Wechsel Forum 4 2

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  • Der Waldläufer

    Alter Hase
    • 11.02.2005
    • 2941

    • Meine Reisen

    [Testbericht] Wechsel Forum 4 2

    WICHTIG! Dieser Test bezieht sich auf das Vorproduktionsmodell sowie das Modell 2008. Inzwischen befindet sich eine überarbeitete Version auf dem Markt! Die Unterschiede zu der hier beschriebenen Ausführung findet Ihr in diesem Thread!



    Kaufdatum: k.A.<br />Gebrauchszeitraum: 10.-23.02.08 im Rahmen der Testphase<br /> Ort: La Gomera (Kanarische Inseln / Spanien)<br />Wetter-/Klimabedingungen: Plusgrade bei Sonne, Nebel, Regen und Sturm<br />Art des Einsatzes: Trekking<br />Hersteller: Wechsel<br />Modellbezeichnung: Forum 4 2<br />Modelljahr: Vorproduktionsmodell<br />Unverbindliche Preisempfehlung: 425,90 Euro<br />max. Personenanzahl: 2<br />Zelttyp: Geodät<br />Vorgesehener Einsatzbereich: Trekking, Paddeln, Fahrrad, o.ä.<br />Ausstattung und besondere Details: siehe Test<br />Material Aussenzelt: Ripstop Nylon 40D 240T, beidseitig mit Silikon beschichtet<br />Material Innenzelt: Ripstop Nylon 30D 280T, FR, WR, 38g/m²<br />Material Boden: Nylon Tafetta 70D 210T, PU beschichtet, FR, 110g/m²<br />Material Gestänge: Scandium, floating connector, bolt tip, 8,8mm<br />Material Häringe: Nanuk Peg 15.7 (verm. Aluminium)<br />Material Spannleinen: vermutlich Dyneema<br />Gewicht min. (in kg): 3,21 (Außenzelt, Innenzelt, Gestänge)<br />Gewicht normal (in kg): 3,52 (kompletter Lieferumfang)<br />Packmaße (L x B x H in cm): 45 x 30 (im Packsack)<br />Anzahl Eingänge: 4 Außenzelt, 2 Innenzelt<br />Bewertung der Verarbeitungsqualität: sehr gut<br />Bewertung des Komforts: gut<br />Handling (Aufbau, Abbau, Gebrauch): sehr gut<br />Pro-Kauf-Argumente (Stärken):
    Freistehend
    Verhältnis Raum/Gewicht unter Berücksichtigung der geodätischen Form
    Sturmstabil
    Sehr gute Qualität und Verarbeitung
    Verhältnis Preis/Leistung
    Auch für große Menschen geeignet
    Feine Detaillösungen
    Vom Forum entwickelt
    Klasse Allrounder
    Contra-Kauf-Argumente (Schwächen):
    Innenzelt etwas schmal
    Lüfter nicht von innen verschließbar<br />Alter Testperson: 31-40<br />Körpergrösse Testperson (in cm): 182<br />Körperstatur Testperson: normal<br />Geschlecht Testperson: männlich<br />Outdoorerfahrung Testperson (1-wenig bis 7-hoch): 4-5<br />


    Bewertungssystem: Schulnoten 1 - 6

    Inhalt:
    - Zeltpacksack
    - Innen (1070 Gramm) - und Außenzelt (1380 Gramm) (gekoppelt)
    - Gestängepacksack (15 Gramm)
    - Gestänge (drei Bögen; beim Testobjekt zwei grau, einer schwarz) (760 Gramm)
    - 1 Reparaturschiene für das Gestänge (10 Gramm)
    - Heringspacksack (12 Gramm)
    - 16 U-Profil-Heringe (160 Gramm)
    - 1 Tube SilNet mit Pinsel (45 Gramm)
    - Zubehör für einen separaten Innenzeltaufbau (30 Gramm)
    Gesamtgewicht: 3520 Gramm



    Grundsätzliches:

    Beim Forum 4 2 handelt es sich um einen Geodäten mit drei Gestängebögen, zwei Apsiden und vier Außenzelttüren. Die beiden längs verlaufenden Gestängebögen kreuzen sich zwei Mal. Der dritte Gestängebogen verläuft quer zu den beiden anderen Bögen (kreuzt jeden ein Mal im Zenit) und spannt somit auch die Apsiden auf. Im Endergebnis erhält man so ein völlig freistehendes Zelt, welches bei passendem Wetter auch ohne einen einzigen Hering errichtet werden kann.



    Während die länglichen Gestängebögen am Außenzelt in innenliegenden Kanälen verlaufen, handelt es sich bei dem der Querstange um einen Außenkanal.

    Konstruktionsbedingt ist das Zelt ein „Querschläfer“, d.h. die beiden Eingänge des Innenzelts sowie die beiden Apsiden mit den vier Außenzelttüren befinden sich in Liegeposition seitlich des Körpers.

    Das Innenzelt besitzt zwei Türen, welche auf der vollen Fläche zweilagig sind. Eine Lage ist feinmaschiges Moskitonetz, die andere Innenzeltstoff.


    Die Farbe des Außenzelts ist ein relativ dunkles, nach meinem Geschmack sehr schönes, unauffälliges Grün; das Innenzelt ist weiß.

    Insgesamt verfügt das Zelt über 16 Abspannmöglichkeiten. Acht davon sind direkt am Zelt angebrachte, in der Länge verstellbare Bodenschlaufen, acht weitere Schlaufen sind in 50 – 80 cm Höhe angebracht und können mittels 3mm dicker, reflektierender Dyneema-Sturmleinen zum Abspannen bei starkem Wind verwendet werden.



    Zusätzlich ist es möglich, die Türen mittels Heringsschlaufen gegen ungewolltes Öffnen durch Wind zu sichern.


    Auf-/Abbau:

    Der prinzipielle Aufbau des Zelts ist einfach und erfolgt intuitiv, während die praktische Durchführung etwas Geschick erfordert.

    Zuerst werden die beiden länglichen Gestängebögen in die dafür vorgesehenen Kanäle geschoben. Wie bereits erwähnt kreuzen sie sich zwei Mal. Während der erste Kreuzungspunkt kein Problem darstellte, konnte bei unserem ersten Aufbau der zweite Kreuzungspunkt nur nach mehrmaligem Versuchen mit der zweiten Stange passiert werden.

    Hierbei war der Aufbau durch zwei Personen von enormem Vorteil, da gleichzeitig eine schieben und die andere die Stange durch den Kreuzungsbereich führen konnte. Diese Stelle war anfangs auch besonders bei meinen Soloaufbauversuchen ein Problem, da ich nicht gleichzeitig schieben und lenken konnte.

    Sowohl beim Aufbau alleine als auch zu zweit ging der Aufbau jedoch von Mal zu Mal einfacher von der Hand. Ich würde sagen, dass ich den Aufbau des Zelts ungefähr ab dem dritten Versuch sogar als einfach empfand.

    In meinen Augen handelt es sich hierbei ganz klar um eine Frage der Übung.

    Die gekreuzten Gestänge dieses Geodäten erfordern einen etwas komplizierteren Aufbau als dies bei Kuppel- oder Tunnelzelten der Fall ist. Dies wird jedoch durch den Vorteil der erhöhten Stabilität mehr als ausgeglichen.

    Ein Probeaufbau vor der Tour sollte unbedingt durchgeführt werden.

    Der von Wechsel auf der Homepage vorgeschlagene Aufbau sieht vor, zuerst die beiden länglichen Gestängebögen einzuführen und das Zelt durch Einstecken der Gestängebögen in die Ösen aufzurichten, bevor die Querstange in den entsprechenden Kanal geschoben wird.

    Diese Methode hat sich in der Praxis in meinen Augen als unvorteilhaft herausgestellt, da der Bogen so in Halbkreisform durch den Kanal geschoben werden muss, was stellenweise nicht einfach durchzuführen war. Das relativ spitze Ende des Bogens blieb mehrmals im Stoff des Außenkanals stecken.

    Einfach(er) ist es, den Querbogen einzuführen, während das Zelt noch flach am Boden liegt, die Längsstangen also noch nicht aufgerichtet wurden.
    Wenn alle drei Gestängebögen in die Kanäle eingeführt wurden, werden einfach nacheinander (mit den Längsstangen beginnend) alle Gestängeenden in die passenden Ösen des Außenzelts gesteckt und das Zelt somit vollständig aufgerichtet.

    Zeitlich hat sich der oben beschrieben Grundaufbau zuletzt zwischen vier und fünf Minuten bewegt.

    An den sechs Gestängeenden befinden sich Spanngurte, mit denen das Zelt faltenfrei (und somit im Wind stabiler und leiser) gemacht werden kann.


    Die Bodenschlaufen bestehen aus jeweils einem ca. 4mm dicken Seil, welches in drei Schlaufen zum Fixieren zur Verfügung steht. Dadurch kann die Länge der für den Hering verwendeten Schlaufe variiert werden. Praktisch, wenn der Boden an einigen Stellen das Einsetzen der Heringe nicht zulässt.

    Es ist problemlos möglich, das Außenzelt getrennt vom Innenzelt aufzustellen. Hierzu werden lediglich das Innenzelt an den Aufhängungen ausgehängt und die Clips an den vier Ösen geöffnet. Bei keinem anderen von mir in Gebrauch gehabten Zelt ging das Aushängen des Innenzelts so einfach und schnell. Durch die vier Türen des Außenzelts kann man sehr unkompliziert alle Aufhängungspunkte erreichen. Auch die Aufhängungen selbst sind einfach konstruiert und leicht zu bedienen.


    Für den separaten Aufbau des Innenzelts benötigt man vier mitgelieferte Zubehörteile. Jedes dieser Teile misst 8 x 2 cm und besteht aus einem Teil eines Clipsystems, einer Öse in einem kurzen Gurtband und einer zweifachen Bodenschlaufe. Den Clip steckt man in das Gegenstück an den vier Ecken des Innenzelts, in die Öse kommt das Gestänge, welches durch die Schlaufen der Innenzeltaufhängungen geführt wird. Einfacher geht’s kaum.

    Der Abbau funktioniert ebenfalls rasch und unkompliziert.

    Eine Kleinigkeit ist beim Zusammenlegen des Gestänges zu beachten: Wer einfach drauf losfaltet, wird ein Gestänge bekommen, welches unterschiedlich lang und daher schwerer zu greifen und zu verpacken ist.

    Zwischen den einzelnen Gestängesegmenten befindet sich ein Zwischenstück, welches im Prinzip ein Ring mit zwei Steckfortsätzen ist. Dieses Zwischenstück sollte beim Zusammenlegen abwechselnd einmal am umzulegenden Segment bleiben und beim nächsten Mal beim in der Hand befindlichen Segment. Am Ende sollte also jede zusammengelegte Einheit aus einem Gestängesegment und EINEM (!) Zwischenstück bestehen. Sollten an einem Segment zwei Zwischenstücke (also an beiden Enden des Segments) sein, wird das Gestänge unregelmäßig lang. Ich glaube, wenn man das Gestänge in der Hand hat, weiß man, was ich meine.


    Bewertung des Auf-/Abbaus: 2+
    Bewertung in Bezug auf getrennten IZ- und AZ-Aufbau: 1


    Belüftung:

    Am Außenzelt befinden sich insgesamt vier Lüfter: Zwei Dreiecke (35 x 35 x 50 cm) in ca. 80 cm Höhe an den beiden Stirnseiten, zwei Dreiecke (35 x 35 x 50 cm) in ca. 110 Höhe über zwei diagonal gegenüberliegenden Türen (d.h. an jeder Apis oder jeder Zeltquerseite ein Lüfter). Die darin befindlichen Moskitonetzflächen sind ca. 20 x 20 x 30 cm groß.



    Insgesamt findet man also an jeder der vier Zeltseiten einen Lüfter, der nur von außen geschlossen werden kann.

    Alle Lüfter sind mittels Klettband auf der gesamten Länge der Unterkante komplett verschließbar. Aufgestellt werden die Lüfter durch einen Abstandshalter, der zudem bei den beiden oberen Lüftern eine in der Breite des Lüftungsschlitzes variable Einstellung ermöglicht.

    Im Innenzelt befinden sich zwei Lüfter, die leider nicht verschließbar sind. Es handelt sich hierbei um zwei Dreiecke aus Moskitonetz (26 x 26 x 32 cm), welche direkt hinter den Außenzeltlüftern der Stirnseiten angebracht sind.



    Sollte der äußere Lüfter an der Stirnseite offen stehen, gelangt der Wind also auch ins Innenzelt. Um dies zu verhindern muss der äußere Lüfter geschlossen werden.

    Evtl. könnte Wechsel hier noch eine Abdeckung aus Innenzeltstoff anbringen, welche an der Unterkante angenäht und mit zwei 3mm-Reißverschlüssen verschlossen werden kann?! Gewicht vermutlich 50 Gramm?

    In der Praxis haben sich die Lüfter als äußerst effektiv erwiesen.
    Wir hatten selbst nach drei Regennächten kein einziges Mal Kondenswasser im Zelt.

    Lediglich nach einer Nacht, in der wir in einer Nebel-/Wolkenschicht zelten mussten, hatten wir am nächsten Tag eine geringe Menge des Kondensationsprodukts im Zelt. Ich muss aber ganz klar sagen, dass ich hier dem Zelt nichts ankreide, da bei dieser extremen Luftfeuchtigkeit und den herrschenden Temperaturverhältnissen einfach keine Abgabe der Feuchtigkeit an die Umgebungsluft möglich war. Diese Nacht wäre kein Zelt kondenswasserfrei geblieben.


    Bewertung Effektivität der Belüftung: 1
    Bewertung der Lüftergestaltung: 2+


    Wohnlichkeit:



    Laut Herstellerhomepage sind die Maße des Innenzelts 230 x 140 cm.
    Da das Gestänge an Kopf- und Fußende wirklich steil nach oben steigt, ist die angegebene Länge in der Tat fast vollständig zu nutzen. Die Länge des Innenzelts war so großzügig bemessen, dass wir sowohl am Kopf- als auch Fußende noch Gegenstände ablegen konnten. Mit 182 cm Körpergröße empfand ich die Liegelänge als äußerst komfortabel. Meine Schätzung ist, dass das Zelt auch von Leuten bis knapp über 2 Meter Körpergröße gut zu nutzen sein dürfte.


    Durch die etwas nach innen einfallenden Innenzelttüren sind die 140 cm in 25 cm Höhe nicht komplett nutzbar. Für mich ist die Breite in Ordnung, schmaler sollte es jedoch nicht mehr sein.


    Zu erkennen ist, dass die Seitenwände im Vergleich zur Bodenwanne etwas nach innen hängen

    Wir benutzen zwei Downmats 7 und neben die Matten hätten höchstens noch Kleinigkeiten gepasst.

    Viele haben befürchtet, dass in Schulterhöhe die Innenzeltbreite so schmal sein könnte, dass ein Sitzen sehr ungemütlich wäre. Meine Frau und ich haben dies in keinster Weise als Problem empfunden. Wir konnten uns gleichzeitig im Zelt anziehen und nebeneinander sitzen. Man muss ja nun auch wirklich nicht unbedingt direkt nebeneinander sitzen. V.a. durch die Länge ist und wirkt das Innenzelt wirklich geräumig und bietet zwei Personen ausreichend Platz, um gemütlich darin zu hantieren. Aber ganz klar: Ein Campingpalast ist das Zelt natürlich nicht!

    Die Höhe des Innenzelts ist ebenfalls klasse. Ich habe 115 cm gemessen.
    Im Innenzelt befinden sich in allen vier Ecken jeweils zwei (insgesamt also acht) Taschen, in denen sich jeder mögliche Kleinkram aufbewahren lässt. Im Zenit ist ein Plastikhaken zum Aufhängen von Gegenständen angebracht. Eine Leine ist nicht vorhanden.

    Das Weiß des Innenzelts ist freundlich und drückt auch bei längerem Aufenthalt während einer regenbedingten Tourenunterbrechung nicht aufs Gemüt.

    Der allergrößte Pluspunkt sind jedoch die vier Außenzelttüren! Ich geb’s zu: Ich war anfangs gegen die vier Türen, inzwischen bin ich aber bekehrt worden. Sowohl im Hinblick auf die Optik des Zelts, die Variabilität bei der Benutzung (garantiert wind- und regenabgewandter Ein- oder Ausgang; Blockierung durch Sträucher oder Bäume; Innenzeltaufhängungen gut zu erreichen;…) als auch bei der Aussicht aus dem Zelt sucht man wohl vergeblich nach etwas vergleichbar Genialem.



    Die Apsiden sind mehr als ausreichend groß. Man kann in jeder Apsis einen 70l-Rucksack und die Schuhe problemlos darin aufbewahren und findet trotzdem noch genügend Platz zum Kochen oder gemütlichen Rein- oder Rausgehen.




    Bewertung Wohnlichkeit: 1-2 (wären noch 10 cm mehr effektive IZ-Breite rausgesprungen, wäre es eine glatte Eins)


    Handling

    Es ist im Vorfeld die Frage aufgetaucht, ob beim Öffnen der Außenzelttüren Regen auf das Innenzelt tropft. Hierzu kann ich sagen, dass dies bei unachtsamen, kompletten Öffnen der Türe in der Tat der Fall ist. Es ist jedoch genauso gut möglich, ein Tropfen auf das Innenzelt zu vermeiden, indem man die Außenzelttüre nicht komplett öffnet, sondern von unten her lediglich bis zum Beginn der Reißverschlusskurve. So kann man immer noch relativ komfortabel in die Apsis / das Innenzelt gelangen, ohne dem Regen die Möglichkeit zum Eindringen zu bieten.

    Sehr praktisch ist auch, dass die Sturmleinen durch ein Klettsystem aufgerollt und fixiert werden können, so dass ein Verknoten der lose herumhängenden Seile nicht möglich ist.


    Auch von Vorteil ist die Befestigung der unteren Ecke der Außenzelttüre am Reißverschlussschlitten. Beim Öffnen der Türe wurde die Ecke mit nach oben gezogen und hing so nicht im Dreck. Nettes Detail.


    Einige Außenzelttüren verfügen für eine erhöhte Flexibilität beim Öffnen der Außenzelttüre über vier Reißverschlussschlitten. An allen Reißverschlussschlitten sind leicht erkennbare Schnüre zur einfacheren Bedienung befestigt.


    Bewertung Handling: 1


    Stabilität:

    Da es sich ja um einen Test handelte, suchten wir bei unserer Wahl absichtlich einen Zeltplatz auf einem Hochplateau aus, auf dem sich schiefstehende Bäume befanden. Immerhin musste das Zelt ja etwas beweisen…

    Tatsächlich wurde es in dieser Nacht auch extrem windig. Durch die geodätische Form und die 16 Abspannpunkte konnte der Sturm dem Zelt nicht gefährlich werden. Die Apsis wurde an der Fläche der Tür ein kleines Bisschen eingedrückt, das Außenzelt stand absolut ungerührt da. Das Innenzelt wackelte zwar sehr, jedoch fühlten wir uns in dem Zelt wirklich sicher.

    Positiv empfand ich die Möglichkeit, die Außenzelttüre an der Schnur ebenfalls mit einem Hering gegen ungewolltes Öffnen durch den Wind fixieren zu können. Evtl. wäre trotzdem noch eine weitere Abspannmöglichkeit bei der Hälfte der Bodenkante der Apsidentüren hilfreich. Ein Plastikring würde da schon reichen.

    Wie bei allen silikonbeschichtete Zelten empfiehlt sich auch beim Forum 4 2 eine Abdichtung der Nähte mit SilNet.


    Die Bewertung der Stabilität fehlt mir schwer, da der Sturm sicher nicht Ohne war, aber auch nicht zum Heftigsten gehört, was ein Zelt in seinem Outdoorleben aushalten können muss. Von daher kann ich nur eine noch zu bestätigende Note geben.
    Bisweilen 1-2


    Verbesserungsvorschläge:

    Meine Verbesserungsvorschläge beziehen sich ausschließlich auf Details, die eine Kaufentscheidung für mich nicht beeinflussen würden. Aus diesem Grund würde und werde ich sie auch nicht als Negativpunkte in die Bilanz mit aufnehmen.

    Statt der „Knubbel“ zum Fixieren der Türen würde ich Tankas benutzen.

    Die Schnüre an den Reißverschlüssen der Innenzelttüre zweifarbig gestalten. D.h. für Moskitonetzabdeckung rote Schnüre, ganze Türe gelb. Beim schnellen Griff zum Reißverschluss hab ich manchmal den falschen erwischt.

    Eingang der innenliegenden Gestängekanäle farblich etwas absetzen. Evtl. einfach einen weißen oder reflektierenden Streifen dazu. Dies würde den Aufbau im Dunkeln erleichtern.


    FAZIT:

    (Ich habe sowohl während des Tests als auch während des Schreibens versucht, möglichst objektiv zu sein, und hoffe auch sehr, dass mir das gelungen ist.)

    Ich empfinde das Forum 4 2 als wirklich sehr gut.

    Für 425 Euro bekommt man einen hervorragenden Allrounder mit vielen, überzeugenden Stärken und ohne wirklich relevante Schwächen. Als Endnote gebe ich eine 1-.

    Einzig Kleinigkeiten wie das etwas schmale Innenzelt, die nicht von innen verschließbaren Lüfter und das relativ hohe Gesamtgewicht von 3,5 kg könnten (sollten aber nicht!) gewichtsbewusste Trekker vom Kauf abschrecken. Nicht vergessen darf man aber beim letzten Punkt, dass es sich schließlich um einen naturgemäß äußerst windstabilen Geodäten handelt! Viele Geodäten findet man nicht, die ein Gesamtgewicht dieser Größenordnung vorweisen können.

    Ich habe mich in dem Zelt während meines Urlaubs sehr wohl gefühlt und werde mir das Zelt auch selbst zulegen.

    Mehr Fotos des Zelts findet Ihr im Projektforum, u.a. hier, hier oder hier. Und das Zelt im Wintereinsatz gibt's hier.
    Zuletzt geändert von willo; 17.01.2013, 11:47.
    I knew with a sinking heart that we were going to talk equipment. I could just see it coming. I hate talking equipment. "So what made you buy a Gregory pack?" he said. "Well, I thought it would be easier than carrying everything in my arms."

  • Gast-Avatar

    #2
    AW: Wechsel Forum 4 2

    Danke für den tollen Bericht. Scheint wirklich ein schönes Zelt zu sein, wenn es nicht aus das letzte Gramm Gewicht ankommt. Insbesondere die 4 Eingänge sind klasse. Ich schätze, man fühlt sich dann nicht so eingesperrt, sondern kann in die Gegend schauen...z.B. die den Sonnenuntergang beobachten.

    Kommentar


    • pfadfinder
      Fuchs
      • 14.03.2006
      • 2123

      • Meine Reisen

      #3
      AW: Wechsel Forum 4 2

      Zitat von Nat Bergtroll Beitrag anzeigen
      Insbesondere die 4 Eingänge sind klasse. Ich schätze, man fühlt sich dann nicht so eingesperrt, sondern kann in die Gegend schauen...z.B. die den Sonnenuntergang beobachten.
      Das hat mich auch beeindruckt: Ein Zelt zum in die Gegend schauen...und das kooperiert nämlich wunderbar mit dem Faktum, dass es sich um einem Geodäten handelt, der für Stürme und andere extreme Witterungsbedingungen geschaffen ist! Sry...

      Natürlich ein sehr umfassender Bericht!-hast Dir viel Mühe gegeben, Danke!
      ,,Es widerspricht ganz klar der Natur des Menschen, sich über allzu lange Zeit in geschlossenen Räumen aufzuhalten!\"

      ->Physikalisch gesehen gibt es gar keine Kälte!

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      • Gast-Avatar

        #4
        AW: Wechsel Forum 4 2

        dass es sich um einem Geodäten handelt, der für Stürme und andere extreme Witterungsbedingungen geschaffen ist! Sry...
        Der ist ja eigentlich als 3- jahreszeiten- Zelt konzipiert.
        Und was der Waldläufer schreibt stimmt alles soweit.
        Für mich ist das Forum 42 z.B. das Zelt für Paddler überhaupt.
        Freistehend, auf einer Schäreninsel....

        Kommentar


        • JonasB
          Lebt im Forum
          • 22.08.2006
          • 5329

          • Meine Reisen

          #5
          AW: Wechsel Forum 4 2

          ich schreib mal eben die Dinge die mir im Muddus als nicht so gut aufgefallen sind:
          1. Gestängekanaleingänge müssten farbig und/oder Reflex
          2. der Kreuzpunkt der Gestänge ist so fummelig das ich mit klammen Fingern schier verzweifelt bin.
          3. bei bestimmten Schneeverhältnissen waren die Kletts alle mit Schnee zu (besser keine Kletts- eher Druckknöpfe)
          4. die Kletts der Lüfter sind so fest das es dort genauso ist das mit Klammen fingern gar nichts ging. dort wäreen evt. ein paar einzelne, kleine Streifen besser
          5. für mich als bisheriger Tunnelzeltnutzer war es komisch das die Innentüren rein fallen (und natürlich allen Kondenzschnee mitnehmen)
          6. da war noch was- was ich die Tage noch mal aus meinen Notizen suchen muß!
          Nature-Base "Natürlich Draußen"

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          • pfadfinder
            Fuchs
            • 14.03.2006
            • 2123

            • Meine Reisen

            #6
            AW: Wechsel Forum 4 2

            Zitat von Järven Beitrag anzeigen
            Der ist ja eigentlich als 3- jahreszeiten- Zelt konzipiert.
            Und was der Waldläufer schreibt stimmt alles soweit.
            Für mich ist das Forum 42 z.B. das Zelt für Paddler überhaupt.
            Freistehend, auf einer Schäreninsel....
            OT: mal sehen, obik in den misterhuldschären mitm floß auftauchen werde*g*-bisher siehts aber eher schlecht aus mit finanzierung, etc...

            LG
            ,,Es widerspricht ganz klar der Natur des Menschen, sich über allzu lange Zeit in geschlossenen Räumen aufzuhalten!\"

            ->Physikalisch gesehen gibt es gar keine Kälte!

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            • Gast-Avatar

              #7
              AW: Wechsel Forum 4 2

              weg-editiert ;)

              Gruß

              Jan

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              • Fernwanderer

                Alter Hase
                • 11.12.2003
                • 3884

                • Meine Reisen

                #8
                AW: Wechsel Forum 4 2

                Ich hatte letztes Wochenende das Testzelt 1 für eine Schneeschuhtour gebucht. Die mußte ausfallen stattdessen bin ich mit einem Freund einmal um den Edersee. Das Wanderwetter war ideal, so daß kein "Hardcore-Test" zustandekam.
                Ergänzend zum schon geschriebenen vielleicht noch dies:
                Die Liegelänge ist wirklich voll nutzbar, wie ein Foto vom Fuß/Kopfende des Zeltes zeigt.


                In der Dämmerung oder bei Dunkelheit die Gestängekanaleingänge zu finden artet tatsächlich manchmal in ein Suchspiel aus.

                Alles klar?

                Dadurch, daß sich die Seitenwände nach Innen neigen, hat man nicht soviel Kopffreiheit, wie man vielleicht anhand der Innenfläche von 2,2*1,25m vermuten würde.

                So sieht es aus, wenn man sich im Zelt aufsetzt.

                Auf jeder Seite finden sich zwei geteilte Taschen, also für jeden Bewohner vier Ablagefächer. Üppig.


                Nicht anfreunden konnte ich mich damit, daß die Verbindunghülsen des Gestänges lose sind. Faltet man das Gestänge blind und munter zusammen, kann so etwas dabei herauskommen.

                Das Gestänge hat dann eine scheinbare Teilung von 65cm statt 45cm.
                Die Lösung mit dem Kunststoffknauf als Gestängeende empfinde ich auch nicht also so gelungen, ein einfacher Alustift wäre beim Abbau leichter zu lösen. Daß man überhaupt sechs mal die Gestängeenden in eine Öse stecken darf, anstatt daß sie in einen Spannschuh gleiten, kommt mir etwas unzeitgemäß vor.
                Im Gegensatz zu Jonas B hatte ich keine besonderen Probleme das Gestänge einzufädeln.
                Es schien auch Wurscht zu sein, ob man erst alle Gestängebögen einführt und dann das Zelt aufspannt, oder schon mal die Kuppel aufspannt und dann die Firststange einfädelt.
                Der Beutel für das Gestänge könnte für meinen Geschmack etwas weiter ausfallen, damit sich die Segmente beim Einpacken nicht so schnell ineinander verhaken.

                Was mir zu denken gibt ist dies: Ein einfacher leichter Plastikring liegt waagerecht auf dem Dach. Hier dürften sich bei Regen beiderseits der Firststange schnell Pfützen sammeln, die nicht ablaufen.

                Der Packsack fürs Zelt könnte durchaus etwas kleiner ausfallen. Das Zelt läßt sich ohne jede Gewalt erheblich kleiner packen als es die Maße des Sacks zulassen und so macht sich das Zelt im Rucksack breiter als es müßte.

                Fernwanderer
                In der Ruhe liegt die Kraft

                Kommentar


                • Roene
                  Fuchs
                  • 24.05.2004
                  • 1479

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: Wechsel Forum 4 2

                  Zitat von Fernwanderer Beitrag anzeigen

                  Der Packsack fürs Zelt könnte durchaus etwas kleiner ausfallen. Das Zelt läßt sich ohne jede Gewalt erheblich kleiner packen als es die Maße des Sacks zulassen und so macht sich das Zelt im Rucksack breiter als es müßte.

                  Fernwanderer
                  Dafür zahlen sich größere Packsäcke bei steifgefrorenen Zelten im Winter aus. Lieber etwas geräumiger, als sich beim Stopfen die finger zu brechen.

                  Gruß, René.
                  Nøisomhed Gård - Ökologische Landwirtschaft auf den Vesterålen

                  Kommentar


                  • Der Waldläufer

                    Alter Hase
                    • 11.02.2005
                    • 2941

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: Wechsel Forum 4 2

                    Zitat von Fernwanderer Beitrag anzeigen
                    1. Nicht anfreunden konnte ich mich damit, daß die Verbindunghülsen des Gestänges lose sind. Faltet man das Gestänge blind und munter zusammen, kann so etwas dabei herauskommen.

                    Das Gestänge hat dann eine scheinbare Teilung von 65cm statt 45cm.

                    2. Die Lösung mit dem Kunststoffknauf als Gestängeende empfinde ich auch nicht also so gelungen, ein einfacher Alustift wäre beim Abbau leichter zu lösen. Daß man überhaupt sechs mal die Gestängeenden in eine Öse stecken darf, anstatt daß sie in einen Spannschuh gleiten, kommt mir etwas unzeitgemäß vor.

                    3. Was mir zu denken gibt ist dies: Ein einfacher leichter Plastikring liegt waagerecht auf dem Dach. Hier dürften sich bei Regen beiderseits der Firststange schnell Pfützen sammeln, die nicht ablaufen.
                    Hallo!

                    Zu einigen Deiner Punkte würde ich gerne noch was sagen:

                    zu 1. AFAIK hat Wechsel zu diesem Thema bereits gesagt, dass das Gestänge auf diese Art wesentlich stabiler und weniger anfällig für Überbelastung sei.

                    2. Interessant. Ich fand es gerade besser, dass es KEIN Spannschuh war, da man so beim Aufbau flexibler vorgehen kann. Gerade beim Soloaufbau stelle ich es mir wahnsinnig nervig vor, immer wieder vorlaufen und nachschauen zu müssen, ob das Gestänge schon im Spannschuh oder noch im Kanal steckt. So hat man halt die Gewissheit, wenn das Zeltgestänge vorne rauskommt, dass es dann auch durch ist.

                    3. Wir hatten bei unserer Testphase mehrmals Regen und hatten nie das von Dir befürchtete Pfützenproblem. Evlt. wäre es möglich gewesen, das Zelt noch etwas mehr zu spannen?

                    Viele Grüße!!
                    I knew with a sinking heart that we were going to talk equipment. I could just see it coming. I hate talking equipment. "So what made you buy a Gregory pack?" he said. "Well, I thought it would be easier than carrying everything in my arms."

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                    • Roene
                      Fuchs
                      • 24.05.2004
                      • 1479

                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: Wechsel Forum 4 2

                      Okay, hier mal mein Testbericht, den ich bereits Anfang Januar geschrieben habe:

                      Zelttest Wechsel Forum 42
                      3-tages Wintertour im Südschwarzwald
                      von René Pollrich (Roene)


                      Aufbau
                      Der erste Aufbau erfolgte testweise auf der Terrasse. Zugegeben, es war sehr
                      hakelig. Durch die sich mehrfach überkreuzenden Stangen kann man nicht so
                      einfach wie bei einem Tunnelzelt eine Stange nach der anderen in die Kanäle
                      schieben.
                      Nach einigem Probieren kam ich dann zum Schluss, dass man zuerst die schwarze, außen liegende Stange ohne zu spannen und anschließend die beiden silbernen, inneren am besten gleichzeitig in die Kanäle einführt. Danach kann man spannen.
                      Geht man in einer anderen Reihenfolge vor, so hakt es oder die Spannung auf den Kanälen ist so hoch, dass man Angst bekommt, sie reißen jeden Moment.
                      Der Zugang zu den innen liegenden Kanälen ist gewöhnungsbedürftig (wenn man sie mal gefunden hat) und bei extremen Verhältnissen (Sturm, Schnee) sicherlich nicht so einfach zu handhaben. Ein Zugang von Außen wäre mir da lieber.
                      Eine Aufbauanleitung ist bei der Konstruktion ein Muss. Des Weiteren sollte das Innenzelt bei Auslieferung eingehängt sein.

                      Erster Eindruck
                      Als es dann stand, gefiel es mir äußerst gut. Das Außenzelt war überall gut gespannt und ein Abspannen war dank Snowflaps bei leichtem Wind nicht notwendig. Auch der Zugang ins Innere ist dank der vier Eingänge hervorragend. Auch lässt sich durch die komplett freistehende Konstruktion der optimale Standplatz durch einfaches Verrücken finden.

                      Außenzelt
                      Qualitativ konnte ich während der kurzen Testtour nichts Negatives feststellen. Einzig das Einführen der innen liegenden Stangen an den Kreuzungspunkten stockte. Vielleicht liegt dies an der „Enge“ der Innenkanäle.
                      Die Lüftung per Klett zu verschließen, war auch neu für mich und funktionierte
                      eigentlich ganz gut. Sollten sie sich allerdings mit Schnee zusetzen, führt dies zum Verlust der Verschlussmöglichkeit.
                      Anzumerken wäre auch noch, dass die Reißverschlüsse etwas schwergängig liefen, dies gibt sich aber hoffentlich mit der Zeit.
                      Besonders gefielen mir die dreifach verstellbaren Häringsschlaufen – einfach, aber funktionell.

                      Innenzelt
                      Vorerst – ein gelbes Innenzelt finde ich persönlich immer angenehmer für das
                      Gemüt.
                      Das Raumangebot ist für 2 Personen okay – bei Wintertouren oder Touren mit voluminöserer Ausrüstung wird es sehr eng. Die Länge des Innenzeltes war
                      ausreichend und großzügig bemessen, wie auch die Höhe. Die Ausstattung mit 4 Doppeltaschen und einem mittleren Haken war okay, wünschenswert wäre aber eine Wäscheleine und/oder die Möglichkeit ein Gearloft zu befestigen. Über die Robustheit des Bodens lies sich durch die Schneeunterlage nicht aussagen. Die fehlende Möglichkeit, die unteren Lüfter von innen zu verschließen, viel auf dieser Tour nicht negativ auf.

                      Gestänge
                      Schwer ist es – aber in der Preisklasse, denke ich, okay. Hier lässt sich aber
                      bestimmt noch Gewicht einsparen, falls gewünscht. Verwirrend waren die losen
                      Gestängehülsen – besonders beim Zusammenklappen der Gestänge. Ist dies
                      gewünscht? Ich persönlich würde sie vor dem nächsten Einsatz fixieren. Ein
                      Schwachpunkt könnten auch die Kunststoffenden der Gestänge werden.

                      Belüftung
                      Da es während der Testtour trocken war und wir nicht im Zelt kochen mussten, hatten wir keinen übermäßigen Kondens im Zelt. Durch die clevere
                      Reißverschlusskonstruktion der Türen, lässt sich das Zelt auch über diese gut
                      belüften – durch die Konstruktion leider nur bei trockenem Wetter.

                      Zubehör
                      Häringe: wurden im Schnee nicht eingesetzt, an der Einkerbung für die Schnur
                      scharfkantig, was zu Beschädigung der Leinen führen kann
                      Packsack: ausreichend groß bemessen

                      Verarbeitung
                      Diese machte einen sehr guten Eindruck, auch wenn die Nähte an manchen Stellen
                      (Kreuzpunkte der Stangen) etwas sauberer hätten sein können. Schwachpunkte
                      ließen sich während der kurzen Testtour nicht feststellen.

                      FazitIm Großen und Ganzen ein sehr schönes Zelt. Besonders die Snowflaps gefielen mir beim winterlichen Einsatz und sollten als Option beibehalten werden.

                      Die wesentlichen, negativen Aspekte sind:
                      - etwas schwieriger Aufbau durch die innen liegenden Gestängekanäle,
                      besonders durch die innen liegenden Öffnungen der Gestängekanäle
                      - lose Gestängehülsen und Plastikenden
                      - fehlende Möglichkeit, Ausrüstung an der Decke im Innenzelt zu trocknen

                      Gruß, René.
                      Nøisomhed Gård - Ökologische Landwirtschaft auf den Vesterålen

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                      • GlaDiaC
                        Neu im Forum
                        • 01.03.2008
                        • 2

                        • Meine Reisen

                        #12
                        AW: Wechsel Forum 4 2

                        Hallo,

                        ich bin am überlegen mir das Wechsel Forum 42 zu kaufen. Hat jemand das Zelt und ist 195cm gross und kann etwas dazu sagen?

                        Danke.

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                        • Harry
                          Meister-Hobonaut

                          Alter Hase
                          • 10.11.2003
                          • 4753

                          • Meine Reisen

                          #13
                          Harrys Test I

                          Moin,

                          ich hab vorhin drin gelegen zur Probe nach dem Testaufbau im Garten.
                          Bin selber 1,95 lang und hatte noch 10 cm oben und unten Platz der aber wohl für den Schlafsack drauf geht.
                          Das Zelt gefällt mir soweit gut, nur für meine Wandertouren, mir zu schwer.
                          Ich bin schon zu sehr Ul infiziert.
                          Aber für Motorrad-, Paddel-, Wintertouren mit Pulka und Radtouren wohl genial.
                          Für die jetzige Solo Sardinientour bleibt das Innenzelt daher @ home.
                          Ansonsten könnte der Partner ja das tragen.

                          Ach wollen wir die Tests jetzt alle hier in diesen einen Thread schreiben damit alles zusammen bleibt oder soll jeder einen eigenen aufmachen?
                          Ich wäre nur für den einen, da im ersten Bericht eigenlich alles wichtige steht.
                          Mein Erfahrungsbericht folgt dann nach der Tour.

                          Gruss

                          Harry
                          Gruß Harry.
                          Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen. (Johann Wolfgang von Goethe)

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                          • Roene
                            Fuchs
                            • 24.05.2004
                            • 1479

                            • Meine Reisen

                            #14
                            AW: Wechsel Forum 4 2

                            Bin 193 cm groß und hatte auf meiner Schneeschuhtour im Schwarzwald mit meinem WM Antelope genug Platz. Das Schöne an dem Zelt ist, dass die Wände am Fuß und Kopfteil "in Schlafhöhe" senkrecht sind. Deshalb ist es hervorragend für die etwas längeren unter uns geeignet.

                            Gruß, René.
                            Nøisomhed Gård - Ökologische Landwirtschaft auf den Vesterålen

                            Kommentar


                            • barleybreeder
                              Lebt im Forum
                              • 10.07.2005
                              • 6477

                              • Meine Reisen

                              #15
                              AW: Wechsel Forum 4 2

                              So dann gebe ich auch noch meinen Senf dazu. Wir hatten das Zelt Anfang März 6 Tage bei einer Schneeschuhtour auf der Hardangervidda dabei.

                              Testbedingungen von Kaiserwetter über WhiteOut, Neuschnee bis leichten Schneesturm alles dabei. Temps von -5 bis -28°C.

                              Gesamteindruck

                              Im Große und Ganzen ein sehr schönes Zelt. Die Verarbeitung ist ordentlich.
                              Die Details nicht schlecht.
                              Die verschließbaren Lüfter haben sich bewährt. Mit Schnee hat sich keiner zugesetzt.

                              Die Abspannpunkte sind zahlreich. Das Zelt steht damit sehr stabil.
                              Allerdings musste ich alle Leinen neu einfädeln, damit sich die Spanner
                              bei verwendeten Schneeheringen bedienen lassen.

                              Die Reißverschlüsse gehen etwas hakelig, teilweise lag das aber auch daran das diese sich mir Eis zugesetzt haben.

                              Snowflaps habe ich nicht unbedingt vermisst. Das Anhäufeln der Seiten hat gereicht.

                              Liegelänge ist auch mit Winterschlafsack mehr als ausreichend (180 cm).

                              Kochen ist im Vorzelt ohne Probleme möglich auch ohne Ausbuddeln der Apsis.
                              Als Kocher hatten wir einen Whisperligth in einen großen Trangia gehängt.

                              Ein Gearloft oder ein paar Leinen im Zelthimmel habe ich echt vermisst.

                              Nun zu den größten Negativpunkten. Hauptkritikpunkt - Gestänge und Aufbau!

                              Dieser Punkt hat uns auf Tour teilweise maßlos genervt.
                              Aus diesen Gründen würde ich es als Winterzelt nur sehr bedingt empfehlen.

                              - Das Einfädeln durch die Kanäle, inbesondere an den Kreuzungspunkten ist für mein Dafürhalten eine Katastrophe.
                              Das Material der Kanäle wird dadurch sehr beansprucht.
                              Alleine, mit Handschuhen, im Sturm und Kälte ein Unding.
                              Es ging zwar mit der Zeit immer besser, ist alleine aber dennoch sehr zeitaufwendig und fummelig.
                              Das Außenzeltmaterial möchte immer nachgeschoben werden sonst geht gar nichts.
                              Wahrscheinlich bin ich durch mein Mark II und das Staika was wir noch dabei hatten verwöhnt!

                              - Meines Erachtens ist die Gestängeteilung zu zahlreich, was einige Nachteile bringt.

                              - Die einzelnen Segmente werden unsinnigerweise durch einzelne,
                              viel zu kurze Verbindungshülsen zusammengehalten. Diese Hülsen muss
                              man beim Abbau jedesmal in einem Segment festhalten um am Ende nicht ein
                              zu langes Gestänge wegpacken zu müssen. (Wie auch oben schon vom Roene und Fernwanderer bemerkt).
                              Keine Ahnung warum Wechsel solch ein Gestänge verwendet wo es meiner Meinung nach wesentlich bessere gibt.

                              - Beim zusammengebauten Gestänge lässt die Gummispannung durch die vielen
                              Teilungen sehr schnell nach. (Kann auch teilweise am gefrorenen Gummizug gelegen haben).
                              Deswegen, und wegen der zu kurzen Verbindungsstücke, rutschen die Gestänge
                              nach dem Einfädeln sehr schnell auseinander. Dies ist uns mehrfach passiert.
                              Vermutlich ein Grund warum uns beim Aufbau ein Segment direkt an dem Verbindungsstück
                              ausgebrochen ist. Zum Glück brauchten wir das Gestänge nur andersrum wieder auffädeln.
                              (Was allerdings nur durch die Verbingsstücke möglich ist!)
                              Echt der Burner im WhiteOut, Arschkälte und Schneetreiben wenn man nur noch in die Hütte möchte.
                              Zum Glück hatte es "nur" 10 Grad unter 0.
                              Eine Reparaturhülse würde wahrscheinlich nie durch die engen Kanäle gehen. Für mich ein echter Knackpunkt.

                              Für mich ein gutes Zelt wenn man genügend Zeit beim Aufbau hat.

                              Noch Fragen?
                              Zuletzt geändert von barleybreeder; 01.04.2008, 11:45.
                              Barleybreeders BLOG

                              Kommentar


                              • Waldwichtel
                                Fuchs
                                • 26.08.2006
                                • 1052

                                • Meine Reisen

                                #16
                                AW: Wechsel Forum 4 2

                                ähm, was bitteschön ist denn gut am Zelt wenn man solche Mühe mit dem Aufbau hat?? Würde ich mir niemals kaufen!!!

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                                • Der Waldläufer

                                  Alter Hase
                                  • 11.02.2005
                                  • 2941

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  AW: Wechsel Forum 4 2

                                  Zitat von Waldwichtel Beitrag anzeigen
                                  ähm, was bitteschön ist denn gut am Zelt wenn man solche Mühe mit dem Aufbau hat?? Würde ich mir niemals kaufen!!!
                                  Ich weiß nicht, ob es besonders glücklich war, ein Zelt, das nicht ausdrücklich als Winterzelt ausgewiesen ist, gleich mal mehreren Tests weit im Minusgradebereich zu unterwerfen.

                                  Wie gesagt, ich hatte keine dicken Handschuhe an, war nicht total durchfroren und hatte nach ein paar Mal Üben KEINE Probleme mit dem Aufbau. Ich kann daher auch Barleybreeders Aussagen nicht nachvollziehen, kann mir aber vorstellen, dass es mit dicken Handschuhen deutlich schwieriger ist. Deswegen heißt es aber auch "bedingt wintertauglich".

                                  Aber es ist einfach eine Tatsache, dass Leute, denen ein superleichter Aufbau wichtig ist, in den seltensten Fällen zu einem Geodäten greifen werden. Die sich mehrfach überkreuzenden Gestänge sind halt etwas problematischer, als die geradeausverlaufenden bei Kuppel- oder Tunnelzelten.
                                  I knew with a sinking heart that we were going to talk equipment. I could just see it coming. I hate talking equipment. "So what made you buy a Gregory pack?" he said. "Well, I thought it would be easier than carrying everything in my arms."

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                                  • barleybreeder
                                    Lebt im Forum
                                    • 10.07.2005
                                    • 6477

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    AW: Wechsel Forum 4 2

                                    Zitat von Waldwichtel Beitrag anzeigen
                                    ähm, was bitteschön ist denn gut am Zelt wenn man solche Mühe mit dem Aufbau hat?? Würde ich mir niemals kaufen!!!
                                    Wie gesagt:
                                    Für mich ein gutes Zelt wenn man genügend Zeit beim Aufbau hat.
                                    Zitat von Waldläufer
                                    Ich weiß nicht, ob es besonders glücklich war, ein Zelt, das nicht ausdrücklich als Winterzelt ausgewiesen ist, gleich mal mehreren Tests weit im Minusgradebereich zu unterwerfen.
                                    Aber nur das bringts!
                                    Das bei genügend Zeit im Garten Zuhause, bei Schönwetter keine Probleme sichtbar werden ist doch kar. Da müssen die Testbedingungen schön mal suboptimal sein um zu zeigen was das Ding kann oder nicht.


                                    Übrigens sehen die 2 Kameraden die mit mir auf Tour waren das ähnlich, das mit dem Gestänge!
                                    Zuletzt geändert von barleybreeder; 01.04.2008, 17:00.
                                    Barleybreeders BLOG

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                                    • Der Waldläufer

                                      Alter Hase
                                      • 11.02.2005
                                      • 2941

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      AW: Wechsel Forum 4 2

                                      Du darfst mich nicht falsch verstehen, ich kann mir wie gesagt durchaus vorstellen, dass Dir der Aufbau mit den dicken Handschuhen richtig schwer gefallen ist. Was ich mit der Aussage bzgl. der Tests meine ist, dass viele Käufer davon abgeschreckt werden, wenn sie lesen "der Aufbau geht schwer".

                                      Dass das jedoch in den meisten Fällen nur in Konditionen der Fall ist, in denen 95% der Leute überhaupt nicht in Verlegenheit kommen werden, das Zelt aufbauen zu müssen, ist etwas problematisch.

                                      Oder anders: Bisher haben drei Tester (Du, Roene und Järven) das Zelt im Wintereinsatz getestet. Dieses Einsatzgebiet zeigt Schwächen, die im 3-Jahreszeitengebrauch nicht auftauchen werden.
                                      I knew with a sinking heart that we were going to talk equipment. I could just see it coming. I hate talking equipment. "So what made you buy a Gregory pack?" he said. "Well, I thought it would be easier than carrying everything in my arms."

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                                      • zahl
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                                        #20
                                        AW: Wechsel Forum 4 2

                                        Zitat von Der Waldläufer Beitrag anzeigen
                                        Oder anders: Bisher haben drei Tester (Du, Roene und Järven) das Zelt im Wintereinsatz getestet. Dieses Einsatzgebiet zeigt Schwächen, die im 3-Jahreszeitengebrauch nicht auftauchen werden.
                                        naja, fummelig wird es trotzdem bleiben. der sinn der kurzen hülsen beim gestänge hat sich mir noch nicht erschlossen. und höchst bedenklich finde ich, dass ich eventuell eine flickstelle mit reparaturhülse nicht durch den gestängekanal bekommen. das wäre der supergau.

                                        ich muss mir das mal auf der globeboot genauer anschauen.

                                        gruß, zahl
                                        "Es liegt da ganz einsam am Strand, ein kleiner, dunkler Fleck, ein Nichts ohne mich, und indem ich mich gegen das Boot setze, denke ich, auch ich wäre nichts ohne Boot." Dr. Hannes Lindemann, Allein über den Ozean, 1957

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