DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

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  • Nita
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    @ deralpinkletterer: Auch wenn ich die Situation für mich nicht alltäglich fand, war sie primär gut gemeint und wir erwachsen genug. "Standart" ist daran sicher nichts.

    Ich habe den oberen Post nun gelöscht, um Misverständnisse zu vermeiden.

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  • deralpinkletterer
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    Auch gelöscht, um Fehlinterpretationen zu vermeiden.
    Zuletzt geändert von deralpinkletterer; 25.10.2019, 06:42.

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  • Nita
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    Edit: ist gelöscht.
    Siehe weiter.
    Zuletzt geändert von Nita; 25.10.2019, 06:28.

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  • Flachlandtiroler
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    OT:
    Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Dann haben sie es nicht so genau mit den Schwierigkeitsgraden. Der angeblich im 4. Grad liegende Bergseeschijen-Südgrat ist inzwischen mit 5b bewertet, auch wenn es nur 1-2 Stellen im 5. Grad sind.
    Wenn jemand schwerer klettern will, ist offensichtlich der beste Rat, sich den neuesten Kletterführer zu kaufen

    Ich kannte es noch als III-IV oder -schon französisch!- 4c. Und das ist gerade mal zwei Jahre her.


    Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Interessant dass man von den Anforderungen "Sicheres Klettern im Eis WI3/M3 im Vorstieg" drauf haben muss, im Tourenbericht aber nicht darauf einzugehen hat. Liegt wahrscheinlich daran, dass der heutzutage nur noch 2 Tage stehende Eisfall schon geschmolzen ist, bis der nördlich ausgelagerte FÜL-Aspirant dort ankommt Wobei ich selbst auch nicht eisklettere.
    Naja, zum einen wird kaum jemand die ganzen Eisfälle und die Plausibilität von deren Bewertung wirklich kennen; zum anderen ist es gerade dort sehr von den Bedingungen abhängig, wie schwer die jeweilige Tour wirklich ist. Knüppelhart oder fertig eingepickelt... aber Eis ist glaube ich sowie so kaum das Problem der OP.
    Zuletzt geändert von Flachlandtiroler; 24.10.2019, 17:06.

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  • nunatak
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    Zitat von Nita Beitrag anzeigen
    Von HIER.

    Eure Gedanken finde ich interessant. Der Eisbereich scheint tatsächlich etwas weniger beliebt zu sein, zumindest bei mir in den C-Kursen kamen nahezu alle vom Klettern.
    Dann haben sie es nicht so genau mit den Schwierigkeitsgraden. Der angeblich im 4. Grad liegende Bergseeschijen-Südgrat ist inzwischen mit 5b bewertet, auch wenn es nur 1-2 Stellen im 5. Grad sind.

    Bei deinem Link steht es etwas abweichend von dem hier:

    https://www.alpenverein.de/bergsport...aid_13357.html
    "Trainer B Hochtouren
    - etwa zehn alpine Klettertouren im IV. Schwierigkeitsgrad, z.B. Delagokante, Dibonakante, Zwölferkante, Blaueisumrahmung, Badilekante, Roggalkante, Oberreintalturm SW-Kante, Bergseeschijen Südgrat
    - ergänzend möglich: Klettertouren in Sportklettergebieten im Schwierigkeitsgrad V aufwärts
    - Bitte beachten: Klettersteige sind keine Klettertouren; sie können deshalb nicht berücksichtigt werden!
    - zusätzlich: etwa zehn mittelschwere bis schwere Hochtouren, z.B. Biancograt, Mt. Blanc, Zinalrothorn, Eiger Mittellegigrat, Mönch, Jungfrau"

    Interessant dass man von den Anforderungen "Sicheres Klettern im Eis WI3/M3 im Vorstieg" drauf haben muss, im Tourenbericht aber nicht darauf einzugehen hat. Liegt wahrscheinlich daran, dass der heutzutage nur noch 2 Tage stehende Eisfall schon geschmolzen ist, bis der nördlich ausgelagerte FÜL-Aspirant dort ankommt Wobei ich selbst auch nicht eisklettere.


    Die Ausbilder merken übrigens schnell, ob jemand vom Eis oder eher vom Klettern kommt und gestehen einem in einem Bereich auch Defizite zu.

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  • Nita
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    @ Nita: Wo hast du das denn mit den 10 ZS+/D- -Hochtouren her? Die angeführten Hochtouren ("etwa zehn mittelschwere bis schwere Hochtouren, z.B. Biancograt, Mt. Blanc, Zinalrothorn, Eiger Mittellegigrat, Mönch, Jungfrau") sind doch alle eher AD oder etwas darunter (MB, Mönch).
    Von HIER.

    Eure Gedanken finde ich interessant. Der Eisbereich scheint tatsächlich etwas weniger beliebt zu sein, zumindest bei mir in den C-Kursen kamen nahezu alle vom Klettern.

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  • nunatak
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    Zitat von jeskodan Beitrag anzeigen
    @nunatak:
    die obere aussage finde ich sehr gut.

    Realistisch betrachtet sollte das Ziel sein Leute auszubilden, die einfachere Touren, Ausbildungstouren und ähnliches anbieten können. Dafür ist aber meiner Meinung nach die Führungskompetenz deutlich wichtiger als Power, Fitness und ein Tourenbuch voller schwerer Kracher. So wie ich es sehe ist aber die Bergsteigen Trainer C Ausbildung(habe den Eisteil nicht gemacht aber was ich mitbekommen habe), eben nicht so wirklich ausreichend wenn es darum geht zügig eigenverantowrtlich Kurse zu führen die viel Gletscherantei haben. Es geht ja darum spezifische Führungskompetenz zu trainieren(und nicht schwer klettern)

    Die Masse ist und wird in Zukunft im PD Bereich liegen. AD Touren sind einfach zu unterschiedlich und schwer vorhersehbar (jeder kennt wohl solche wo man durchläuft und sich fragt was jetzt losgeht, bei anderen fragt man sich was das A vorm D soll). Wieso schaut man nciht lieber ob man über Fortbildungen dann gezielt Know How für schweres Führen anbieten, denn meiner Meinung nach brauch es eh einige Zeit und Fürhrungserfahrung um dann in den anspruchsvolleren Bereich zu wechseln. kennt man ja ausm privaten, hier ist das noch relevanter.


    Durch höhere Anforderungen und selten Angebote B Ausbildungskurse wird man nur erzeugen, dass die Leute gar nciht erst den Schritt gehen und ne Ausbildung machen. Es handelt sich um eine Ausbildung für Ehrenamtliche. Ziel sollte es nicht sein, alle "Starken" dazuzubringen ne Ausbildung zu machen sondern jene die Motiviert sind im Verein mitzumachen und Ihnen eine Möglichkeit anbieten, angepasst an Ihre Möglichkeiten.

    Im gegensatz zur Schweiz oder Österreich und Südtirol, ist Deutschland nunmal flach und es gibt viele regionen mit sehr wenigen Tourenerfahrenen Leuten (die trotzdem begeistert sind und auch was bewegen können). Daran sollte man sich orientieren.
    Sehe ich auch so. Der Eisanteil kommt beim Trainer C wirklich wohl etwas zu kurz, wenn in dem Bereich Touren angeboten werden sollen. Die Voraussetzungen (AV listet ein paar L, PD - und eine PD+-Beispieltour auf) liegen gerade mal auf dem Level, auf dem später Touren geführt werden. Grundsätzlich sollte der FÜL aber schon Erfahrung ein gutes Stück über dem gesammelt haben, was er anbietet.

    Ich biete fast nur L- bis PD-Touren als Hochtour an, schon eine PD+ hat meist so steile Firnhänge dabei, dass man die nur anbieten kann, wenn die kurz und gut absicherbar sind.
    Im Fels habe ich auch schon bis TD- (Grundschartner Nordkante) angeboten, meist natürlich leichter, alpine Klettertouren in gutem Fels sind fast immer deutlich sicherer und entspannter zu machen als schwere Hochtouren. Bei anspruchsvollen hochalpinen Touren suche ich mir dagegen eher welche mit PD-Anteil im Gletscher und dann einer Felstour (z.B. Klettern um Argentiere-Hütte, Gletschhorn-Südgrat).

    @ Nita: Wo hast du das denn mit den 10 ZS+/D- -Hochtouren her? Die angeführten Hochtouren ("etwa zehn mittelschwere bis schwere Hochtouren, z.B. Biancograt, Mt. Blanc, Zinalrothorn, Eiger Mittellegigrat, Mönch, Jungfrau") sind doch alle eher AD oder etwas darunter (MB, Mönch).

    Führen, Gelände und die Fähigkeiten der Teilnehmer einschätzen können (z.B. sollte/muss ich die Passage sichern oder schaffen alle das gut, könnte hier was passieren?), ist wie du schreibst, natürlich da A und O. Bei der Ausbildung war das bei uns regelmäßig Thema, bei Fortbildungen wird da eher zu wenig angeboten. Letztlich muss man da auch aus dem schöpfen, was man privat macht, wobei das oft etwas von dem abweicht, wie man führen muss...

    Je weiter man weg wohnt von den Bergen, desto mehr Motivation und Aufwand bedarf es, um ausreichend Erfahrung für eine FÜL-Ausbildung in den Bergen zu sammeln. Ist natürlich auch dort nicht ausgeschlossen, habe einen Belgier am Mont Blanc getroffen, der zweimal im Monat in die Berge fährt...

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  • jeskodan
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    @nunatak:
    die obere aussage finde ich sehr gut.

    Realistisch betrachtet sollte das Ziel sein Leute auszubilden, die einfachere Touren, Ausbildungstouren und ähnliches anbieten können. Dafür ist aber meiner Meinung nach die Führungskompetenz deutlich wichtiger als Power, Fitness und ein Tourenbuch voller schwerer Kracher. So wie ich es sehe ist aber die Bergsteigen Trainer C Ausbildung(habe den Eisteil nicht gemacht aber was ich mitbekommen habe), eben nicht so wirklich ausreichend wenn es darum geht zügig eigenverantowrtlich Kurse zu führen die viel Gletscherantei haben. Es geht ja darum spezifische Führungskompetenz zu trainieren(und nicht schwer klettern)

    Die Masse ist und wird in Zukunft im PD Bereich liegen. AD Touren sind einfach zu unterschiedlich und schwer vorhersehbar (jeder kennt wohl solche wo man durchläuft und sich fragt wos jetzt losgeht, bei anderen fragt man sich was das A vorm D soll). Wieso schaut man nciht lieber ob man über Fortbildungen dann gezielt Know How für schweres Führen anbieten, denn meiner Meinung nach brauch es eh einige Zeit und Fürhrungserfahrung um dann in den anspruchsvolleren Bereich zu wechseln. kennt man ja ausm privaten, hier ist das noch relevanter.


    Durch höhere Anforderungen und selten Angebote B Ausbildungskurse wird man nur erzeugen, dass die Leute gar nciht erst den Schritt gehen und ne Ausbildung machen. Es handelt sich um eine Ausbildung für Ehrenamtliche. Ziel sollte es nicht sein, alle "Starken" dazuzubringen ne Ausbildung zu machen sondern jene die Motiviert sind im Verein mitzumachen und Ihnen eine Möglichkeit anbieten, angepasst an Ihre Möglichkeiten.

    Im gegensatz zur Schweiz oder Österreich und Südtirol, ist Deutschland nunmal flach und es gibt viele regionen mit sehr wenigen Tourenerfahrenen Leuten (die trotzdem begeistert sind und auch was bewegen können). Daran sollte man sich orientieren.

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  • Raubschuetze
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    Zitat von Nita Beitrag anzeigen
    Der Unterschied je nach Ausbilder war auch schon in den C-Kursen gut zu spüren; soweit ich weiß durfte ich die wahrscheinlichen B-Ausbilder dort bereits kennen lernen. Unfair war keiner.
    Leider gibt es auch unfaire Ausbilder.

    Im Kurs musst Du halt Deine Führungskompetenz nachweisen. Eine IV mit Bergschuhen zu klettern wird da weniger das Problem sein. Ich würde mir da keinen Stress machen und im Zweifelsfall erst mal Touren oder Kurse für die Sektion machen.

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  • nunatak
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    Zitat von walnut Beitrag anzeigen
    "À propos 1000€: Das Geld bekommst du von der Sektion wieder zurück, wenn du danach Touren anbietest. Ich glaube kaum, dass es heute noch eine Sektion gibt, die das nicht zurück erstattet. Die sind auf jeden FÜL angewiesen, vorher also mal nachfragen "

    Ich kann Dir 2-3 Sektionen nennen, inclusive meiner

    Gibt übrigens ab 2020 nicht mehr nur einen Trainer B Hochtourenkurs pro Saison, sondern nur noch alle 2 Jahre einen, und das wo zumindest in meiner Sektion die Hochtourenkurse sofort voll sind, aber sie haben echt Probleme Leute mit genug Erfahrung ranzukriegen
    Zitat von Nita Beitrag anzeigen
    Puh, ärgerlich. Bist Du dann trotzdem verpflichtet, Kurse anzubieten? Bei vielen Teilnehmern des C-Kurses wurde sofort übernommen, gerade bei kleinen Sektionen. Bei uns in Köln gibt es einen Vertrag, in dem Du Dich verpflichtest, in den nächsten drei Jahren eine bestimmte Anzahl der Tourentage anzubieten und wenn Du es machst, wird auch die Gebühr erstattet. Natürlich aber nicht bei Durchfallen.

    Ui, dann muss ich echt Gas geben. Normale Hochtourenkurse bei den Sektionen können aber auch Trainer C anbieten.
    Ups, hätte ich nicht gedacht, dass manche Sektionen anscheinend nicht besonders an FÜL-Nachwuchs und Ausbildung interessiert sind. Ein Verlustgeschäft wäre die finanzielle Förderung der FÜL-Ausbildung zumindest bei aktiven FÜL jedenfalls nicht für die Sektion. Wenn bei Touren und Kursen Teilnehmergebühren verlangt werden, verdient unsere Sektion (jede Sektion hat wahrscheinlich unterschiedliche Aufwandsentschädigungen für die FÜL) bei mehr als 3 Teilnehmern daran, nach ein paar Jahren hat sich die FÜL-Förderung dann ausgeglichen. Vielleicht einfach mal einen Antrag bei der Mitgliederversammlung stellen, um die Mitglieder darüber entscheiden zu lassen, ob ein kleiner Teil des Jahresbeitrags zur Förderung des Ausbildungswesens in der Sektion verwendet werden darf.

    Vor meinem FÜL-Kurs ging ich davon aus, dass ich das selbst bezahlen muss, erfuhr dann dort aber, dass ich anscheinend der einzige war, der die Teilnehmergebühr (damals 250€/Kurs) nicht erstattet bekam. Auf Rückfrage bei der Sektion war es dann aber kein Problem, das Geld nach Abschluss des Scheins zurückzubekommen. Heute wird die Förderung aktiver kommuniziert. Verpflichtet bin ich zu nichts, ich biete aber gern Touren an. Das Modell Erstattung nach aktivem Anbieten von Touren/Kursen fände ich auch gut, weil es immer wieder FÜL gibt, die nichts anbieten. Anscheinend würde das aber wohl viele Interessenten davon abhalten, den FÜL zu machen.

    Klar kann man auch als Trainer C Kurse und Touren anbieten. Mein Schwerpunkt liegt neben Hochtouren v.a. beim Alpinklettern. Der FÜL B Hochtouren deckt beides in einem höheren Schwierigkeitsgrad ab als der Trainer C bzw. der damalige FÜL Bergsteigen. Dazu habe ich mir mehr fachlichen Input versprochen (und bekommen) von der anspruchsvolleren B-Ausbildung. Letztlich darf man aber auch als Trainer C über den eigenen FÜL-Bereich hinaus anbieten, wenn einem die Sektion das zutraut.

    Dass nur noch so wenige Ausbildungskurse angeboten werden, verstehe ich nicht. Immer wieder hört man, dass Leute, die sich anmelden wollen, keinen Platz mehr bekommen. Ich sehe es als eine Fehlentwicklung, wenn der DAV nur noch einen Kurs pro Jahr oder künftig sogar nur noch alle zwei Jahre anzubietet. Bei ca. 10 Teilnehmern/FÜL-Kurs und bezogen auf 1 Mio Mitglieder und 355 Sektionen bedeutet dass, dass die einzelnen Sektionen wenn überhaupt nur noch alle paar Jahre einen FÜL B Hochtouren bekommen. Damit würde der hochalpine Teil des Vereinsverständnisses mehr oder weniger wegfallen.

    Dazu wählt der DAV einen elitären Ausbildungsort, der viele potenzielle Aspiranten von dem Kurs abschreckt und fast nur hochalpine Touren ab AD bietet, die man als FÜL bei Hochtouren später eh kaum anbieten kann, weil zu heikel, Passagen mit Sicherung am kurzem Seil etc.. Kein Wunder, dass die Nachfrage dann sinkt. Zudem findet man solche Touren irgendwann fast nur noch im Mont Blanc-Gebiet oder den paar sonstigen Hochgebirgsinseln. Also ein FÜL-Spezialkurs für die elitäre alpine Nische an der Argentiere-Hütte speziell für hochalpine Touren im Argentiere-Kessel, die die Teilnehmer später dort aber nicht anbieten dürfen. Wenn sich das mal nicht ein Bergführer beim DAV ausgedacht hat, der künftig weniger FÜL-Konkurrenz im Hochgebirge haben möchte

    Anscheinend ist der FÜL B Hochtouren für den DAV jedenfalls zusammen mit den schmelzenden Gletschern ein Auslaufmodell, auch eine Art der Klimaanpassung

    Sinnvoller fände ich es, die Ausbildung anzupassen. Für FÜL machbare anspruchsvolle Hochtouren, die über den Trainer C hinaus gehen, wird es wohl auch künftig noch ein paar Jahrzehnte lang geben. Kürzere, aber bei richtiger Tourenwahl gut absicherbare Gletscher- und Eispassagen, dazu größere und etwas anspruchsvollere Felsanteile, in diese Richtung könnte es gehen.

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  • Nita
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    À propos 1000€: Das Geld bekommst du von der Sektion wieder zurück, wenn du danach Touren anbietest. Ich glaube kaum, dass es heute noch eine Sektion gibt, die das nicht zurück erstattet. Die sind auf jeden FÜL angewiesen, vorher also mal nachfragen
    Zitat von walnut Beitrag anzeigen
    Ich kann Dir 2-3 Sektionen nennen, inclusive meiner

    Gibt übrigens ab 2020 nicht mehr nur einen Trainer B Hochtourenkurs pro Saison, sondern nur noch alle 2 Jahre einen, und das wo zumindest in meiner Sektion die Hochtourenkurse sofort voll sind, aber sie haben echt Probleme Leute mit genug Erfahrung ranzukriegen
    Puh, ärgerlich. Bist Du dann trotzdem verpflichtet, Kurse anzubieten? Bei vielen Teilnehmern des C-Kurses wurde sofort übernommen, gerade bei kleinen Sektionen. Bei uns in Köln gibt es einen Vertrag, in dem Du Dich verpflichtest, in den nächsten drei Jahren eine bestimmte Anzahl der Tourentage anzubieten und wenn Du es machst, wird auch die Gebühr erstattet. Natürlich aber nicht bei Durchfallen.

    Ui, dann muss ich echt Gas geben. Normale Hochtourenkurse bei den Sektionen können aber auch Trainer C anbieten.

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  • walnut
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    "À propos 1000€: Das Geld bekommst du von der Sektion wieder zurück, wenn du danach Touren anbietest. Ich glaube kaum, dass es heute noch eine Sektion gibt, die das nicht zurück erstattet. Die sind auf jeden FÜL angewiesen, vorher also mal nachfragen "

    Ich kann Dir 2-3 Sektionen nennen, inclusive meiner

    Gibt übrigens ab 2020 nicht mehr nur einen Trainer B Hochtourenkurs pro Saison, sondern nur noch alle 2 Jahre einen, und das wo zumindest in meiner Sektion die Hochtourenkurse sofort voll sind, aber sie haben echt Probleme Leute mit genug Erfahrung ranzukriegen

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  • Nita
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    Danke Jesko und Nunatak! Und Vegareve

    Es gibt nächstes Jahr nur einen B-Kurs in Argentiére. Dass die Touren dort anspruchsvoll sind, weiß ich, u.a. deswegen auch meine Fragen. Zusätzlich wird erstmals (?) ein Vorbereitungskurs angeboten.

    Der Unterschied je nach Ausbilder war auch schon in den C-Kursen gut zu spüren; soweit ich weiß durfte ich die wahrscheinlichen B-Ausbilder dort bereits kennen lernen. Unfair war keiner.

    Ich schaue mal, dass ich im Winter gut zum Klettern komme. Und dann gucken wir weiter.

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  • jeskodan
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    kenne auch noch 2-3 Leute die den gemacht haben. mehr aber die alpinklettern oder eisklettern haben. ich habe auch schon Geschichten gehört wie hart es war und was durchaus krasses geklettert wurde. das lag dann aber mehr an den besonders starken Teilnehmern und nicht an der grundsätzlichen Anforderung. allgemein solltest du aber wahrlich keine Probleme haben. de 4er wird mit Stiefel geklettert. aber da kannte ich einen für den es wirklich Grenzen war, das es doch ging, war dann mehr so klettergartenmässig und nicht im Bruch vereist nachts um 3.

    wichtig ist das führen, kennt man ja auch selbst. manch ein Ochse ist dafür nicht geeignet andere viel schwächere schon. mit deiner Erfahrung würde ich mich eher darum kümmern. das fitness und technische sollte kein Problem sein.

    die Anforderungen sind übrigens häufig geringer als gefordert, solange man viel Erfahrung und gute führungseignung mitbringt. ich kenne nen eisklettertrainer der kommt gerade so wi4 hoch obwohl 5er Voraussetzung ist.( also während der ausbildungswoche, war mit ihm aufm eisklettern trip kurz davor)

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  • nunatak
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    Zitat von Nita Beitrag anzeigen
    ...erstaunlicherweise findet man im Netz keine Berichte darüber, der Ausbildungsort (UCPA Argentière) und die Anforderungen (alpin mind. IV (Kalk und Granit), WI III/M3, mind.10x ZS+/D-) machen aber neugierig. Hat jemand die Ausbildung gemacht? Wie anspruchsvoll ist sie? Ich meine, eine IV mit Kletterschuhen in der warmen Sonne ist kein Problem, mit Bergstiefeln, Handschuhen um 3 Uhr nachts auf 4000m sieht es aber ganz anders aus... Auch im Eis macht es einen riesigen Unterschied, ob man bei -2°C einen eingepickelten Eisfall geht (ok) oder eine 70-80° steile, steinharte Eisrinne in den Westalpen (nein, danke)

    Kurzum: Wer hat die Ausbildung gemacht?

    P.S. Zum Trainer C, weil ich hier kürzlich gefragt wurde:
    Die Kurse unterscheiden sich wohl ziemlich je nach Ausbilder, generell sind sie aber recht entspannt.
    Ich habe den Hochtouren-Trainer B, allerdings noch zu Zeiten gemacht, als das System etwas anders aufgebaut war und man mit den FÜL-Anwärtern Bergsteigen und Alpinklettern zusammen die erste Woche einen Grundlehrgang hatte und dann zwei Wochenkurse für den eigentlichen Kurs.

    Ich denke, du musst dir mit deiner Erfahrung und deinem Level überhaupt keine Sorgen machen. Im Prinzip fand ich den Eingangskurs am stressigsten, da wurde eine große Erwartungshaltung aufgebaut. Die zwei eigentlichen Ausbildungswochen waren dann aber eher entspannt. Wie du schreibst, hängt vieles vom Ausbilder ab, da gibt es sehr entspannte und welche, die eher viel verlangen, Stress machen (Lieblingssatz eines Ausbilders: Finger ausm Arsch) bzw. unter Stress auch mal unberechenbar werden. Letztlich sind bei uns fast alle durchgekommen, bei jedem Kurs sind aber auch 1-2 durchgefallen oder mussten aufgeben, wenn sie krank wurden, sich verletzt haben, die Kondition oder dass Kletterniveau nicht gestimmt hat (5er-Stellen wurde schon erwartet mit Kletterschuhen) oder jemand einen fatalen Bock gebaut hat (Standplatz an losem Block bauen etc.).

    Neben den Ausbildern kommt es sicherlich auch sehr auf das Gebiet und Tourenangebot dort an. Argentierehütte ist natürlich schon mal eine ordentliche Ansage. Ich könnte mir vorstellen, dass den Ausbildern da schon schon beim Hüttenzustieg klar wird, wie viel Erfahrung die Leute mitbringen, der geht recht krass über den Gletscher, wenn ihr von der Mittelstation kommt und nicht von der Bergstation runter absteigt. Jeskodan meinte mal zu mir, er würde mit einem Kurs nicht über diesen Gletscher gehen. Eigentlich ist in der Ecke so ziemlich alles anspruchsvoll und hochalpin, Gipfeltouren dazu alle recht lang. Wobei das bei deiner Kondition sicherlich auch von Vorteil wäre für dich. Allerdings ist in der Höhe auch schnell mal alles vereist, dann steigen die Anforderungen natürlich deutlich.

    Meine Kurse waren im Verwall, im Dachstein und am Sustenpass. Da gab´s nicht mal mehr die Möglichkeit, im Sommer eine Eistour zu machen. Folglich gab´s auch beim Test nicht vorzusteigen im Eis, sondern ganz entspannt im Toprope aus der Gletscherspalte raus. Wenn es eine Alternative gibt, wäre es vielleicht etwas entspannter, den Kurs anderswo zu machen und privat was um die Argentierehütte.

    Zum Klettern gibt es oberhalb der Argentierehütte einen Klettergarten und kleinere MSL-Klettertouren ab 5b (clean, Bilder habe ich letztes Jahr mal im Sonntagsthread eigestellt), irgendwo auch noch einen leichteren Grat (4?). Wir mussten keine echte Klettertour mit Bergschuhen klettern, MSL-Touren waren immer mit Kletterschuhen. Mit Bergschuhen gab es bei alpinen Touren vielleicht Stellen um 3.

    Letztlich zählt beim Ausbilder der Gesamtausdruck. Es gibt zwar eine Führungstour, bei der man auch einen Abschnitt führen muss, und Übungen wie eine Passage mit Steigeisen in Eckensteintechnik queren, die man bestehen sollte. Ein paar kleinere Fehler darf man sich aber schon erlauben, solange der Gesamteindruck stimmt und man keinen echten Bock baut.

    À propos 1000€: Das Geld bekommst du von der Sektion wieder zurück, wenn du danach Touren anbietest. Ich glaube kaum, dass es heute noch eine Sektion gibt, die das nicht zurück erstattet. Die sind auf jeden FÜL angewiesen, vorher also mal nachfragen

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  • Nita
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    @Deralpinkletterer:
    Ich kann der Beschreibung nicht entnehmen, ob der Kurs etwas für mich ist. Unter günstigen Bedingungen (siehe Eingangspost) - ja, unter ungünstigen - nicht. "Nur zum gucken" gehe ich da nicht hin, dafür sind mir die 10 Tage mitten in der Saison und die knapp 1000 Euro zu schade. Und sollte ich da vom Niveau her nichts zu suchen haben, wäre auch besser, fern zu bleiben, denn in der Gruppe steigt man bzw. ich schnell in Sachen ein, die man lieber lassen sollte.
    Ich denke, die Frage zu Beginn ist klar genug formuliert.
    @ Opa: Merci.

    Edit: @Walnut: danke. Das ordnet es zumindest ein bisschen mehr ein. Eine Empfehlung hatte ich nur im Eiskurs, das Felsklettern dürfte eher schwierig sein. Eine V in Kletterschuhen komm ich hoch, vollständig selbst abgesichern muss ich dabei aber nicht unbedingt. Und Stellen sind natürlich etwas ganz anderes als anhaltend.
    Zuletzt geändert von Nita; 22.10.2019, 07:25.

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  • walnut
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    Ich kann Nita schon verstehn, es geht halt grad nicht um deinen Berg, deine Tour, dein Erlebnis, und wenn du es net packst, setzt du je nach Sektion schon eventuell gut eigenes Geld in den Sand und hast noch das schicke Gefühl, daß jeder weiß, daß

    Den B Hochtouren hab ich nicht, aber den Alpinklettern und nachdem was ich hier gelesen hab, was Du an Erfahrung hast Nita, machst Du den locker.
    Ich mach ja ab und zu gemeinsame Fortbildungen auch mit Trainer B Hochtouren Leuten und das ist wie überall, du hast superfite Leute dabei und welche wo du denkst, das könnte ich auch locker, und die hams ja auch gepackt.
    Und es gibt halt grad echt Mangel an Leuten mit Erfahrung die das machen wollen, sprich im Vergleich zu früher sind sie in meinen Augen schon mit den Anforderungen runter gegangen.

    Mal ganz konkret für Tainer B Alpinklettern, man muß ne 6plus im Alpinen bringen und genau das wollten sie sehen, nicht mehr.
    Wenn mal ne schwierigere Stelle kam, wars auch okay zu nullen, es geht ja drum, deine Leute sicher und schnell durch die Tour zu bringen, nicht deinen sportlichen Ehrgeiz zu befriedigen.
    Der Focus lag wirklich aufm Führen und wie unterrichtest du den Kram, den man eh selbst drauf haben sollte.

    Der IVer ist denk ich schon in Bergschuhen, sonst schauen dich deine Teilnehmer glaub schon erstaunt an, wen du zb. aufm Hintergrat am Ortler die Kletterpatschen auspackst aber das sind ja Stellen.
    Die Führungstouren die sie von dir sehen wollen sind nach meiner Erfahrung so schwer wie der Kram den du dann führen darfst, und da du ja den Bergführern keine Konkurrenz machen willst.

    Beim Trainer C wird übrigens deshalb auch schwerer geklettert wegen der Empfehlungen, wenn man weiter machen will, hilft es schon ne Empfehlung im C Lehrgang bekommen zu haben, und für Trainer B Hochtouren sollte man dann schon ne 5 bringen, für Trainer B alpin ne 6, in Patschen wohlgemerkt.

    Kurz gesagt, wenn Du die Zeit, Lust und Geld hast, mach ihn, das packst Du sicher.

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  • opa
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    Zitat von Nita Beitrag anzeigen
    Kurzum: Wer hat die Ausbildung gemacht?
    nunatak sollte sich da doch eigentlich auskennen. wird sicher irgendwo beim klettern oder bergsteigen unterwegs sein...

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  • deralpinkletterer
    antwortet
    AW: DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    Zitat von Nita Beitrag anzeigen
    ...erstaunlicherweise findet man im Netz keine Berichte darüber..(UCPA Argentière)..(alpin mind. IV (Kalk und Granit)... WI III/M3, mind.10x ZS+/D-)..eine IV ..3 Uhr nachts auf 4000m..bei -2°C..eine 70-80° ..Trainer C..III. Grad..C..MSL III-IV, Sportklettern..

    Moin Nita,

    habe Dir mal Deinen Text auf dass Wesentliche "gekürzt"..Jtz mal ehrlich. Wir reden doch von dem selben Sport bzw. Freizeitgestaltung, bei dem die EIGENE GRENZERFAHRUNG und ÜBERSCHREITUNG, DAS ERLEBNIS NATUR/MENSCH und die RUHE/GEWALT DER BERGE in einem, der Antrieb ist, dies zu tun..

    Welche Antwort erwartest DU auf diese ganzen Buchstaben und Zahlen?

    Mache den Kurs. Geh einfach hin und lasse die DINGE auf dich zukommen. Mache ihn für Dich. Alles was passiert, egal ob gut oder ungut ist fördernd und bringt dich weiter! Auch, oder gerade dann, wenn man sich ungut fühlt und es trotzdem "durchzieht". Wie ANDERE über dich urteilen, egal, DEIN BERG, DEINE TOUREN, DEINE ERLEBNISSE! Lg Tom

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  • Nita
    hat ein Thema erstellt DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?.

    DAV Trainer B Hochtouren - Erfahrungen?

    ...erstaunlicherweise findet man im Netz keine Berichte darüber, der Ausbildungsort (UCPA Argentière) und die Anforderungen (alpin mind. IV (Kalk und Granit), WI III/M3, mind.10x ZS+/D-) machen aber neugierig. Hat jemand die Ausbildung gemacht? Wie anspruchsvoll ist sie? Ich meine, eine IV mit Kletterschuhen in der warmen Sonne ist kein Problem, mit Bergstiefeln, Handschuhen um 3 Uhr nachts auf 4000m sieht es aber ganz anders aus... Auch im Eis macht es einen riesigen Unterschied, ob man bei -2°C einen eingepickelten Eisfall geht (ok) oder eine 70-80° steile, steinharte Eisrinne in den Westalpen (nein, danke)

    Noch würde mich interessieren, wie schwierig die Übungstouren sind (beim Trainer C wird ja auch mehr geklettert als der geforderte III. Grad). Außerdem wird als Prüfung u.a. das Klettern mit Bergschuhen aufgeführt, aber nicht gesagt, wie schwer es sein soll...

    Kurzum: Wer hat die Ausbildung gemacht?

    P.S. Zum Trainer C, weil ich hier kürzlich gefragt wurde:
    Die Kurse unterscheiden sich wohl ziemlich je nach Ausbilder, generell sind sie aber recht entspannt. Der Felskurs war bei mir eher chaotisch, auch wenn es kaum etwas Neues gab und die Routen sehr einfach waren (MSL III-IV, Sportklettern je nach Können. Man konnte auch schwierigere wählen, für mich hat es aber auch so gepasst). Den Eiskurs fand ich im Vergleich zum Felsteil super relaxed, die anderen Teilnehmer waren aber nicht einverstanden. Die Touren waren einfach und es kam bis auf die Führungstechnik nichts Neues. Sich gelohnt und Spaß gemacht haben auf jeden Fall beide.
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