Berg- und Kletter-Unfälle

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  • Nita
    antwortet
    Zitat von sudobringbeer Beitrag anzeigen
    Mein Kompromiss ist, dass ich häufiger das Seil anlege, weniger steil Ski fahre und allgemein defensiver unterwegs bin. Das bin ich wiederum meiner Familie "schuldig".
    So meine ich das.

    Wir haben am Samstag darüber gesprochen, wer wie in den Bergen weiter macht und ob überhaupt. Es gab sehr unterschiedliche Meinungen, was ja auch ok ist. Vorsichtiger geworden sind alle, einzelne gehen nicht mehr.

    Jemandem etwas vorzuschreiben ist sicher nicht der richtige Weg. Ist für uns nach Benzos Unfall aber auch nicht mehr nötig.

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  • opa
    antwortet
    Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    OT: Früher war eine Aktivität für mich nur dann "Sport", wenn es einen Ball dabei gab
    Mittlerweile habe ich das überwunden , nicht zuletzt auch weil besagte Ballsportarten (bei mir: Handball, Fußball...) halt recht verletzungsträchtig sind, wenn auch nicht letal.
    OT: muss zugeben, dass ich auf meine alten tage tatsächlcih nochmal zu ein bis zwei altherren-gruppen dazugesstoßen bin, wo ich befreit von jeglichem technischen können aber umso größerer begiesterung mit dem ball herundilletantiere. klopf auf holz - bis jetzt ohne blessuren. andererseits habe ich bis jetzt über 40 jahre berge und felsen weitestgehend unverletzt überstanden, währdend mich das herumdilletantieren mit ball in jüngeren jahren auch schon mal ein kreuz- oder außenband gekostet hataber bei allem spaß, den ich dabei habe: ein auch nur ansatzweise vollständiger ersatz für felsen und berge ist es auf gar keinen fall!

    Wer viel im Winter unterwegs ist, sollte versuchen wirklich kontinuierlich am Wettergeschehen dran zu bleiben. Und sich bewußt machen, wenn man das "angestammte" Gebiet verläßt muss man wieder von Null aus neu beurteilen. Die Kombination "viele Touren plus häufiger Gebietswechsel" ist trotzdem anfällig für das vielzitierte Restrisiko.
    ja, hatte in den jahren, wo ich hauptsächlich in einem gebiet schon mit einer gewissen regelmäßigkeit mit den tourenski unterwegs war, die sache unabhängig von munter etc. IMHO schon besser im gefühl gehabt habe, da greift dann ausnahmsweise IMHO der begriff "erfahrung" bei lawinen tatsächlich. wenn man das nicht mehr hat, muss man halt noch kleinere brötchen backen. aber wenn es blöde läuft, kann immer was passieren, im übrigen auch beim radfahren, beim schwimmen, beim autofahren, bei der haus- und gartenarbeit....

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  • Flachlandtiroler
    antwortet
    Zitat von opa Beitrag anzeigen
    hm, wird aber leider bei anderen todes- / unfallursachen genauso viel leid sein, und dann kannst du dich gleich zuhause einmauern.
    Der Unterschied zu "normalen" Todesursachen ist, in den Bergen sterben junge, fitte und kerngesunde Menschen
    Zitat von opa Beitrag anzeigen
    aber ich denke schon, dass man da vielleich die eigene risikoeinschätzung auch mal ein bisschen überdenken könnte. gerade auch im winter, die lawinengeschichte ist schon ein heimtückisches ding.
    IMHO:
    Wer viel im Winter unterwegs ist, sollte versuchen wirklich kontinuierlich am Wettergeschehen dran zu bleiben. Und sich bewußt machen, wenn man das "angestammte" Gebiet verläßt muss man wieder von Null aus neu beurteilen. Die Kombination "viele Touren plus häufiger Gebietswechsel" ist trotzdem anfällig für das vielzitierte Restrisiko.
    Wer so wie ich allenfalls 1-2x im Winter auf Tour geht, plant halt möglichst konservativ und verzichtet auf Touren oder Wetterlagen, bei denen es irgendwelche Zweifel gibt.

    OT: Früher war eine Aktivität für mich nur dann "Sport", wenn es einen Ball dabei gab
    Mittlerweile habe ich das überwunden , nicht zuletzt auch weil besagte Ballsportarten (bei mir: Handball, Fußball...) halt recht verletzungsträchtig sind, wenn auch nicht letal.

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  • sudobringbeer
    antwortet
    Zitat von Nita Beitrag anzeigen
    Gut zu wissen. Kannte Tödi auch als nicht ohne, ließ mich aber durch die letzten Berichte verführen. Dann erstmal im Sommer hin.
    Was wiederum seltsam ist, dass das Unglück auf 3400m passiert ist. Dort sind zwar auch Spalten, aber die sind selbst im Sommer maximal 1-2 Meter offen. Das ist schon sehr dumm gelaufen, wenn man da im Winter rein fällt. Die richtig grossen Spalten sind um 3200m herum und dann wieder auf Höhe der gelben Wand. Aber bei einem Gletscher ändert sich viel...

    Stirbt man am Berg, ist es für einen selbst egal. Das, was man dann aber seiner Familie und auch Freunden antut, würde man nicht einmal einem Feind wünschen. Wenn ich meinen Freund an der Stelle der Michaels Freundin vorstelle, würde ich am liebsten alle Bergaktivitäten aufgeben.
    Ich kann nachvollziehen was du sagst. Bin mit der Geburt meiner Tochter auch etwas risikoaverser geworden, aber wenn man das konsequent weiter denkt (kein Rennradfahren, Skitouren, MTB, etc...), bleibt nur noch Tennis, Fussball und Co als Sport. Das ist für mich als Balllegastheniker dann auch kein Leben... Das weiss meine Frau auch. Was willst du mit einem Partner der unglücklich ist weil er nicht das tun kann was er liebt? Mein Kompromiss ist, dass ich häufiger das Seil anlege, weniger steil Ski fahre und allgemein defensiver unterwegs bin. Das bin ich wiederum meiner Familie "schuldig".

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  • opa
    antwortet
    Zitat von Nita Beitrag anzeigen
    Stirbt man am Berg, ist es für einen selbst egal. Das, was man dann aber seiner Familie und auch Freunden antut, würde man nicht einmal einem Feind wünschen. Wenn ich meinen Freund an der Stelle der Michaels Freundin vorstelle, würde ich am liebsten alle Bergaktivitäten aufgeben.
    hm, wird aber leider bei anderen todes- / unfallursachen genauso viel leid sein, und dann kannst du dich gleich zuhause einmauern. aber ich denke schon, dass man da vielleich die eigene risikoeinschätzung auch mal ein bisschen überdenken könnte. gerade auch im winter, die lawinengeschichte ist schon ein heimtückisches ding.

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  • nunatak
    antwortet
    Sieht auf dem Bild eigentlich nach guten Verhältnissen und gut eingeschneiten Spalten aus. Mit Tourenski steigen ja die meisten auf dem Gletscher bei solchen Bedingungen seilfrei auf, zumindest außerhalb der klar erkennbaren Spaltenzonen. Ab und zu passiert aber dann doch so ein Unfall und das Risiko dabei wird einem mal wieder bewusst.
    Ich war auch mal mit Tourenski auf dem Tödi. An einer Stelle gab es damals einen steilen Stelle zu queren direkt oberhalb einer großen Spalte. Beeindruckend, abrutschen hätte man da jedenfalls nicht dürfen. Deutlich spaltiger habe ich nur den Aufstieg mit Tourenski aufs Wetterhorn und den Mont Blanc in Erinnerung. Wenn man die Seraczonen zum Wetterhorn im Sommer sieht, würde man nie denken, dass man da im Frühjahr bei ausreichend Schnee mit Ski aufsteigen kann.

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  • Nita
    antwortet
    Zitat von sudobringbeer Beitrag anzeigen
    Der Tödi hat einige wirklich wirklich grosse V-Spalten 20m breit / 50+m tief. Das hat mich damals im Sommer so beeindruckt, dass ich mir gesagt habe da gehe ich niemals auf Frühlingstour. Bin halt ein Schisser was Gletscher angeht insbesondere wenn Schnee drauf liegt. Gib mir einen blanken Gletscher damit kann ich arbeiten
    Gut zu wissen. Kannte Tödi auch als nicht ohne, ließ mich aber durch die letzten Berichte verführen. Dann erstmal im Sommer hin.

    Zitat von sudobringbeer Beitrag anzeigen
    Wie meinst du das?
    Stirbt man am Berg, ist es für einen selbst egal. Das, was man dann aber seiner Familie und auch Freunden antut, würde man nicht einmal einem Feind wünschen. Wenn ich meinen Freund an der Stelle der Michaels Freundin vorstelle, würde ich am liebsten alle Bergaktivitäten aufgeben.

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  • sudobringbeer
    antwortet
    Zitat von Nita Beitrag anzeigen
    Hm, interessant. Zuletzt soll es super Verhältnisse gegeben haben und auch auf der Seite der Fridolinshütte stand, dass es genügend Schnee liegt. Wir hätten den Tödi heute vorgehabt, haben den Urlaub aber wegen des Wetters abgeblasen.
    Der Tödi hat einige wirklich wirklich grosse V-Spalten 20m breit / 50+m tief. Das hat mich damals im Sommer so beeindruckt, dass ich mir gesagt habe da gehe ich niemals auf Frühlingstour. Bin halt ein Schisser was Gletscher angeht insbesondere wenn Schnee drauf liegt. Gib mir einen blanken Gletscher damit kann ich arbeiten

    Sieht man, was ein Unfall anrichtet, will man das Kletterzeug usw. direkt verbrennen...
    Wie meinst du das?

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  • Nita
    antwortet
    Zitat von sudobringbeer Beitrag anzeigen
    Kann gar nicht sagen ob wir spät in der Saison für den Tödi sind, aber mich würden da im Mai keine 10 Pferde über den Gletscher bringen nachdem ich die Spalten einmal im Sommer gesehen habe. Da kannste ein Haus drin versenken und keiner merkt es.
    Hm, interessant. Zuletzt soll es super Verhältnisse gegeben haben und auch auf der Seite der Fridolinshütte stand, dass es genügend Schnee liegt. Wir hätten den Tödi heute vorgehabt, haben den Urlaub aber wegen des Wetters abgeblasen.

    Am Samstag war übrigens die (um ein Jahr verschobene) Abschiedsfeier für Benzodiazepin. Sieht man, was ein Unfall anrichtet, will man das Kletterzeug usw. direkt verbrennen...

    @Linard: Krass. Danke fürs Teilen.

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  • sudobringbeer
    antwortet
    Kann gar nicht sagen ob wir spät in der Saison für den Tödi sind, aber mich würden da im Mai keine 10 Pferde über den Gletscher bringen nachdem ich die Spalten einmal im Sommer gesehen habe. Da kannste ein Haus drin versenken und keiner merkt es.
    Am Sonntag, 9. Mai, 08.45 Uhr, ereignete sich beim Aufstieg zum Tödi, Gemeindegebiet Glarus Süd, ein schwerer Bergunfall.

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  • nunatak
    antwortet
    Lawinenunglücke in Frankreich

    https://www.faz.net/aktuell/gesellsc...-17324249.html

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  • Linard
    antwortet
    Das ist eine krasse Story und man kann es kaum glauben, dass sich das wirklich so abgespielt hat:
    Podcast direkt:
    https://soundcloud.com/lu-glidz/vers...-podz-glidz-54
    Zusammenfassung:
    https://lu-glidz.blogspot.com/2021/0...rschollen.html
    Kein klassischer Beitrag in diesem Unterforum (da Sportart Gleitschirm), denke aber doch, dass das Einige interessieren könnte.

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  • TeilzeitAbenteurer
    antwortet
    Da kann wohl jemand seinem Schutzengel mal ein Dankeskärtchen zukommen lassen https://vorarlberg.orf.at/stories/3098743/

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  • LihofDirk
    antwortet
    Gliehwoi kenne mer schon.
    Der werd bei dem Wetter nur so schnell kalt.
    Wasser wird auch getrunken, das ist der entscheidende Schluck [!] in der Schorle*. Muss ja bizzeln.
    Was ist "Tee"?


    *es muss nicht Riesling sein, Weissherbst geht auch. Aber nur aus 1l Flaschen und nicht aus dem 3l Karton

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  • nunatak
    antwortet
    Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Was ist daran schützenswert?
    Du selbst vielleicht, wenn du das nächste Mal vor Pfälzern eine rieslingnegative Bemerkung abgibst. Dann wirst du Folgendes vernehmen bevor sich deine Zähne leicht nach hinten verbiegen: Här mo, mo här, uffs Maul

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: IMG_20201129_143438.jpg
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Größe: 473,8 KB
ID: 3036455

    Wasser wird in der Pfalz übrigens kaum getrun​ken. Auch bei unter 0°C hatte in der Pfalz vor kurzem am Kalmit jeder eine Flasche Riesling auf dem Tisch zum Aufwärmen. Tee oder Glühwein wie bei uns kennt man da anscheinend nicht, hicks

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  • Flachlandtiroler
    antwortet
    Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    3l-Weinbox [...] Rieslingwein
    Was ist daran schützenswert?

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  • opa
    antwortet
    Zitat von Con Beitrag anzeigen

    Das war garantiert ein Airbag mit KI, wenn wirklich wichtige Transportgüter zu schützen sind geht er automatisch auf!
    aber hallo! hoffemtlich ist dem wein nichts passiert?

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  • Con
    antwortet
    Zitat von nunatak Beitrag anzeigen

    Einem Freund ist der Lawinenairbag mal ungewollt lawinenfrei aufgegangen, als er beim Hüttenaufstieg eine 3l-Weinbox an den Airbagrucksack gehängt hat. Irgendwann hat es wohl geknallt und er ist mit Riesenairbag und Rieslingwein abends bei uns angekommen. Herzlich willkommen
    Das war garantiert ein Airbag mit KI, wenn wirklich wichtige Transportgüter zu schützen sind geht er automatisch auf!

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  • nunatak
    antwortet
    Trotz allem Glück gehabt, dass der Airbag aufgegangen ist und der Unfall nicht ganz so dramatisch verlaufen ist, wie man das bei 300m Absturz erwarten müsste. Wahrscheinlich hat er ihn selbst ausgelöst, um sich zu schützen. Einem Freund ist der Lawinenairbag mal ungewollt lawinenfrei aufgegangen, als er beim Hüttenaufstieg eine 3l-Weinbox an den Airbagrucksack gehängt hat. Irgendwann hat es wohl geknallt und er ist mit Riesenairbag und Rieslingwein abends bei uns angekommen. Herzlich willkommen

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  • opa
    antwortet
    https://www.spiegel.de/panorama/oest...d-335a6e0511a7

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