Anhaltende Trockenheit und Hitze

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  • Chouchen
    Freak

    Liebt das Forum
    • 07.04.2008
    • 19024

    • Meine Reisen

    #41
    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    Zitat von Pfad-Finder Beitrag anzeigen
    In Brandenburg, MV und Sachsen sehen die Kastanien fast überall katastrophal aus.

    Auffällig ist, dass es anscheinend wie schon 2018 auch dieses Jahr ein Eichel-Mastjahr gibt.
    Hier geht es den Kastanien auch so lala (wobei es hier auch nicht so viele gibt), aber sie sind noch nicht so angegriffen, wie ich es in anderen Jahren schon in der Pfalz oder am Main gesehen habe.

    Besonders den Kiefern geht es richtig schlecht, bzw. viele sehr große Waldkiefern sind schon komplett abgestorben. Und das obwohl die hiesigen Kiefern ganz besonders an trockene, sandige Böden angepasst sind.
    (Neulich waren wir im Wald und ein paar Dutzend Meter weiter ist aus dem Nichts eine Kiefer mit großen Getöse umgefallen. Es ging kein Wind, nichts.)

    Aufgefallen sind mir die Erlen. Ich habe noch nie so viele Zäpfen an den Bäumen gesehen.
    "I pity snails and all that carry their homes on their backs." Frodo Baggins

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    • ronaldo
      Moderator
      Lebt im Forum
      • 24.01.2011
      • 9290

      • Meine Reisen

      #42
      AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

      Hier haben sich die Kastanien offenbar auch erholt, es sind auch wesentlich weniger Miniermotten zu sehen.
      Ich führe das darauf zurück, dass es heuer zwar wenige, aber sehr heftige Regen- und Hagelereignisse gab, die haben wohl Motten und Nachwuchs mehrfach dezimiert.
      Dazu passt: die Kastanien tragen nur einige, aber dafür große Früchte.

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      • Abt
        Lebt im Forum
        • 26.04.2010
        • 5726

        • Meine Reisen

        #43
        AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

        Inzwischen ist alles wieder grün bei uns, aber es war grenzwertig. Alles ohne zusätzlich zu gießen
        Erstaunlich, dass Überlebensverhalten von einigen Gehölzen.
        Zu Gute kam das stehen lassen der Wiesenfläche.

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        • Harry
          Meister-Hobonaut

          Alter Hase
          • 10.11.2003
          • 4731

          • Meine Reisen

          #44
          AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

          Das ist alles aber nur Oberflächlich, 30 cm tief.
          Hier gibts einen historischen tiefen Grundwasserstand von 3 m.

          Es wird Jahre brauchen, bis der wieder aufgefüllt ist, wenn es denn lange genug regnet.

          Gestern Abend haben sie im WDR Forstwälder gezeigt, mit angeschlagenen Eichen und Buchenbeständen die 200 Jahre alt sind, die wohl kein weiteres trockenes Jahr überleben.
          Gruß Harry.
          Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen. (Johann Wolfgang von Goethe)

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          • Enja
            Alter Hase
            • 18.08.2006
            • 4191

            • Meine Reisen

            #45
            AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

            Bei uns sind die Parkanlagen und Bäume jetzt wieder tief grün. Schon im August gab es relativ viel Regen. Wie jetzt in den letzten Tagen auch. Pünktlich zum 1.9. kühlte es ab. Am 25.9. sitzen wir normalerweise zum letzten mal abends draußen. Schon mit dicker Jacke und Wolldecken. Mal gucken, wie das dies Jahr wird. Es war schon zu kalt dafür. Heute ist es aber wieder eher schwül.

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            • Abt
              Lebt im Forum
              • 26.04.2010
              • 5726

              • Meine Reisen

              #46
              AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

              Meine nächste Wanderung wird bestimmt mal zu den Weißeritz-Talsperren unternommen. Gleich mit angedachter Pilzsammlung.
              Deutschland hat ein durchdachtes Trinkwassersystem. Aber Wasser kann man nicht herstellen.

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              • Goettergatte
                Freak

                Liebt das Forum
                • 13.01.2009
                • 25420

                • Meine Reisen

                #47
                AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

                Das war nicht relativ viel,
                das war noch immer weit unterdurchschnittlich.

                In den Köpfen der Bürger hat sich was verschoben, daher wird normales Wetter nurnoch als Schlechtwetter wahrgenommen,
                und die Funkmedien krähen es der Bevökerung nach
                "Wärme wünscht/ der vom Wege kommt----------------------
                Mit erkaltetem Knie;------------------------------
                Mit Kost und Kleidern/ erquicke den Wandrer,-----------------
                Der über Felsen fuhr."________havamal
                --------

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                • Enja
                  Alter Hase
                  • 18.08.2006
                  • 4191

                  • Meine Reisen

                  #48
                  AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

                  Der DWD meint dazu:

                  Der August 2019 war damit der 28.-trockenste August in Deutschland seit 1901 und der 36.-trockenste seit 1881. Er zählt damit zu den trockeneren Augustmonaten.
                  Das gilt für ganz Deutschland. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war es im Osten sehr trocken. Bei uns lagen die Niederschläge etwa im Mittel. Die Temperaturen eher drunter.

                  Im Mittel ist natürlich nicht "relativ viel". Ich hatte das im Vergleich mit dem August 2019 gemeint. Da war es hier rekordverdächtig trocken.

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                  • Fritsche
                    Alter Hase
                    • 14.03.2005
                    • 2638

                    • Meine Reisen

                    #49
                    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

                    @GöGa: +1

                    Ich sehs an unserem Brunnen: Tiefststand, selbst nach den 30L/m² in den letzten paar Tagen. Das reicht lange noch nicht um das Defizit aufzuholen.

                    Von den Unmengen toter Bäume die ich ringsum sehe (besonders viel Nadelbäume darunter), und die erholen sich nicht mehr egal wie viel es regnet, ganz zu schweigen.
                    Für eine Welt ohne Pressspan

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                    • nunatak

                      Alter Hase
                      • 09.07.2014
                      • 2640

                      • Meine Reisen

                      #50
                      AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

                      Zitat von Fritsche Beitrag anzeigen

                      Von den Unmengen toter Bäume die ich ringsum sehe (besonders viel Nadelbäume darunter), und die erholen sich nicht mehr egal wie viel es regnet, ganz zu schweigen.
                      Auch wenn es natürlich schmerzhaft ist zu sehen, wenn Bäume sterben, gehört so ein Umwandlungsprozess auch zur natürlichen Dynamik in einem Wald. Dass nicht standortgerechte Nadelbäume irgendwann verschwinden, ist eh kein Wunder, das war schon lange bekannt, von daher nicht wirklich schlimm, wenn dadurch jetzt Platz für standortgerechte Bäume entsteht.

                      Von der lichteren Phase, die nach dem Absterben mancher Bäume entsteht, profitieren viele Tier- und Pflanzenarten. Und danach werden sich natürlicherweise angepasste Baumarten (und Baumindividuen) ansiedeln in den kommenden Jahren. Wie man in dem Zeit-Artikel sieht, gibt es auch Stimmen aus dem Forst, die dazu raten, den Prozess alleine der Natur zu überlassen. Die weiß am besten, was wo wachsen kann. Eingepflanzte Bäume haben oft ein verkümmertes Wurzelsystem, das keine Chance hat, tief zu wachsen. Bäume aus Naturverjüngung schaffen das besser.

                      Interessant der Aspekt, das jetzt auch dringend die Wildbestände reduziert werden müssen, weil die für massive Schäden beim Jungwuchs verantwortlich sind. Der Jungwuchs, der jetzt hochkommen muss, darf nicht vom Wild zerstört werden.

                      https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-...sitzer/seite-2

                      Zitate aus dem Artikel: „Es werden nicht alle Buchen abgestorben sein, die derzeit angeschlagen wirken“, meint Roloff. Neue, junge Buchen werden sich seiner Ansicht nach auf die veränderten Witterungsbedingungen einstellen und tief reichende Wurzeln bilden. Auch für Kiefern, die sich auf den sandigen Böden des Rhein-Main-Gebiets eigentlich wohl fühlen, sieht Roloff noch eine Zukunft. „Nur für die alten Bäume sind Temperaturanstieg und Trockenheit zu plötzlich gekommen. ...Auf Flächen mit abgestorbenen Bäumen wiederum sollte man seiner Meinung nach ruhig einmal alles laufen lassen. Dazu werde es zwangsläufig kommen, weil es gar nicht gelingen könne, alle abgestorbenen Bäume zu entfernen und die Flächen aufzuräumen. Es werde spannend sein zu sehen, welche Baumarten sich entwickelten, wenn erstmals Licht auf den Waldboden falle. Dort werde sich die Natur verjüngen, und aus den Samen der alten Bäume würden junge nachwachsen, die Roloff zufolge sicher besser mit dem Trockenstress zurechtkommen als gepflanzte Exemplare."

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                      • Abt
                        Lebt im Forum
                        • 26.04.2010
                        • 5726

                        • Meine Reisen

                        #51
                        AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

                        Laubbäume scheinen bei Trockenheit die größeren Chancen zu haben indem sie ihre Blätter zT. abwerfen.
                        Zwei kleine Koniferen haben es nicht gepackt, da war die umgebende Konkurrenz zu extrem.
                        Wie war das unterwegs Berni?

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                        • Mus
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                          Liebt das Forum
                          • 13.08.2011
                          • 12375

                          • Meine Reisen

                          #52
                          AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

                          Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
                          Auch wenn es natürlich schmerzhaft ist zu sehen, wenn Bäume sterben, gehört so ein Umwandlungsprozess auch zur natürlichen Dynamik in einem Wald. Dass nicht standortgerechte Nadelbäume irgendwann verschwinden, ist eh kein Wunder, das war schon lange bekannt, von daher nicht wirklich schlimm, wenn dadurch jetzt Platz für standortgerechte Bäume entsteht.
                          Aber in dem Tempo hat es nix mehr von einem normalen natürlichen Prozess. Da wächst und gedeiht vor allem erst mal der Borkenkäfer. Keine guten Zeiten für den Nachwuchs im Wald.

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                          • nunatak

                            Alter Hase
                            • 09.07.2014
                            • 2640

                            • Meine Reisen

                            #53
                            AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

                            Zitat von Mus Beitrag anzeigen
                            Aber in dem Tempo hat es nix mehr von einem normalen natürlichen Prozess. Da wächst und gedeiht vor allem erst mal der Borkenkäfer. Keine guten Zeiten für den Nachwuchs im Wald.
                            Borkenkäfer ernähren sich nadelholzgan (manche Arten auch nur auf Fichtenholz, am wohlsten fühlen sie sich in dichten Fichtenreinkulturen). Wenn die angeschlagenen Nadelbäume verwertet sind, verschwindet auch der Borkenkäfer wieder. Zumindest Laubbäume, die mit Trockenheit zurecht kommen, können der Sache also recht entspannt entgegensehen. Wenn später auch wieder Kiefern etc. hochkommen, werden die auch nicht direkt aufgefuttert, v.a. nicht im Mischwald.

                            So weit von einem natürlichen Prozess entfernt sehe ich den jetzigen trockenheitsverursachten Prozess nicht. Windwurfflächen oder Waldbrandflächen entstehen sogar noch viel schneller und sind oft größer. Auch dort beginnt in den entstehenden Lücken das Spiel, welche Bäume die Fläche wiederbesiedeln können. Erstmal kommen eh Pionierbaumarten wie Weiden und Birken hoch. Die Bäume, die dauerhaft die Waldzusammensetzung prägen, finden sich erst nach einigen Jahren bis Jahrzehnten ein. Ihr Samenmaterial hat einige Jahre Zeit dorthin zu gelangen (über Vögel etc.) und sich dort breit zu machen.

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                            • opa
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                              • 21.07.2004
                              • 5336

                              • Meine Reisen

                              #54
                              AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

                              Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
                              Borkenkäfer ernähren sich nadelholzgan (manche Arten auch nur auf Fichtenholz, am wohlsten fühlen sie sich in dichten Fichtenreinkulturen). Wenn die angeschlagenen Nadelbäume verwertet sind, verschwindet auch der Borkenkäfer wieder. Zumindest Laubbäume, die mit Trockenheit zurecht kommen, können der Sache also recht entspannt entgegensehen. Wenn später auch wieder Kiefern etc. hochkommen, werden die auch nicht direkt aufgefuttert, v.a. nicht im Mischwald.

                              So weit von einem natürlichen Prozess entfernt sehe ich den jetzigen trockenheitsverursachten Prozess nicht. Windwurfflächen oder Waldbrandflächen entstehen sogar noch viel schneller und sind oft größer. Auch dort beginnt in den entstehenden Lücken das Spiel, welche Bäume die Fläche wiederbesiedeln können. Erstmal kommen eh Pionierbaumarten wie Weiden und Birken hoch. Die Bäume, die dauerhaft die Waldzusammensetzung prägen, finden sich erst nach einigen Jahren bis Jahrzehnten ein. Ihr Samenmaterial hat einige Jahre Zeit dorthin zu gelangen (über Vögel etc.) und sich dort breit zu machen.
                              kenne mich mit der sache gar nicht aus, hatte aber gelegentlich kontakt zu leuten vom fach, und so wie ich das verstanden habe, funktioniert der prozess halt nur, wenn mensch ihn zulässt. so wie ich das damals verstanden habe, scheint da ja aber schon die versuchung da zu sein, dann mit bäumen aufzuforsten, die die trockenheit besser abkönnen, aber eigentlich nicht standortheimisch sind, ich meine, douglasien wären da ein typisches beispiel. wie gesagt, keine ahnung, habe da nur mal ein paar diskussionen beim bier unter fachleuten mitbekommen, da ging es um so feine unterschiede wie standortheimisch und standorttypisch, wenn ich mich recht erinnere...

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                              • nunatak

                                Alter Hase
                                • 09.07.2014
                                • 2640

                                • Meine Reisen

                                #55
                                AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

                                Zitat von opa Beitrag anzeigen
                                kenne mich mit der sache gar nicht aus, hatte aber gelegentlich kontakt zu leuten vom fach, und so wie ich das verstanden habe, funktioniert der prozess halt nur, wenn mensch ihn zulässt. so wie ich das damals verstanden habe, scheint da ja aber schon die versuchung da zu sein, dann mit bäumen aufzuforsten, die die trockenheit besser abkönnen, aber eigentlich nicht standortheimisch sind, ich meine, douglasien wären da ein typisches beispiel. wie gesagt, keine ahnung, habe da nur mal ein paar diskussionen beim bier unter fachleuten mitbekommen, da ging es um so feine unterschiede wie standortheimisch und standorttypisch, wenn ich mich recht erinnere...
                                Klar, diese Diskussion gibt es. Es spielt da halt auch mit rein, wie schnell man wieder eine fette Holzernte haben möchte, ob diese angepflanzten, nicht heimischen Bäume sich dort wirklich dauerhaft wohl fühlen, vielleicht auch wer an einer Wiederaufforstung Geld verdienen möchte. Wenn ich die Wälder in der Umgebung anschaue, sehe ich hier kein großes Problem, Bäume sterben hier eher vereinzelt ab, der Großteil sieht gut aus. Warum sollte man den Wald großräumig umbauen, wo es keine wirklichen Probleme gibt, abgesehen vom Verzicht auf Fichten etc.? Sieht in Sandregionen mit massiven Buchenverlusten vielleicht anders aus.

                                Ich sehe einfach das Problem, dass mit einem kompletten Wechsel der Baumzusammensetzung hin zu vorwiegend nicht heimischen Bäumen das Ökosystem Wald kollabieren könnte, weil sehr viele Insekten- und Pilzarten dort einfach auf heimische Baumarten angewiesen sind und z.B. keine Asiabaumnudeln runter bekommen


                                Wenn man nicht überall die Geduld aufbringen möchte, der Natur den Prozess zu überlassen, könnte man zumindest versuchen, es z.B. erst mal mit Buchen aus trockenen Herkünften zu versuchen, z.B. Süditalien oder dem Balkan.

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                                • Abt
                                  Lebt im Forum
                                  • 26.04.2010
                                  • 5726

                                  • Meine Reisen

                                  #56
                                  AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

                                  Ich hab mal versucht, etwas über die vergangenheit global gesehen herauszufinden

                                  https://www.scinexx.de/news/geowisse...ntschluesselt/

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                                  • opa
                                    Lebt im Forum
                                    • 21.07.2004
                                    • 5336

                                    • Meine Reisen

                                    #57
                                    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

                                    Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
                                    Klar, diese Diskussion gibt es. Es spielt da halt auch mit rein, wie schnell man wieder eine fette Holzernte haben möchte, ob diese angepflanzten, nicht heimischen Bäume sich dort wirklich dauerhaft wohl fühlen, vielleicht auch wer an einer Wiederaufforstung Geld verdienen möchte.

                                    Ich sehe einfach das Problem, dass mit einem kompletten Wechsel der Baumzusammensetzung hin zu vorwiegend nicht heimischen Bäumen das Ökosystem Wald kollabieren könnte, weil sehr viele Insekten- und Pilzarten dort einfach auf die heimischen Baumarten angewiesen sind und z.B. keine Asiabaumnudeln runter bekommen


                                    Wenn man nicht überall die Geduld aufbringen möchte, der Natur den Prozess zu überlassen, könnte man zumindest versuchen, es z.B. erst mal mit Buchen aus trockenen Herkünften zu versuchen, z.B. Süditalien oder dem Balkan.
                                    ja, klingt auch für einen laien sehr einleuchtend, was du da schreibst. bin zwar selbst gerne laufend oder bikend im wald unterwegs, habe da aber gewaltige bildungslücken und bekommen nur mit mühe gerade noch eiche und buche auseinanderdividiert. habe von daher keinen einblick, wie verbreitet diese arten schon sind. habe aber damals schon rausgehört, dass viele förster die douglasien schon mögen. hoffen wir mal das beste.

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                                    • Abt
                                      Lebt im Forum
                                      • 26.04.2010
                                      • 5726

                                      • Meine Reisen

                                      #58
                                      AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

                                      Als Mensch sehe ich auch dass Fichten wichtig sind. Was wären wir ohne schnell nachwachsendes Bauholz?

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                                      • LihofDirk
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                                        Liebt das Forum
                                        • 15.02.2011
                                        • 12795

                                        • Meine Reisen

                                        #59
                                        AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

                                        Zitat von Abt Beitrag anzeigen
                                        Ich hab mal versucht, etwas über die vergangenheit global gesehen herauszufinden

                                        https://www.scinexx.de/news/geowisse...ntschluesselt/
                                        Netter Artikel, Danke

                                        Zwei Fakten/ Argumente aus dem Artikel, wenn in Diskussionen wieder auf "Warm- und Kaltzeiten gab es schon früher" hingewiesen wird.

                                        ...Der Vergleich der Temperaturentwicklung über die Kontinente hinweg zeigt, dass die Temperaturen je nach Erdteil in spezifischen Mustern schwankten. Dabei waren die Gemeinsamkeiten innerhalb der Hemisphären deutlich größer als jene zwischen Norden und Süden. ...
                                        Heute hingegen haben wir eine Erwärmung über beide Hemisphären.

                                        ...Die Auswertung ergab, dass es auf allen Kontinenten in den vergangenen 2.000 Jahren einen langfristigen Abkühlungstrend gab. Für diesen waren wahrscheinlich neben Veränderungen der Erdbewegung auch Gruppen von Vulkaneruptionen, Schwankungen der Solaraktivität und Oberflächenveränderungen verantwortlich. Diese Abkühlung ging erst am Ende des 19. Jahrhunderts zu Ende. Die Erwärmung der jüngsten Zeit, so die Studie, hat diese langfristige Abkühlung aufgehoben. ...
                                        Die Erwärmung seit der Industrialisierung ist also scheinbar stärker als der langfristige Klimazyklus.


                                        Zitate aus der verlinkten Quelle

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                                        • Bulli53
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                                          • 24.04.2016
                                          • 1720

                                          • Meine Reisen

                                          #60
                                          AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

                                          Anfang des 19. Jh. haben die Preussen z. B. die Eifel mit Fichten aufgeforstet. Fichten werden dort als Preussenbaum bezeichnet. Ähnliches ist auch im Harz geschehen. Nach den WKriegen wurde in der BRD reichlich Bauholz als Reparationsleistung geschlagen und mit Fichten neu bepflanzt. Bringt schnelles Geld.
                                          Viel hochwertiges Laubholz geht heute nach Asien/China für den Innenausbau und als Möbelholz. Egal ob massiv oder Furnier.
                                          Fichten waren erforderlich um errodierende oder Heideflächen schnell wirtschaftlich zu optimieren. Viele alte wälder sind dem Bergbau und der Köhlerei zum Opfer gefallen.
                                          Gottseidank denkt die Forstwirtschaft heute anders, ausserdem bringt deutsches Laubholz (heute) mehr ein. Leider dauert es länger bis ein Baum reif ist.
                                          Neben den Fichten haben die Preussen auch Nussbäume gemocht.....daraus wurden dann Gewehrschäfte. Mitteleuropa ist Laubbaumland. Fichtenwälder sind oft Plantagen.

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