Anhaltende Trockenheit und Hitze

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  • atlinblau
    antwortet

    Warum saugen feuchte Schwämme besser als trockene... https://kinder.wdr.de/tv/wissen-mach...ockene100.html
    ..............................................................................................................

    und!!!
    ... mancher Sand wird nicht nass...

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  • Martin206
    antwortet
    Eben, das ist nur oberflächlich. Und selbst wenn der Fluß mal über die Ufer war, sind die Wasservorkommen in den Arealen neben dem Fluß noch lange nicht mit Wasser gesättigt, ja noch nicht mal auf "bisher normalem Stand". Das ist schneller wieder weg als es zum "durchsickern" braucht.
    Es fließt halt zuviel und zu schnell weg.
    Da kann übrigens jeder etwas dazu tun, daß dies wieder besser wird:
    1. Alles Wasser das auf dem Gründstück anfällt, auch dort versickern lassen. Ideal ist eine große Zisterne mit Überlauf in eine Versickerung. Auch beim nächter Gelegenheit nicht mehr "versiegeln", sprich wasserdurchlässige Oberflächen (nicht auf Dächern, aber auf Wegen, bei der Terrasse u. sonstigen befestigten Flächen), wo Wasser rinnt, da sollte es am besten ein einer Versickerung auf dem Grund enden, das kann eine Mulde sein, oder ein extra gebohrter/gegrabener Sickerschacht.
    2. Weniger Wasser verbrauchen, Produkte/Dienstleistungen nutzen die weniger Wasserverbrauch mit sich bringen.
    3. Gegen Projekte mit zusätzl. Wasserverbrauch sprechen, auch agieren (Demo, Petition, ...).
    4. Wenn es gar nichts mehr hilft: Regentänze, jeden Abend vorm Bettgehen

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  • Franky66
    antwortet
    Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass das Dürremodell derzeit im Lockdown-Homeoffice arbeitet und keinen Niederschlag aufnehmen darf?
    Nein, ganz und gar nicht.
    Der Dürremonitor bezieht sich auf die Tiefe von 1,80m, die am besten immer feucht sein sollte. Dies ist seit genau vier Jahren nicht mehr der Fall, gerade auch hier in der Rheinebene.
    Die Niederschläge der letzten Monate fließen schneller ab, als dass sie weiter in die Tiefe vordringen können.

    Wir haben zur Zeit Erdarbeiten hier auf dem Hof. An einer so gut wie immer beschattenen Stelle, auf der etliches Schnittgut die letzten 15 Jahre vor sich hinrottete, also auch gut die Hitze abschottete, ist der Boden gerade Mal bis zur Hälfte, also bis 90cm Tiefe feucht - danach kommt so etwas wie Beton, also alles steinhart.
    Das sieht dann an besonnten Stellen noch dramtisch weniger aus.

    Man sagt, es müsse das ganze Jahr immer wieder gut regnen, also fast durchregenen, um einen guten Zustand zu bekommen - ich bin dafür 😊


    Liebe Grüße

    Franky

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  • Bambus
    antwortet
    Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    I...Zumindest Ereignisse wie mehrere Bergrutsche, bei denen sich soviel Wasser im Untergrund angesammelt hat, dass u.a. ganze Häuserreihen ins Rutschen geraten, deutet doch schon auf eine Durchfeuchtung auch tiefer gelegener Bereiche in der Erde hin. Oder liege ich da falsch, wie ist euer Eindruck?
    Da liegst du falsch, das betrifft vlt. die ersten 1-2 Meter im Boden, das Grundwasser liegt deutlich tiefer. Um die Grundwasserpegel aufzufüllen dauert es je nach Untergrund mehrere Jahre. Bei einem Starkregenereignis oder einer plötzlichen Schneeschmelze fließen aber bis zu >95% des Wassers oberflächennah in die Vorfluter und erreichen nicht das Grundwasser. Wenn es was bringen soll brauchst du mehrere durchgängig zu feuchte und kühle Jahre.
    Und eine oberflächennahe Durchfeuchtung hat bei manchen Böden (gut ist das bei Knollenmergel zu sehen) eben Rutschungen zur Folge, auch wenn 2m tiefer der Boden noch nicht gesättigt ist.

    Generell, wir werden uns in D mit deutlich trockenerem Klima abfinden müssen...

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  • Spartaner
    antwortet
    Also zumindest für Brandenburg kann ich dir versichern, dass wir noch lange nicht an normale Grundwasserstände herankommen, siehe Seite 2 und 3 in "Lage im Wasserhaushalt im Land Brandenburg"

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  • nunatak
    antwortet
    Ich habe mal wieder in den Dürremonitor reingeschaut. Nach mehreren Wochen mit richtig viel Regen, Schnee und Schneeschmelze wird dort für die Rheinebene in größeren Bereichen immer noch extreme Dürre angezeigt. Kann es sein, dass das Dürremodell derzeit im Lockdown-Homeoffice arbeitet und keinen Niederschlag aufnehmen darf?

    Zumindest Ereignisse wie mehrere Bergrutsche, bei denen sich soviel Wasser im Untergrund angesammelt hat, dass u.a. ganze Häuserreihen ins Rutschen geraten, deutet doch schon auf eine Durchfeuchtung auch tiefer gelegener Bereiche in der Erde hin. Oder liege ich da falsch, wie ist euer Eindruck?

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  • Mika Hautamaeki
    antwortet
    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    Vielen Dnak für den Link. Das ist sehr aufschlussreich. Ich hätte nicht gedacht, dass es so starke lokale Unterschiede gibt.

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  • Mus
    antwortet
    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    Das mit den Niederschlägen müsste man mal nachschauen.
    z.B. hier auf dieser Karte
    Da kann man durch die einzelnen Monate durchblättern.
    Noch genauer als mit der Karte wird's mit der Tabelle, aber halt auch unübersichtlicher.

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  • nunatak
    antwortet
    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    Die wesentliche Antwort hat ja Sarekmaniac schon gegeben.
    Als Ergänzung noch von mir:
    Es liegt natürlich nicht in der Mitte des Flusses eine Klimascheide, aber gerade bei Sigmaringen liegt die "Bodenscheide" wirklich genau im Verlauf der Donau. Wären sie westlich von SIG komplett durch Juragestein fließt und weiter östlich das Jura erst etwas nördlich der Donau beginnt, ist es um Sigmaringen wirklich so, dass das Gebiet direkt nördlich Jura und direkt südlich Sedimentgestein ist. Wie schon gesagt ist der kalkig-poröse Juraboden allgemein sehr trocken und da Wasser sehr schnell versickert ist die Feuchtigkeit (oder halt die ) in 1,8 Tiefe sehr schnell auf dem "aktuellen Stand".
    Auch für andere Stellen lassen sich solche oder andere Erklärungen finden.
    OK, die kleinräumigen Unterschiede kann ich so langsam nachvollziehen. In meinem Browser wurde heute Vormittag nur ein statisches Bild angezeigt, nicht die dynamische Entwicklung über die Tage. Mit der dynamischen Darstellung ist es leichter, die regional unterschiedliche Entwicklung nachzuvollziehen.

    Wie erklärst du dir das denn für den größten Bereich auf der Karte ohne Trockenheits-Kennzeichnung außerhalb des Juras, also im östlichen Bodenseebereich bis hin ins Allgäu (ganz im Norden ist nochmal so ein Bereich). Dort gibt es mutmaßlich unterschiedliche Bodentypen (darunter dort auch viele Moore) bzw. geologischen Untergrund. War dort die Niederschlagsmenge größer?

    Man sieht auf der Karte letztlich, dass eine über einige Tage anhaltende kräftige Regenperiode eine akute Dürreperiode in größeren Bereichen des Landes beenden oder zumindest abmildern kann. Das Ende der Dürre in 1,80m Tiefe bedeutet aber nicht, dass auch die Bereiche bis runter zum Grundwasser sich bereits erholt haben. Das wird noch eine ganze Weile brauchen. Letztes Jahr gab es nach der Dürre ja auch einige Niederschläge, die letztlich regional wieder fast durchschnittliche Jahresssummen gebracht haben. Trotzdem gilt allgemein die Aussage, dass die Böden nach der letztjährigen Dürre sich im Winter und Frühjahr in vielen Bereichen nicht ausreichend erholt haben. Was man ja auch an den weit verbreiteten Schäden an Buchen sieht, die dieses Jahr viel stärker ausgefallen sind als letztes Jahr, bei vergleichbaren Witterungsverläufen 2018 und 2019.

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  • Mus
    antwortet
    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    An der Donau sieht es für mich so aus, als ob es ungefähr bei Sigmaringen einen Bereich gibt, an dem am südlichen Donauufer extreme Dürre herrscht und am nördlichen Ufer alles normal feucht ist. Ich bin kein Geologe, so extrem werden die geologischen Unterschiede und die der Bodenarten aber schon nicht sein. Auch von einer Klimascheide in der Mitte des Flusses habe ich noch nichts gehört, die Niederschlagsmengen sollten die gleichen sein. Kann natürlich gut sein, dass der Boden im Naturraum Donauplatten, der südlich der Donau irgendwo beginnt, den Niederschlag besser halten kann als die Alb nördlich davon.
    Die wesentliche Antwort hat ja Sarekmaniac schon gegeben.
    Als Ergänzung noch von mir:
    Es liegt natürlich nicht in der Mitte des Flusses eine Klimascheide, aber gerade bei Sigmaringen liegt die "Bodenscheide" wirklich genau im Verlauf der Donau. Wären sie westlich von SIG komplett durch Juragestein fließt und weiter östlich das Jura erst etwas nördlich der Donau beginnt, ist es um Sigmaringen wirklich so, dass das Gebiet direkt nördlich Jura und direkt südlich Sedimentgestein ist. Wie schon gesagt ist der kalkig-poröse Juraboden allgemein sehr trocken und da Wasser sehr schnell versickert ist die Feuchtigkeit (oder halt die ) in 1,8 Tiefe sehr schnell auf dem "aktuellen Stand".
    Auch für andere Stellen lassen sich solche oder andere Erklärungen finden.

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  • Lobo
    antwortet
    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    Zitat von Bergzebra Beitrag anzeigen
    Bei uns haben ein paar wenige Tage Niederschläge Anfang Dezember 2018 ausgereicht, damit die Gesamtjahresniederschlagsmenge für 2018 doch noch im langjährigen Mittel lagen (waren fast 150mm/m2 in wenigen Tagen).

    Für 2019 habe ich bis jetzt nur die eigenermittelten Werte in der Vergetationsperiode ab Ende April. Hier liegen wir im aufsummierten Wert auch im langjährigen Mittel seit 1993.
    Genau was du beschriebst ist aber auch eines der Probleme. Die Niederschlagsmenge alleine ist nur ein Baustein. Dem Boden hilft es relativ wenig wenn es wochenlang sehr trocken und z.T. sehr heiß ist, und dann innerhalb kurzer Zeit extrem viel Regen fällt. Dieser hat dann nicht genug Zeit (tief) in den Boden einzudringen, sondern das meiste fließt oberflächlich ab. Das führt wiederum zu zu Hochwassern etc.

    Unterm Strich war dann die Temperatur im Mittel eigentlich gar nicht (viel) zu hoch, und auch die Niederschlagsmenge im Mittel noch ausreichend, und trotzdem herrscht ungewöhnliche Trockenheit.

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  • nunatak
    antwortet
    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    Zitat von Sarekmaniac Beitrag anzeigen
    Zur Interpretation der Karte wird ja auf der Seite erläutert, dass die Kategorien keine absolute Feuchtigkeitsangaben sind, sondern Grade der Abweichung vom (örtlichen!) langjährigen Mittel, die Karten zeigen den "Verlauf der relativen Dürre" (Hervorhebung von mir).

    In diesem Sinne ist ggf. ein Moor oder ein Marschboden "dürr", obwohl er noch (oder wieder) Restfeuchte hat, während ein Trockenrasen in Thüringen oder ein steiniger Hang auf der schwäbischen Alb seine sowieso sehr geringe normale Feuchtigkeit relativ schnell wieder erreicht.
    OK, danke für die Info. Irgendwie kommt es mir aber trotzdem etwas spanisch =trocken vor, dass nach so einem langen Dürresommer und ein paar Tagen Regen bei gleicher Niederschlagsmenge, Höhe etc. die eine Fläche ihr normales Feuchtigkeitsniveau wieder erreicht hat und 1 km weiterhin die absolute Dürre herrscht. Auch dass ganze, relativ große Regionen mit unterschiedlichsten Böden wie im östlichen Bodenseebereich bis hin ins Allgäu (darunter dort auch viel Moore) überhaupt kein Trockenheitsproblem haben sollen, will mir nicht richtig einleuchten. Ein bisschen könnte das schon auch an den Datengrundlagen des Modells liegen. Boden-Probestellen, über die man das Modell verifizieren und feinjustieren könnte, wird es wahrscheinlich nur an relativ wenigen Stellen geben.

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  • Bergzebra
    antwortet
    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    Zitat von AlfBerlin Beitrag anzeigen
    Danke Sarekmaniac für den Link zum Dürremonitor. In der Rhön hatten wir zuletzt einige regnerische Tage. Aber damit 2020 normal feucht anfangen kann, bräuchten wir regen- und schneereiche Wochen und Monate und nicht mal hier und da ein paar Tage.
    Bei uns haben ein paar wenige Tage Niederschläge Anfang Dezember 2018 ausgereicht, damit die Gesamtjahresniederschlagsmenge für 2018 doch noch im langjährigen Mittel lagen (waren fast 150mm/m2 in wenigen Tagen).

    Für 2019 habe ich bis jetzt nur die eigenermittelten Werte in der Vergetationsperiode ab Ende April. Hier liegen wir im aufsummierten Wert auch im langjährigen Mittel seit 1993.

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  • Sarekmaniac
    antwortet
    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    Wirklich aussagekräftig wäre eine Darstellung, wie groß die Abweichung vom langjährigen Durchschnitt ausfällt,
    Zur Interpretation der Karte wird ja auf der Seite erläutert, dass die Kategorien keine absolute Feuchtigkeitsangaben sind, sondern Grade der Abweichung vom (örtlichen!) langjährigen Mittel, die Karten zeigen den "Verlauf der relativen Dürre" (Hervorhebung von mir).

    Dürre bezeichnet die Abweichung der Bodenfeuchte vom langjährigen Zustand im jeweiligen Monat (statistischer Vergleich mit dem Zeitraum 1951-2015), keine absolute Trockenheit.
    In diesem Sinne ist ggf. ein Moor oder ein Marschboden "dürr", obwohl er noch (oder wieder) Restfeuchte hat, während ein Trockenrasen in Thüringen oder ein steiniger Hang auf der schwäbischen Alb seine sowieso sehr geringe normale Feuchtigkeit relativ schnell wieder erreicht.
    Zuletzt geändert von Sarekmaniac; 09.10.2019, 10:30.

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  • nunatak
    antwortet
    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    Ich habe mir jetzt auf sämtlichen Karten BW und BY noch mal genauer und mit vergrößerter Ansicht angeschaut. Ich habe keine Stelle die extreme Dürre aufzeigt gefunden, die direkt an gar keine Dürre angrenzt gefunden.
    Zugegeben ist der Übergang an manchen Stellen wirklich sehr "steil", aber soweit mir die örtlichen Gegebenheiten bekannt sind, lässt sich das, finde ich, auch sehr gut aus der Geologie oder der Topografie an diesen Stellen erklären.
    Wenn man z.B. einen harten Übergang von porösem Kalkstein zu Lehm hat, dann ist klar, warum bei dem einen nach einer kürzeren Regenperiode in 1,8 m Tiefe sich die Feuchtigkeit i.G.u.G. normalisiert hat, während beim anderen quasi noch nix angekommen ist. Dazu kommt, dass es halt gerade in gebirgiger Landschaft "Regenlöcher" und "Trockenflanken" gibt, die oft sehr nah aneinander liegen.
    An der Donau sieht es für mich so aus, als ob es ungefähr bei Sigmaringen einen Bereich gibt, an dem am südlichen Donauufer extreme Dürre herrscht und am nördlichen Ufer alles normal feucht ist. Ich bin kein Geologe, so extrem werden die geologischen Unterschiede und die der Bodenarten aber schon nicht sein. Auch von einer Klimascheide in der Mitte des Flusses habe ich noch nichts gehört, die Niederschlagsmengen sollten die gleichen sein. Kann natürlich gut sein, dass der Boden im Naturraum Donauplatten, der südlich der Donau irgendwo beginnt, den Niederschlag besser halten kann als die Alb nördlich davon. Wenn die Darstellung stimmt, müsste die Karte aber eigentlich doch auch in einem normal trockenen Sommer recht erschreckend aussehen, weil der Kalkuntergrund immer einen eher trockenen Boden hat, also im Sommer Dürre aufweist. Wirklich aussagekräftig wäre eine Darstellung, wie groß die Abweichung vom langjährigen Durchschnitt ausfällt, also wie viel mehr oder weniger Wasserverfügbarkeit im Boden als gewöhnlich.

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  • Mus
    antwortet
    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Wirklich sehr interessanter Link, danke. Interessant auch, dass manche Bereiche, v.a. in BW und Bayern, keine Färbung/Einstufung haben. Man könnte das so interpretieren, dass es dort keine Färbung hat, weil es kein Dürreproblem gibt. Erscheint mir aber nicht plausibel, weil manche dieser nicht eingefärbten Bereiche direkt an extreme Dürreflächen angrenzen. Viel wahrscheinlicher erscheint mir, dass es ein paar Datenlücken im Modell gibt. Eigentlich seltsam, weil Wetterstationen, geologischer Untergrund etc. wahrscheinlich übers Land verteilt vorkommen.
    Ich habe mir jetzt auf sämtlichen Karten BW und BY noch mal genauer und mit vergrößerter Ansicht angeschaut. Ich habe keine Stelle die extreme Dürre aufzeigt gefunden, die direkt an gar keine Dürre angrenzt gefunden.
    Zugegeben ist der Übergang an manchen Stellen wirklich sehr "steil", aber soweit mir die örtlichen Gegebenheiten bekannt sind, lässt sich das, finde ich, auch sehr gut aus der Geologie oder der Topografie an diesen Stellen erklären.
    Wenn man z.B. einen harten Übergang von porösem Kalkstein zu Lehm hat, dann ist klar, warum bei dem einen nach einer kürzeren Regenperiode in 1,8 m Tiefe sich die Feuchtigkeit i.G.u.G. normalisiert hat, während beim anderen quasi noch nix angekommen ist. Dazu kommt, dass es halt gerade in gebirgiger Landschaft "Regenlöcher" und "Trockenflanken" gibt, die oft sehr nah aneinander liegen.

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  • LihofDirk
    antwortet
    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Wirklich sehr interessanter Link, danke. Interessant auch, dass manche Bereiche, v.a. in BW und Bayern, keine Färbung/Einstufung haben. Man könnte das so interpretieren, dass es dort keine Färbung hat, weil es kein Dürreproblem gibt. Erscheint mir aber nicht plausibel, weil manche dieser nicht eingefärbten Bereiche direkt an extreme Dürreflächen angrenzen. Viel wahrscheinlicher erscheint mir, dass es ein paar Datenlücken im Modell gibt. Eigentlich seltsam, weil Wetterstationen, geologischer Untergrund etc. wahrscheinlich übers Land verteilt vorkommen.
    Ich denke eher, es ist dort tatsächlich keine Dürre. Grund dafür: bei uns am Oberrhein ist der 25cm Befund nach den letzten Regenfällen von farbig zu weiss gewechselt.

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  • nunatak
    antwortet
    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    Zitat von Sarekmaniac Beitrag anzeigen
    Ja, in Hamburg sieht es deutlich besser aus.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang der bundesweite Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums Leipzig:

    https://www.ufz.de/index.php?de=37937

    Da sieht man, dass eher die Situation in Hamburg und dem nördlichen Schleswig-Holstein eine Besonderheit im Sinne von "fast normal" ist, zumindest bis 25 cm Bodentiefe.

    Für die Ecke in Oberhessen, wo unsere Wiese liegt, gilt laut Monitor aktuell "schwere Dürre" (dritthöchste Kategorie) bis 25 cm Tiefe und "außergewöhnliche Dürre" (höchste Kategorie) bis 1,8 m Tiefe. Lokale Besonderheiten liegen dann noch in der Topografie/geografischen Kleinlage des Grundstücks: Leicht erhabene Mergelkuppe an einem sonnenexponierten Südhang.
    Wirklich sehr interessanter Link, danke. Interessant auch, dass manche Bereiche, v.a. in BW und Bayern, keine Färbung/Einstufung haben. Man könnte das so interpretieren, dass es dort keine Färbung hat, weil es kein Dürreproblem gibt. Erscheint mir aber nicht plausibel, weil manche dieser nicht eingefärbten Bereiche direkt an extreme Dürreflächen angrenzen. Viel wahrscheinlicher erscheint mir, dass es ein paar Datenlücken im Modell gibt. Eigentlich seltsam, weil Wetterstationen, geologischer Untergrund etc. wahrscheinlich übers Land verteilt vorkommen.

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  • AlfBerlin
    antwortet
    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    Danke Sarekmaniac für den Link zum Dürremonitor. In der Rhön hatten wir zuletzt einige regnerische Tage. Aber damit 2020 normal feucht anfangen kann, bräuchten wir regen- und schneereiche Wochen und Monate und nicht mal hier und da ein paar Tage.

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  • Sarekmaniac
    antwortet
    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    Zitat von Mika Hautamaeki Beitrag anzeigen
    ich sehe das als sehr lokales Problem. Hier in der Freien und Hansestadt hat es im Mai, Juni, August und September durchschnittlich bis leicht überdurchschnittlich Niederschlag gegeben. Häufig auch über mehrere Tage verteilt. Bei uns ist der Boden schon gut durchfeuchtet überprüft hab ich bis ca. 1 m Tiefe.
    Ja, in Hamburg sieht es deutlich besser aus.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang der bundesweite Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums Leipzig:

    https://www.ufz.de/index.php?de=37937

    Da sieht man, dass eher die Situation in Hamburg und dem nördlichen Schleswig-Holstein eine Besonderheit im Sinne von "fast normal" ist, zumindest bis 25 cm Bodentiefe.

    Für die Ecke in Oberhessen, wo unsere Wiese liegt, gilt laut Monitor aktuell "schwere Dürre" (dritthöchste Kategorie) bis 25 cm Tiefe und "außergewöhnliche Dürre" (höchste Kategorie) bis 1,8 m Tiefe. Lokale Besonderheiten liegen dann noch in der Topografie/geografischen Kleinlage des Grundstücks: Leicht erhabene Mergelkuppe an einem sonnenexponierten Südhang.

    Wie Alf es auch aus der Rhön beschrieb: Die meisten Wald- und Wiesenbäche führen noch immer kaum oder gar kein Wasser, Tümpel sind ausgetrocknet.

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