Wandern in wegloser Gegend

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  • Vluta
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Zitat von Chouchen Beitrag anzeigen
    Hier führen in ca. 2 Meter Abstand links und rechts eigentlich kleine, ausgewiesene Pfade an dem Hubbel vorbei. Trotzdem gibt es genug Leute, die quer latschen. Zuletzt war ich vor 4 Jahren an dieser Stelle, da war diese Erosion noch nicht vorhanden:
    In Island sind mir solche Stellen auch immer wieder aufgefallen, auch weiters ab von größerem Wanderverkehr. Ich vermute dass dafür vor allem Pferde dafür verantwortlich sind. Das hat dann in meinen Augen wieder einen ganz anderen Charakter, weil dann wird das nicht durch "Unachtsamkeit" verursacht, sondern eher durch zu viel "Verkehr".

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  • Vintervik
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Zitat von Kuckuck Beitrag anzeigen
    Besucher werden informiert, es gibt Info-Zentren z.B. in Abisko und vielen anderen Nationalparks. (Natürlich nicht im Sarek)
    OT: Bald wird es ein Naturum u.a. für den Sarek geben. Nächste Woche Samstag wird das Naturum für das Laponia-Gebiet eingeweiht. Es steht am Stora Sjöfallet.
    Daneben gibt es an vier Orten (Jokkmokk, Gällivare, Porjus, Kvikkjokk) so genannte Laponia-Eingänge mit Ausstellungen zum Gebiet.
    Zuletzt geändert von Vintervik; 16.09.2014, 12:06. Grund: Korrektur

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  • subxero
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Zitat von Chouchen Beitrag anzeigen
    Hier führen in ca. 2 Meter Abstand links und rechts eigentlich kleine, ausgewiesene Pfade an dem Hubbel vorbei. Trotzdem gibt es genug Leute, die quer latschen. Zuletzt war ich vor 4 Jahren an dieser Stelle, da war diese Erosion noch nicht vorhanden:
    Sieht beinahe so schlimm aus wie die kuhzerstampften Almwiesen in den alpinen Naturschutzgebieten.

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  • Prachttaucher
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    @DerNeueHeiko : Hoffen wir einfach mal, daß es dabei bleibt und nicht schon längst ein FR Advanced geplant wird, der dann durch den... geht.

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  • cast
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Nö - schließlich sind sie zugänglich
    Doch. Nur so lange das Hauptziel nicht gefährdet ist, deswegen gabs mittlerweile diverse Einschränkungen.

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  • blue0711
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Zitat von Kuckuck Beitrag anzeigen
    Lieber warten als gar nicht in ein Gebiet kommen?
    Das wäre bei mir und sicher auch bei vielen anderen der Unterschied zwischen schwarz und schwarz.

    Zitat von Kuckuck Beitrag anzeigen
    Ist der Aufenthalt in Nationalparks häufig nicht per se illitär?
    Kommt sehr auf die Umsetzung an.
    Sobald eine Beschränkung da ist, ist die Tendenz aber oft in Richtung Preis oder langfristige Fest-Planung.
    Das schränkt nicht nur die Zahl der Besucher ein, sondern selektiert nach sachfremden Gesichtspunkten.
    Das steht IMHO einer gemeinschaftlichen Ausrichtung solcher Einrichtungen entgegen.
    Und ob es sinnvoll ist, solche Naturparks quasi privatwirtschaftlich zu betreiben, stelle ich schon in Frage.

    Ich denke, das mindeste ist, ein kleines Kontingent Spontanbesuchern offen zu halten.

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  • Kuckuck
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Zitat von cast Beitrag anzeigen

    Mag sein, die Schweden haben eine andere Meinung von IHREN Nationalparks, s.o.
    Nö - schließlich sind sie zugänglich - das Naturerleben dort wird beworben bzw. Besucher werden informiert, es gibt Info-Zentren z.B. in Abisko und vielen anderen Nationalparks. (Natürlich nicht im Sarek)

    Kuckuck

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  • DerNeueHeiko
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Zitat von Prachttaucher Beitrag anzeigen
    OT: So ganz unbekannt ist mir die Gegend dort denn auch nicht und wo habe ich geschrieben, daß der durch den Sarek geht ?
    OT:

    Du hast auf casts "Sarek ist das beste Beispiel" geantwortet "FRC wird dort oben etabliert". Fast jeder, der sich dort oben nicht auskennt, denkt, dort oben meint den Sarek, und damit niemand das missversteht, habe ich das unmissverständlich nochmal dazu geschrieben. Wollte dir damit gar nicht widersprechen.


    Zitat von Prachttaucher Beitrag anzeigen
    Könnte mir gut vorstellen, daß durch die Massenveranstaltung viele Wanderer, die sonst dort unterwegs wären in andere Gebiete gedrängt werden und es so vielleicht auch mehr zu "Wandern in wegloser Gegend" kommt.
    Das wiederum glaube ich für die fragliche Strecke nicht. Die ist sowieso derartig ausgelatscht mit geschätzt mindestens 100 Leuten pro Tag, dass der FRC da kaum noch einen großen Unterscheid ausmacht. IMHO zumindest - ich vermeide die Strecke grundsätzlich, nicht nur zur FRC-Zeit.

    MfG, Heiko

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  • cast
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Varför har vi nationalparker?

    Nationalpark är det finaste ett naturområde kan bli och det starkaste skydd ett område kan få. Det är de mest värdefulla delarna av det svenska landskapet som utses. Ett naturarv, som vi sparar åt oss och kommande generationer!

    Syftet med en nationalpark är att ”bevara ett större sammanhängande område av viss landskapstyp i dess naturliga tillstånd eller i väsentligt oförändrat skick” (ur miljöbalken).


    sowie der Umweltbildung und Erhloung. Google mal IUCN Protected area categorie II
    Mag sein, die Schweden haben eine andere Meinung von IHREN Nationalparks, s.o.

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  • Freierfall
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Zitat von Kuckuck Beitrag anzeigen
    und? Lieber warten als gar nicht in ein Gebiet kommen?
    Es läuft ja im Prinzip darauf hinaus, entweder das ganze Gebiet zugänglich zu machen, aber die Besucherzahl zu limitieren, oder beliebig viele Besucher in ein Gebiet zu lassen, welches aber eingegrenzt ist, und den Rest "auf Vorrat" zu halten. Irgendwann ist dann von den vielen Besuchern das öffentliche Gebiet kaputtbesucht, und der Druck wird groß, etwas von dem zuvor gesperrten zu eröffnen. Ob das ursprünglich kaputte wiederhergestellt werden kann, im Laufe der "Lebensdauer" des neu freigegebenen Gebietes, ist jetzt die Frage. Hängt wohl davon ab von welchem Stück Natur wir reden. Wenn erstmal eine Wüste entstanden ist, regeneriert sich da gar nix mehr.

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  • Freierfall
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Zitat von Chouchen Beitrag anzeigen
    In Teilen von Island (und sicherlich auch anderenorts insbes. im Norden) ist es nicht nur ein optisches Problem, sondern "wilde" Trampelpfade können zu Erosionsschäden führen.
    Vielleicht ist das der "Natur" egal, mir aber nicht.
    Da stimme ich dir in allen Belangen zu. Das ist auch eher ne philosophisch-prinzipielle Frage. Darauf führen diese Diskussionen über LNT etc. aber letztendlich alle hinaus: Ist die Natur "so wie sie ist" (bzw. bevor Menschen sie verändert haben war) von besonderer Bedeutung und muss geschützt werden als selbstzweck, oder muss sie geschützt werden damit man die sich angucken kann und Freude daran haben kann. (Wobei du natürlich auch den Zweck des Katastrophenschutzes vor Überschwemmungen, Erdrutschen, Sandstürmen etc. ansprichst, Stichwort Verwüstung, aber das ist ja sogar noch eine ganz andere Dimension als die von der wir hier sprechen.)

    Um mal bei deinem Beispiel von der Klippe zu bleiben: leute die da runterlaufen, beeinträchtigen dich in deiner Möglichkeit, sich das Ding frei von Fußspuren und runtergerutschtem Gestein anzugucken. Die Absperrung beinträchtigt Leute, die von weiter Weg ein Foto machen wollten, ohne die Absperrung drauf. Und wenn man die Gegend überfliegt hat man generell pech gehabt und sieht immer die Wege, egal wo sie langlaufen
    Macht deutlich, dass wenn man Naturschutz betreibt, es immer einen Interessenkonflikt gibt zwischen der Nutzung der Natur, ohne die der Mensch ja gar kein Interesse an ebendieser Natur hätte und sie auch nicht schützen wollen würde, und dem Schutz.

    Ich will das Verhalten der Leute, die du angesprochen hast hier gar nicht verteidigen, im Gegenteil, mMn sollte man eher darüber aufklären, wieso es denn ein Problem ist, da "mal eben" drüber zu latschen, machen alle anderen ja auch so. Sonst kommt jemand, der sich nicht so viele Gedanken macht, ja gar nicht auf die Idee, das könnte problematisch sein.
    Zuletzt geändert von Freierfall; 09.09.2014, 19:08.

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  • Kuckuck
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Zitat von blue0711 Beitrag anzeigen
    Logisch. Weil man mit einem Schlag alle "los" ist, die nicht Monate im Voraus planen können oder wollen.

    Da steckt dann zwar eine Elitarisierung drinnen, aber das funktioniert in vielen Ländern ja auch bestens.
    und? Lieber warten als gar nicht in ein Gebiet kommen?
    Ist der Aufenthalt in Nationalparks häufig nicht per se illitär?

    Kuckuck

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  • Chouchen
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Zitat von Freierfall Beitrag anzeigen
    Dass eine Landschaft anders aussieht als vorher, wenn da ein paar Pfade durchgehen, ist klar. Der "Natur" ist das egal. Einem selbst, als Besucher fällt das aber vielleicht negativ auf, man wollte ja die "unberührte Natur" genießen.
    In Teilen von Island (und sicherlich auch anderenorts insbes. im Norden) ist es nicht nur ein optisches Problem, sondern "wilde" Trampelpfade können zu Erosionsschäden führen.
    Mal zwei Beispiele von diesem Sommer:

    Der Zugang von der Klippe nach unten an den Fuß des Felsentors ist eigentlich inzwischen abgesperrt. (Ich habe eben mit älteren Bildern im Netz verglichen, da ist in den letzten Jahren ganz schön Material abgetragen worden. Das hat meine Erinnerung bestätigt. Wie man sieht, hält die Absperrung die beiden Damen aber nicht davon ab auf der Suche nach der besten Fotoposition im Hang rumzurutschen und dabei wirklich haufenweise Sand, Erde und Geröll loszutreten.)


    Hier führen in ca. 2 Meter Abstand links und rechts eigentlich kleine, ausgewiesene Pfade an dem Hubbel vorbei. Trotzdem gibt es genug Leute, die quer latschen. Zuletzt war ich vor 4 Jahren an dieser Stelle, da war diese Erosion noch nicht vorhanden:


    Wozu kann das ganz allgemein führen? z.B. Sandstürme, unwiederbringlicher Verlust fruchtbaren Bodens, schlechterer Küstenschutz etc. pp.
    Vielleicht ist das der "Natur" egal, mir aber nicht.

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  • Kuckuck
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Zitat von cast Beitrag anzeigen

    Nationalparks dienen dem Erhalt der Natur, so wie sie ist.
    sowie der Umweltbildung und Erhloung. Google mal IUCN Protected area categorie II

    Kuckuck

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  • cast
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Oder einfach nur so, als Selbstzweck,
    Eine beschädigte Pflanzendecke fördert bspw die Erosion und gerade über dem Polarkreis wachsen Pflanzen nicht mal einfach so eben nach.

    D.h. aus Trampelpfaden können schnell größere Flächen entstehen.

    Nationalparks dienen dem Erhalt der Natur, so wie sie ist.

    Die sind nicht frei von Einflußnahme durch den Mensch (Samé), aber sie sollten ziemlich freigehalten werden von den Auswirkungen des Tourismus.

    Könnte mir gut vorstellen, daß durch die Massenveranstaltung viele Wanderer, die sonst dort unterwegs wären in andere Gebiete gedrängt werden
    Ich könnte mir vorstellen, daß viele dort nie hingereist wären, ohne den Massenevent.

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  • Prachttaucher
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Zitat von DerNeueHeiko Beitrag anzeigen
    Der geht nicht durch den Sarek...
    OT: So ganz unbekannt ist mir die Gegend dort denn auch nicht und wo habe ich geschrieben, daß der durch den Sarek geht ?

    Könnte mir gut vorstellen, daß durch die Massenveranstaltung viele Wanderer, die sonst dort unterwegs wären in andere Gebiete gedrängt werden und es so vielleicht auch mehr zu "Wandern in wegloser Gegend" kommt.

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  • Freierfall
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Man muss sich bei einigen dieser Dinge ja auch die Frage stellen: Welche Intention hat man da beim Thema Naturschutz, gerade was das Hinterlassen von Trampfelpfaden u.ä. angeht? Dass eine Landschaft anders aussieht als vorher, wenn da ein paar Pfade durchgehen, ist klar. Der "Natur" ist das egal. Einem selbst, als Besucher fällt das aber vielleicht negativ auf, man wollte ja die "unberührte Natur" genießen. Wenn das andere auch wollen (nachvollziehbar, oder?) ist sie ganz schnell nicht mehr unberührt. Gesperrte Tabuzonen haben jetzt welche Funktion genau? Die des "Vorrates", den man Stückweise freigeben kann, wenn die zuvor freigegebene Natur abgenutzt ist? Also für später? Oder einfach nur so, als Selbstzweck, wobei ich davon nie was selbst zu sehen bekomme, weil ist ja gesperrt.

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  • cast
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Das Problem ist aber, daß es dort vergleichsweise viele in die Region bringt, die dann auch andere Gegenden heimsuchen.
    Insgesamt IMHO eine vom Naturschutz aus gesehene Fehlentwicklung.

    und auch der nördliche Kungsleden war vor 30 Jahren weniger geschädigt.
    Marketing mag ein paar Arbeitsplätze schaffen für die Natur hat das keinerlei Vorteile.

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  • DerNeueHeiko
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Zitat von Prachttaucher Beitrag anzeigen
    Andererseits wird eine Massenveranstaltung wie der Fjällräven Classic dort oben etabliert.
    Der geht nicht durch den Sarek, sondern auf einer Strecke entlang, die auch schon vor dem FRC breit ausgelatscht war und auf weiten Strecken mit Bohlen versehen ist. Quasi eine der "Opfer"-Strecken, um casts Ausdruck aufzugreifen.

    Inzwischen sind dort sogar ab und zu auch Mountainbiker unterwegs, das ist im Sarek vermutlich verboten, ziemlich sicher aber unmöglich, weil zu steil oder zu eng oder zu sehr zugewachsen.

    MfG, Heiko

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  • cast
    antwortet
    AW: Wandern in wegloser Gegend

    Tja wenn ein solcher Sponsor/Veranstalter dahinter steht werden Lokalpolitiker eben schwach.

    Daß es hier Leute gibt die das nicht begreifen wollen ist ja hinreichend dokumentiert.

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