Halbseile zum Alpinklettern

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  • Schattenschläfer
    Fuchs
    • 13.07.2010
    • 1142

    • Meine Reisen

    #21
    AW: Halbseile zum Alpinklettern

    50 oder 60m je nach angestrebten Touren. Mit 60m hast du mehr REserve und kannst öfters mal was zusammenhängen, das Mehrgewicht muss man dafür tragen. Einige wenige Abseilpisten gehen mit 50m nicht, muss man halt verzichten.

    Wenn Geld nicht so wichtig ist:
    Voll imprägniert, weil weniger Schmutz und auch als Gletscherseil verwendbar, vermutlich langlebiger.
    Dehnung/ Normstürze relativ egal.
    Farbe je nach Wunsch, gerne gut sichtbar und vor allem gut sichtbare Mittenmarkierung.
    Durchmesser: Je dünner, umso leichter, umso (tendenziell) teurer und tendenziell weniger langlebig.

    Halten tun alle, so wahnsinnig gr0ß sind die Unterschiede nicht. Auch das pfund mehr oder weniger spielt bei 70kg Körpergewicht nicht so die kriegsentscheidende Rolle. Ich hätte keine Lust, andauernd neues Material zu kaufen und gehe eher Richtung "Langlebig und robust".
    Wer ultralightExpressen vergleicht, hat vermutlich andere Vorlieben, musst du dir halt überlegen.

    Oder du gehst in den FAchhandel, und kaufst einfach zielsicher das teuerste.

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    • Flachlandtiroler
      Freak
      Moderator
      Liebt das Forum
      • 14.03.2003
      • 23468

      • Meine Reisen

      #22
      AW: Halbseile zum Alpinklettern

      Je länger das Seil, desto mehr muss Du einholen
      Gibt natürlich "moderne" Routen mit mehr als 50m Seillängen oder auch entsprechende Abseilen.
      Aber in den älteren Routen sind die Seillängen oft nur so um 30m und den Rest musst Du jedesmal hinterherzerren.
      Meine Reisen (Karte)

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      • TeilzeitAbenteurer
        Fuchs
        • 31.10.2012
        • 1212

        • Meine Reisen

        #23
        AW: Halbseile zum Alpinklettern

        Yay, ein neuer Ausrüstungstheoriefaden

        Zitat von Venyo Beitrag anzeigen
        Welche Eigenschaften haltet ihr für besonders wichtig?

        Imprägnierung - eine Imprägnierung von außen gegen Schmutz, Wasser und UV-Strahlung ist denke ich nicht verkehrt für die Langlebigkeit. Weniger sicher bin ich mir, wie sinnvoll eine Mantel-Imprägnierung ist, wenn ich nicht Eisklettern gehe? (Imprägnierte Seile sind flutschig, da muss ich aufpassen, berücksichtige ich)
        Imprägnierung halte ich vor allem für den Mantel für relevant, weil dadurch das Seil (solltest du wirklich mal in den Regen kommen, was sich bei geeigneter Planung eigentlich vermeiden lassen sollte) nicht so viel Wasser aufnimmt und dann schwer und schlecht benutzbar wird.
        Kernimprägnierung braucht es nach meinem Verständnis nur, wenn das Risiko besteht, dass das ganze Ding einfriert.
        Auf der anderen Seite ist ein Seil mit Imprägnierung natürlich rutschiger.

        Zitat von Venyo Beitrag anzeigen
        Gewicht - da hätte ich gerne wie immer so wenig wie möglich, außer man erkauft sich mit einem Mehrgewicht einen entscheidenden (!) Vorteil
        Dickere Seile sind tendenziell robuster gegen Kantenschnitt und erzeugen mehr Reibung im Sicherungsgerät.


        Zitat von Venyo Beitrag anzeigen
        Mantel-Kern-Verbindung - heißt bei Beal Unicore, bei Tendon Tefix (bei anderen Marken weiß ichs nicht). Wie sinnvoll haltet ihr so etwas, um Mantelverschiebungen zu vermeiden?
        Ich reite gerade mein viertes Seil durch. Von denen hatte eins Mantelverschiebung, war aber zu dem Zeitpunkt allgemein schon ziemlich durch. Von daher würde ich das Thema nicht überbewerten. Mein neues Seil ist allerdings eins mit Unicore. Ich bin gespannt, was da passieren wird.

        Zitat von Venyo Beitrag anzeigen
        Dynamische Seildehnung - da gibts ja echt deutliche Unterschiede... Weiß jemand, wie groß da in der Praxis die Unterschiede in der Sturzhöhe sind? Andererseits möchte man bei mobilen Sicherungsmitteln einen möglichst geringen Fangstoß - man kann da wahrscheinlich negative Erfahrungen in beide Richtungen machen.
        Auf dem Papier gibt's da recht deutliche Unterschiede. In der Praxis ist zumindest den outdoorgearlab-Tests zufolge, die du ja anscheinend auch gerne liest, kein eindeutiger Zusammenhang zwischen Fangstoß und gefühltem Fangstoß zu erkennen. Ob das bei der Belastung der Zwischensicherungen anders ist? Spekulativ.
        Im alpinen, vor allem in niedrigeren Schwierigkeitsgraden, möchtest du in aller Regel gar nicht stürzen, weil ein Sturz drei Meter über der letzten Sicherung in geneigtem Gelände so oder so höchstwahrscheinlich unschöne Folgen hat. Dann spielen noch so viele weitere Faktoren eine Rolle (Seilreibung, weiche oder harte Sicherung...), dass ich kaum glaube, dass die Seildehnung irgendeinen praxisrelevanten Unterschied macht.
        Im Zweifelsfall würde ich eher zum weicheren Seil greifen, weil das sanfter bremst und damit etwas mehr Kontrolle über die Landung ermöglichst.

        Zitat von Venyo Beitrag anzeigen
        Anzahl der Normstürze - ist ein Seil mit angegebenen 9 Normstürzen im Einfachstrang immer langlebiger als eines mit 6?
        Nö, due Normstürze sagen praktisch nichts über die Haltbarkeit aus. In der Regel, zumal bei Seilen für's alpine, sortieren die meisten ihre Seile aus, weil sie alt und pelzig sind, was mehr mit den Klettermetern zusammenhängt, als mit der Anzahl der Stürze.

        Zitat von Venyo Beitrag anzeigen
        Gibts weitere Punkte, auf die man achten sollte?
        Jetzt meine 2 Cent:
        Ich überlege, perspektivisch meine Halbseile auszusondern, weil sie ca. 8 Jahre alt sind und an einem 10 Meter fehlen, die mal am Berg zurückgeblieben sind. Ich schätze, dass unsere potentiellen Anforderungen gar nicht so weit auseinander liegen.
        Ich würde mir Seile mit Doppelzertifizierung (Zwillings-/Halbseil) kaufen. Die kann ich in der Zwillingsseiltechnik und trotzdem im Zweifelsfall mit zwei Nachsteigern benutzen (hab ich mit den Halbseilen auch gemacht, ist halt auch total egal, so lange man nicht reinfällt). Fangstoß ist für mich aus genannten Gründen tatsächlich nachrangig. Imprägnierung war bei meinen bisherigen verschwendet; nie nass, zu wenig Meter, jetzt sind sie alt, sehen aber eigentlich noch ziemlich gut aus. Trotzdem könnte ich mir vorstellen, für den Fall der Fälle doch wieder eins mit Imprägnierung zu nehmen.
        Meine Entscheidung wären daher die billigsten, mitteldicken (>8mm) Seile mit Doppelzertifizierung, die mir über den Weg laufen. Wenn es ein gutes Angebot ist, könnte ich auch bei der Imprägnierung schwach werden.
        Bezüglich der Seillänge gibt's so ne und solche Ansichten. Ich würde eher 60 m nehmen. Die Seillängen sind seltenst größer als 50 Meter, bei Abseilstellen sieht das häufiger mal anders aus. Vom Filderchöpf sind wir mit effektiv 50 Metern gerade so wieder heruntergekommen, weil man die letzten Meter gut abklettern konnte.

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        • Flachlandtiroler
          Freak
          Moderator
          Liebt das Forum
          • 14.03.2003
          • 23468

          • Meine Reisen

          #24
          AW: Halbseile zum Alpinklettern

          Zitat von TeilzeitAbenteurer Beitrag anzeigen
          Bezüglich der Seillänge gibt's so ne und solche Ansichten. Ich würde eher 60 m nehmen. Die Seillängen sind seltenst größer als 50 Meter, bei Abseilstellen sieht das häufiger mal anders aus. Vom Filderchöpf sind wir mit effektiv 50 Metern gerade so wieder heruntergekommen, weil man die letzten Meter gut abklettern konnte.
          Da mache ich mal ein neues Thema draus...
          Meine Reisen (Karte)

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