Bogenjagd - mal wieder

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  • Markus K.
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen

    Ob Jäger das auch so streng sehen?

    Ditschi
    Hallo Ditschi,
    bei älteren Waffen finden sich noch sogenannte Stecher . Ist die Waffe eingestochen und ungesichert, kann eine kleine Erschütterung, leichter Schlag oder sanfte Berührung ausreichen, um den Schlagbolzen auszulösen. Daher gilt dies auch für Jäger.

    Eine ausführliche Antwort auf Deinen und Macs Beiträge weiter oben folgt noch.

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  • cephalotus
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    Pfeile sind deutlich langsamer als Geschosse.

    Deshalb muss die Entfernung viel genauer geschätzt werden, die Flugbahn des Pfeils ist deutlich windanfälliger und der Schall (manche Armbrüste knallen lauter als gedacht) eilt dem Pfeil voraus, was beim lebenden Ziel ebenfalls Nachteile hat.
    Beim Bogen kommt noch dazu dass das Können des Schützen erhebliche Auswirkungen auf die Genauigkeit hat. Im Ziel selbst können Pfeile wohl bisweilen vom Knochen gestoppt werden, was ebenfalls "ungünstig" ist, wenn vorher nicht genügend viele/große Blutgefäße durchtrennt wurden.

    Dies steht alles nicht im Widerspruch dazu, dass man mit "richtigen" Bögen und Armbrüsten und entsprechenden Pfeilen und Pfeilspitzen prinzipiell auch Löwen, Bären und Büffel zügig erlegen kann.

    Mit dem Spielzeugbolzen aus dem 1. Bild eher nicht.

    MfG
    Zuletzt geändert von cephalotus; 19.12.2016, 15:12.

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  • Ditschi
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    @ Benzo, nimm das nicht so wörtlich. " Den Finger am Abzug haben" ist eine Metapher und bedeutet, schnell und jederzeit bereit zu sein.
    Beispiel: http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/d.../14807376.html

    Der Armbrustschütze läuft wie ein Gewehrschütze läuft halt mit " geladener Waffe" umher, weil die Energie bereits gespeichert ist. Er muß nur Zielen und Abdrücken, der Bogenschütze den Bogen erst spannen.

    Ich ergänze mal: Teil des militärischen und behördlichen Drills im Umgang mit der Waffe ist, daß der Finger gestreckt neben dem Abzug liegt und nicht auf dem Abzug, um eine unkontrollierte Schußabgabe zu verhindern, bevor das Ziel anvisiert ist. Das hat Benzo wohl gemeint. Ist am Abzug neben oder auf dem Abzug? Jedenfalls so soll es sein:
    http://www.express.de/image/22594792...63935h-jpg.jpg
    Ob Jäger das auch so streng sehen?

    Ditschi
    Zuletzt geändert von Ditschi; 19.12.2016, 15:16. Grund: Ergänzung

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  • Benzodiazepin
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    Da diese Energie gespeichert wird, läuft der Schütze , wie bei einer Schußwaffe, mit dem Finger am Abzug umher.
    OT: hierzu eine randbemerkung, da mir das oft auffällt: nein, niemand, der eine ahnug von schusswaffen hat, läuft mit dem finger am abzug rum! um eine elementare sicherheitsregel zu zitieren: solange die visiervorrichtung nicht auf das ziel gerichtet ist, ist der zeigefinger ausserhalb des abzugbügels zu halten.

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  • Scrat79
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    OT: Ersetzte Flinte durch Knallbuffwaffe.

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  • Klippenkuckkuck
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    Zitat von Scrat79 Beitrag anzeigen
    Aber so ist auch das ein Zeichen dafür, dass im Zweifelsfall die Flinte als das effektivere Mittel der Wahl angesehen wird.
    Das effektivere Mittel der Wahl wäre wohl eher eine geeignete Büchse, besonders bei der Großwildjagd.

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  • Scrat79
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    4. Gäbe es signifikante Unterschiede, wäre die Bogenjagd im Europäischen Ausland ebenso verboten.
    So wie das massakrieren von Stieren in Arenen? Ach hups. Da gab es ja noch Regionen, wo das praktiziert wird.


    Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    5. Dass in Afrika mit Bogen auf die Big Five geschossen wird, unterstreicht die lethale Wirkung. Was Cast nicht weiter ausgeführt hat, bei jedem Jagdgast steht in der Regel ein Guide mit entsprechendem Kaliber dahinter. Nicht nur bei den Bogenjägern.
    Es wäre jetzt ein "pro" für Bogen, würde hinter den Flintenschützen ein Guide mit Bogen stehen. Tut er aber nicht.
    Aber so ist auch das ein Zeichen dafür, dass im Zweifelsfall die Flinte als das effektivere Mittel der Wahl angesehen wird.

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  • derMac
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    1. Definiere schlechter Schuss: Tötlicher Treffer, aber hoher Wildbretverlust, tötlicher Treffer aber grosse Fluchtdistanz, nicht tödlicher Treffer - kurze Fluchtdistanz, nicht tödlicher Treffer - hohe Fluchtdistanz, Waidwund-, Träger-, Gebrech-, Lauf-, Krellschuss? Die Liste lässt sich belieben fortsetzen.
    Du bist da mehr Experte. Was macht der Bogen da besser? Warum ist er mindestens genauso gut?

    2. Schon mal mit einem Jagdbogen mit Visierung geschossen?
    Nein. Ich behaupte trotzdem, dass bei gleichem Ausbildungsaufwand die Präzision eines Gewehr mit keinem Bogen zu erreichen ist.

    3. Das Entscheidende ist immer das Training und die Distanz.
    Ja, auf welche Distianz ist der Bogen bei gleichem Trainingsaufwand warum geeigneter?

    4. Gäbe es signifikante Unterschiede, wäre die Bogenjagd im Europäischen Ausland ebenso verboten.
    Nich überall im Ausland muss man auf gleiche Art und Weise wie in D seine Schießkünste nachweisen. Denkst du, man sollte die Schießprüfung in D abschaffen? Wenn nein, sollte man mit dem Bogen ohne Prüfung jagen können? Wenn nein, wie sollte die Bogenprüfung aussehen?

    5. Dass in Afrika mit Bogen auf die Big Five geschossen wird, unterstreicht die tödliche Wirkung.
    Ich habe nirgends mit der potentiell tötlichen Wirkung argumentiert.

    Mac

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  • Markus K.
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    Zitat von derMac Beitrag anzeigen
    Die Frage ist doch, ob es mit einer Methode statistisch mehr oder weniger schlechte Schüsse gibt, nicht ob es überhaupt irgendwelche guten oder schlechten Schüsse gibt. Und das seh ich noch immer als Hauptargument. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man mit dem Bogen auch nur annähernd die durchschnittliche Präzision eines Gewehrschusses erreichen will. Um da auf ein halbwegs sinnvolles Ergebnis zu kommen, müsste man für die Zulassung zur Bogenjagd eine recht aufwändige Prüfung einführen. Die normale Schießprüfung für die Jagd ist dafür nicht sinnvoll und die würde auch niemand mit dem Bogen bestehen.

    Mac
    1. Definiere schlechter Schuss: Tötlicher Treffer, aber hoher Wildbretverlust, tötlicher Treffer aber grosse Fluchtdistanz, nicht tödlicher Treffer - kurze Fluchtdistanz, nicht tödlicher Treffer - hohe Fluchtdistanz, Waidwund-, Träger-, Gebrech-, Lauf-, Krellschuss? Die Liste lässt sich nach belieben fortsetzen.

    2. Schon mal mit einem Jagdbogen mit Visierung geschossen?

    3. Das Entscheidende ist immer das Training und die Distanz.

    4. Gäbe es signifikante Unterschiede, wäre die Bogenjagd im Europäischen Ausland ebenso verboten.

    5. Dass in Afrika mit Bogen auf die Big Five geschossen wird, unterstreicht die lethale Wirkung. Was Cast nicht weiter ausgeführt hat, bei jedem Jagdgast steht in der Regel ein Guide mit entsprechendem Kaliber dahinter. Nicht nur bei den Bogenjägern.
    Zuletzt geändert von Markus K.; 19.12.2016, 11:42.

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  • derMac
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    Ein schlechter Schuss - egal Bogen oder Schusswaffe - hat eine Nachsuche zur Folge. Also lassen wir das Tierschutzargument mal außen vor.
    Die Frage ist doch, ob es mit einer Methode statistisch mehr oder weniger schlechte Schüsse gibt, nicht ob es überhaupt irgendwelche guten oder schlechten Schüsse gibt. Und das seh ich noch immer als Hauptargument. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man mit dem Bogen auch nur annähernd die durchschnittliche Präzision eines Gewehrschusses erreichen will. Um da auf ein halbwegs sinnvolles Ergebnis zu kommen, müsste man für die Zulassung zur Bogenjagd eine recht aufwändige Prüfung einführen. Die normale Schießprüfung für die Jagd ist dafür nicht sinnvoll und die würde auch niemand mit dem Bogen bestehen.

    Mac

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  • Ditschi
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    Ein Argument hat cast gegen die Bogenjagd genannt, das nicht untergehen sollte: um mit dem Bogen Wild zu erlegen, ist eine Pirsch notwendig. Die Schußdistanz für einen sicheren Schuß ist viel kürzer als beim Schuß mit einem Gewehr. Man muß also nah genug an das Wild herankommen.
    Aus eigener Erfahrung weiß ich: nichts beunruhigt Wild mehr als eine Pirsch. Ich bin ja fast jeden Tag bei uns in wildreicher Gegend zu Fuß unterwegs. Wild weiß, daß aus dem Auto nicht geschossen wird. Ein Auto signalisiert dem Wild keine Gefahr. Das Motorgeräusch kennen sie von jeder nahen Straße. Das stört sie nicht.
    Man kommt mit dem Auto fast bis zu drei Metern an ein Rudel Rehe heran, ohne daß sie fliehen.
    Ähnlich ist es, wenn man als Fußgänger auf dem Weg bleibt. Fußgänger auf Wegen kennen die Tiere. Man kommt sehr dicht an sie heran, ohne daß sie fliehen. Man wird jedoch aufmerksam beobachtet.
    Aber wehe, man setzt einen Fuß neben den Weg. Oder nähert sich durch freies Gelände. Wilde Flucht! Ein Mensch, der so durch das Gelände streift, bedeutet Gefahr.
    Ein Jäger nebenan sagt mir, daß er deshalb mit seinem Geländewagen bis an den Hochsitz fährt. Nimmt er das Auto, bleibt das Wild. Geht er zu Fuß hin durch das Gelände, ist das Wild weg.

    Der langen Rede kurzer Sinn: von jemandem, der mit dem Bogen durch das Gelände pirscht, um auf Schußdistanz heranzukommen, würde für den gesamten Wildbestand -- also nicht nur für das Zielobjekt-- eine erhebliche Beunruhigung ausgehen. Je weiter die Schußdistanz, desto weniger ist Pirschen notwendig. Je weniger Pirschen, desto geringer die Beunruhigung.

    Ditschi

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  • Markus K.
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    Eure Argumente haben mich nicht überzeugt. Leider habe ich auch meine Bogenjagdliteratur von Luis Hant nicht zur Verfügung.

    Ein schlechter Schuss - egal Bogen oder Schusswaffe - hat eine Nachsuche zur Folge. Also lassen wir das Tierschutzargument mal außen vor. Wie die Jagdpraxis aussieht brauche ich Euch Jägern nichts zu erzählen. Stichwort: Anschußseminare, Nachsuchengespanne, etc.

    Und was die Wirkung von Kugeln auf Knochen und den Wildkörper allgemein angeht, gibt es vom perfekten Treffer mit wenig Wildbretverlust über verschiedene Hämatome bis zum "Putzlumpen" alles.

    Mein bester Jagdbuddy hatte auch schon mal ne humpelde Sau erlegt, bei der der abgeschossene Lauf komplett verheilt war. Sein Bruder hat auf dem Ansitz ne anscheinend unverletzte Sau erlegt, und beim Zerwirken ist ihm eine fremde Kugel aus dem Schulterblatt entgegengekullert.
    Zuletzt geändert von Markus K.; 19.12.2016, 09:39.

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  • cast
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    Ich möchte wissen weshalb es wichtig ist diese Arten zu fördern.
    Da ist soviel zu antworten, das ist hier fehl am Platz, nur eins und das wichtigste.

    Kirrungen sind sogenannte Lockfütterungen, also dienen durch Anlage und Menge NUR dem anlocken um in Ruhe selektiv, jagen zu können.

    Bei uns in Hessen nur auf Sauen zugelassen.
    Keine Ahnung in welchem Bundesland man Dam- oder Muffelwild kirren darf.

    Es dient NICHT dem "fördern" irgendeiner Art.

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  • Intihuitana
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    Zitat von cast Beitrag anzeigen
    OT: Ja finde ich, denn der Wildbestand ist artenreich und gesund.

    Was meinst du mit "Kirrungen in Damwild und Muffelgebieten"
    Ich möchte wissen weshalb es wichtig ist diese Arten zu fördern.

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  • cast
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    OT: Ja finde ich, denn der Wildbestand ist artenreich und gesund.

    Was meinst du mit "Kirrungen in Damwild und Muffelgebieten"

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  • Intihuitana
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    Zitat von cast Beitrag anzeigen
    https://www.gesetze-im-internet.de/bjagdg/__1.html

    §1 des Bundesjagdgesetzes.

    vorallem Absatz 2

    Die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepaßten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen
    Findest du das ist der Fall ? Bundesweit? Landesweit? (Kein Zynismus, Informationsbedarf)

    Stichwort Grunewald oder auch Kirrung in Dam und Muffelwildgebieten?

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  • cast
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    https://www.gesetze-im-internet.de/bjagdg/__1.html

    §1 des Bundesjagdgesetzes.

    vorallem Absatz 2

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  • Intihuitana
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Aber genau darum geht's bei Jagd in Deutschland. Nicht um Sport.
    Was ist eigentlich die Agenda der deutschen Hege?

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  • cast
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    nur das man mit dem Bogen kein Wild sicher erlegen könnte und das unter schwerern und gefährlicheren Umständen als hier praktiziert entspricht nicht der mir bekannten Faktenlage.
    In Afrika darf man sogar gefährliches Wild mit dem Bogen bejagen.
    Weißt du wer hinter dem Bogenschützen steht?

    Der Guide

    und der hat eine Kanone im passenden Afrikakaliber dabei. Der regelt dann die Leistung des Bogens falls es mal nicht so passt, mit locker mal 6000 Joule aufwärts. Denn der Guide ist nicht lebensmüde.

    Allerdings ging es dabei nicht um Hege.
    Aber genau darum geht's bei Jagd in Deutschland. Nicht um Sport.

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  • geher
    antwortet
    AW: Bogenjagd - mal wieder

    Zitat von inselaffe Beitrag anzeigen
    Ich habe nichts gegen den Bogen, aber er ist einfach nicht das Mittel der Wahl, .
    sage ich auch wenig gegen, nur das man mit dem Bogen kein Wild sicher erlegen könnte und das unter schwerern und gefährlicheren Umständen als hier praktiziert entspricht nicht der mir bekannten Faktenlage.
    Allerdings ging es dabei nicht um Hege.

    @Scrat79

    Dazu auf einem Bein stehend, ja ich habe Pratchett auch gelesen.

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