App für illegale Pfade

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  • Werner Hohn
    Freak

    Liebt das Forum
    • 05.08.2005
    • 10863

    • Meine Reisen

    #21
    AW: App für illegale Pfade

    Zitat von lina Beitrag anzeigen
    Was sind denn illegale digitale Wege? Gibt es die überhaupt? Wann sind gpx-Spuren überhaupt „Wege“?
    Nein, das sind keine Wege. Ich mache auch aus meiner GPS-Spur einen Weg, lade diese aber nie zu OSM hoch in deren Datenbank. Die wird nur angezeigt, wenn ich die Karte bearbeite, um einen neuen Weg anzulegen oder einen zu überarbeiten. OSM-Wege werden auch aus temporären GPX-Spuren zusammengeklickt (verbundene Punkte). In der Karte ist das dann ein Weg, oder sonstwas.
    .

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    • Bambus
      Fuchs
      • 31.10.2017
      • 1050

      • Meine Reisen

      #22
      AW: App für illegale Pfade

      Mal ne Frage, in der Diskussion im Forum auf Heise.de wird immer wieder darauf verwiesen, das "die legalen Wege, die es im Wald ja gibt, ja keinen Spaß machen" sollen.
      Kann das inzwischen als gesellschaftlich akzeptable Begründung herhalten? Vielen Kommentaren auf Heise.de nach scheint das nicht so weit hergeholt...

      Das ist für mich eine interessante Entwicklung hin zur Spaßgesellschaft - alles machen wollen aber keine Verantwortung dafür übernehmen wollen?

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      • Werner Hohn
        Freak

        Liebt das Forum
        • 05.08.2005
        • 10863

        • Meine Reisen

        #23
        AW: App für illegale Pfade

        Diese Kommentare ziehlen ja nicht auf die Mapper, auch wird nicht behauptet, dass nur illegale Singletrails, bzw. Downhill-Strecken Spaß machen. Für MTBler fehlen schlicht und einfach anspruchsvolle Strecken. Da beißt sich deren Interesse mit dem der Waldbesitzer. Anspruchsvolle Strecken kann man in der Regel nicht über vorhandene Wege - seien sie noch so schmal - für Wanderer führen.

        Einige Wanderer sehen Fahrradfahrer im Wald auch als ihren ganz persönlichen Feind. Wenn da jemand mit Fullface-Helm mit Affenzahn auf seinem Wanderweg den Berg hinunter kommt, womöglich spritzt der Dreck in alle Richtungen, gibt es gelegentlich Ärger, und immer Schimpfworte.

        In Boppard gibt es einen Bikepark mit für Wanderer gesperrten Downhillstrecken. Nach meiner nicht sonderlich belastbaren Erfahrung, hält sich nicht jeder Wanderer ans Betretungsverbot.

        Werner, nicht-MTB-Fahrer
        .

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        • Gyttja
          Gerne im Forum
          • 17.04.2014
          • 58

          • Meine Reisen

          #24
          AW: App für illegale Pfade

          Es gibt keine illegalen Pfade. Es gibt illegale Nutzung von Pfaden. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Es gibt regelmäßig Fußgänger auf der Autobahn. Das ist illegal und gelegentlich tödlich. Trotzdem taugt das nicht als Argument die Autobahnen von Landkarten oder gar deren Beschilderungen zu entfernen.
          Im Gegentum. Solange ein Kartenwerk oder ein Pfad/Weg/Straße nicht ordentlich kartiert oder beschildert ist kann ja wohl kaum einer wissen was dort vor Ort legal oder illegal wäre. Zudem vereinfacht das ordentliche Kartenwerk die entsprechende Sanktionierung der "Delinquenten". Oder wie will man da als Waldbesitzer vor Gericht argumentieren, wenn nicht alle Wege ordentlich kartiert sind? Das nimmt Dir jeder Anwalt in Sekunden auseinander.
          Ich hatte vor ein paar Jahren ein interessantes Gespräch mit einem Waldbesitzer, der gerne hätte das in seinem Wäldchen mehr Mountainbiker unterwegs wären.
          Es fand das allemal besser, als den Verbiss durch Rehwild, weil sein Waldstückchen auf Grund der Topologie so ungern bejagt würde.
          Will sagen: "Unser Wald" ist in erster Linie eine Kulturlandschaft und ein Wirtschaftsbetrieb. Im wirtschaftlichen Interesse kann eine "illegale" Mountainbikestrecke durchaus im Sinne des Waldbesitzers sein. Sogar auch im Sinne des Jagdpächters. Mountainbiker fahren eigentlich gerne dort, wo das Gelände möglichst kupiert ist, Also mit viel Gefälle/Steigungen. Diese Gelände sind zur Jagd äußerst unbeliebt, weil die Strecke ohne Auto anstrengend zu verholen ist. Ergo ist eine Mountainbikestrecke in solchem Gelände einer Jagd in bequemen Gelände zuträglich, weil das Wild in "bequemere" Gelände vergrämt wird.
          Den Wanderer mag es stören, den Jäger und den Waldbesitzer eher weniger.

          Zm Einordnen: Persönlich fahre ich sehr gerne im Wald Fahrrad. Allerdings nur auf den Wegen und ich mag das schnelle Bergabfahren nicht so wirklich. Bei Wanderverkehr (gerade mit "illegal" unangeleintem Hund) bin ich übervorsichtig. Wenn der Förster kommt, halte ich immer an und habe immer etwas zu Fragen, was bisher immer zu sehr angenehmen Begegnungen und Gesprächen geführt hat. Wie man in den Wald ruft.....
          Man kann nicht immer machen, was man möchte. Manchmal kann man auch machen, was man will.

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          • Vegareve
            Freak

            Liebt das Forum
            • 19.08.2009
            • 13967

            • Meine Reisen

            #25
            AW: App für illegale Pfade

            Wenn ich einen Pfad durch die Wiese eines schweizer Bauers trampele, ist es wohl ein illegaler Pfad.
            "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

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            • Werner Hohn
              Freak

              Liebt das Forum
              • 05.08.2005
              • 10863

              • Meine Reisen

              #26
              AW: App für illegale Pfade

              Das kollidiert mit meinem Tun als Mapper für OSM. Ich komme an deinem Pfad vorbei (einmaliges drüberlatschen ergibt maximal eine Fußspur und kein Pfad), und sehe dort einen Pfad, der noch nicht bei OSM ist. Trackaufzeichnung an, heim an den Rechner, Pfad hoch zu OSM. Überprüfen kann ich nicht ob der Pfad legal ist. Für mich ist er zuerst nun mal in der Realität vorhanden.

              Das Problem taucht oft bei Pfaden in der Fremde auf oder beim Couchmappen (Satfotos). Zuhause weiß oder erkenne ich meistens ob der Pfad dahin gehört oder nicht.

              Nachtrag: Es könnte ja auch sein, dass der Pfad regelmäßig nur vom Eigentümer genutzt wird, von sonst keinem, weil die Nachbarn das Verbot kennen. Trotzdem ist dann dort ein Pfad, der in die Karte gehört. Grundstückszufahrten werden auch gemappt, obwohl keine allgemeine Betretungserlaubnis vorliegt.
              Zuletzt geändert von Werner Hohn; 27.01.2019, 21:38. Grund: Ein Wort weniger.
              .

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              • Gyttja
                Gerne im Forum
                • 17.04.2014
                • 58

                • Meine Reisen

                #27
                AW: App für illegale Pfade

                Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
                Nachtrag: Es könnte ja auch sein, dass der Pfad regelmäßig nur vom Eigentümer genutzt wird, von sonst keinem, weil die Nachbarn das Verbot kennen. Trotzdem ist dann dort ein Pfad, der in die Karte gehört. Grundstückszufahrten werden auch gemappt, obwohl keine allgemeine Betretungserlaubnis vorliegt.
                Noch'n Gedicht: die Runways auf Flughäfen sind auch gemappt Was nun? Da darf man auch nicht so einfach darauf herumspazieren/-fahren. Alles löschen? Ich dachte diese DDR Anforderungen an Geodaten wären weitestgehend überholt.
                Und jetzt komm mir nicht irgendwer mit umzäunt oder so. Ich stand hier in Köln auch schon aus Versehen vor dem "Kanzlerairbus". Ich bin dann einfach dem Polizeibus hinterhergeradelt um wieder in die Zivilisation zu kommen. Die haben die mit Natodraht bewährten Tore hinter mir zugemacht, nett gelächelt und gut ist. War übrigens via Komoot dahin gelotst worden.
                Apropos gelotst werden. Die wahrscheinlich "illegalsten" Wege habe ich nach Google Maps Fahrradnavigation befahren. Da habe ich mich oft sehr gewundert und geärgert auf dem Singletrail durch das Naturschutzgebiet. Sowas ist mir mit OSM noch nie passiert, was allerdings nicht an der Karte an sich sondern sondern am Routing Service liegt.
                Zuletzt geändert von Gyttja; 27.01.2019, 21:19.
                Man kann nicht immer machen, was man möchte. Manchmal kann man auch machen, was man will.

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                • Werner Hohn
                  Freak

                  Liebt das Forum
                  • 05.08.2005
                  • 10863

                  • Meine Reisen

                  #28
                  AW: App für illegale Pfade

                  OT: Gyttja, irgendwas verstehst du falsch. Ich bin ohne Einschränkung auf deiner Seite.

                  ... oder ich stehe mal wieder auf'm Schlauch.
                  Zuletzt geändert von Werner Hohn; 27.01.2019, 21:17.
                  .

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                  • Gyttja
                    Gerne im Forum
                    • 17.04.2014
                    • 58

                    • Meine Reisen

                    #29
                    AW: App für illegale Pfade

                    War ja auch zu Deiner Unterstützung gedacht
                    Man kann nicht immer machen, was man möchte. Manchmal kann man auch machen, was man will.

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                    • Pfad-Finder
                      Freak

                      Liebt das Forum
                      • 18.04.2008
                      • 11240

                      • Meine Reisen

                      #30
                      AW: App für illegale Pfade

                      @Ditschi:
                      OSM ist erst einmal eine Datenbank. Nicht mehr und nicht weniger. Sie wird befüllt von Freiwilligen, die
                      a) mit GPS-Gerät unterwegs sind und die in der Natur vorgefundenen Wege dann zu Hause von ihren Aufzeichnungen in die Datenbank eintragen oder
                      b) anhand von legal bereitgestellten Luftbildern topografische Daten in die Daten eintragen (bei Downhill-Pfaden im Wald wegen des Laubdachs quasi ausgeschlossen)

                      Diese sogenannten "Mapper" können - sofern die Beschilderung vor Ort oder ihre Kenntnis der jeweiligen Landesgesetzgebung das erlaubt - den jeweils erfassten Weg für bestimmte Benutzer freigeben oder sperren, in dem sie einen festgelegten zusätzlichen Code - sogenannte "Tags" (engl.) an den Weg dranhängen. In BaWü zum Beispiel sind "schmale" einspurige Waldwege für Radfahrer tabu, andere Länder schreiben nur, dass Radfahrer die "Wege" benutzen dürfen (was auch immer das am Ende heißt). Wenn am Abzweig zu einer Downhillstrecke ein Schild steht "Radfahrer verboten", dann wird das im Regelfall auch eingetragen. Schließlich will ja auch niemand, dass Tante Erna mit ihrem Hollandrad da versehentlich runterbrettert, nur weil es ihre Routing-App da meint, eine Abkürzung für Radfahrer zu erkennen.

                      Damit sind wir bei denen, die "Karten" und "Navi-Apps" machen: Die ziehen sich die Daten, die sie für sinnvoll/nötig halten, aus der OSM-Datenbank. Wenn sie gut sind, respektieren sie Radfahrer-Fahrverbote. Wenn es ihnen wurscht ist, nicht. Die OSM-Datenbank enthält die vor Ort erfasste Wirklichkeit, nicht mehr und nicht weniger.

                      Für manche Waldbesitzer ist es natürlich einfacher, über das böse "OSM" zu meckern, anstatt die vor Ort objektiv vorhandenen Wege zu blockieren oder zumindest mit Schildern zu sperren. Im übrigen: In der Downhiller-Szene spricht es sich auch ohne App rum, wo es Pisten gibt.

                      Ich selbst bin mal außerhalb der Downhiller-Saison einen offiziell ausgeschilderten Downhill-Pfad runtergelaufen und habe ihn eingetragen, aber natürlich ein Verbot für Fußgänger drangehängt. Ich weiß natürlich nicht, ob sich alle Fußgänger dran halten - aber ich habe alles bei OSM mögliche dafür getan, dass sie nicht versehentlich von ihrer Navi-App da runtergelotst werden.
                      Schutzgemeinschaft Grüne Schrankwand - "Wir nehmen nur das Nötigste mit"

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                      • Vegareve
                        Freak

                        Liebt das Forum
                        • 19.08.2009
                        • 13967

                        • Meine Reisen

                        #31
                        AW: App für illegale Pfade

                        Ich dachte eher an einem Pfad, dessen Existenz illegal ist, weil für die Landschaft zerstörerisch, nicht dessen Betretung (solche Wege gibt es natürlich sehr viele). Daher wollte ich zunächst diesen Thread zu "Leave no trace" verschieben. Die Sachlage ist aber nicht so einfach, wie man sieht.
                        "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

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                        • Ditschi
                          Freak

                          Liebt das Forum
                          • 20.07.2009
                          • 10718

                          • Meine Reisen

                          #32
                          AW: App für illegale Pfade

                          Ich weiß von OSM wenig . Grade mal ins OSM- Forum geschaut. Da scheint das Mitteilen und Löschen illegaler Wege ein großes Thema zu sein. Habe nur die Überschriften gelesen. Ich halte mich da raus. Nur grade einen Beitrag überflogen, daß ein Landratsamt aus Gründen des Artenschutzes eine Weg zu einer Höhle gelöscht hat. Scheint also zu gehen und kommt mir logisch vor. Wenn Menschen dort etwas eintragen können, müßten Menschen dort auch etwas löschen können.
                          Natürlich gibt es illegale Wege. Da Wege nach den Landeswaldgesetzen der Länder in Wäldern nur mit Zustimmumg der Eigentümer angelegt werden dürfen, wäre demnach ein von Menschen ohne Zustimmung angelegter Weg ein illegaler, also gesetzwidriger Weg. Warum sollte ein Waldeigentümer zum Schutz seines Eigentums keinen Rechtsanspruch haben, daß dieser illegal angelegte Weg auf keiner wie auch immer gearteten Karte erscheint oder, falls bereits geschehen, gelöscht wird ?
                          Die Normen, die ihm m.E. das Recht geben, dieses zu verlangen, habe ich genannt. Das Prozedere der Eintragungen einmal genannt zu bekommen, finde ich interessant. Ich lerne dazu. Wie bekommt man die Eintragungen also wieder raus ?
                          Wenn sich die Diskussion um die technischen Fragen der Eintragungen dreht, finde ich das interessant. An der rechtlichen Problematik geht sie aber m.E. vorbei.

                          Ich stelle mir grade vor, daß ich morgens aus dem Fenster schaue und sehe, daß Leute ohne mein Einversändnis über mein Grundstück latschen. Die mir dann erzählen, daß jemand auf einer Karte dort einen Weg eingetragen hat, von dem ich nichts weiß. Klar kann ich als Eigentümer die Leute des Grundstückes verweisen. Aber es kommen ständig neue. Es will mir doch niemand erzählen, ich hätte keinen Rechtsanspruch, daß der illegale Weg über mein Grundstück aus der Karte wieder entfernt wird ? Ich habe bewußt allgemein Karte und nicht OSM geschrieben, denn warum sollte sich auf die Problematik nur auf OSM konzentrieren? Wäre es nicht auch völlig egal, ob digitale Karte oder Papierkarte ?
                          Wer immer für eine Karte mit einem illegal verzeichneten Weg über mein Grundstück verantwortlich ist, hat dafür zu sorgen, daß der Weg in der Karte dort gelöscht wird. Das erscheint mir im Ergebnis derart selbstverständlich, daß ich garnicht recht verstehe, wie man da so lange drum herum reden kann ? Oder verläuft jetzt für den Rest meines Lebens über mein Grundstück ein Weg, den ich hinzunehmen habe? Das ist doch eine einfache und auch einfach zu beantwortende Frage.
                          Ditschi

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                          • Gyttja
                            Gerne im Forum
                            • 17.04.2014
                            • 58

                            • Meine Reisen

                            #33
                            AW: App für illegale Pfade

                            Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
                            Ich dachte eher an einem Pfad, dessen Existenz illegal ist,
                            Genau Soetwas gibt es nicht. Eine existierende geologische Gegebenheit ist. Im Sinne von sie ist existent. Sie kann per se nicht legal oder illegal sein. Sie ist einfach.

                            Die Hanfpflanze z.B. ist nicht illegal. Sie existiert einfach. Die Nutzung dieser Pflanze wird von lokal begrenzten Gesellschaftsteilen bewertet und sanktioniert.

                            Will sagen: Nur weil Dir (und mir auch) rücksichtslose Radfahrer auf den Sack gehen, sollte man nicht anfangen (geologische) Realitäten zu verschleiern.
                            Man kann nicht immer machen, was man möchte. Manchmal kann man auch machen, was man will.

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                            • Werner Hohn
                              Freak

                              Liebt das Forum
                              • 05.08.2005
                              • 10863

                              • Meine Reisen

                              #34
                              AW: App für illegale Pfade

                              Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
                              Das Prozedere der Eintragungen einmal genannt zu bekommen, finde ich interessant. Ich lerne dazu. Wie bekommt man die Eintragungen also wieder raus ?
                              Wenn sich die Diskussion um die technischen Fragen der Eintragungen dreht, finde ich das interessant.
                              Dann nur die Technik, auch weil das eindeutig geklärt ist. Alle Eintragungen kann jeder OSM-Mapper löschen. Objekt anklicken, schauen dass keine anderen Objekte damit verbunden sind, rechte Maustaste (bei meinem Editor), Mülleimer, klick, weg. Dafür braucht es keine Obermuftis. Jedoch sollte das Löschen begründet werden.

                              OT: Ich lösche mich jetzt vom Sofa.
                              .

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                              • Ditschi
                                Freak

                                Liebt das Forum
                                • 20.07.2009
                                • 10718

                                • Meine Reisen

                                #35
                                AW: App für illegale Pfade

                                Gytta, legal oder illegal sind rechtliche Begriffe, keine geologischen. Ein geologisch sichtbarer Weg kann daher rechtlich ein illegaler Weg sein, wenn er z.B. illegal angelegt wurde.
                                OMS hat natürlich einen verantwortlichen Eigentümer, gegen den man seine Rechtsansprüche durchsetzen könnte, nämlich die OpenStreetMap Foundation, eine in England und Wales registrierte Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
                                Ditschi

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                                • lina
                                  Freak

                                  Vorstand
                                  Liebt das Forum
                                  • 12.07.2008
                                  • 36328

                                  • Meine Reisen

                                  #36
                                  AW: App für illegale Pfade

                                  Zitat von Ditschi
                                  Da Wege nach den Landeswaldgesetzen der Länder in Wäldern nur mit Zustimmumg der Eigentümer angelegt werden dürfen, wäre demnach ein von Menschen ohne Zustimmung angelegter Weg ein illegaler, also gesetzwidriger Weg.
                                  Solche angelegten Wege klingen eher nach Wirtschaftswegen. Hier in der Gegend gibt es jede Menge Wildpfade, die wie Wanderpfade aussehen. Wenn Schnee liegt, sieht man an Schuh- und Pfotenabdrücken, dass sie genutzt werden. Möglich, dass sie auch bei OSM verzeichnet sind. Da das Betreten des Waldes gestattet ist, spricht auch nichts gegen die Benutzung, welche damit (da kein besonderes Schutzgebiet) auch nicht illegal ist. Das Rätsel besteht also auch hier, da ein Weg somit sozusagen illegal von den Tieren des Waldes angelegt worden sein kann — ?

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                                  • Gyttja
                                    Gerne im Forum
                                    • 17.04.2014
                                    • 58

                                    • Meine Reisen

                                    #37
                                    AW: App für illegale Pfade

                                    Ein geologisch sichtbarer Weg kann daher rechtlich ein illegaler Weg sein, wenn er z.B. illegal angelegt wurde.
                                    Genau das bezweifele ich ja. Der Weg ist existent und verschwindet nicht durch Verleugnung.

                                    Illegal wird er eventuell durch die Benutzung. Selbst wenn jegliche Benutzung durch die gesellschaftlichen Gegebenheiten (Gesetze) illegal sein sollte, so ist dieser Weg dann doch existent. Eine Verleugnung hätte allenfalls religiösen Charakter. Ich bildete mir ein diese Zeitalter überwunden zu wissen.

                                    Mit einer ähnlichen Argumentation könnte man auch z.B. einen Kontinent verleugnen. Antarktis böte sich da an. Dieser Kontinent ist existent, gehört keinem so richtig, Menschen wohnen da auch nur zeitweise und er "bedroht" das Weltklima und da ist es voll kalt, ey. Böser Kontinent; also weg damit. Und sachlich gesehen ist die Antarktis sicher eine potentiell gefährlichere Begebenheit als ein wilder Pfad in einer Fichtenplantage.
                                    Man kann nicht immer machen, was man möchte. Manchmal kann man auch machen, was man will.

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                                    • Ditschi
                                      Freak

                                      Liebt das Forum
                                      • 20.07.2009
                                      • 10718

                                      • Meine Reisen

                                      #38
                                      AW: App für illegale Pfade

                                      Zitat lina:
                                      Solche angelegten Wege klingen eher nach Wirtschaftswegen.
                                      Na, so ähnlich. Es geht ja nicht um das Betreten des Waldes, sondern um das Befahren mit einem Rad, speziell mit einem MTB.
                                      Da der Ausgangsfall ja in Hessen spielt, zitierte ich einmal das hessische Waldgesetzt dazu:

                                      § 15 Abs.(3)

                                      Radfahren, Reiten und Fahren mit Krankenfahrstühlen ist im Wald auf befestigten oder naturfesten
                                      Wegen gestattet, die von Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern oder mit deren Zustimmung angelegt wurden
                                      und auf denen unter gegenseitiger Rücksichtnahme gefahrloser Begegnungsverkehr möglich ist.
                                      Die anderen Bundesländer formulieren es ähnlich. Ein Weg, auf dem im Wald Rad gefahren werden darf, muß also befestigt oder naturfest sein, gefahrlosen Begegnungsverkehr ermöglichen und vom Waldbesitzer selbst oder mit seiner Zustimmung angelegt sein.

                                      Trampelpfade und Tierwege scheiden zum Radfahren also aus. Wenn, wie im Ausgangsfall, MTB- Fahrer sich selber Wege anlegen, die diesen Anforderungen nicht entsprechen, dann sind diese Wege illegal angelegt und werden illegal benutzt. Mögen sie auch noch so existent sein. Werden sie dann noch in eine Karte eingetragen zu dem Zweck, sie auch anderen MTB-Fahrer zugänglich zu machen, kann der Eigentümer / Waldbesitzer m.E. Unterlassung, Löschung, Schadensersatz verlangen. Wenn das nicht verstanden wird, weiß ich nicht mehr weiter. Spät und langatmig genug für mich, Schluß zu machen für heute und mit dem thread.

                                      Ditschi

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                                      • Igelstroem
                                        Fuchs
                                        • 30.01.2013
                                        • 1402

                                        • Meine Reisen

                                        #39
                                        AW: App für illegale Pfade

                                        Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
                                        Wenn, wie im Ausgangsfall, MTB- Fahrer sich selber Wege anlegen, die diesen Anforderungen nicht entsprechen, dann sind diese Wege illegal angelegt und werden illegal benutzt. Mögen sie auch noch so existent sein. Werden sie dann noch in eine Karte eingetragen zu dem Zweck, sie auch anderen MTB-Fahrer zugänglich zu machen, kann der Eigentümer / Waldbesitzer m.E. Unterlassung, Löschung, Schadensersatz verlangen. Wenn das nicht verstanden wird, weiß ich nicht mehr weiter.
                                        Verstanden wird es schon, aber die Rekonstruktion des Sachverhalts leuchtet (mir) nicht ein. Eine Inanspruchnahme des Datenbankbetreibers oder des Kartenherausgebers oder des Kartographen kommt doch wohl nur in Betracht, wenn die Einzeichnung des illegalen Weges dessen illegale Nutzung adäquat verursacht oder in irgendeiner Weise bezweckt. Das Mappen eines Pfades bei OSM oder auch in einer Karte des Landesvermessungsamtes erfolgt aber im Allgemeinen in unspezifischer Absicht, und im Besonderen wäre eine spezifische Absicht, wenn es eine gäbe, in den allermeisten Fällen nicht konkret ermittelbar. Daher bleibt, solange mit der kartographischen Tätigkeit keine explizite Aufforderung zur illegalen Nutzung eines Weges einhergeht, die rechtliche Verantwortung für die illegale Nutzung bei der Nutzerin selbst, also hier bei der MTB-Fahrerin. Eine App, die nichts anderes tut, als illegale MTB-Trails zur Nutzung anzubieten, könnte zwar eventuell irgendwie rechtswidrig sein, aber ihr Verbot würde nicht dazu führen, dass die Wege selbst aus der Welt der Kartographie bzw. aus einer unspezifischen Geodatenbank wie OSM verschwinden. Das Verbot wäre also nur begrenzt effektiv, auch wenn es rechtlich möglich wäre.

                                        Eine Lösung, die zulasten des Datenbankbetreibers ginge, würde zudem Verhältnismäßigkeitsfragen aufwerfen. Soll der Betreiber verpflichtet werden, im Einzelfall zu prüfen, ob das Unterlassungsbegehren nach dem jeweils geltenden nationalen oder regionalen Recht gerechtfertigt ist, oder soll jedem Löschungsbegehren ohne Prüfung nachgegeben werden? Muss der Betreiber also alle weltweit auftretenden Wegestreitigkeiten rechtlich beurteilen, die an ihn herangetragen werden, oder muss er nur täglich einige tausend Löschungsanträge bearbeiten und sicherstellen, dass die Löschung nicht rückgängig gemacht wird? Unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismäßigkeit wäre dem betroffenen Eigentümer wohl eher zuzumuten, dass er die Löschung selbst ausführt, da ihm dies ohne besondere Kosten möglich ist.

                                        Die illegale Nutzung selbst kann ohnehin nur durch konkrete physische Maßnahmen unterbunden werden. Vom Betreiber einer Geodatenbank Schadenersatz zu verlangen, würde selbst dann, wenn man einen Anspruch grundsätzlich bejaht, voraussetzen, dass dargelegt werden kann, welcher Anteil der illegalen Nutzung des Weges der Veröffentlichung zuzurechnen ist. Denn der Weg ist ja bereits vorhanden und kann auch dann illegal genutzt werden, wenn er kartographisch nirgends erscheint. Aus einem (präventiv motivierten) Unterlassungsanspruch gegen den Datenbankbetreiber würde also nicht ohne Weiteres ein konkreter Schadenersatzanspruch bei Nichterfüllung folgen.

                                        Und so weiter.
                                        Lebe Deine Albträume und irre umher

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                                        • Vegareve
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                                          Liebt das Forum
                                          • 19.08.2009
                                          • 13967

                                          • Meine Reisen

                                          #40
                                          AW: App für illegale Pfade

                                          Zitat von Gyttja Beitrag anzeigen
                                          Genau Soetwas gibt es nicht. Eine existierende geologische Gegebenheit ist. Im Sinne von sie ist existent. Sie kann per se nicht legal oder illegal sein. Sie ist einfach.

                                          Die Hanfpflanze z.B. ist nicht illegal. Sie existiert einfach. Die Nutzung dieser Pflanze wird von lokal begrenzten Gesellschaftsteilen bewertet und sanktioniert.
                                          .
                                          Die Hanfpflanze wächst von alleine, der Wiesenpfad entsteht aber nur, wenn Menschen regelmässig das Gras an der gleichen Stelle zertrampeln, von daher ist es nicht dass Gleiche (da die Kühe dieses Gras zum fressen brauchen, kann man sich von den Bauern was anhören, wenn man einen Schritt zu viel in die falsche Richtung macht). Die Rodung durch MTBikes dürfte noch viel gravierender sein.

                                          Zugegeben nicht ganz das Thema hier :bg..
                                          "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

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