Konstruktionsbedingte Gefahren in der Halle

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  • tille
    Fuchs
    • 19.07.2006
    • 1031

    • Meine Reisen

    AW: Konstruktionsbedingte Gefahren in der Halle

    Zitat von derSammy Beitrag anzeigen
    > Blöd was passiert ist > Gute Besserung!
    > kein Mensch muss da oben rumstehen und runterglotzen !
    > kein Mensch MUSS in die Route einsteigen
    > kein Mensch MUSS runterfallen

    < ALLES FREIWILLIG !!
    @Sammy:

    Ich les deine Beiträge meist gern und bin oft deiner Meinung, aber diesen Kommentar und die Vergleiche, die du in deinem letzten Beitrag ziehst, find ich unglaublich. Ich denke du verkennst da die Realitäten einer Kletterhalle.

    Ich verstehe, dass man allergisch reagiert, wenn hier nach Schmerzensgeld und Staatsanwalt gerufen wird. Aber ich denke, es geht niemandem darum, den Betreiber der Halle fertigzumachen und in den Ruin zu treiben. Sondern nur darum, dass man die Sache nicht auf sich beruhen lässt. Was wär denn gewesen, wenn Shuya und seine Freundin nicht da gestanden hätten. Dann hätt sich der Vorsteiger vielleicht das Genick gebrochen. Und wenn das einer schafft, dann schafft das irgendwann auch ein anderer, der wahrscheinlich nicht mehr so viel Glück hat. Wer dafür irgendein Schmerzensgeld kriegt, ist mir schnuppe...

    Zitat von Shuya Beitrag anzeigen
    Zudem ist die Route leicht überhängend. Soll heißen, ein in der obersten Exe eingehangenes Seil hängt etwa eine Armlänge entfernt vom obersten Geländer nach unten.
    Wenn ich richtig gelesen habe, ist der Umlenker etwa 6m über dem Geländer. Sollte das auch nur annähernd stimmen, dann wäre die Norm (die mM eher knapp ausgelegt ist) drastisch unterschritten.
    Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Albert Camus [Der Mythos des Sisyphos]

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    • bierathlet
      Anfänger im Forum
      • 12.09.2007
      • 43

      • Meine Reisen

      AW: Konstruktionsbedingte Gefahren in der Halle

      Jetzt verabschiedet euch mal von der DIN-Norm. Die 2m bzw. 2mm legen nicht den Mindestabstand der Kletterwand zu den Zuschauerrängen fest. Der Fallraum soll vor Gefahren für den Benutzer schützen. Benutzer der Wand ist nicht der Zuschauer. Für den Schutz des Zuschauers vor „herabfallenden“ Kletterern gibt es keine speziellen (baurechtlichen) Normen, zumindest nicht in Sachsen. In NRW existiert z. B. eine Sonderbauverordnung, die für Sonderbauten (Versammlungsstätten, Sporthallen etc.) vorschreibt, dass Abschrankungen auch die Zuschauer vor Gefahren ausgehend von Darbietungen auf Spielfeldern, in Manegen, auf Fahrbahnen für den Rennsport und Reitbahnen schützen sollen (§ 11 Abs. 6 SBauVO NW). Dies kann auch durch Netze oder andere Vorrichtungen geschehen. Dies gilt auch für den Luftraum über Besucherplätzen, wenn sich die Darbietungen auch hier abspielen.

      Hier bleibt es bei der allgemeinen Regelung, dass bauliche Anlagen verkehrssicher sein müssen und zum anderen, dass durch bauliche Anlagen die Sicherheit oder Ordnung des öffentlichen Verkehrs nicht gefährdet sein darf (§ 16 SächsBauO). Selbst wenn die Halle nicht in einem bauordnungswidrigen Zustand war bzw. ist, kommt eine Haftung des Betreibers in Betracht. Der Betreiber ist für die Sicherheit seiner Gäste verantwortlich. Er haftet sogar für Gefahren, die aus unbefugtem oder missbräuchlichem Verhalten entstehen, wenn die Gefahr zweckwidriger und dadurch unfallträchtiger Benutzung groß ist und dem Sicherungspflichtigen Vorkehrungen gegen die missbräuchliche Nutzung möglich und zumutbar sind. (So z. B. der Betreiber einer Sporthalle, der Basketballkörbe nicht gegen das zweckwidrige Dunking (Anhängen an den Korb) extra sichert; Der Veranstalter eines Baseballspiels soll dagegen nicht verpflichtet sein, zusätzlich zu dem vorhanden Ballfangzaun die gesamten Zuschauerplätze zu überdachen oder mit einem durchgehenden Netz zu überziehen).

      Grundsätzlich sind immer die Art und Schwere der drohenden Gefahr und des Schadens sowie die Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts abzuwägen. Der Sturz eines Kletterers kann für den am Boden Stehenden schon mal mit einer Querschnittslähmung enden, Beispiel siehe hier. Der Geschehensablauf war hier wohl auch nicht atypisch, etwaige Verstöße gegen Kletter- und Sicherungsregeln einbezogen.

      Was der Threadersteller damit macht, ist seine Sache. Ich wollte hier keinen zu einer Klage anstacheln, geschweige denn die Leute vom Klettern in der Halle abhalten.

      Kommentar


      • derSammy

        Lebt im Forum
        • 23.11.2007
        • 7250

        • Meine Reisen

        AW: Konstruktionsbedingte Gefahren in der Halle

        Zitat von tille Beitrag anzeigen
        @Sammy:

        ...

        @Tille

        Selbstverständlich bin ich 100% Deiner Meinung !!

        Wenn es vom Bau her bedingt echt gefährlich ist ( mal unabhängig ob1mm "in" oder "ausser" der Norm) dann gehört das geändert!!

        Wenns allerdings nur einer Dieser "Ausnahmen" die die Regel bestätigen war...

        Dann ( wie gesagt) Gute Besserung für Alle dies da erwischt hat , aber damit ist dann auch Gut!!

        Ich hab in Thalkirchen und Gilching ( welches beide ja wahrlich "Vorzeige" Kletteranlagen sind), oft genug Leute auf den BETONboden klatschen sehen und hören ....

        Des is halt bei so einer Sportart auch das Restrisiko...oder nicht !

        Wäre der Boden aus "Daune" oder Schaumstoffchips, wär gar nix passiert aber is er halt nicht ...

        So mein ich das !


        ( Und sag mir bitte EINE Halle bei der bei schweren Touren unters Hallendach nicht "im Falle eines Falles" einer der Oben abschmiert nicht im ungüstigesten Fall einen anderen der grade unter ihm rumturnt abräumt !!

        ( Is scherlich auch in irgendeienr DIN geregelt, passiert aber trotzdem ...leider!)

        ( ich weiss ja selber, machmal schreib ich etwas "laut" aber ich meins ganz ...äääh....also ich meins schon so, könnts aber sicher mehr piano schreiben ... )

        Kommentar


        • Blechroller
          Erfahren
          • 05.04.2004
          • 233

          • Meine Reisen

          AW: Konstruktionsbedingte Gefahren in der Halle

          OT: @Sammy;
          kann ich da in deiner Bildersammlung nicht ein Foto gesehen, auf dem jemand zu sehen ist, der mit (Ehe-)Ring klettert?
          Wenn ja, dann fällt das in die Kategorie Vorstiegswand mit überraschend eingezogenem Boden ohne Falllücke...


          Olli
          http://blechroller.wordpress.com/

          Kommentar


          • derSammy

            Lebt im Forum
            • 23.11.2007
            • 7250

            • Meine Reisen

            AW: Konstruktionsbedingte Gefahren in der Halle

            Zitat von Blechroller Beitrag anzeigen
            OT: @Sammy;
            kann ich da in deiner Bildersammlung nicht ein Foto gesehen, auf dem jemand zu sehen ist, der mit (Ehe-)Ring klettert?
            Wenn ja, dann fällt das in die Kategorie Vorstiegswand mit überraschend eingezogenem Boden ohne Falllücke...


            Olli
            Genau das tut es

            Ich bin mir ziemlich sicher dass ein hoher %-Satz aller Unfälle auf Menschiches Versagen ( Dummheit?!) zurückzuführen ist !

            ( Kurze Route in der Wand..ich rauf ...oben angkommen ..ruf "AB" werd runtergelassen...unten angekommen schau ich in die Augen meines Sicherers ( alter Kletterhase) der zischt zwischen den Zähen raus "wehe Du Petzt"...und ihm rollt ne Träne runter..

            > Das Seil wr einfach nur im Karabiner ( nix Knoten oder so) und er hat mich die 15m nur mit den Händen runtergebremst, der Aff!
            ( Aber ich glaub seit dem schaut er auch 3X hin bevor er seinen Partner hochlässt !)

            Die "Konstruktionsbedingten Gefahren in der Halle" sind also eher IM Kopf der Kletterer zu suchen als in der Bausubstanz!

            Kommentar


            • Blechroller
              Erfahren
              • 05.04.2004
              • 233

              • Meine Reisen

              AW: Konstruktionsbedingte Gefahren in der Halle

              Ja nun,

              bin auch schon losgeklettert, ohne den Knoten ins Seil zu machen, sondern Strick nur durchgesteckt. Der Sichernde hats dann gesehen, als ich in 8m Höhe zu einem Dynamo ansetzte und wurde etwas laut. Oder ich schau meinen Sichernden an, wie er mich abläßt und sehe zu, wie ihm ein Krangel das Seil aus der Hand schlägt. Feine Verbrennungen, als der dann glücklicherweise und mannhaft über dem Sicherungsgerät das durchsausende Seil festgehalten hat.
              Alles Fehler, die vermeidbar waren. Aber man muss zu solchen menschlichen Schwächen nicht auch noch "künstlich" Gefahrenpunkte durch Konstruktionen schaffen. Undas das gilt besonders in Hallen, in denen ein Großteil der Besucher den Begriff Gefahr nicht mit Klettern verbindet. Zu den vermeidbaren Gefahrenquellen gehört übrigens auch der Ring am Finger, der sich auch mal gerne wo verhakt und dann den Finger am Fels läßt. Ich wollte das auch nicht glauben, bis ich einen Bekannten mit halb abgetrennten Finger ins Krankenhaus fahren durfte...

              Olli
              http://blechroller.wordpress.com/

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              • jona
                Erfahren
                • 20.09.2006
                • 183

                • Meine Reisen

                AW: Konstruktionsbedingte Gefahren in der Halle

                Hi.
                Nochmal wirklich "on topic": Gibt es 'was neues? Was habt ihr jetzt schlussendlich gemacht, was ist dabei 'rausgekommen?
                Wäre für nen kurzen Bericht sehr dankbar.
                Grüße.
                Jona

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