim längeren Rollen, das das Gummi extrem schnell abnutzt. Allerdings waren meine Rollen kleiner. Aber schon 200m vorm Stockholmer Bahnhof haben sie fast gekillt. Ansonsten sehr interessante Konstruktion. Ich hatte nur ein Holzbrett mit zwei Führungsschienen zwischen den Kufen gegen verrutschen und dann mit zwei festgschraubten Spanngurten über die Pulka gespannt. Jackknife hat die Rollen direkt ans hintere Ende der Kufen der Pulka geschraubt, so das sie nur bei 45° Neigung Kontakt zum Boden hatten.

      Oh, Ewald war schneller! Moin!
      www.nordland-virus.de

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      • Harry
        Meister-Hobonaut

        Alter Hase
        • 10.11.2003
        • 4753

        • Meine Reisen

        #4
        AW: Pulkafahrgestell

        Nette Konstruktion. Inlinerrollen sind wohl besser geeignet. Habe vor kurzem erst noch einen Satz getauscht.
        Gruß Harry.
        Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen. (Johann Wolfgang von Goethe)

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        • Fjaellraev
          Freak

          Liebt das Forum
          • 21.12.2003
          • 13835

          • Meine Reisen

          #5
          AW: Pulkafahrgestell

          Ja die Rollen sind sicher der kritische Punkt (Oder zumindest einer ), der Durchmesser lag leider schon fest bevor ich mich wirklich auf die Suche nach Rollen gemacht habe, der Winkel mit den Achshaltern war das erste Teil das fertig war. Von daher fielen Inline Rollen schon mal weg, denn die wären bei einer Schenkellänge von 40mm zu gross gewesen.
          Hier mal die Infos zu den Rollen (Marke Steinco)
          Radkörper aus Polyamid mit Bandagen aus Spritzguss-Polyurethan.
          Geräuscharmer Lauf, abrieb- und korrosionsfest.
          Hitzebeständig bis 90°C, kältefest bis -30°C.
          Radlagerung mit Gleitlagern oder Kugellagern.
          Wie gesagt, meine haben Kugellager und gemäss Katalog eine Tragkraft von 45kg, mal schauen wie lange sie dann auf dem Asphalt mitmachen Wenn sie nach einer An- und Rückreise nach Lappland durch sind habe ich auf jeden Fall wieder ein Projekt für den Sommer
          Von daher: Nur immer her mit Verbesserungsvorschlägen, die können ja nicht nur mir bei Problemen helfen, sondern auch Nachbauer vor den gleichen Fehlern/Unzulänglichkeiten bewahren.

          Gruss
          Henning
          Es gibt kein schlechtes Wetter,
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          • Fjaellraev
            Freak

            Liebt das Forum
            • 21.12.2003
            • 13835

            • Meine Reisen

            #6
            AW: Pulkafahrgestell

            Der erste wirkliche Einsatz des Fahrgestells liegt jetzt schon ein paar Wochen zurück, wie zu erwarten hat sich dabei die eine oder andere Verbesserungsmöglichkeit aufgetan.
            Aber im Grossen und Ganzen hat sich die Konstruktion bewährt.
            Ein gewisser Nachteil ist die schmale Spurweite, in engen Kurven neigt die Pulka damit zum kippen, aber das kann man mit vorausschauender Fahrweise regeln.

            Am meisten Verbesserungspotential hat sich am Vorderteil aufgezeigt.
            Hier die alte Konstruktion

            Zwei Nachteile:
            Die Handschlaufe ist mit grosser Last (Es hängt doch ein rechter teil des Pulkagewichts dran) äusserst unbequem.
            Der Haken der am Pulkavorderteil eingreift fasst nur über den Abdeckgummi und nicht wirklich über die Pulkaschale.
            Also waren Änderungen nötig, der neue Haken sollte über die Pulkaschale greifen, was einfach eine Neuanfertigung des Hakens nötig machte, da kein passendes Profil vorhanden war wurde er einfach aus Aluminiumblech gebogen.

            Das Band wurde vernäht und nicht mehr verschraubt, da die hervorstehenden Schrauben doch eine, wenn auch harmlose, Verletzungsgefahr waren. (Auf der Hochfahrt habe ich mir in Stockholm daran die Hand aufgeschürft).

            Die Handschlaufe wurde durch ein Stück Rohr ergänzt, so dass sie sich nicht mehr so zusammenziehen kann und durch das Rohr auch bequem in der Hand liegt.

            Hier nochmal die ganze Konstruktion in montiertem Zustand


            Auf der Rückfahrt kam während der Wartezeit in Kopenhagen noch die Idee auf, den Griff am Spanngurt durch eine über das Zuggestänge montierte Bandschlinge zu ersetzen, die sich dann ja auch nicht so unbequem zusammenziehen würde, und am Spanngurt einfach nur die ganze Sache zu spannen.
            Aus Komfortgründen habe ich das teilweise schon so gemacht und die Pulka einfach am Querrohr des Zuggestänges, zwischen den Befestigungshaken, gezogen. Auf hartem und glattem Untergrund absolut problemlos, aber hier vor dem Haus im Kies war damit Schluss, der Rollwiderstand wurde so gross dass die Rollen stecken blieben, an der Handschlaufe gezogen ging es dann wieder.

            Noch ein Wort zu den Rollen: Sie haben sich bewährt, die Abnutzung ist minimal, so dass sie sicher noch mehr als zwei Wintertouren halten.

            Mal schauen ob und was sich nach der nächsten Wintertour als nächste Verbesserung aufdrängt.

            Gruss
            Henning
            Es gibt kein schlechtes Wetter,
            nur unpassende Kleidung.

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