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[NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

für Tourenberichte aus Regionen nördlich von Flensburg.
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Kondor
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[NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

Beitrag von Kondor »

Reisetyp :Sonstige Tour

[NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen Nationalpark Tour 2
15 Tage entlang von Gletschern & Grenzsteinen


Reisezeitraum: 21.08. bis 07.09.2025​



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Prolog


Meine Tour im letzten Jahr war dank des lausig-grausigen Wetters von steten Herausforderungen und Umplanungen gekennzeichnet. Aber trotz der widrigen Verhältnisse hat es die Region nicht geschafft mich abzuschrecken. Ganz im Gegenteil wie ich bei einem Blick in mein Notizbuch feststellte: „Die Landschaft ist grandios, die Tierwelt reichhaltig, es ist überwiegend schön einsam, es gibt noch soviel zu entdecken und meine „Liste“ der noch zu entdeckenden Gebiete ist durch die Tour nicht viel kürzer geworden.“ Diese klare Ansage von mir selber machte mir die Auswahl für mein Tourenziel 2025 leicht. Warum nicht Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2?! Gesagt? getan! :hearteyes:

Es sollte wieder in die Region Bodø – Sulitjelma und das norwegisch/schwedische Grenzgebirge gehen. Dabei wollte ich wenn möglich einige Punkte ansteuern, die ich im letzten Jahr dank des schlechten Wetters nicht aufuschen oder geniessen konnte. Die Tour sollte von Sulitjelma aus Starten. Von dort aus sollte es gen Osten nach Schweden rüber gehen um dort ein paar schöne Ecken entlang der Sultijelma-Gletscher anzusteuern, die aus dem letzten Jahr übrig geblieben waren. Weiter sollte es entlang der Grenze bis zum Ikkesjaure und dann quer durch den Junkerdalen Nationalpark bis zum Ziel im Saltdalen gehen, wobei der Ausstiegspunkt im Saltdalen noch offen war. Hier ein paar Eckpunkte der geplanten Tour:

Sulitjelma – Lomi – Pieskehaure – Sulitelma / Stuorrajiegna Gletscher – Gasak / Varvvek – Pieskehaure – Gasskajavrre – Nuortta Savllo – Dåresvagge – Arggalajfjell – Skiejdevagge...
und dann entweder über Ballvatnet – Storengdalen – Solvågfjell – Storjord / Saltdalen
oder über Graddis nach Lønsdal
oder via Ballvatnet – Stor-Rosna ins Saltdalen.


Als Lehre aus dem letztjährigen Wetterdesaster habe ich mir für den Fall einer schlechten Wetterprognose zu Beginn zwei alternativen nördlich und südlich meines Plangebietes zurecht gelegt. Wie man den EInstiegsbildern entnehmen kann habe ich die Alternativplanung nicht gebraucht. :wohoo:

Meinen Bericht zur Tour 1 durch SUlitjelma und Junkerdalen aus dem Jahr 2024 enthält viele schöne Bilder von der Region bei wirklich miesem Wetter. Wer sich dieses antun, äh anschauen möchte, der kann das in diesem Bericht hier tun. :grins:

Für die Fotoästheten möchte ich gerne vorsichtshalber anmerken, dass die Qualität des ein oder anderen Bildes leider zu wünschen übrig lässt. ich etwas Probleme mit meiner neuen Kamera hatte und ich mich mit der richtigen Fotoeinstellung zu der Zeit noch sehr schwer tat. Daher sind leider einige Bilder teilweise oder stark überbelichtet. :facepalm: Ich gelobe jedoch Besserung!

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Kondor
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[NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

Beitrag von Kondor »

@Blubbi Schön das du wieder dabei bist. Extra mit Brückenfeatures für zukünftige Planungen. ;-):cool:
Prachttaucher hat geschrieben: 3. Feb 2026, 21:24Klasse, vielleicht muss ich ja nach 2024 auch nochmal hin ?
Hm, womöglich könnte dieser Bericht dieses Ansinnen unterstützen... :lol::grins:
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Kondor
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[NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

Beitrag von Kondor »

Anreise nach Bodø (Donnerstag, 21.08.2025)



Los ging es an einem mäßigen Sommerdonnerstag. Mein Flug mit SAS von Düsseldorf via Kopenhagen nach Bodø sollte um kurz nach 10 Uhr abheben. Das bedeutete frühes aufstehen um den Zug um kurz nach 6 Uhr morgens zu erwischen. Man weiss ja nie was die Bahn oder die Formalitäten am Flughafen so für Verzögerungen bereithalten. Nach einem schnellen Kaffee ging es mit Sack und Pack zum Bahnhof, wo der erste Zug pünktlich Abfuhr. Auch der Anschluss nach Düsseldorf passte, so dass ich zeitig am Flughafen ankam. Die Formalitäten gingen zügig, für ein Frühstück war auch noch reichlich Zeit und um kurz nach 10 Uhr hob die Maschine ab gen Norden. In Kopenhagen hatte ich über 1,5h Umstiegszeit zum Flieger nach Bodø, was sehr gut passte. Pünktlich um kurz nach 15 Uhr landete ich also mal wieder in Bodø.

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Landeanflug auf Bodø





Ich mag Bodø. Die Stadt ist übersichtlich, hat schöne Seiten, entspannte Menschen und dank meines dritten Besuchs dort kenne ich mich nun mittlerweile recht gut aus. Die Gepäckausgabe geht schnell und ich nehme mir den nächstbesten Bus Richtung Innenstadt. Ich habe mir wieder ein Zimmer im Smarthotell genommen. Auf dem Weg zum Hotel thront am Hafen das Traumschiff aka MS Deutschland. Oha, nicht das Sascha Hehn gleich um die Ecke kommt… :lol:

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Die MS Deutschland liegt am Pier direkt gegenüber vom Bahnhof und dem Hotel.




Natürlich taucht dieser nicht auf, aber beim Einkaufen meiner Vorräte für die Trekkingtour laufen dafür überall (vor allem deutsche) Kreuzfahrttouristen herum. Ganz schön viele Menschen hier in der Stadt unterwegs. Eine große Gaskartusche möchte ich wie immer bei Komplettfritid kaufen, aber als ich am Laden ankomme stehe ich verdutzt vor einem geschlossenen und fast leeren Geschäft. Komplettfritid gibt es offensichtlich als Geschäft nicht mehr. :o Schade, ich mochte den Laden… :sad: Beim Sport1 fast direkt daneben werde ich dafür fündig (Btw: Im Zentrum findet man Gaskartuschen auch bei Sport Outlet im Glashuset und Fritidsbutikken an der Ecke Sandgata / Storgata; allerdings große Gaskartuschen hatte dieses mal nur Sport1). Nachdem ich alle Einkäufe erledigt habe packe ich das ganze im Hotel tourgerecht zusammen. Langsam packt mich der Hunger und gehe ich auf eine schnelle Portion Fish & Chips zu Anna’s Gatekjøkken. Danach ziehe ich ein wenig in Richtung Brygge und Moelen um dort den Sonnenuntergang zu geniessen.

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Schöne Abendstimmung am Bodo Hafen



Zum Abschluss gehe ich noch auf ein Stündchen mit Feierabendbier in die Piccadilly Bar. Ich bin in dieser Bar immer wieder gerne um neue Biere kennenzulernen und mit den Einheimischen zu quatschen. Letzteres steht heute noch voll unter dem Eindruck der erstmaligen Champions League Qualifikation des örtlichen Fußballclubs FK Bodø/Glimt. Darüber unterhalte ich mich mit ein paar Leuten, die offensichtlich noch oder schon wieder den Erfolg feiern. So wird aus einem Stündchen schlussendlich fast drei mit der gleichen Anzahl an Feierabendbieren. :D Egal, ich habe morgen reichlich Zeit, da ich erst nach Mittag gen Fauske aufbrechen werde.​
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[NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

Beitrag von evernorth »

Das passt mir wieder sehr gut, da ich um die gleiche Zeit von der schwedischen Seite (in Richtung Sulitjelma) aufgebrochen bin. Sehr schön, da bin ich gespannt dabei.
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JanF
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[NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

Beitrag von JanF »

Sehr schön, ich freue mich auf viele Vogelsichtungen!
Nachdem ich @evernorth auf dem Hinflug nach Gällivare getroffen habe, hätte ich dich anscheinend fast auf dem Rückweg erwischt: Ich bin am 22. August in Ny Sulitjelma angekommen und habe da noch zwei weitere Tage verbracht, unter anderem mit einem kleinen Lauf zur Lomihytta.
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[NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

Beitrag von Fjellfex »

Kondor hat geschrieben: 3. Feb 2026, 22:03... unter dem Eindruck der erstmaligen Champions League Qualifikation des örtlichen Fußballclubs FK Bodø/Glimt. Darüber unterhalte ich mich mit ein paar Leuten, die offensichtlich noch oder schon wieder den Erfolg feiern. So wird aus einem Stündchen schlussendlich fast drei mit der gleichen Anzahl an Feierabendbieren. :D
... immer diese Cliffhanger: vor meinem inneren Auge sehe ich dich nach dem 3. Bier Arm in Arm mit den erwähnten Leutchen das Fan-Lied "Bodø/Glimt superlag, det er det beste vi har i dag..." (zur Melodie von Jesus Christ superstar) grölen und am nächsten Tag vor lauter Rausch den Bus verpassen... aber da geht meine Phantasie bestimmt mal wieder mit mir durch. :grins:
Sicher dürfte hingegen sein, dass dies hier wieder ein sehr schöner Bericht mit ornithologischen Mehrwert wird... :popcorn:

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Kondor
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[NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

Beitrag von Kondor »

Fjellfex hat geschrieben: 4. Feb 2026, 11:05 ... immer diese Cliffhanger: vor meinem inneren Auge sehe ich dich nach dem 3. Bier Arm in Arm mit den erwähnten Leutchen das Fan-Lied "Bodø/Glimt superlag, det er det beste vi har i dag..." (zur Melodie von Jesus Christ superstar) grölen und am nächsten Tag vor lauter Rausch den Bus verpassen... aber da geht meine Phantasie bestimmt mal wieder mit mir durch. :grins:
:lol::lol:, klasse. Wäre ich einen Tag vorher angereist, dann hätte das tatsächlich sogar so passieren können und ich mich von der Begeisterung mitreissen lassen. :grins: Das was ich so gesehen und erzählt bekommen habe klang nach einer formidablen Siegerparty. :lol:

@evernorth: Freut mich, das du wieder dabei bist.
@JanF : Ach krass, da haben wir uns tatsächlich knapp verpasst. Ohne zuviel zu spoilern kann ich sagen, dass ich am 22.08. in Lomi war. Weiteres dazu dann in den nächsten Tagen hier.
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Kondor
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Beitrag von Kondor »

andrea2 hat geschrieben: 4. Feb 2026, 11:50Das war bestimmt eine tolle Tour, ich freue mich auf den Berich. Das Wetter war ja fast das Gegenteil vom Vorjahr. Wir waren zur gleichen Zeit unterwegs. Gestartet am 21.08. in Ritsem in Richtung Voboheimen bis zum 06.09.
Durch den sehr späten noch schneereichen Sommer gabe es viel mehr blühende Pflanzen als sonst um diese Zeit. Auch die Vögel hatten wohl Probleme, wir uns der Stugvard in Kutjaure erzählte. Bin gespannt was du berichtest.
Hallo Andrea, schön das du wieder dabei bist. Ich habe ähnliche Beobachtungen gemacht. Ich hatte noch viele Blühpflanzen und einiges an Insekten in der ersten Woche. Bei den Vögeln war es gemischt. Wasservögel waren ganz gut vertreten, aber Greif- und Singvögel nicht so viele. Denke auch, das dies mit dem schneereichen Sommer zu tun hatte. Mehr dazu dann später hier. ;-)

Im übrigen hätte mich einer meiner Alternativrouten nach Voboheimen und rüber nach Schweden geführt, wo wir uns dann womöglich begegnet wären... :)
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Kondor
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[NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

Beitrag von Kondor »

Tag 1 - Fr. 22.08.25: Bodø - Fauske – Sulitjelma – Lomihytta

Strecke: ca. 9km, 2 ½ h, 500Hm​



Schön ausgeschlafen gönne ich mir ein ausgiebiges Frühstück im Hotel. Das Buffet ist reichlich und lecker. Während des Frühstücks checke ich die Wetterlage für die kommenden Tage. Hm... Für Sulitjelma und Pieskehaure ist für heute ab dem frühen Abend bis mindestens morgen Nachmittag Regen angesagt. :think: Ab Sonntag Mittag soll sich dann aber eine stabile Schönwetterperiode ausbilden. Gut, einen Tag schlecht und dann soll es gut werden?! Das klingt doch vielversprechend. :) Ich schaue mir auch die Wettervorhersage für meine Plan B & C – Lösungen an, aber diese weichen nur wenig von der Sulitjelma-Prognose ab oder sind eher schlechter. Gut, dann bleibts bei meinem ursprünglichen Plan von Sulitjelma nach Schweden rüber, dann als Grenzgänger in den Junkerdalen Nationalpark mit noch offenem Ausstiegspunkt.

Nach dem Frühstück packe ich meinen Kram und mache danach einen kleinen Spaziergang durch die nähere Umgebung bei leicht bewölktem Wetter. Ich habe allerdings Hummeln im Hintern und möchte endlich los auf Tour. Daher gehe ich wieder zurück, deponiere meine Reservekleidung im Hotel und nehme schon den Bus um kurz nach halb 12 Uhr gen Fauske. Mein Anschluß nach Sulitjelma fährt zwar erst um 16 Uhr ab Fauske, aber die Wartezeit kann ich genauso gut dort vertrödeln. In Fauske angekommen versorge ich mich beim Coop mit einem Mittagssnack und verziehe mich dann an die Fjordpromenade zum Essen und Vögel beobachten. Tatsächlich kann ich weit entfernt auf dem Fjord eine Schmarotzerraubmöwe beobachten, die ihrem Namen alle Ehre macht und den heimischen Möwen versucht ihre Nahrung abzuschmarotzen. Leider war es zu weit für Bilder... Ich nutze die Zeit um mir das schöne Aussengelände des Fauske Folk Museum anzuschauen. Dabei entdecke ich diese interessanten Marmortische im Wasser:

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Die beiden Marmortische im im Fauskevika / Skjerstadtfjorden stellen eine Skulptur „Ein gedeckter Tisch“ des Künstlers Per Barclay dar.



Um Punkt 16 Uhr rollt der Bus vom Zentrumsterminal ab und nach einer weitgehend ereignislosen Fahrt komme ich um etwa 17 Uhr in Sulitjelma an der Kirche an. Es ist kühl mit knapp unter 10°, es nieselt bereits und so mache ich meinen Rucksack und mich regenfest. Dann nehme ich den langen Anstieg in Angriff mit meinem etwas über 25 kg schweren Rucksack. Das erste Stück auf der Straße komme ich gut voran. Am Abzweig nehme ich links den Pfad anstelle der Straße, was ich ein paar hundert Meter weiter bereuen werde. Der Pfad ist mittlerweile ziemlich zugewachsen, so dass der Weg nun dank des Regens wie eine Waschstraße fungiert und ich mich noch dazu durch die Birken und Gebüsche arbeiten muss. Bäh! :motz:Ich schrecke zwei Moorschneehühner und ein paar weitere Vögel auf. Endlich komme ich an eine Lichtung und kann dort die Aussicht über Langvatnet und Richtung Fagerli / Daja geniessen, nachdem ich meine Brille trockengelegt habe.

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Freier Blick am Anstieg nach Ny Sulitjelma. Man sieht schön über den Langvatnet auf Fagerli und den gut wasserführenden Balmielva.


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Eines der beiden Moorschneehühner am Anstieg Richtung Ny Sulitjelma​



Wenig später stosse ich dann wieder auf die Straße und kurze Zeit später bin ich dann schon oben am Abzweig. Dort nehme ich den Tourpfad Richtung Lomi. Die Sicht ist - nun ja - bescheiden... Es hat sich mittlerweile richtig eingeregnet und die Wolken hängen sehr tief. Ich folge dem Pfad und entdecke dennoch den ein oder anderen Hinweis auf bergbauliche Tätigkeiten, z.B. Halden oder Stollen. Bei dem Wetter halte ich mich daran aber nicht lange auf und außerdem ist es bald 19 Uhr. Der Pfad führt in einem auf und ab durch eine Landschaft von der ich kaum etwas erkennen kann, denn die Sicht wird durch die einsetzende Dämmerung immer schlechter. Um halb Acht entdecke ich unvermittelt rechts vor mir die Lomihytta. Ich überlege kurz zwischen zelten oder abhütten, schwenke dann in Richtung Hütte ab. Zunächst scheint die Hütte dunkel darzuliegen, aber es riecht nach verbranntem Holz. Als ich an der Hütte ankomme sehe ich dann auch Licht und im Inneren drei Personen. Okay, die Hütte hat nur 4 Plätze... Innerlich hatte ich mich schon mit einem Aufenthalt in der Lomihytta angefreundet, aber mal schauen ob das passt.

Ich betrete den Vorraum der Hütte, der gleichzeitig als Küche fungiert. Dort schlüpfe ich aus meinen nassen Regensachen und betrete die warme Stube. Die Stube ist eng, vollgestellt mir Rucksäcken und drei Norwegerinen sitzen dort gerade beim Essen. Ich stelle mich kurz vor und Frage, ob noch ein Bett frei wäre. Das wird wenn auch nicht euphorisch bejaht. Ich danke, trage mich in das Hüttenbuch ein und verziehe mich erstmal wieder in den Vorraum um mir trockene Sachen anzuziehen. Ich nutze direkt die Küche um mir einen Tee sowie Wasser für einen leckeren Rentiereintopf zu kochen. Danach geselle ich mich mit Essen und trinken zu den Damen in die Stube. Diese kommen aus der Nähe von Mo I Rana und sind für einen Wochenendtrip in der Gegend. Wir unterhalten uns über die geplanten Touren sowie über dies und das. Die drei Damen erklären, dass sie morgen trotz schlechter Wettervorhersage in jedem Fall zur Tjalalveshytta wollen. Ich entgegne, dass ich morgen eigentlich weiter Richtung Schweden und Pieskehaure möchte, so fern das Wetter halbwegs mitspielt. Irgendwann ist es nach 22 Uhr und ich verziehe mich geschafft ins Bett.

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Zugemauerter alter Bergwerksstollen. Dieser gehörte entweder noch zur Grube Gudrun
oder wurde im Zuge der Wasserkraftnutzung angelegt.


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Schlechte Sicht auf dem Weg zum Lomivatnet. Zum Glück ist der Pfad gut ausgetreten und deutlich markiert.


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Die Lomihytta ist bei einsetzender Dämmerung und schlechter werdenden Wetterbedingungen gerade noch auszumachen.​


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Kondor
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Re: [NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

Beitrag von Kondor »

vobo hat geschrieben: 6. Feb 2026, 20:29 Ich freu mich auf den Pieskehaure und das schöne Wetter 😉. Werde Dich begleiten, gerade die Strecke nach Süden neugiert mich noch.
Freut mich, dass du mitwanderst. Da im Süden gibt es so einiges schönes zu entdecken. :D
Morgen geht es hier dann weiter, dann hoffentlich zunächst in östlicher Richtung gen Schweden. 8-)
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Tekumseh
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Re: [NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

Beitrag von Tekumseh »

Auch ich bin gespannt und freue mich auf die nächsten Tage deiner Wanderung, von denen schon ein paar so animierende Bilder im Vorspann und beim letztjährigen Bericht zu sehen waren. Dass der Regen bald aufgehört hat, hast du dir nach dem letzten Jahr auch verdient und lässt auf schöne Eindrücke hoffen. :hearteyes:
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Kondor
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Re: [NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

Beitrag von Kondor »

Blahake hat geschrieben: 10. Feb 2026, 22:44 Da häng' ich mich doch gleich dran und freu' mich auf die Fortsetzung. :D In Anbetracht Deiner Eingangsbilder frage ich mich gerade, warum ich am Sállajiegna nicht auf die Idee gekommen bin, mal ein bisschen höher zu steigen, um einen guten Blick auf das Eis zu haben. Fein, dass ich das mit Dir jetzt nachholen kann. ;)
:lol: , ohne zu viel zu verraten lohnt sich dort nicht nur der Aufstieg wegen der Aussicht auf den Gletscher. ;) Schön das du dabei bist und ich dich mit dem erhöhten Ausblick auf den Gletscher erfreuen darf.

Tekumseh hat geschrieben: 11. Feb 2026, 10:57 Auch ich bin gespannt und freue mich auf die nächsten Tage deiner Wanderung, von denen schon ein paar so animierende Bilder im Vorspann und beim letztjährigen Bericht zu sehen waren. Dass der Regen bald aufgehört hat, hast du dir nach dem letzten Jahr auch verdient und lässt auf schöne Eindrücke hoffen. :hearteyes:
:thumbsup: , vielen Dank und schön das du mitfolgst.
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Kondor
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Re: [NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

Beitrag von Kondor »

Tag 2: Sa. 23.08.25: Lomihytta - Abwettern

Meine Hüttengenossinen stehen zeitig auf und ich werde kurz wach davon, drehe mich aber wieder entspannt um. :corton: Irgendwann um kurz vor Acht höre ich wie die drei aufbrechen. Kurz danach stehe ich auf. Der Blick aus dem Fenster zeigt kaum Veränderung zu gestern Abend. Es regnet weiterhin, die Wolken hängen tief und die Sicht ist vielleicht 50 bis 100m weit. Dazu hat sich mittlerweile ein böiger bis leicht stürmischer Wind gesellt. Ich halte mich nur für das nötigste kurz draussen auf und verziehe mich dann wieder in die Hütte. :| :roll:

Bei dem Wetter habe ich es nicht eilig und so gönne ich mir ein ausgiebiges Frühstück. :espresso: Danach stöbere ich durch die überschaubare Hüttenbibliothek. Ich bleibe bei einem neueren Buch hängen dessen Titel lautet:

„Bodø2024 - KulTUR langs Nordlandsruta“

Ich blättere zunächst lose durch das Buch. Im diesem wird die im letzten Jahr von DNT und dem Kulturamt Bodø organisierte Gemeinschaftstour mit kulturellen Aspekten entlang der 650km langen Nordlandsruta beschrieben, die zum Programm im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres Bodø2024 gehörte. Zu jeder Etappe und zu jeder Hütte wird auf einer oder mehreren Seiten über die Natur und durchgeführte kulturelle Aktionen beschrieben. Neugierig blättere ich zur Etappe mit Ny-Sulitjelma als End-/Startpunkt. Ich traue meinen Augen kaum… Da findest sich doch glatt ein großes Foto von der Theatervorstellung hinter der Hütte, der ich beiwohnen durfte. :o Und wer sitzt ganz prominent vorne im Bild?! :o :grins: 8-) Geil! Damit hatte ich nun wahrlich nicht gerechnet und ich muss davon natürlich ein Beweisfoto machen. Wer meinen Tourenbericht https://www.outdoorseiten.net/vb5/forum ... st3343275 aus dem letzten Jahr nicht kennt, der findet dort mehr Hintergrundinformationen.

Das Wetter draussen ist trüb, nebelig und uselig. Ein hoch auf ein gemütliches und ausgiebiges Frühstück in der Hütte.
Das Wetter draussen ist trüb, nebelig und uselig. Ein hoch auf ein gemütliches und ausgiebiges Frühstück in der Hütte.

Interessante Lektüre findet sich in der Lomihytta. Das Buch KulTUR langs Nordlandsruta beschreibt die im letzten Jahr durchgeführte kulturell geprägte Trekkingtour im Rahmen von Bodø2024.
Interessante Lektüre findet sich in der Lomihytta. Das Buch KulTUR langs Nordlandsruta beschreibt die im letzten Jahr durchgeführte kulturell geprägte Trekkingtour im Rahmen von Bodø2024.

… und während ich da so durchblättere finde ich doch tatsächlich ein Foto von der Theatervorstellung am 15.08.2024 auf der Ny Sulitjelma Fjellstue. Und wer sitzt da direkt ganz vorne im Gras?! :D
… und während ich da so durchblättere finde ich doch tatsächlich ein Foto von der Theatervorstellung am 15.08.2024 auf der Ny Sulitjelma Fjellstue. Und wer sitzt da direkt ganz vorne im Gras?! :D


Um etwa 13 Uhr scheint der Regen eine kurze Pause einzulegen oder zumindest etwas nachzulassen. Da die Sicht aber immer noch stark eingeschränkt ist entscheide ich mich nur für einen Spaziergang im Umfeld und gegen einen Aufbruch gen Osten. Ich habe reichlich Tage und möchte nicht schon wieder wie im letzten Jahr bei Regen ohne Sicht auf den Gletscher wandern. :beleidigt: Gesagt, getan und kurze Zeit später stehe ich an einem canyonartigem Zulauf in den Stausee, der von einer Hängebrücke überquert werden kann. Ich folge dem Pfad über die Brücke und komme kurz danach am Gebäude des Wasserkraftwerks an. Das Gebäude ist recht modern und ich schaue mich ein wenig in der Gegend um. Außer einem geparkten Auto (das den drei Norwegerinnen gehört) ist die Gegend menschenleer und es zeigen sich auch keine Vögel oder andere Tiere. Ich laufe etwas am Lomivatnet entlang, aber so richtig aufheiternd ist das hier nicht bei wenig Sicht und so ganz ohne Mensch und Tier. Ich gehe weiter entlang der Stauanlagen zurück in Richtung Lomihytta und stosse auf einen Tunnel aus dem ein Bach in Richtung des Canyons fliesst. Ich kreuze den Bach oberhalb des Canyons und halte mich dann wieder in Richtung Lomihytta. Nach etwa 1h stehe ich wieder vor der Lomihytta. Genau rechtzeitig, denn es zieht wieder stärker zu und beginnt zu regnen. :rolleyes:


Kurze Regenpause am Lomivatnet
Kurze Regenpause am Lomivatnet

Canyonartiger Zulauf in den Stausee.
Canyonartiger Zulauf in den Stausee.

Wasserkraftwerk Storelvvatn
Wasserkraftwerk Storelvvatn

Zulauf zum Lomivatnet. Das Wasser wird von den Flüssen Rupsi und Giken auf der Nordseite des Sulisdalen durch einen Tunnel bis hier hin geführt.
Zulauf zum Lomivatnet. Das Wasser wird von den Flüssen Rupsi und Giken auf der Nordseite des Sulisdalen durch einen Tunnel bis hier hin geführt.

Der Lomivatnet sieht trotz der Wolken und dem deutlichen Staurand ganz nett aus.
Der Lomivatnet sieht trotz der Wolken und dem deutlichen Staurand ganz nett aus.

Für den Rückweg folge ich einfach dem Canyon etwas oberhalb.
Für den Rückweg folge ich einfach dem Canyon etwas oberhalb.

Lomihytta mit Lomivatnet in dichten Wolken eingebettet. Das Wetter bleibt schlecht.
Lomihytta mit Lomivatnet in dichten Wolken eingebettet. Das Wetter bleibt schlecht.


In der Hütte erwartet mich Besuch. Ein deutsches Pärchen mittleren Alters sitzt in der Stube und trocknet sich dort gerade am Ofen. Wir begrüßen uns und die beiden Stellen sich als K. & H. aus der Nähe von Berlin vor. Wir unterhalten uns zunächst über unsere Tourenpläne. Deren geplante Tour soll von Sulitjelma in den Sarek führen und eigentlich wollen die beiden heute noch bis Pieskehaure laufen. Aufgrund des Wetters liebäugeln die beiden jedoch mit einem Aufenthalt in der Lomihytta, sind aber noch unentschieden. Es ist gemütlich in der kleinen Stube, der Ofen bollert, ein frischer Kaffee steht auf dem Tisch und wir unterhalten uns angeregt über alle möglichen Themen. Wir quatschen oder Ruhen und so geht der Nachmittag in den Abend über. Das Wetter draussen ist unverändert regnerisch und die beiden haben sich dann zum bleiben entschieden. Ich koche mir eine Portion Nudeln mit einer Tomaten-Stockfisch-Sauce. Schmeckt nicht schlecht die Kreation, aber das geht bestimmt noch schmackhafter. Der restliche Abend vergeht gemütlich mit essen, abhängen und quatschen. Falls ihr hier mitlesen solltet: Herzlichen Dank für die nette Gesellschaft. Es war mir eine Freude und ich hoffe eure Tour ist gut gelaufen?!



P.S.: Irgendwie komme ich noch nicht so richtig mit der neuen Bilderfunktion zu recht. Ich habe die Bilder mit Drag & Drop als Dateianhänge eingefügt. Ein Bild im Längsformat wird richtig, zwei Bilder im Längformat werden jedoch quer dargestellt. Weiß jemand wie ich das ändern kann bzw. was das Problem sein könnte. Danke!
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Kondor
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Re: [NO/SE] Sulitjelma & Junkerdalen - Tour 2 entlang von Gletschern & Grenzsteinen

Beitrag von Kondor »

Tag 3 – So. 24.08.2025: Lomihytta – Lajirrojåhkå – Låjrosladdo

Strecke: überwiegend auf Wanderweg, auf schwedischer Seite weglos, ca. 21km, 7 1/2h, ca. 500 Hm

Der neue morgen fängt wettertechnisch so an, wie der gestrige Tag aufgehört hat. Es ist bedeckt, neblig, unter 5° Grad kühl und es nieselt immer wieder. Dazu weht ein kräftiger Wind aus Nordwest. Nach einem gemütlichen Frühstück brechen meine Hüttennachbarn so gegen kurz nach 9 Uhr auf. Ich lasse mir noch etwas mehr Zeit und breche etwa eine ½ Stunde später auf gen Osten. Trotz der miserablen Sicht ist der markierte Pfad gut zu finden und einfach zu folgen. Etwa 20 Minuten später sehe ich den Tjævrrajåhkå und die hier im Forum bereits bestens bekannte eigenwillige Brückenkonstruktion über den Bach. :lol: Die Stahlträgerbrücke hängt zwar etwas schräg und wirkt erst wenig einladend, ist aber äusserst stabil. Mit Ruhe und Gleichgewichtssinn geht es ganz gut rüber. Danach folge ich dem Weg in einem steten Auf und ab entlang des Lomivatnet. Gegen 11 Uhr beginnt es langsam aufzuklaren und die ersten Sonnenstrahlen brechen durch. :D Ich komme an den Bach der vom Gletschersee 1.140m unterhalb des Vagnathjåkkå herabstürzt. Dieser Bach ist recht reissend und führt gar nicht so wenig Wasser mit sich. Die Querung gelingt dank hoher Stiefel aber ohne Schuhwechsel.

Trübes Wetter morgens an der Lomihytta
Trübes Wetter morgens an der Lomihytta
Trotz schlechter Sicht ist der Tjævrrajåhkå nicht zu überhören und zu übersehen.
Trotz schlechter Sicht ist der Tjævrrajåhkå nicht zu überhören und zu übersehen.
… und sehe kurze Zeit später die bekannte etwas schräge Brückenkonstruktion.
… und sehe kurze Zeit später die bekannte etwas schräge Brückenkonstruktion.
Weg entlang des Lomivatnet. Das Wetter klart langsam auf...
Weg entlang des Lomivatnet. Das Wetter klart langsam auf...
...und die Sonne setzt sich durch.
...und die Sonne setzt sich durch.


Es klart immer weiter auf und um 12 Uhr finde ich ein sonniges und windgeschütztes Plätzchen für eine Mittagspause. Ich esse einen Riegel und geniesse die Sonne und die schöne Aussicht. 8-) Danach bin ich wieder frisch für den Anstieg zum See 879m. Zunächst geht es steil hoch und über eine Holzbrücke über den Nebenauslass aus dem See 879. Die Brücke ist etwas schief, aber für norwegische Verhältnisse stabil. Wem die Brücke zu hoch oder zu schief ist, kann den Bach aber auch oberhalb der Brücke einfach furten. Von hier aus hat man einen schönen Blick über den Lomivatnet und zum Vagnathjåkkhå. Danach komme ich an den See 860m der noch teilweise von Eis bedeckt ist. Ich suche mir einen Weg über tragfähiges Eis im Bereich der Landzunge und komme dort gut rüber. Auch an den umliegenden kleinen Seen hält sich viel Schnee und Eis. Ein erster zarter Blick bietet sich auf den noch in den Wolken hängenden Gletscher. Beim Weg entlang eines canyonartigen Bachs stosse ich bald auf die schwedische Grenze, die gesäumt ist von vielen weiteren Schneefeldern. Dort bietet sich ein schöner Blick auf den Gletscher und das Tal des Lajrrojåhkå. Kurz hinter der Grenze hole ich einen Wanderer ein und wir unterhalten uns kurz. Dieser ist ebenfalls aus Deutschland, kommt aus Aachen und zieht weiter Richtung Pieskehaure. Kurz danach bietet sich ein weiterer toller Ausblick auf den Gletscher und auf das Tal des Lajrrojåhkå. Dort hole ich das Berliner Pärchen ein, die sich in dieser grandiosen Landschaft eine Pause gönnen. :thumbsup:


Anstieg zur Brücke über den Nebenauslass aus dem See 879
Anstieg zur Brücke über den Nebenauslass aus dem See 879
Blick zurück über die Brücke und den Lomivatnet…
Blick zurück über die Brücke und den Lomivatnet…
… sowie zum Vagnathjåkkhå.
… sowie zum Vagnathjåkkhå.
Der See ca. 860m ist noch teilweise von Eis bedeckt. Ein Teil des Eises ist eingesunken oder mit Bruchlinien versehen, aber in der Mitte ist das Eis noch deutlich mehr als einen halben Meter mächtig und trägt. Dazu ist glücklicherweise in der Mitte des Sees die Landzunge sichtbar.
Der See ca. 860m ist noch teilweise von Eis bedeckt. Ein Teil des Eises ist eingesunken oder mit Bruchlinien versehen, aber in der Mitte ist das Eis noch deutlich mehr als einen halben Meter mächtig und trägt. Dazu ist glücklicherweise in der Mitte des Sees die Landzunge sichtbar.
Weitere Schneefelder an den umliegenden Seen. Im Hintergrund liegt der Gletscher noch in den Wolken.
Weitere Schneefelder an den umliegenden Seen. Im Hintergrund liegt der Gletscher noch in den Wolken.
Der weitere Weg über Schneefelder, entlang des canyonartigen Baches der vom Lajrrovarre gespeist wird, bis zur Grenze nach Schweden.
Der weitere Weg über Schneefelder, entlang des canyonartigen Baches der vom Lajrrovarre gespeist wird, bis zur Grenze nach Schweden.
Das Tal des Lajrrojåhkå kurz vor dem Grenzübertritt nach Schweden. im Hintergrund sieht man den Zusammenfluss des Lajrrojåhkå mit einem weiteren Bach der ebenfalls aus dem Gletschersee 879 entspringt.
Das Tal des Lajrrojåhkå kurz vor dem Grenzübertritt nach Schweden. im Hintergrund sieht man den Zusammenfluss des Lajrrojåhkå mit einem weiteren Bach der ebenfalls aus dem Gletschersee 879 entspringt.
Der erste richtige Blick auf die Salajiegna-Gletscherzunge.
Der erste richtige Blick auf die Salajiegna-Gletscherzunge.


Ein Stück weiter scheuche ich ein paar Rentiere auf. Ich suche ein gutes Plätzchen und deponiere meinen Rucksack. Dort wo der Bach vom Berg 999m NHN ins Jiegnavarre fliesst möchte ich aufsteigen und den Grenzstein Isbergsrøysa Rr239 aufsuchen. Der Bach ist fast völlig von einem Schneefeld bedeckt. Der Aufstieg über das Schneefeld ist gut machbar und mit jedem Meter Aufstieg wird die Aussicht besser. Nach etwa 20 Minuten bin ich oben am Grenzstein. Die Aussicht von hier ist wahrlich fantastisch und ich bin begeistert. Man hat eine tolle Sicht auf den Salajiegna-Gletscherzunge mit dem davor liegenden See und die umliegenden Gipfel, also zumindest dann wenn es wolkenlos wäre. :D Egal, auch so bietet die Aussicht von hier viel fürs Auge. Ein kleiner Regenschauer stört mich nicht und zaubert einen schönen Regenbogen in den Himmel. :hearteyes: Es bietet sich auch ein schöner Blick nach Westen über den Lomivatnet. An dieser Stelle möchte ich gerne auf den tollen Reisebericht von Highbeat und Tekumseh hinweisen, wo es weitere fantastische Bilder dieses Gletscherpanoramas gibt und das an dieser Stelle fast ohne Wolken. ;)

Die ersten Rentiere der Tour im Tal des Lajrrojåhkå
Die ersten Rentiere der Tour im Tal des Lajrrojåhkå
Anstieg über ein großes Schneefeld zum Grenzstein Rr239 / Isbergsroysa.
Anstieg über ein großes Schneefeld zum Grenzstein Rr239 / Isbergsroysa.
Der Grenzstein Rr 239 Isbergsrøysa mit Regenbogen. Im Hintergrund sieht man die Salajiegna-Gletscherzunge.
Der Grenzstein Rr 239 Isbergsrøysa mit Regenbogen. Im Hintergrund sieht man die Salajiegna-Gletscherzunge.
… und hier mit dem gesamten Sulitjelmaisen im Hintergrund. Ein tolles Panorama!
… und hier mit dem gesamten Sulitjelmaisen im Hintergrund. Ein tolles Panorama!
Sulitjelmaisen mit Salajiegna-Gletscherzunge. Mittig im Bild versteckt sich der Suliskongen und links daneben seine „Dama“ und sein „Knekten“ in den Wolken. Ganz links versperren die Ausläufer des Vagnathjåkkhå-Massivs und die Wolken den Blick auf Stor- und Vardetoppen.
Sulitjelmaisen mit Salajiegna-Gletscherzunge. Mittig im Bild versteckt sich der Suliskongen und links daneben seine „Dama“ und sein „Knekten“ in den Wolken. Ganz links versperren die Ausläufer des Vagnathjåkkhå-Massivs und die Wolken den Blick auf Stor- und Vardetoppen.
Die Abbruchkante der Salajiegna-Gletscherzunge in den See 879. Im Hintergrund der namenlose Gipfel 1608m NHN links und der Miethjerbakte 1.413m NHN rechts. Dazwischen ein schöner Wasserfalls der vom höherliegenden Stuorrajiegna-Gletscher gespeist wird.
Die Abbruchkante der Salajiegna-Gletscherzunge in den See 879. Im Hintergrund der namenlose Gipfel 1608m NHN links und der Miethjerbakte 1.413m NHN rechts. Dazwischen ein schöner Wasserfalls der vom höherliegenden Stuorrajiegna-Gletscher gespeist wird.
Der Blick zurück über Lomivatnet und die umliegenden Berge gefällt ebenfalls sehr.
Der Blick zurück über Lomivatnet und die umliegenden Berge gefällt ebenfalls sehr.
Der Lajrrojåhkå entspringt oberhalb aus dem Gletschersee.
Der Lajrrojåhkå entspringt oberhalb aus dem Gletschersee.


Nach etwa einer dreiviertel Stunde bin ich um kurz nach 16 Uhr wieder an meinem Rucksack und freue mich auf das schöne Lajrrojåhkå-Tal. Der Weg durch das Tal ist einfach zu Folgen und gut zu laufen. Schon bald sehe ich das Låjrosladdo und den dahinter liegenden Pieskehaure auftauchen. Ein wunderschöner Anblick bei diesem guten Wetter. So langsam wird es Zeit um nach einem schönen Zeltplatz zu suchen. Den ein oder anderen semi-guten Platz sehe ich am Lajrrojåhkå, aber eigentlich möchte ich lieber direkt am Låjrosladdo zelten. In meinem Bericht vom letzten Jahr hatte ich mir vermerkt, dass mit diese Landschaft gut gefällt und ich diesen Platz bei schönerem Wetter irgendwann nochmal aufsuchen möchte. Heute bietet sich genau diese Gelegenheit. Um kurz vor 18 Uhr stehe ich an der ersten Brücke über den Lajrrojåhkå. Diese passiere ich und werde kurz darauf fündig. Ein schöner Zeltplatz mit Aussicht über das ganze Delta des Pieskehaure und mit entferntem Blick zur Hütte findet sich auf der Landzunge zwischen Lajrro- und Labbajåhkå. :D Das Zelt steht schnell und der Einzug geht ebenfalls zügig von statten. Nach etwas Körperhygiene koche ich mir ein leckeres Abendessen mit Aussicht. Danach lasse ich den Tag entspannt im Zelt mit Buch und Musik ausklingen. :sleep:

Abstieg zurück ins Lajrrojåhkå-Tal
Abstieg zurück ins Lajrrojåhkå-Tal
Der weitere Weg entlang des Lajrrojåhkå durch das schöne Tal.
Der weitere Weg entlang des Lajrrojåhkå durch das schöne Tal.
Der weite Blick über das Lajrrosladdo und den Pieskehaure. Mein Zeltplatz befindet sich hinter der Brücke etwas unterhalb im linken Teil der Landzunge. Im Hintergrund links sieht man die Pieskehaurestugan.
Der weite Blick über das Lajrrosladdo und den Pieskehaure. Mein Zeltplatz befindet sich hinter der Brücke etwas unterhalb im linken Teil der Landzunge. Im Hintergrund links sieht man die Pieskehaurestugan.
Genau dort!
Genau dort!
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