Rhein Koblenz bis Köln mit Swing 2

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • 51069Swing2
    Neu im Forum
    • 11.01.2021
    • 9

    • Meine Reisen

    Rhein Koblenz bis Köln mit Swing 2

    Hallo in die Runde,

    ich bin Josef, Mitte 50, aus Köln und paddele seit einigen Jahren mit meiner besseren Hälfte hier in der Gegend auf Wupper, Agger, Sieg, Erft, Rur. Die Lahn musste im letzten Jahr dran glauben und wir paddeln regelmäßig auf Tiefs in Ostfriesland., da wir dort öfters sind. Das alles zu unserer Zufriedenheit im Swing 2.

    Die Flüsse um Köln herum und in Ostfriesland paddeln wir als Tagestouren und die Lahn paddelten wir mit Gepäck über 4 Tage, wobei wir in Hotels genächtigt hatten. Wir sind also ohne Zelt, Küche etc. unterwegs und das was wir für 4 oder 5 Tagen benötigen, passt auch ins Swing rein.

    Wie geschrieben, wir sind keine Paddelprofis. Bewegtes Wasser kennen wir ein wenig, den Rhein sind wir ein paar Meter von der Mündung der Erft bis Sporthafen Neuss gepaddelt; d.h. null Erfahrung auf dem Rhein.

    In diesem Sommer möchten wir den Rhein von Koblenz bis Köln befahren. Vorab 2 Tage auf der Mosel, da auch keine Erfahrungen mit der Berufsschifffahrt bestehen, um zu verstehen wie diese auf Bundeswasserstrassen ticken. Dann in 3 Tagen in Ruhe von Koblenz nach Köln. Aus meiner Sicht ist das Swing dafür geeignet, zu mindestens wurde es in verschiedenen Videos auf dem Rhein genutzt. Sollten Wellen etc. zu heftig sein, würde ich rechts ran paddeln, Taxi zum nächsten Bahnhof rufen und nach Köln über die Schiene reisen.

    Ich habe hier im Forum geschaut, ein wenig über das befahren des Rheins gefunden. Meine Frage, ist das was wir planen realistisch oder lässt man es besser sein? Über passende Kleidung, Schwimmwesten etc. muss jetzt nicht geredet werden; ist vorhanden und wird genutzt.

    Besten Dank.

    Gruß

    Josef

  • Bolek
    Anfänger im Forum
    • 08.12.2010
    • 42

    • Meine Reisen

    #2
    Hallo Josef,

    ich habe den Rhein bislang nur gesehen (ein halbes Jahr in Köln), bin ihn aber noch nicht gepaddelt. Meine spätere Freundin, die auf dem Rhein paddeln lernte, sagte was von „wie mit dem Fahrrad auf der Autobahn fahren“. Den Schiffsverkehr und die Enge auf dem Wasser fand ich beeindruckend, und ohne Einführung von anderen habe ich mich nicht raufgetraut.

    Zum Rhein gibt es im Faltbootwiki eine große Infosammlung hier https://www.faltboot.org/wiki/index.php?title=Rhein, zur Mosel eine Gewässerbeschreibung dort https://www.faltboot.org/wiki/index.php?title=Mosel. Ein paar Verkehrsregeln für Wasserstraßen stehen hier: https://www.faltboot.org/wiki/index....C3%BCr_Paddler


    Viele Grüße

    Bolek

    PS. Liebe Mods, das Einfügen und Beschriften von Links ist in der neuen Version nicht einfacher geworden

    Kommentar


    • Torres
      Freak

      Liebt das Forum
      • 16.08.2008
      • 26350

      • Meine Reisen

      #3
      Im Moment ist coronabedingt auf der Mosel relativ wenig los, d.h. es fahren höchstens die Hälfte der Schiffe. Wie lange das sein wird, ist schwer zu sagen, auf jeden Fall eignet sie sich seit letzten März nicht als Trainingsgewässer, da der Verkehr nicht realistisch ist. Ansonsten kann ich von der Mosel her sagen, dass es verdammt eng in den Kurven ist, dass man sein Boot jederzeit beherrschen sollte und den schmalen Streifen neben der Fahrrinne nutzen sollte und dass die Berufsschiffahrt schnell, lautlos und brutal lang ist. Ich fahre Seekajak auf der Elbe und selbst da ist es nicht immer einfach, Kurs zu halten, wenn zwei Kähne gleichzeitig vorbeirauschen und die Wellen sich auftürmen. Wir nutzen das dann gerne mal als Wellentraining, ob ich das mit einem Swing haben will, weiß ich nicht. Ich würde jedenfalls darauf achten, kein Gepäck oben drauf zu haben. Da ist dann auch mal ausgeprägter Sog und Schwall, Paddelstütze empfehlenswert. Wie sich Gummiboote verhalten, ob sie dann einfach ans Ufer versetzt werden, weiß ich nicht, Seekajaks wirft das u.U. um. Gibt es Buhnen oder Tonnen, ist Präzision wichtig, da gibt es Wirbel, die einen runterdrücken und verschwinden lassen.

      Ein paar Vereinskollegen sind den Rhein vorletztes Jahr zu viert gepaddelt, welche Strecke genau weiß ich nicht mehr, aber Koblenz-Köln müsste dabei gewesen sein. Sehr erfahrene, schnelle Seekajakfahrerinnen. Sie berichteten, dass es einerseits toll war, andererseits sehr schwer war, mit den beladenen Booten - gerade an interessanten Stellen - aus dem Wasser zu kommen, weil das Ufer an vielen Stellen zu steil oder zu befestigt war. Sie mussten teils lange Etappen machen, um ihr jeweiliges Ziel zu erreichen und der Fluss war nicht einfach. Sie fanden es toll, aber entspannt war es nicht und sie würden es auch nicht unbedingt wieder machen.
      "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

      Kommentar


      • tpo
        Erfahren
        • 19.06.2012
        • 262

        • Meine Reisen

        #4
        nAbend,

        das ist ein schönes Stück Rhein, wird bestimmt Spass machen. Ab Siebengebirge/Bonn wird die Landschaft aber langweiliger.

        Der Rhein hat reichlich Strömung und kann natürlich durch die Schiffahrt und vielleicht noch gegen die Strömung stehenden Wind auch Welle aufbauen. Durch die Breite des Flusses ist das aber meistens mit ein klein wenig Bootsgefühl kein echtes Problem. Euer 90cm breites Boot dürfte sowieso nur mit Absicht kenterbar sein. Wichtig ist es ein Gefühl dafür zu bekommen wo, also auf welcher Seite, die Fahrrinne jeweils ist. Die geht nämlich teils bis dicht ans Ufer. Es macht also Sinn hin und wieder die Flußseite zu wechseln und entspannt Abstand zur Berufsschiffahrt zu halten. Sonst kann es durchaus eng werden. Als Faustformel kann man sagen, dass die Fahrrinne oft an der Außenkurve oder bei geraden Stücken in der Mitte entlangführt. Kann man auf openseamap ganz gut sehen.

        http://map.openseamap.org/?zoom=15&l...FTF0FFFFFFFFFF

        Die Frachtschiffahrt macht eigentlich nie was überraschendes, also einfach wissen wo die Fahrrinne ist und vielleicht noch die blauen Tafeln an den Schiffen beachten, die anzeigen auf welcher Seite die Schiffe sich passieren werden und es gibt keine Probleme, wenn man sie nicht künstlich durch Ungeduld oder Unaufmerksamkeit selbst verursacht. Fähren erwarten, dass ihr Abstand haltet und nicht stört. Also erst passieren, wenn klar ist die wollen nicht gerade losfahren, z.B. weil die beschäftigt sind und Ein-/Ausladen. Personenschiffahrt ist schnell und wendig, die können schon mal wenden oder die Seite wechseln wenn die zu ihrem Anleger wollen. Personenschiffahrt in Orten mit Anlegern also mehr Aufmerksamkeit schenken.

        Aber eigentlich besteht der wesentliche Trick auf dem Rhein wirklich darin, auf der richtigen Seite zu fahren und beim Seitenwechsel eine entspannte Lücke abzuwarten. Meistens kein Problem, es kann aber durchaus mal ein paar Minuten dauern bis eine vernünftige Lücke da ist. Ohne Geduld oder an der falschen Stelle im Fluß kann der Rhein stressig und gefährlich sein. Die Strömung (durchaus bis 6-8km/h in der Hauptströmung bei mittlerem Wasserstand) immer ernst nehmen. Ihr wollt nicht von der Strömung unter einen Anleger o.ä. getrieben werden. Niemals direkt strömungsoberhalb eines Hindernisses anlegen oder nicht aufpassen wenn ihr oberhalb eines Hindernisses seid. An Hindernissen entstehen bei so viel Strömung natürlich Wirbel und Kehrwasser, kann man aber eigentlich am Wasser immer gut sehen und wird nicht groß überrascht.

        Schöne Anlegestellen mit Sand/Kies gibt es regelmäßig, aber nicht immer genau an der Wunschstelle oder sofort. Auch hier gilt wieder, die richtige Seite macht viel aus. Außenkurve ist meist mehr befestigt und schlecht zum anlegen, auch wegen der Strömung. Vielleicht per google maps Satellit ein paar schöne Strände als Pausenstellen raus suchen. Strassen beachten, die Bundesstraßen sind laut und viel befahren, das stört bei einer gemütlichen Pause sehr.

        Pegel und Wassertemperatur unter: http://undine.bafg.de/rhein/guetemes...t_auswahl.html

        Ihr fahrt rheinabwärts gesehen entweder links von den grünen Fahrrinnentonnen oder rechts von den roten Tonnen. (Gegen die Strömung natürlich umgekehrt, aber das werdet ihr ja nicht machen.). Wenn eine Farbe fehlt, geht die Fahrrine mehr oder weniger bis ans Ufer. Dort dann oft Befestigung oder Buhnen.

        Achtet ein wenig auf den Wetterbericht. Der Wind kann schon mal überraschen stark sein wenn er durchs Flußtal kommt. Das ist jetzt in der Regel nicht gefährlich, aber kann speziell in eurem windanfälligen Boot trotz Strömung ganz schön aufhalten oder anstrengen. Aber 3 Tage für die Strecke Koblenz Köln ist entspannt. Insgesamt sind das 100km zu paddeln also gemütliche 10-15 Stunden. Ohne zu paddeln vielleicht 20 Stunden.

        Wie wäre es denn, mal mit einem schönen Teilstück z.B. das Mittelstück eurer Tour Bad Hönnigen / Niederdollendorf 25km zu testen? Muss ja nicht immer direkt die große Tour zu Beginn sein, wenn ihr euch unsicher seid.

        Viel Spass wünsche ich euch

        Kommentar


        • 51069Swing2
          Neu im Forum
          • 11.01.2021
          • 9

          • Meine Reisen

          #5
          Zunächst besten Dank für die Infos, Links, Hinweise etc. . Aus diesen Infos kann ich jetzt für mich ein etwas klareres Bild zeichnen.

          Jegliche Hinweise zu möglichen Risiken werden verarbeitet. Wellen, Wind und bewegtes Wasser ist uns von Ostfriesland her von unseren Touren auf den Tiefs ein Begriff und dort werden wir auch die Saison 2021 im April oder Mai, je nach Wetterlage, starten.

          @tpo

          Danke für die sehr detaillierten Infos und den Hinweis auf openseamap. Ich fange jetzt mal an, mich intensiver mit der Strecke und den Regel für die Berufsschifffahrt zu befassen. Die Idee von Dir ggfls. vorab eine Teilstrecke zu paddeln werden wir angehen. Der Rhein, wenn wir ihn paddeln werden, dann im August, sollte kein Niedrigwasser sein und das Wetter stimmen. Bis dahin haben wir noch Zeit, nach der Winterpause, uns einzupaddeln auf kleineren Gewässern, wobei ich mir für Juni/Juli die Lahn ab Limburg via Lahnstein in den Rhein bis Koblenz vorstellen könnte. Die Mosel, auch wenn aktuell nicht stark befahren, möchten wir auch für 2 - 3 Tage noch vorher machen.

          Kommentar


          • Lufti
            Anfänger im Forum
            • 07.06.2020
            • 18

            • Meine Reisen

            #6
            Der Rhein ist Bundes-Wasserstraße, also gilt für Kleinfahrzeuge die - vereinfachte - Kennzeichnungspflicht.
            Bei fehlendem Kennzeichen kann es kostenbehafteten Besuch der WaSchPo geben (scheint hier aber nicht so sehr ein Haushaltsstützungsmodell zu sein wie es z.B. im Land Brandenburg ist).
            Desweiteren gilt besonders für - langsame - Luftboote: Bei Querungen der Fahrrinne wirklich GROSSE Lücken bei der Berufsschifffahrt abwarten! Selbst ein rappelvoller Schubverband ist schneller da wie man glaubt.

            Kommentar


            • 51069Swing2
              Neu im Forum
              • 11.01.2021
              • 9

              • Meine Reisen

              #7
              Danke Lufti für deinen Hinweis zur Kennzeichnungspflicht. Das hatte ich vor geraumer Zeit einmal gelesen gehabt, war aber bis dato kein Thema. Diese Kennzeichnungspflicht lässt sich ja einfach Dank passender Aufkleber mit dem Bootsnamen plus Namenszettel einfach lösen.

              Das Thema Rhein gibt augenscheinlich sehr viel Raum für neues und das finde ich spannend, weil man so oder so dabei etwas lernt, auch wenn man nicht paddeln sollte.

              Ich wohne rund 20 Minuten mit dem Rad vom Rhein entfernt. Bei schönerem Wetter fahren wir öfters am Rheinufer vom Norden in Köln bis zum Süden in Köln auf der rechten Rheinseite. Wenn wir die nächsten male radeln, dann werde ich mich mal mit der Fahrrinne vor Ort beschäftigen, auf die Tonnen und die Frequenzen der Schiffe genauer achten. Das sind Dinge welche ich nie gemacht hatte, wenn ich am Rhein war.

              Die Strecke ab Königswinter bis Köln, kurz vor Leverkusen, ist sicherlich landschaftlich nicht wirklich prachtvoll, aber ich habe den Wunsch einmal mit einem Kleinboot von Süden her durch meine Vaterstadt zu paddeln; es ist bis dato nur mit der KD auf großen Schiffen möglich gewesen.

              Ich habe genug Zeit, bis August, um Informationen zu sammeln und einzuschätzen, ob wir uns das zutrauen können, ohne ein Risiko einzugehen, oder weiterhin nur mittels KD an Altstadt und Dom vorbei fahren werden.

              Natürlich, die schönere Strecke ist bis Königswinter, Köln ist Heimat und Emotion. Daher natürlich Mittelrhein vorab in Ruhe mit Weinbergen und Rhein Wein, wenn das Gesamtpaket zu 100% für uns passt.

              Kommentar


              • Torres
                Freak

                Liebt das Forum
                • 16.08.2008
                • 26350

                • Meine Reisen

                #8
                Bei den Anlegestellen auf Sand oder Kies bitte vorher prüfen, ob es sich nicht um Naturschutzgebiete handelt. So verständlich der Wunsch nach Ruhe und Pausenbrot ist, so sollte man Gebiete, in denen Vögel nisten oder die Tierwelt gestört wird, weiträumig umfahren. Durch Berufsschifffahrt, Ausflugsverkehr und Fahrrinnenanpassungen ist der Rhein eh schon genug belastet.

                Wellen- und Winderfahrung sind eine gute Sache, aber auf großen Strömen mit viel Schiffsverkehr noch einmal ganz anders zu betrachten, weil es eben nicht nur Wind und Welle sind, die zu beherrschen sind, sondern eben auch Sog und Schwall der Schiffe, die gegenläufige Effekte hervorbringen können. Selbst sturmerfahrene Seekajakfahrer geraten da durchaus mal in Probleme, eben auch, weil man dann nicht immer so schnell in die gewünschte Richtung kommt, wie man will und wenn man Pech hat, hängt man unter einem Anleger oder in einem Strudel. Wenn ihr ein Zeitfenster erwischt, wo es das perfekte Wetter ist, gilt das alles natürlich nicht.

                Ich bin da meist nicht so vom Glück verwöhnt, wobei es auch genug Leute gibt, welche diese Herausforderungen lieben. Ich schwitze da eher Blut und Wasser. Nordsee oder Förde bei einem 5er Wind, in Böen mehr, ist zwar sehr anstrengend, aber man kann sich voll auf sein Boot konzentrieren und im Idealfall mit Routenänderung improvisieren. Aber Wind halb von der Seite, durch den Fluss oder die befestigten Ufer an bestimmten Stellen kurz verändert, gerne stark verstärkt, dann Kabbelwellen an den Wänden, Gegenströmungen an den Buhnen und dazu diese verdammten, teils riesigen und langen Tuckerkähne, die man erst nicht sieht und hört und die dann urplötzlich direkt hinter einem und innerhalb von Sekunden knapp neben einem sind, und das Boot orientierungslos werden lassen, einem die Wellen ins Gesicht schwappen lassen oder das Boot plötzlich in einem tiefen Tal verschwinden lassen ("Achterbahneffekt") kann ich echt nicht leiden. Man will ja auch mal Seele baumeln lassen. Also plant die Tour flexibel. An der Mosel nerven übrigens die ganzen Wehre bzw. Staustufen. Sonst habe ich sie trotz Schiffsverkehr bisher als harmlos empfunden - Bootsverleih mit offenen Kanus oder Kajaks ist ein weiteres Indiz dafür.
                "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

                Kommentar


                • 51069Swing2
                  Neu im Forum
                  • 11.01.2021
                  • 9

                  • Meine Reisen

                  #9
                  Torres

                  danke, Deine Anmerkungen und Bedenken zu Anlegestellen auf Sand und Kies sind berechtigt und werden verinnerlicht. Da wir ja ohne " großes Gepäck ", d.h. auch keine Trangia etc. reisen würden, haben wir bis dato auch meistens versucht in der " Zivilisation " anzulegen und dort zu essen und zu trinken. Warme Getränke, außer Kaffee/Tee, sind nicht der Hit und nach einiger Zeit paddeln was ordentliches zum Essen, sollte sein.

                  Ostfriesische Tiefs bieten hin und wieder die eine oder andere Überraschung in Bezug auf Wind und Wellen an. Das ist natürlich nicht der Rhein, klar! Wir haben aber auch öfters Seekajakfahrer in der bewegten Sieg / Wupper im Februar / März erlebt. Da hat ein Swing, es heißt ja nicht umsonst Swing und es kann den Popo super schnell bewegen den Vorteil gegenüber Seekajaks. Ich schätze einfach, der Physik her geschuldet, das schnelle umsetzen und reagieren von Swing Popo zu Seekajak Popo in bewegter Strömung schneller ein. Ferner, wie auch @tpo schrieb, ist sicherlich das Risiko mit dem Swing dank der Breite zu kentern, wenn man schnell den Popo bewegt, gering. Ich denke jedoch, wenn man sich etwas damit beschäftigt sowie das Wetter passt und die Hinweise von @tpo verinnerlicht, kann man ernsthaft über diese Tour nachdenken.

                  Daher, vom Boot her würde ich mir weniger Gedanken machen; es liegt an der Besatzung.

                  Wir paddeln zur Freude und zum Spaß, Risiko soll es nicht geben. Daher sind 3 Tage in der Planung ab Koblenz, d.h. 5 Tage gesamt. Wichtig ist neben dem paddeln und der Landschaft gutes Essen, lokaler Wein und alles ohne Stress, weil für uns paddeln nur Erholung ist.

                  Super Austausch und Hinweise, besten Dank!

                  Kommentar


                  • mac0816
                    Gerne im Forum
                    • 11.01.2016
                    • 79

                    • Meine Reisen

                    #10
                    Zitat von 51069Swing2 Beitrag anzeigen

                    Ich wohne rund 20 Minuten mit dem Rad vom Rhein entfernt. Bei schönerem Wetter fahren wir öfters am Rheinufer vom Norden in Köln bis zum Süden in Köln auf der rechten Rheinseite. Wenn wir die nächsten male radeln, dann werde ich mich mal mit der Fahrrinne vor Ort beschäftigen, auf die Tonnen und die Frequenzen der Schiffe genauer achten. Das sind Dinge welche ich nie gemacht hatte, wenn ich am Rhein war.

                    Die Strecke ab Königswinter bis Köln, kurz vor Leverkusen, ist sicherlich landschaftlich nicht wirklich prachtvoll, aber ich habe den Wunsch einmal mit einem Kleinboot von Süden her durch meine Vaterstadt zu paddeln; es ist bis dato nur mit der KD auf großen Schiffen möglich gewesen.
                    Von der Poller Wiese oder von der Groov in Godorf bis zur Leverkusener Brücke/Haltestelle Ford-Werke läßt sich problemlos mit der Sraßenbahn realisieren, das habe ich als Jugendlicher mit einem Primitiv-Luftboot oft gemacht.
                    Zwischen Severinsbrücke und Zoobrücke vorzugsweise auf der rechten Seite, links sind zu viele Anleger, ab Zoobrücke dann eher auf der linken Seite, allein schon wegen dem Bayer-Werk. Direkt nach der Hohenzollernbrücke auf die Fähre zur Messe achten, die kommt sehr schnell.

                    Oberhalb von Godesberg ist das deutlich anspruchsvoller, die Strömung ist viel schneller und die Schiffe haben wenig Platz. Da würde ich erst mal wie vorgeschlagen auf einem Abschnitt üben.
                    Rüdesheim-Köln bin ich mit dem Vorläufer des Gumotex Safari gefahren. In einigen Bereichen, vor allem Lorelei bei wenig Wasserstand, war das ganz schön anspruchsvoll. Ob ich das in dem Swing machen würde, weiß ich nicht, zumindest wäre für mich die Vorraussetzung, sicher in Kehrwasser einfahren zu könnnen.

                    Kennzeichenplicht ist kein Problem, einfach mit dickem Edding irgendeinen Namen in mehr als 10cm Höhe aufs Boot schreiben, erfahrungsgemäß ruft die Wasserschutzpolizei sowieso "das roote Boot, bitte mal anhalten"

                    Kommentar


                    • DerNeueHeiko
                      Fuchs
                      • 07.03.2014
                      • 2167

                      • Meine Reisen

                      #11
                      Zitat von 51069Swing2 Beitrag anzeigen
                      Ostfriesische Tiefs bieten hin und wieder die eine oder andere Überraschung in Bezug auf Wind und Wellen an. Das ist natürlich nicht der Rhein, klar! Wir haben aber auch öfters Seekajakfahrer in der bewegten Sieg / Wupper im Februar / März erlebt.
                      Ich würde das nochmal unterstreichen - es ist IMHO nicht per se das eine oder andere schwieriger oder gefährlicher, aber es sind andere Risiken/Gefahren. Kehrwasser und Fähren quer zum Strom kennt man in Ostfriesland weniger, auch der Abstand zur Berufsschifffahrt kann häufig viel größer gewählt werden, auf der anderen Seite hat man auf dem Rhein (in Deutschland) keine langen, ausgesetzten Querungen, keine Tide, sicherlich weniger Wind und kaum Wetter-Risiko (weil man doch immer schnell am Ufer sein kann).

                      MfG, Heiko

                      Kommentar

                      Lädt...
                      X