Methoden für Trinkwassergewinnung bei Regenwanderungen

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  • elgu
    Anfänger im Forum
    • 13.09.2012
    • 35

    • Meine Reisen

    #21
    Wird bei den ganzen Diskussionen der Zeitfaktor vergessen?

    Wenn es an einem Regentag 5l/m² regnet (finde ich schon relativ viel), dann ist ja noch nicht gesagt, mit welcher Intensität es an diesem Tag geregnet hat (Salzburger Schnürlregen, verteilt auf 24 Stunden, oder tropischer Regenguss innerhalb von 1 Stunde).

    Diese 5l/m² mit einem Regenschirm während des Wanderns mit einem Regenschirm auffangen zu wollen, dürfte also meistens ziemlich mühevoll sein, selbst wenn der Regenschirm entsprechend konstruiert sein sollte.

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    • lina
      Freak

      Vorstand
      Liebt das Forum
      • 12.07.2008
      • 36303

      • Meine Reisen

      #22
      Stimmt, das klingt mühevoll.

      Aus eigener Erfahrung beim Radfahren im strömenden Regen habe ich aber auch schon über ein Auffangen des Wassers nachgedacht, damals über die Rinnen, die sich in der Helmkonstruktion befinden. Es regnete wirklich sehr (jedenfalls fühlte sich das nach viel Wasser an). Auf festen Untergründen, die sich beim Radeln häufiger finden als zu Fuß, bilden sich aber auch Wasserlachen, die man nutzen könnte.

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      • Moltebaer
        Freak

        Liebt das Forum
        • 21.06.2006
        • 10788

        • Meine Reisen

        #23
        Zitat von lina Beitrag anzeigen
        Auf festen Untergründen, die sich beim Radeln häufiger finden als zu Fuß, bilden sich aber auch Wasserlachen, die man nutzen könnte.
        Boah, ich weiß nicht, ob ich aus Asphaltpfützen oder dem Straßengraben gefiltertes Wasser trinken wollte. Aus der Natur gezapft habe ich keine Bedenken, aber Reifenabrieb und Ölpest klingen nicht so prickelnd.
        Und gerade mit dem Rad hat man doch noch einen viel weiteren Aktionsradius. Auf einer Tour ohne Filter bin ich mal eben 10 km zurück zum nächsten Haus gefahren und habe mir dort Wasser geben lassen.
        Wie Intihuitana schon schrieb, ist Wasser eben ein kleiner Zeitfresser und macht manchmal einen Umweg/Abstecher notwendig, da muß eben etwas Planungsaufwand betrieben werden.
        Wandern auf Ísland?
        ICE-SAR: Ekki týnast!

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        • lina
          Freak

          Vorstand
          Liebt das Forum
          • 12.07.2008
          • 36303

          • Meine Reisen

          #24
          Asphaltpfützen- oder Straßengrabenwasser würde ich auch nicht in Betracht ziehen (ich radel auch lieber auf Singletrails ).

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          • blauloke

            Lebt im Forum
            • 22.08.2008
            • 5909

            • Meine Reisen

            #25
            Zitat von lina Beitrag anzeigen
            . Es regnete wirklich sehr (jedenfalls fühlte sich das nach viel Wasser an).
            Das kann auf dem Rad ziemlich täuschen.
            Ich bin mal bei leichtem Regen gefahren. Jedesmal wenn ich stehen blieb war es nur leichter Regen, aber während der Fahrt hat es sich angefühlt als wäre es ein Wolkenbruch.
            Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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            • Martin206
              Alter Hase
              • 16.06.2016
              • 3407

              • Meine Reisen

              #26
              Zitat von Homer Beitrag anzeigen
              ich würde mir da eher sorgen um die beschichtung das schirm/tarpstoffes machen.
              da wird so manches verwendet, was ich nicht im trinkwasser haben möchte
              Genau das war mein erste Gedanke.
              Ich bin nicht auf Glas und Stahl umgestiegen bei Trinkgefäßen, damit ich mir die Beschichtung eines Regenschirmstoffes reinziehe oder die wohl sehr ähnl. Beschichtung eines Tarps. Auch wenn da "PTFE-free" und "PVC-free" oder so irgendwas steht, dann ist da halt was anderes drauf/dran.

              Edit: Und nein, nur da das nach zwei Regentagen nicht mehr riecht, ist das noch lange nicht raus ...sonst wären DWR-Klamotten ab dem dritten Regentag auch dauerhaft undicht ...oder sogar noch früher, da die mechan. Belastung des Stoffes höher ist als bei Schirm oder Tarp. Es gibt durchaus Stoffe die ungesund sind und nicht riechen.
              Zuletzt geändert von Martin206; 09.01.2021, 20:07.
              "Die Tatsache, dass eine Meinung weithin geteilt wird, ist noch lange kein Beweis dafür, dass sie nicht absolut absurd ist." BERTRAND RUSSELL

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              • Igelstroem
                Fuchs
                • 30.01.2013
                • 1402

                • Meine Reisen

                #27
                Zitat von Martin206 Beitrag anzeigen

                Genau das war mein erste Gedanke.
                Ich bin nicht auf Glas und Stahl umgestiegen bei Trinkgefäßen, damit ich mir die Beschichtung eines Regenschirmstoffes reinziehe oder die wohl sehr ähnl. Beschichtung eines Tarps. Auch wenn da "PTFE-free" und "PVC-free" oder so irgendwas steht, dann ist da halt was anderes drauf/dran.

                Edit: Und nein, nur da das nach zwei Regentagen nicht mehr riecht, ist das noch lange nicht raus ...sonst wären DWR-Klamotten ab dem dritten Regentag auch dauerhaft undicht ...oder sogar noch früher, da die mechan. Belastung des Stoffes höher ist als bei Schirm oder Tarp. Es gibt durchaus Stoffe die ungesund sind und nicht riechen.
                Ich sag's mal so: Ich ticke da anders. Ich möchte zwar Vergiftungen vermeiden, aber überflüssige Vergiftungsängste möchte ich ebenfalls vermeiden. Gesellschaftlich stehen insgesamt mehr Vergiftungsängste als Vergiftungsmöglichkeiten zur Verfügung. Mein Quantifizierungsansatz (und rationale Quantifizierungsansätze sind ja hier ähnlich wie bei Corona-Risiken entscheidend) ist der folgende: Wenn das neue Tarp anfangs beim einzelnen Wasserkontakt viel Gift abgibt, wird beim mehrmals verwendeten Tarp bereits das meiste Gift abgewaschen sein. Wenn das Tarp hingegen beim einzelnen Kontakt über einen längeren Zeitraum jeweils wenig abgibt, wird die insgesamt von mir aufgenommene Menge gering sein, da ich ja das Tarp nur sehr gelegentlich zum Wasserauffangen nutze. Diese Überlegung läuft aber höchstens im Hintergrund ab, das heißt im konkreten oben beschriebenen Fall habe ich über eine Vergiftungsgefahr gar nicht nachgedacht.
                Lebe Deine Albträume und irre umher

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                • Martin206
                  Alter Hase
                  • 16.06.2016
                  • 3407

                  • Meine Reisen

                  #28
                  Konkret macht die Dosis das Gift, das steckt ja auch in Deinen Aussagen.
                  Wir nehmen seit vor unserer Geburt alle möglichen Stoffe auf, manche scheiden wir aus andere reichern sich mehr oder weniger lang in unserem Körper auf. Auch eine schleichende Vergiftung ist eine Vergiftung. Und zwar auch wenn sie nur "undefiniertes Unwohlsein" oder ähnliches hervorruft, nicht gleich einen plötzlichen Tod.

                  Ob das nun früher her Blei, Asbest, DDT, PCB, Lindan, Arsen war, oder heute PTFE, Mineralölrückstände, Glyphosat, Pestizide, Cadmium, Nitrit, usw. oder auch wieder Arsen ist ...wenn die Menge erreicht ist wo es schädlich ist - dann ist es eben schädlich.
                  Daß viele der Stoffe aus der Chemie (und auch aus der Nttur) bei höheren Konzentrationen Schäden hervorrufen ist unbestritten. Manche sind schon verboten, andere als kritisch eingestuft, weiter noch nicht vollends untersucht.

                  Da ich weiß, daß solche Stoffe (u.a. PFC, PAK) bei Outdoortextilien zum Einsatz kommen und ich keine ausreichende Information habe welche wo verwendet sind und was die genau anrichten, bleibt meine Devise:

                  "Vermeiden schadet nicht!"

                  Viele merken es nicht - ob da nichts ist oder man es nur nicht zuordnen kann, man kann es nicht klar sagen. Es gibt aber auch bekannte Fälle von Vergiftungen. Aus Outdoor-Textilien sehe ich eher die Gefahr der "schleichende" Vergiftung. Empfehlen Wasser von Tarps, Regenjacken, Regenschirmen zu trinken kommen von mir jedenfalls nicht.
                  "Die Tatsache, dass eine Meinung weithin geteilt wird, ist noch lange kein Beweis dafür, dass sie nicht absolut absurd ist." BERTRAND RUSSELL

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