Der Fahrradkurztouren-Thread

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  • lina
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    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Ich habe ein kleines Stück Weserradweg ausprobiert: von Hameln nach Holzminden (= ca. 60 km).

    Weil die Tagestemperaturen hoch waren, habe ich versucht, die erste Gepäcktour des Jahres langsam angehen zu lassen, also per Flußradweg, wenn auch in Gegenrichtung Dank stetigem Gegenwind, der erst gegen Abend nachließ (wie auch das sonstige Radfahrer-Aufkommen), wurde es auch gar nicht so unsportlich wie gedacht aber es gab wirklich kaum nennenswerte Hügel. Der Weg nimmt jedoch jede Weserschleife mit, d.h. die Radwegstrecke ist sehr viel länger als wenn man die Straße nähme.

    Das Zelt aufgeschlagen habe ich dann in netter Gesellschaft in Höxter

    Mal ein paar Bilder von unterwegs:





    Da die Fahrradvariante des Pilgerwegs Loccum-Volkenroda ein Stück hier entlang läuft, erkannte ich die von Lookas beschriebene Schutzhütte inkl. Skulptur der miauenden Hüossen bei Hajen (kurze Zeit nach dem von diversen Radlern gern fotografierten Kernkraftwerk in der Nähe von Grohnde)



    und das grün bedachte Gebäude des Klärwerks in der Nähe der Milchtankstelle auf der anderen Seite der Weser (wo die Zu-Fuß-Variante entlang geht) aus meiner Erinnerung



    Immer wieder spannend finde ich, wie anders die Gegend von einem anderen Weg in nächster Nähe aus aussieht – so etwa gestaltet sich der Anblick im Winterhalbjahr auf der anderen Weserseite:



    Der Radweg ist hier hübscher, denn es geht durch den Wald. Ich meine sogar, am Wegrand eine Quelle erspäht zu haben (tatsächlich: südlich von Heyen sind bei OSM sogar zwei Quellen eingezeichnet – und oben am Hügel führt der Weserberglandweg entlang (Etappe 8)):







    Gegen Abend war dann nur noch vereinzelte Ausflugsboote auf dem Wasser zu sehen. Schon ab Bodenwerder waren aber kaum Spaziergänger und Radler mehr unterwegs, und ich hatte die Gegend sozusagen für mich alleine.



    Über den Wiesen kreiste ein Seeadler (den die Kamera nicht wirklich erwischte: Es ist der dunkle Fussel ungefähr in der Bildmitte, gleich über der Wald-Kante )



    und in der sog. "Rühler Schweiz" gibt es sogar "Klippen". Die nun folgenden offiziellen Campinggelegenheiten befinden sich nun auf der anderen Weserseite (der Fährbetrieb wird um 19 Uhr eingestellt) – der CP Heinsen (erreichbar vom Radweg aus per Personenfähre) sah jedenfalls nett aus, der CP Polle ist wohl nur WoMo-Stellplatz.



    In Forst (gehört zu Bevern) soll es einen Biergarten (und Galloway-Grillgut?) geben, den habe ich beim Vorbeifahren aber nicht erspähen können – ich hatte mich aber auch schon nach dem CP Himmelspfort mit dem Haushund daraufhin verständigen können, dass mir seine Familie ein paar Wild-Grillwürstchen verkaufen durfte praktischerweise tiefgefroren, so dass Kühlen und ungefähres Auftauen bis zum Übernachtungsplatz gesichert waren. So gondelte ich also gemütlich weiter. Abends radeln finde ich sowieso wunderbar stressfrei, und wenn man einen Kocher, genügend Wasser und diverses Kochbare dabei hat, macht es auch gar nichts, wenn eventuelle Versorgungsstellen schon längst geschlossen haben :-)



    Und schließlich am CP Höxter am nächsten Morgen



    Auch hier gibt es Zeltplätze :-)

    Zuletzt geändert von lina; 30.05.2017, 09:15.

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  • lina
    antwortet
    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Einmal mehr bei herrlichem Frühlingswetter um das Steinhuder Meer herum.

    An der Weißen Düne planschten surfbeanzugte Lernwillige, die Campingplätze waren nur spärlich besetzt, aber auf der Wiese in der Nähe der Jugendherberge standen lauter kleine, unterschiedlich geformte Zelte, alle in blau-orange



    Bei den erst vor kurzem angelegten Meerbruchswiesen entdeckte ich einen neongelb gestreiften Piepmatz (Goldammer, Dank @cast :-)) und versuchte, ihn per Foto zu erwischen (für detailliertere Fotos aus größerer Entfernung eignet sich die Kamera leider nicht)

    Suchbild



    Da fliegt er



    bisschen größer ...



    Einige Piepmatz-Papparazzi mit meterlangen Objektiven waren natürlich auch wieder da, unter anderem um das Seeadler-Nest näher zu betrachten. Nest auf dem 3. Baum von rechts ...



    ... ok, bisschen näher ran .... ein Seeadler hockt auf der Spitze des dritten Baums von links



    Weitere Piepmätze (vorwiegend Graugänse) gab es natürlich auch (und noch ein Suchbild )





    Kurz vor dem Abzweig in die "Toskana"







    Zahlreiche Mähmaschinen waren unterwegs, aber diesmal kein Bisam



    Kleine Pause in der Sonne in Steinhude (wo ich von einer sehr enttäuscht guckenden Gästin erzählt bekam, dass nicht eine einzige Eisdiele mehr geöffnet hätte – meiner Erinnerung nach bekommt man im Sommer aber schon noch sehr spät am Tag Eis oder Fischbrötchen. Vielleicht lag es auch am Wochentag?)





    und weil’s so schön war, radelte ich noch durch das Moor nach Mardorf, zum Zeitpunkt der Entscheidung noch nicht wissend, dass ich durch diesen radelungeeigneten, fies holprigen Wegbelag komplett eingestaubt werde (langsam fahren darf man hier auch nicht, sonst fressen einen die Mücken ...)

    Zuletzt geändert von lina; 01.06.2017, 21:50.

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  • Werner Hohn
    antwortet
    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread.

    Die 500-(West)Mark-Tour heute

    Der Tacho zeigt 700 m seit dem Start. Mein Kreislauf würde jetzt noch gegen eine Schweinehälfte aus dem Kühlhaus das Nachsehen haben. Noch einmal 700 m hinauf. Als Belohnung winkt eine 7 km lange Abfahrt.

    Meine Frau kommentiert solche Fotos mit Sprüchen, bei den ich alt aussehe. Ich lasse das mal so stehen.


    Rheinquerung Rheinbrohl/Bad Hönningen-Bad Breisig. Die Sankta Maria wird den Schnitt drücken.


    Schloss Schweppenburg bei Bad Tönisstein im Brohltal.


    Abstecher zum Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig, der hier durch einige Trasshöhlen führt.


    Laacher See mit Caldera.


    Mitten im Maifeld, einst die Kornkammer der Eifel, heute Ölquelle findet sich noch immer der Weiler Fraukirch: Kirche, Gasthaus, Bauernhof, eine seit Jahrhunderten bewährte Trias.


    Niesmann+Bischoff in Polch. Wenn ich alt bin, kauft meine Frau mit sowas. Aber bitte mit größeren Schießscharten.


    Münstermaifeld: Stiftskirche St. Martin und St. Severus als Happen. Gleich gibt es mehr.


    Die Burg 500-Mark. Oben habe ich überlegt, ob ich runterfahren soll. Der dann nötige Aufstieg ist 700 m lang und hat im Schnitt 14 %. Doch das Gemaule nach dem Beweisfoto treibt auch alte Männer zu törichten Taten. Grade die! Oben angekommen, fährt der Taxibus nach unten. Ich wollte fragen, wie lange die Bremsen halten.


    Münstermaifeld auf der Rückfahrt. Kirche größer.


    Zurück nehme ich den Maifeldradweg bis Ochtendung. Laaangweilig! Hin hatte mich der Wind aus Spanien gebremst. Auf dem Rückweg würde der schieben. Pustekuchen! Beidseitige Hecken sind ein super Windschutz.

    Von Ochtendung über Saffig nach Andernach an den Rhein. Noch'en Stück Rheinradweg.


    Burg Namedy. Dank Kraftfahrstraße müssen da alle Radfahrer vorbei. In Bad Breisig erneut über den Rhein. Die 7-km-Abfahrt von heute morgen geht es nun hinauf,.

    Bilanz: 120 km zeigt der Tacho an, 1.600 Höhenmeter hat Google ausgerechnet.
    Zuletzt geändert von Werner Hohn; 16.05.2017, 20:16. Grund: Mensch! Erst Vorschau, dann ins Netz!

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  • LaMarmotte
    antwortet
    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    28.-30.03.2017: Die Weser hinauf - von Bremen nach Hannover

    Vor vier Wochen gab es schon mal einen kurzen Anflug von Frühling, den ich direkt genutzt habe, um übers Wochenende eine kleine Tour zu machen. Es sollte die Weser hinaufgehen - am Freitag Abend bis Verden, Samstag war als erster Zwischenstop Nienburg eingeplant, von dort je nach Lust, Laune, Wetter und Kondition weiter und am Sonntag voraussichtlich mit der Bahn zurück.

    Tag 1: Bremen - Verden, 50km


    Start ist am Freitag nachmittag gegen 16:30 Uhr am Weserwehr in Bremen. Die Sonne scheint und es hat frühlingshaft milde Temperaturen. Schön!


    Mein treuer Partner für alle Gelegenheiten - ein Stevens Primera Lite, Baujahr 2012.

    Auf der südlichen Weserseite stoße ich direkt auf den Weserradweg, dem ich - vorerst immer am Deich entlang - flußaufwärts in östlicher Richtung folge. Fußgänger, Radler und Inline-Skater bevölkern den Weg; im Sommer stelle ich mir das Fahren hier eher schwierig vor. Wenig später verlasse ich den Radweg am Deich und folge bis Thedinghausen den Landstraßen - hier stecke ich mitten im freitagnachmittäglichen Berufsverkehr. Anstrengend.


    Thedinghausener Dom. Ein interessanter kleiner Ort, der sicher einen kleinen Aufenthalt lohnt; ich habe heute aber leider keine Zeit dafür, da ich bis Einbruch der Dunkelheit in Verden sein will.

    Ab hier wird es ruhiger; der Weg führt nun wieder durch Wiesen und Felder, über denen die charakteristische "Landluft" vom nahenden Frühling kündet.


    Störche und zahlreiche andere Wildvögel werden das ganze Wochenende über meine stetigen Begleiter sein.


    Die Sonne steht schon tief, als ich bei Achim erneut die Weser überquere. Der Weg führt von hier aus am Geesthang unterhalb der Siedlung entlang, durchaus eine hübsche Strecke.


    Später geht es am Schleusenkanal weiter, auf hauptsächlich landwirtschaftlich genutzten, schmalen Asphaltstraßen Richtung Verden. Sehr angenehm zu fahren, aber so langsam wird es kühl, mit der Dämmerung steigt feucht-kalte Luft aus den Wiesen empor, und ich beeile mich, um mit Einbruch der Dunkelheit um kurz nach 19 Uhr Verden zu erreichen, wo ich in der etwas ausserhalb gelegenen und von zahlreichen Sportgruppen bevölkerten Jugendherberge Unterkunft finde.

    Tag 2: Verden - Mardorf (Steinhuder Meer), ~ 80km
    Am nächsten Morgen nehme ich mir erst einmal Zeit, den Verdener Dom zu besichtigen und durch die Innenstadt zu bummeln:





    Nachdem ich gestern recht zügig unterwegs war, genieße ich heute das sonnige (aber kühle) Wetter und die Landschaft, in der das Frühlingserwachen kurz bevor zu stehen scheint.


    Zwischen Verden und Nienburg findet sich durchweg ideales Terrain zum Radfahren: kleine Asphaltstraßen führen durch flache Marschlandschaft, kleine Backsteindörfer und weitläufige - oft wehrhaft ummauerte - Hofanlagen.

    In Hoya gelüstet es mich nach einer Kaffeepause, ich finde aber nicht recht einen schönen Ort zum Einkehren, so dass ich noch ein Stück weiterfahre.


    In Bücken besichtige ich die (sehenswerte) Stiftskirche, genehmige mir beim örtlichen Bäcker einen schnellen Kaffee und kaufe frische Brötchen für die Mittagspause...


    ... welche ich wenige Kilometer weiter in Stendern einlege, wo ich einen idyllischen Rastplatz unter mächtigen Eichen am Rande einer alten Hofanlage vorfinde. Ich lasse mir die Mittagssonne auf die Nase scheinen (was mir am Abend einen kräftigen Sonnenbrand beschert haben wird) und lege eine ausgiebige Rast ein.

    Von hier geht es gemütlich, aber unspektakulär weiter Richtung Nienburg.

    Obwohl der Weserradweg einer der beliebtesten Radfernwege Deutschlands ist, bin ich so früh im Jahr noch fast allein auf weiter Flur unterwegs: rund um Nienburg begegnen mir vereinzelte einheimische Radfahrer auf Tagesausflug; mit leichtem Wochenendgepäck bin ich auf der Strecke heute jedoch fast die Einzige. Auch die Infrastruktur am Wegesrand - sporadisch findet man ein Hofcafe, Pensionen o.ä. - scheint noch im Winterschlaf zu liegen. Die Saison hat hier Ende März eindeutig noch nicht begonnen.


    Auch im Sportboothafen Mehlbergen und den hier angrenzenden Fischteichen ist vom Frühlingserwachen noch nichts zu spüren.


    Wenig später bin ich - nach gut 50km Tagesetappe - auch schon in Nienburg angekommen, etwas ratlos: ein nettes Städtchen, in der Fußgängerzone herrscht reger Betrieb - aber es ist mir noch zu früh, hier schon die Tagesetappe zu beenden, noch habe ich Lust & Kondition. Doch weseraufwärts findet sich die nächste Jugendherberge erst in Petershagen, das wären weitere 50km - für heute ist mir das dann doch zu viel, ich will schließlich nur entspannt genußradeln. Die Etappe spare ich mir lieber für ein nächstes Wochenende auf. So entschließe ich mich nach kurzer Überlegung, dem Weserradweg für heute den Rücken zu kehren und in östlicher Richtung zum Steinhuder Meer weiter zu fahren.

    Damit ändert sich auch das Landschaftsprofil spürbar: die platte Marsch liegt hinter mir, und ich finde mich in bewaldeter, sanft hügeliger Landschaft wieder, die hinter Scheeren abrupt den Blick auf eine faszinierende "Mondlandschaft" freigibt:







    Hier wird im großen Stil Torfabbau betrieben. Die Entwässerungsschächte und aufgetürmten Torfballen ziehen sich schier bis zum Horizont... ein trostloses, bedrückendes und irgendwie doch faszinierendes Bild.

    Durch Moore und Wälder geht es weiter, und plötzlich öffnet sich der Blick erneut, und - unerwartet und irgendwie deplatziert - liegt das das weite Steinhuder Meer in der Abendsonne vor mir.

    Ich beschließe den Tag bei einem kühlen Bier in einem der zahlreichen Standcafés, beziehe Quartier in der Jugendherberge Mardorf direkt am See (empfehlenswert!) und unternehme am Abend einen Spaziergang in den Ort, um in der Alten Schule ein hervorragendes Abendessen zu genießen. Schön. Ein kleiner Urlaub in der Heimat.

    Tag 3: Steinhuder Meer - Hannover ~ 50km
    Der nächste Morgen begrüßt mich mit Nebel und feuchter Kälte.





    Ich wähle den Weg um das Ostufer des Steinhuder Meers herum, der Lehrpfad durchs Moor bietet einige interessante Einblicke.





    Auch auf Radfahrer ist man hier hervorragend vorbereitet.


    Auch die Insel Wilhelmstein versteckt sich noch im Nebel.

    Gegen Mittag komme ich in Steinhude an, die ersten Sonnenstrahlen kämpfen sich durch die Wolken und der Ort scheint langsam zu erwachen. Ich stelle mein Bedürfnis nach einem heißen Kaffee erst einmal zurück und sehe zu, dass ich Land gewinne, bevor die ersten Tagesausflüger einfallen.


    Durch Waldwege und über kleine Nebenstraßen führt mich der Weg nach Wunstorf. Hier wird gerade für ein Stadtfest aufgebaut, ich halte nur kurz für Kaffee und ein Stück Kuchen in der Bäckerei und mache mich dann wieder auf den Weg, ehe das Gedränge überhand nimmt.

    Den weiteren Weg empfinde ich als eher mühselig - zwischen Wunstorf und Hannover folge ich weitgehend dem Leine-Heide-Radweg, der so schöne Dinge wie Autobahnen, schlechte Wegstrecken, Vorortsiedlungen, unendlich viele Sonntagsspaziergänger, Hunde, Fahrradfahrer, Umleitungen, Bahntrassen, Wegsperrungen, mehr Sonntagsspaziergänger und viele freudige Erlebnisse mehr bietet.


    Leine bei Hannover

    Um 15 Uhr komme ich in Hannover an, immer noch fröstelnd angesichts des feucht-kühlen Wetters, verzichte auf Stadtbesichtigungen und entscheide mich, direkt in den nächsten Zug zu springen und heim zu fahren.


    Auf der Uhr haben wir knapp 48 Stunden und 180km - passt für einen gemütlichen Saisonauftakt. Der Frühling kann kommen.
    Zuletzt geändert von LaMarmotte; 06.05.2017, 12:24.

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  • bemme
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    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
    Sieh an, wohin es die Leute für eine Handvoll Dollar treibt.
    für eine handvoll mehr: http://www.psa.es

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  • Werner Hohn
    antwortet
    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Sieh an, wohin es die Leute für eine Handvoll Dollar treibt. Die Wüste von Tabernas war diesmal ziemlich grün. Nicht, dass sie sich jetzt zur Rinderzucht eignet, doch die unzähligen Wüstengrasbüchel sahen aus der Ferne nicht nach Wüste aus. Im August vor 30 Jahren war der Landstrich wirklich eine Wüste. Es hatte einige Jahre keinen nennenswerten Niederschlag gegeben. Danach kam Indiana Jones, und schon änderte sich das Wetter.

    Die Fotorunde durch das Plastikmeer habe ich extra fürs Forum gemacht. Einmal nicht die schönen Seiten einer Landschaft zeigen, muss auch mal sein.

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  • bemme
    antwortet
    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen

    das "Mar de plástico".
    schön schrecklich. hatte n paar mal beruflich da unten zu tun in der wüste von Tabernas. bin dann lieber gleich da oben geblieben als mir irgendwas unten in der nähe von Almeria zu suchen. Christo hätt's nicht besser gekonnt. aber find ich prima dass du das so hübsch dokumentierst. :-)

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  • Werner Hohn
    antwortet
    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Herkunftsland: Spanien ...

    ... hat wahrscheinlich schon jede/r einmal an der Gemüsecke im Supermarkt gelesen. Was man sich darunter vorstellen muss, ahnen die wenigsten.

    Also mal eine 40-km-Runde durch den Gemüsegarten Europas, durch das "Mar de plástico".


    Start ist in Balerma, einem Städtchen mit nüchterner und pfegeleichter Promenade am Strand. Hierher verirren sich nur Spanier und ...


    ... die "be-nl-uk-de"-Rentner vom Campingplatz Mar Azul, der zwischen den Planen steckt. Damit die beim Überwintern nicht verhungern, müssen die alle paar Tage mindestens in den Supermarkt. Der Campingplatz ist neu, damit Garant für große Stellplätze und breite Zufahrstwege. Das liebt der silberhaarige Neu-WoMo-Fahrer, der sich mit jenseits der 60 noch nicht an ein Auto gewöhnt hat, das größer ist als die C-Klasse. Nee, klar, da sind schon ein paar Typen dabei (oft Briten), die ein Gemütsleben pflegen, von dem man sich eine Scheibe abschneiden könnte.

    So neu wie alle glauben, ist der Campingplatz übrigens nicht. Den gab es schon vor 30 Jahren, 6 km weiter links. Der musste einem Golfplatz weichen. Der alte war nicht so schön, nicht so gepflegt wie der neue. Dafür "spanischer": staubig, dürre Palmen, dürres Gestrüpp, viele Saisonarbeiter, die morgens zu Arbeit aufbrachen und ihre Familien quasi am Strand ließen, kaum Wohnmobile. Auf den neuen ist alles anders. "b-nl-uk-de"-mäßiger halt.


    Die Begleitung für die nächsten beiden Stunden: Plastik. Die Seitenwände sind meist aus Netzgewebe damit die nächtliche Luftfeuchte, die der Wind vom Meer mitbringt, hinein kann.

    Irgendwo hier habe ich mich vor 30 Jahren mit dem Auto verirrt. Einmal falsch abgebogen, dem schmalen Teersträßen gefolgt. Noch eine T-Kreuzung im Plastikeinerlei. Noch eine, noch eine, ein noch schmaleres Sträßchen. Das endete auf einem staubigen Platz zwischen Gewächshäusern. Schwarzafrika! Baracken aus Abfallholz, mit Dächern und Wänden aus alter Gewächshausfolie. Vor den Hütten standen leere Ölfässer, die als Herd dienten. Ein Haufen dunkelhäutige Frauen, von braun bis schwarz, und massenhaft Kinder waren zu sehen. Alle waren überrascht. Die da darußen, ich drinnen im Auto. Sowas hatten beide noch nicht gesehen. Heute gibt es das nach den Morden und den folgenden Ausschreitungen in dieser krassen Form nicht mehr. Slums an einigen Dorfrändern habe ich aber auch dieses Jahr wieder gesehen, oder schäbbige alte Häuser, die ausschließlich von Afrikanern bewohnt werden.


    El Ejido nicht von seiner schönsten Seite. Vor Jahrzehnten einer der reichsten Städte Spaniens. Angeblich hatten hier mehr Banken eine Niederlassung als in der Hauptstadt Madrid. Die Marokkaner mit ihren Gewächserhäusern auf den anderen Seite des Mittelmeers haben dem ein Ende gesetzt. Doch draußen vor der Stadtgrenze stehen wieder jede Menge neue Gewächshäuser.


    Radweg El Ejido - Almerimar. Läuft wie Bolle - wenn man die blöde Umfahrung der Kreisverkehre zur Geraden macht.


    Ein Teil von Almerimar. Links liegen Golfplatz und Yachthafen. Nicht fürs ganz große Geld gebaut, eher für spanische Zahnärzte, Steuerschlupflochritter und gelangweilte Scheidungsjungfrauen. Ganz große Yachten und fette Karren sind hier nicht zu sehen. Almerimar ist so geschickt hinter dem Steilhang versteckt, dass man aus der Retorte hinaus beinahe nichts vom (Plastik)Meer sieht.


    Wer braucht schon Plakatwände.


    Ein Teil vom Meer.


    Gewächshäuser bis zum Strand. Hier am Faro de Punta de Baños.


    Castillo de Guardias Viejas, direkt am Meer und kein Mensch weit und breit, der Interesse zeigt.


    Strand ohne Menschen und man kann und darf sogar mit dem Auto drüber fahren. Wie das im Sommer gehandhabt wird ..? Na, ich setz' mal ein Fragezeichen. Am Horizont die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada.


    Und das Plastikmeer kriecht und kriecht.

    Und so sieht der Gemüsegarten von oben aus.
    Zuletzt geändert von Werner Hohn; 10.04.2017, 17:49.

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  • rockhopper
    antwortet
    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    2. Tour mit dem neuen TX400. Cirka 65 Km. Am Neckar entlang bis zur Rems Mündung, weiter an der Rems entlang bis Großheppach. Bergtauglichkeits Prüfung am Kleinheppacher Kopf.


    An der Rems vor Waiblingen.



    Das Rad fährt sich super, nur meine Kondition lässt noch zu wünschen übrig. Die letzten Meter musste ich schieben.




    Oben auf dem Kleinheppacher Kopf
    Zuletzt geändert von rockhopper; 09.04.2017, 22:31.

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  • Torres
    antwortet
    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Am Morgen war ich noch schnell losgefahren, um die Ostsee im Nebel zeigen zu können.





    Extra für die Fotochallenge, natürlich. Ein tapferer Zug von mir, denn heute nacht war Zeitumstellung. So ist auch noch niemand unterwegs, gestern war schließlich erst halb neun.





    In der Mittagspause fahre ich in die Wismarer Innenstadt und esse an einem Restaurant ein fantastisches Heidelbeereis, besser geht es nicht. Dieses Restaurant gehört Italienern, man schmeckt es sofort. Bei der Touristeninformation erwerbe ich eine gute Radkarte, da sind auch kleinere Wege drauf, nachdem ich mich den Tag zuvor verfahren habe. Routiniert suche ich nach Motiven für das Fotochallenge-Thema "Verblichen". Ob dieses Motiv geeignet ist?





    Am Abend, so gegen halb sechs, ist es noch mild, es war ein sonniger Tag. Ich entscheide mich, meine Hausstrecke Richtung Hoben zu fahren, die ich sonst morgens und abends absolviere und biege schon wieder Richtung Seebrücke ab. Doch dann gebe ich mir einen Ruck. Wenn ich diesmal schon in der Jugendherberge wohne, dann kann ich doch auch mal in die andere Richtung fahren. Mein Mut überrascht mich selbst, und es kribbelt in mir ein wenig vor Aufregung. Fast wie auf Tour, denke ich.

    Ich biege vor dem Bahnhof links ab, der Fahrradweg ist entsetzlich. Es ist viel Verkehr, Rückreiseverkehr von der Insel Poel. Alte Mietskasernen verstrahlen noch einen Hauch der Vernachlässigung, den ich aus der Nachwendezeit kenne, das wundert, denn mittlerweile sind die Spuren der Vergangenheit so gut wie getilgt. Eine riesige Kreuzung, lärmende Autos, dann ein etwas ruhigeres Wohngebiet, fast zu ruhig. Es schließt sich ein Gewerbegebiet an, und fast bekomme ich ein wenig Angst. Hier fährt keiner mehr, ob das hier sicher ist? Man weiß ja nie. Die Schornsteine, die ich schon so oft von der Seebrücke aus gesehen und fotografiert habe, es riecht betörend nach Holz. Ich dachte immer, es ist ein Chemiewerk. Es ist ein Holzwerk.





    Es geht einsam eine Landstraße weiter, zwei ältere Radfahrer kommen mir entgegen und schauen mich erstaunt an. Hier fährt man wohl eher nicht entlang.





    Nun geht es links ab und schlagartig fällt aller Stress von mir ab. Hier ist es schön. Vorfreude.











    Die Karte zeigt mir, dass gleich der Fauler See kommen wird.








    Das Betonschiff.














    Es ist so idyllisch hier.











    Der Ort Redentin.








    Ich bin nun an der Landstraße nach Poel. Auto reiht sich an Auto und es dauert etwas, ein autofreies Bild zu bekommen. Zwar gibt es einen begleitenden Radweg, doch ich biege spontan in Richtung Gut Redentin ab.





    Zu meiner Freude hatte ich am Fauler See festgestellt, dass mein Handy durch das Radfahren nicht in den Standbymodus geht, so dass ich nun viele Fotos während der Fahrt machen kann, ohne ein Passwort eingeben zu müssen.





    Hinter dem blauschimmernden Streifen liegt Poel.





    Mein Ziel ist dagegen der Wald. Die Waldstücke heißen "....Tannen", und ich finde, das klingt interessant.





    Ich verlasse den Ort Gut Redentin und bin gerade so schön am radeln, als ich das Symbol des Piratenweges sehe - es zeigt auf eine Abzweigung. Piratenweg. Das klingt natürlich gut. Aber ist das nicht ein bisschen riskant? Wer weiß, wie der Weg beschaffen ist. Risiko? Es ist eine Stunde länger hell. Ich ringe mit mir, aber die Neugier siegt. Es ist so still hier. Was für eine Labsal für die geschundene großstädtische Seele. Und eine Radtour, ohne sich zu verfahren? Nein, das geht gar nicht. Ich biege ab.





    Und werde natürlich gleich mit einer Huckelpiste belohnt. Ich habe es gewusst! Aber eigentlich ist es mir egal, der Wald rückt nun näher.








    Der Weg wird immer "besser". Es ist ein Reitweg. An einigen Stellen ist Sand.





    Blick zurück auf das Gestüt.





    Nun beginnt der Wald.








    Natur. Und einfach mal wieder Fahrrad fahren zu können, ohne Autoverkehr, Ampeln, Geisterradler. Wie mir das gefehlt hat. Macht das Spaß. Auch an den Stellen, an denen Sand das Vorwärtskommen bremst.














    Die Fotos sind alle während der Fahrt gemacht. Für Fotos halte ich doch nicht an!





    Hier muss ich dann aber doch anhalten. Geradeaus oder noch ein kleiner Umweg auf dem Piratenweg. Ich nehme den Umweg.





    Dieser Anblick von Wald, Feldern und Wiese hat es mir angetan.








    Ich gebe noch einmal alles, denn der Weg ist schlecht. Dann bin ich an der Straße. Wie schade. Ich bin ein wenig enttäuscht. Abschied von der Schranke.





    Zu Unrecht, wie ich bald sehen werde. Autos fahren hier so gut wie keine.











    Teilweise bin ich übrigens auch auf dem Jakobsweg unterwegs. In der Ferne Wismar.

















    Ich will noch ein wenig fahren und nicht gleich wieder in Wismar sein. So biege ich Richtung Rohlstorf ab. Wie gut, dass es einen kleinen Streifen gibt, der befahrbar ist. Es dauert dennoch ewig, die Straße hochzufahren, schnell ist man hier nicht.








    Backsteingotik Wismar, am Horizont zu sehen.





    Jetzt sind die Knospen da, die ich für mein Thema gebraucht hätte. Unscharf.





    Jetzt packt mich Ehrgeiz. Ein Mercedes fährt langsam an mir vorbei, der Fahrer schaut ein wenig blöde. Naja, mit einer Kamera ginge das besser, die Kamera stellt "weiß" leider nicht scharf.





    Eine Abzweigung lockt mich von der Holperpiste weg, der Jakobsweg führt geradeaus. Ich nehme dankend an und rolle auf perfektem Asphalt weiter in Richtung Hornstorf, die Straße heißt Schwedenschanze.





    Langsam setzt die Abenddämmerung ein.








    Die Hunde am Zaun bellen sich die Lunge aus dem Leibe. Die Straße ist eine Sackgasse, auf meiner Karte aber als befahrbar ausgewiesen. Das ist sie auch - für Radfahrer. Steil geht es einen kleinen Damm hinauf.





    Die Osttangente Wismar. Ich husche hinüber.








    Auf dem Radweg zur rechten sitzt eine Katze in Lauerstellung.





    Vor mir liegt erneut ein Motiv für "Verblichen".





    Man beachte die Milchkanne.





    Die Sonne färbt den Hof rot.








    Weiter











    Ziegen auf einer Wiese. Dann bin ich auf einer der Ausfallstraßen. Ich fliege dahin. Der Mühlenteich.





    Ein Bahnübergang, und ich verliere kurz die Orientierung.





    Ein Passant hilft und schon bin ich am Bahnhof. Nun kenne ich den Weg. Und kann mich dann doch nicht beherrschen. Ich muss noch über das Kopfsteinpflaster zum Blick auf die Wismarer Bucht fahren. Dahinter liegt die Ostsee.








    Eine traumschöne Tour. Das hätte ich nicht gedacht.
    Zuletzt geändert von Torres; 05.04.2017, 19:46.

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  • Werner Hohn
    antwortet
    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Eine alte Grenze, mehrere alte Gemäuer und eine Traumdestination

    Eine Kultur-Trödelrunde im Dunstkreis Neuwieds.

    Nach Anstieg aus dem Wiedtal:

    Melsbach:

    Der Limes. Halbe Stämme! Sieht aus wie ein halber Grenzwall. Ob Rom hier das Geld ausgegangen ist?

    50 m weiter die Ruine Kreuzkirche. Wenn Rom noch immer Rom wäre, wäre das heute römisch.

    Weiter über Oberbieber, Gladbach zur Abtei Rommersdorf. Ab da wird es auf den nächsten 5 km kulturmäßig voll.

    Neuwied-Heimbach-Weis:

    Abtei Rommersdorf. Alle 2 Jahre Heimstatt des schönsten Weihnachtsmarkts der Region.

    Immer noch die Abtei. Von der Totsanierung hat man Abstand genommen. Der Daimler ist von Brabus.

    3 Kilometer weiter:

    Bendorf-Sayn:

    Sayner Hütte, ein europäisches Industriedenkmal.

    Eisenguss aus dem 18. Jahrhundert.

    500 m weiter:

    Schloss Sayn

    500 m weiter, eigentlich genau über dem Schloss:

    Burg Sayn

    500 m weiter:

    Abtei Sayn

    Kreuzgang

    1 bis 4 km (zieht sich) weiter:

    Brexbachtal, der Traum aller Pfadfinder.

    2 km weiter:

    Bendorf-Mühlhofen:

    Industriedenkmal Concordiahütte Die hätten auch noch das Scheißhaus stehen lassen sollen. Mitten auf dem Werksgelände ein Dach mit einer 3 m hohen Mauer drumherum. Oben offen. Die Klos durch eine Mauer getrennt, die so hoch war, dass die Schichtführer die Köppe ihrer Leute sehen konnten. Stundenlang mit der "Bild" auf'm Pott war nicht. Das ist mal eben 40 Jahre her. Hier hat mir ein türkischer Wanderarbreiter wochenlang von den schönsten Städten und Landschaften Deutschlands vorgeschwärmt.

    Weiter nach Neuwied und durchs Wiedtal hinten wieder raus:

    Neuwied-Niederbieber:

    Röm. Kastell Niederbieber. 2007 hat hier das damalige halbe Forum auf der alljährlichen Ostertour pausiert - bestimmt.

    Alles im Modell. So schön ist Neuwied nie wieder gewesen.

    Nordtor. Wer alles hat eine Haustür zu einer Porta Praetoria?

    Zum Schluss noch 15 km durchs Wiedtal heim, die ich nutzen werde, den wirklich erbärmlichen Schnitt von 14,6 km/h leicht anzuheben. Das Thermometer zeigt 14°. Frühling! Beinlinge runter.

    70 km, 630 hm, Schnitt 16 km/h
    Zuletzt geändert von Werner Hohn; 04.03.2017, 20:35. Grund: Alle Foto-Links jetzt gut.

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  • ronaldo
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    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Respekt, ordentliche Runde so zwischen den Jahren...
    Und coole Bilder - die Sau ist mein Favorit.

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  • iwp
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    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Außer dem Windschatten ist die Motivation in der Gruppe meistens größer. Und wenn man müde wird sind Gespräche auch nicht verkehrt. Warum wir gerade um 18:00 Uhr gestartet sind kann ich gar nicht sagen. Ein Freund aus Hamburg hatte die Idee und die Veranstaltung bei Facebook reingestellt.Von den 15 Rädern hatte glaube ich nur eins Schutzbleche :-), aber ich hatte das gröbste Profil :-). Aber da mich das Profil vor 2 Wochen beim 300er nicht gestört hat, hab ich es hier auch genommen. Und ich mag das Geräusch beim Abrollen :-)

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  • Werner Hohn
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    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Tztz, grobes Reifenprofil und keine Schutzbleche. Was für ein Glück, dass die Straßen trocken waren. Das Gemaule deiner Mitfahrer wäre ein Mitschnitt wert gewesen.

    400 km in 25 Stunden ist schon eine Hausnummer. Abgesehen vom Windschattenfahren, ist es in der Gruppe leichter?

    Ihr seid abends gestartet mit Fahrt durch die Nacht, um nicht ausgezehrt und müde nach einer 12-stündigen Fahrt in die Dunkelheit zu kommen?

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  • iwp
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    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
    Wow! Glückwunsch. Alle Jahre wieder kommt immer pünktlich "zwischen den Jahren". Früher wälzte man an diesen Tagen die Wampe von einer Seite auf die andere. Neuerdings macht man(n) die Festive 500. Und die dann auch noch am Stück!

    Sehe ich da ein neues Stevens?
    Zum Glück bin ich Heiligabend schon 100 KM geradelt, somit waren gestern die 500 im Sack, auch wenn ich nach 400 schon aufgegeben habe...

    Ja das Stevens ist als Alltagsrenner gedacht, auch schon 3 Wochen alt und 800km gelaufen :-)

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  • Werner Hohn
    antwortet
    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Wow! Glückwunsch. Alle Jahre wieder kommt immer pünktlich "zwischen den Jahren". Früher wälzte man an diesen Tagen die Wampe von einer Seite auf die andere. Neuerdings macht man(n) die Festive 500. Und die dann auch noch am Stück!

    Sehe ich da ein neues Stevens?

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  • iwp
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    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Es ist Dienstag Nachmittag und ich sitze mal wieder im Zug nach Hamburg, weil ich dort zu einer kleinen Fahrradtour verabredet bin.



    Treffpunkt ist der Altonaer Balkon.



    Nach den ersten 65km machen wir ein kurze Pause in Brokstedt und füllen unsere Wasserflaschen nach. Der geplante Dönerladenbesuch fällt aus , weil der Laden schon zu ist.




    Dann geht es weiter nach Eckernförde wo wir ein kurze Pause in einer Tankstelle machen.




    Später machen wir unsere erste Kreuzfahrt im Dunkeln, es geht über den Nord Ostsee Kanal.



    Hier ging es über eine kombinierte Auto/Eisenbahnbrücke über die Schlei.





    Um kurze Zeit später in Flensburg das Nahrungsangebot einer Shell Tankstelle zu testen.



    Nach Flensburg ging es über die dänische Grenze wo uns in Flynshav unsere 2. Fähre erwarten sollte.



    Später auf der Fähre.




    Auf dem Weg zur nächsten Fähre in Spodsbjerg hatten wir einige unerfreuliche Begegnungen mit hupenden Autofahrern und einigen netten Hügeln. Vor unserer letzten Fähre zurück nach Puttgarden hatte wir außer hupenden Autofahrern und 2 Platten Reifen einen wunderschönen Sonnenaufgang.




    Kauf der Karten für die Fähre:



    Irgendwie fühlte man sich auf der Fähre beobachtet...




    Über die Fehmarnsund Brücke ging es für Phil und mich noch bis Lehnsmann , wo wir uns nach 400km von Svenja , Jan und Carsten verabschiedeten, die erst in Eutin in den Zug steigen wollten. ( Wir haben uns dann in Lübeck am Bahnhof wieder getroffen :-) ) Der Rest der Fahrer ist bis Hamburg weiter geradelt , um die geplanten 500km zu erreichen.
    Bei Bahnhöfen ohne Warteräume ist es praktisch, wenn sich in der Nähe ein warmer Raum mit EC Automat befindet...





    Meine Rückfahrt hat sich dann nach Hamburg durch einen Polizeieinsatz auf der Bahnstrecke so verzögert, das es keinen Anschlusszug mehr nach Delmenhorst gab. So durfte ich dann ungeplant und etwas übermüdet noch ein paar km radeln.



    https://spotwalla.com/embed.php?id=12f81585d022354e9e&scale=on&zoom=default&refresh=no
    Zuletzt geändert von iwp; 29.12.2016, 15:57.

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  • Torres
    antwortet
    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Gestern morgen - 3 Grad und sonnig: Da gibt es dann doch kein Halten mehr: Das ist mein Wetter. Ein Rad fahre ich in die Werkstatt, das andere leihe ich für eine Probefahrt aus.





    Das Farbenspiel auf der Wiese, die von Raureif bedeckt ist, gefällt. Nur die gelbschwarze Drohne über den Bäumen stört die Idylle und nervt. Eine Wiese weiter wieder Raufreif. Ist es nicht wunderschön?





    Auf dem Teich hat sich erste Eisschicht gebildet.





    Ich fliege eine Steigung hinauf, die Sonne lacht und damit steht es fest: Das Fahrrad passt. Es wird gekauft. Ohne Fotos geht es gleich mit der neuen Errungenschaft nach Hause.


    - ---


    Als ich nach einigen kleinen Modifikationen an dem neuen Rad heute bei tristem Wetter meine Hausrunde drehe, kommt urplötzlich die Sonne heraus.





    Sie steht bereits sehr tief und so sind oft nur die Baumspitzen beleuchtet. Ein Foto mache ich nicht, ich will ja radeln. An einer Steigung verschalte ich mich und nun gelingt auch der Blick auf den Sonnenuntergang.





    Ein anderer Teich, weniger Eis.





    Der Himmel wird nun glühend rot, und ich denke an Turku im Januar. Die Uhrzeit passt, der Winkel auch - die Wintersonnenwende ist nicht mehr weit.





    Und dann muss das neue Fahrrad auch mit aufs Bild.








    Hoffentlich bleibt es weiterhin so trocken. Bei diesem Wetter macht das Radeln Spaß.

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  • Schwammerl
    antwortet
    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Hier einige Eindrücke von meiner letzten Radtour durch den Nationalpark Bayerischer Wald.


    Am Nationalpark-Radweg in der Nähe von Mauth.


    Bei Fönwetter hat man von Finsterau Fernsicht bis zu den Alpen.


    Blick auf den Lusen.


    Kurz vor der Reschbachklause.


    Die Reschbachklause. Das Wasser des Stausees wurde früher zur Holztrift genutzt. Der Wald ganz hinten gehört schon zu Böhmen.


    Weiter geht es auf einem Pfad, der eigentlich nicht für Radler gedacht ist.


    Über jeden Baumstamm muss das Rad gehoben werden. (Und da liegen einige...)


    Die Hütte bei der Schwarzbachklause diente wohl den Holzfällern als Unterkunft.


    Ab hier sind die Wege wieder sehr gut.

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  • rockhopper
    antwortet
    AW: Der Fahrradkurztouren-Thread

    Impressionen_3 Tage Jagsttal Radweg_13.-15. September 2016

    Die letzten sommerlichen Tage nützte ich für eine kleine Tour im Jagsttal.
    Ich bekam von meiner Chefin grünes Licht und los ging es. Das Rad wurde schnell gepackt, mit Zelt und dem notwendigen Gerödel dazu. Ich freute mich auf ein paar entspannte Radeltage bei hochsommerlichen Temperaturen von 30 Bis 35 Grad und darauf, die Gegend vor der "Haustüre" zu erkunden. Nach 40 Minuten Zugfahrt stieg ich in Bad Friedrichshall aus dem Regionalzug. Nach einigem Suchen und Verfahrens fand ich den Einstieg zum Jagsttal Radweg.


    Die Jagst hinter Jagstfeld


    Neudenau




    Der Radweg ist meistens asphaltiert. Einige Abschnitte sind geschottert oder befestigter Boden.


    Am Kloster Schöntal vorbei. Zur Besichtigung war es leider zu spät am Nachmittag.


    Der Radweg kann durchaus als sportlich eingestuft werden. Es ist ganz schön hügelig. Die Aussicht traumhaft.


    Der "Zeltplatz" in Altkrautheim. Bis ich diesen Platz erreichte, quälte ich mich allerdings unnötigerweise über den dortigen Berg, weil ich ein Hinweisschild, mal wieder, übersehen hatte. Mühsam, weil ich nicht auf dem Radweg war, sondern auf einem frisch und grob geschottertem Wanderweg. Oben traf ich auf die Kreisstraße und wurde mit einer langen Abfahrt nach Altkrautheim belohnt.
    Der Zeltplatz ist eigentlich eine "Dauercampingwohnanlage" mit mehr Hütten als Wiese.


    Am nächsten Morgen frühstückte ich in der örtlichen Bäckerei und kaufte mir für unterwegs noch eine leckere belegte Seele. Eine gute Entscheidung, da die Versorgung so direkt am Radweg nicht gegeben ist. Viele Gaststätten hatten zu, ebenso die Biergärten.


    Diese kleine Kirche wurde von den Schülern des dortigen Gymnasiums im Zusammenhang eines Kunstprojekts bemalt.


    Begegnung an einer Pausenstation für Radler bei einem Bauernhof. Der Kater zwickte mich in die Wade, weil ich seiner Aufforderung mit ihm zu spielen, nicht nachkam Die Türe entdeckte ich in einem Dorf.


    Weiter auf hügeligem Weg bis zur beeindruckenden Jagstbrücke bei Unterregenbach






    An der Kreisstraße bei Leofels (?),neben einem "Buswartehäuschen" Hier machte ich eine kleine Pause und versorgte mich mit einer kalten Apfelsaftschorle aus einem Getränkeautomat. Nach einiger Überlegung entschied ich mich die steilere, dafür autofreie Variante über Dörrmenz.
    Ich musste schieben....



    Eine weitere alte Holzbrücke über die Jagst



    Weiter an der Jagst entlang Richtung Kirchberg


    Hier entdeckte ich die sehr charmante Töpferei am Turm, welche auch Zimmer ausschliesslich an Radler, vermietet. Ich hatte Glück und bekam noch eines der freien Zimmer. Das Turmzimmer im ersten Stock. Ich war begeistert!


    Alte Garagentore in Kirchberg


    Pause an einer Bushaltestelle in Stimpfach


    Weiter im Jagsttal Richtung Ellwangen


    Tierische Begegnung


    Am Nachmittag erreichte ich Ellwangen. Hier zog sich der Himmel zu und es begann, wie vom Wetterbericht angekündigt zu regnen und ich beendete hier die Tour.
    Zuletzt geändert von rockhopper; 18.09.2016, 15:45.

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