8 - Wie erreiche ich...

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  • Nicht übertreiben
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    Das ist leider so leicht nicht zu beantworten. Die Eintrittspupille (Brennweite/Blende, s.o.) macht erstmal nur die Freistellung von Objektiven vergleichbar. Wie stark diese dann in der Praxis ausfällt, ist sehr stark vom Abstand zum Motiv, von der Ausgabegrösse und vom Betrachtungsabstand abhängig. Mit einem klassischen 18-55 3,5-5,6 lässt sich nur aus recht nahen Distanzen (bzw. sehr sehr weit entferntem Hintergrund) gut sichtbar freistellen. Mit einem 55-200 4,5-5,6 ist dies bei größeren Brennweiten durchaus auch bei Ganzkörperaufnahmen möglich.

    Die Brennweite hat keinen Einfluss darauf ob ein Bild platt wirkt oder verzerrt, das ist einzig vom Abstand zum Motiv abhängig. Schneide ich aus einem 28mm Bild den Ausschnitt einer 200mm Aufnahme heraus, die vom gleichen Standpunkt aus gemacht wurde, sehen beide Bilder von der Perspektive exakt identisch aus.

    Die beste mir bekannte Software um sich einen Eindruck der Tiefenschärfe und der Hintergrundunschärfe zu machen, ist aus meiner Sicht http://www.kinzel.org/02_foto/08_software/02_cBlur/

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  • Sarekmaniac
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    Meine Frage war ja auch gar nicht dogmatisch gemeint. Wenn eine "Faustformel" zu irgend etwas nützt, dann eine ungefähre Einschätzung, ob ein Objektiv mit Brennweite X und Lichtstärke Y ein nennenswertes "Rumspielen" mit der Schärfentiefe erlaubt oder nicht.

    Zum ersten Absatz deiner Antwort: Klar verstehe ich. Wenn ich mich mit meiner kompakten LX 3 zehn cm an eine Blume heranrobbe, kann ich sie selbst mit diesem Objektiv freistellen.

    Zum Rest der Antwort:

    Weitsr muss man auch die wirkug der brennweite berücksichtigen, 400 mm komprimieren rechf stark.

    Am apsc mag ich zb 30 bis 90 mm sehr. Darüber wirds mir zu platt. 23mm in hochlichtstark hab ich leider nicht bzw gibts nicht bezahlbar als festbrennweite -ausser bei fuji...
    Es spiet also mehr rein als das bloße freistellungsvermögen ob eine linse jetzt den persönliche Vorlieben für "freistellfotos" entspricht.auch manchmal 8st im endbild bei der Freistellung oft weniger mehr..
    Ich verstehe leider kein Wort.

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  • StepByStep
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    Zitat von Sarekmaniac Beitrag anzeigen
    d.h. je höher der Wert, desto "freistellungstauglicher" das Objektiv? Schöne Faustformel, wo liegt der Wert, bei dem ein Objektiv aufhört, "freistellungstauglich" zu sein?
    Das würde ich nich dogmatisch sehen, da hier auch noch der aabbildungsmaßstab mit reinspiot, umso größer der ist umso mehr Freistellung. Eibfach ausgedrückt je nah desto mehr Freistellung.

    Weitsr muss man auch die wirkug der brennweite berücksichtigen, 400 mm komprimieren rechf stark.

    Am apsc mag ich zb 30 bis 90 mm sehr. Darüber wirds mir zu platt. 23mm in hochlichtstark hab ich leider nicht bzw gibts nicht bezahlbar als festbrennweite -ausser bei fuji...
    Es spiet also mehr rein als das bloße freistellungsvermögen ob eine linse jetzt den persönliche Vorlieben für "freistellfotos" entspricht.auch manchmal 8st im endbild bei der Freistellung oft weniger mehr..

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  • Sarekmaniac
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    Zitat von derMac Beitrag anzeigen
    Nach einen Nachtrag: Brennweiten an Sensoren mit Größen unterschiedlich zu Kleinbild werden ja oft in KB umgerechnet, damit man eine Vorstellung vom Bildeindruck bekommt. Das gilt für den "Freistellfaktor" nicht, hier also die echte Brennweite verwenden. Daraus folgt auch einer der mit zunehmend besser werder Technik nicht abstellbare Nachteil kleiner Sensoren.

    Mac
    Guter Hinweis, ich präszisiere meine Frage:

    Zitat von Sarekmaniac Beitrag anzeigen
    Wo liegt der Wert ("Freistellungsfaktor"), bei dem ein Objektiv einer Kamera mit Vollformatsensor aufhört, "freistellungstauglich" zu sein?

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  • derMac
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    Zitat von Christian J. Beitrag anzeigen
    Na ja, was heißt "Nachteil"...ich würde sagen eine "Andersartigkeit".
    Ok, Andersartigkeit ist gut. Ich wollte das nicht so negativ darstellen, aber es ist eben ein Unterschied der sich nicht mit der Entwicklung irgendwelcher toller Sensoren ändern wird.

    Mac

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  • Christian J.
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    Zitat von derMac Beitrag anzeigen
    Daraus folgt auch einer der mit zunehmend besser werder Technik nicht abstellbare Nachteil kleiner Sensoren.
    Na ja, was heißt "Nachteil"...ich würde sagen eine "Andersartigkeit". Man kann den Schärfeverlauf eines 24x36er Sensors bzw. Films nicht mit einem kleinen Sensor simulieren. Und noch ist unsere Sehgewohnheit von den tollen Fotos, die im KB-Format aufgenommen wurden, geprägt. Warte mal ab, bis die Handyfotogeneration "groß" ist- dann gilt Tiefenunschärfe als technische Unzulänglichkeit.

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  • derMac
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    Nach einen Nachtrag: Brennweiten an Sensoren mit Größen unterschiedlich zu Kleinbild werden ja oft in KB umgerechnet, damit man eine Vorstellung vom Bildeindruck bekommt. Das gilt für den "Freistellfaktor" nicht, hier also die echte Brennweite verwenden. Daraus folgt auch einer der mit zunehmend besser werder Technik nicht abstellbare Nachteil kleiner Sensoren.

    Mac

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  • Sarekmaniac
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    Zitat von Nicht übertreiben Beitrag anzeigen
    "Freistellung" vor einem weit entfernten Hintergrund:

    Freistellungsindikator = Brennweite / Blende

    Also z.B. klassisches Einsteigertele bei 200mm @ f/5.6 = 35,7
    im Vergleich zu 50mm @ f/1,4 = 35,7

    Beide Objektive stellen also vor einem weit entfernten Hintergrund identisch gut frei, die Schärfentiefe ist natürlich beim 50/1.4 kleiner.

    Als Extrem:
    400mm @ f/2.8 = 142,8
    d.h. je höher der Wert, desto "freistellungstauglicher" das Objektiv? Schöne Faustformel, wo liegt der Wert, bei dem ein Objektiv aufhört, "freistellungstauglich" zu sein?

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  • Nicht übertreiben
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    Stimmt

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  • midhighTrek
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    Jetzt helft mir auch noch mal auf die Sprünge bitte, ob mein Halbwissen passt:

    Vergrößerung, Bildausschnitt und Schärfentiefe sind (bei gleicher Blende) gleich für konstante Kombinationen (Abstand / Brennweite). Also 10m Abstand bei 50mm Linse, 40m Abstand bei 200mm Linse, etc.

    Der Tiefeneindruck ändert sich allerdings weiterhin mit der Brennweite.

    Richtig?

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  • Nicht übertreiben
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    "Freistellung" vor einem weit entfernten Hintergrund:

    Freistellungsindikator = Brennweite / Blende

    Also z.B. klassisches Einsteigertele bei 200mm @ f/5.6 = 35,7
    im Vergleich zu 50mm @ f/1,4 = 35,7

    Beide Objektive stellen also vor einem weit entfernten Hintergrund identisch gut frei, die Schärfentiefe ist natürlich beim 50/1.4 kleiner.

    Als Extrem:
    400mm @ f/2.8 = 142,8

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  • TeilzeitAbenteurer
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    Wenn man jetzt wüsste, ob die Blende unverändert gelassen ist, wär ich schlauer... Bei den Bildern von der Katze sieht es aus, als ob der Hintergrund schärfer wird; der ist allerdings auch noch recht nah dran. Bei den weiter verlinkten "Hitchock effect"-Bildern erscheint mir der Einfluss geringer.
    Dass sich der Ausschnitt des Hintergrunds ändert, war mir klar, aber es wäre gut zu wissen, wenn es auf die Schärfentiefe keinen Effekt hätte. Dann könnte man den Einfluss nämlich guten Gewissens vernachlässigen

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  • Libertist
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    Zitat von TeilzeitAbenteurer Beitrag anzeigen
    Wie du schreibst, nimmt die Schärfentiefe sowohl mit größerer Brennweite als auch mit geringerem Abstand zum Motiv ab. Gesetzt den Fall, ich habe ein Motiv im Nahbereich (wenige Meter) und einen weit entfernten Hintergrund (hunderte Meter). Das Motiv soll einen festen Bereich des Bildes ausfüllen, den ich durch den Abstand oder die Brennweite auswählen kann; näher ran und kleinere Brennweite oder weiter weg und größere Brennweite haben also jeweils einen gegenteiligen Einfluss auf die Schärfentiefe. Gleichen sich beide Effekte aus oder ist einer der beiden größer?
    Das ist eine sehr gute Frage! Ich glaube, man kann beide Faktoren so variieren, dass der Effekt der Freistellung in ähnlichem Maße durch beide Methoden erreicht wird. Aber ich kann dir keine physikalisch-fundierte Antwort geben.

    Die Frage ist dann eher:

    1. Wie räumlich soll das Bild wirken? Niedrige Brennweiten erzeugen mehr Räumlichkeit, lange Brennweiten lassen das Bild eher zweidimensional wirken.
    2. Wie selektiv soll der Hintergrund ausgewählt werden? Ein Grund dafür, dass ich meine Portraits mit langen Brennweiten mache, liegt in der Wahl des Hintergrunds: ich möchte meistens nicht, dass zu viel "Störendes" mit auf dem Bild ist, bei langen Brennweiten kann ich da viel selektiver sein.

    Macht das Sinn?

    Edit: Die Bilder auf der von morit.z verlinkten Seite erklären das natürlich viel anschaulicher.

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  • Loki_82
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    Vielen Dank,

    da habe ich gerade mal was gelernt !!!

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  • morit.z
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    Ich weiss nicht ob einer der Effekte groesser ist (wird auch vom verwendeten Objektiv abhaengen), aber Du solltest bedenken, dass sich durch unterschiedliche Brennweiten auch unterschiedliche Bildwirkungen ergeben selbst wenn der Bildinhalt 'im Prinzip' der gleiche ist: http://petapixel.com/2013/01/11/how-...en-with-a-cat/

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  • TeilzeitAbenteurer
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    Vielen Dank für die Ergänzungen!
    Eigentlich wollte ich den Faden nicht mit Kommentaren vollmüllen, aber mir ist beim Lesen wieder eine Frage in Erinnerung gekommen, die ich mir schon häufiger gestellt habe und die vielleicht auch für andere interessant ist:
    Wie du schreibst, nimmt die Schärfentiefe sowohl mit größerer Brennweite als auch mit geringerem Abstand zum Motiv ab. Gesetzt den Fall, ich habe ein Motiv im Nahbereich (wenige Meter) und einen weit entfernten Hintergrund (hunderte Meter). Das Motiv soll einen festen Bereich des Bildes ausfüllen, den ich durch den Abstand oder die Brennweite auswählen kann; näher ran und kleinere Brennweite oder weiter weg und größere Brennweite haben also jeweils einen gegenteiligen Einfluss auf die Schärfentiefe. Gleichen sich beide Effekte aus oder ist einer der beiden größer?

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  • Libertist
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    ...verwischtes Wasser?

    Lange Belichtungszeiten (ggf. Graufilter!) und Stativ. Langzeitbelichtungen von etwa 1 s bis 5 s sind schon mal ein guter Richtwert, je nach Aufnahmesituation. Etwas dunklere Bilder wirken meist besser, als zu helle.

    Auch hier muss man allerdings aufpassen: diese Bilder können sehr schnell kitschig wirken, zudem ist der Markt von Wischiwaschi-Wasserfällen und Stromschnellen schon längst übersättigt. Es ist okay, einen spritzigen Wasserfall als das abzubilden, was er ist: spritzig, nicht sanft. Trotzdem macht es Spaß, mit Langzeitbelichtungen zu experimentieren.

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  • Mucci
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    .. richtig belichtete Fotos mit blauem Himmel und kontrastreiche Wolken ohne ausgefressene Lichter mitten am Tag?

    - Die Verwendung von Grauverlaufsfiltern kann hierbei immens helfen, sie sind in verschiedenen Stärken (0.3 , 0.6 , 0.9) und hartem oder weichem Übergang erhältlich. STativ o.ä. wir nicht benötigt


    Für diese Aufnahme wurde ein 0.3er ND-Verlaufsfilter von Lee verwendet

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  • Libertist
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    ...ein helles Motiv vor'm Nachthimmel?

    Beleuchtung auf den Nachthimmel ausrichten - also so belichten, dass der Himmel genug Zeichnung hat, das sind in der Regel (je nach Blende und ISO) mindestens 10 Sekunden. Stativ ist sowieso klar.

    Diese 10 Sekunden sind genug Zeit, um das Motiv mit der Stirnlampe "auszumalen". Die Herausforderung liegt dabei natürlich darin, (a) nicht zu hell bzw. zu dunkel zu "malen" und (b) nicht die hässlichen Büsche nebenan mit zu beleuchten. Leichte Ungleichmäßigkeiten in der Ausleuchtung vom Vordergrund lassen sich im Nachhinein mit der Bildbearbeitung korrigieren (selektiv Aufhellen/Abdunkeln).

    Überhaupt kann man Langzeitbelichtungen und einer Stirnlampe bzw. Taschenlampe lustige Experimente veranstalten!

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  • Libertist
    antwortet
    AW: 8 - Wie erreiche ich...

    ...Abenddämmerungs-Fotos?

    Naja, meistens sieht nicht der ganze Himmel so schön aus, sondern nur ein (kleiner) Teil am Horizont. Dann eben mit langen Brennweiten fotografieren und sich auf den schönsten Ausschnitt beschränken. Der Vordergrund (hier: Tundra) ist sowieso meistens sehr unspektakulär, den kann man sich in der Regel sparen. 16:9 Ausschnitte bieten sich oft an. Aufpassen, dass es nicht zu kitschig wird (der Versuchung erliege ich sehr oft) - Blautöne schaffen da meistens Abhilfe, weil sie eine gewisse "Kühle" in das sonst so kitschig-rosarote Bild bringen.

    Ansonsten gilt: den richtigen Augenblick abwarten (oftmals nur wenige Minuten) und warm anziehen. Wer annehmbare Fotos machen will, muss sich eben auch dann noch mal aus dem Zelt bequemen, wenn andere sich schon in den Schlafsack gekuschelt haben.

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