Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

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  • Torres
    Freak

    Liebt das Forum
    • 16.08.2008
    • 26786

    • Meine Reisen

    AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

    Sammy, glasklar auf den Punkt gebracht

    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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    • Markus K.

      Lebt im Forum
      • 21.02.2005
      • 7452

      • Meine Reisen

      AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

      Zitat von Torres Beitrag anzeigen
      Sammy, glasklar auf den Punkt gebracht

      Ja klar. Und wenn die Bergsteiger irgendwo aufsteigen wollen, dann sollen gefälligst ihre eigene Hütte nehmen oder sich am örtlichen Hochhaus versuchen.
      "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

      -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

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      • changes

        Dauerbesucher
        • 01.08.2009
        • 975

        • Meine Reisen

        AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

        Zitat von Atze1407 Beitrag anzeigen
        Wer unbedarft in dieses Thema reinschaut, der muss wirklich den Kopf schütteln. Hier wird gehauen und gestochen dass es nur so kracht.
        Da mich die Antworten auf die Überschrift interessiert haben, habe ich mal hier reingelesen. Nein, nicht von Anfang an sondern nur die letzten Seiten.
        Ich bin ziemlich unbedarft was diese Thematik angeht und habe mir durch dieses Forum auch eine Meinung darüber gebildet, daß es den Anschein hat, einige/viele*? verstehen nicht wirklich was Survival bedeutet. Angestachelt durch verfälschung in den Medien evtl, früher waren es die Karl May Bücher, Robinson Crusoe u.ä., später Rambo. So hat jede Zeit ihre Vorbilder zu dieser (Abenteuer)Thematik --Abenteuer ist nicht abwertend gemeint---

        Zitat von Atze1407 Beitrag anzeigen
        Wenn ich im Winter draußen ohne wärmendes Zubehör nächtige, so schade ich in keinen Fall die Natur, sondern höchstens meine Gesundheit oder gar mein Leben. Und damit beantworte ich nicht die gestellte Frage...
        Wenn ich das Freiwillig mache ist es m. M. n. Leichtsinn und nicht Survival.

        Zitat von Atze1407 Beitrag anzeigen
        Wenn ich jedoch, in der Natur Kräuter sammel und mir daraus ein Süppchen koche, dann schade ich niemanden und auch nicht die Natur. Soweit es sich um Kräuter handelt, die nicht unter Naturschutz stehen.Dann geht das für mich in Ordnung und es gibt keinen Grund es zu verbieten.
        Dazu braucht es kein Survival sondern nur rückbesinnung auf alt bewährtes was durch die Supermärkte in die Vergessenheit geraten ist oder wie in meiner Familie nicht weitervermittelt wurde da das Sammeln von Wildkräutern in Kriegszeiten überlebensnotwendig war (Survival?) und man später glücklich war das es wieder einfacher war Vitaminhaltige Lebensmittel überall zu bekommen.

        Zitat von Atze1407 Beitrag anzeigen
        Es ist für mich auch völlig ok, wenn jemand aus Laub und Reisig sich im Wald eine Unterkunft für die Nacht baut. (Gesetzlichkeit, lasse ich jetzt mal dahin gestellt. Bevor Ditschi
        mit der Rechtskeule kommt.)
        Laub/Reisighütten bau habe ich mir als Kind selbst beigebracht (Wohnte neben einem Wald) drin schlafen hätte man auch gekonnt, mit Nadelreisig oder noch laubhaltigen toten Zweigen bekommt man sowas recht Wetterfest OHNE Lebende Zweige absägen/-reissen zu müssen.

        Zitat von Atze1407 Beitrag anzeigen
        Über Feuer im Wald, bedarf es eigentlich keiner Diskussion.
        Trotzdem füllt dieses Thema ganze Seiten

        Zitat von Atze1407 Beitrag anzeigen
        Survival bezieht sich doch aber nicht nur darauf, das ich dieses Hobby, nur im Wald betreiben kann. Um es kurz zu machen, solange ich Survival betreibe, und mich dabei bewege wie man es normaler weise erwarten kann, wenn man sich draußen in der Natur bewegt, gibt es für mich keinen Grund dies zu verbieten. Und wenn wir mal Ehrlich zu uns selber sind, ich sehe keinen Unterschied darin, ob ich mich in der Natur mit Zelt, Schlafsack und Kocher bewege oder ohne Alles auf Tour gehe. Soll doch jeder nach seiner Fasson leben und Spass haben.
        ...oder ohne Alles auf Tour gehe...
        Weil ja die Natur alles bietet :-( ich brauch keine Isomatte Schlafsack denn ich kann ja Totholz auseinanderrupfen und mir was zum schlafen basteln, das Grobe nutze ich zum Feuer machen - wieso sollte das verboten sein wenn ich das doch dann zum "Überleben" brauche? - auf dem ich mir in Wilderer manier gejagtes/gefangenes essen zubereite -oder haben alle die so denken einen Jagd oder Angelschein?- (soweit die Vorstellung von einigen/vielen*) Jedenfalls lassen die von mir gelesenen Themen zu "Ich hab vor da und dort Survival zu machen / Trainieren" solche Gedankengänge vermuten.
        Habe bisher wohl immer übersehen daß man auch bereit wäre Würmer und Insekten zu verzehren um Proteine zu bekommen. (sind auch Tiere aber ich glaub dazu braucht man keinen Jagdschein)

        Zitat von Atze1407 Beitrag anzeigen
        Solange man die Umwelt entsprechend achtet.
        .... und sich nicht unnötig an ihr austobt....

        Zitat von derSammy Beitrag anzeigen

        SURVIAL is ja (anscheined) Überlebenstraining in der Natur...
        ...Verirren in einer Fremden Stadt ( wo ich die Sprache nicht spreche geschweige denn ein Straßenschild lesen kann)...
        Überlebenstraining weiß ich nicht, ich dachte die Fähigkeit wenn es sein muss ohne Zivilisation (oder gewohnter Zivilisation) so lange mit wahrscheinlich geringen Mitteln /Möglichkeiten zu überleben bis man gerettet wird oder es selbst wieder in die gewohnte Zivilisation geschafft hat.
        Interessantes Beispiel fand ich das zurechtfinden in einem Land dessen Sprache man nicht versteht ..... und wenn man dann noch evtl ausgeraubt wurde hat das für mich auch was von "einfach nur irgendwie Überleben wollen/müssen"

        Zitat von derSammy Beitrag anzeigen
        Jetzt kommts halt darauf an was ich da trainiere.

        FÜR MICH wäre dass z.B.

        Verirren im Gebirg
        Wettereinbruch im Gebirg
        Verlaufen im Wald
        Verirren in einer Fremden Stadt ( wo ich die Sprache nicht spreche geschweige denn ein Straßenschild lesen kann)

        FÜR ANDERE wärs z.B. Eiseskälte in Norden
        Kentern des Bootes
        usw usw usw

        Bei solchen Praxisbezogenen Trainings gibts eingentlich nichts auszusetzen (das Einhalten von Ge- und Verboten vorrausgesetzt)
        Ok, klar man muss das vorher Trainieren, aber das sollte man ja , da man es noch nicht kann auch "heimatnah" Überleben in Gefahrensituationen zu trainieren in dem man sich absichtlich in solche bringt ist irgendwie wiedersinnig nach meinem Verständnis.

        Zitat von derSammy Beitrag anzeigen
        Was allerdings das Trainieren von Szenarien die so unendlich weit weg von jeglicher Realität sind ...

        (14 Tage Überleben in der Ukkermark nach dem Atomschlag...Entführt von Niederbayerischen Guerilliakämpfern an der Tschechischen Grenze....Eingerissener Zehennagel auf dem Weg ins Klo....)



        ...für einen "legalen Hintergund " haben sollen....
        Da kommen wieder die TOLLEN? Mediengaukeleien ins Spiel.
        Die "Jungs"* die Plötzlich Survival "machen" wollen a la Robinson oder Bear Gryllz (hoffe hab das richtig geschrieben) wissen nicht unbedingt daß Survival nichts anderes ist als im "normalen Alltag" das erkennen von Sirenensignalen, ab Frühjahr genug TrinkWasser zu horten damit es in trockenen Sommern keinen engpass gibt, Sonnenschutz zu benutzen wenn es nötig ist um weder Sonnenbrand noch Sonnenstich zu bekommen oder ganz banal, Arbeitsmoral um seinen Job zu behalten. Alles Dinge die das möglichst schadlose Überleben sichern sollen (auch wenn es für einige/manche/viele* vielleicht weit hergeholt scheint)

        Zitat von derSammy Beitrag anzeigen
        Da frag ich mich schon wieso ich(man) dafür eingeritze Bäume, abgerissene Äste aufgeschreckes Wild, Haus- und Landfriedensbruch dulden muss...???
        Wobei diese Beispiele ja noch harmlos sind wenn man sich so manche vorstellungen durchliesst.

        Zitat von derSammy Beitrag anzeigen
        Unterm Strich

        SURVIVAL muss kein Mensch verbieten...

        Was kaputt zu machen, ist einfach SCHEISSE...obs hinter dem Deckmäntelchen SURVIVAL geschieht oder so wies früher hiess "Narrenhände beschmieren Tisch und Wände" macht keinen Unterschied!
        Seh ich auch so.

        Zitat von derSammy Beitrag anzeigen
        Den, den ich sehe wie er einen Ast von einem Baum bricht dem schmier ich eine...ob er nun ne Tarnhose trägt oder nicht!!

        Der der üben will sich eine Notschiene für ein gebrochenen Haxen zu basteln, der soll gefälligst seinen Besenstiel zamsägen oder ein Stuhlbein von seinem Küchenstuhl nehmen !!
        Grundloses abreissen von irgendwelchen Pflanzen lernen die kleinen Kinder leider schon, da es kaum wen gibt der sowas verbietet (daß dann in der öffentlichkeit keine Giftpflanzen wachsen dürfen ist ja selbstverständlich, ist ja einfacher als Kindern Benehmen bei zu bringen -aber das schweift zu sehr ab auch wenn es Paralelen hat-)

        Und die Notschiene kann man auch aus trockenen Zweigen basteln dann eben etwas dicker, und wenn es eine reale Notschiene ist wird kaum wer was sagen wenn man aus Ermangelung einer Alternative wirklich 1 !geeigneten ast abbrechen muss. Es braucht aber nicht gleich ein ganzer (junger)Baum gekappt zu werden.

        Fazit zum Topic: Survival kann man nicht verbieten da es ums Überleben in einer NOTsituation geht.

        So genanntes Training mit möglichst vielen unnötigen Eingriffen in die Natur, wiedersetzen von (bekannten)Verboten OHNE das eine reale Notsituation vorliegt sollte schon vom gesunden Menschenverstand her ein no go sein.

        Es wäre doch arg wiedersprüchlich wenn für das Outdoorhobby einerseits in vielen Ländern versucht wird den LNT Gedanken und Umweltbewusstsein/- schutz zu vermitteln, und die von der Seite aus mit mehr Rücksicht genutzte Natur/Umwelt dann von den "Survivaltrainigfehleinschätzenden" missbräuchlich benutzt würde.

        SurvivalTraining fängt damit an daß man sich informiert welche Flora Fauna gibt es in der entsprechenden Region? Trinkwasser? Wenn nicht, zuhause üben wie man es gewinnen kann. Was von den Pflanzen kann ich wie essen, was kann mir gefährlich werden Giftpflanzen/Tiere, was für ein Notfallpack sollte ich mitnehmen? Wie ist dort das Klima? Für ernsten Notfall: Feuermachen OHNE Feuerzeug, Streichhölzer, Feuerstahl! (natürlich zuhause im Grill üben )
        Also, viel lesen, Theorie aneignen, beim Spaziergang üben ob man Pflanzen zuordnen kann nach giftig, essbar, heilpflanze und wofür. usw, usw.

        So man dies unbedingt Trainieren möchte. Ich für meinen Teil hoffe einfach daß ich gut genug vorbereitet bin um nicht mehr als eine leicht durchfrorene Nacht "Überleben" zu müssen.

        *Mengenangaben u.ä : z.B. einige, manche, beziehen sich auf meinen Subjektiven Eindruck, und sind relativ.
        Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume, ich bin in Euch und geh’ durch Eure Träume. (Michelangelo)
        Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen. (Albert Schweitzer)

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        • krupp
          Fuchs
          • 11.05.2010
          • 1467

          • Meine Reisen

          AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

          Zitat von HUIHUI Beitrag anzeigen

          ...
          Gibt es hier im Forum überhaupt Survival?
          Hier hatte mal einer gefragt wie Survival in den Alpen geht, ich hab ihm geantwortet "absteigen und ins Tal" und er war beleidigt über den durchaus korrekten Survival-Ratgeber auf einen Satz reduziert.
          ...

          http://www.youtube.com/watch?v=3UpSlpvb1is
          Tja... und falls wir vom selben reden, dieser jenige hat zusammen mit seinem Kollegen inzwischen
          die Alpen überquert (ist auch schon ne Weile her inzwischen) undzwar mit minimalstem Equip.
          Soviel dazu.
          Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

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          • cast
            Freak
            Liebt das Forum
            • 02.09.2008
            • 17869

            • Meine Reisen

            AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

            Weil mancher anscheinend nicht weiss warum man das ganze Survival Training nennt.
            Hier die Mutter aller Trainings.

            http://en.wikipedia.org/wiki/Surviva...nce_and_Escape

            Da kommt es her und da gehört es hin.
            "adventure is a sign of incompetence"

            Vilhjalmur Stefansson

            Kommentar


            • HUIHUI
              Fuchs
              • 07.08.2009
              • 2140

              • Meine Reisen

              AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

              Zitat von krupp Beitrag anzeigen
              Tja... und falls wir vom selben reden, dieser jenige hat zusammen mit seinem Kollegen inzwischen
              die Alpen überquert (ist auch schon ne Weile her inzwischen) undzwar mit minimalstem Equip.
              Soviel dazu.
              Falsch, die Wintertour war nach der von dir erwähnten erfolgreichen Sommertour. Dabei ist jedoch noch nicht klar was so Weltbewegendes an einer Wanderung wie der erfolgreich abgeschlossenen ist, bis auf die Motivation sich selbst sinnfrei zu quälen. Es hat nichts mit Survival zu tun bei gutem Wetter eine längere Strecke mit einigen hm ohne Verpflegung zu laufen, das kann der Mensch ganz gut, Wasser gibt es unterwegs genug.
              Bei wirklich schlechtem Wetter bleibt, je nach dem wo es die Jungs erwischt hätte, übrigens anzuzweifeln ob es überlebt worden wäre.
              Ich bin ziemlich einfach. Ich trinke guten Wein, das ist konzentrierter Sonnenschein.

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              • _Matthias_

                Fuchs
                • 20.06.2005
                • 2170

                • Meine Reisen

                AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

                Zitat von derSammy Beitrag anzeigen
                SURVIAL is ja (anscheined) Überlebenstraining in der Natur...
                Ich glaube das ist eins der Probleme hier, die sehr eingeschränkete definition von "Survival". Für mich ist das kein "Überlebenstraining" in der Natur, sondern ein "Leben" in der Natur, für kurze Zeit, mit spezieller Ausrüstung. Ob dabei noch irgendwelche Gedankenspiele dabei sind oder nicht ist doch egal. Ich sehe auch keinen Unterschied zwischen bushcraft und survival, bei beiden geht es um Techniken draußen zurecht zu kommen. Was ich allerdings sehe, ist, dass gerade das "abenteuerliche" am draußen sein, eben ohne high-tech-Ausrüstung gerade für junge Leute überhaupt ein Anreiz ist raus zu gehen. Klar, manchmal gibt es dann falsche Vorstellungen, aber die werden meistens ganz schnell von alleine zurecht gerückt. Wart ihr als Kinder und Jugendliche nicht auch draußen "Abenteuer erleben"? Ist es nicht toll, dass sich auch heute noch junge Leute dafür interessieren? Und ist es nicht besser denen dann Tipps zu geben anstatt zu raten daheim zu bleiben? Ist es nicht toll, dass sich noch Leute damit beschäftigen, wie man ohne Zelt und Schlafsack draußen sein kann? Wie mal alte Techniken noch anwenden kann? Wie man (wo legal möglich) ein Feuer aus dem Nichts entfachen kann?
                Muß man wirklich wegen ein paar Idioten, die all dies nicht können und Schaden anrichten, alle anderen verurteilen oder such über surviavl lustig machen?

                Ich hatte es in einem anderen thread schon gepostet, einfach weil ich das super toll finde. Hier ist ein Junge, der durch die bösen, bösen survival-Sendungen inspiriert und als Fan von Bear Grylls raus geht, ausgedachte Situationen durchspielt und sich dabei filmt. Er weißt sogar immer darauf hin, dass er jetzt gerne xy machen würde, aber wegen der Bestimmungen jetzt leider nicht darf, aber dass man sich daran halten muss.
                Das ist für mich survival und das ist für mich der Grund warum ich mich aufrege, wenn Leute "ihren Spaß" machen mit interessierten Anfängern und damit auch die erfahrenen survivler abschrecken.

                Aber seht doch mal selbst, ist das nicht toll und können sich an der outdoor-Begeisterung nicht viele von uns, mich eingeschlossen, ein Stück abschneiden:

                (INFO: Bitte kein Bildmaterial einfügen, das die Rechte Dritter verletzt. d.h. i.d.R. keine Musikvideos, TV-Serien etc. )
                Zuletzt geändert von _Matthias_; 07.05.2013, 18:10.

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                • Torres
                  Freak

                  Liebt das Forum
                  • 16.08.2008
                  • 26786

                  • Meine Reisen

                  AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

                  @Changes
                  Guter Beitrag.


                  OT: @Matthias, wie wäre es, wenn Du einfach mal einen neuen Thread aufmachst, in der Du Deine Sichtweise von Survival aufzeigen kannst und wir die Diskussion um die Definition weiter führen können.
                  Hier ist übrigens mein absoluter Lieblingsthread http://www.outdoorseiten.net/forum/s...ald-verbringen. Am besten gibst Du in Zukunft in derartigen Threads Hilfestellungen, damit es nicht so aus dem Ruder läuft. Das würde Deiner Intention entgegen kommen, denn grundsätzlich ist Dein Ansatz ja nicht falsch.
                  "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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                  • berni71
                    Musteruser
                    Fuchs
                    • 27.01.2005
                    • 1612

                    • Meine Reisen

                    AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

                    Zitat von Torres Beitrag anzeigen
                    [OT]@Matthias, wie wäre es, wenn Du einfach mal einen neuen Thread aufmachst, in der Du Deine Sichtweise von Survival aufzeigen kannst und wir die Diskussion um die Definition weiter führen können.

                    Na ja, wenn es danach geht, hätten schon gefühlt 30 Leut vor ihm einen neuen Thread aufmachen müssen.

                    Kommentar


                    • derSammy

                      Lebt im Forum
                      • 23.11.2007
                      • 7255

                      • Meine Reisen

                      AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

                      Zitat von _Matthias_ Beitrag anzeigen
                      Ich glaube das ist eins der Probleme hier, die sehr eingeschränkete definition von "Survival". Für mich ist das kein "Überlebenstraining" in der Natur, sondern ein "Leben" in der Natur, für kurze Zeit, mit spezieller Ausrüstung. Ob dabei noch irgendwelche Gedankenspiele dabei sind oder nicht ist doch egal.
                      Damit dürfte ziemlich alles gesagt sein...

                      "Für die einen ist es Duplo, für den anderen die ( wahrscheinlich) längste Praline der Welt"

                      Wenn Du Survival als Leben in der Einklang mit der Natur verstehst dann ist des ja klar dass Du Dich über Kritk wunderst und auflehnst.

                      Ich sehe Survival als Überleben auf KOSTEN der Natur (egal wie) und genau deshalb finde ich es eben deppert wenn man sich dann mit Gewalt ein Szenario schafft dass es einem dann erlaubt "wie die Axt im Wald" rumzu...... äääh......albern

                      Stellen Sie sich vor, Sie verbringen einen wunderbaren Skiurlaub in den Bergen, und beim Langlaufen bricht unerwartet schnell die Nacht herein. Sie sind völlig orientierungslos und geraten in Panik. Könnten Sie die Nacht bei eisigen Minusgraden überleben?


                      Tja, dann latsch ich die Loipe zurück zu meinem Auto bzw. überdenke vorher noch kurz meine mangelde Intelligenz, wenn am späten Nachmittag "unerwartet schnell die Nacht über mir einbricht"

                      Ich bin mir ziemlich sicher dass ich mit meiner Meinung über SUVen 90% derer dies hier treiben unrecht tue!

                      Allerdings liegt des sicherlich daran dass halt auch auf 90% der SUV Seiten, Berichten und WWW Einträgen schon recht viel .....hmmm...."lustiges" steht....

                      Kommentar


                      • Abt
                        Lebt im Forum
                        • 26.04.2010
                        • 5726

                        • Meine Reisen

                        AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

                        Ich kenne einen echten Surviviler oder wie det heißt.
                        http://de.wikipedia.org/wiki/Robinson_Crusoe

                        Aber ich frage mal, ob Outdoor nicht einfach so ein zeitversetztes Reliktdenken beinhaltet, das in,- zumindest einigen von uns, weiterlebt.

                        Kommentar


                        • Torres
                          Freak

                          Liebt das Forum
                          • 16.08.2008
                          • 26786

                          • Meine Reisen

                          AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

                          Ich sehe Survival als Überleben auf KOSTEN der Natur (egal wie) und genau deshalb finde ich es eben deppert wenn man sich dann mit Gewalt ein Szenario schafft dass es einem dann erlaubt "wie die Axt im Wald" rumzu...... äääh......albern
                          Das sehe ich auch so. Und auf den Überlebenskampf bezogen, beinhaltet es auch eine Ausbeutung der Natur, die eine Vernichtung von Ressourcen in Kauf nimmt. Weil es um "friß oder stirb" geht. Es ist eine zivilisatorische Leistung, dass wir derzeit Nachhaltigkeit zum Prinzip erklären können.

                          @Abt
                          Es sind sicherlich Grundbedürfnisse in uns: Freiheit, Abenteuer, die Natur (als gnadenlosen Gegner) unterwerfen - für kurze Zeit und im definierten Rahmen. Survival-Allmachtsphantasien sind Teil einer Phase der Kindheit und frühen Jugend: Kampf mit dem Bären, dem Feind, den Eltern. Man stellt aber normalerweise schnell fest, dass die Realität eine andere ist, wenn das Szenario real wird. Nicht umsonst werden daher ja bei Outdooraktivitäten gerne "einfache Tätigkeiten" gewählt, die Kategorie C entsprechen. Nur ein Bruchteil der Menschen begibt sich freiwillig systematisch und dauerhaft in Lebensgefahr. Normalerweise versucht man das Risiko zu kontrollieren.

                          Echte Survivalsituationen wünsche ich niemandem. Der Flugzeugabsturz in den Anden gehört für mich dazu.
                          "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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                          • _Matthias_

                            Fuchs
                            • 20.06.2005
                            • 2170

                            • Meine Reisen

                            AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

                            Zitat von derSammy Beitrag anzeigen
                            Ich bin mir ziemlich sicher dass ich mit meiner Meinung über SUVen 90% derer dies hier treiben unrecht tue!
                            Ich kritisierte ja auch nicht deine Meinung, sondern dass sich die 90% immer wieder Kritik anhören müssen, als würde das Hobby nur von den 10% ausgeübt. Bei Survival/bushcraft werden immer gleich alle ins gleiche Boot wie die schwarzen Schaafe geworfen. Das finde ich eben schade.
                            Und deswegen werbe ich dafür sich mit der Äußerung der ablehnenden Haltung zum Hobby so zurück zu halten, wie in den anderen Fachbereichen auch. Klar kann man Hobbys von anderen völlig bescheuert finden, aber man muss das denen ja nicht bei jder Gelegenheit sagen...

                            (Einige hier scheinen ja von meinem Werben schon genervt zu werden und sich gestört zu fühlen, vielleicht trägt das dann ja auch dazu bei nachvollziehen zu können, wie andere von den Späßchen und der Fundamentalkritik genervt sind )

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                            • Kuma
                              Erfahren
                              • 08.05.2009
                              • 388

                              • Meine Reisen

                              AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

                              Leute, kommt schon.
                              Jetzt übertreibt mal nicht so. In wie weit man Survival als Sinnvoll oder Sinnfrei betrachtet ist doch nicht Thema hier. Ich finde auch viele Dinge Sinnfrei, akzeptiere sie aber. Das nennt man Akzeptanz oder so.

                              Es geht hier um das verbieten von Survival aufgrund von Umwelt- oder Personenschäden. Nichts davon kann ich in meinem Umfeld, bezogen auf diese spezielle Gruppe, feststellen.
                              Natürlich sehe auch ich eine zunehmende Verschmutzung der Wälder und eine immer deutlicher werdende Zerstörungswut was z.B. Infrastruktur wie Hütten, Schilder usw. angeht. Aber liegt das nicht im speziellen an dieser Gruppe. Da zeigt sich eher der deutsche ottonormal Bürger/Jugendliche. Will man also konsequent sein, müsste nicht Survival im speziellen, sondern jede Outdooraktivität im allgemeinen verboten werden.
                              Aber da schreit ja dann die ganze Wolfshaut/Northface/Patagoniagemeinde laut auf "...aber wir nicht...".

                              Also nochmal zum mitschreiben:
                              Was man von Survival hält tut hier nix zur Sache!
                              Für einen Verbotsgrund habe ich im echten Leben noch keine speziellen "Survivlerflurschäden" in ausreichender Menge wahrgenommen.

                              Und jetzt alle Mann locker durch die Hose atmen.

                              Einen wunderschönen guten morgen wünscht euch

                              Euer Kuma
                              Vos, qui domini orbis terrarum vocamini, domos non habetis.

                              Si naturam sequeris, numquam errabis.

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                              • Sawyer
                                Lebt im Forum
                                • 26.04.2003
                                • 6185

                                • Meine Reisen

                                AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

                                Zitat von _Matthias_ Beitrag anzeigen
                                ...

                                (Einige hier scheinen ja von meinem Werben schon genervt zu werden und sich gestört zu fühlen, vielleicht trägt das dann ja auch dazu bei nachvollziehen zu können, wie andere von den Späßchen und der Fundamentalkritik genervt sind )
                                Mich nervt´s nicht. Ich finde es bewundernswert, wie du dich der Sache widmest.
                                Manche Ansichten schreien ja förmlich nach Bier & Popcorn, um sich richtig zu amüsieren.
                                Gruß Sawyer

                                As a rebel I came and I´ll die just the same. On the cold winds of night you will find me.

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                                • Torres
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                                  Liebt das Forum
                                  • 16.08.2008
                                  • 26786

                                  • Meine Reisen

                                  AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

                                  (Einige hier scheinen ja von meinem Werben schon genervt zu werden und sich gestört zu fühlen, vielleicht trägt das dann ja auch dazu bei nachvollziehen zu können, wie andere von den Späßchen und der Fundamentalkritik genervt sind )
                                  Nö. Keinesfalls.
                                  Nur Du verstehst unter Survival, das, was man auch als Erlebnispädagogik, Outdooraktivität mit minimaler Ausrüstung, Pfadfinderei, Indianerspiel Edit: oder "Aussteigen" bezeichnen kann und ich verstehe unter Survival "Überleben in (fast) auswegloser Situation und professionelle Vorbereitung auf diese (sofern möglich)". Vor diesem Hintergrund werden bestimmte Beiträge hier von Dir natürlich völlig anders interpretiert und vermutlich muss man Kritik dann einfach als "Spaß", "Lästerei" oder "Fundamentalkritik an einem Hobby" empfinden, weil die Dimension eine völlig andere ist. Da werden wir folglich nie auf einen Nenner kommen.
                                  Dass man Kritik im Einzelfall sprachlich durchaus netter formulieren kann, ist eine andere Sache. Manchmal hilft aber die Keule mehr als die freundliche Ansprache.

                                  @Kuma
                                  Dass der Titel schlecht gewählt ist, ist bekannt. Bestimmte Dinge sind zurecht verboten und das was noch erlaubt ist, ist ja nunmal erlaubt und es gibt keinen Grund, es zu ändern. Hier ist die Frage, ob man nicht noch mehr Augenmaß beim Training in der Natur auf den Schutz der Natur richten kann. Und das gilt für alle Outdooraktivitäten ohne Ausnahme. Es ist immer einfacher mit dem Finger zu zeigen, anstatt sich selbst beschränken zu wollen.
                                  Zuletzt geändert von Torres; 08.05.2013, 11:29.
                                  "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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                                    • 01.08.2009
                                    • 975

                                    • Meine Reisen

                                    AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

                                    Zitat von _Matthias_ Beitrag anzeigen
                                    Für mich ist das kein "Überlebenstraining" in der Natur, sondern ein "Leben" in der Natur, für kurze Zeit, mit spezieller Ausrüstung.
                                    Ohne jetzt die definition gegoogelt zu haben, aber ich dachte Das was du da grad nennst sei dieses Bushcraft.
                                    Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume, ich bin in Euch und geh’ durch Eure Träume. (Michelangelo)
                                    Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen. (Albert Schweitzer)

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                                    • Sawyer
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                                      • 26.04.2003
                                      • 6185

                                      • Meine Reisen

                                      AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

                                      Im Grunde genommen ist das auch so. Es gibt Leute, die machen regelrecht eine Wissenschaft aus der Differenzierung.
                                      Ich persönlich betrachte es als Ganzes.
                                      Gruß Sawyer

                                      As a rebel I came and I´ll die just the same. On the cold winds of night you will find me.

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                                        • 01.08.2009
                                        • 975

                                        • Meine Reisen

                                        AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

                                        Zitat von Torres Beitrag anzeigen
                                        Es sind sicherlich Grundbedürfnisse in uns: Freiheit, Abenteuer, die Natur (als gnadenlosen Gegner) unterwerfen - für kurze Zeit und im definierten Rahmen.
                                        Genau das hat man doch schon bei normalen Outdooraktivitäten incl. die Natur als gnadenlosen Gegner. Nur Unterwerfen kann man sich die Natur nicht. Letztendlich zieht man den kürzeren.
                                        Dazu muß es nicht extrem werden (Eine Laubhütte in irgendeinem Wald und Nahrung nur was die Natur freiwillig bietet)
                                        Wenn man wirklich versuchen möchte mit dem notwendigsten klar zu kommen, bietet sich an so zu Leben wie die Amish.
                                        Aber es ist vielen evtl nicht klar das es letztlich kein Spaß, kein Abenteuer ist wenn man von anbruch des Tages, bis daß man vor Müdigkeit aus den Latschen kippt nur darum besorgt ist, schwer körperlich zu schuften um annähernd satt zu werden.

                                        Ich sehe irgendwie keinen Sinn darin einige Tage freiwillig asketisch, teilweise wenn man sich nicht auskennt nicht gerade Gesetzeskonform und im schlimmsten Fall gesundheitsgefärdend zu leben/spielen/(ist ja Rollenspiel wie das Mittelalter hobby auch) und dann nach einigen Tagen, wenn man keine Lust mehr hat zum Burger zu gehen, sich zuhause vor den PC oder die Glotze zu setzen und im extremfall nichmal Umweltbewusst im Alltag ist. (so les ich das jedenfalls aus vielen "ich will in den Wald" Threads heraus)

                                        Besser wäre es doch, immer zu versuchen die Natur soweit es geht zu achten und zu schützen, ab und an mal für den ganzen Tag oder auch mehrere mit minimaler Ausrüstung(je nach wetter) also Schlasa, Wasser, Brot, Käse, Hartwurst/Schinken auf legalen Wegen durch den genannten Wald zu streifen und genießen was man vorfindet, eins werden mit der natur und sie nicht aus falsch verstandener Abenteuerlust auf eine egoistische Art zu missbrauchen. (das müssen wir im normalen Alltag schon gezwungener maßen genug)
                                        Abenteuer hat man dann genug und wenn es nur das Wetter ist.

                                        Wenn schon Wildcampen so Naturschädlich ist, dürfte es m.E. dieses "raus in den Wald ich nehm mir dort was ich brauche" erst recht sein.
                                        Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume, ich bin in Euch und geh’ durch Eure Träume. (Michelangelo)
                                        Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen. (Albert Schweitzer)

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                                        • wendra
                                          Erfahren
                                          • 24.02.2012
                                          • 149

                                          • Meine Reisen

                                          AW: Ist Survival eine Schädigung der Natur, die man verbieten sollte?

                                          Offenbar gibt es einen Unterschied zwischen "A: Survival=Vorbereiten auf eine durchaus mögliche Extremsituation" und B: Survival=geiles Action-Wochenende, gerne auch mit Zombies".
                                          Naja, ich bin absolut nicht mit dem Thema verbandelt und habe Survivler immer über einen Kamm geschert: irgendwie Rambos halt.

                                          Aber im Laufe dieses Threads hat sich meinen Meinung auch dahingehend verändert, dass die "A-Survivler" sicher nicht wie ein fremdgesteuerter Harvester durch den Wald holzen, sondern wissen (wollen), was sie tun.
                                          Sie wollen wissen, ob und wieweit sie in der Lage wären, im selbstgebauten Unterschlupf, mit selbstgesammelter Nahrung und einem selbstentfachtem Feuer zu überleben.
                                          Wer davon ausgeht, in eine solche Lage geraten zu können, um diese Techniken anwenden zu müssen, ist üblicherweise viel draußen und denen traue ich ausreichend Respekt vor der Natur zu. Ich hoffe und glaube, dass solche Survivler das nicht aus purem Jux machen, sondern als Vorbereitung und weil sie viel und gern draußen sind. Shit happens (es wird einem Zelt und Schlafsack geklaut; man stürzt auf einer Solo-Tour ab und bricht sich das Bein; ein Bisam frisst nachts alle Trek'n'Eats auf und keine Einkaufsmöglichkeit ist in Sicht...).


                                          Die "B-Survivler" sind auf Action aus, auf coole Geschichten vom Überleben, die man am Montag in der Firma vom Stapel lassen kann; keine "echten" Draußen-Leute.
                                          Das sind für mich Endzeit-LARPer (LARP=Live Adventure Role Playing). Für diese Leute gibt es Cons, die meist in verlassenen Kasernen oder verfallenen Industriegebieten abgehalten werden. Da gehören sie auch hin -oder meinetwegen auch vor die X-Box- und richten da auch keinen Schaden an.

                                          Das Vorbereiten auf eine Extremsituation kann ein interessantes Hobby oder eine Notwendigkeit sein; die persönliche Einstellung sei demjenigen überlassen, der sich der Sache widmet.
                                          Ich glaube aber nicht, dass die A-Survivler eine Gefahr für die Natur darstellen, dafür sind diese wohl auch zu oft draußen unterwegs und stoßen möglicherweise früher oder später auf ihre eigenen unschönen Spuren, wenn sie denn solche hinterlassen. Und auch wenn es blöde klingt: ich denke, dass solche Survivler durchaus Respekt und eine gewisse Nähe zur Natur fühlen, wenn sie sich in ihr bewegen und von ihr leben (müssen). Die können Training vom echten Notfall garantiert unterscheiden und grillen sich keinen Eisvogel, nur weil sie es könnten.

                                          Fragwürdiger finde ich jene, die Survival als so eine Art Wochenend-Gotcha-Vergnügen betrachten. Das sind jene, die genau einmal in den Wald fahren, im Unterholz rumbolzen und anschließend nie wieder kommen. Denen ist es schnurzegal, ob sie Feuerstellen, ausgeweidete Hasen und leere Tetrapaks hinterlassen. Die rechnen nicht damit, jemals wirklich in eine solche Situation zu kommen; sie wollen nur mal Mad Max oder Left4Dead spielen und erfahren, wie sich das anfühlt, so als einsamer Held nach der Apokalypse.

                                          Ich denke, echte Survivler sind vorher schon "Draußen-Leute" gewesen und haben eine entsprechende Einstellung zur Umwelt. Die hinterlassen keine Spuren.
                                          Die Spaß-Survivler scheren sich einen Dreck um ihre Hinterlassenschaften und wollen lediglich Adrenalin.
                                          Frieren, Durchfall haben und Wurzeln kauen steht bei denen nicht auf der Liste. Aber leider können die an einem Wochenende schon ordentlich Dreck hinterlassen.
                                          Das sind aber imho keine Survivler, sondern Honks.

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