LIXADA woodgas stoves

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  • wilbert
    Fuchs
    • 23.06.2011
    • 2415

    • Meine Reisen

    [Testbericht] LIXADA woodgas stoves


    LIXADA, kleiner woodgas stove 1


    die aussenmaße über alles sind:
    höhe 18 cm, breite unten 13,6 cm.
    zum transport zusammengesteckt hat der stove eine höhe von 7 cm.

    die brennkammer hat eine tiefe von 10,5 cm, sowie oben einen innendurchmesser von 10,9 cm, und unten einen von 9,8 cm.
    der abstand der brennkammer zum boden beträgt ca. 1,6 cm.
    gewicht, 425 g.







    im unterschied zu anderen woodgasbrennern, hat dieser stove die löcher für die sekundärverbrennung nicht oben am rand, sondern mehrere kleine löcher die über die innenfläche der brennkammer verteilt sind.
    das woodgas strömt über die ganze fläche in den brennraum ein. dadurch bekommt man kein so ausgeprägtes flammenbild von der sekundärverbrennung wie bei seinem kollegen; dafür allerdings heißere temperaturen in der brennkammer.


    beide brenner wurden zuerst mit trockenem spaltholz und anschliessend mit feuchtem "knickholz" (direkt aus dem wald) befeuert.



    durch den zylinderförmigen topfausatz ist der stove gut anzuheizen. nach kurzer zeit brennt er rauchfrei mit gelber flamme.
    doch sobald man einen topf draufstellt, wird man mit ausgeprägter qualmbildung beglückt, die über das erlöschen flamme anhalten würde, wenn man den topf nicht abnimmt.
    ohne topf erholt sich die verbrennung langsam und kommt gemächlich wieder in gang.

    als erste maßnahme zur verbesserung des zugs wurde der topf auf 1 cm hohe abstandhalter gestellt. dies verhinderte erstmal das erlöschen der flamme, aber von einer rauchfreien verbrennung war noch nichts zu merken. erst das aufbohren des bodens der brennkammer ergab die erhoffte verbesserung.
    durch zusätzliche 17 löcher, bekommt der stove jetzt ordentlich luft von unten und brennt nun auch mit aufgesetztem topf fast rauchfrei.





    um den topfständer eleganter zu gestalten, wurde später ein topfkreuz aus 1mm titanblech gebaut, 45 g. damit haben kleinere töpfe oder tassen eine sichere auflage bekommen.
    sollte man aufgrund der topfgröße das kreuz nicht brauchen, könnte man es weglassen, dann raucht es halt ein wenig mehr.



    mit diesen veränderungen, zeigt der stove eine besondere stärke im verbrennen von feuchtem holz.

    beim zweiten testbefeuern habe ich bewußt auf alles verzichtet, was ich unterwegs nicht dabei hätte. zum anzünden wurde jeweils ein handvoll birkenrinde gesammelt und einige kleine äste nadelholz abgebrochen. gezündet wurde mit einem simplen big feuerzeug, bei angehobenen stove von unten.

    in der anheizphase gibt es eine ordentliche qualmentwicklung, die weit von ein rauchfreien verbrennung entfernt ist. durch die zusätzliche belüftung der brennkammer wird der stove innen schnell warm. wenn jetzt genügend kleine stöckchen nachgelegt werden, kommt die brennkammer auf temperatur und langsam in den woodgas modus.





    dies dauert allerdings länger als mit trockenen holz. nach gut 10 minuten wird der brenner richtig heiss und es können dickere stöckchen nachgelegt werden.



    aufgrund des offenen topfaufsatzes, kann man gut sehr dicke stücke nachlegen. selbst ein einzelner großer scheid, der fast die gesamte brennkammer ausfüllte wurde weggefressen.
    (unter entsprechender rauchentwicklung.
    gruß an die nachbarn. )






    LIXADA, mittlerer woodgas stove 2

    die aussenmaße über alles sind:
    höhe 23 cm, breite unten 13,8 cm.
    in transportgröße zusammengesteckt hat der stove eine höhe von 10 cm.

    die brennkammer hat eine tiefe von 13 cm, sowie oben einen innendurchmesser von 11 cm, und unten einen von 10,3 cm.
    der abstand der brennkammer zum boden beträgt ca. 3,5 cm.

    die runde öffnung innen am topfständer hat einen durchmesser von 7,5 cm, und das ausgeklappte topfkreuz eine breite von 18 cm.
    gewicht, 515 g. (ohne esbit schüsselchen)







    zuerst fällt die ausgeprägte höhe dieses woodgasstoves auf. die größere brennkammer führt zu einer optimierten verbrennung mit trockenem holz.

    das anzünden des brenners ist mit topfaufsatz nicht so optimal wie bei wgs-1. dafür kann man den aufsatz mitsamt dem topfkreuz einfach abnehmen. das kreuz klemmt sich in dem ring fest und an den ausgeklappten verlängerungen ist er gut abzuheben.



    so lässt sich der stove genauso gut anzünden wie sein kleinerer kollege.
    durch die tiefere brennkammer lassen sich ein wenig längere stöckchen nachlegen. wenn der stove erstmal läuft, könnte man richtig dickere scheite im stück verheizen. der durchmesser wird in erster line durch das aufgesetzte topfkreuz begrenzt.



    der topfaufsatz hat innen eine kuppelförmige begrenzung am rand. das bündelt die flamme und führt zusätzlich zum erhitzen des innenrings. dadurch wird der luftstorm verstärkt und man bekommt eine ausgeprägte sekundärverbrennung.

    das aufstellen des topfes verursacht kurzzeitig eine gewisse qualmbildung, die mit der erwärmung des topfes verschwindet. der rauch nimmt deutlich schneller ab als beim kleinen stove.
    im ganzen erscheint dieser stove erstmal sorgenfreier als der wgs-1.





    richtig schwer hat es der woodgas stove leider mit feuchtem holz.
    zwar kommt er nach dem zünden erstmal gut in gang, aber nicht wirklich auf temperatur. das heißt, man muß ziemlich lange dünne hölzchen verfeuern, damit man mit der zeit stärkere hölzchen nachlegen darf. ist man damit zu voreilig, erstickt der stove an überfüllung und man hat eine 1a rauchbombe.







    als ich nach 15-20 min. immer noch kein vernünftiges kochfeuer in gang hatte, habe ich den versuch mit feuchtem holz abgebrochen.
    zur ehrenrettung sei gesagt, dass der stove mit trockenem holz sofort wieder in gang kam.



    fazit

    beide kocher machen einen grundsoliden eindruck. es wurde dickes edelstahlblech verwendet und halbwegs sauber verarbeitet.
    beim kleinen wgs-1 war eine kleine stelle am blechrand nicht bündig gearbeitet, so dass ich mit der zange etwas nachbessern musste. danach flutschten alle teile geschmeidig ineinander.



    beim einbrennen haben sich bei beide stoves nicht verzogen und allle elemente passten so gut wie zuvor.





    der lixada-2 ist, "out of the box" einsatzfähig.

    wenn ich werkzeug zum holzmachen dabei habe, könnte ich immer spaltholz verarbeiten. damit wäre dieser woodgas stove ebenfalls für feuchtes holz geeignet.
    habe ich kein extra werkzeug, bin ich mit dem kleinen lixada, bei feuchtem holz besser bedient.
    allerdings erst, nachdem er ein klein wenig gepimpt wurde.

    bei den kochzeiten gab es keine unterschide zwischen den brennern.
    zum test wurden die stoves mit trockenem spaltholz befeuert. ich habe beiden eine anheizphase von 5 min. gegönnt, dann brannten sie rauchfrei.
    der halbe liter wasser, kochte in ca. 3,5 min., bei wind verlängerten sich die kochzeiten bis zu 10 min.
    (wassertemp. 17 grad, lufttemp. 3 grad, ohne windschutz, mit einem 14 cm edelstahltopf)

    der rußansatz am topfboden hält sich in grenzen und ist weniger ausgeprägt als z.b. beim pico-85.
    an der topfwand und deckelrändern schlägt sich aber eindeutig mehr ruß nieder.

    http://www.amazon.de/gp/product/B00W...ilpage_o03_s00
    http://de.aliexpress.com/item/LIXADA...566073278.html
    http://de.aliexpress.com/item/Campin...999.261.o07G6k


    -wilbert-
    Zuletzt geändert von wilbert; 18.01.2016, 21:28.
    www.wilbert-weigend.de

  • AlfBerlin
    Gesperrt
    Alter Hase
    • 16.09.2013
    • 3921

    • Meine Reisen

    #2
    AW: LIXADA woodgas stoves

    Zitat von wilbert Beitrag anzeigen
    ... LIXADA, mittlerer woodgas stove 2 der topfaufsatz hat innen eine kuppelförmige begrenzung am rand. das bündelt die flamme und führt zusätzlich zum erhitzen des innenrings. dadurch wird der luftstorm verstärkt und man bekommt eine ausgeprägte sekundärverbrennung. ...
    Danke Wilbert für Deinen ausführlichen Test-Bericht.

    Ich hoffe pibach liest mit. Pibach hat sich immer einen Hobo mit "Domkonstruktion" gewünscht.

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    • wilbert
      Fuchs
      • 23.06.2011
      • 2415

      • Meine Reisen

      #3
      AW: LIXADA woodgas stoves

      moin alf!

      der domartige rand hält einen teil der hitze in der brennkammer. bei dem zylinderförmigen topfaufsatz des wgs-1 rauscht die wärme ungehindert nach oben raus.
      schön ist, dass man beide aufsätze untereinander austauschen kann.

      weiss eigentlich jemand, wie sich der Nomadic oder der solo stove mit feuchtem holz machen?
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      • lutz-berlin
        Freak

        Liebt das Forum
        • 08.06.2006
        • 11810

        • Meine Reisen

        #4
        AW: LIXADA woodgas stoves

        feuchtes Holz qualmt,das Wasser muß ja irgend wie verdunsten dadurch sinkt die Temperatur,beim rocket stove geht das besser

        der grosse Lixada brennt auch besser mit einem Topfkreuz

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        • cephalotus
          Erfahren
          • 10.04.2011
          • 451

          • Meine Reisen

          #5
          AW: LIXADA woodgas stoves

          Ich frage mich, ob die Dinger so betrieben wirklich Holzvergaser sind.

          Für mich ist ein Holzvergaser ein System, in welchem bei großer Hitze im Glutbett Holz unter Sauerstoffmangel(!) unvollständig verbrannt und teilweise vergast wird.
          In einer davon getrennten(!) 2. Phase werden durch Zufuhr von (erhitzter) Luft/Sauerstoff diese Pyrolysegase verbrannt.

          Hier sehe ich eine Feuerschale mit reichlich Luftzufuhr und eine Bestückung bis zum oberen Rand, so dass ein Teil der an den Holzstücken entstehende Gase und Teere keineswegs mehr in einer 2. Verbrennungsstufe verbrannt werden kann und daher Qualm erzeugt und sich Teer am Topf niederschlägt.

          Als Holzvergaser stelle ich diesen hier gezeigten Kocher von der Konstruktion her komplett in Frage, aber Systeme wie den Solostove könnte man durchaus so benutzen, dass man den tatsächlich nur bis unter die Sekundärluftzufuhr befüllt, so dass Pyrolysegase tatsächlich vollständig in den 2. Phase gelangen.
          Würde man einen solchen Brenner dicht packen (Sauerstoffmangel in der 1. Stufe!) bis unter(!) die Sekundärluftzufuhr und dann von oben anzünden müsste tatsächlich ein relativ Qualm- und Teer freier Verbrennungsvorgang möglich sein.

          90% der Tests / Videos die ich sehe zeigen aber Leute, die vermeintliche Holzvergaser wie Feuerschalen oder Hobos bestücken (viel zu locker) und falsch anzünden (von unten).

          Disclaimer: Ist nur meine Meinung. Ich mag mich irren.

          mfG
          Zuletzt geändert von cephalotus; 23.01.2016, 16:16.

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          • wilbert
            Fuchs
            • 23.06.2011
            • 2415

            • Meine Reisen

            #6
            AW: LIXADA woodgas stoves

            Für mich ist ein Holzvergaser ein System, in welchem bei großer Hitze im Glutbett Holz unter sauerstoffmangel(!) unvollständig verbrannt und tweilweise vergast wird.
            In einer davon getrennten(!) 2. Phase werden durch Zufuhr von (erhitzter) Luft/Sauerstoff diese Pyrolysegase verbrannt.
            jupp,
            habe ich so gemacht, und funzt prima mit trockenem spaltholz.
            (beim längeren besser als beim kleinen wsg.)

            so eine füllung brennt ca. 30-40 min.











            leider sind die bedingungen nicht immer so optimal und pellets mitzuschleppen fände ich absurd.
            man könnte natürlich immer mit einer kleinen säge und einem messer an trockenes spaltholz drankommen. das ist etwas aufwendiger und nicht jedermanns sache...

            sobald man sich an einer "überfüllung" der brennkammer mit leicht feuchtem holz versucht, wird die ganze angelegenheit schwierig bis unmöglich.
            dann hilft es schlicht den woodgas stove im einfachen hobo-betrieb ins brennen zu bekommen.
            Zuletzt geändert von wilbert; 23.01.2016, 21:16.
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            • sigggi
              Dauerbesucher
              • 22.04.2011
              • 536

              • Meine Reisen

              #7
              AW: LIXADA woodgas stoves

              Zitat von cephalotus Beitrag anzeigen
              Würde man einen solchen Brenner dicht packen (Sauerstoffmangel in der 1. Stufe!) bis unter(!) die Sekundärluftzufuhr und dann von oben anzünden müsste tatsächlich ein realtiv qualm- und Terrfreier Verbrennungsvorgang möglich sein.mfG
              Dann ist es auch möglich. Leider sieht man das in vielen Vorführvideos immer wieder falsch.

              Ich habe zwei Lixada Holzvergaser (Typ2 und Typ4).
              Erst werden sie so dicht wie möglich voll gepackt (Holzstücke am Besten hinlegen) bis an die oberen Luftlöcher. Dann von oben angezündet.
              Wird der Hobo heiss bekommt das Brenngut nur noch wenig Luft von unten über die Feuerschale da, durch den Kamineffekt in der Doppelwandung, viel Luft unten abgesaugt wird. So kommt der Pyrolyseeffekt dann richtig in Gang.
              Daher ist es besser, dass dieser Holvergaser auf einem geschlossenem Boden steht sonst bekommt die Feuerschale ständig zu viel Luft.

              Übrigens kann man diese Holvergaser auch direkt mit Spiritus betreiben.
              Ganz normal aufbauen. Dann diese kleine Schale in die Feuerschale stellen, Spiritus rein und anzünden.
              Nach einer Weile ist auch hier wieder schön zu sehen wie die Flamme direkt über der Schale ausgeht und es nur noch, seitlich im Brennraum und oben an den Luftaustrittslöchern brennt. Dort brennen dann die Spritusdämpfe.
              Wahrscheinlich bewirkt auch hier die Kaminwirkung in der Doppelwandung das nur noch wenig Luft in den unteren Brennraum gelangt.
              Allerdings lässt sie diese Sache schlecht regeln. Brennt schnell ab bringt aber sehr viel Hitze.
              In der Praxis ist es natürlich besser man stellt einen Spiritusbrenner rein, oder eben artgerecht mit Holz betreiben.
              Zuletzt geändert von sigggi; 23.01.2016, 20:28.

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              • wilbert
                Fuchs
                • 23.06.2011
                • 2415

                • Meine Reisen

                #8
                AW: LIXADA woodgas stoves

                Daher ist es besser, dass dieser Holvergaser auf einem geschlossenem Boden steht sonst bekommt die Feuerschale ständig zu viel Luft.
                wenn der wgs. mit überfüllung zu schnell brennt, habe ich zeitweise die unteren luftlöcher mit einem streifen alufolie abgedeckt. sobald nur noch holzkohle zum vergasen übrig ist, muss die abdeckung wieder weggenommen werden, sonst bekommt die kohle zu wenig luft.

                ... warum gibt es eigentlich keinen wgs. mit einem simplen regulierring unten an den luftlöchern?
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                • sigggi
                  Dauerbesucher
                  • 22.04.2011
                  • 536

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: LIXADA woodgas stoves

                  Zitat von wilbert Beitrag anzeigen
                  wenn der wgs. mit überfüllung zu schnell brennt, habe ich zeitweise die unteren luftlöcher mit einem streifen alufolie abgedeckt.
                  Hab mich schon gewundert warum deine Hobos außen so angelaufen sind.
                  Wahrscheinlich schlägt die Hitze von der Brennkammer durch bis an die Aussenwand wenn Du die Löcher abdeckst und so den Kamineffekt vollständig unterbindest.
                  Der Kamineffekt kühlt ja auch die Aussenwand von Ober- und Unterteil.

                  Meine Hobos sehen aussen noch aus wie am ersten Tag - naja fast.

                  Zitat von wilbert Beitrag anzeigen
                  ... warum gibt es eigentlich keinen wgs. mit einem simplen regulierring unten an den luftlöchern?
                  Weil das bei Holz, im Gegensatz zu Kohle, immer zu einer unvollständigen Verbrennung führt.
                  Holz sollte immer unter "Volllast" brennen.
                  Eigentlich kann man so einen Hobo nur durch die Brennstoffmenge und entsprechende Brennstoffzugabe regulieren.
                  Zuletzt geändert von sigggi; 23.01.2016, 18:21.

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                  • wilbert
                    Fuchs
                    • 23.06.2011
                    • 2415

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: LIXADA woodgas stoves

                    @cephalotus
                    Würde man einen solchen Brenner dicht packen (Sauerstoffmangel in der 1. Stufe!) bis unter(!) die Sekundärluftzufuhr und dann von oben anzünden müsste tatsächlich ein relativ Qualm- und Teer freier Verbrennungsvorgang möglich sein.
                    diese art der verbrennung ist im letzten drittel zu beobachten, (ca. 10 min. lang) da ist nur noch holzkohle übrig und die flamme brennt fast sauber.


                    ... aber Systeme wie den Solostove könnte man durchaus so benutzen, dass man den tatsächlich nur bis unter die Sekundärluftzufuhr befüllt, so dass Pyrolysegase tatsächlich vollständig in den 2. Phase gelangen.
                    ein vergleich mit dem solostove wäre interessant. ich vermute allerdings, dass sich beide systeme nicht sehr unterscheiden.







                    Zuletzt geändert von wilbert; 23.01.2016, 21:20.
                    www.wilbert-weigend.de

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                    • Tie_Fish
                      Alter Hase
                      • 03.01.2008
                      • 3550

                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: LIXADA woodgas stoves

                      Zitat von cephalotus Beitrag anzeigen
                      Ich frage mich, ob die Dinger so betrieben wirklich Holzvergaser sind.
                      Einige der als Holzvergaser angebotenen Öfen können schon rein theoretisch keine Holzvergaser sein, weil die Löcher z.B. von der Fläche/Durchlassmenge nicht zum Strömungsraum zwischen den Wänden passen oder kein ausreichender Sauerstoffmangel entsteht, weil das Rost viel zu luftdurchlässig dimensioniert ist. Lässt sich aber auch bei so kleinen Dingern schwer machen, wie ich selbst feststellen musste. Die Flamme eines perfekten Holzvergasers dürfte man kaum sehen, ähnlich wie beim Gasherd, die Flamme dürfte nicht rußen und die Töppe dürften bestenfalls anlaufen.

                      Aber danke für den tollen Bericht! Ist immer wieder interessant zu lesen.

                      btw: Warum baut keiner mal einen Holzvergaser unter 100 Gramm?
                      Grüße, Tie »

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                      • sigggi
                        Dauerbesucher
                        • 22.04.2011
                        • 536

                        • Meine Reisen

                        #12
                        AW: LIXADA woodgas stoves

                        Zitat von Tie_Fish Beitrag anzeigen
                        ...oder kein ausreichender Sauerstoffmangel entsteht, weil das Rost viel zu luftdurchlässig dimensioniert ist.
                        Ich finde beim Lixada Holvergaser hat man da einen guten Kompromiss gefunden.
                        Sekundär- und Primärluft bekommen ihre Luft gemeinsam durch die Bohrungen im Unterteil.
                        Durch die Erwärmung verschiebt sich der Anteil immer mehr in Richtung Sekundärluft weil die Doppelwandung dann richtig "zieht".
                        Wenn man diesen Holzvergaser mit Pellets füllt sieht man gut wie das Ganze funktioniert. Es entsteht unten tatsächlich ein Sauerstoffmangel.
                        In der Praxis wird man hier kaum das Optimum erreichen, da man mit dem Holz heizen muss was man gerade zur Verfügung hat.

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                        • AlfBerlin
                          Gesperrt
                          Alter Hase
                          • 16.09.2013
                          • 3921

                          • Meine Reisen

                          #13
                          AW: LIXADA woodgas stoves

                          Wichtig ist, dass der Holzvergaser auch noch funktioniert, wenn die Verbrennung im Sekundärbereich zusammenbricht. Er braucht genug Primärluft, um in Gang zu kommen.

                          Damit möglichst Viel Primärluft in den Brenner kommt haben Bushbuddy und Solo-Stove einen Drahtgitter-Rost.

                          Die zusätzlichen seitlichen Löcher, die Wilbert am unteren Brennraum-Rand und in den Brennraum-Boden gebohrt hat, finde ich auch sinnvoll.

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                          • pibach
                            Erfahren
                            • 26.11.2013
                            • 200

                            • Meine Reisen

                            #14
                            AW: LIXADA woodgas stoves

                            Zitat von AlfBerlin Beitrag anzeigen
                            Wichtig ist, dass der Holzvergaser auch noch funktioniert, wenn die Verbrennung im Sekundärbereich zusammenbricht. Er braucht genug Primärluft, um in Gang zu kommen.
                            Du sagst es.

                            Wenn man die Primärluft zu sehr drosselt, glimmt der Primärbereich nur rum und erzeugt zu wenig Hitze, um die Sekundärverbrennung (wieder) zu zünden. Dazu ist nicht nur das Verhältnis der Löcher wichtig, sondern z.B. auch der Abstand zwischen Primär und Sekundärflamme und - mein Steckenpferd - eine gebündelte Flammenführung durch einen Dom, und je nachdem ob man einen Topf drauf stellt auch die weitere Konstruktion von Topfständer und Topf, die darf den Luftstrom nicht zu sehr blockieren, damit die Kamin-Sogwirkung sich ausreichend entfalten kann.

                            Gitterrrost sorgt gegenüber Löchern besser dafür, dass Asche durchrieseln kann.
                            Und besser mit a) Bodenplatte zur besseren Isolierung und auch für einfacheres Handling, b) weitere Bodenwanne, damit die Asche nicht die Primärlöcher verstopfen kann und auch weniger windabhängig ist.

                            Das geht aber nicht mit diesen 3-teiligen Stecklösungen. Da man den Raum zum Transport mit Topf und Utensilien befüllen kann, finde ich eine 2-Teilige Lösung (WGS plus Dom/Topfhalter dazu) daher besser als eine 3-teilige.

                            Eine gute Holzgas-Verbrennung mit frischem Naturholz über den ganzen Brenn- bzw. Kochvorgang aufrecht zu erhalten ist aber kaum machbar. Von daher stehe ich dem Konzept inzwischen wieder etwas kritischer gegenüber. Als saubere Kochlösung funktioniert es eigentlich nur mit Pellets oder trockenem Spaltholz. Hat dann gegenüber Gas immerhin den (kleinen) Vorteil des problemlosen Flugtransportes. Und für ein Heiz- bzw. Stimmungsfeuerchen gewäheren die WGS zu wenig Wärmeabstrahlung bzw. Einsicht, da müsste man eher was aus Glas bauen mit einem Wärmeleitschirmchen...

                            Mit Lampenöl brennen die zwar auch gut und rußfrei, aber man muss immer fein dosiert nachwerfen - was konstant brennendes ist mir da noch nicht gelungen (finde ich aber nach wie vor spannend).

                            Ansonsten aber immer gut für pyromanen Diskussionsstoff.

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                            • wilbert
                              Fuchs
                              • 23.06.2011
                              • 2415

                              • Meine Reisen

                              #15
                              AW: LIXADA woodgas stoves

                              Und für ein Heiz- bzw. Stimmungsfeuerchen gewäheren die WGS zu wenig Wärmeabstrahlung bzw. Einsicht, ...
                              ja, ich habe einmal vergleichsweise den pico-85 mit feuchtem knickholz angefeuert. dieser brenner gab deutlich mehr strahlungswärme ab.
                              die rauchentwicklung war allerdings während des gesamten brennvorgangs viel stärker als beim wgs-1. wenn der erstmal auf temperatur war, gab es nur beim nachlegen eine kurze qualmphase.

                              Mit Lampenöl brennen die zwar auch gut und rußfrei, aber man muss immer fein dosiert nachwerfen - was konstant brennendes ist mir da noch nicht gelungen (finde ich aber nach wie vor spannend).
                              vielleicht bietet sich als unterbau solch ein tank mit dochten an?
                              http://de.aliexpress.com/item/Free-D...7-fdf07f79636f
                              alles UH, aber zum spielen ...
                              www.wilbert-weigend.de

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                              • pibach
                                Erfahren
                                • 26.11.2013
                                • 200

                                • Meine Reisen

                                #16
                                AW: LIXADA woodgas stoves

                                Zitat von wilbert Beitrag anzeigen
                                vielleicht bietet sich als unterbau solch ein tank mit dochten an?
                                Genau.
                                Man muss den Tank thermisch isolieren.
                                Gibt zu solchen Blue Flame Brennern auch paar UL Ansätze. Bastelideen, Experimente, weitere Links dazu würde ich sehr spannend finden (eher anderer Thread).

                                Für den Stimmungsfaktor (und verbesserten Durchzug) ist ein Glaszylinder denkbar, so wie bei der FireFly Lantern:

                                https://youtu.be/ncZml3wA9Oo

                                Der scheint insgesamt recht schlau konstruiert.
                                Dazu gibt es übrigens auch einen Doppelwand Topf, der gleichzeitig als Schornstein fungiert (StoveTec Super Pot).

                                Wenn es aber nur ums Wassererhitzen geht ist sowas wie der Sigg Stove von Zelph genial: https://youtu.be/fj2jtSir7sU

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                                • sigggi
                                  Dauerbesucher
                                  • 22.04.2011
                                  • 536

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  AW: LIXADA woodgas stoves

                                  Zitat von wilbert Beitrag anzeigen
                                  ... warum gibt es eigentlich keinen wgs. mit einem simplen regulierring unten an den luftlöchern?
                                  Bei dem hier könnte man das einfach anbauen.

                                  Ich habe das mal bei meinem Lixada versucht indem ich dieses kleine Schälchen unter die Feuerschale gestellt habe.
                                  Dann habe ich mir eine einfache Hubvorrichtung aus einer Fahrradspeiche gebogen und habe, als die Verbrennung richtig in Gang war, das Schälchen unter die Feuerschale gedrückt. So konnte ich die Primärluftzufuhr regeln. Funktioniert mit trockenem Holz ganz gut. Man kann so wirklich eine blaue Flamme erzeugen.
                                  Wenn ich wieder fit bin (hab grad ne doppelte Leistenbruch Op hinter mir) werde ich das mal mit "Outdoorholz" testen. Wenn das funktioniert werde ich meine Fahrradspeichenvorrichtung noch etwas verbessern und stelle dann ein paar Fotos hier rein.

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                                  • wilbert
                                    Fuchs
                                    • 23.06.2011
                                    • 2415

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    AW: LIXADA woodgas stoves

                                    Wenn ich wieder fit bin (hab grad ne doppelte Leistenbruch Op hinter mir) werde ich das mal mit "Outdoorholz" testen. Wenn das funktioniert werde ich meine Fahrradspeichenvorrichtung noch etwas verbessern und stelle dann ein paar Fotos hier rein.
                                    super, das klingt ineressant.


                                    ich hatte mal einen einfachen leistenbruch. das war nicht wirklich spaßig.
                                    OT: "alt werden ist nichts für sissys"

                                    gute besserung!
                                    -wilbert-
                                    www.wilbert-weigend.de

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                                    • sigggi
                                      Dauerbesucher
                                      • 22.04.2011
                                      • 536

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      AW: LIXADA woodgas stoves

                                      Zitat von wilbert Beitrag anzeigen
                                      OT: "alt werden ist nichts für sissys"
                                      -wilbert-
                                      Da hilft nur - Ziele setzen.
                                      Daher ist dieses Jahr wieder die Grenzsteintrophy geplant.

                                      Mit meinem Enkel dann noch eine Wanderung, mit Zelt und Rucksack, von Ditfurt (Harz) nach Schwerte. Bis dahin muss die Hobo-Testphase abgeschlossen sein.

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                                      • pibach
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                                        • 26.11.2013
                                        • 200

                                        • Meine Reisen

                                        #20
                                        AW: LIXADA woodgas stoves

                                        Ich hab jetzt diesen hier geordert:
                                        http://www.aliexpress.com/item/Free-...955552569.html

                                        Werde dann berichten.

                                        Hatte den hier im Forum schon mal einer?

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