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    Wanderkarre Gepäcktrolley Trekking-"Hackenporsche" Cool oder Blödsinn??

    #1
    Hallo ihr Wanderfreaks!

    Bin neu hier und würde gerne mal eure Meinung hören...

    Zu mir:
    Ich heiße Robert, lebe in Ostwestfalen und bin absolut kein Trekking- oder Wanderprofi. Baue gern Sachen aus Metall......zum (ab und zu) Wandern bin ich durch meine Liebste gekommen.
    Wir haben gute Freunde in der Gegend von Eschershausen am Ith und dachten uns letztes Jahr ....gehen wir da doch mal hin.....von Minden aus.
    Strecke schön...über die Kammwege von Wesergebirge, Süntel usw. fast die ganze Strecke im Wald
    Ganz in Ruhe...3x pennen in Schutzhütte oder Pferdestall, was halt so kommt.
    Meine Freundin hat sowas schonmal gemacht, und da sie nicht so auf schweren Rucksack steht, hatte sie damals ihr Gedöns in so einem Einkaufstrolley aka "Hackenporsche". Nicht so´n ganz schlimmes Billigteil, nein, war ein guter Andersen aus Schweden....Trotzdem...der Gedanke, mit so einem Gerät im Wald unterwegs zu sein machte mir Unbehagen.....
    Also ab in die Werkstatt und geschaut, was so da ist...paar dünnwandige Alurohre und zwei komplette 20" Räder von meinem Fahrrad-Trike-Projekt.
    Die Räder waren, was die Stabilität anbelangt, völlig oversized, für viel höhere Belastung ausgelegt. BMX-felgen, 36Speichen, Schwalbe BigBen-Bereifung, Scheibenbremsnaben....1700Gramm pro Rad. Da geht locker mal die Hälfte für den Karren.
    Das ganze Gerät bringt so 5 Kilo auf die Waage.....3,5 Kilo sollte also locker möglich sein.

    Wichtig war mir der tiefe Schwerpunkt, durchgehende Achse fiel deswegen weg. Das Teil sollte sehr kippsicher sein....gute Entscheidung, wie sich noch rausstellen sollte.... Den Griff habe ich senkrecht bogenförmig gemacht (Stück alter Rennradlenker), das kommt meiner Meinung nach der natürlichen Handhaltung am nächsten.
    Dann bepackt mit 2 Rucksäcken inkl. Espressokocher (ohne den verlass ich nicht das Haus) Hundefutter, Menschenfutter, Wasser, Schlafzubehör usw. kam das Vehikel dann auf ca. 35kg. Keine Profiausrüstung!
    Zuerst haben wir so gepackt, dass der Karren fast in Waage war, also praktisch kein Gewicht am Griff. Es stellte sich aber schnell heraus, dass es besser/gleichförmiger ging, wenn ein wenig Gewicht an dem Griff nach unten zog. Wir hatten dann so billige verstellbare Koffergurte aus dem Baumarkt, schräg über die Schulter gelegt, da dann den Karren einfach eingehakt bzw. mit Gummistraps festgemacht.

    Mein vorerstes Fazit (möglichst objektiv).:
    Auf ebenen Wegen ging das richtig gut, ich hab das Gewicht kaum gespürt, eigentlich kein spürbarer Rollwiederstand. Huckelige Waldwege stecken die dicken BigBen auch gut weg, kleiner als 20" wären bestimmt nicht so schön gewesen.
    Dummerweise sind ja Kammwege auf Bergen meist oben....also muss man da hoch...und das...äh nun ja...war halt nicht so schön. Wie gesagt...35kg. Steil bergab war auch nicht so ohne, wir haben dann den Karren nach vorne genommen, hier wäre eine kleine Bremse nicht schlecht gewesen, technisch ja kein Problem mit Fahrradteilen.... Ich meine allerdings, die Tatsache, dass man sich abwechseln kann ist einfach grandios. Mitten auf so einer Wanderung ab und zu ohne jeden Ballast gehen...
    Einige Male auf ganz heftigen Wegen ist das Ding auch mal umgefallen, hat sich paarmal überschlagen.. aber klaglos überlebt.
    Ein paar Wanderer waren sehr interessiert an dem Gerät...wo wir das denn her hätten usw....
    deswegen hier meine Frage an euch:
    Besteht da vielleicht Interesse? Ich hätte Lust, noch mehr von den Karren zu bauen, sie zu verfeinern... und überhaupt...Eure Meinung zu hören..
    Liebe Grüße
    Robert

  2. AW: Wanderkarre Gepäcktrolley Trekking-"Hackenporsche" Cool oder Blödsinn??

    #2
    Hallo Robix,

    zuerst mal willkommen im Forum!

    Zu deinem Wanderwagen: da hast du ja ganz schön viel Arbeit reingesteckt, sieht grundsätzlich nicht schlecht aus.

    Meine Frau und ich waren nun schon einige Touren mit unseren Wanderwagen unterwegs und ich würde aus mehreren Gründen nicht tauschen wollen:

    Ich hab die Wanderwagen auf der Basis von Andersen Royal Trolleys gebaut. (Andersen ist übrigens nicht aus Schweden, auch wenn es so klingt, sondern aus Mittelangeln (Satrup) in Schleswig-Holstein ). Die Gestelle sind (abgesehen von einer Problemstelle im Originalgriff) mehr als ausreichend stabil (max. Belastbarkeit lt. Andersen 50 kg).

    Als Räder verwende ich nach einigen Tests 12,5" (Kinderwagen)-Räder mit pannensicherer Schwalbe-Bereifung. Die ergeben auch in unebenem Gelände (Wurzeln, größere Steine, Treppen o. ä.) ausreichend Bodenfreiheit. Das spart natürlich erheblich Gewicht und gleichzeitig liegt der Schwerpunkt niedriger, was eine gute Stabilität ergibt.

    Den Originalgriff der Trolleys hab ich über Teleskopstöcke längenverstellbar umgebaut, dadurch kann man den Wagen je nach Beladung leicht tarieren, trotzdem lässt er sich bei Bedarf immer noch sehr klein zusammen falten.

    Inzwischen verwenden wir zum Ziehen nicht mehr, wie anfänglich, breite Militärgürtel, sondern gepolsterte Gürtel, die auch als Hüftgurt eingeclipst werden können, wenn wir die Rucksäcke (samt Wagen) doch mal auf die Schultern nehmen. (Im Winter verwenden wir die auch als Zuggurt für unsere Gepäckschlitten.)

    Durch eine optionale Kupplung kann man den Trolley (auch umgebaut) sehr gut als Fahrradanhänger verwenden.

    Einige Fotos der Wagen im Einsatz kannst du auch im Bericht zu unserer Rhönwanderung sehen. Der Bericht über unsere (Bier-)Wanderung durch Oberfranken vor ein paar Wochen ist gerade in Arbeit und folgt in Kürze.

    Viele Grüße
    Ralf
    Geändert von GemeinsamDraussen (24.10.2017 um 01:11 Uhr)
    (www.)gemeinsam-draussen.de = Susi & Ralf. Der User "GemeinsamDraussen" ist Ralf.

  3. Fuchs
    Avatar von PWD
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    AW: Wanderkarre Gepäcktrolley Trekking-"Hackenporsche" Cool oder Blödsinn??

    #3
    Auch von mir ein Hallo,

    es kommt immer darauf an...

    wofür man so eine Hilfe einsetzen möchte. Für Wüstenwanderungen sind 20 Zoll Bereifungen ganz gut (siehe hier), in Mitteleuropa, wenn man nicht gerade eine Wanderautobahn benutzt, eher unpraktisch. So eine 20 Zoll Bereifung rollt ganz massiv den Abhang runter, das passiert mit 12,5 Zoll in der Form nicht. Du sprachst den Schwerpunkt an; auch der liegt bei diesen großen Rädern sehr hoch - auch ohne durchgehende Achse. Und zum angestrebten Gewicht von 3,5 kg, das wirst du mit den Monsterrädern niemals erreichen können.

    Deine Frage bzgl. Interesse hier. Es gibt schon viele käuflich erwerbbare Angebote, alle nicht gerade billig. Deswegen baut sich m.E. jeder seine Konstruktion selber. Und wenn du mal in Serie gehen möchtest, überlege mal, was so ein Teil dann kosten müsste..., es müssten neue Räder gekauft und eingebaut werden, genau so die Rohre. Kommt viel zu teuer.

    Noch ein kleiner praktischer Hinweis von meiner Seite: denk daran, das Ding muss zur Anreise transportiert werden, da ist ein kleiner/leichter Anhänger von Vorteil und auch die Möglichkeit des Zerlegens.

    Sag mal, ist dir der Griff nicht mal in den Steiß gefahren?

    Aber von deiner Arbeit her betrachtet, ganz schön.

    Gruß, Joachim
    Geändert von PWD (24.10.2017 um 08:00 Uhr)

  4. AW: Wanderkarre Gepäcktrolley Trekking-"Hackenporsche" Cool oder Blödsinn??

    #4
    Meine Meinung, obwohl ich keine Erfahrung mit Wanderwagen habe:

    35kg sind viel - mE zu viel.
    Wie du schreibst, geradeaus merkt man das kaum, bergauf und bergab ist es aber heftig.

    Ich würde die Last auf zwei Leute aufteilen, entweder zwei Wagen oder Wagen/Rucksack. Der Rucksack könnte ja deutlich leichter sein als das Wagengepäck.

    Grosse Räder - ich kenne das Thema nur vom Kinderwagen und von Rollstühlen (mit Zusatz-"off road"-Rad) her - finde ich super, gerade wenn es uneben wird. Ich würde einen Wanderwagen immer mit eben so grossen Rädern wie du bauen.

    Zum bremsen wäre es möglich, dass einer vorne geht und lenkt und einer hinter dem Wagen, der bremst. Dazu müssten man nur einen weiteren Strick und Gurt.

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    AW: Wanderkarre Gepäcktrolley Trekking-"Hackenporsche" Cool oder Blödsinn??

    #5
    Mal dran gedacht, sich ein Pulkageschirr davorzubasteln? Ich hatte auch mal an einen Wanderwagen gedacht, als ich den Eckla Beach Rolly noch hatte und wollte mir so ein Geschirr kaufen/machen. Dann zieht man den Wagen mit einem Hüftgurt und hat die Arme frei -zum schwingen oder für Stöcke. Solche Pulkageschirre kosten nicht die Welt.

    35 kg sind nicht viel. Kommt natürlich auf den Menschen drauf an, der zieht. Ich packe mein Faltboot (zusammengefaltet) zusammen mit dem schweren Campingsachen auf einen Bootswagen und nehme mein Paddel als Deichsel. Das ganze wiegt (nass) so ca. 45 kg und lässt sich noch gut ziehen.

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    AW: Wanderkarre Gepäcktrolley Trekking-"Hackenporsche" Cool oder Blödsinn??

    #6
    Moin ihr lieben!
    danke für´s Feedback...
    schön ist erstmal: ich wusste wirklich nicht, dass sowas öfter gemacht wird, hab das auch noch nie gesehen. Aber wie gesagt, ich kenn mich auch nicht aus in der scene.

    35kg war zuviel. Jedenfalls für diese Berg&Tal-Tour, das ist wohl wahr. Bei längeren Anstiegen reicht die Ohne-Last-Verschnauf-Phase für den Nichtzieher einfach nicht aus. Im Flachland ist das wohl anders.
    Ein Bisschen was zu der Konstruktion:
    Die Räder hatte ich ja wie gesagt noch, kenne mich auch ganz gut aus im Fahrradbau. Sie wiegen 1,7Kg inkl Bereifung. Andere Felgen, Naben, weniger Speichen, vielleicht noch andere Bereifung, dann wär man pro Rad auf 900-1000Gramm. Wäre dann sogar noch billiger. Belastung würde reichen. Der Karren ist dann bei 3,5kg. Für´s Aluschweissen habe ich glücklicherweise das Equipment, das Material ist relativ billig, ist ja nicht viel.
    Das man mit großen Rädern zwangsläufig einen hohen Schwerpunkt hat, kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Die Höhe des "Bodens" ist ja frei wählbar, immer ein Kompromiss zwischen tiefstmöglichem Schwerpunkt und größtmöglicher Bodenfreiheit....
    Zum "In den Steiss fahren":
    Meist hing der Griff seitlich an der Hüfte, das ging ganz gut. Der Griff war dick mit Kork-Lenkerband umwickelt, das hat aber nicht lange gehalten. Eine Idee war noch, auf´s Ende einen kleinen Gummiball zu stecken, wollte ich nochmal ausprobieren.

    LG
    Robert
    Geändert von Robix (24.10.2017 um 10:57 Uhr)

  7. Moderator
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    AW: Wanderkarre Gepäcktrolley Trekking-"Hackenporsche" Cool oder Blödsinn??

    #7
    Robix, dein Modell hat durchaus Charme. Das Verhältnis Radgröße (u. entspr. Schwerpunkt) zu Spurweite scheint mir aber nicht ideal zu sein.
    Und wenn du eh Einzelradaufhängung bevorzugst: Schon mal daran gedacht, die Räder einen Tick nach innen zu neigen, also von vorn gesehen etwa so /--\ ? Bei Bootswagen (da kenn ich mich eher aus, aber Funktion ist ja die gleiche) macht das von der Stabilität her einen Riesenunterschied.

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    AW: Wanderkarre Gepäcktrolley Trekking-"Hackenporsche" Cool oder Blödsinn??

    #8
    Ronaldo, was wäre ideal?

    Es ist ja immer ein Kompromiss, hier gilt es, das beste rauszufinden.
    Räder nach innen geneigt = negativer Sturz heisst: weniger Platz für´s Gepäck aber höhere Kippsicherheit. Sieht aber natürlich immer cool aus
    nochmal zum Schwerpunkt: kommt nicht richtig rüber beim Foto...aber ich habe versucht, die Unterseite so tief wie "möglich" zu machen. Ginge noch tiefer, dann würd´s aber bei blöden Baumwurzeln anecken...
    LG
    Robert

  9. Moderator
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    AW: Wanderkarre Gepäcktrolley Trekking-"Hackenporsche" Cool oder Blödsinn??

    #9
    Zitat Zitat von Robix Beitrag anzeigen
    Ronaldo, was wäre ideal?

    Es ist ja immer ein Kompromiss, hier gilt es, das beste rauszufinden...

    Puh, frag mich was leichteres...
    Ich seh das wie du, immer ein Kompromiss. Ich hab bestimmt schon ein halbes Dutzend Bootswägen selbst gebaut, den idealen gibts halt nicht, aber ich nähere mich einer gewissen Ideallinie.

  10. Neu im Forum

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    AW: Wanderkarre Gepäcktrolley Trekking-"Hackenporsche" Cool oder Blödsinn??

    #10
    ...noch zum Schrägstellen der Räder:

    schräggestellte Räder wollen immer "umme Ecke", Schubkarren-Lenkeffekt. Das Rechte will nach links, das linke nach rechts. Das macht ja die Stabilität aus, Lagerspiel etc. wird ausgeglichen. Und für Rollstuhlfahrer ist das gut; wenn sie unten anecken (Türrahmen z.B.) können sie sich oben nicht die Finger klemmen.
    Aber: es kostet natürlich Rollwiederstand. Gering aber definitiv.
    LG
    Robert

  11. Neu im Forum

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    AW: Wanderkarre Gepäcktrolley Trekking-"Hackenporsche" Cool oder Blödsinn??

    #11
    Hallo,
    habe auf dieser Plattform vor ein paar Monaten dieses Thema gefunden und war begeistert von einem Beitrag. Da ich den Camino weitergehen wollte habe ich mir einen Gestell (Royal Shopper) von Andersen gekauft. Soweit alles gut. Mein Fehler war dass ich die Sache nicht ausreichend getestet habe. Das Gerät und mein Gepäck, Zelt, Kocher Schlafsack etc. wog ca. 18 kg.
    Ich bin mit meinem Wägelchen von Breisach bis nach Gray in Frankreich gelaufen. Ca. 220 km.
    Hier meine Erfahrungen:
    Positiv:
    Es lastet nur ein geringes Gewicht auf den Knochen und Gelenken, was sich sehr positiv auswirkt.
    Man kann mehr Gewicht mitnehmen als wenn man tragen muss.
    Auf ebenen Wegen und geteerten Straßen ist das Wägelchen gut.

    Negativ:
    Bei Steigungen musste ich mein Körpergewicht hochtragen und zusätzlich das Wägelchen ziehen.
    Hände hatte ich nur an steilen Hängen frei, wenn ich die Wanderstöcke als Hilfe einsetzen musste und das Wägelchen konstant nach unten zog.
    Kann m.E. nicht an einem Hüftgurt gezogen werden da der Wagen immer stößt. Am Hüftgurt muss m.E. eine feste Verbindung (Kupplung) zur Deichsel bestehen. Hängt m.E. mit dem Gehen zusammen. Es wird beim ersten Schritt mitgezogen, dann tritt eine Verzögerung ein bis der zweite Schritt einsetzt und dabei stößt das Wägelchen. Durch seitliche Führung mit der Hand konnte ich dies ausgleichen. Habe mir einen Gurt von der Deichsel über den Rücken gelegt und damit gezogen, dann war das führen an der Hand problemlos da ich das Gewicht der Deichsel auf der Schulter trug.
    Bergab drückt es in den Rücken und ist da ganz gut zu führen.
    Vorrausfahren abwärts geht nicht gut, da immer gelenkt werden muss wodurch ein Zickzack-Kurs entsteht.
    Die schönen Wanderwege, also weiche Waldwege ohne Schotter sind zu schmal. Jetzt nach dem Winter lag viel Knüppelholz 2-3 cm Durchmesser auf den Wegen, wodurch sich das Wägelchen aufschaukelte und wenn nicht abgefangen, es umstürzte.
    Auch das Ziehen über grobschottrige Wirtschaftswege an Steigungen, wo der feine Schotter ausgespült war, war nicht angenehm. Um das Umkippen zu verhindern musste ich solche Stellen sehr langsam passieren. Steile Wanderwege mit Spurrillen oder Pferdespuren oder Mountainbikerrillen sind nichts fürs Wägelchen. Entweder ist die Fläche zwischen den Spurrillen zu schmal oder mit einem Rad in der Spurrille zu holprig da die Stollen der Waldmaschinen eine Hoppelstrecke hinterlassen haben.

    Das Tragen des Ganzen um sumpfige Wegstrecken oder umgestürzte Bäume zu umgehen ist bei dem Gewicht eine Herausforderung. Dies war öfter erforderlich.
    Genauso bei der Hinfahrt nach Breisach passte es gerade noch durch den Gang in den Zügen. Ein- oder Aussteigen vom Zug war sehr schwierig. Ebenso wenn es in den Herbergen eine Treppe hoch ging war Hilfe erforderlich.

    Mein Fazit:
    Gewicht runter so etwas weniger wie 10% des Körpergewichts und dann mit gutem Rucksack tragen und dann macht Wandern Spaß. So war das bei mir bei meiner ersten Etappe von Schwäbisch Hall nach Breisach. Ich habe das Wägelchen mit dem Zelt Equipment in Gy zurückgeschickt und die letzte Etappe den Rest getragen. Hatte die Hände frei und konnte die Stöcke auch an flacheren Steigungen helfend einsetzen.

    MFG
    Joachim

  12. AW: Wanderkarre Gepäcktrolley Trekking-"Hackenporsche" Cool oder Blödsinn??

    #12
    Hallo JoFisch,

    erstmal: Willkommen im Forum!

    Tut mir leid für dich, dass du mit deinem Wanderwagen so schlecht zurecht kamst. Deinem Beitrag kann man leider nicht entnehmen, ob (und falls wie) du die Deichsel des Andersen Shoppers verlängert hast und welche Räder du verwendet hast.

    Mit meinem Andersen-Umbau hab ich bisher auf unterschiedlichen Touren im Mittelgebirge und in den Voralpen ganz andere und fast nur positive Erfahrungen gemacht.

    Ich hab jetzt mal noch einen Beitrag ergänzt, der aus meiner Sicht die meisten deiner Probleme erklären könnte: klickhier
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  13. Erfahren

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    AW: Wanderkarre Gepäcktrolley Trekking-"Hackenporsche" Cool oder Blödsinn??

    #13
    Ich sehe so etwas das erstemal.

    Schonmal an einen Außengestellrucksack gedacht?
    Da müsste dann ja nur noch eine Achse mit den Rädern ran, und oben zwei Stangen zu einem Hüftgürtel.

  14. AW: Wanderkarre Gepäcktrolley Trekking-"Hackenporsche" Cool oder Blödsinn??

    #14
    @Jag: Mach doch mal!
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  15. Erfahren

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    AW: Wanderkarre Gepäcktrolley Trekking-"Hackenporsche" Cool oder Blödsinn??

    #15
    uuahh,
    ich habe meinen Fjällräven gerade erst mit einem unteren Stück von einem Haglöfs Gestellrucksack verlängert.

    Da der noch wie neu ist werde ich da gar nichts verbasteln.
    Ich bin eh begeistert, ich war gerade eine Woche im Fjäll und der Rucksack war mit insgesamt 33kg noch zu tragen.
    Ich bin schlicht zufrieden.

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