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  1. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    Navigation auf (langer) Radtour

    #1
    Ich habe bisher mit Karte navigiert, meist Bikeline, was mich dabei aber stört, ist dass ich immer wieder anhalten muss um mir die nächsten paar Wegabschnitte auf der Karte anzusehen. Ich plane, nächstes Jahr ca. 2 Monate mehr oder weniger rund um Frankreich zu radeln und überlege mir gerade, wie ich navigieren will.
    Zur Auswahl stehen:

    - Karte
    Zum Teil gibt es für die geplante Tour Bikeline-Führer, ansonsten würde ich französische Karten verwenden. Wenn ich die in Frankreich kaufe, hätte das den Nachteil, dass ich nicht oder nur schlecht Routenalternativen o.ä. aus dem Internet eintragen kann. Ich müsste auf dem iPhone (Mäusekino) nachschauen und von Hand in die Karte übertragen.

    - iPhone
    Mit welcher App? Ich sehe die Ablesbarkeit bei Sonne und Regen (in der Hülle) als sehr kritisch, außerdem den Stromverbrauch. Eigentlich hätte ich das Smartphone lieber aus und sicher verpackt.

    - GPS
    Garmin ist sauteuer, Falk nicht Apple-kompatibel. Die Bewertungen z.B. bei Amazon sind selbst für teure Geräte eher schlecht.
    Wie sind Eure Erfahrungen? Welches GPS mit welchen Karten und Tracks? Passen (Speicherplatz) Tracks und Routen für 2-3 Monate auf ein GPS-Gerät?

    Wie navigiert Ihr, vor allem bei längeren Touren?

    Gruß,

    Claudia
    Mein Blog zum Draußensein mit allen Sinnen: www.wanderluchs.de

  2. Erfahren

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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #2
    Ich benutze ein Android Smartphone mit der App "Locus Pro" zum navigieren. Mit Strom versorgt wird es über den Nabendynamo, wofür ich mir einen kleinen Dynamolader gebastelt hab.
    Da das Smartphone ziemlich alt ist und nur wenig Arbeitsspeicher hat, hab ich fürs telefonieren und Fotoschnappschüsse noch ein kleines Extrahandy mit.
    Die Displayhelligkeit ist bei mir völlig ausreichend, bei starkem Regen wird es mit Zeltfensterfolie abgedeckt. Wenn dann alles sehr nass ist, wird es allerdings etwas schwierig durch die Folie mit dem Fingertouch das Smartphone zu bedienen.
    Wobei ich mich bei starkem Regen sowieso lieber unterstell, als zu fahren

    Auf dem kleinen Extrahandy hab ich vorsichtshalber ein Backup der Karten und Routen, sowie die LocusApp selber, für den Fall, dass das Navismartphone mal versagt. Ist bisher aber noch nicht benötigt worden.

    Gruß
    Langhals

  3. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #3
    • Garmin Gerät, OSM-Karten (Open Fiets Map, Kleineisel, etc.) und ArchiesCampings als POIs im Garmin.
    • Oft auch ausgedruckte Karte in der Ortlieb Kartentasche mit Route erstellt von naviki.org (in angenehmer Lesegröße mit ein bisschen Umgebung drumherum).
    • Hin und wieder die naviki-App auf dem iPhone.


    Bei komoot muss man sich mit einer Mailadresse anmelden. Warum sollte ich das machen, wenn es auch Möglichkeiten ohne Anmeldung gibt?

  4. Fuchs

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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #4
    Hallo Claudia,

    habe auf längeren Touren innerhalb Deutschlands, unter anderem Radtour Frankfurt/Berlin, komoot in Kombi mit IPhone und externem Akkupack genutzt. Displayhelligkeit komplett hoch gestellt und du hast auch bei direkter Sonneneinstrahlung keine Probleme mit der Ablesbarkeit. Du kannst die App so einstellen, das du sobald du dich mehr als "X" Meter vom geplanten Track entfernst einen Hinweis bekommst und sich das Display nur einschaltet wenn eine Richtungsänderung ansteht oder du lässt dich durch Sprachansagen navigieren um Akku zu sparen. Ich hatte mir eine Etappe Pro Tag als Track gespeichert um das ganze übersichtlicher zu gestalten und zusätzlich eine grobe, gedruckte Übersicht der gesamten Tour zu haben.

    Halterung ist diese hier....

    https://www.amazon.de/Arendo-wasserd...ng+wasserdicht

    Bisher absolut dicht und hält.

  5. Lebt im Forum
    Avatar von Homer
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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #5
    garmin ertex30, OFM fahrradkarte (OSM-basierend)
    #staythefuckhome

  6. Gerne im Forum

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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #6
    Hi Claudia,

    größere Rad-Touren mache ich zwar nicht, wenn ich aber mal unterwegs bin, nutze ich die Garmin Fenix 5x.

    Von der Helligkeit hatte ich bisher keine Probleme und der Akku hält ganz sicher den ganzen Tag.

    VG redflag1982

  7. Gerne im Forum

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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #7
    Immer öfter benutze ich Komoot wegen dem größeren Navi-Bildschirm auf dem iPhone (allerdings saugt Komoot den Akku sehr stark). Als Ersatz habe ich den Garmin Edge 1000 und einen RAVPower 6700mAh Powerbank für das iPhone oder das Garmin dabei

    PS: Oder als Alternative mit einem iPad-Mini und Google Offline Karten
    Geändert von fwgdocs (23.10.2017 um 15:42 Uhr)

  8. Lebt im Forum

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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #8
    Div Garmin GPS-Geraete mit den schon genannten Karten.

    Auf dem Fahrrad / Motorrad eher ein Geraet ohne Touchscreen (also nicht Oregon 600, Etrex Touch - wobei das noch eher geht, als Oregon 600), beim Etrex 30 (20er wegen fehlendem Kompass eher nicht) hat man zwar schoen lange Akku-Laufzeit, aber
    a) ist die CPU im Vergleich zu 62/64, Touch, Oregon 600 kreuzlahm, braucht ca 3* so lange um Kartenmasstab zu aendern oder Karte nachzufuehren (ist natuerlich voellig subjektiv, ob einen das stoert) und
    b) finde ich die Direktauswahl vieler Funktionen ueber beschriftete Tasten auf der Front beim 62s/64s deutlich angenehmer, als die paar Seitentasten beim Etrex 30.

    In meinen Kursen hatte ich aber auch schon viele Radfahrer, die Oregon 600 bzw Etrex Touch verwenden und damit, gerade wegen der Gestensteurung, voellig happy sind.

    Als besonders teuer kann ich die Geraete nicht empfinden, stabiles, wasserdichtes Gehaeuse, AA / Eneloop-Batteriefach, schnelle Wartung bzw Austausch im Garantiefall (der zugegebenerweise selten ist, ich selber hatte nur mal Aerger mit den Displays der ersten Etrex Touch Serie, fast alles Andere laesst sich meist durch einen Hard-Reset loesen), mechanisch stabilerer Mini-USB statt Micro...

    Wenn ich mir ueberlege, was die Geraete so alles bei mir (GL-Fliegen, Surfen, Segeln, MTB, Motorrad, Trekking, Paddeln usw) oder in den Kursen mitgemacht haben, ohne Ausfall oder Aerger...

    Dass man jederzeit notfalls ueber Bat die Laufzeit verlaengern kann, keine Lion hat, die bei Kaelte einknicken, mit der heutigen Generation auch unter sehr unguenstigen Bedingungen noch Empfang hat, wo die meisten SF schon lange aufgegeben haben...naja und das SF habe ich eher fuer Notfaelle bzw kurzen Kontakt abends bei, keine Lust mir via Navigation den Akku leerrzusaugen bzw zu beschaedigen...

  9. Fuchs
    Avatar von HaegarHH
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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #9
    Moin,

    mein iPhone würde ich vermutlich auch nicht dafür nutzen. Das ist prima, wenn es dann um die Nahnavigation geht, also z. B. Restaurant beim Campingplatz finden und dort hinkommen oder so, oder als BackUp.

    Also ich finde sinnvolle Garmin-Geräte nicht wirklich teuer, zumal man wie hier schon mehrfach geschrieben aus einer Fülle von frei verfügbaren "Community"-Karten wählen kann. Ich habe damals für mein eTrex 20 ca. 90,- Euro gezahlt, mittlerweile ist es mir ein wenig langsam, und das mit den 10.000 Trackpunkten kann gelegentlich nerven, wenn man an einen nicht geglätten Track zum Nachfahren gerät, aber es halt selbst die Alpentour in diesem Jahr prima mitgemacht. Ein etrex 30X oder so sollte bequem für den Anfang reichen.

    Vorteil die Geräte laufen auf normalen AA-Zellen, für kurze Touren und heimische Einsätze natürlich auf Akkus, für die 3 Wochentour habe ich mich dann bewusst für Batterien entschieden.


    Bzgl. Fenix5X & Co. …ich habe ja nun seit Anfang September auch eine Fenix 5 im Einsatz (wenn auch ohne X) und finde das Display gut, deutlich besser als meine Erwartungen, aber ich könnte mir überhaupt nicht vorstellen, mit einem Gerät dieser Größe z. B. eine lange Fahrradtour etc. zu machen. Für z. B. Traillaufen auf einem vorher festgelegten Weg mag das eine leichte und praktische Lösung sein.

    Ich nutze seitdem ich mir gezielt nette Strecken für MTB suche die openmtbmap, die auch Höhenlinien bietet, früher und ansonsten habe ich i. d. R. openfietsmap genutzt. Hier im Norddeutschen Flachland fahre ich Rad häufig mit "300m" Einstellung, da passt das Tempo auf den Straßen gut mit dem Mitlaufen der Karte zusammen und über Land reicht das aus, in der Stadt natürlich nicht mehr. In den Alpen hat das gar nicht mehr gepasst, da haben dann die Höhenlinien eine einzige braune Fläche ergeben, sprich da musste ich auf 120m tlw. 80m runter, damit konnte man dann tlw. schon nicht mal mehr die nächsten Serpentinen sehe, was für mich aber wichtige Info war bzgl. Verkehr um mich rum, Pause machen können etc. In dem Moment hätte ich mir definitiv schon ein größeres Display als das etrex 30 gewünscht, eine Fenix 5 X unvorstellbar.



    Btw. wenn man nicht super genau vorplant und sich super genau an die Planung halten will und halten kann, dann ist das trotzdem kein Ersatz für eine zusätzliche Karte, da reichen auch keine Fotos auf dem iPhone für die Gewichtsersparnis. Auch das habe ich auf der Alpentour mal wieder schmerzlich vorgeführt bekommen. Aber für Deine Frankreichtour würde ich mir die erste IGN-Karte hier kaufen zum Starten und dann immer Nachkaufen und die alte als Souvenir nach hause schicken.
    Aktuelle Bilder von unterwegs … kommindiepuschen auf Instagram

  10. Erfahren
    Avatar von Wanderzwerg
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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #10
    Hallo,

    nutze Komoot auf Iphone, als Halter den Spitzel https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/97109-Halterung-f%C3%BCr-Smartphone-gesucht

    Vorteil:
    - Komoot kann gut passend zum Fortbewegungsmittel (Rennrad, Fahrrad, Mountainbike) unter Berücksichtigung von Belag planan.
    - Planen auf dem Handy ist gut mögliche (notfalls auch in der Hülle aber eigentlich besser ohne)
    - das Iphone ist außer bei sehr ungünstigen Sonnenstand in der wasserdichten Hülle abzulesen und zu bedienen.
    - Auch ohne vorgeplanten Track kann ist die Ansicht groß/gut genug zum Navigieren.
    - Kosten sind angemessen (Online Karten zum Planen kostenlos, wenn man sie offline auf dem Handy haben will koste die Welt 30€)

    Nachteil:
    - Laden jeden Abend zwingend erforderlich, wenn der Bildschirm, die ganze Zeit an ist hält es nur für 4 bis 8h, wenn man den Bildschirm ausmacht, reicht es locker über den ganzen Tag. Eine Powerbank als Absicherung wäre ratsam, wenn man mehrere Tage ohne Möglichkeit, Zum Nachladen unterwegs ist kommt die Lösung ehr nicht in betracht.

    - Umplanen ist bei Komoot nur möglich wenn es eine Datenverbindung gibt, in Frankreich ist aber die Netzabdeckung meist gut genug.

    - Der Spitzel in der wasserdichten Verpackung kann erlaubt keine Verbindung zum Nachladen (ansonsten habe ich den in dem anderen Thread genauer beschrieben).

    Ich habe auch noch einen Garmin Etrex, den ich in der Vorsmartphonezeit genutzt habe. Für Frankreich gibt es ausreichend gute kostenlose routingfähige OSM Karten. Die längere Laufzeit (+ Vorteil, daß man noch eine Handvoll Reserveakkus mitnehmen kann) und Umplanen ohne Datenverbindung waren ein Vorteil, allerdings ist die Bedienung beim Fahren fast nicht möglich und der Bildschirm für eine Navigation nicht entlang einer geplanten Route zu klein. Da ich immer nahe an Steckdosen unterwegs bin, nutze ich den Garmin nicht mehr.

    Papierkarten habe ich nur noch selten dabei, die Planung eine Reise rund um Frankreich nur am Handy wäre für mich nicht möglich. Wobei ich noch nie eine so lange Tour gemacht habe, bei mir waren es meist so 5-10 Etappen, max 20 Etappen. In den elektronischen letzten Jahren ehr nur bis 7 Etappen, die dann recht gut am Rechner vorgeplant waren. Losfahren mit dem Plan einmal rund um Frankreich und dann jeweils so nach Lust und Laune die nächste etwas ausdetaillieren, dafür bräuchte ich einen Laptop oder die 200.000er von Michelin.

    Gruß
    Zwerg

    Nachtrag:
    Komoot ist quasi das "Facebook" der Navigationssysteme. Man kann Routen/Tracks veröffentlichen oder von anderen Usern nutzen. Zudem neigt Komoot dazu unaufgefordert Tips zu versenden und "maßgeschneiderte Kollektionen" zu erstellen. Ich finde das etwas übergriffig und kann verstehen wenn jemand das System aus Datensicherheitsgründen nicht verwendet. Ich habe mich entschlossen das zu ertragen/ignorieren, weil Komoot wirklich gut plant (findet Radwege/wenig genutzte Straßen, wenn ich fürs Rennrad plane wird Kopfsteinpflaster vermieden etc.)
    G.Z.
    Geändert von Wanderzwerg (23.10.2017 um 14:45 Uhr)

  11. Fuchs

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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #11
    ich nutze das Garmin etrex30 und finde dies sehr gut zum navigieren per fuß & rad.

    einen sehr großen vorteil bei garmin ggü. falk o.ä. sehe ich im "support", du bekommt quasi alles an infos, karten, tracks, -tutorials etc. im internet für garmingeräte ohne etwas konvertieren zu müssen, garmin ist quasi "der standard"
    das etrex30 hält bei mir mit akkus 2 tage (es hält auch noch den 3tag, es geht dann aber irgendwann aus ohne das ich es merke bzw. dann fehlt mir was in der routenaufzeichnung)
    als karte nutze ich routingfähige (finde ich sehr wichtig!) OSM karten, habe schon verschiedene ausprobiert, wobei ich nicht sagen würde die eine sei besser als die andere, dass ist teilweise geschmackssache und hängt auch etwas vom einsatz-zweck/ -ort ab.

    papierkarten haben wir meistens trotdem dabei, als backup und wegen der schöneren übersicht.
    bei den reiseführern sind dann häufig auch die GPS tracks mit dabei Beispiel R1
    das hat sich in der praxis per rad & fuß schon bewährt.
    zusätzlich speicher ich meistens unsere geplannten unterkünfte im GPS gerät ab, die ich mir per basecamp raussuche.
    An diesem Tag habe ich alles gelernt, was man über das Scheitern wissen muß.

    Käpt´n Blaubär

  12. Vorstand
    Alter Hase
    Avatar von Mus
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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #12
    Zitat Zitat von Waldhexe Beitrag anzeigen
    Ich habe bisher mit Karte navigiert, meist Bikeline, was mich dabei aber stört, ist dass ich immer wieder anhalten muss um mir die nächsten paar Wegabschnitte auf der Karte anzusehen. Ich plane, nächstes Jahr ca. 2 Monate mehr oder weniger rund um Frankreich zu radeln und überlege mir gerade, wie ich navigieren will.
    Zur Auswahl stehen:

    - Karte
    Zum Teil gibt es für die geplante Tour Bikeline-Führer, ansonsten würde ich französische Karten verwenden. Wenn ich die in Frankreich kaufe, hätte das den Nachteil, dass ich nicht oder nur schlecht Routenalternativen o.ä. aus dem Internet eintragen kann. Ich müsste auf dem iPhone (Mäusekino) nachschauen und von Hand in die Karte übertragen.
    Zur Elektronik kann ich wenig sagen, im Gegensatz zu den Karten.

    Wir waren schon viel in Frankreich mit de Rad unterwegs und waren mit den Michelinkarten immer sehr glücklich. Wir haben die ganz normalen Autokarten aus der Kollektion "Local" (Maßstab so +/- 1:200000) genommen. Sie haben ein sehr schönes, präzises Kartenbild, bei denen man mit etwas Übung auch noch kleine Feinheiten herauslesen kann (ganz im Gegensatz zu den Michelinkarten von D ). Außerdem stimmen die Kilometerangaben ziemlich gut mit denen auf den Straßenschildern überein, was auch eine riesen Hilfe beim Navigieren darstellt. Z.T. sind auch Radrouten eingezeichnet. Du bekommst sie eigentlich in jedem Supermarkt (zumindest die von dieser Region).

    Wir haben uns aber auch häufig eine eigene Route entlang kleiner Sträßchen zusammengestellt. Die lassen sich meist sehr gut fahren und wenn man sich vorher ein bisschen ausguckt, welche Orte man der Reihe nach "abklappert" kann man dann nach den Schildern fahren und braucht kaum noch in die Karte schauen. Die Kleinen Straßen sind in Frankreich i.d. Regel kaum befahren und die wenigen Autofahrer denen man begegnet sind sehr rücksichtsvoll (als Ausnahme davon habe ich die Bretagne empfunden: Wir waren gefangen in einem Wirrwarr an nicht eingezeichneten Winzsträßchen und die Autofahrer sind gefahren wie die Sau.)

    Ordentlich ausgeschilderte Radfernwege - so mein Eindruck - sind in Frankreich die Ausnahme, genau so wie französische Fernradler. Die Schwerpunkte liegen auf lokalen Wegen für Tages oder maximal Wochenendtouren, VTT-Parcours (Mountenbike) und natürlich den vielen Rennradlern, die wiederum vor allem auf normalen Straßen unterwegs sind, was ja auch -wie schon geschildert - problemlos möglich ist.

    Falls du gerne zu Hause schon ausführlicher planen möchtest, würde ich folgendes Equipment empfehlen:
    • Michelinkarte, bei der ganz Frankreich auf einer Seite zu sehen ist und trotzdem viele Details zu erkennen 1:1.000.000 (rot) für die Übersicht.
    • Michelin-Straßenatlas 1:200.000 (gelb) für die konkrete Detailplanung. Wenn du's übers Herz bringst, kannst du ja dann einzelne Seiten, die du brauchst, rausreißen und ggf. noch zurechtstutzen.
    • Den "Guide officiel camping caravaning". Da hast du dann wirklich alle Plätze von groß/teuer/luxuriös bis klein/günstig/sehr einfach drin.


    Soweit zur analogen Variante, die meiner Meinung nach für Frankreich super funktioniert. Elektronisch kann ich natürlich nicht mitreden.

  13. Fuchs
    Avatar von Rattus
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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #13
    Wenn du's übers Herz bringst, kannst du ja dann einzelne Seiten, die du brauchst, rausreißen und ggf. noch zurechtstutzen.
    Alternativ ein Foto von der Seite machen und ausdrucken.
    Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede.

  14. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #14
    Vielen Dank für die hilfreichen Antworten bisher, allerdings scheint das doch ziemlich Geschmacksfrage zu sein...
    Die Halterung von Crunchley macht einen guten Eindruck, ich denke, die teste ich mal mit iPhone ! Papierkarte dazu kaufen dürfte nicht das Problem sein und ich habe auch keine Skrupel, die zurecht zu stutzen...

    Gruß,

    Claudia
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  15. Erfahren
    Avatar von Wanderzwerg
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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #15
    Hallo,

    hat zwar nichts direkt mit Karten zu tun, aber mit Radfahren in Frankreich. Frankreich arbeitet seit einiger Zeit daran ein Fernradwegenetz aufzubauen. http://www.voiesvertes.com/

    Die Qualität ist stark schwankend, zwischen richtigen "Voies Vertes" also autoverkehrsfreien Wegen, die durchgängig gut beschildert sind, bis hin zu Hauptstraßen mit mäßiger Beschilderung, die einfach nur zwei fortgeschrittenere Strecken verbinden.
    Die Karte ist zudem nicht vollständig, manche guten Strecken fehlen.

    Eine Frankreichrundfahrt würde ich nicht darauf aufbauen, aber wenn man zwischendurch mal einfach ein paar tage nicht so oft auf die Karte gucken will kann es schon hilfreich sein.

    Gruß
    Zwerg

  16. Meister-Hobonaut Alter Hase
    Avatar von Harry
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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #16
    Mit Bikeline wäre mir auch zu nervig.
    Zu kleiner Ausschnitt und andauernd am Blättern

    Für den Überblick braucht man meiner Meinung immer eine vernünftige Karte.
    Auch zum Schmökern abends im Zelt.
    Da entdeckt man auch noch mal Sehenswürdigkeiten etc., die angefahren werden können.
    Für die Schottlandrundtour 900km hat Anja ihre heiligen super Karten eingescant und farbig geplottet.
    Ok, in der Morastlandschaft hat man auch nicht so viele Fahr möglichkeiten.

    Hier kopiere ich mir immer die 1:200000 Adac Atlas Seiten und die kommen vorne in die Tasche.
    Dazu wird dann ab und zu mit dem Telefon/Googlemaps nachnavigiert.

    Bei der Baltikumtour hatten wir Karte und GPS dabei.
    Wobei dort das GPS interessante Strecken rausgesucht hat, die es auf der Karte nicht gab.
    Gruß Harry.
    Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen. (Johann Wolfgang von Goethe)

  17. Dauerbesucher

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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #17
    Ich habe bisher nur eine Tour gemacht von eine Woche mit Smartphone und Komoot als Navi. Dazu der Forumslader am NaDy - hat spitze funktioniert. Kann ich echt empfehlen das Teil. Wenn das Display nicht benötigt wird, einfach ausmachen, dann lädt der Forumslader sogar beim schieben (selber festgestellt).

    Der Vorteil von GPS finde ich auch, dass wenn man nicht sicher ist welche Weg man nehmen soll, man einfach nach 500m aufm Navi gucken kann ob der Punkt auch der gewünschte Weg folgt.

    ADFC und Globetrotter.de halten auch des öfters GPS Workshops wo solche Themen behandelt werden. Da lohnt es sich evtl mal eine Teilnahme. Wobei, ich habe das Komoot halt runtergeladen und ein paar Mal ausprobiert, naja, sehr intuitiv, gab keine Probleme irgendwelche Art und das Fon hatte abends nach der Tour immer 100% Saft

    Ach ja bzgl Halterung: Ich habe eine Oberrohrtasche gekauft, da ist der Lader drin und das Telefon ist auch geschützt. Ich hab diesen hier gekauft: http://www.ebay.de/itm/Zefal-Z-Conso...item3d22138ea1

  18. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #18
    Meine Lenkerhalterung für’s etrex kann ich auch empfehlen. Man schiebt das Gerät über eine Schiene, bis es einrastet. Das habe ich inzwischen schon mehrere hundert Mal genutzt. Sieht ungefähr so aus.
    Geändert von lina (24.10.2017 um 10:37 Uhr)

  19. AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #19
    Nutze zur Zeit auch meistens Iphone 4s + Komoot und bin damit sehr zufrieden. Der Preis ist mit 20,- € (immer noch?) verschwindend gering, dafür dass du zuhause planen kannst, im WLAN aufs Telefon laden kannst und dann offline auf alles zugriff hast. Letzteres ermöglicht auch das Telefon im Flugmodus zu nutzen, was weniger Akkuleistung frisst.

    Bei Sprachnavigation (Bildschirm und alle anderen Benachrichtigungen aus) mit zusätzlichem Musikhören reicht eine Akkuladung des 4s für etwa 4 Std/ 120km - das Telefon ist aber auch schon was älter. Das ist dann eine sehr komfortable Art der Navigation wo man einfach nur fahren kann ohne groß Zeit mit Navigieren zu verbringen.

    Bei längeren Reisen fahre ich ohne die Sprachnavigation, entweder lediglich mit Pushbenachrichtigungen bei ausgeschaltetem Bildschirm (gerade in Städten oder wuseligen Gegenden) oder lasse die mitlaufende Navigation ganz bleiben und nutze die App nur als "interaktive Karte". Das geht grad bei langen Strecken überland mit einfacher Straßenführung ziemlich gut. Hilfreich ist hierbei aber das Vorbereiten eines kleinen Roadbooks mit Städten, die abgefahren werden und größeren bzw. längeren Straßen.

    Problem ist natürlich die Witterungsempfindlichkeit der meisten Smartphones...

    Kleiner Nachtrag: Die geplanten Routen werden von Komoot sehr übersichtlich zusammengefasst. Du hast also immer eine gute Vorschau bezüglich Wegbeschaffenheit, Höhenmeter etc.

  20. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: Navigation auf (langer) Radtour

    #20
    Vielen Dank nochmal für Eure Antworten! Im Moment tendiere ich dazu, nach Euren positiven Erfahrungen, mir ein Garmin etrex zuzulegen, für die Übersicht und das Schmökern im Zelt eine Papierkarte. Auf das Smartphone kann ich ja trotzdem die Routen laden, als Backup.

    Ich habe mal bei Amazon die Bewertungen der verschiedenen Modelle (mit Touch und ohne) durchgelesen und es scheint keins überzeugend. Welche habt Ihr und wie sind Eure Erfahrungen? Das Etrex 30 wurde schon genannt, wird aber bei Amazon auch wenig gut bewertet.

    Gruß,

    Claudia
    Geändert von Waldhexe (24.10.2017 um 10:48 Uhr)
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