Jacken bzw. Oberbekleidung bei Fjälltouren

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  • moda
    Erfahren
    • 26.09.2007
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    Jacken bzw. Oberbekleidung bei Fjälltouren

    Hallo zusammen,
    hier ein Thema, wo ich nicht wirklich was gefunden habe im Forum, sehr wohl aber hier:

    https://www.winterfjell.de/etaproof-...elbst-genaeht/


    Gore-Tex (oder eben Jacken mit einer Membrane) neigen im Winter dazu - insbesondere bei Wind - zu gefrieren, und dann geht kein bischen an Feuchtigkeit mehr nach draussen. Im Endeffekt friert die gesamte Feuchtigkeit innen an der dem Wind zugewandten Seite ein, es entsteht eine einzige Eisschicht in der Jacke.
    Selbst wenn nicht zugefroren, so entsteht doch oft viel Feuchtigkeit im Inneren und die bleibt dort auch. Dies führt dazu, das die andere Kleidung sich mehr und mehr mit Feuchtigkeit sätigt - es wird einem kalt, und es kann gefährlich werden.

    Mir ist eine Event Jacke (und die atmen besser als Gore-Tex) auf dem Kungsleden im Winter gefroren. Eine Gore Tex Jacke hat genaus das gleiche im Winter auch bei mir gemacht.

    Deshalb wird oft zu SoftShell oder Baumwoll-Anoraks geraten.

    Auch gibt es eine spezielle Variante - habe ich bei einem schwedischen Militäranbieter gesehen - wo über die Goretex noch ein Cordura oder Baumwollanorak kommt. In solch einem Fall ist die Goretex im warmen und funktioniert weiterhin. Aber ob es das braucht ...?

    Bei Baumwoll-Anoraks fallen mir folgende ein:

    Fjäll Räven Singi Anorak
    https://www.fjallraven.com/eu/en-gb/...singi-anorak-m

    Fjäll Räven Varadg Anorak
    https://www.fjallraven.com/eu/en-gb/...ardag-anorak-m

    UK SAS Windproof Smock - nur die Tarnfarbe ist so-da-la
    https://www.youtube.com/watch?v=bubCPESqasM
    https://www.youtube.com/watch?v=kvQhiNkoyew


    Alle diese Anoraks sind aus Baumwolle oder Baumwolle und Polyester.

    Was habt ihr für Erfahrungen gemacht mit solchen Anoraks aus Baumwolle?
    Oder doch lieber Softshell? Viele sind wohl von Gore-Tex zu SoftShell gegangen und schlussendlich doch zu Baumwolle ...
    It's just ME, MYSELF and I

  • walnut
    Fuchs
    • 01.04.2014
    • 1119
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    • Meine Reisen

    #2
    Ich hab nen Anorak von Bergans aus Baumwoll-Polyester Mischgewebe den ich bei solchen Touren trage.
    Keine Ahnung obs den noch gibt.
    Er hat den Nachteil dass wenn es zu warm ist, sprich der Schnee schmilzt auf der Jacke er irgendwann nass wird und dann dauerts ewig mit trocknen.
    Bei trockener Kälte gibts allerdings nichts besseres dafür nach meinem Empfinden.

    Ich bin allerdings auch schon mit Gorejacke ohne Probleme unterwegs gewesen, die ziehe ich dann allerdings nur bei entsprechendem Wetter, sprich waagerechter Schnee oder generell viel Wind an und war dann immer froh um den Windschutz. Das bisserl eventuellen Reif konnte ich immer rausschütteln, kein Problem.

    Softshell war mir nix, irgendwie die Nachteile aus beiden kombiniert.

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    • Moltebaer
      Freak

      Liebt das Forum
      • 21.06.2006
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      • Meine Reisen

      #3
      Ich fahre gut mit ner Softshell, darunter nem Fleece oder bei besserem Wetter T-Shirt und Windjäckchen. Bei Pausen kommt ne Daunenjacke drüber.
      Wandern auf Ísland?
      ICE-SAR: Ekki týnast!

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      • moda
        Erfahren
        • 26.09.2007
        • 139
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        • Meine Reisen

        #4
        Was für eine SoftShell, um eine Referenz zu haben ...?
        It's just ME, MYSELF and I

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        • Moltebaer
          Freak

          Liebt das Forum
          • 21.06.2006
          • 12288
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          • Meine Reisen

          #5
          Eine alte, schwarze Haglöfs.
          Wandern auf Ísland?
          ICE-SAR: Ekki týnast!

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          • moda
            Erfahren
            • 26.09.2007
            • 139
            • Privat

            • Meine Reisen

            #6
            Sprich, nicht ein besonders dickes SoftShell, wie sie teilweise bei Mammut und anderen Hochtouren-Jacken verwendet werden?
            It's just ME, MYSELF and I

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            • codenascher

              Alter Hase
              • 30.06.2009
              • 4976
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              • Meine Reisen

              #7
              Ich war heuer auf meiner dritten Wintertour. Meine Jacke für alle Fälle, meine Paramo Alta.

              Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

              meine Weltkarte

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              • moda
                Erfahren
                • 26.09.2007
                • 139
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                • Meine Reisen

                #8
                Paramo ist ja ohne Membrane, das ist glaube ich so eine Mischung aus Soft-Shell und Gore-Tex. Ist bei starkem Regen wohl nicht wasserdicht, aber bei allem anderen +- schon. Wird wahrscheinlich sehr dampfdurchlässig sein?
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                • Bulli53
                  Fuchs
                  • 24.04.2016
                  • 2058
                  • Privat

                  • Meine Reisen

                  #9
                  Snowsled aus GB fertigt Kleidung aus Ventile und nimmt auch Anpassungen vor. Jedenfalls vor ca. 15 Jahren.
                  mich wundert, das noch niemand Fjällräven Numbers in den Ring geworfen hat.

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                  • Vintervik

                    Fuchs
                    • 05.11.2012
                    • 1929
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                    • Meine Reisen

                    #10
                    Habe seit zwei Wintern die Bergans Arctic Expedition Jacket, mit Dermizax-NX-Membran.
                    Die beste Wintertourjacke, die ich bisher hatte. Wind- und wasserdicht, sehr geräumig und mit einer Länge, die über die Hüften geht. Sie ist mir auch bisher nicht von innen gefroren.

                    Baumwolle ist bei kalten, trockenen Temperaturen gut. Die letzten Winter gab es leider immer mal wieder Wärmeperioden mit Regen, für solche Fälle muss man dann neben der Baumwolle auch Regenkleidung dabei haben.

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                    • Gurten
                      Erfahren
                      • 08.02.2022
                      • 101
                      • Privat

                      • Meine Reisen

                      #11
                      Hatte mir für meine erste Winter (Hütten) Tour den Windproof Anorak von Varusteleka gekauft, da ich noch keine Erfahrung mit Anoraks hatte und mir keinen hochpreisigen zum Testen kaufen wollte. Ist auch einer der wenigen Anoraks der beidseitig einen Reissverschluss hat, welcher auch unter die Achseln geht.

                      War zufrieden, einzig die leicht raue Oberfläche ist nicht so ideal, da Schnee ein bisschen hängen bleibt. Ich habe ihn aber auch nicht gewachst.

                      Hab jetzt aber auf eine Fjällräven Bergtagen Jacke (G1000) gewechselt, da mich das über den Kopf ziehen der Anoraks nervt und der Frontzip einer Jacke doch noch gut fürs lüften ist.

                      Vermisse aber die riesige Tasche

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                      • Fjaellraev
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                        Liebt das Forum
                        • 21.12.2003
                        • 13981
                        • Privat

                        • Meine Reisen

                        #12
                        Zitat von Vintervik Beitrag anzeigen
                        Baumwolle ist bei kalten, trockenen Temperaturen gut. Die letzten Winter gab es leider immer mal wieder Wärmeperioden mit Regen, für solche Fälle muss man dann neben der Baumwolle auch Regenkleidung dabei haben.
                        Oder halt eben nur eine Membranjacke - tragen oder ziehen muss man die Zusatzsachen ja auch immer.
                        Seit Jahr und Tag (Genauer 2001 ) im Sommer wie im Winter: Berghaus Trango Extrem (Still going strong...)
                        Klar bildet sich ab und zu mal etwas Eis auf der Innenseite. Aber was machts? Wenn man rechtzeitig daran denkt bewegt man sich eben etwas langsamer, und neuere Jacken sollen ja auch Lüftungsreissverschlüsse haben.
                        Es gibt kein schlechtes Wetter,
                        nur unpassende Kleidung.

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                        • karlson
                          Dauerbesucher
                          • 22.10.2005
                          • 869
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                          #13
                          Der Sasta Peski Anorak aus Ventile ist top für den Winter, insbesondere mit Pelzkragen. Tilak Odin hab ich ebenfalls ausprobiert, aber die ist mir für den Winter zu kurz/sportiv geschnitten und die Kapuze ist Murks. Die ganzen Mischgewebe Jacken find ich wegen des zu geringen Wetterschutzes irgendwie witzlos.

                          Ich hadere im Moment mit Baumwolljacken für Wintertouren. Ich finde vor allem die Winddichte nicht ausreichend. Die Teile halten weniger Wind ab als ein billiges leichtes Windshirt und wiegen dafür verdammt viel. Der Windschutz hat bei mir schon mehrfach nicht gereicht, so dass ich mir oberflächliche Erfrierungen geholt habe obwohl mir durch die Aktivität fast zu warm war. Ich muss dazu sagen, dass mir bis -20 + Wind ein langärmliges Shirt (Aclima Hotwool) + Shell meist ausreicht. Mit der Hardshell auf die ich dann wechseln musste hatte ich diese Probleme nicht. Wider Erwarten hatte ich auch keine Probleme mit Wärmestau und Eisbildung. Wenn ich zu viel Eis in de Jacke hab, dann hab ich zu viel an. Und das schöne ist ja auch, dass man die Hardshell im worst case auf links zieht, schüttelt und dann ist wieder alles in Butter. Der nass geschwitzte Baumwoll Anorak braucht da längeres Trockentragen. Mir kann der Baumwollanorak tatsächlich zu wenig für das Gewicht, ich werde nächsten Winter mal nur mit guter Hardshell losziehen und den Anorak nur für Touren mit Feuer einsetzen.

                          Softshells mit Futter finde ich definitiv zu warm und dazu halten sie mir viel zu viel Feuchtigkeit. Das hat bei mir nie funktioniert. Softshells ohne Futter sind aber teilweise sehr gut.
                          Most problems in life can be solved with paracord. For everything else, there is ductape!

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                          • Shweast
                            Anfänger im Forum
                            • 26.01.2014
                            • 30
                            • Privat

                            • Meine Reisen

                            #14
                            Ich habe die Bergans ANTARCTIC Expedition Jacket.

                            Im Gegensatz zur oben bereits genannten Arctic Expedition Jacket hat die Antarctic Jacke keine Membran, sondern besteht nur aus Polyamid.

                            Die Jacke ist schön lang und hat eine super Kapuze welche ab Werk mit einem Klett ausgestattet ist um ein Fell aufzunehmen (absolute Empfehlung, das Fell ist bei Sturm ein absoluter Gamechanger).

                            Des weiteren ist sie wirklich top atmungsaktiv (was meine Goretex Pro Shell nicht von sich behaupten kann).

                            Alle Reißverschlüsse sind mit Bändeln versehen um sie auch mit dicken Handschuhen bedienen zu können und die Jacke ist absolut winddicht.

                            Ich war mit ihr bisher 2x Ende Februar/ Anfang März auf dem Kungsleden unterwegs und sie hat sich neben meinen Rab Daunenbooties zum liebsten Ausrüstungsstück gemausert.

                            Einziges Manko ist die Tatsache, dass die Jacke nicht komplett wasserdicht ist. Beim 1. Mal habe ich das Risiko hieraus durch eine UL- Regenjacke negiert und beim 2. Mal durch meinen Exped Duo UL bivvy, den man auch als Poncho nutzen kann. Das ist wohl der Preis für die astreine Armungsaktivität.


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                            • JanF
                              Anfänger im Forum
                              • 29.01.2019
                              • 11
                              • Privat

                              • Meine Reisen

                              #15
                              Ich trage eine Cumulus Climalite über einem sehr dünnen Kunstfaser-Longsleeve (Rohan Ultra Silver). Bei starkem Wind, Schneefall oder Temperaturen unter ca. -25 Grad (oder früh am Morgen) kommt dann noch eine DriDucks-Regenjacke drüber.
                              Wenn's warm/feucht wird, öffne ich den Reißverschluss ganz oder teilweise, nehm die Kapuze ab und/oder krempel die Ärmel hoch.

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                              • Rondane
                                Neu im Forum
                                • 07.02.2024
                                • 1
                                • Privat

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                                #16
                                Zitat von karlson Beitrag anzeigen
                                Der Sasta Peski Anorak aus Ventile ist top für den Winter, insbesondere mit Pelzkragen. Tilak Odin hab ich ebenfalls ausprobiert, aber die ist mir für den Winter zu kurz/sportiv geschnitten und die Kapuze ist Murks. Die ganzen Mischgewebe Jacken find ich wegen des zu geringen Wetterschutzes irgendwie witzlos.

                                Ich hadere im Moment mit Baumwolljacken für Wintertouren. Ich finde vor allem die Winddichte nicht ausreichend. Die Teile halten weniger Wind ab als ein billiges leichtes Windshirt und wiegen dafür verdammt viel. Der Windschutz hat bei mir schon mehrfach nicht gereicht, so dass ich mir oberflächliche Erfrierungen geholt habe obwohl mir durch die Aktivität fast zu warm war. Ich muss dazu sagen, dass mir bis -20 + Wind ein langärmliges Shirt (Aclima Hotwool) + Shell meist ausreicht. Mit der Hardshell auf die ich dann wechseln musste hatte ich diese Probleme nicht. Wider Erwarten hatte ich auch keine Probleme mit Wärmestau und Eisbildung. Wenn ich zu viel Eis in de Jacke hab, dann hab ich zu viel an. Und das schöne ist ja auch, dass man die Hardshell im worst case auf links zieht, schüttelt und dann ist wieder alles in Butter. Der nass geschwitzte Baumwoll Anorak braucht da längeres Trockentragen. Mir kann der Baumwollanorak tatsächlich zu wenig für das Gewicht, ich werde nächsten Winter mal nur mit guter Hardshell losziehen und den Anorak nur für Touren mit Feuer einsetzen.

                                Softshells mit Futter finde ich definitiv zu warm und dazu halten sie mir viel zu viel Feuchtigkeit. Das hat bei mir nie funktioniert. Softshells ohne Futter sind aber teilweise sehr gut.
                                Ein paar Fragen an Karlson:
                                -> Hast du den Sasta Peski Anorak denn ausprobiert und kannst uns berichten, was daran "top für den Winter" ist?
                                -> bezieht sich deine Kritik von "Baumwolljacken" denn nun auf Ventile/Etaproof-Jacken oder auf Jacken, die tatsächlich 100%Baumwolle haben oder auf die PolyCotton 65/35-Mischgewebe?

                                Ich selbst lebe im norwegischen Hinterland mit Winterzeiten von November bis April. Aktuell -25C und über 1 Meter Schnee. Ich fahre ab November jeden zweiten Tag im Fjell hinter dem Haus Ski (Fjellski), in einer normalen Arbeitswoche zwischen den Bürozeiten bis zu 100km. Die Temperaturen liegen idR bei -15C bis -30C. Dieser Winter überrascht mit Temperaturen, die oft falsch vorhergesagt wurden. So stand ich bei mehrtägigen Pulk-Touren oft bei -30C in der Mitte der Rondane, obwohl nur -15C vorhergesagt waren. So viel zu meinem "Test- und Wetteralltag".

                                Lange Rede, kurzer Sinn: Ich nutze als Außenschicht aktuell einen Anorak aus PolyCotton, der ungefähr eine 200er Stärke hat. Es stimmt natürlich nicht, dass PolyCotton 65/35 "nicht winddicht" wäre oder dass es dazu bis in Abgrund gewachst werden muss. Ob PolyCotton dicht ist, hängt schlichtweg von der Materialdichte ab. Natürlich (!) ist das G-1000 "Original" mit einer vermuteten 150er Dichte garantiert winddurchlässig und ein sicherer Todestipp bei -30C und 70km/h Wind. ABER ab einer Stärke, die ich ungefähr bei Lundhags LPC 205 sehe (exemplarisch) habe ich ausschließlich "winddichte" Erfahrungen gemacht.

                                Aufgrund der zig Touren pro Winter mit deutlich unter -20C kann ich jedenfalls jegliche unschöne GORE-Erfahrung (ich habe diverse Gore Pro Jacken) bestätigen: Vereiste Innenseiten, Dampf- und Nässestau bis auf den Baselayer. Es kommt schlicht darauf an, wozu ihr GORE oder Windstopper Membrane verwendet. Bei mäßiger körperlicher Tätigkeit und wenn es nicht zu kalt (ich spreche bei "kalt" von norwegischen -30C und nicht von mitteleuropäischen -3C) wird, wird es weitgehend funktionieren. Das Gore-Problem für den Fjellski- oder Langrenn-Wintersport besteht in der körperlichen Intensität. Es ist einfach nicht möglich, eine Fjellskitour mit einem 45KG-Pulk ins Gebirge zu machen und dabei nicht unkontrolliert zu schwitzen, daran ändern auch -30C nichts. GOREs Problem dabei ist nicht nur die mögliche Vereisung, sondern vor allem der allgemeine Rückstau an Feuchtigkeit (selbst wenn die Membran weitgehend funktioniert), der nach meiner Erfahrung bis auf den Baselayer reicht. Wenn ich von meiner typischen Winterfjelltour komme und eine GorePro Jacke anhatte, dann ist der Baselayer mit 100%iger Sicherheit so durchgeschwitzt, dass ich das Stück nicht in den Wäschebehälter werfen mag, sondern vorab zum trocknen aufhängen muss.
                                Gestern kam ich von einer kurzen 15KM-Skitour ("schwüle" -13C bis -20C - nur leichter Südwind, kaum Schneefall, 470 Höhenmeter, Fischer Transnordic 66 Ski, keine Løype sondern selbst Spuren ziehen) aus dem Fjell nachhause, zog den PolyCotton Anorak aus und fand ein knochentrockenes Baselayer Shirt darunter. Das Micro-Fleece darüber war ca 85% trocken. Der relativ schwere 1300g-Anorak eines unbekannten schwedischen Herstellers war lediglich an den äußersten Schulterblättern durchfeuchtet und klamm (irgendwo muss der Schweiß ja schließlich nach außen). Unter identischen Bedingungen hätte ich mit GORE Pro ein komplett nassen Base-und Midlayer gehabt. Bevor ich PolyCotton Anoraks im Wintersport trug, weil mich norwegische Nachbarn freundlich belehrten, dachte ich, dass dieses saunenhafte Gore-Geschwitze im Wintersport mit Fjellski normal und unvermeidbar wäre.

                                Das ändert für mich nichts daran, dass ich aus grundsätzlichen Sicherheitserwägungen niemals eine mehrtägige Pulk-Tour ins norwegische Winterfjell OHNE Gore-Jacke (im Pulk als Backup) machen würde. Auch im Sommer bei den zahlreichen Rucksack und Zelttouren in die norwegische Wildnis habe ich prinzipiell irgendein Hardshell dabei und keine PolyCotton-Jacke (viel zu schwer für eine Langstreckentour mit Zelt).

                                Demnächst werde ich mal einen Ventile Anorak ausprobieren. Die für mich spannendste Frage lautet, ob die Ventile/Etaproof Atmungsaktivität wirklich (???und um wieviel Prozent???) besser ist als bei PolyCotton. Hier im Wintersport besessenen norwegischen Hinterland und bis ans Ende von Finnland zählen eigentlich nur diese 2 Kriterien für eine Fjellski-Jacke
                                a) Winddichte
                                b) Atmungsaktivität

                                Wer zusätzlich etwas ernsthaft regendichtes wie GORE in einer atmungsaktiven Jacke haben möchte, ruiniert das Konzept der Atmungsaktivität. Daher würde ich auch keine sog. "Hybrid-Jacke" in Betracht ziehen, bei der AUSGERECHNET die SCHULTERN (!) mit einem regendichten Shell plastifiziert sind (an den Schultern entweicht bei einer PolyCotton Jacke viel Feuchtigigkeit, wenn sie nicht von einer trägen Membran blockiert wird). Das Gleiche gilt für das grauenhafte Gewachse der Schultern von PolyCotton Jacken. Macht es nicht, wenn ihr eine atmungsaktive Winterjacke haben möchtet!

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                                • karlson
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                                  • 22.10.2005
                                  • 869
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                                  #17
                                  Am Peski Anorak mag ich die hervorragend gute Kapuze und den langen/weiten Schnitt ohne dass das Ding viel zu groß gekauft werden muss. Ventile ist nicht atmungsaktiver als Polycotton, es ist nur etwas wetter-/wasserfester. Das Gewicht pro m2 ist aus meiner Sicht weniger entscheidend als die Webdichte.
                                  Die Problematik mit dem Temperaturmanagement ist mir bekannt, hab vor ner ganzen Weile auch mal bei dir um die Ecke gewohnt. Ich hatte bisher auch fast immer Baumwolle/Baumwolle Mischgewebe als Hauptaußenschicht dabei, aber egal ob Fjällräven, Bergans, Lundhags, Tilak oder Sasta - keine war so dicht wie im Sturm nötig und in einigen hab ich mir Frostbeulen geholt. Dementsprechend Winddichte mangelhaft & Atmungsaktivität gut. Aufgrund der Schwitzerei wechsel ich auch erst extrem spät auf Anorak/Jacke, lieber versuche ich es erstmal mit etwas windabweisenden Fleece oder Waffelfleece Weste mit Windstopperfront. In deiner genannten Kombi aus long sleeve, Microfleece und Jacke müsste es für mich schon extrem kalt sein.

                                  Ich hadere einfach gerade mit Baumwolle weil für mich die Hardshell auf der letzten Tour besser funktioniert hat (z.b. bei -15 & 15-20m/s einmal quer über den Rogen) und ich das Gewicht/Volumen im Vergleich zum Atmungsaktivitäts-winddichte Verhältnis nicht passt.
                                  Most problems in life can be solved with paracord. For everything else, there is ductape!

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                                  • Rollo
                                    Erfahren
                                    • 05.01.2010
                                    • 409
                                    • Privat

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                                    #18
                                    Ich bin seit Jahren mit dem Norröna Arktis Jacket und der passenden Hose unterwegs. Das beste was ich bisher für mich gefunden habe. Leider aktuell nicht mehr erhältlich. Bräuchte ich was neues, würde ich auch auf die Sasta Produkte setzen.

                                    Eine Hardshell habe ich noch nie vermisst und sehe im Hochwinter keinen sinnvollen Grund dafür. In der Übergangszeit, wenn tatsächlich mit Nässe zu rechnen ist, schaut es natürlich anders aus.
                                    Zuletzt geändert von Rollo; 26.03.2024, 09:53.
                                    Cheers
                                    Rollo
                                    ***********************************
                                    Oh, es regnet, da bleib ich heute im Büro!

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                                    • Bunde
                                      Gerne im Forum
                                      • 30.08.2010
                                      • 70
                                      • Privat

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                                      #19
                                      Gibt es Meinungen oder Erfahrungen mit dieser Jacke?

                                      https://www.brynje.no/brynje-expedition-jacket-29

                                      Wurde mir als Alternative zur o.g. Norrona empfohlen...

                                      Gruß und Dank

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                                      • Rollo
                                        Erfahren
                                        • 05.01.2010
                                        • 409
                                        • Privat

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                                        #20
                                        Gibt es Meinungen oder Erfahrungen mit dieser Jacke?
                                        Ja, gibt es. Sonst noch Fragen?
                                        Zuletzt geändert von Rollo; 04.04.2024, 15:02.
                                        Cheers
                                        Rollo
                                        ***********************************
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