Jagdrecht und Co.

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  • 19Outdoor73
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    männliche Stein und Edelkrebse haben in Bayern gar keine Schonzeit, man darf sie also immer fangen.

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  • earlyworm
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Also wer mal Lust hat auf einen Bauch voller amerikanischer Signalkrebse, UND einen Fischereischein besitzt, der sollte mal an die Elsenz. Kostet 15 Euro die Tageskarte und sie freuen sich sehr darüber wenn es nicht mehr so viel von den Dingern im Fluss hat.... Grundangeln ist in dem Flüsschen schon seit Jahren nicht mehr möglich.

    Link: Bilder Krebsfischen Elsenz





    Aber so ein Abend lang nur Krebs und Wein ... das geht ganz schön auf die Fingerkuppen, auch mit Zange

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  • Ditschi
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Der Edelkrebs darf zumindest in Baden-Württemberg gefangen werden
    OT:Ja, stimmt, ist wohl die Ausnahme, weil dort noch ein hoher Bestand ist. In anderen Bundesländern , z.B. NRW, ist er ganzjährig geschützt. Alle 16 habe ich nun nicht geprüft.
    Gruß Ditschi

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  • peter97
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    Richtig daran ist, daß grundsätzlich Krebse wie auch Muscheln und Neunaugen dem Fischereirecht unterliegen und ihnen ohne gültige Fangerlaubnis nicht nachgestellt werden darf.
    Richtig ist aber auch, daß der Edelkrebs streng geschützt ist und überhaupt nicht, also auch nicht mit Fangerlaubnis, gefangen und verwertet werden darf.
    Aber die Hinweis auf das Fischereirecht war hilfreich.
    Gruß Ditschi
    OT: Der Edelkrebs darf zumindest in Baden-Württemberg gefangen werden mit einem Schonmaß von 12cm und einer Schonzeit beim Männchen vom 1.10 bis zum 31.12 und beim Weibchen vom 1.10 bis zum 10.7

    Peter

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  • Schattenparker
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    OT: DEN "Amerikanischen Flusskrebs" gibt es nicht, sondern, regional unterschiedlich, drei bis fünf verschiedene Arten.

    Das Problem ist, wie auch der Sacki in seinen Rechtsfragen-Videos betont: Alles in Deutschland gehört irgendjemandem.
    Alle Tiere, außer Spinnen und Insekten, sind entweder geschützt oder unterliegen dem Jagd- oder Fischereirecht. Und selbst bei Spinnen und Insekten gibt es geschützte Arten.
    Damit ist es fast komplett Essig mit "kann man getrost der Natur entnehmen".

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  • Ditschi
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Stimmt nicht egal ob Edelkrebs oder amerikanischer Signalkrebs, sie unterliegen beide dem Fischereirecht, somit braucht man um sie sich anzueignen einen Angelschein und eine gültige Fangerlaubnis für das jeweilige Gewässer. Alles andere ist Fischwilderei!
    Richtig daran ist, daß grundsätzlich Krebse wie auch Muscheln und Neunaugen dem Fischereirecht unterliegen und ihnen ohne gültige Fangerlaubnis nicht nachgestellt werden darf.
    Richtig ist aber auch, daß der Edelkrebs streng geschützt ist und überhaupt nicht, also auch nicht mit Fangerlaubnis, gefangen und verwertet werden darf.
    Aber die Hinweis auf das Fischereirecht war hilfreich.
    Gruß Ditschi

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  • peter97
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Zitat von ronaldo Beitrag anzeigen
    Wie Ditschi richtig sagt, sind alle Amphibien bei uns gesetztlich geschützt. Das gleiche gilt für alle Reptilien.
    Was du m.W. problemlos der Natur entnehmen und konsumieren darfst, ist der hier eingesetzte, also nicht heimische "Amerikanische Flusskrebs", für den es keinen Schutz gibt. Zwar gibt es den ursprünglichen Europäischen Flusskrebs kaum noch, doch solltest du beide vor jeglicher Aktivität unterscheiden lernen.
    Stimmt nicht egal ob Edelkrebs oder amerikanischer Signalkrebs, sie unterliegen beide dem Fischereirecht, somit braucht man um sie sich anzueignen einen Angelschein und eine gültige Fangerlaubnis für das jeweilige Gewässer. Alles andere ist Fischwilderei!


    Zitat von Gerd76 Beitrag anzeigen
    Mich hat das eh nur theoretisch interessiert. Flußkrebse wären das einzige was mich tatsächlich mal reizen würde. Da ich aber noch nie welche gesehen habe ist das hinfällig Aber danke für die Antworten. Das war doch mal wirklich aufschlußreich.
    Wenn du Flusskrebse essen willst, geh in ein Restaurant.

    Peter

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  • Ditschi
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Aber danke für die Antworten. Das war doch mal wirklich aufschlußreich.l
    Ich gehe mal davon aus, daß Du nicht nur ronaldo meinst, und bedanke mich für den Dank. Nein, Arbeit ist es nicht, weil es mir Spaß bringt. Und weil ich die Antworten auf viele Frage keinesfalls aus dem Ärmel schüttel, sondern auf die Antwort selbst neugierig bin. Ist halt nicht nur Beruf, sondern auch Hobby. Mittlerweile habe ich die Vorauflagen diverser Kommentare vom Dienstherrn im Rahmen der Aussortierung billig gekauft und bin umgeben von Fachliteratur. Manches habe ich auch neu selbst gekauft. Tagsüber im Dienst habe ich das Neueste. Ich prüfe sorgsam, was ich beitrage, damit wenigstens hier einmal etwas Richtiges steht. In net steht soviel Mist. Aber was das Jagdrecht angeht: cast, ich vermisse Dich. Einer, der mir auf die Finger schaut, falls ich Blödsinn verkaufe. Vergammel bitte nicht in der Schmollecke.
    Gruß Ditschi
    Bei Schattenparker auch. Hat sich überschnitten.

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  • Schattenparker
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    @ Ditschi: Danke!

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  • Gerd76
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Zitat von ronaldo Beitrag anzeigen
    Wie Ditschi richtig sagt, sind alle Amphibien bei uns gesetztlich geschützt. Das gleiche gilt für alle Reptilien.
    Was du m.W. problemlos der Natur entnehmen und konsumieren darfst, ist der hier eingesetzte, also nicht heimische "Amerikanische Flusskrebs", für den es keinen Schutz gibt. Zwar gibt es den ursprünglichen Europäischen Flusskrebs kaum noch, doch solltest du beide vor jeglicher Aktivität unterscheiden lernen.
    Mich hat das eh nur theoretisch interessiert. Flußkrebse wären das einzige was mich tatsächlich mal reizen würde. Da ich aber noch nie welche gesehen habe ist das hinfällig Aber danke für die Antworten. Das war doch mal wirklich aufschlußreich.l

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  • GandalftheGrey
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Zitat von Gerd76 Beitrag anzeigen
    Das heißt also alles was kreucht und fleucht das nicht im Bundesjagdgesetz oder im Natur- oder Artenschutzgesetz aufgelistet ist, dürfen auch Privatpersonen jagen und essen?
    Eher nein.

    Was nicht über das Jadgrecht und den besonderen Artenschutz (§ 44 BNatSchG) geschützt/geregelt ist, unterliegt immer noch dem allgemeinen Artenschutz (§ 39 BNatSchG) sowie dem Tierschutzgesetz. Die beiden besagen, dass ein Tier nicht ohne vernünftigen Grund getötet werden darf.

    Und ob "wollte ich halt mal essen" hierzulande ein vernünftiger Grund ist, darf angezweifelt werden.

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  • ronaldo
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Zitat von Gerd76 Beitrag anzeigen
    ... Wie schaut das Gesetzlich mit Amphibien, Nagetieren und anderen Kleintieren (die nicht explizit unter Naturschutz fallen) eigentlich aus?
    Wie Ditschi richtig sagt, sind alle Amphibien bei uns gesetztlich geschützt. Das gleiche gilt für alle Reptilien.
    Was du m.W. problemlos der Natur entnehmen und konsumieren darfst, ist der hier eingesetzte, also nicht heimische "Amerikanische Flusskrebs", für den es keinen Schutz gibt. Zwar gibt es den ursprünglichen Europäischen Flusskrebs kaum noch, doch solltest du beide vor jeglicher Aktivität unterscheiden lernen.

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  • Ditschi
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Im Jagdgesetz wird aber diese Art der Jagd nur auf Schalenwild und Robben verboten, so weit ich mich erinnere.
    Ja, Im Bundesjagdgesetz, § 19 Abs 1 Ziff. 1. Es gibt noch 16 weitere Landesjagdgesetze. Da gibt es meines Wissens explizite Verbote, auch wenn ich jetzt nicht alle geprüft habe.

    Hier als Beispiel Landesjagdgesetz Schleswig-Holstein § 29 Abs 5 Ziff. 6 .

    Danach ist verboten,

    6.

    auf alle Tierarten, die nach § 2 Bundesjagdgesetz dem Jagdrecht unterliegen, mit Bolzen und Pfeilen zu schießen;
    Wer möchte, kann ja in seinem Bundesland selbst mal suchen.

    Gruß Ditschi
    Zuletzt geändert von Ditschi; 08.02.2014, 17:34.

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  • Schattenparker
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Da hier Jagdrechtskundige anwesend sind, hab ich auch mal 'ne Frage.

    Es wird immer gesagt, die Jagd mit Pfeil und Boden oder mit der Armbrust sein in Deutschland gänzlich verboten.
    Im Jagdgesetz wird aber diese Art der Jagd nur auf Schalenwild und Robben verboten, so weit ich mich erinnere.

    Woanders habe ich noch kein Verbot dieser Art gelesen oder Hinweise bekommen. Steht dieses Verbot tatsächlich irgendwo oder ist das Totalverbot nur eine volkstümliche Verallgemeinerung, die tatsächlich garnicht zutrifft?

    (Zur Beruhigung besorgter Leser: Das ist reiner Wissensdurst als traditioneller Bogenschütze; ich habe nicht vor, mit dem Bogen auf was Lebendes zu schießen. Ich habe zwar schon viele Wildschweine, Hirsche etc. und sogar mal ein Murmeltier mit dem Bogen erlegt - aber die waren aus PU-Schaum.)

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  • Ditschi
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Das heißt also alles was kreucht und fleucht das nicht im Bundesjagdgesetz oder im Natur- oder Artenschutzgesetz aufgelistet ist, dürfen auch Privatpersonen jagen und essen? Oder gibt es da nochmal Einschränkungen? Bei nicht geschützten Pflanzen ist es ja auch so, dass man die nicht Kofferraumweise aus dem Wald hohlen darf, sondern nur einen "Handstrauß" mitnehmen darf.
    Was erwartest Du jetzt? Eine Auflistung aller Tiere und Pflanzen, die Du jagen, essen und mitnehmen darfst? Das darf gerne ein anderer machen, denn daran würde man Tage sitzen.
    Es gibt ja noch andere Normen außern den Jagd- und Naturschutzgesetzen. Das Eigentumsrecht zum Beispiel. Die Pflanzen in einem Privatwald, den zu betreten der Eigentümer nicht verbieten darf, stehen in seinem Eigentum. Trotzdem darf man bestimmte Pilze, Beeren und Früchte sammeln und verwerten. Nur eben für den Hausgebrauch in geringer Menge, nicht z.B. kommerziell. Und auch öffentliche-rechtliche Eigentümer -Bund, Länder, Kommunen und sonstige Träger-- können bestimmen, etwa durch Satzung, was man mitnehmen darf und was nicht. Da greifen viele Normen ineinander. Kannst ja mal alle Listen des Bundes , der Länder und Kommunen ausdrucken und abgleichen, was übrig bleibt.
    Mir fällt noch das Tierschutzgesetzt ein. Danach ist es verboten, ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund zu töten. Ob Surviveltraining wohl ein vernünftiger Grund ist ?
    Gruß Ditschi
    Zuletzt geändert von Ditschi; 08.02.2014, 17:28. Grund: ergänzung

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  • Gerd76
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Das heißt also alles was kreucht und fleucht das nicht im Bundesjagdgesetz oder im Natur- oder Artenschutzgesetz aufgelistet ist, dürfen auch Privatpersonen jagen und essen? Oder gibt es da nochmal Einschränkungen? Bei nicht geschützten Pflanzen ist es ja auch so, dass man die nicht Kofferraumweise aus dem Wald hohlen darf, sondern nur einen "Handstrauß" mitnehmen darf.

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  • Ditschi
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Jagdwilderei kann man nur begehen bei Tieren, die dem Jagdrecht unterliegen. Nur bei denen sind die Jäger aneignungsberechtigt. Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen, sind aufgelistet im Bundesjagdgesetz und den Jagdgesetzen der Länder. Jagdwilderei ist eine Straftat.
    Andere Tiere sind geschützt durch die Natur- und Artenschutzgesetze. Da gibt es ebenfalls umfangreiche Auflistungen. Schau in die Listen, wer von Deinen Beispielen da aufgeführt ist. Übrigens: soviel ich weiß, sind alle Amphibien geschützt. Auch viele Insektenarten.
    Je nach Qualität des Schutzes kann es entweder eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat darstellen, diesen Tiere nachzustellen.
    Einige Tiere, sogenannte Doppelrechtler, sind zwar als jagdbar in den Jagdgesetzen aufgeführt, dennoch nach den Natur- und Artenschutznormen geschützt, so daß sie tatsächlich nicht erlegt werden dürfen.
    Beispiel für Letzteres: der Wolf, in Sachsen ins Jagdrecht aufgenommen, darf dennoch nicht gejagd werden, da umfassend geschützt. Das war`s im Groben.
    Gruß Ditschi

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  • Gerd76
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Mal eine Frage zu diesem Thema. Ab welcher Tiergröße wird das eigentlich Wilderei? Insekten usw. essen ist kein Problem. Mäuse und Rattenfallen aufstellen darf ja auch noch jeder der will. (zumindest zu Hause) Wie schaut das Gesetzlich mit Amphibien, Nagetieren und anderen Kleintieren (die nicht explizit unter Naturschutz fallen) eigentlich aus? Darf man sich z.B. eine Bisamratte, einen Frosch oder Flußkrebse fangen und grillen ohne damit ein Gesetz zu übertreten? Nicht das ich das vor hätte, ich nehme lieber Würstchen und Steaks mit. ;).

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  • Honkahonka
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Vorweg, danke für die Antworten

    Zitat von ronaldo Beitrag anzeigen
    "Wer gegen Jagd ist sollte vegan leben"
    Natürlich, das war überspitzt formuliert.
    Trotzdem bin ich der Meinung, dass jegliche Form von Fleischkonsum oder Nutzung tierischer Produkte, die Akzeptanz von Jagd als Ressourcen schonende Methode zur Fleisch/Leder/Pelz Gewinnung nach sich zieht.

    Ich kann nicht Haustiere (Rind, Schwein, Huhn) züchten, in Gefangenschaft halten und für meinen Nahrungskonsum schlachten und gleichzeitig Jagd auf nicht gefährdete Tierarten ablehnen. Das ist ein Paradoxon. Zumindest meiner Meinung nach...

    Von Trophäenjagd, Treib/Riegel/Drückjagden, Fallenjagd, Wald vor Wild/Ökojäger, kann man halten was man will bzw. besteht Diskussionsspielraum. Da sehe auch ich Diskussionsbedarf.

    Liebe Grüße

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  • ronaldo
    antwortet
    AW: Jagdrecht und Co.

    Danke für deine Darstellung. Zwar bin ich in manchen Punkten anderer Meinung, aber die deine respektiere ich natürlich (wie das hier so üblich ist ).
    Lies jetzt bitte auch noch die anderen (gefühlten) tausend Beiträge hier - dann wirst du feststellen, dass eine Aussage wie "Wer gegen Jagd ist sollte vegan leben" vielleicht doch etwas zu einseitig und einfach ist.

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