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[NO] „Schnee-Treten“ im Saltfjell 2025

für Tourenberichte aus Regionen nördlich von Flensburg.
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evernorth
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[NO] „Schnee-Treten“ im Saltfjell 2025

Beitrag von evernorth »

Lat :67.1240176000
Lon :14.5535893000
Reisetyp :Treckingtour

Von Åseli nach Lønsdal





Zeit: 20.06.25 - 06.07.25


Der Plan…war eigentlich ein ganz anderer!

Kurz skizziert: Bodø - Drag - Storå - Røysvatn - Nordkalottleden - Vájsáluokta - Kutjaure - Vastenhaure - Rago NP

Schon in der Vorbereitung stieß ich auf Fotos, die den Abschnitt zwischen Vájsájávrre und Røysvatn mehr oder weniger schneebedeckt zeigten, allesamt aufgenommen im fortgeschrittenen Monat August. Nun war es erst Ende Juni, der Winter war außerordentlich schneereich und die Schneeschmelze hing dazu noch gute 3 Wochen hinterher!
Dazu hatte ich kein selbststehendes Zelt dabei, sondern mein neues Einbogen -
Tunnelzelt, das zwingend abgespannt werden musste.

Die Aussichten waren also extrem mäßig und so stellte ich mich frühzeitig darauf ein, mit (vermutlich) hoher Wahrscheinlichkeit auf meinen Plan B zu wechseln.
Ich wollte so weit wie möglich vorankommen und erst dann umkehren, wenn es nicht mehr weiter ging.
Nun - aus dem Untertitel ist ja schon zu entnehmen, wie es dann wirklich weiter ging.
Ich habe die Anfahrt nach Storå allerdings sehr genossen und es nicht im Geringsten bereut, den steilen Anstieg zum Vájsájavrre in Angriff genommen zu haben.
😎 🤩


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Sieht doch gut aus, oder??​

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codenascher
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[NO] „Schnee-Treten“ im Saltfjell 2025

Beitrag von codenascher »

Ja!

Bin dabei.
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evernorth
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[NO] „Schnee-Treten“ im Saltfjell 2025

Beitrag von evernorth »

Perfekt!

Schön, dass du dabei bist.
Es geht jetzt zügig weiter.
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evernorth
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Beitrag von evernorth »

Fjellfex hat geschrieben: 5. Feb 2026, 07:52 Fein! :popcorn:
Velkommen om bord.
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evernorth
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Beitrag von evernorth »

Du bist natürlich auch willkommen. 🤗
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evernorth
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Beitrag von evernorth »

Kondor hat geschrieben: 5. Feb 2026, 20:11Cool, da bin ich auch dabei.:popcorn:
Dir auch ein herzliches Willkommen. :wohoo:
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evernorth
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Beitrag von evernorth »

Mortias hat geschrieben: 6. Feb 2026, 21:58Na dann bin ich mal gespannt zu erfahren wie schneereich Deine Tour ausgefallen ist. 😉
Oh...na, ja,....reichlich, viel, sehr! 😶‍🌫️ 😂 Willkommen!
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evernorth
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Beitrag von evernorth »

20.06.25


Gut gelaunt erreiche ich nach nach einem angenehmen Flug (mit wenig Aufenthalt in Oslo) gegen 19 Uhr den Flughafen in Bodø. Die kurze Busfahrt endet schon am großen Einkaufszentrum „City Nord“, um im dortigen Intersport noch einen Liter rußfreien Spiritus und eine kleine Gaskartusche zu erstehen.
Im Anschluß geht es direkt zum Hotel an der Jernbane stasjon.
Auch ich bin ein bekennender Anhänger des Smarthotel: Zentral gelegen, sauber, gute Betten, ordentliches Frühstück und mehr, zusammen: Alles, was ich für einen kurzen Aufenthalt benötige.
Ich beschließe, mich mit einem großen Sandwich zufrieden zu geben und trinke anschließend an der Bar des Hotels noch ein „Gute - Nacht“ - Bier.
Anschließend gehe ich bald zu Bett, um den frühen Bus nach Drag nicht zu verpassen.
Die Abendstimmung begeistert mich, es ist sommerlich - mild bis warm und der morgige Anreise - Tag verspricht wunderbar - sonniges Wetter.
Ich bin bereit - es kann losgehen.


21.06.25


Bodø - Drag - Storå - Vájsájávrre



Rechtzeitig stehe ich an der Bushaltestelle in der Bankgata. Keine 10 Minuten habe ich vom Hotel bis hierher benötigt. Leider habe ich das Frühstücks - Buffet im Hotel verpasst, das am Wochenende für die Langschläfer erst eine Stunde später beginnt.
Wie immer fährt der Bus 100 in Richtung Narvik auch heute pünktlich.
Da ich nun mehr als 3 1/2 Stunden unterwegs sein werde, ist es gut, dass ich mir gestern im Coop noch einen frischen Apfel, nebst belegtes Baguette für unterwegs besorgt hatte.
Wie immer ist die Fahrt bei prächtigem Wetter überaus unterhaltsam. Nach zwei Stunden legt der Fahrer eine Pause ein, so dass ich mein Blasen - Training unterbrechen kann.
Der Bus erreicht pünktlich Drag und Dank @vobo weiß ich genau, wo sich der Anleger zum Hurtigbåt befindet. Etwas weiter unterhalb legt gerade die Autofähre ab, die für Passagiere ohne Auto sogar kostenlos ist. Mir ist sie leider keine Hilfe, da sie direkt nach Kjøpsvik fährt und für den kleinen Anleger in Storå viel zu groß ist.
Zur erwarteten Zeit kommt kein Hurtigbåt in Sicht und ich schaue mir den Fahrplan noch mal ganz genau an.
Mist, ich habe übersehen, das Drag am Samstag Bedarfshalt ist, also das Boot direkt angerufen werden muss. Das konnte ich mir vorher nicht vorstellen, da doch die Hauptverbindungs -Buslinie in den Norden hier extra hält.
Na, kein Problem, ich habe ein Schild entdeckt, und da steht eine Telefonnummer drauf.


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Fahrplan und Telefonnummer

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Hurtigbåt - Anleger


Es meldet sich (vermutlich) der Kapitän. Er teilt mir mit,
dass er in 45 Minuten da ist. Fast auf die Minute pünktlich taucht das kleine, schnelle Boot auf und legt rasch wieder ab: Pick up and go! Die Besatzung beherrscht ihren Job.
Jetzt kann eigentlich nichts mehr passieren und ich habe eine kurze und unterhaltsame Bootsfahrt.


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Blick zurück nach Drag

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Herrliche Bootsfahrt


Etwa 30 Minuten später erreicht das Boot den kleinen Anleger von Storå und legt gleich wieder ab: Push out and go!

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Rechts im Hintergrund: Blick nach Kjøpsvik


Nun muss ich mich erst mal orientieren, auch, wenn es nur einen…nun, ich würde es mal Pfad nennen.
Nach kurzer Zeit stoße ich auf ein Schild, das aber den weiteren Weg nur „bedingt“ anzeigt. Schon werde ich von Einheimischen entdeckt. Auf einem Quad zieht ein junger Vater einen Anhänger mit 3 Kindern. Er zeigt zum nächsten Hinweis - Schild. Ab da ist der weitere Weg klar und deutlich.


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Hinweisschild zum Grænsleden - Hmm…


Ich steige von Meeres / Fjord - Niveau langsam auf zum 140m höher gelegenen Storåvatnet, vorbei an einzelnen Bootsschuppen undWochenendhäusern, immer entlang des Sees auf seiner nördlichen Längsseite.


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Auf ganzer Länge entlang des Storåvatnet


Am nordöstlichen Ende des Sees begegnet mir das nächste Schild mit Hinweis zum Gränsleden. Von hier geht es tief in den Wald hinein.


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Das Zeichen des Grænsledens

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Vájsájåhkå

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Hier habe ich den Bach gequert


Hier verlasse ich langsam den Wald und kann nun erstmals den teils sehr steilen, weiteren Aufstieg sehen. Das ist heute am ersten Tag fürwahr kein Pappenstiel; geht es doch von nahe Null (Fjord - Niveau) auf knapp 800m Höhe. Dort liegt der Vájsájavrre, mein heutiges Tagesziel. Hier wird sich vermutlich entscheiden, ob ich meine Route, wie geplant, fortsetzen kann.
Bisher sieht alles prächtig aus und die Natur strotzt förmlich vor sommerlicher Kraft. In den höheren Lagen sehe ich natürlich noch Schneefelder, aber ist das nicht Ende Juni völlig normal?


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Der Aufstieg beginnt

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Mehr als die Hälfte ist geschafft - Blick zurück zum Storåvatnet und Fjord


Dann ist es irgendwann geschafft und ich schleppe mich die letzten Meter hinauf zum….ja, kann ich so sagen…wunderbaren Aussicht - Balkon!
Mit dem gleichen Atemzug trifft mich dann unvermittelt fast der Schlag! Der See ist noch komplett zugeschneit und um den See herum liegt noch gaaanz viel Schnee. Nur ein kleiner Fleck ist bereits „schnee-frei“ und nur hier finde ich einen halbwegs ebenen Platz für die Nacht.


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Vájsájávrre - komplett zugeschneit

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Wäre mein morgiger Zustiegsweg 😳

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Doch der Fjord - Blick ist sowas von schick

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Für den Blick allein hat sich der mühsame Aufstieg absolut gelohnt

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Schade, denke ich, denn ich habe mich sehr auf den weiteren Weg gefreut.
Wenn bereits hier soo viel Schnee noch liegt, wird es weiter oben sicher noch viel schlimmer sein.
Ich baue das Zelt auf und hole Wasser. Für eine Körperwäsche fehlt mir allerdings der Mut, da hier oben ein kräftiger und sehr kalter Wind weht.
Nach dem späten Essen lasse ich den Abend mit einem Hörbuch ausklingen.
Eine leichte Enttäuschung mischt sich schleichend in meine Gedanken, doch am Ende überwiegt meine tiefe Dankbarkeit, diese einmalige Aussicht (fast) geschenkt bekommen zu haben.













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Ljungdalen
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Beitrag von Ljungdalen »

evernorth hat geschrieben: 8. Feb 2026, 02:54Bild

Wäre mein morgiger Zustiegsweg 😳
Hast du nicht zumindest überlegt, es doch zu versuchen? In der Hoffnung, dass es weiter "besser" aussieht?

(Ich bin hier natürlich auch dabei... vielen Dank schon mal bis hier.)
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Beitrag von evernorth »

Ljungdalen hat geschrieben: 8. Feb 2026, 09:51
Hast du nicht zumindest überlegt, es doch zu versuchen? In der Hoffnung, dass es weiter "besser" aussieht?

(Ich bin hier natürlich auch dabei... vielen Dank schon mal bis hier.)
Moin und schön, dass du dabei bist.
Ich kannte die alten Fotos von Anne (@Blahake) und Volker (@Vobo) aus den Vorjahren.
Anne hatte nahezu perfekte Bedingungen (im August), während Volker nach einem schneereichen Winter immer noch gute bis sehr gute Bedingungen hatte. Bei ihm lag noch mehr Schnee (ebenfalls im August), als bei Anne. Bei beiden war der Vájsájávrre fast völlig schneefrei. Vielleicht wäre ich irgendwie durchgekommen, doch ich hätte vermutlich viel mehr Zeit benötigt. Der Ausstieg nach Norwegen war vorgegeben. Je nach Zeitbedarf wäre das in jedem Fall knapp geworden (schon bei durchschnittlichen bis guten Bedingungen).
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evernorth
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Beitrag von evernorth »

Blahake hat geschrieben: 8. Feb 2026, 09:53Oh, da werden Erinnerungen wach! Der Platz am Vájsjájavrre ist einer der schönsten, wenn nicht der schönste Fleck, an dem ich je gezeltet habe! :hearteyes: Toll, die Landschaft im Vergleich mit meinen Bildern von damals zu sehen. Jetzt bin ich gespannt, ob und wie Du durch den vielen Schnee kommst. :popcorn:
Moin Anne und schön, dass auch du dabei bist.
Es waren deine Bilder, die mich dazu gebracht haben, diesen Traumplatz unbedingt kennenlernen zu wollen.
Der Reisezeitpunkt ist schon sehr wichtig und im August sind die Bedingungen auf jeden Fall besser.
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