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  1. Neu im Forum
    Avatar von goingNorth
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    Bei extremer Kälte unter -20 Grad vidoes filmen

    #1
    Tach zusammen!!

    habt Ihr Erfahrungen mit dem filmen bei extremer Kälte also so bei -20 Grad abwärts? Hab ne Gopro Hero3 und die die hat bei der letzten Tour sich jeweils nach ein paar Sekunden in eine Schockstarrre versetzt und ist dann ausgegangen - ein echter Rohrkrepierer. Man muss doch bei den Temperaturen filmen können???!
    Eigentlich wollte ich dieses Jahr schön mit einer Drohne und der Cam neue Aufnahmen machen, aber wenn das ganze Zeuchs einfach vom Himmel fällt ist nich gut

    Hat Da jemand bessere Erfahrungen oder Empfehlungen?

    Mush on!

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    AW: Bei extremer Kälte unter -20 Grad vidoes filmen

    #2
    Nur mit Fotografieren/Filmen mit Fotoapparat, und da sind der Knackpunkt die Leistung der Akkus, und gerätetechnisch das Problem des Wechsels von Wärme/Kälte/Feuchte. Das Gerät sollte halt nicht beschlagen, damit keine Feuchtigkeit eindringt. Ansonsten mal recherchieren, wie kältetauglich die Akkus sind, oder ob es Spezialakkus gibt. Akkus imer schön warm halten, gleich wieder aus der Kamera nehmen (damit sie nicht zu stark runterkühlen) und ausreichend Reserve mitnehmen. Wie das mit Drohnen aussieht, weiß ich nicht, da wäre ich vorsichtig, aus den von Dir genannten Gründen.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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    Avatar von Echnathon
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    AW: Bei extremer Kälte unter -20 Grad vidoes filmen

    #3
    Die Akkuchemie mag geringe Termperaturen nicht so sehr, der Innenwiderstand steigt da massiv an.
    LiFePo4 Zellen haben (hatten?) datenblatttechnisch einen leichten Vorteil.

    Bei starker Kälte die Akkus unter der Kleidung am Körper tragen und die Kamera über ein Kabel im Ärmel versorgen.
    Das Kabel kannst du einfach hängen lassen und bei Bedarf an der Kamera einstecken.
    Der Kamera ist die Kälte egal, das SNR wird sogar besser.
    Das Displays wird versagen, da hilft nur Heizen.
    Frontlinsen unbedingt weit weg von allem was feucht sein könnte halten.
    Die offene Jacke, UNTER der Jacke, die Atemluft, .... du hast sofort Eis auf der Linse.
    Im Amateurastronomiebereich findest du unter dem Stichpunkt "Taukappenheizung" Heizmanschetten.

    Das normale Fett mit dem die Lager der Objektive geschmiert sind, aber auch in den Lagern der Drohne, wird bei diesen Temperaturen gerne zu Honig oder sogar fest.
    Vorher gegen ein geeignetes Fett austauschen.

    Drohnenstrom:
    Die Akkus warm einlegen, Isolierung drüber.
    Drohnen ziehen gerne mal soviel Strom, dass genug Verlustwärme entsteht, dass sie nicht abkühlen.
    Vorsichtig ausprobieren, nicht dass sie zu warm werden.

    Kamera-an-der-Drohne-Strom:
    Nutze den Drohnenakku. Der ist warm.
    Passenden Spannungswandler dazwischen.
    Evtl mal das Signal anschauen und bei Bedarf glätten, nicht dass du irgenwelche Oberwellen der Motoren hast die stören.

    Plastik von Rotoren etc: kann evtl spröder werden.

    Oder halt viele Akkus warm transportieren und häufig wechseln.
    Eine Kühlbox für die Akkus mit ein paar Flaschen heißen Wassers sind da sehr praktisch.

    Das waren meine Tips für die Dreharbeiten einer Dokumentation in Sibieren.
    Gedreht wurde bis -57°C.

  4. Lebt im Forum

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    AW: Bei extremer Kälte unter -20 Grad vidoes filmen

    #4
    Problem bei der Gopro ist ja, dass Du bei dem wasserdichten Gehaeuse, was Du fuer den Stativanschluss brauchst, nicht an den USB-Anschluss ran kommst, um sie extern zu versorgen.

    Damit fallen mir nur 2 Moeglichkeiten ein :

    Gopro unter Jacke bzw in Hosentasche schoen warm halten, nur zum Filmen rausholen.
    Hat bei mir bis jetzt gut geklappt, aber das waren keine langen Aufnahmen.
    Ich fuerchte z.B. halbe std Drohnenflug o.A. wuerde nicht klappen.

    Zweite Moeglichkeit ist, zweites Gehaeuse besorgen evtl Billiges von anderem Anbieter, am USB-Anschluss Gehaeuse durchbohren, dann auf Steckerform auffeilen, am Rand des Loches Silikondichtung einbauen, dass Stecker dicht sitzt.
    Nun kannst Du via Verbindungskabel die Gopro z.B. mit einem Eneloop-Akkupack extern versorgen.

  5. Anfänger im Forum
    Avatar von hagen1987
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    AW: Bei extremer Kälte unter -20 Grad vidoes filmen

    #5
    Wir haben bei unseren Touren die Akkus auch unter der Jacke am Körper getragen. Dann hat das mit dem Filmen auch immer einige Minuten geklappt. Für ein Videotagebuch hat es gereicht.

    Grüße aus dem Barnimer Land.
    Wenn Du mit Worten beschreiben kannst wo du bist, geh weiter!

  6. Anfänger im Forum

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    AW: Bei extremer Kälte unter -20 Grad vidoes filmen

    #6
    Moin.

    Also ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass die LiPos bei Kälte nicht gut klar kommen. Also Drohne und Minusgrade sind nicht gut kompatibel. Bei dem Kopter den ich bei der Arbeit nutze hab ich bei unter +5 Grad nur noch ein Drittel der üblichen Flugzeit. Und die Akkus nehmen einem das auch echt übel und verlieren massiv an Kapazität.

    Grüße Simon

  7. Neu im Forum
    Avatar von goingNorth
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    AW: Bei extremer Kälte unter -20 Grad vidoes filmen

    #7
    Vielen Dank für die vielen Nachrichten und tollen Tipps!!! Mit dem externen Akku (unter dem 3rd Layer) scheint mir für das einfache filmen eine recht einfache Lösung.

    Ich habe hier ein paar Videos aus dem Bereich Drohne + Snowboarding - soll in die richtung gehen nur mit Hundeschlitten!


    Beides mit mit dji phantom - ICh vermute allerdings, dass die Jungs nicht bei minus 20 oder tiefer filmen, sondern eher bei leichten Grad plus...

  8. Neu im Forum
    Avatar von goingNorth
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    AW: Bei extremer Kälte unter -20 Grad vidoes filmen

    #8
    Zitat Zitat von Echnathon Beitrag anzeigen
    Die Akkuchemie mag geringe Termperaturen nicht so sehr, der Innenwiderstand steigt da massiv an.
    LiFePo4 Zellen haben (hatten?) datenblatttechnisch einen leichten Vorteil.

    Bei starker Kälte die Akkus unter der Kleidung am Körper tragen und die Kamera über ein Kabel im Ärmel versorgen.
    Das Kabel kannst du einfach hängen lassen und bei Bedarf an der Kamera einstecken.
    Der Kamera ist die Kälte egal, das SNR wird sogar besser.
    Das Displays wird versagen, da hilft nur Heizen.
    Frontlinsen unbedingt weit weg von allem was feucht sein könnte halten.
    Die offene Jacke, UNTER der Jacke, die Atemluft, .... du hast sofort Eis auf der Linse.
    Im Amateurastronomiebereich findest du unter dem Stichpunkt "Taukappenheizung" Heizmanschetten.

    Das normale Fett mit dem die Lager der Objektive geschmiert sind, aber auch in den Lagern der Drohne, wird bei diesen Temperaturen gerne zu Honig oder sogar fest.
    Vorher gegen ein geeignetes Fett austauschen.

    Drohnenstrom:
    Die Akkus warm einlegen, Isolierung drüber.
    Drohnen ziehen gerne mal soviel Strom, dass genug Verlustwärme entsteht, dass sie nicht abkühlen.
    Vorsichtig ausprobieren, nicht dass sie zu warm werden.

    Kamera-an-der-Drohne-Strom:
    Nutze den Drohnenakku. Der ist warm.
    Passenden Spannungswandler dazwischen.
    Evtl mal das Signal anschauen und bei Bedarf glätten, nicht dass du irgenwelche Oberwellen der Motoren hast die stören.

    Plastik von Rotoren etc: kann evtl spröder werden.

    Oder halt viele Akkus warm transportieren und häufig wechseln.
    Eine Kühlbox für die Akkus mit ein paar Flaschen heißen Wassers sind da sehr praktisch.

    Das waren meine Tips für die Dreharbeiten einer Dokumentation in Sibieren.
    Gedreht wurde bis -57°C.
    Wow!!!! Welche Drohne habt Ihr hier verwandt?

  9. Dauerbesucher
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    AW: Bei extremer Kälte unter -20 Grad vidoes filmen

    #9
    Ich gar nicht, ich hab mich nur um die technischen Details gekümmert.
    Kamera daran war eine 5DII.

    Ich kann aber vermutlich nächste Woche mal nachfragen, welche Drohne sie genutzt haben.

    Grüße
    F

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