Deutscher Wald - Quo Vadis

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  • cast
    Freak
    Liebt das Forum
    • 02.09.2008
    • 17603

    • Meine Reisen

    Wenn Notzeit herrscht, also bspw tiefer Frost, tiefgründig gefrorene Böden, findet das Rehwild bei euch im Feld immer noch mehr als in geschlossenen Waldgebieten.
    Ich habe es selbst im Winter 2009/2010 erlebt, im Wald war kein einzige Blättchen mehr zu finden, jede Brombeere komplett abgeäst und im Feld hatten wir plötzlich ein vielfaches an Rehwild.

    Nein, sie werfen uns Jägern vor, dass wir die Pflicht zur Hege zu wörtlich genommen haben (und nehmen), nur auf Trophäenjagd aus sind, und so für stark überhöhte Schalenwildbestände gesorgt haben. Und daß hohe Abschußzahlen, das alleinige Heilmittel für die klimageschädigten Wälder sind.
    Solche dämlichen Anwürfe zeigen vorallem eins, eine völlige Unkenntnis der deutschen Jagd.
    "adventure is a sign of incompetence"

    Vilhjalmur Stefansson

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    • Scrat79
      Freak

      Liebt das Forum
      • 11.07.2008
      • 11814

      • Meine Reisen

      Zitat von cast Beitrag anzeigen
      Na wenn das kein völlig verzerrendes Pauschalurteil ist.
      Nicht doch. Den Slogan "cast gegen Pauschalurteile" sollte man auf T-Shirts drucken.
      Toller Titel.

      Zitat von cast Beitrag anzeigen
      Im schönen Bayern sind 70% der Waldfläche Privatwald, riesige Waldungen gehören so armen Schluckern wie den Fürsten zu Thurn und Taxis oder auch der Familie eines ehemaligen Ministers mittlerweile wieder mit Doktortitel.
      Wenn bei denen hektarweise die falsche Bestockung nach 3 trockenen Sommern eingeht soll das der Steuerzahler richten?
      Gehts noch?
      Laut lwf sind es übrigens in Bayern 55,7% des Waldes in Privathand. Nicht 80%. Diese teilen sich 1,451 Millionen Besitzer.
      Allein dadurch dürfte es alles andere als eine homogene Menge sein, über die man mal so schnell hinwegbügelt. Aber halt. Ich hab das T-Shirt vergessen.

      Die Argumentation mit den drei trocknen Sommern ist schwach. Hätte dir vor 40 Jahren jemand was vom Klimawandel erzählt, hättest doch selbst du nur dumm gelacht. Zeiten ändern sich.
      Das der Anbau von Monokulturen in den vergangenen Generationen nicht die intelligenteste Idee war, dürfte nun klar sein.

      Und ja. Richten müssens viele. Ist ja auch zum Nutzen vieler.
      Betretungsrecht der Wälder, sogar Jagdbegeisterte kommen auf ihre Kosten, Klimaregulierung durch den Wald und so unwichtige Absonderen wie O2. Zumal die großen Ursachen der Wälder von heute auch von allen schön fleisig verursacht wurden. Wüsste nicht, dass Waldbesitzer die Nr.1 der Verursacher der Klimakatastrophe waren.

      Der Umbau von Wald ist nun mal eine Generationensache. Das ist wie du sicherlich weißt, nicht wie beim Acker, wo der Bauer morgen mal schnell ne andere Frucht säht, weils Klima nicht mehr so passt.
      Es wurde erkannt und es wird geändert. Hoffen wir mal, dass dann besseres dabei raus kommt.

      Da wären wir gerade mal an dem Punkt. Vorher Bescheid wissen.
      Da wir ja einen Experten hier haben, erklär mal, was soll denn gemacht werden? Welche Baumarten? Welche Bewirtschaftungform? Was lohnt sich für meine Enkel? Was hat Bestand? Was hat die Möglichkeit sich in 80 Jahren selbst wieder zu verjüngen?
      Also raus mit der universal-Antwort! Bin gespannt. Und über 1,4 Millionen andere Franken und Bayern.
      Der Mensch wurde nicht zum Denken geschaffen.
      Wenn viele Menschen wenige Menschen kontrollieren können, stirbt die Freiheit.

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      • atlinblau
        Alter Hase
        • 10.06.2007
        • 2775

        • Meine Reisen

        Zitat von Scrat79 Beitrag anzeigen
        Der Umbau von Wald ist nun mal eine Generationensache. Das ist wie du sicherlich weißt, nicht wie beim Acker, wo der Bauer morgen mal schnell ne andere Frucht säht, weils Klima nicht mehr so passt.
        .
        Schön wäre es...Eine beschmierte Tafel kann man abwischen und neu beschreiben - Boden ist da etwas nachtragender, der Bauer schwerfälliger und auf dem Acker wachsen die Pflanzen auch nur, wenn es genug regnet. Nur mal eine neue Frucht anbauen reicht nicht .

        "Anpassungsmaßnahmen müssen darauf ausgerichtet sein, den Boden vor Erosion, Humusverlust und anderen klimabedingten Risiken zu schützen...Eine dauerhaft pfluglose, konservierende Bodenbearbeitung erhält das natürliche Bodengefüge und vermindert die Erosions- und Verdichtungsgefährdung."
        https://www.umweltbundesamt.de/theme...ungsfeld-boden

        Man kann zu Abdämpfung der Folgen des Klimawandels auch Wald und Landwirtschaft kombinieren ...Stichwort "Agroforst".
        https://www.topagrar.com/acker/news/...-11578561.html

        Thomas

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        • cast
          Freak
          Liebt das Forum
          • 02.09.2008
          • 17603

          • Meine Reisen

          Also raus mit der universal-Antwort! Bin gespannt. Und über 1,4 Millionen andere Franken und Bayern.
          Das musst du die gut bezahlten Forstwissenschaftler fragen, die seit Jahrzehnten irgendwelche Empfehlungen raushauen, die schon lange völlig daneben gegangen sind.
          Ich garantiere dir eins, das wird wieder daneben gehen.
          Das Problem von Monokulturen war schon in den 80ern im Studium bei Exkursionen zur Bodenkunde bekannt,
          geändert hat sich nix, bzw wenig und jetzt jammern alle und erzählen was vom Mischwald.

          Das Problem sind wirtschaftliche Interessen. Wenn, nennen wir sie mal Naturschützer einen Wald pflanzen würden, sähe er schon seit 50 Jahren anders aus als das was die ForstWIRTSCHAFT so zusammen gebracht hat.
          Die gleiche Wirtschaft schreit jetzt nach staatlichen Hilfen wohl wissend, was sie ganz bewußt Jahrzehnte falsch gemacht haben.
          Aber was solls der Steuerzahler wirds schon richten.

          Es ist eben noch nicht bei der Forstwirtschaft angekommen, daß sie Verantwortung tragen.
          Die Forstreformen der vergangenen 20 Jahre dienten nur einem politischen Zweck, einen Forstbetrieb wirtschaftlicher zu machen.
          Klimaschutz geht denen sonst wo vorbei. Natürlich nicht offiziell, aber an ihren Taten werden sie gemessen, nicht an ihren Worten....


          "adventure is a sign of incompetence"

          Vilhjalmur Stefansson

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          • ronaldo
            Moderator
            Lebt im Forum
            • 24.01.2011
            • 9421

            • Meine Reisen

            Zwar weiß ich nicht, ob ein Forstwirtschaftler üppig verdient, aber sonst: so isses.
            <roten Stift suchen geh>

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            • Fritsche
              Alter Hase
              • 14.03.2005
              • 2656

              • Meine Reisen

              Zitat von atlinblau Beitrag anzeigen
              Man kann zu Abdämpfung der Folgen des Klimawandels auch Wald und Landwirtschaft kombinieren ...Stichwort "Agroforst".
              Thomas
              Und das wäre nicht nur für die Klimawandelfolgen was, es würde auch den Flächenertrag steigern, z.T. erheblich, je nach dem welche Früchte kombiniert würden (es müssen nicht nur Hecken oder Nutzholz sein, da geht nämliches ganz vieles, was das Kombinieren der angebauten Pflanzen angeht, und sei es z.B. die Esskastanie über Getreide), es würde das Ausfallrisiko minimieren (sowohl wirtschaftlich etwa wg Marktpreisschwankungen als auch ökologisch bei etwa Schädlingsbefall oder Wetterunbilden etc).

              Nur eines geht nicht - die Maschinisierbarkeit würde leiden.
              https://michaelfritsche.wixsite.com/website

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              • Spartaner
                Alter Hase
                • 24.01.2011
                • 2709

                • Meine Reisen

                Zitat von Fritsche Beitrag anzeigen
                Nur eines geht nicht - die Maschinisierbarkeit würde leiden.
                In Japan würden sie das hinkriegen. Und bevor der Sozialdemokrat Schröder den Niedriglohnsektor in Deutschland stark gemacht hat, war auch Deutschland auf einem guten Weg.

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                • Intihuitana
                  Fuchs
                  • 19.06.2014
                  • 1653

                  • Meine Reisen

                  Ich war heute auf einer ehemaligen Kyrillfläche. Dort hat man sich entschieden nicht wieder aufzuforsten sondern auf Waldverjüngung gesetzt.
                  Neben den Birken haben sich auch Vogelbeeren, Zitterpappeln, Fichten und bereits einige Jungbuchen und Eichen durch Eichelhäher und co. angesiedelt.
                  Es wurden dazu einzelne Bäume, wie hier etwa Vogelkirschen gezielt angepflanzt.

                  Gut möglich, dass es in 10-15 Jahren vielerorts so aussehen wird, wo die Fichtenforste geräumt wurden.
                  Der Pilzesammler der Zukunft wird jedenfalls neben Korb und Messer noch die Machete dabei haben müssen, denn der Unterwuchs mit Brombeeren ist ordentlich.
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                  Russian Roulette is not the same without a gun. - Lady Gaga

                  Kommentar


                  • ApoC

                    Moderator
                    Fuchs
                    • 02.04.2009
                    • 1952

                    • Meine Reisen

                    Vielleicht ganz spannend: Hier findet man einige Bilder aus dem Jahr 2008 also kurz nach Kyrill.
                    „Luke, auch du wirst noch entdecken, dass viele Wahrheiten, an die wir uns klammern, von unserem persönlichen Standpunkt abhängig sind.“ — Obi-Wan Kenobi

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                    • atlinblau
                      Alter Hase
                      • 10.06.2007
                      • 2775

                      • Meine Reisen

                      Zitat von Spartaner Beitrag anzeigen

                      In Japan würden sie das hinkriegen. Und bevor der Sozialdemokrat Schröder den Niedriglohnsektor in Deutschland stark gemacht hat, war auch Deutschland auf einem guten Weg.
                      Kurze Erklärung bitte - ich kann den Zusammenhang (mit einem potentiell geringeren Maschineneinsatz auf Agroforstflächen) nicht erkennen.

                      Thomas

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                      • Scrat79
                        Freak

                        Liebt das Forum
                        • 11.07.2008
                        • 11814

                        • Meine Reisen

                        Zitat von cast Beitrag anzeigen
                        Das musst du die gut bezahlten Forstwissenschaftler fragen, die seit Jahrzehnten irgendwelche Empfehlungen raushauen, die schon lange völlig daneben gegangen sind.
                        Ich garantiere dir eins, das wird wieder daneben gehen.
                        Neeneenee cast.
                        Ich wollte nicht von dir wissen, wie es NICHT geht, ich wollte von dir wissen WIE es geht.
                        Klar ist es hinterher einfach auf Fehler hin zu weisen. Die Lottozahlen von gestern vorherzusagen ist auch keine große Kunst.
                        Förster kann ich immer noch fragen. (Werd ich auch. Ob ich alles befehlstreu umsetze, steht auf einem anderen Blatt.)

                        Zitat von cast Beitrag anzeigen
                        Ich garantiere dir eins, das wird wieder daneben gehen.
                        Das Problem von Monokulturen war schon in den 80ern im Studium bei Exkursionen zur Bodenkunde bekannt,
                        geändert hat sich nix, bzw wenig und jetzt jammern alle und erzählen was vom Mischwald.

                        Das Problem sind wirtschaftliche Interessen. Wenn, nennen wir sie mal Naturschützer einen Wald pflanzen würden, sähe er schon seit 50 Jahren anders aus als das was die ForstWIRTSCHAFT so zusammen gebracht hat.
                        Die gleiche Wirtschaft schreit jetzt nach staatlichen Hilfen wohl wissend, was sie ganz bewußt Jahrzehnte falsch gemacht haben.
                        Aber was solls der Steuerzahler wirds schon richten.

                        Es ist eben noch nicht bei der Forstwirtschaft angekommen, daß sie Verantwortung tragen.
                        Die Forstreformen der vergangenen 20 Jahre dienten nur einem politischen Zweck, einen Forstbetrieb wirtschaftlicher zu machen.
                        Klimaschutz geht denen sonst wo vorbei. Natürlich nicht offiziell, aber an ihren Taten werden sie gemessen, nicht an ihren Worten....

                        Lass dich doch bitte auch an deinen Taten messen.
                        Wie hat Wald auszusehen, dass in 20, 40, 80, 200 Jahren alles paletti ist.
                        Sprich:
                        Die Natur ihren Raum hat,
                        Artenvielfalt gelebt wird. In Flora wie Fauna.
                        Der Besitzer nicht (zu viel) draufzahlt, bestenfalls noch einen kleinen Gewinn sieht. (Ja, bescheidenes Ziel, ich für meinen Teil möchte nicht mehr)
                        Weiterhin Besitzfremde ihren Nutzen daraus ziehen können, wie Erholungssuche, Begehbarkeit.
                        Jagdberechtigte darin auch Ihren Nutzen von ziehen zu können. Selbst wenn Sie das Land, dass sie bejagen ihnen nicht gehört.

                        Zum Thema Jagd sei gesagt, dass mir tatsächlich schön langsam der Kamm schwillt, wenn ich die beiden Extrema höre:
                        - Waldbesitzer, die am besten alles ausgertottet sehen würden
                        - Jäger, die teils deutlich überhöhte Wildbestände windelweichgespült wegreden möchten
                        Ja, es gibt hier einen klassischen Intessenskonflikt.
                        Der eine möchte ohne viel Müh und Ausgaben seine Pflanzen ins Geld wachsen sehen, der ander ganz gerne, wenn er Geld für ein Revier ausgibt auch mal ein Stück Wild. Und nachdem letzteres nicht gerade imobil wie ein Baum ist, ist es halt einfacher, wenn mehr davon rum läuft. Einfache Sache der Wahrscheinlichkeit.

                        Also mal von vorne:
                        Wald, so wie er in der Masse gerade vorkommt, wurde die letzten Jahrzehnte als Monokultur von Forstbehörden empfohlen. Wieso unterstellst du dann den Privatwaldbesitzern diesen Fehler? Die haben ja schon irgendwo dann auf Vorschläge von Studierten gehört? Da hat damals eher keiner gesagt:
                        "Pflanzt Fichtenreinkulturen, die bringen erst Geld, dann können eure Enkel mit staatlichen Mitteln den Mist wieder rückgängig machen." Da haben die Leut auch im besten Wissen und Gewissen gehandelt. Natürlich mit Gewinnerzielungsabsicht.
                        Die meisten Privatwaldbesitzer kommen aus der Landwirtschaft. Das machen die nicht aus reiner Nächstenliebe und damit die Großstädter schöne Spazierwälder haben. Da sollte schon mal ne Mark bei rausspringen, wenn sie sich schon den Buckel krumm machen und ins Holz gehen.

                        Die Notwendigkeit des Waldumbaus ist zum einen Teil bedingt durch große Monokulturflächen. Anderseits deutlich verschärft durch den Klimawandel.
                        Der Käfer freut sich über furztrockene Sommer. Wo wir wieder beim Klimawandel wären.
                        Und der ist nun mal von der breiten Masse verursacht worden. Nicht nur von den Waldbesitzern.

                        Bin aber wirklich mal gespannt auf deine konkreten Umbauvorschläge. (ohne Ironie, möchte ich tatsächlich wissen. Da habe ich gerne mehr als nur die Meinung des Försters oder anderer schlauer Waldbauern)
                        Größtenteils Kiefernwald, Sandboden. Was musst du noch wissen?
                        Notwendige Schutzmaßnahmen?
                        Der Mensch wurde nicht zum Denken geschaffen.
                        Wenn viele Menschen wenige Menschen kontrollieren können, stirbt die Freiheit.

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                        • Scrat79
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                          Liebt das Forum
                          • 11.07.2008
                          • 11814

                          • Meine Reisen

                          Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen
                          Ich war heute auf einer ehemaligen Kyrillfläche. Dort hat man sich entschieden nicht wieder aufzuforsten sondern auf Waldverjüngung gesetzt.
                          Neben den Birken haben sich auch Vogelbeeren, Zitterpappeln, Fichten und bereits einige Jungbuchen und Eichen durch Eichelhäher und co. angesiedelt.
                          Es wurden dazu einzelne Bäume, wie hier etwa Vogelkirschen gezielt angepflanzt.

                          Gut möglich, dass es in 10-15 Jahren vielerorts so aussehen wird, wo die Fichtenforste geräumt wurden.
                          Der Pilzesammler der Zukunft wird jedenfalls neben Korb und Messer noch die Machete dabei haben müssen, denn der Unterwuchs mit Brombeeren ist ordentlich.
                          Klassische Pionierbaumarten. Da wird sich die nächsten Hunderte von Jahren noch viel von selbst umbauen, wenn man die Natur weiterhin lässt.
                          Und die Brombeeren werden, wenn die Bäume erst mal genügend Licht vom Waldboden abhalten auch zurück gehen.


                          Der Mensch wurde nicht zum Denken geschaffen.
                          Wenn viele Menschen wenige Menschen kontrollieren können, stirbt die Freiheit.

                          Kommentar


                          • cast
                            Freak
                            Liebt das Forum
                            • 02.09.2008
                            • 17603

                            • Meine Reisen

                            Jagdberechtigte darin auch Ihren Nutzen von ziehen zu können. Selbst wenn Sie das Land, dass sie bejagen ihnen nicht gehört.
                            Und was soll das jedesmal? Mindestens das zweite mal ein völlig falscher Ansatz zur Jagd.
                            Wir gehen da keinem Hobby nach, der Grundbesitzer MUSS dort jagen, das kann er selbst machen, wenn die Fläche groß genug ist, oder er wird automatisch Mitglied in einer Jagdgenossenschaft und die muss dann jagen, oder sie verpachten die Fläche und ein Pächter darf jagen, bzw muss es.

                            Somit hat das nichts mit den Paar Spinnern zu tun, die da mit nem Rucksack zum Zweck der Erholung durchrennen, oder der Familie auf Sonntagsspaziergang usw.

                            Jäger, die teils deutlich überhöhte Wildbestände windelweichgespült wegreden möchten
                            Ich weiß nicht was dir alles so schwillt und will es auch nicht wissen.
                            Wann was überhöht ist, ist ein Thema. Waldbesitzer wollen gar kein Wild, auch wenn sie das niemals zugeben würde, okay, mit Füchsen die Mäuse fressen könnten sie noch leben.
                            Manche Jagdausübungsberechtigter übertreibts, die Mehrzahl tut was sie kann.

                            Nur mal so.


                            Im übrigen, wenn der Staatsforst was macht muss der Steuerzahler dafür gerade stehen, deswegen ist das Staatseigentum, leider muss der Steuerzahler meist für das gerade stehen was Beamte so verzapfen.
                            Aber private Wirtschaftsunternehmen können machen was sie wollen und deswegen stehen sie auch gerade dafür, leider ist das in der Landwirtschaft aus ganz anderen Gründen anders. Heißt aber nicht, daß das richtig ist.

                            Im übrigen.
                            Bei uns werden seit Jahrzehnten Buchen im Kiefernbestand unterbaut. Die brauchen wenig bis keinen Schutz.

                            Dort hat man sich entschieden nicht wieder aufzuforsten sondern auf Waldverjüngung gesetzt.
                            Wer hat sich entschieden? Das nennt man übrigens Naturverjüngung.
                            Eins sei gesagt. Kahlschläge, die sich selbst überlassen werden bilden tatsächlich irgendwann einen Wald.
                            Aber keinen der wirtschaftlich nutzbar ist.
                            Eigentlich bedeutet das vorgehen, daß man die Fläche aus der Bewirtschaftung rausnimmt.
                            Kein Problem, ideale Verhältnisse fürs Wild. Wenn man das nur so macht finde ich es gut. Die einzelnen Vogelbeeren oder sonstigen Pralinen fürs Wild kann man mit Einzelschutz versehen bis sie aus dem Äser rausgewachsen sind, kostet nicht viel.
                            Aber super Einstand fürs Wild.
                            Normalerweise hackt der Forst nämlich schnellstmöglich alle Pionierbaumarten, also Birke, Aspe usw. raus, denn die brauchen reichlich Wasser was den angepflanzten Bäumchen fehlt.
                            Gleichzeitig wird noch das Calamagrostis Gras auf den Flächen bekämpft gerne auch mit Chemie, denn das braucht auch Wasser.
                            Und schon habe ich eine hübsche Holzplantage.
                            Zuletzt geändert von cast; 02.03.2021, 15:26.
                            "adventure is a sign of incompetence"

                            Vilhjalmur Stefansson

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                            • Scrat79
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                              • 11.07.2008
                              • 11814

                              • Meine Reisen

                              Ich schreib mal rot rein. Das auseinanderklabustern tu ich mir nicht jedes Mal an.
                              Zitat von cast Beitrag anzeigen

                              Und was soll das jedesmal?Dieser Ansatz kam das erste Mal. Mindestens das zweite mal ein völlig falscher Ansatz zur Jagd. Wie wäre der deiner Meinung nach Richtige? Und wieso sollte dieser Ansatz falsch sein? Lass uns über deinen Ansatz zur Jagd und wie dieser dem Wald vorteile bringt doch reden.
                              Wir gehen da keinem Hobby nach, der Grundbesitzer MUSS dort jagen, das kann er selbst machen, wenn die Fläche groß genug ist, oder er wird automatisch Mitglied in einer Jagdgenossenschaft und die muss dann jagen, oder sie verpachten die Fläche und ein Pächter darf jagen, bzw muss es.
                              Richtig. Wusste ich schon. Stand aber nicht zur Debatte.

                              Somit hat das nichts mit den Paar Spinnern zu tun, die da mit nem Rucksack zum Zweck der Erholung durchrennen, oder der Familie auf Sonntagsspaziergang usw.
                              Richtig. Wusste ich schon. Stand aber nicht zur Debatte.


                              Ich weiß nicht was dir alles so schwillt und will es auch nicht wissen.
                              Wann was überhöht ist, ist ein Thema. Waldbesitzer wollen gar kein Wild, auch wenn sie das niemals zugeben würde, okay, mit Füchsen die Mäuse fressen könnten sie noch leben.
                              Nochmal: Was soll dieser Müll? Der ist kein Deut besser als: "Alle Jäger sind schießgeile Affen."
                              Woher kommt dein Hass auf Waldbesitzer? Ich verstehs ja, wenn in deinem Revier (oder wo du mitjagst) ständig solche Sprüche anhören musst. Aber glaubste echt, das ist dann ÜBERALL so?

                              Manche Jagdausübungsberechtigter übertreibts, die Mehrzahl tut was sie kann.
                              Zur Quantität sage ich mal nichts. Könnte ich auch nicht. Vermutlich genausowenig wie du. Aber kann ich erst mal hinnehmen. Beschuldigen tu ich erst wenn ich nachweise für derartiges habe. Bis dahin gilt auch hier die Unschuldsvermutung.
                              Nur mal so.


                              Im übrigen, wenn der Staatsforst was macht muss der Steuerzahler dafür gerade stehen, deswegen ist das Staatseigentum, leider muss der Steuerzahler meist für das gerade stehen was Beamte so verzapfen.
                              Richtig. Jedoch sind die Bayrischen Staatsforsten seit der Forstreform vom Juli 2005 Gewinnorientiert. Und haben mit lediglich einer jährlichen Ausnahme durchaus negative Verluste gemacht. Halt. Negative Verluste? Also Gewinn. Schlimm, nach deiner Aussage. Der Staat muss das Geld auch noch nehmen.
                              Gut. Nun weht mit Söder wieder ein anderes Windchen, da er seine grüne Seele gefunden hat... Das hätten selbst die in Veitshöchsheim nicht vorhersehen können.

                              Aber private Wirtschaftsunternehmen können machen was sie wollen und deswegen stehen sie auch gerade dafür, leider ist das in der Landwirtschaft aus ganz anderen Gründen anders. Heißt aber nicht, daß das richtig ist.
                              Wie schon geschrieben: Klimawandel wird von vielen verursacht. Zumdem hat der Wald auch noch Funktion für alle. Rein betriebswirtschaftliches Denken wäre: Der Besitzer zahlt alles, kriegt Gewinne UND Verluste (+ Steuern bei Gewinn) Kann aber walten und schalten wie er will. (Ohne andere zu stören. Muss aber auch nicht anderen einen kostenlosen Spielplatz bieten)
                              Ist: Dem Waldbesitzer werden Rechte aberkannt (kein Kahlschlag auf größeren Flächen, Wald bleibt Wald, Fremde dürfen durchtrampeln und Schwammerl suchen UND sogar mitnehmen (!) Dafür kanns doch auch was zurückgeben. Sogar die Wege dürfen von der Öffentlichkeit benutzt werden. Die sind ja da auch nicht so zum Spaß im Wald. Das sind ForstWIRTSCHAFTSwege.



                              Im übrigen.
                              Bei uns werden seit Jahrzehnten Buchen im Kiefernbestand unterbaut. Die brauchen wenig bis keinen Schutz.

                              Im Unterstand brauchen die keinen Schutz? Oder wenig? Und wie sieht der wenige Schutz aus? Und was hat der Unterstand der Kiefern damit zu tun? Der hällt das zu viel an Sonnenlicht fern. Wild eher nicht.

                              Wer hat sich entschieden? Das nennt man übrigens Naturverjüngung.
                              Eins sei gesagt. Kahlschläge, die sich selbst überlassen werden bilden tatsächlich irgendwann einen Wald.
                              Aber keinen der wirtschaftlich nutzbar ist.
                              Richtig. Da wird wohl eher selben oder sehr sehr spät mal Wertholz draus. -> Protzen, Astigkeit, Holzarten, welche nicht gefragt sind.
                              Eigentlich bedeutet das vorgehen, daß man die Fläche aus der Bewirtschaftung rausnimmt.
                              Kein Problem, ideale Verhältnisse fürs Wild. Wenn man das nur so macht finde ich es gut. Die einzelnen Vogelbeeren oder sonstigen Pralinen fürs Wild kann man mit Einzelschutz versehen bis sie aus dem Äser rausgewachsen sind, kostet nicht viel.
                              Wem kostet es nicht viel?
                              Aber super Einstand fürs Wild.
                              Normalerweise hackt der Forst nämlich schnellstmöglich alle Pionierbaumarten, also Birke, Aspe usw. raus, denn die brauchen reichlich Wasser was den angepflanzten Bäumchen fehlt.
                              Gleichzeitig wird noch das Calamagrostis Gras auf den Flächen bekämpft gerne auch mit Chemie, denn das braucht auch Wasser.
                              Und schon habe ich eine hübsche Holzplantage.
                              Keine schöne Aussicht. Und wie gehts besser? Wieder nur ein weiteres Beispiel von "so gehts nicht". Hatten wir doch schon. Wie solls besser gehen? Buchen unter Kiefern ist vermutlich jetzt nicht das Universalheilmittel?
                              Der Mensch wurde nicht zum Denken geschaffen.
                              Wenn viele Menschen wenige Menschen kontrollieren können, stirbt die Freiheit.

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                              • Intihuitana
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                                • 19.06.2014
                                • 1653

                                • Meine Reisen

                                Zitat von ApoC Beitrag anzeigen
                                Vielleicht ganz spannend: Hier findet man einige Bilder aus dem Jahr 2008 also kurz nach Kyrill.
                                War letztes Jahr auch dort gewesen. Hat sich schon gut verändert.

                                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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                                Von 2008

                                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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                                2020

                                Russian Roulette is not the same without a gun. - Lady Gaga

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                                • cast
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                                  • 02.09.2008
                                  • 17603

                                  • Meine Reisen

                                  Woher kommt dein Hass auf Waldbesitzer? Ich verstehs ja, wenn in deinem Revier (oder wo du mitjagst) ständig solche Sprüche anhören musst. Aber glaubste echt, das ist dann ÜBERALL so?
                                  Nur dazu, der Rest ist mir zu mühsam.

                                  Ich muss mir gar nix anhören, ist sehr entspannt.

                                  Wie schon geschrieben: Klimawandel wird von vielen verursacht. Zumdem hat der Wald auch noch Funktion für alle. Rein betriebswirtschaftliches Denken wäre: Der Besitzer zahlt alles, kriegt Gewinne UND Verluste (+ Steuern bei Gewinn) Kann aber walten und schalten wie er will. (Ohne andere zu stören. Muss aber auch nicht anderen einen kostenlosen Spielplatz bieten)
                                  Ist: Dem Waldbesitzer werden Rechte aberkannt (kein Kahlschlag auf größeren Flächen, Wald bleibt Wald, Fremde dürfen durchtrampeln und Schwammerl suchen UND sogar mitnehmen (!) Dafür kanns doch auch was zurückgeben. Sogar die Wege dürfen von der Öffentlichkeit benutzt werden. Die sind ja da auch nicht so zum Spaß im Wald. Das sind ForstWIRTSCHAFTSwege.
                                  Mir kommen die Tränen bei all dem furchtbaren was einem armen Waldbesitzer so widerfährt.

                                  Wenn das alles so furchtbar ist gibts ne Lösung, verkaufen.
                                  Das funktioniert bei Wald nämlich super, Investoren stehen Schlange und passt überhaupt nicht zu deinem Bild vom geschundenen Waldbesitzer, entspricht aber der Realität.

                                  "adventure is a sign of incompetence"

                                  Vilhjalmur Stefansson

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                                  • Scrat79
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                                    • 11.07.2008
                                    • 11814

                                    • Meine Reisen

                                    Zitat von cast Beitrag anzeigen

                                    Nur dazu, der Rest ist mir zu mühsam.

                                    Ich muss mir gar nix anhören, ist sehr entspannt.



                                    Mir kommen die Tränen bei all dem furchtbaren was einem armen Waldbesitzer so widerfährt.

                                    Wenn das alles so furchtbar ist gibts ne Lösung, verkaufen.
                                    Das funktioniert bei Wald nämlich super, Investoren stehen Schlange und passt überhaupt nicht zu deinem Bild vom geschundenen Waldbesitzer, entspricht aber der Realität.
                                    Halten wir mal fest. Du pöpelst rum, hast aber nicht den Arsch in der Hose Rede und Antwort zu stehen.
                                    Drum nochmal die direkten Fragen an dich:
                                    (Nur nochmal zur Rückbesinnung. Du erklärst wie es nicht nicht geht und wirfst anderen vor, sie hätten Fehler begangen Ich kann also mal davon ausgehen, dass du weißt wie es richtig geht.)

                                    Wie wäre der deiner Meinung nach Richtige? Und wieso sollte dieser Ansatz falsch sein? Lass uns über deinen Ansatz zur Jagd und wie dieser dem Wald vorteile bringt doch reden.


                                    Woher kommt dein Hass auf Waldbesitzer? Ich verstehs ja, wenn in deinem Revier (oder wo du mitjagst) ständig solche Sprüche anhören musst. Aber glaubste echt, das ist dann ÜBERALL so?



                                    Im Unterstand brauchen die keinen Schutz? Oder wenig? Und wie sieht der wenige Schutz aus? Und was hat der Unterstand der Kiefern damit zu tun? Der hällt das zu viel an Sonnenlicht fern. Wild eher nicht.

                                    Wem kostet es nicht viel?

                                    Keine schöne Aussicht. Und wie gehts besser? Wieder nur ein weiteres Beispiel von "so gehts nicht". Hatten wir doch schon. Wie solls besser gehen? Buchen unter Kiefern ist vermutlich jetzt nicht das Universalheilmittel?

                                    Ich werde irgendwie das Gefühl nicht los, dass da Frust oder Neid dahinter steckt.
                                    Kauf dir doch einfach ein Stückerl Wald. Ja, bissl guggen, dann findet sich schon was. Auch in der Umbegung von dir. Aber dafür kannst du Subventionen abgreifen und kräftig Reibach machen. Das bissl Arbeit und das wenige Geld, dass man noch zusätzlich reinstecken muss, ach, das kriegste schon hin.
                                    Vorteil: du könntest im eigenen Wald jagen, wenn sich Revier und Besitz überschneiden. Müsstest nicht erst mit lästigen Waldbesitzern reden, wenn du jagdliche Betriebseinrichtungen aufstellen möchtest, könntest sogar dein eigenes Holz dafür verwenden. Und wie gesagt kräftig reibach machen. Oder habe ich da was übersehen?

                                    Aber jetzt doch bitte erst mal die Fragen, die sich aufgrund deiner Behauptungen ergeben haben, antworten. Wäre nett.
                                    Der Mensch wurde nicht zum Denken geschaffen.
                                    Wenn viele Menschen wenige Menschen kontrollieren können, stirbt die Freiheit.

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                                    • atlinblau
                                      Alter Hase
                                      • 10.06.2007
                                      • 2775

                                      • Meine Reisen

                                      Zitat von Scrat79 Beitrag anzeigen
                                      ...Aber jetzt doch bitte erst mal die Fragen, die sich aufgrund deiner Behauptungen ergeben haben, antworten. Wäre nett.
                                      Euer "podcast" nervt...

                                      Thomas


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                                      • Scrat79
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                                        Liebt das Forum
                                        • 11.07.2008
                                        • 11814

                                        • Meine Reisen

                                        Anschuldigungen ebenfalls.
                                        Der Mensch wurde nicht zum Denken geschaffen.
                                        Wenn viele Menschen wenige Menschen kontrollieren können, stirbt die Freiheit.

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                                        • Flachlandtiroler
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                                          Moderator
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                                          • 14.03.2003
                                          • 23835

                                          • Meine Reisen


                                          Editiert vom Moderator
                                          Hier geht es um einen klassischen Interessenkonflikt. Bitte setzt euch in die andere Partei herein, versucht nicht persönlich zu werden und argumentiert sachlich.
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