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  1. Anfänger im Forum

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    Südgrönland-Reisevorbereitung

    #1
    Liebe Outdoorgemeinde,

    mein Name ist Julian, ich bin 31 Jahre alt und reisebegeistert. Nach vielen Fernreisen in den letzten Jahren, bei denen ich mich vor allem in tropischen Gefilden aufhielt und eher als Backpacker unterwegs war, möchte ich im Sommer 2018 mal wieder einen echten Outdoor- und Wanderurlaub erleben.

    Ich war bisher auf dem Nordkalottleden, dem Kungsleden und in Spanien (Alpujarras) mit dem Rucksack "draußen" unterwegs. Nun habe ich mir für den Sommer im kommenden Jahr Grönland ausgesucht, bereits einiges recherchiert und natürlich trotzdem noch viele Fragen. Ich hoffe, die eine oder andere kann hier final geklärt werden

    Zunächst: Mein Ziel ist es, einen Wander- und Angelurlaub zu kombinieren. Mir geht es jetzt gar nicht um die ganz großen Strecken, vielmehr möchte ich einige Wochen zur Ruhe kommen, alleine sein und einfach draußen leben. Gleichwohl habe ich Grönland zum Ziel erkoren, da mich die Landschaft reizt und natürlich das Mythische, was der Name dieser Insel mit sich bringt.
    Ich bin zwischen Ende Juli und Mitte September zeitlich recht flexibel, dachte an ca. 3-4 Wochen und habe hierzu auch gleich eine erste Frage:
    Ich habe bislang wenig Infos über "normale" Flugpreise im Sommer gefunden, ich rede hierbei von der Strecke Kopenhagen nach Narsarsuaq. Bei welchen Preisen soll man buchen, wann lieber nich warten? Derzeit gibt es im Sommer die Möglichkeit, für ca. 500€ diese Strecke zu fliegen.
    Weiterhin eine Frage nach der Reisezeit: Würdet ihr mir raten, direkt Ende Juli zu fliegen oder bis in den August hinein zuwarten und Eher noch den Beginn des Septembers mitzunehmen? Ich denke hier an zwei Faktoren: Die Mücken- und die Saiblingssaison.

    Meine Grundidee ist die, dass ich in Narsarsuaq beginne. Ich würde hier gerne die Tour zum Inlandeis unternehmen und dann mit meiner Angeltour beginnen. Mit lokalen Agenturen habe ich auch schon Kontakt aufgenommen, ich würde nämlich auch gerne mit dem Boot an den ein oder anderen abgelegeneren Spot fahren; dies scheint recht gut möglich, vor allem wenn man zeitlich flexibel ist. Die Preise sind halt nicht ohne...

    Meine weiteren Fragen an euch: Ist die Saiblingsangelei in Südgrönland auch wirklich so lohnenswert, wie teilweise im Netz beschrieben? Ich würde ausschließlich mit leichten Spinnruten fischen. Ich angel übrigens seit 20 Jahren hier in Deutschland und das auch sehr regelmäßig.

    Eine Frage zur Landschaft: Bekommt man in Südgrönland auch einen Eindruck von der imposanten Landschaft der Insel? Es unterscheidet sich ja doch erheblich von Ostgrönland.

    Wale: Hat man die Chance in den Fjorden des Südens Wale zu sehen (vom Ufer aus)? Ich lese dies bisher eher immer von Berichten aus Westgrönland.

    Wasser: Kann man das Wasser aus den Flüssen und Bächen ohne abkochen direkt trinken?

    Eisbären: Sollten nach meiner Recherche im Süden eigentlich keine Rolle spielen, jedoch habe ich einem Bericht gelesen, dass sie manchmal auch über schwimmende Eisschollen in den Süden gelangen. (?)

    Ich denke, dies waren erstmal meine dringlichsten Fragen. Ich habe bereits von visitgreenland einen Link erhalten, über den ich die entsprechenden Karten bestellen kann. Gibt es weitere Literatur, die ihr empfehlen würdet?

    Ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr mir bei der ein oder anderen Frage weiterhelfen könntet!

    Liebe Grüße
    Julian

  2. Fuchs
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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #2
    Schöner Plan Ich habe keine Tipps, nur, bis Antworten kommen, hier schon mal ein paar Threads.
    Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede.

  3. Fuchs
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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #3
    Zitat Zitat von JulianD Beitrag anzeigen
    Zunächst: Mein Ziel ist es, einen Wander- und Angelurlaub zu kombinieren. Mir geht es jetzt gar nicht um die ganz großen Strecken, vielmehr möchte ich einige Wochen zur Ruhe kommen, alleine sein und einfach draußen leben. Gleichwohl habe ich Grönland zum Ziel erkoren, da mich die Landschaft reizt und natürlich das Mythische, was der Name dieser Insel mit sich bringt.

    --> immer eine gute Wahl!

    Ich bin zwischen Ende Juli und Mitte September zeitlich recht flexibel, dachte an ca. 3-4 Wochen und habe hierzu auch gleich eine erste Frage:
    Ich habe bislang wenig Infos über "normale" Flugpreise im Sommer gefunden, ich rede hierbei von der Strecke Kopenhagen nach Narsarsuaq. Bei welchen Preisen soll man buchen, wann lieber nich warten? Derzeit gibt es im Sommer die Möglichkeit, für ca. 500€ diese Strecke zu fliegen.

    --> € 500 wären geschenkt. Ich persönlich würde mir höhere Preise wünschen, damit Grönland bleibt, was es lange Zeit war.

    Weiterhin eine Frage nach der Reisezeit: Würdet ihr mir raten, direkt Ende Juli zu fliegen oder bis in den August hinein zuwarten und Eher noch den Beginn des Septembers mitzunehmen? Ich denke hier an zwei Faktoren: Die Mücken- und die Saiblingssaison.

    --> es gibt zwar eine deutliche Mücken- aber eigentlich keine besonders deutlich ausgeprägte Saiblingssaison. Juni bis Mitte August: Stechmücken (je nach Sommer - 2015 und 2016 gab es aufgrund trockener Sommer kaum Mücken, dieses Jahr aber schon), August: Gnitzen. Beides kann die Hölle sein - aber wer lässt sich schon vor der Hölle schrecken?

    Meine weiteren Fragen an euch: Ist die Saiblingsangelei in Südgrönland auch wirklich so lohnenswert, wie teilweise im Netz beschrieben? Ich würde ausschließlich mit leichten Spinnruten fischen. Ich angel übrigens seit 20 Jahren hier in Deutschland und das auch sehr regelmäßig.

    -> ja, ist es. Nicht immer und nicht überall, aber gute Fänge wirst Du innerhalb 3 Woche häufig machen. Mittlerweile stehen manche Flüsse leider unter Lizenz, so daß man dort nur gegen sehr hohe Gebühr angeln kann, die Lizenzen reichen aber m.W. nicht weit von der Mündung in den Fjord, wo man dann wieder frei angeln kann (allg. grönländische Angelkarte vorausgesetzt). Fürs Angeln in Fjorden und Seen keine zu leichte Sinnausrüstung wählen, damit man noch werfen kann (in den Fjorden nehmen die Saiblinge durchaus auch große Blinker).

    Eine Frage zur Landschaft: Bekommt man in Südgrönland auch einen Eindruck von der imposanten Landschaft der Insel? Es unterscheidet sich ja doch erheblich von Ostgrönland.

    --> Südgrönland um UAK herum ist teilweise wie Nordskandivanien, sehr imposant aber in Richtung Inlandeis. Umwerfend ist es weiter südlich, z.B. um den Motzfeldtsö, was aber anspruchsvolle Touren sind. Ganz großartig ist der äußerste Süden um Fredriksdal und Aapillatoq herum. Irre Berge und teilweise gute Saiblinge.

    Wale: Hat man die Chance in den Fjorden des Südens Wale zu sehen (vom Ufer aus)? Ich lese dies bisher eher immer von Berichten aus Westgrönland.

    --> Chance ja, aber natürlich keine Garantie.

    Wasser: Kann man das Wasser aus den Flüssen und Bächen ohne abkochen direkt trinken?

    --> ja selbstverfreilich!

    Eisbären: Sollten nach meiner Recherche im Süden eigentlich keine Rolle spielen, jedoch habe ich einem Bericht gelesen, dass sie manchmal auch über schwimmende Eisschollen in den Süden gelangen. (?)

    --> Dieses und letztes Jahr gab es Eisbären, was aber äußerst ungewöhnlich ist. Deren Anwesenheit hatte aber starke Auswirkungen auf den Tourismus vor Ort (es wurde von Touren abgeraten, manche Veranstalter annulierten Angebote usw.). S. hier im Thread "Eisbär".




    "Oft vereint sind im Gemüte Dämlichkeit und Herzensgüte." - W. Busch

  4. Anfänger im Forum

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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #4
    @Phillipp
    Wow!Tolle Bilder und wirklich hilfreiche Informationen --> Genial! Tausend Dank!
    Ich werde dann wohl buchen, denn die Preise erscheinen mir auch sehr niedrig. Ich verstehe natürlich deine Kritik an dem niedrigen Preis, das eröffnet aber eine ganz andere und grundsätzliche Debatte, die wir hier wohl nicht führen sollten.

    Ganz grob ist mein Plan von Narsarsuaq erstmal Richtung Inlandeis. Kann man dort eigentlich auch angeln?
    Die Problematik mit den Lizenzen ist mir bewusst und ich habe hier mit einem Unternehmen Kontakt, die mir auch sagen, wo ich aktuell extra bezahlen muss.
    Ich würde mich dann gerne nordwärts bewegen Richtung Qinngua und von dort westlich in Richtung Narsaq. Hier soll es laut meiner Recherche auf dem gesamten "Weg" gute Möglichkeiten zum angeln geben. Ich bin mir natürlich noch unsicher, was ich mit dem Boot machen kann/muss/soll aber ich habe auch noch nicht die Wanderkarten hier, diese sollten bald kommen.

    Dein Tipp mit dem Süden hört sich klasse an, allerdings wird das wohl sehr kostspielig (ich bin alleine), gleichwohl habe ich direkt mal nach den Kosten für einen Transfer angefragt.

    Wenn ich dich nun richtig verstanden habe, ist es besser erst Mitte August loszuziehen. (Mückensaison) Das würde mir ganz gut passen. Laut meiner Recherche sollte dann der Schlafsack eine Komfortzone von mind. -5 Grad haben, ist das auch deiner Meinung nach korrekt?

    Ich habe in einem anderen Forum ebenfalls von den Bären im Süden gehört. Es ist aber wohl unklar, weshalb es zu einem vermehrten Vorkommen der Tiere im Süden kommt. Ich weiß auch nicht wirklich, wie ich das in meine Planungen mit einbeziehen sollte. Offenbar wird man ja vor Ort informiert...

    Konntest du am Inlandeis auch Moschusochsen sichten? Meine letzten Reisen waren viel auf Tierbeobachtungen ausgelegt und ich interessiere mich generell sehr für die Fauna des jeweiligen Landes. Hast du andere Tiere (insbesondere Säuger) gesehen?

    Danke auch für die Tipps bzgl. der Angelausrüstung. Ich werde wohl sogar zwei Spinnruten mitnehmen, eine etwas schwerere für die Fjorde. Das wäre meine mobile Akilas von Gamakatsu mit 10-45 g WG. Die nehme ich eigentlich immer mit auf Reisen...

    Schon mal vielen Dank für deine Hilfe. Es werden sicher weitere Fragen aufkommen.


    @Rattus
    Dein Link führt leider zu nichts. (?) Ich habe allerdings schon alle Grönlandthreads hier im Forum mit der Suchfunktion durchstöbert...

  5. Fuchs
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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #5
    Oh, dann funktioniert das wohl nicht mit dem Verlinken gesammelter Suchergebnisse. Aber du kanntest sie ja schon
    Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede.

  6. Fuchs
    Avatar von Philipp
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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #6
    Ich werde dann wohl buchen, denn die Preise erscheinen mir auch sehr niedrig. Ich verstehe natürlich deine Kritik an dem niedrigen Preis, das eröffnet aber eine ganz andere und grundsätzliche Debatte, die wir hier wohl nicht führen sollten.
    Natürlich nicht, war auch nicht meine Absicht.

    Ganz grob ist mein Plan von Narsarsuaq erstmal Richtung Inlandeis. Kann man dort eigentlich auch angeln?
    Prinzipiell ja, wobei der Gletscherfluss starke Strömung hat, also etwas schwereres Gerät erfordert (Bleikopfspinner, schmale Blinker).
    Ich würde mich dann gerne nordwärts bewegen Richtung Qinngua und von dort westlich in Richtung Narsaq. Hier soll es laut meiner Recherche auf dem gesamten "Weg" gute Möglichkeiten zum angeln geben.
    Der Qinngua-Fluss steht m.W. mittlerweile ebenfalls unter Lizenz, wobei ich mir dabei aber nicht sicher und gerade zu faul zum recherchieren bin. Im Fjord hatten wir aber vor langer Zeit auch schöne Saiblinge (auf große Blinker).
    Der Weg nach Narsaq ist ein Klassiker und ab Qassiarssuk in 5 Tagen gut machbar. Von Qinngua kommend ist die Route durch das Hochtal Qorlortop itinnera reizvoll.



    Wir sind letztes Jahr (und vor > 25 Jahren) die andere Richtung gegangen, was die Wegsuche herausfordernder macht. In den Gebiet liegen mächtige Sandsteine und Konglomerate, die leicht nach SW einfallen. Damit entstehen an den NO-Seiten Erosionsstufen, durch die der Weg individuell gefunden werden muß.



    (Blick von Qaqqarsuatsiaq grob nach Südwesten)

    Das fällt natürlich leichter, wenn man auf die Stufen zu geht und die Landschaft gut überblicken kann, als wenn man die Stufen „blind“ von oben betritt und dann erst einen Durchschlupf finden muß.



    Diese Stufen sorgen aber auch für einen wunderbaren Wasserfall auf der Tour nördlich von Ipiutaq, wo das Wasser über viele Kaskaden herabrauscht und man herrlich herumklettern kann. Dumm nur, dass unterhalb des Wasserfalls der lizensierte Abschnitt des Baches beginnt…





    Wenn ich dich nun richtig verstanden habe, ist es besser erst Mitte August loszuziehen. (Mückensaison) Das würde mir ganz gut passen. Laut meiner Recherche sollte dann der Schlafsack eine Komfortzone von mind. -5 Grad haben, ist das auch deiner Meinung nach korrekt?
    Ab Mitte August wirst Du i.d.R. weniger Stechmücken haben (wegen der ersten Nachtfröste), dafür nehmen die noch wesentlich aufdringlicheren Gnitzen zu. MÜCKENSCHLEIER (+ 1 INS HANDGEPÄCK!). Mir hat ein SchlaSa bis 0°C immer gereicht, letztes Jahr wegen der Kinder und des Zusatzgepäcks auch ein Kilt von Cumulus.

    Zur Saiblingsaison noch ein paar Worte: ich habe die Male, die ich Süd- und Westgrönland bereist habe, keine deutliche „Saison“ gespürt (in Ostgrönland hingegen schon - zu meiner Enttäuschung). Es ist aber normal, dass jedes Süßgewässer seinen eigenen Zeitpunkt hat, während dem die Saiblinge ziehen und sich dort aufhalten. In den Fjorden sind sie meist ganzjährig anzutreffen, aber auch nicht überall.

    Ich habe in einem anderen Forum ebenfalls von den Bären im Süden gehört. Es ist aber wohl unklar, weshalb es zu einem vermehrten Vorkommen der Tiere im Süden kommt. Ich weiß auch nicht wirklich, wie ich das in meine Planungen mit einbeziehen sollte. Offenbar wird man ja vor Ort informiert...
    Natürlich kannst Du die Bären nicht jetzt schon in Deine Planungen mit einbeziehen. Hier kannst Du aber monatsweise Kurzmeldungen finden, in denen auch über die (ungewöhnlichen) Bärensichtungen informiert wurde.

    Konntest du am Inlandeis auch Moschusochsen sichten? Meine letzten Reisen waren viel auf Tierbeobachtungen ausgelegt und ich interessiere mich generell sehr für die Fauna des jeweiligen Landes. Hast du andere Tiere (insbesondere Säuger) gesehen?
    Moschusochsen gibt’s in Südgrönland nicht. Da musst Du hoch nach Søndre Strømfjord fahren - aber Du wirst eh nicht das einzige Mal dorthin reisen .

    Danke auch für die Tipps bzgl. der Angelausrüstung. Ich werde wohl sogar zwei Spinnruten mitnehmen, eine etwas schwerere für die Fjorde. Das wäre meine mobile Akilas von Gamakatsu mit 10-45 g WG. Die nehme ich eigentlich immer mit auf Reisen...
    Wenn Du alleine und komplett versorgt unterwegs bist, dann tust Du gut daran, das Gepäck so weit es geht zu reduzieren – auch die Angelausrüstung. Im Detail ist die Landschaft oft beschwerlich zu gehen, u.a. wegen Buckeltorf, Matsch, Geröll und Schutt und dem überaus lästigen Weiden- und Birkengetrüpp.



    Auf der Karte (und auch noch aus dem Flugzeug) sieht alles noch ganz leicht aus…

    Mir langte eine 2,4 m lange Karbonsteckrute (für unfassbare € 17 oder so – total unglaublich!), eine Minirolle mit ca. 120 m 0,10-Flechtschnur und einer Sammlung Spinner, Bleikopfspinner und schmaler Blinker. Köder nicht zu klein wählen, sonst beißt in Flüssen und Seen nur die Jugend an.

    Viel Spaß noch bei Deiner Planung und Gruß
    Philipp
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  7. Anfänger im Forum

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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #7
    Erneut einen großen Dank für deine tollen Tipps und die Impressionen!

    Ich hab in einem Bericht gelesen, dass bei den Ködern eher Schockfarben zum Erfolg führten und Naturfarben kaum Bisse brachten. Kannst du das bestätigen? Wobbler hast du bisher nicht erwähnt. Ich angel sehr gerne mit ihnen, auch auf Salmoniden. Hattest du welche dabei?

    Deine Idee bzw. deine Beschreibung des Südens haben mich dazu veranlasst, weiter zu recherchieren. Ich könnte die Passage nach Narsarmiit/Frederiksdal via Nanortalik über Diskoline buchen. Nicht gerade günstig, aber wenn man schon mal dort ist

    Kann man denn von Frederiksdal aus auch noch einige gute Touren unternehmen? Ich habe die entsprechende Karte auch mitbestellt, aber da du sagtest, es sei traumhaft, würde ich gerne schon vorab wissen, wo und was dir dort besonders gut gefallen hat. (?)

    Danke für den Link bzgl. der Eisbärensichtungen!!

    EDIT: Ich habe mich bzgl. der Karten getäuscht. Für den äußersten Süden finde ich keine passende Karte. Die bisher gesehenen reichen nur bis Ammasivik...
    Geändert von JulianD (27.10.2017 um 16:09 Uhr)

  8. Erfahren

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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #8
    Salu Julian, Philipp hat ja schon viel geholfen...
    Von Fredriksdal/Narsaq Kujaleq kannst du dich nach Hjerolsness übersetzten lassen und dann nach Tasiusaq wandern. Wenn du dich erstmal an den Küstenverlauf hällst, sollte das ohne extreme Schwierigkeiten gehen. Und vor allem ohne bushwhacking, das sonst tief in den Fjorden für Selektion sorgt. Südlich der Wanderkarte Tasermiut 1:100t kannst du dich gut mit der Sagamap 1:250t behelfen.
    (Unsere Route von 2013 über die Berge ist heftig und vielleicht auch mit dem Abschmelzen der Firnfelder noch schwieriger geworden).
    Den Link kennst du?:http://www.foto-tilmann-graner.de/outdoor/greenland-south/greenland-south.php
    Grüße von Tilmann


    @Philipp: Hast du mal heraus bekommen können, vorher die Eisbären dieses Jahr gekommen sind? Alle per Eisdrift? Oder doch übers Inlandeis spaziert?
    Geändert von TilmannG (28.10.2017 um 15:17 Uhr)

  9. Fuchs
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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #9
    Zitat Zitat von JulianD Beitrag anzeigen
    Ich hab in einem Bericht gelesen, dass bei den Ködern eher Schockfarben zum Erfolg führten und Naturfarben kaum Bisse brachten. Kannst du das bestätigen? Wobbler hast du bisher nicht erwähnt. Ich angel sehr gerne mit ihnen, auch auf Salmoniden. Hattest du welche dabei?
    Ich bin kein Profiangler, halte aber von der ganzen Farbenlehre der Anglerzunft nicht viel. Mein Eindruck ist, dass vorgebliche Angelerfolge oder -mißerfolge, die in Zusammenhang mit der Farbe des gewählten Köders gestellt werden, in erster Linie anekdotische Einzelerfahrungen und weniger auf Testreihen basierte gesicherte Erkenntnisse sind.

    Ich hatte Bisse mit fast allem und ebenso keine Bisse mit fast allem, was am Ende der Schnur hing, und meine schönsten Brocken landete ich alle Male mit silberfarbigen Blinkern und großen Spinnern an. Wobbler sind mir für die dortigen Verhältnisse zu leicht - schlecht zum Werfen, wenn in Seen und im Meer geangelt wird, und in starker oder reißender Strömung gefallen sie mir auch nicht.
    Hier im Forum wurde aber auch schon vom Angeln mit der Fliege oder mit Sbirolino berichtet. Alles geht irgendwie .

    Letztes Jahr hatten wir festgestellt, dass an einigen guten Stellen die Fische überhaupt nicht bissen (eher hätte man sie mit der Hand fangen können), dafür aber oft an der Rückenflosse gehakt wurden - was einiges über die Fischdichte aussagt...

    Kann man denn von Frederiksdal aus auch noch einige gute Touren unternehmen? Ich habe die entsprechende Karte auch mitbestellt, aber da du sagtest, es sei traumhaft, würde ich gerne schon vorab wissen, wo und was dir dort besonders gut gefallen hat. (?)
    Tilman hat dazu ja schon geantwortet. Ich bin 1993 (damals gab es noch Linienschiffsverkehr!) von Aappilatoq (nach kurzer Motorbootüberfahrt) über das Qinngua-Tal, den Drepanocladus-dam an den Tasermiut-Fjord gelaufen, Abreise von Tasiusaq. Das war eine großartige Tour, aber auch sehr anstrengend und nicht mit dem Fokus auf der Angelei.

    Zitat Zitat von Tilmann
    Hast du mal heraus bekommen können, vorher die Eisbären dieses Jahr gekommen sind? Alle per Eisdrift? Oder doch übers Inlandeis spaziert?
    Die Frage stelle ich mir auch immer wieder, habe aber auch nicht weiter recherchiert. V.a. die Herkunft der Bären im Niemandsland bei Qeqertarsuatsiaq ist mir völlig schleierhaft, weil ich mir kaum vorstellen kann, wie sie dorthin unbemerkt (und ungeschossen ) via Südkapp hingekommen sein sollen.

    Gruß, Philipp
    "Oft vereint sind im Gemüte Dämlichkeit und Herzensgüte." - W. Busch

  10. Gerne im Forum

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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #10
    Hallo

    wir waren im Juli 2011 in Grönland unterwegs. Sind von Kopenhagen nach Kangerlusuaq geflogen. Dort sind wir nach Osten gegangen. Moschusochsen, Rentiere und Polarfüchse gab es zu sehen. Mücken gab es auch reichlich. Hatte tagsüber so 25°C. War eine sehr schöne Strecke. Wollten eigentlich bis zum Inlandeis, haben wir dann aber doch nicht gemacht. Am Flughafen haben wir etwas Gepäck für den zweiten Teil des Urlaubs deponiert. Am Flughafen gibt es auch einen kleinen Supermarkt. Mit WoG haben wir noch eine Tour auf das Inlandeis gemacht.





    Dann sind wir nach Narsasuaq weiter geflogen. Von dort mit nem Boot nach Itilleq und sind dann nach Qaqortoq gewandert. Hier gab es teilweise einen markierten Weg. Im Süden war es deutlich kälter. Hat viel geregnet. Somit auch keine Mücken. Außer Schafe haben wir hier keine Tiere gesehen. Auch eine beeindruckende Landschaft. Von Qaqortoq sind wir mit nem Hubschrauber zurück nach Narsasuaq. Dort haben wir noch eine Tagestour zum Inlandeis gemacht. Von dort ging es dann zurück nach Kopenhagen.





    Flugpreise kann ich dir nicht mehr sagen.
    Diese Karten hatten wir. https://www.arktisversand.de/de/groe...00-000-175-000

    Hier noch ein paar Seiten auf denen ich mich Informiert habe:
    http://www.oocities.org/serges.homepage/groenland.html
    https://aac.gl/
    http://blueice.gl/
    http://www.sagalands.com/
    http://www.outdoorcafe.de/readarticle.php?article_id=14

  11. Erfahren

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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #11
    Zu den Eisbären hat mir die Polizei in Qaqortoq mitgeteilt, dass dies schon länger ein zunehmendes Problem ist. Die Eisdrift ist früher gründlich um Grönlands Südspitze herum gekommen, so dass die Eisbären auf diesem Wege nach Westgrönland getrieben sind, wo sie zur Sommerzeit hin streben. Der Driftzyklus hat sich verändert, so dass die Bären jetzt um Kap Farvel herum bereits an Land gehen müssen, teilweise eben auch noch östlich davon. Um von dort nach Westgrönland zu gelangen, müssen sie also nun einen wesentlichen Teil der Reise durch das besiedelte Gebiet Südgrönlands wandern. Daher die immer häufigeren Sichtungen. Dies Jahr waren es zum ersten mal so viele, dass zur Vorsicht geraten wurde.

  12. Anfänger im Forum

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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #12
    Hallo zusammen,

    Zunächst einmal vielen Dank für alle Antworten! Ich bin gerade im (noch) sommerlichen Porto, arbeite jedoch weiter an meinen Grönlandplänen.

    Da ich erst nächste Woche wieder in Deutschland bin, frage ich in aller Kürze: wie sinnvoll wäre es denn, Südgrönland mit Westgrönland zu kombinieren und eben auch nach Kangerlusuaq zu fliegen und dort einige Treks zu unternehmen? Ich weiß derzeit nicht, wie kostenintensiv dies wäre, aber der Kontrast zum Süden wäre wohl gegeben und auch die Möglichkeit, einige Tiere zu sehen. Sicher eine schwierige Frage, aber ich versuche es trotzdem mal: Würdet ihr eher den "tieferen Süden " Grönlands empfehlen oder eine Kombination aus Süd- und Westgrönland? Das Angeln spielt natürlich eine Rolle aber auch die Wanderungen sollten nicht zu schwierig sein, d.h. da ich alleine sein werde, möchte ich auf gefährliche Berge und u.ä. verzichten.

    Liebe Grüße
    Julian

  13. Erfahren

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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #13
    Moin Julian,
    diese Kombi halte ich im Rahmen eines normalen Urlaubs für Quatsch. Der Süden hat soviel an unterschiedlicher Landschaft zu bieten, da kannst du viele Wochen verbringen. Das Gebiet zwischen Kangerlussuaq und dem Inlandeis unterscheidet sich nicht grundsätzlich vom Johan Dahl Land. Ochsen gibt es im Süden halt nicht. Moderate Trekkingmöglichkeiten aber durchaus, eine hatte ich dir genannt. Die ist im Gegensatz zum ACT oder der von Patsche gegangenen Strecke Igaliku-Qaortoq komplet weg-, markierungs und menschenlos. Wie es für Grönland typisch ist.

    Zur Verbindung Angeln/Trekking kann ich nichts beitragen. Für mich kommt sie so nicht in Frage, da ich nach einem harten Trekkingtag schnell essen und sicher über Nahrung verfügen muss.

    Grüße von Tilmann
    Geändert von TilmannG (31.10.2017 um 08:32 Uhr)

  14. Erfahren

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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #14
    Zitat Zitat von Boreas Beitrag anzeigen
    Zu den Eisbären hat mir die Polizei in Qaqortoq mitgeteilt, dass dies schon länger ein zunehmendes Problem ist. Die Eisdrift ist früher gründlich um Grönlands Südspitze herum gekommen, so dass die Eisbären auf diesem Wege nach Westgrönland getrieben sind, wo sie zur Sommerzeit hin streben. Der Driftzyklus hat sich verändert, so dass die Bären jetzt um Kap Farvel herum bereits an Land gehen müssen, teilweise eben auch noch östlich davon. Um von dort nach Westgrönland zu gelangen, müssen sie also nun einen wesentlichen Teil der Reise durch das besiedelte Gebiet Südgrönlands wandern. Daher die immer häufigeren Sichtungen. Dies Jahr waren es zum ersten mal so viele, dass zur Vorsicht geraten wurde.
    Über diese Auskunft bin ich jetzt doch perplex. Eine Eisdrift von E nach W um die Südspitze herum ist ja nichts Neues. Die Stadt Nanortalik hat ja von den mitgeführten Bären ihren Namen erhalten - und hatte lange keine mehr zu Gesicht bekommen.
    Aber für eine Drift weit in den Westen hinauf finde ich keinerlei Anhaltspunkt. Nach 10 Jahren intensiver Beschäftigung mit Grönland ist mir absolut nichts dergleichen zu Ohren gekommen, in Westgrönland hat es keine Eisbären gegeben.

  15. Erfahren

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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #15
    Ich gestehe, dass mich die Erinnerung auch trügen kann und es sich mit West und Ost umgekehrt verhalten könnte. In jedem Fall sei das Problem, dass die Drift nicht mehr zuverlässig ums Kap herumkommt und daher an Land weiter gezogen wird, und das immer häufiger. O-Ton Politimester Nathansen.

  16. Anfänger im Forum

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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #16
    Zitat Zitat von TilmannG Beitrag anzeigen
    Moin Julian,
    diese Kombi halte ich im Rahmen eines normalen Urlaubs für Quatsch. Der Süden hat soviel an unterschiedlicher Landschaft zu bieten, da kannst du viele Wochen verbringen. Das Gebiet zwischen Kangerlussuaq und dem Inlandeis unterscheidet sich nicht grundsätzlich vom Johan Dahl Land. Ochsen gibt es im Süden halt nicht. Moderate Trekkingmöglichkeiten aber durchaus, eine hatte ich dir genannt. Die ist im Gegensatz zum ACT oder der von Patsche gegangenen Strecke Igaliku-Qaortoq komplet weg-, markierungs und menschenlos. Wie es für Grönland typisch ist.
    Hallo Tilmann,

    danke für deine Einschätzung, diese bestärkt mich in meinem Vorhaben. Ich erhalte diese Woche die Karten und dann schaue ich einfach mal weiter bzw. werde dann sicher mit weiteren Fragen auf dich/euch zukommen. Meine erste Route bzw. Fixpunkte habe ich jetzt schon mal grob im Kopf. ( Narsarsuaq-Inlandeis-Narsarsuaq über Qinngua in Richtung Narsaq; Igaliku würde ich auch gerne sehen, dann weiter Richtung Süden)Da ich gerne nächste Woche bereits die Flüge buchen möchte, muss ich mir noch über die Gesamtlänge der Tour Gedanken machen, d.h. ob ich eher 3 oder 4 Wochen in Südgrönland verbringen möchte.

    Zitat Zitat von TilmannG Beitrag anzeigen
    Zur Verbindung Angeln/Trekking kann ich nichts beitragen. Für mich kommt sie so nicht in Frage, da ich nach einem harten Trekkingtag schnell essen und sicher über Nahrung verfügen muss.

    Grüße von Tilmann
    Ich werde mich auch nicht auf das Angeln alleine verlassen, dies wäre mir zu risikoreich. In Lappland hatten wir zwar auch immer gute Fänge aber eben auch mal Schneidertage, weil sich auf einmal die Wetterverhältnisse verändert haben o.ä. Ich sehe Fische einfach als willkommene Abwechslung und würde an guten Spots einfach auch mal einen Tag bleiben wollen.

    Liebe Grüße
    Julian

  17. Anfänger im Forum

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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #17
    Hallo Leute,

    ich konnte nun die Tage mal in die Karten schauen und da ich nun gerne zeitnah die Flüge buchen möchte, habe ich noch einige Fragen zur Reisevorbereitung bzw. zu möglichen Touren.

    Mein bisheriger "Plan":

    Narsarsuaq-Inlandeis-Narsarsuaq

    Narsarsuaq- Quorlortoq: Hier stellt sich die Frage, ob ich eine lange Tour durch das Johan-Dahl-Land unternehmen sollte oder ich mich am Fjordverlauf halte und den Quinngua-Fluss bei der Brücke (Mündung in den Fjord) überquere. Meine Bedenken:
    Ich war zwar schon in Lappland unterwegs, habe aber keine alpinen Erfahrungen und ich bin alleine. Denkt ihr die Tour durch das Johan-Dahl-Land wäre trotzdem machbar? (ca. 60km)

    Quorlortoq-Narsaq:Gibt es in Qassiarsuk die Möglichkeit, Essen zu kaufen?

    Wenn es hier möglich ist, würde ich gerne von Narsaq mit dem Boot nach Qaqortoq

    Qaqortoq-Igaliku

    Igaliku-Narsarsuaq (Boot)

    Wenn ich diese Strecken nun betrachte, wäre zzgl. des Angelns, schon bei guten 3 Wochen. Weiter im Süden wäre ich aber nicht gewesen. Daher die Frage, ob ich die Tour durch das Johan-Dahl-Land lieber sein lassen und dafür die Gegend um Nanortalik ins Auge fassen sollte?

    Was haltet ihr sonst von den oben genannten Touren? Landschaftlich abwechslungsreich?
    @Tilmann, bei dir konnte ich herauslesen, dass man auf diesen Touren nicht wirklich alleine bzw. es einsam ist. Von überlaufen dürfte aber trotzdem ja keine Rede sein, oder?

    @Philipp
    Auf einem Bild sieht man, dass ihr Feuer gemacht habt. Ich habe schon häufiger von der Problematik um Torfböden gelesen. Dies scheint aber auf die besagte Gegend in Südgrönland nicht zuzutreffen bzw. hier kann man auch ein kleines Feuer machen. (?) [um beispielsweise Fische zu grillen]

    Danke schon mal, für jeden weiteren Tipp!

    Liebe Grüße
    Julian

  18. Fuchs
    Avatar von Rattus
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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #18
    Am 11. November läuft auf arte eine Doku über Grönland. Bis 18. Nov. ist sie online. Bestimmt interessant, selbst wenn du nicht in genau diese Gegend fährst.
    Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede.

  19. Fuchs
    Avatar von Philipp
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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #19
    Zitat Zitat von JulianD Beitrag anzeigen
    Mein bisheriger "Plan":

    Narsarsuaq-Inlandeis-Narsarsuaq

    Narsarsuaq- Quorlortoq: Hier stellt sich die Frage, ob ich eine lange Tour durch das Johan-Dahl-Land unternehmen sollte oder ich mich am Fjordverlauf halte und den Quinngua-Fluss bei der Brücke (Mündung in den Fjord) überquere. Meine Bedenken:
    Ich war zwar schon in Lappland unterwegs, habe aber keine alpinen Erfahrungen und ich bin alleine. Denkt ihr die Tour durch das Johan-Dahl-Land wäre trotzdem machbar? (ca. 60km)
    60 km durchs Johan-Dahl-Land zu wandern stellt eine groe Anstrengung dar (auf der Karte sieht alles ganz leicht aus ). Dafür würde ich mir reichlich Zeit nehmen. Ob es sich zum Angeln lohnt, weiß ich nicht, habe aber meine Zweifel. Der Qingua-Fluss hat schon weit unten einen tosenden Wasserfall, den Saiblinge kaum überwinden können dürften. Wenn Du nicht am Qingua-Fluss angeln möchtest (Lizenz!), dann würde ich nach Qassiarsuk übersetzen und von dort an den Qorlortoq wandern.

    Quorlortoq-Narsaq:Gibt es in Qassiarsuk die Möglichkeit, Essen zu kaufen?
    Ja, in Q. gibt es einen kleinen Laden, natürlich mit eingeschränktem Angebot.

    Wenn es hier möglich ist, würde ich gerne von Narsaq mit dem Boot nach Qaqortoq

    Qaqortoq-Igaliku

    Igaliku-Narsarsuaq (Boot)

    Wenn ich diese Strecken nun betrachte, wäre zzgl. des Angelns, schon bei guten 3 Wochen. Weiter im Süden wäre ich aber nicht gewesen. Daher die Frage, ob ich die Tour durch das Johan-Dahl-Land lieber sein lassen und dafür die Gegend um Nanortalik ins Auge fassen sollte?
    Was haltet ihr sonst von den oben genannten Touren? Landschaftlich abwechslungsreich?
    Wenn es Dir eher ums Angeln geht, dann lass' die Tour durcs J.-D.-Land weg. Willst Du mehr landschaftliche Abwechslung, dann nimm das J.-D.-mit (aber nur bei gutem Wetter, sonst ist es schnell grau in grau!) und mache ggf. Abstriche bei Deinen anderen Plänen. Jetzt noch Nanortalik mit einzubauen, sprengt aus meiner Sicht Deinen Zeitrahmen, v.a. wegen der zeitraubenden Infrastruktur.

    @Philipp
    Auf einem Bild sieht man, dass ihr Feuer gemacht habt. Ich habe schon häufiger von der Problematik um Torfböden gelesen. Dies scheint aber auf die besagte Gegend in Südgrönland nicht zuzutreffen bzw. hier kann man auch ein kleines Feuer machen. (?) [um beispielsweise Fische zu grillen]
    Wir haben in Grönland immer viel Feuer gemacht, zum Kochen, zum Fische grillen und nur so. Natürlich nicht auf Torfboden, sondern auf Steinen, Kies, Sand etc. Letztes Jahr benutzten wir meinen Zwitter aus Gaskocher und Hobo: https://www.outdoorseiten.net/forum/...enner-Dreibein
    (mittlerweile etwas modifiziert).

    Dieses Jahr gab es in der Gegend zwischen SFJ und Sisimiut Torfbrände, wer oder was sie ausgelöst hat, ist mir unbekannt. Wenn man die Grönländer beim Feuermachen sieht, wundert man sich beinahe, dass so etwas nicht häufiger vorkommt .

    Gruß, Philipp
    "Oft vereint sind im Gemüte Dämlichkeit und Herzensgüte." - W. Busch

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    AW: Südgrönland-Reisevorbereitung

    #20
    Zitat Zitat von JulianD Beitrag anzeigen
    ...Meine Bedenken: Ich war zwar schon in Lappland unterwegs, habe aber keine alpinen Erfahrungen und ich bin alleine. Denkt ihr die Tour durch das Johan-Dahl-Land wäre trotzdem machbar? (ca. 60km)...
    Sorry Julian, das kannst du nur selbst entscheiden. Bei dieser Fragestellung bekomme ich immer Bedenken, eignetlich wäre meine Antwort, wenn du andere fragen musst, lass es lieber bleiben.


    Zitat Zitat von JulianD Beitrag anzeigen
    ...@Tilmann, bei dir konnte ich herauslesen, dass man auf diesen Touren nicht wirklich alleine bzw. es einsam ist. Von überlaufen dürfte aber trotzdem ja keine Rede sein, oder?...
    Wo hast du das herausgelesen? Du wirst da im J-Dahl-Land auf dich allein gestellt sein. In der Nähe von Siedlungen, bekannten touristischen Zielen und auf markierten Routen kann es natürlich vorkommen, dass man mal "guten Tag" sagen kann.

    Schöne Tour und viele Grüße - Tilmann

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