Seilreibung als Anker zum Sichern

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  • Pax
    Dauerbesucher
    • 14.02.2009
    • 700

    • Meine Reisen

    Seilreibung als Anker zum Sichern

    Beim stöbern in einem Kletterführer (rockfax "West Country Climbs) bin ich gerade auf einen Satz gestoßen, bei dem sich mir alle Nackenhaare aufstellen:

    "[...] walk back over the broad ridge and belay on the friction of the rope on the grass (which is considerable) as there are no other belays."

    Auf Deutsch sinngemäß: Über den breiten "Berg"rücken latschen, die Seilreibung auf dem Gras als Sicherung im Stand verwenden da sich sonst nix findet.* (Route: "Midnight Cowboy", falls es jemanden interessiert)

    Ähm... nein? Die letzte Seillänge hat 28m, sagen wir mal man verwendet 60m Halbseile (wahrscheinlich eher 50ger) dann sein wir großzügig und nehmen an, dass man 2*30m auf dem Rasen liegen hat.

    Ich bin ja versucht, morgen mal meine Seile im Park auszulegen um herauszufinden, was das an Reibung hergibt. Aber bei dem Gedanken, das als Standsicherung zu verwenden ist mir schon extrem unwohl. Besonders bei Seilen mit Teflonbeschichtung.

    Hat jemand sowas schon mal gemacht/ gesehen/ davon gehört?

    *Eventuell ist vor Ort wohl ein Pflock zu finden.

    EDIT:
    Hier kann man ein wunderschönes Beispiel von falsch verstanden lesen. Wenn man sein Hirn einschaltet macht die Beschreibung der Sicherung Sinn, mehr dazu in den folgenden Posts.
    Zuletzt geändert von Pax; 24.05.2011, 16:58.
    Moos - das war sein letzter Griff, bevor er in die Tiefe pfiff.

    Kondition statt Carbon!

  • tille
    Fuchs
    • 19.07.2006
    • 1031

    • Meine Reisen

    #2
    AW: Seilreibung als Anker zum Sichern

    Je nach Form des Rückens würde ich das schon riskieren. Wenn man die Möglichkeit hat auf der anderen Seite ein paar Meter abzusteigen und man dort einen sicheren Stand hat, könnte man so einfach vom Körper sichern. Ist ja nur Nachstieg.

    Hab ich auf einer Hochtour so ähnlich schon mal praktiziert (im Schnee halt)
    Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Albert Camus [Der Mythos des Sisyphos]

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    • Pax
      Dauerbesucher
      • 14.02.2009
      • 700

      • Meine Reisen

      #3
      AW: Seilreibung als Anker zum Sichern

      Ich muss sagen, dass ich mir gerade ziemlich blöd vorkomme. Irgendwie habe ich es mir so vorgestellt, dass der Sichernde die Seile auslegt, dann zurückkommt (!) und mit Sicht auf den Nachsteiger sichert. *Räusper*

      Je nach Form wäre hinter dem Bergrücken sitzend wahrscheinlich vertretbar, das finde ich nicht so haarsträubend. Jetzt mal immer davon ausgehend das man selbst nicht 50kg und der Nachsteiger 100kg wiegt.
      Moos - das war sein letzter Griff, bevor er in die Tiefe pfiff.

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      • opa
        Lebt im Forum
        • 21.07.2004
        • 5450

        • Meine Reisen

        #4
        AW: Seilreibung als Anker zum Sichern

        iss halt die alte klassische Schultersicherung, wie zu Louis Trenkers Zeiten. Die Briten sind in Sachen Sicherung halt nicht ganz so "normbewusst" wie wir.

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        • Pax
          Dauerbesucher
          • 14.02.2009
          • 700

          • Meine Reisen

          #5
          AW: Seilreibung als Anker zum Sichern

          Och, also ich kletter jetzt seit 2 Jahren auf der Insel und es taugt mir wirklich extrem. Mir gefällt der "british approach" gegenüber dem Bergsport weitaus besser als diese wahnwitzige Bolzerei im Alpenraum (will sagen Absicherung vom Routen mit Bohrhaken). Für mich fehlt da ehrlich gesagt etwas der Kontakt zum Fels, außerdem sollten auch Kletterer bemüht sein, so wenige Spuren wie möglich zu hinterlassen.

          Nichts gegen Körpersicherung, meine schockierte Haltung im ersten Post erwuchs aus reiner Doofheit.
          Moos - das war sein letzter Griff, bevor er in die Tiefe pfiff.

          Kondition statt Carbon!

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          • THD
            Dauerbesucher
            • 02.08.2010
            • 538

            • Meine Reisen

            #6
            AW: Seilreibung als Anker zum Sichern

            und wie führt man das seil dann? einfach durch die hand, und bei einem sturz schön festhalten? irgendwie erscheint mir das nicht ausreichend...
            Rock the world! Die Hoffnung stirbt zuletzt

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            • Gast-Avatar

              #7
              AW: Seilreibung als Anker zum Sichern

              @THD:
              schau Dir mal Filme wie "Nordwand" oder "Sieben Jahre in Tibet" an, da kannst Du es "live" sehen.
              Das Seil läuft diagonal über den Rücken und wird vor dem Oberkörper überkreuz genommen (wenn ich mich recht erinnere; sowas hab ich anfangs auch hier in Sachsen erlebt).
              Zuletzt geändert von bergzwerg61; 24.05.2011, 21:07.

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              • THD
                Dauerbesucher
                • 02.08.2010
                • 538

                • Meine Reisen

                #8
                AW: Seilreibung als Anker zum Sichern

                nicht schlecht... =) aber du hast recht, ist wahrscheinlich aus der Zeit wo man noch den Dülfersitz zum abseilen genutzt hat...
                Rock the world! Die Hoffnung stirbt zuletzt

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                • Gast-Avatar

                  #9
                  AW: Seilreibung als Anker zum Sichern

                  richtig! Und es ist gar nicht so verkehrt, das Duelfern mal auszuprobieren (einmal hat mir aber gereicht )

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                  • Pax
                    Dauerbesucher
                    • 14.02.2009
                    • 700

                    • Meine Reisen

                    #10
                    AW: Seilreibung als Anker zum Sichern

                    Dülfersitz sollte man genauso wie HMS kennen wenn man alpin unterwegs ist. Aber Spaß macht das nicht, im Winter ein paar mal eingesetzt (probehalber). Selbst bei dicker Kleidung bekommt man doch etwas Angst um die Kronjuwelen

                    Das Seilreibung nicht zu unterschätzen ist, weiß jeder der eine genauso besch..eidene Seilführung hat wie ich und am Ende das Gefühl hat, er würde einen Mühlstein den Berg hochziehen. Einzelstrang an Zickzackrouten, das macht Laune!
                    Moos - das war sein letzter Griff, bevor er in die Tiefe pfiff.

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                    • THD
                      Dauerbesucher
                      • 02.08.2010
                      • 538

                      • Meine Reisen

                      #11
                      AW: Seilreibung als Anker zum Sichern

                      Das Seilreibung nicht zu unterschätzen ist, weiß jeder der eine genauso besch..eidene Seilführung hat wie ich und am Ende das Gefühl hat, er würde einen Mühlstein den Berg hochziehen. Einzelstrang an Zickzackrouten, das macht Laune!
                      wie toll genau das hatte ich beim letzten mal in der halle auch, voll die Zickzackroute gemacht und am Ende beim Einhängen in die Umlenkung hab ich das Seil kaum noch hoch bekommen...
                      Rock the world! Die Hoffnung stirbt zuletzt

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