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  • Miraculix
    Erfahren
    • 20.03.2007
    • 132

    • Meine Reisen

    outdoor plastikfrei

    Hallo,

    habe in den Medien wahrgenommen, dass das Thema Mikroplastik uns in der kommenden Zeit beschäftigen wird. In einigen Ländern findet es sogar schon seinen Weg über das Leitungswasser in die direkte Nahrungsaufnahme des Menschen. Wie es gesundheitlich einzustufen ist? Darüber gibt es noch keine abschließenden Untersuchungen, zumindest, was die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus betrifft.
    Bei Tierversuchen hat sich herausgestellt, dass u. a. Krebs verursacht werden kann.

    Als jemand, der sich gerne outdoor aufhält und auch gerne handelsübliche outdoor-Artikel nutzt, stehe ich nun vor der Herausforderung, mir ernsthafte Gedanken zu dem Thema zu machen. Panik ist nicht meine Art. Das hat selten geholfen. Ich möchte vielmehr mit Gelassenheit und zielstrebig in diesem Thema weiterkommen. Ich möchte kein 'outdoor-Gesetz' schreiben und anderen vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben, sondern für mich einen Lösungsweg finden, wie man Plastik weitgehend in outdoor-Aktivitäten vermeiden kann.

    Hier freue ich mich über Antworten von Menschen, die ähnlich denken. Ich möchte keine pro- und contra-Diskussion entfachen, da mir bekannt ist, dass Nachweise, in welchem Grade gesundheitsgefährdend Mikroplastik denn nun für den Menschen wirklich ist, wissenschaftlich noch nicht erbracht sind. Ich freue mich vielmehr über konstruktive Meldungen, Ideen, spinnen im positiven Sinne zu dem Thema: Wie kann ich outdoor-Aktivitäten möglichst plastikfrei realisieren? Möglicherweise gibt's ja konkrete Anregungen?
    Pflege das Leben, wo Du es triffst. (Hildegard von Bingen)

  • LihofDirk
    Freak

    Liebt das Forum
    • 15.02.2011
    • 12795

    • Meine Reisen

    #2
    AW: outdoor plastikfrei

    Das Problem von Mikroplastik ist meines erachtens eher ein Problem der Entsorgung. Einfach in die Landschaft geworfen (auch auf Müllkippe und da weggeweht) und dann kleingemahlen durch Wind, Strömung und Sonnenstrahlung entsteht das Mikroplastik.
    Also eher auf geschlossene Kreisläufe (Recycling) oder thermische Verwertung (mit Energierückgewinnung und Filtersystemen) setzen.

    Ansonsten wird "Plastik" Vermeidung schwierig, vorausgesetzt, Du meinst nicht nur thermo- (und ggf. duro) plastische Werkstoffe. Polymere in Outdoor Artikeln findest Du auch

    -als Lack auf Metall und Holz
    -Schuhsohlen
    -Binder in "Kork"Griffen
    -Beschichtung von Baumwoll- und Wollfasern und Geweben
    -in Sonnencreme (und anderer Kosmetik)
    -in Klebstoffen (von Lederschuhen, Ausrüstungsgegenständen aus Holz oder Metall, ...)
    -in Lebensmitteln (oder bei der Lebensmittelherstellung) als Verkapselung von Vitaminen, Stabilisatoren oder Filtrationshilfsmitteln (Bier, Wein, Tee, ...)

    Wird also sehr schwierig. Und den Umwelteinfluss der Massenherstellung "natürlicher" Produkte solltest Du auch bedenken.

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    • Funner
      Fuchs
      • 02.02.2011
      • 1621

      • Meine Reisen

      #3
      AW: outdoor plastikfrei

      Zitat von Miraculix Beitrag anzeigen
      Ich möchte kein 'outdoor-Gesetz' schreiben und anderen vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben, sondern für mich einen Lösungsweg finden, wie man Plastik weitgehend in outdoor-Aktivitäten vermeiden kann.
      Solange du verantwortlich mit deinen Ausrüstungsgegenständen und der Verpackung deiner Nahrungsmittel umgehst, gibt es keinen Grund auf Plastik zu verzichten. Es macht wesentlich mehr Sinn im Alltag bestimmte Regeln einzuhalten, wo man relativ einfach auf vieles verzichten kann als dort wo du nur minimale Ausrüstung dabei hast, die dich trocken und sicher ans Ziel bringt.

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      • Philipp
        Alter Hase
        • 12.04.2002
        • 2752

        • Meine Reisen

        #4
        AW: outdoor plastikfrei

        Das sind echte Qualitätsmedien, die Dich da über Trivialitäten aufgeklärt haben.

        Wenn Du - aus welchem Grund auch immer - versuchen willst, Deinen persänlichen Bedarf an Kunststoff (wie auch immer man den definiert) zu senken, warum willst Du dann gerade bei Deinem Freizeitverhalten im Freien anfangen? Ist da Dein Umsatz an Kunststoff besoders hoch? Benutzt Du größtenteils Einwegausrüstung? Oder würdest Du Dich nur besser fühlen, Dich mit weniger Kunststoff in der Natur zu bewegen, auch wenn die Relevanz davon Null ist (hierzulande ist das Sichbesserwähnen ja meist wichtiger als verantwortungsvolles Handeln).

        Der persönliche Verbrauch an Kunststoff ist doch an ganz anderer Stelle leichter und sinnvoller zu reduzieren, z.B. wenn Du versuchst, auf den Kauf von besonders aufwendig verpackten Artikeln zu verzichten.

        Ansonsten hat Lihof'Dirk Recht mit seiner Analyse, daß nicht Kunststoffe an sich, sondern der Umgang mit ihnen zu der eingangs erwähnten Problematik geführt hat. Der besonders hohe Eintrag an Kunststoff und jedwedem anderen Müll in die Ökosysteme kommt aus gescheiterten Ländern, auf deren Verhalten Dein Einfluss abermals Null ist. Dein Verzicht auf die Polyesterjacke oder den Joghurtbecher wird nichts daran ändern, dass andere Länder ganz weit weg von hier die Weltmeere mit Müll fluten.

        Wenn immer wieder die angeblichen Gefahren von irgendetwas heraufbeschworen werden, lohnt sich ein kritisches Nachdenken (statt ahnen und fühlen) und der Vergleich mit dem Nutzen, der von der besprochenen Sache ausgeht. Beides lässt sich naturgemäß kaum beziffern, auch wenn der angebliche Schaden immer wieder lautstark und zumeist interessengeleitet propagiert wird.
        So müsste der angebliche oder tatsächliche Schaden, der beispielsweise von Kunststofflebensmittelverpackung ausgeht (Müll, Kunststoff in der Nahrungskette), mit ihrem Nutzen (Vermeidung von Gesundsheitsgefahren durch massiv verbesserte Hygiene) verglichen werden. Ein eindeutiges Ergebnis ist hier aber m.E. nicht zu erwarten.
        Und auch hier hat Lihof'Dirk recht, wenn er zu Bedenken gibt:
        den Umwelteinfluss der Massenherstellung "natürlicher" Produkte solltest Du auch bedenken
        "Oft vereint sind im Gemüte Dämlichkeit und Herzensgüte." - W. Busch

        Kommentar


        • Bulli53
          Fuchs
          • 24.04.2016
          • 1713

          • Meine Reisen

          #5
          AW: outdoor plastikfrei

          Als Ergänzung zum Thema.
          Gestern auf Mare TV, NDR, Thema die Schleife, Unterthema Internat Louisenlund, Chemieunterricht.
          Es wurde folgender Versuch gezeigt:
          In Wasser gelöster Rohrreiniger (vermutlich Danklorix) zerlegt alle Materialen bis auf Plastik. Die Flüssigkeit wurde gefiltert. Über das Ergebnis, d. h. die Menge der im Wasser befindlichen Plastikteile war ich nicht nur erstaunt sondern schlicht erschrocken.
          Simpler Versuch den man nur mit Handschuhen und Schutzbrille machen sollte. Danklorix macht 1 a Flecken auf G 1000.

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          • Ditschi
            Freak

            Liebt das Forum
            • 20.07.2009
            • 10696

            • Meine Reisen

            #6
            AW: outdoor plastikfrei

            OT: Mare TV zeigte die schöne Schlei.

            http://www.ardmediathek.de/tv/mareTV...entId=45717626

            Ditschi

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            • LihofDirk
              Freak

              Liebt das Forum
              • 15.02.2011
              • 12795

              • Meine Reisen

              #7
              AW: outdoor plastikfrei

              Zitat von Philipp Beitrag anzeigen
              Ansonsten hat Lihof'Dirk Recht mit seiner Analyse, daß nicht Kunststoffe an sich, sondern der Umgang mit ihnen zu der eingangs erwähnten Problematik geführt hat. Der besonders hohe Eintrag an Kunststoff und jedwedem anderen Müll in die Ökosysteme kommt aus gescheiterten Ländern, auf deren Verhalten Dein Einfluss abermals Null ist. Dein Verzicht auf die Polyesterjacke oder den Joghurtbecher wird nichts daran ändern, dass andere Länder ganz weit weg von hier die Weltmeere mit Müll fluten.
              Der Müll kommt nicht nur aus "gescheiterten" Ländern. Man muss nur mal nach den Frühjahrshochwässern einen deutschen Fluss paddeln und schaun, was dort alles in den Sträuchern auf ehemaliger Wasserhöhe hängt.
              Selbst die in der Stadt weggeworfene Zigarettenkippe (mit Filter) kann wenn Regen und Brauchwasser getrennt kanalisiert ist direkt im Fluss und damit im Meer landen.

              Und hier in Australien ist Müll unbehandelt zu deponieren noch der Standard, mit allen Begleiterscheinungen, wie Möwen, die Müllbeutel aufreissen, so dass beim nächsten Wind die Fetzen in weite Ferne fliegen. Und die hiesige Müllkippe ist von der Küste gerade mal 4 km entfernt.

              Übrigens kann gerade der Polyester Fleece Pulli zur Vermeidung von Microplastik beitragen, weil er ein gelungenes Beispiel für wertstoffliche Verwertung darstellt. Und damit aus Abfall ein Wertprodukt macht, das entsprechend gesammelt wird.

              http://www.dw.com/de/ich-war-eine-fl...fall/a-2270578

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              • HaegarHH

                Alter Hase
                • 19.10.2009
                • 2925

                • Meine Reisen

                #8
                AW: outdoor plastikfrei

                Zitat von LihofDirk Beitrag anzeigen
                Übrigens kann gerade der Polyester Fleece Pulli zur Vermeidung von Microplastik beitragen, weil er ein gelungenes Beispiel für wertstoffliche Verwertung darstellt. Und damit aus Abfall ein Wertprodukt macht, das entsprechend gesammelt wird.
                In der Richtung gesehen schon ansonsten eher auch ein klarer Beitrag ZUM Microplastik-Problem.

                Je nach Qualität des Materials lösen sich beim Waschen, letztendlich auch beim Tragen, immer Microplastik-Partikel, die Frage ist halt nur wie viel. Klar wird man bei einer Fahrt mit dem Auto um den Block mehr Microplastik verursachen, wohlgemerkt durch Reifenabrieb, Bremstaub usw. und selbst mit den Tevas auf dem Pflaster verliert man vermutlich mit jedem Schritt ein paar.

                Aber zurück zum Polyester Fleece Pulli wenn da nicht gerade irgendein Wikinger auf der Front pappt, oder ein Drachenskelett oder so, dann ist der erst mal eins - billig. Also zumindest deutlich billiger als noch vor 20 oder 30 Jahren der gute Schurrwollpulli war und jetzt heute so wie so.

                OT: Regt zum Konsum an, zum deutlichen Mehrkonsum. Die vormals "normale" Jeans wurde zur Super-Skinny mit jährlich 4-8x wechselnden angesagten Optiken, dabei ist der Baumwollanteil im Material drastisch gesunken, der Polyesteranteil ebenso gestiegen. Das gleiche gilt für das T-Shirt, einfach mal bei Takko und Co. sich modische Shirts anschauen und den Polyesteranteil. Vorteil das Shirt gibt es für 2,99 die Jeggins für 7,99 dazu, kann man zu jeder Party ein neues kaufen und danach gleich wegwerfen, ist eh schon wieder unmodern. Mit den richtigen Tags bei Instagram und Youtube-Channels suchen und man findet (überwiegend) Mädels mit Wagenladungen voll Klamotten jeden Monat neu, wenn nicht gar jede Woche neu vor TKMax etc. stehend.

                Auch wenn wir mal kurz die erheblichen Probleme der Baumwollproduktion und Verarbeitung und insbesondere "Veredelung" für die Umwelt außen vor lassen, die menschenverachtenden Produktionsbedingungen etc. …das gleiche in anderem Maße z. B. auch für Wolle / Merino, dann bleibt zumindest, wo früher vielleicht 2-3 Jeans pro Jahr gekauft wurden, sind es heute vermutlich eher 20 als 10. Was davon zu einem neuen Fleecepulli recyclet werden kann? Vermutlich eher wenig, da werden z. B. eher PET-Flaschen mit schön gefärbt und ökogewaschen, weil sortenrein und leicht aufzubereiten, im Gegensatz zu den chemieverseuchten Billigbekleidungssachen. Mit Glück(????) landen die dann 4 Monate später als Kleiderspende losgeschickt auf irgendeinem afrikanischen Basar und verrotten 2 Jahre später irgendwo im Busch, ansonsten landen sie bei uns vermutlich / hoffentlich in der Müllverbrennung.

                Aber damit nicht genug, i. d. R. kommen die Shirts, Jeans, …EINZELN in Platiktüten verpackt beim Handel an und landen erst dort auf dem Bügel im Ständer mit "Heute für nur 1,99" …jedes Shirt eine Plastiktüte


                DAS genau DAS ist das Problem und der riesige Beitrag von "Polyester" zur Microplastik-Problematik. Immer billiger, immer mehr, immer schneller.

                Btw. mal zurück zum Fleece-Pulli und zwar dem mit ohne Wikinger, aber H auf der Brust. Haglöfs hat ja schon recht früh versucht div. Standards einzuhalten und natürlich auch damit zu werben. Seit Neuestem sind sie auch bei Mikroplastik mit dabei und bieten gegen geringe(?) Gebühr spezielle Wäschebeutel an, damit das sich bei der Wäsche lösende Mikroplastik nicht mehr ins Wasser gelangt …so viel zum Beitrag von Fleece-Pullis zur Vermeidung von Mikroplastik
                Aktuelle Bilder von unterwegs … kommindiepuschen auf Instagram

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                • LihofDirk
                  Freak

                  Liebt das Forum
                  • 15.02.2011
                  • 12795

                  • Meine Reisen

                  #9
                  AW: outdoor plastikfrei

                  Nur ist der Abrieb, den ein Fleece Pulli erzeugt vom Gewicht deutlich geringer als z.B. eine Plastiktüte.

                  Ansonsten versuch doch mal die Begriffe zu sortieren und nicht alles in einen Topf zu rühren.

                  Elastan ist z.B. kein Polyester sondern ein Urethan-ether Copolymer.
                  Plastik ist ein Werkstoff
                  Polymer ist der Oberbegriff

                  Nebenbei sind Polyester gerade durch die Estergruppe –[–CO–O–]– die am leichtesten Biologisch abbaubaren Kunststoffe, da dort Mikroorganismen einen Angriffspunkt haben

                  es gibt übrigens auch natürliche Polyester ...

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                  • HaegarHH

                    Alter Hase
                    • 19.10.2009
                    • 2925

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: outdoor plastikfrei

                    Zitat von LihofDirk Beitrag anzeigen
                    Nur ist der Abrieb, den ein Fleece Pulli erzeugt vom Gewicht deutlich geringer als z.B. eine Plastiktüte.
                    Ohne jede Frage, vor allen Dingen wenn sie vom Wind zerbröselnd vor hin getrieben wird

                    Zitat von LihofDirk Beitrag anzeigen
                    Ansonsten versuch doch mal die Begriffe zu sortieren und nicht alles in einen Topf zu rühren
                    Ich wüsste nicht, WO ich das getan habe? Ich habe bewusst von Bekleidung mit Polyester-Anteil oder ausschliesslich aus Polyester geschrieben, auf den Elasthan-Anteil etc. bin ich gar nicht darauf eingegangen.


                    Zitat von LihofDirk Beitrag anzeigen
                    Elastan ist z.B. kein Polyester sondern ein Urethan-ether Copolymer.
                    Plastik ist ein Werkstoff
                    Polymer ist der Oberbegriff

                    Nebenbei sind Polyester gerade durch die Estergruppe –[–CO–O–]– die am leichtesten Biologisch abbaubaren Kunststoffe, da dort Mikroorganismen einen Angriffspunkt haben
                    Nochmal ich habe in keinster Weise auf das Elasthan Bezug genommen, und es wird halt auch bei Polyester-Bekleidung von Mikroplastik-Eintrag gesprochen, oder? Also nicht nur von mir, sondern auch ansonsten?


                    Zitat von LihofDirk Beitrag anzeigen
                    es gibt übrigens auch natürliche Polyester ...
                    DAS war mir tatsächlich neu
                    Aktuelle Bilder von unterwegs … kommindiepuschen auf Instagram

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                    • blackteah
                      Dauerbesucher
                      • 22.05.2010
                      • 777

                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: outdoor plastikfrei

                      Zitat von Philipp Beitrag anzeigen
                      Der besonders hohe Eintrag an Kunststoff und jedwedem anderen Müll in die Ökosysteme kommt aus gescheiterten Ländern, auf deren Verhalten Dein Einfluss abermals Null ist. Dein Verzicht auf die Polyesterjacke oder den Joghurtbecher wird nichts daran ändern, dass andere Länder ganz weit weg von hier die Weltmeere mit Müll fluten.
                      Meinst du das echt ernst? Dass wir hier keinen Einfluss auf das Plastikproblem haben?
                      Ich wusste gar nicht, dass z.B. der ganze Elektorschrott (der ja oft von Plastik ummantelt ist) in Afrika von den horden afrikanischer Bürger stammt, die schon seit 50 Jahren mit der neues Elektronik ausgestattet sind und jedes Jahr ein neues Handy kaufen. Und ich dachte auch immer, dass die Konzerne ihren Müll selbst „entsorgen“ (in Ländern, wo das billig ohne große Vorgaben möglich ist).
                      Oder dass z.B. das beschriebene Verhalten, jedes Jahr 20 neue Hosen und 30 neue Shirts zu kaufen, keinerlei Einfluss auf den Müll hat.
                      Man lernt nie aus...


                      Ich denke, dass das Beste zur Vermeidung von Mikroplastik ein sinnvoller Umgang mit Plastikprodukten ist. Sprich, keine umständlich und mehrfach verpackten Artikel kaufen, überlegen ob man das neue XY (Hemd, Hose, Auto, Computer, Handy, Spielzeug etc) wirklich braucht…
                      Weniger bzw bewussterer Konsum sollte da schon gut helfen. Z.B. löst sich Plastik ja auch von Wasserflaschen oder der Zahnpasta, von Peelings etc. Das landet zwar dann nicht in den Weltmeeren, aber im Körper oder im Abwasser. Weiß nicht ob das so viel besser ist.

                      Dass natürlich andere (soweit ich weiß hauptsächlich asiatische) Länder mit ungemein höherem Plastikkonsum einen deutlich stärkeren Einfluss haben, stimmt natürlich. Aber ich finde, dass eine „der Basti verprügelt viel mehr Leute als ich, also muss ich mir keine Gedanken machen“ Einstellung nicht wirklich dazu beiträgt, einer Problemlösung näher zu kommen…

                      Der Rest wurde ja eigentlich schon gesagt

                      Kommentar


                      • Funner
                        Fuchs
                        • 02.02.2011
                        • 1621

                        • Meine Reisen

                        #12
                        AW: outdoor plastikfrei

                        Zitat von blackteah Beitrag anzeigen
                        Dass natürlich andere (soweit ich weiß hauptsächlich asiatische) Länder mit ungemein höherem Plastikkonsum einen deutlich stärkeren Einfluss haben, stimmt natürlich. Aber ich finde, dass eine „der Basti verprügelt viel mehr Leute als ich, also muss ich mir keine Gedanken machen“ Einstellung nicht wirklich dazu beiträgt, einer Problemlösung näher zu kommen…
                        Gedanken kannst du dir ja machen. In sehr vielen Ländern wird der Plastikmüll jeden Abend neben den Straßen verbrannt oder landet direkt im Meer. Was bringt es da auf eine Regenjacke, die man mehrere Jahre mit auf Tour nimmt und die danach noch recycelt wird, zu verzichten? Das bringt dich der Problemlösung kein Stück näher.
                        Jedes Prozent Umweltschonung kostet uns Unmengen Geld. In anderen Teilen der Welt kannst du für den gleichen Betrag 30 mal so viel erreichen.

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                        • blackteah
                          Dauerbesucher
                          • 22.05.2010
                          • 777

                          • Meine Reisen

                          #13
                          AW: outdoor plastikfrei

                          Zitat von Funner Beitrag anzeigen
                          Gedanken kannst du dir ja machen. In sehr vielen Ländern wird der Plastikmüll jeden Abend neben den Straßen verbrannt oder landet direkt im Meer. Was bringt es da auf eine Regenjacke, die man mehrere Jahre mit auf Tour nimmt und die danach noch recycelt wird, zu verzichten? Das bringt dich der Problemlösung kein Stück näher.
                          Jedes Prozent Umweltschonung kostet uns Unmengen Geld. In anderen Teilen der Welt kannst du für den gleichen Betrag 30 mal so viel erreichen.
                          Wieso kostet es Geld, etwas nicht zu kaufen?
                          Ich habe nur angemerkt, dass unser Verhalten hier Einfluss auf andere Länder hat, die weit weit weg sind. Das was da verbrannt wird ist ja nicht nur der ihr Müll, er stammt auch aus Fabriken usw (die auch für "den Westen" produzieren). Ein rein lokales Denken ist da halt meiner Meinung nach keine Lösung.

                          Natürlich stimmt alles was du schreibst. Und eine Veränderung dort wird bestimmt mehr bringen. Aber Kleinvieh macht auch Mist und irgendwo muss man anfangen.

                          Z.B. in dem Link, der hier gepostet wurde steht, dass die chinesischern Händler die deutschen PET Flaschen kaufen. Stattdessen könnten sie aber auch den Müll, der auf ihrem Kontinent produziert wird, nutzen. Machen sie aber nicht. Warum? Ich vermute, dass es billiger ist, unsere PET Flaschen zu kaufen, als das Müllsystem dort zu ändern. Wozu sie vielleicht ohne unsere PET Flaschen gezwungen wären.
                          Das ist aber jetzt nur reine Spekulation.

                          PS: es bringt natürlich nicht so viel, auf eine Regenjacke zu verzichten, die man mehrere Jahre nutzt und dann dem Recyclingkreislauf zuführt. Ach ja, das macht ja jeder Outdoorer so, ganz vorbildlich weil die Natur ihm so am Herzen liegt. Schau dir doch nur mal die Kaufberatungsfäden hier an, in jedem wird etwas von Decathlon oä vorgeschlagen. Z.B. die 8€ Regenjacke, und wenn die nicht gut ist oder schnell kaputt geht ist doch auch egal, hat ja fast nix gekostet.
                          Zuletzt geändert von blackteah; 08.09.2017, 15:09.

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                          • LihofDirk
                            Freak

                            Liebt das Forum
                            • 15.02.2011
                            • 12795

                            • Meine Reisen

                            #14
                            AW: outdoor plastikfrei

                            Zitat von HaegarHH Beitrag anzeigen
                            Ich wüsste nicht, WO ich das getan habe? Ich habe bewusst von Bekleidung mit Polyester-Anteil oder ausschliesslich aus Polyester geschrieben, auf den Elasthan-Anteil etc. bin ich gar nicht darauf eingegangen.



                            Nochmal ich habe in keinster Weise auf das Elasthan Bezug genommen, und es wird halt auch bei Polyester-Bekleidung von Mikroplastik-Eintrag gesprochen, oder? Also nicht nur von mir, sondern auch ansonsten?
                            Dein Beispiel mit den Skinny Jeans bezieht sich halt auf Baumwoll Elasthan Mischgewebe ...

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                            • HaegarHH

                              Alter Hase
                              • 19.10.2009
                              • 2925

                              • Meine Reisen

                              #15
                              AW: outdoor plastikfrei

                              OT:
                              Zitat von LihofDirk Beitrag anzeigen
                              Dein Beispiel mit den Skinny Jeans bezieht sich halt auf Baumwoll Elasthan Mischgewebe ...
                              NEIN, zumindest nicht im Kontext dieses Beitrages ... ich hatte letztens das zweifelhafte Vergnügen eine Einkaufsrunde durch diverse Billig- (H&M) und Billigst-Anbieter (Takko, Kik, was auch immer noch) und auf Grund der sehr spezifischen Anforderungen der Einkaufenden (Hautkrankheit) insbesondere darauf mit zu achten, dass es so weit wie möglich nur Baumwolle ggf. Lyocell oder Viskose war.

                              Das erschreckende Ergebnis ist gibt zahllose Skinny-Jeans mit 60, 70 und noch mehr %-Anteil Polyester und es gibt vermeintliche "Baumwoll"shirts mit 90-100% Polyester, der Rest dann ggf. Elasthan.

                              Darauf bezog sich ja genau der längere OT-Abschnitt von mir, genau wie es dazu AFAIR einiges an Material z. B. von Greenpeace gibt. Durch den permanent steigenden Anteil von Polyester an vermeintlicher Baumwollbekleidung wird diese immer billiger und damit in immer schnelleren Zyklen konsumierbar, dass halt mittlerweile zu 6 - 8++ neuen "Kollektionen" pro Jahr geführt hat und nicht mehr die klassischen 4-Jahreszeiten.

                              Für MICH wäre sowas keine Jeans mehr, da würde ich eher 100% Denim erwarten, aber das zählt nix mehr.


                              Und demnächst in diesem Kino "Die neue Kashmir-Kollektion ist da!" …und dann stellt man fest, das ist Billigst-Fusel-Kram auf Wollfaden "gepustet" und hat 70% Polyester
                              Aktuelle Bilder von unterwegs … kommindiepuschen auf Instagram

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                              • Dominik

                                Vorstand
                                Moderator
                                Lebt im Forum
                                • 11.10.2001
                                • 9166

                                • Meine Reisen

                                #16
                                AW: outdoor plastikfrei

                                Hey,

                                mit drei Usern hier aus dem Forum haben wir 2003 () eine plastikfreie dreiwöchige Wanderung in Nordschweden durchgeführt.
                                U.a. Leinenzelt, Sonderanfertigung eines Schlafsacks mit Baumwollhülle, Sonderanfertigung einer Holzkraxe, Feuerbohren etc.
                                Lebesnmittel größtenteils Gemüse (Kartoffeln, Möhren etc.), Angeln
                                Rucksackgewicht pro Nase: 40 kg...
                                GPS, Kompass udn Notfallsender waren die wenigen Ausnahmen für Plastik.

                                Ich möchte jetzt nicht auf den Sinn der Tour und die einzelnen Elemente eingehen, sondern einfach darauf hinweisen, wie extrem schwer unserer Rucksäcke waren. Ein Tourenpartner hatte aufgrund des Gewichts einen Zusammenbruch mit Langzeitschäden.

                                Wenn - dann nur noch mit Esel oder Pferd. Beim Trekking ist man schnell an den Grenzen des Machbaren.
                                Damals war es für uns ein Projekt. Wir waren sehr jung und sicherlich auch in einigen Punkten unschlagbar naiv. Trotzdem war es eine unvergessliche Erfahrung und ich weiß, warum ich heute leichte Ausrüstung bevorzuge.

                                Grüße
                                Dom
                                Offizieller Ansprechpartner: Naturlagerplätze - Eifel

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                                • Akelei
                                  Erfahren
                                  • 09.04.2013
                                  • 317

                                  • Meine Reisen

                                  #17
                                  AW: outdoor plastikfrei

                                  Um zum Thema zurückzukommen.
                                  Ich habe doch meist mehr Plastik auf Tour dabei, als zu Hause. Zu Hause habe ich meine Dosen, die sich ganz einfach plastiklos im Unverpackt-Laden füllen lassen. Die Dosen sind aber auf Tour etwas unhandlich und vor allem immer noch Gewicht, auch wenn sie bereits leer gegessen sind.
                                  Erstmal unkomplizierter stellt sich auf der Tour da der einzeln verpackte Müsliriegel dar. Verpackung auf, Müsliriegel gegessen, Müll in den Eimer entsorgt. Uns so ergibt sich für mich unterwegs schon ein größeres Müllvolumen.

                                  Hier kann man aber einfach Verpackungsparen auch auf unterwegs übertragen. Wenn man z. B. seine Müsliriegel eben selber macht und nicht dreimal verpackt mitnimmt. Aber für mich ist es da egal, ob ich das fertige Sandwich eingepackt im Büro habe oder unterwegs. Verpackungsparen und damit Plastik im Meer sparen, fängt zu Hause an. Und wenn ich's dort verstanden habe, dann ist es ein kurzer Weg, überflüssiges Plastik auch unterwegs zu sparen.

                                  Buchtipps zum Verpackungsparen:
                                  Statt Plastik von Jutta Grimm, Pala Verlag
                                  Noch besser Leben ohne Plastik von Nadine Schubert, oekom
                                  Besser Leben ohne Plastik von Anneliese Bunk und Nadine Schubert, oekom

                                  Kunststoff in Kleidung ist weit weniger harmlos, da der besagte Pulli hoffentlich mehrere Jahre angezogen wird.

                                  Uns ganz konkrete Plastikvermeidungstipps:
                                  Mehrwegverpackungen
                                  Mehrwegflaschen
                                  Obst, Gemüse, Eier etc. im eigenen Behälter einkaufen
                                  Joghurt, Quark, Tomatensugo etc. im Glas einkaufen
                                  ... und mal beim örtlichen "Unverpackt-Laden" vorbeischauen. ;)
                                  ¤´¨)
                                  (¸.·´¨) RETTET DIE ERDE! Sie ist der einzige Planet mit Schokolade!
                                  ¨ ¸* ¸·*¨)
                                  (¸.·` ¤

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                                  • Meer Berge
                                    Fuchs
                                    • 10.07.2008
                                    • 2289

                                    • Meine Reisen

                                    #18
                                    AW: outdoor plastikfrei

                                    Ich denke auch:
                                    - so wenig wie möglich kaufen/wegwerfen.
                                    - sich im Laden keine Plastiktüte für den Einkauf geben lassen sondern selbst eine Tasche/Rucksack/... mitbringen.

                                    Ich traue sowieso nichts und niemandem mehr.
                                    Da kauft man statt Fleece eine Wolljacke und erfährt gleich, dass die Tiere nicht richtig behandelt wurden oder die mit ihnen arbeitenden Menschen oder dass die Wolle irgendwie eklig chemikalisiert wurde, dass der Chef der Firma politisch nicht korrekt ist, dass für die Haltung all der Wollschafe -zig m² Regenwald abgeholzt wurden und der Boden nun unter Auslaugung, Erosion und Schafgetrampel leidet und gleich noch eine Assel-Art gefährdet wird, ...
                                    Kaufst du dir einen Kunstfaserschlafsack, heißt es: Kunstfaser ist böse.
                                    Kaufst du dir einen Daunenschlafsack, heißt es: Daune ist böse.

                                    "Richtig" kann man es heute gar nicht mehr machen.

                                    Zurück zur Ausgangsfrage: Outdoor ohne Plastik. Ich glaube, OHNE geht heute gar nicht mehr. In jedem Kleidungsstück, auch Wolle oder Baumwolle, ist irgendwie Plastik drin. Dazu kommt, dass ich keinen Spaß hätte an einer Trekkingtour mit einem Baumwoll-Rucksack, evtl. gewachst oder geölt, einem Baumwollzelt, einer Wolldecke oder einem Tierfell als Schlafsack etc.

                                    Vielleicht kann man in einigen Bereichen Plastik reduzieren? Einen Holzbecher mitnehmen? Metallbesteck?

                                    Wobei - meinen Hartplastik-Löffel benutze ich seit 1989. Meinen Plastikbecher seit sicher auch 20 Jahren.
                                    Da habe ich jetzt nicht so viel schlechtes Gewissen, die weiterhin zu benutzen.
                                    Meine Gore-Jacken muss ich häufiger ersetzen, aber für die sehe ich für mich auf Trekkingtouren auch keine sinnvolle Alternative.
                                    Kalender *Papageitaucher 2021* Familienplaner
                                    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

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                                    • Akelei
                                      Erfahren
                                      • 09.04.2013
                                      • 317

                                      • Meine Reisen

                                      #19
                                      AW: outdoor plastikfrei

                                      Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
                                      Wobei - meinen Hartplastik-Löffel benutze ich seit 1989. Meinen Plastikbecher seit sicher auch 20 Jahren.
                                      Da habe ich jetzt nicht so viel schlechtes Gewissen, die weiterhin zu benutzen.
                                      Meine Gore-Jacken muss ich häufiger ersetzen, aber für die sehe ich für mich auf Trekkingtouren auch keine sinnvolle Alternative.
                                      Und das Beste: Dinge länger benutzen. Es macht ja keinen Sinn, wenn du deinen Hartplastik-Löffel jetzt wegwirfst um einen aus Metall zu kaufen ...
                                      ¤´¨)
                                      (¸.·´¨) RETTET DIE ERDE! Sie ist der einzige Planet mit Schokolade!
                                      ¨ ¸* ¸·*¨)
                                      (¸.·` ¤

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                                      • Byrnisson
                                        Erfahren
                                        • 12.02.2016
                                        • 163

                                        • Meine Reisen

                                        #20
                                        AW: outdoor plastikfrei

                                        Microplastik, das bereits als solches, z.B. aus Zahnpasta, Kosmetik usw, ins Abwasser gelangt, kann bis jetzt noch von fast keiner deutschen Kläranlage zurückgehalten werden. Es gelangt also ebenfalls ins Meer.

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