Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

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  • Kuckuck
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    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    genau Goettergatte,

    die Landwirte bräuchte sich dann nicht zu rechtfertigen, wenn sie auf die Subventionen verzichten - tun sie aber nicht. Dann müssen sie halt mit kritischen Fragen über den gesellschaftlichen Gegenwert der an sie gezahlten Steuergelder leben.
    Wie wäre es denn, die Wisenthaltung auch als eine Form von Hobby-Landwirtschaft zu sehen und ebenfalls Subventionen zu zahlen? Woanders gibt es solche Modelle mit Heck-Rindern und z.B. Konikpferden. Leider spielt auch hier die Landwirtschaftslobby häufig nicht mit und unterläuft die Unterstützungsmöglichkeiten der EU.

    Kuckuck

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  • Goettergatte
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Was wir brauchen sind mehr Wisente
    und keine Subventionen,
    dieses weiß ich, seit dem mir bekannt ist, was 2 meiner Freunde für Verpachtung von Flächen und
    liefern an Tönnies,
    von Brüssel als Geschenk erhalten.
    50000,-€ und mehr.
    EU-Agrarsubventionen wurden vor einigen Jahren gottlob mal veröffentlicht, leider nur kurzzeitig

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  • Torres
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Das in der Tat.

    Und oft schaukelt es sich auch hoch. Mehr Toleranz und Gesprächsbereitschaft auf beiden Seiten wäre gut. Dann könnten auch beide Seiten voneinander lernen.

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  • cast
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Es gibt wohl beide Extreme.

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  • Torres
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Dein Vergleich hinkt wie ein einbeiniger Pirat mit Hüftarthrose.
    Ich kann es auch gerne anders ausgedrücken: Piraten sind so lange tolle Kerle, wie sie fremde Schiffe versenken und nicht das eigene.

    Ich habe keine Probleme mit der Auswilderung von Tieren. Ich finde das sogar gut und wichtig. Dass dann aber Landwirte, Förster oder Fischer sich permanent dafür rechtfertigen müssen, dass sie ihren Besitz oder die Früchte ihrer Arbeit verteidigen, finde ich traurig. Manchmal habe ich den Eindruck, dass in dieser Gesellschaft jedes Gefühl für das menschliche Überleben in der Natur verloren gegangen ist. Je weiter sich die traditionell selbstständige, unabgesicherte wirtschaftliche Nutzung von Land- und Forsteigentum durch den Menschen aus der eigenen Lebenswirklichkeit entfernt, desto stärker werden Tiere vermenschlicht und die Menschen verteufelt, die uns die Nutzung der Landschaft als Kulturlandschaft überhaupt erst ermöglichen.
    Zuletzt geändert von Torres; 05.06.2013, 15:27. Grund: Wortwahl verbessert

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  • sjusovaren
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Hier gibt es eine kleine Reportage von Al-Dschasira zum Thema...

    http://www.aljazeera.com/news/europe...010998310.html

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  • cast
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Kennst du die Einkommenssituation eines heutigen Berufsfischers so genau, daß du ihm Gewinnmaximierung unterstellst?

    Wenn Hobbyangler auf ihre Kosten Junglachse auswildern und wirklich was tun wollen und neben dran hocken Kormorane und warten nur drauf, fragt sich was man macht.

    Kormorane schießen oder Lachse aussetzen?

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  • sjusovaren
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Zitat von sjusovaren
    Und diese Konflikte müssen ausgetragen werden.
    Die Waldbesitzer müssen sich dran gewöhnen, daß die Wisente auch an "ihren" Bäumen knabbern.
    Die Jäger müsen sich dran gewöhnen, daß die Wölfe "ihre" Rehe fressen.
    Die Fischer rmüssen sich dran gewöhnen, daß Kormorane "ihre" Fische fressen.
    u.s.w.
    Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    Als Kind fand ich Schnecken in Erdbeerfeldern niedlich. Bis ich selbst einen Garten hatte und viel Arbeit hinein gesteckt habe, um Erdbeeren zu pflanzen und zu ernten. Da fand ich Schnecken nicht mehr niedlich. Ich meine, ich hätte ja den Schnecken was abgegeben. Aber sie wollten alles....
    Dein Vergleich hinkt wie ein einbeiniger Pirat mit Hüftarthrose.
    Willst Du behaupten, die Wisente wären eine existentielle Bedrohung für den Wittgensteiner Wald?
    Oder Wölfe wären eine Bedrohung für den Rehbestand eines Gebietes insgesamt? Oder Kormorane würden alle Fische im Bodensee auffressen, so daß die armen Fischerfamilien verhungern müssen?
    Es geht doch bei diesen Konflikten für die Menschen heute bei uns in Deutschland nur noch um "Gewinnmaximierung", nicht mehr ums Überleben. Im Gegensatz zu den Tieren.



    Zitat von Goettergatte
    Quintus, erster wildgebohrener Wisent in Mittel-Europa seit Jahrhunderten
    Und gleich noch ein Jungtier, klick
    Zuletzt geändert von sjusovaren; 05.06.2013, 13:50.

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  • Torres
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Das Problem sind nicht die Tiere, die sich völlig natürlich verhalten, sondern unser gestörtes Verhältnis zur Natur.
    Als Kind fand ich Schnecken in Erdbeerfeldern niedlich. Bis ich selbst einen Garten hatte und viel Arbeit hinein gesteckt habe, um Erdbeeren zu pflanzen und zu ernten. Da fand ich Schnecken nicht mehr niedlich. Ich meine, ich hätte ja den Schnecken was abgegeben. Aber sie wollten alles....

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  • cast
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Du gehst mit dem Eigentum andere ganz schön sorglos um. Aber klar du bist ja nicht betroffen.

    Das Credo "Wald Vor Wild" steht im Gesetz, mir gefällt es auch nicht.

    Die staatlichen Forstverwaltungen sind im Hinblick auf die Länderfinanzen angewiesen Geld zu verdienen, das tun sie über den Holzverkauf.
    Wild verbeisst teuer gepflanzte Bäume, der Ertrag sinkt. Wild ist das Problem, also weg damit.

    So sieht die Wirklichkeit aus.

    Deine naive Einstellung magst du dir erhalten, aber sie scheitert an den Realitäten.

    Das da draußen ist kein natürlich gewachsener Wald, er wurde mit viel Geld zu einem. Mit Natur die man sich selbst überlässt hat das nix zu tun.

    Wisente nachzuzüchten und auszuwildern hat nichts mit Natur zu tun. Nur mit dem naiven Versuch noch was zu retten.
    Zoo ist es keiner, eher eine Haltung im Freigehegel, nur hat man den Zaun um die fürstlichen Wälder vergessen.

    Es hat auch nix mit Natur zu tun, wenn Kormorane sich an Fischzuchtgewässern einfinden und Existenzen gefährden.
    Sondern etwas mit Nahrungsopportunismus und wenn man in solchen Kolonien den Bestand zehntet ändert sich nix an der Gesamtsituation der Kormorane.

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  • sjusovaren
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Ich habs ja vorher gesagt, u.a. die Konflikte mit den Waldbesitzern sind vorprogrammiert.
    Und diese Konflikte müssen ausgetragen werden.
    Die Waldbesitzer müssen sich dran gewöhnen, daß die Wisente auch an "ihren" Bäumen knabbern.
    Die Jäger müsen sich dran gewöhnen, daß die Wölfe "ihre" Rehe fressen.
    Die Fischer rmüssen sich dran gewöhnen, daß Kormorane "ihre" Fische fressen.
    u.s.w.

    Das Problem sind nicht die Tiere, die sich völlig natürlich verhalten, sondern unser gestörtes Verhältnis zur Natur.
    Zitat von Vegareve
    Es haben schliesslich auch andere Lebewesen eine Existenzberechtigung.
    Genau.

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  • cast
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Oh man, manche haben echt eine total gestörte Einstellung zu Wildtieren
    Das sind keine Wildtiere, sie gehören dem Trägerverein, wenn die Viecher zu schaden gehen, kann man den dafür zur Kasse bitten.
    Im übrigen ist das ein Spleen des Herrn Fürsten, sollen die ruhig seine Bäume wegfressen, andere Eigentümer müßen das nicht dulden.
    Bei Reh- und Rotwild duldet man es ja auch nicht....

    Ich habs ja vorher gesagt, u.a. die Konflikte mit den Waldbesitzern sind vorprogrammiert.

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  • Vegareve
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    "Dann werden wir eventuell mit unseren Vorgesetzten entscheiden, ob wir das weiter dulden wollen.“ ...

    Oh man, manche haben echt eine total gestörte Einstellung zu Wildtieren , finde ich. Es haben schliesslich auch andere Lebewesen eine Existenzberechtigung .

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  • findkfn
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Unglaublich, Wisente halten sich nicht an Grenzen !!

    link

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  • Goettergatte
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Quintus, erster wildgebohrener Wisent in Mittel-Europa seit Jahrhunderten
    KLICK

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  • muisyle
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Zitat von sjusovaren Beitrag anzeigen
    Da ist statistisch garantiert die Gefahr größer, gegen eine ausgebüchste Milchkuh zu knallen.
    Noch! Sie vermehren sich! HILFEE!
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-901072.html

    MfG

    muisyle

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  • cast
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Wir sehen mal wie es weitergeht.

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  • LihofDirk
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Zitat von sjusovaren Beitrag anzeigen
    Da ist statistisch garantiert die Gefahr größer, gegen eine ausgebüchste Milchkuh zu knallen.
    Oder gegen ein anderes Auto

    Irgendwie habe ich den Eindruck, das Ängste und Gegenargumente nicht immer mit statistischer Signifikanz einhergehen.

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  • sjusovaren
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Herrje, natürlich gibt es bei uns viele Wildunfälle. Aber es gibt auch 2 Millionen Rehe, rund 200 000 Rothirsche u.s.w.
    Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß einer der 8 Wisente vor ein Auto rennt?
    Da ist statistisch garantiert die Gefahr größer, gegen eine ausgebüchste Milchkuh zu knallen.

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  • Rhodan76
    antwortet
    AW: Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    Zitat von cast Beitrag anzeigen
    ...Dazu passt kein Wildunfall und jetzt stell dir den Aufschrei vor, wenn ein völlig überflüssiger passiert.
    Den größten Schaden bei Wildunfällen hat eigentl. immer das Wiederansiedlungsprojekt, denen ein Tier nach dem anderen über den Haufen gefahren wird.

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